"Börsenhandwerk" erlernen

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Hallo zusammen,

 

wie es der Titel schon erahnen lässt, bin ich absoluter Neuling was die Börse betrifft und hoffe deshalb erstmal, dass ich hier nicht völlig falsch bin. Ich werde in diesem Semester mein Studium beenden und ins Berufsleben einsteigen. Zu diesem Anlass dachte ich, würde es Sinn machen sich auch endlich mal mit dem eigenen Vermögensaufbau auseinander zu setzen. Das würde ich gerne von Beginn an möglichst professionell und in Form eines "Selbststudiums" machen. Bevor ich damit anfange, wäre es allerdings cool, wenn mir hier ein paar Leute meine Fragen beantworten könnten :-)

 

1. Wie lange habt ihr so ca. gebraucht vom lernen der Theorie bis hin zum Kauf eurer ersten selbständig ausgewählten Aktie, ETF, etc.?

2. Was gehört zum grundlegenden Handwerk, dass ein "Börsianer" beherrschen muss, um später dann auch die richtigen/profitablen Aktien oder andere Wertpapiere auswählen zu können?

3. Wie habt ihr euch euer Wissen zum Thema Handel angeeignet? Gibt es gute Literatur, die zum Erlernen der Basics besonders gut geeignet sind? Oder gibt es sowas wie Kurse/Seminare für Anfänger, in denen Basics vermittelt werden(Raum Frankfurt)? 

 

Vielen Dank schonmal vorab für kommende Antworten.

 

Freundliche Grüße

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Posted · Edited by tyr

vor 54 Minuten schrieb McLovin109:

Hallo zusammen,

 

wie es der Titel schon erahnen lässt, bin ich absoluter Neuling was die Börse betrifft und hoffe deshalb erstmal, dass ich hier nicht völlig falsch bin. Ich werde in diesem Semester mein Studium beenden und ins Berufsleben einsteigen. Zu diesem Anlass dachte ich, würde es Sinn machen sich auch endlich mal mit dem eigenen Vermögensaufbau auseinander zu setzen. Das würde ich gerne von Beginn an möglichst professionell und in Form eines "Selbststudiums" machen. Bevor ich damit anfange, wäre es allerdings cool, wenn mir hier ein paar Leute meine Fragen beantworten könnten :-)

 

1. Wie lange habt ihr so ca. gebraucht vom lernen der Theorie bis hin zum Kauf eurer ersten selbständig ausgewählten Aktie, ETF, etc.?

 

Einige Monate.

 

Zitat

2. Was gehört zum grundlegenden Handwerk, dass ein "Börsianer" beherrschen muss, um später dann auch die richtigen/profitablen Aktien oder andere Wertpapiere auswählen zu können?

 

Grundlegendes Handwerk: Lesen können und die Fähigkeit erlernen, im Dickicht der vielen parteiischen Informationen diejenigen herausfiltern, die dir wirklich weiterhelfen. Es gibt viel Desinformation im Finanzbereich, eben weil sehr viele davon leben (müssen) und vor allem ihre eigenen Interessen vertreten und nicht deine Interessen als Privatanleger.

 

Zitat

3. Wie habt ihr euch euer Wissen zum Thema Handel angeeignet? Gibt es gute Literatur, die zum Erlernen der Basics besonders gut geeignet sind? Oder gibt es sowas wie Kurse/Seminare für Anfänger, in denen Basics vermittelt werden(Raum Frankfurt)? 

 

Stiftung Warentest/Finanztest und die Verbraucherzentrale stehen auf deiner Seite als Privatanleger. Das ganze Thema kann eigentlich relativ einfach sein, der Einstieg geht schnell, wenn man die richtige Literatur hat, zum Beispiel:

 

Verbraucherzentrale Ratgeber: Geldanlage: Einfache Strategien für Ihre Finanzplanung: https://www.ratgeber-verbraucherzentrale.de/geld-finanzen/geldanlage-46008526

Martin Weber (Uni Mannheim): Genial einfach investieren, Buch von 2007, immer noch aktuelles Grundlagenwissen, nun kostenlos zum Download: https://www.arero.de/teamnews/news-detail/ebook-genial-einfach-investieren-kostenlos/

 

Die Zeitschrift Finanztest habe ich vor Jahren aufmerksam gelesen. Zum Einstieg finde ich die immer noch sehr empfehlenswert: https://www.test.de/

 

Von Finanzvertrieben sind diese Publikationen regelmäßig verhasst. Aus gutem Grund, weil dort recht schonungslos offen kein Hokuspokus um die Finanzthemen gemacht wird, sondern das Wesentliche einfach verständlich für die Verbraucher aufbereitet dargestellt wird und von nachteiligen Finanzprodukten und Finanz-Geschäftspraktiken offen ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen abgeraten wird. Das Format hat seine Grenzen, wenn man erfahren ist und über Spezialwissen verfügt. Der Trick wird ebenfalls von der Finanzbranche verwendet: versuchen, Schwächen an den Artikeln zu betonen, wohlwissentlich verschweigen, welcher Nutzen für Finanzlaien dennoch geboten wird.

 

Für den Einstieg finde ich die Finanztest immer noch sehr empfehlenswert. Vor allem gegenüber der doch oft recht parteiischen Finanzpublikationen aus der freien Wirtschaft, wo aktive Fonds beworben werden und vieles mehr, was heute kaum noch zeitgemäß ist, woran aber noch einige Teile der Finanzindustrie gut verdienen.

 

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Posted · Edited by Mountie

Ich empfehle noch Finanztip, gemeinnütziger Verbraucher-Ratgeber des ehemaligen Finanztest-Chefredakteurs.

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Posted · Edited by Nachdenklich
zur Vermeidung von Mißverständnissen ein "auch" eingefügt

Wenn ich mir Deine Fragen anschaue, dann bin ich mir nicht ganz sicher, was Du vor hast?

 

Möchtest Du Vermögen aufbauen oder möchtest Du handeln (traden)?

 

Um sein Vermögen aufzubauen braucht man keine Kurse oder Seminare, sondern gesunden Menschenverstand, Mißtrauen gegen Ratgeber, die Fähigkeit zu lesen und zu unterscheiden, ob das was man da liest glaubwürdig ist.

Der Vermögensaufbau geschieht meist schrittweise über Jahre und man lernt es während man es tut. Zu Anfang sollte man vorsichtig vorgehen, dabei die Augen und Ohren offen halten und ständig sein Urteilsvermögen schärfen. Nicht jeder, der klug daher redet ist auch ein guter Ratgeber.

 

Wenn Du jetzt mit dem Studium fertig bist und jetzt erst anfängst, Dich mit dem Thema zu beschäftigen, dann hast Du schon Jahre verschenkt. Jahre, in denen Du Humankapital hättest bilden können. Humankapital, das auch darin besteht, die Welt und die Wirtschaft zu verstehen und die eigene Urteilsfähigkeit auszubilden.

Die Fähigkeit, sich ein Vermögen aufzubauen, beruht nicht auf der Kenntnis bestimmter einzelner wissenschaftlicher Theorien, sondern eher auf grundlegenden Einstellungen. Darum ist die Frage, wie lange man gebraucht hat, bis man "es konnte" auch ziemlich .....   naja - ich will es ruhig so direkt sagen: ziemlich unsinnig.

 

 

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vor 2 Stunden schrieb Nachdenklich:

 

Wenn Du jetzt mit dem Studium fertig bist und jetzt erst anfängst, Dich mit dem Thema zu beschäftigen, dann hast Du schon Jahre verschenkt. Jahre, in denen Du Humankapital hättest bilden können. Humankapital, das darin besteht, die Welt und die Wirtschaft zu verstehen und die eigene Urteilsfähigkeit auszubilden.

 

(Hervorhebung von mir)

 

Also mal kurz zurück am Boden, ein Studium sind keine verschenkten Jahre, und Humankapital (das neue Lieblingswort der ganzen Profi Finanzblogger) hat er dabei auch aufgebaut. Und wenn er jetzt anfängt ist er immer noch weiter als viele viele andere. 

[Anmerkung: in vielen anderen Threads wird jedem Studenten geraten zu warten...]

 

 

@McLovin109

1. Ich hab ein paar Monate gebraucht, allerdings auch am Anfang zu schnell agiert und so ein paar Fehler gemacht, Geduld ist sicher gut.

2. Information Filtern und ich meine hier nicht nur Nachrichten sondern vor allem die unzähligen "Experten", Blogger, Vlogger etc. Man kann mit "Informationen" nur so überschüttet werden in diesem Bereich, da muss man sich definitiv distanzieren.

3. Hauptsächlich durch lesen, hier, Bücher, Fachzeitschriften etc

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Posted · Edited by tyr

vor 35 Minuten schrieb 3mg4:

Also mal kurz zurück am Boden, ein Studium sind keine verschenkten Jahre, und Humankapital (das neue Lieblingswort der ganzen Profi Finanzblogger) hat er dabei auch aufgebaut. Und wenn er jetzt anfängt ist er immer noch weiter als viele viele andere. 

[Anmerkung: in vielen anderen Threads wird jedem Studenten geraten zu warten...]

 

:thumbsup:

 

Aus Gablers Wirtschaftslexikon: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/humankapital-32920

 

Zitat

Human Capital. 1. Allgemein: Das auf Ausbildung und Erziehung beruhende Leistungspotenzial der Arbeitskräfte (Arbeitsvermögen). Der Begriff Humankapital erklärt sich aus den zur Ausbildung dieser Fähigkeiten hohen finanziellen Aufwendungen und der damit geschaffenen Ertragskraft.

 

Durch ein berufsqualifizierendes Studium will man typischerweise Humankapital aufbauen.

 

Als ob der gemeine Student Jahre verschenken würde und in der Zeit kein Humankapital aufbaut. Das trifft vielleicht für diejenigen zu, die ausschließlich altgriechische Mythologie und Ausdruckstanz studieren und später mit diesem Wissen kein Einkommen generieren können. Ich gehe eher mal vom Fall aus, dass @McLovin109 etwas studiert, was ihm nach dem Studium deutlich mehr Lebens-Einkommenspotenzial bringt als vorher als Ungelernter: Humankapital wurde aufgebaut.

 

Daraus und aus der oft überschaubaren Einkommens- und Vermögenssituation vieler Studenten kann man dann ableiten, dass es sinnvoll sein kann, sich mit der riskanten Geldanlage von Ersparnissen erst dann zu beschäftigen, wenn Studium und Berufseinstieg erfolgreich geschafft sind und sich Geld auf dem Girokonto türmt, mit dem man nichts anzufangen weiß. Dann kann riskante langfristige Geldanlage drängend werden. Im Studium oft eher nicht, da konzentriert man sich besser auf die Investition ins Humankapital. Um so mehr, wenn der Lebensunterhalt nicht selbst finanziert wird.

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vor 1 Stunde schrieb 3mg4:

2. Information Filtern und ich meine hier nicht nur Nachrichten sondern vor allem die unzähligen "Experten", Blogger, Vlogger etc. Man kann mit "Informationen" nur so überschüttet werden in diesem Bereich, da muss man sich definitiv distanzieren.

 

Eine gute Hilfestellung ist manchmal auch, die Frage umzudrehen. D.h. nicht nur fragen "wie bekomme ich Rendite", sondern auch "wie vermeide ich Verluste". Ein großer Verlustpunkt sind Ausgabeaufschläge, Provisionen, Gebühren etc. und oft auch das Versprechen irgendwelcher Steuerersparnisse. Daher ist ein Blick in die Kostenstrukur vieler Produkte unerlässlich, wenn du nach konkreten Anlageprodukten suchst. Man muss sich nicht unbedingt groß mit Aktien auskennen, wenn man an deren Rendite teilhaben will, auch hier wieder die Frage von "was kann ich" zu "was kann ich nicht, aber wo bekomme ich das günstig" umdrehen :)

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vor 13 Stunden schrieb McLovin109:

Hallo zusammen,

 

wie es der Titel schon erahnen lässt, bin ich absoluter Neuling was die Börse betrifft und hoffe deshalb erstmal, dass ich hier nicht völlig falsch bin. Ich werde in diesem Semester mein Studium beenden und ins Berufsleben einsteigen. Zu diesem Anlass dachte ich, würde es Sinn machen sich auch endlich mal mit dem eigenen Vermögensaufbau auseinander zu setzen. Das würde ich gerne von Beginn an möglichst professionell und in Form eines "Selbststudiums" machen. Bevor ich damit anfange, wäre es allerdings cool, wenn mir hier ein paar Leute meine Fragen beantworten könnten :-)

 

1. Wie lange habt ihr so ca. gebraucht vom lernen der Theorie bis hin zum Kauf eurer ersten selbständig ausgewählten Aktie, ETF, etc.?

2. Was gehört zum grundlegenden Handwerk, dass ein "Börsianer" beherrschen muss, um später dann auch die richtigen/profitablen Aktien oder andere Wertpapiere auswählen zu können?

3. Wie habt ihr euch euer Wissen zum Thema Handel angeeignet? Gibt es gute Literatur, die zum Erlernen der Basics besonders gut geeignet sind? Oder gibt es sowas wie Kurse/Seminare für Anfänger, in denen Basics vermittelt werden(Raum Frankfurt)? 

 

Vielen Dank schonmal vorab für kommende Antworten.

 

Freundliche Grüße

Börse ist eine tolle Sache. Seitdem ich ich an der Börse bin habe ich es auch geschafft Geld zu sparen. Schon aus diesem Aspekt her, hat es sich für mich gelohnt. 

Erwarte aber nicht das du binnen Jahren Millionär wirst :D:D

Bevor man investiert sollte man sehr viel lesen. Ich habe mir zuerst Wissen um Einzelaktien angeeignet. Wer Aktien versteht, versteht dann auch ETF etc viel einfacher.

Beispiel: Wie entsteht der Kurs der Aktie; Was ist überhaupt eine Aktie und was für Rechte habe ich als Aktionär; wo sind die wichtigsten und wer sind die wichtigsten Akteure, was beeinflusst und wie beeinflusst die Finanzwelt?

Aktien sind Indikatoren der Wirtschaft. Wenn die Wirtschaft boombt explodieren auch die Aktienkurse i.d.R.

Neben dem Lesen, solltest du auch viel Youtube zwecks Börse angucken, weil das Thema visuell einfacher zu verstehen ist als nur Bücher zu wälzen.

Ich behaupte sogar, wer die Börse verstanden hat, weiss wie die Welt allgemein funktioniert in allen seinen Facetten...

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vor 2 Stunden schrieb 3mg4:

Also mal kurz zurück am Boden, ein Studium sind keine verschenkten Jahre, und Humankapital (das neue Lieblingswort der ganzen Profi Finanzblogger) hat er dabei auch aufgebaut.

 

Schön!

 

Genau diese Reaktion hatte ich erwartet und es ist doch erfreulich zu sehen, daß ich das Verhalten hier im Forum ziemlich gut vorhersehen kann.

Das funktioniert wie beim Pawlow'schen Hund, wenn das Glöckchen klingelt. (Inklusive der zusätzlichen PM, in der mir Arroganz unterstellt wird. Danke, das läßt mich allerdings ziemlich kalt. B-) )

Und die Fähigkeit eine solche Reaktion vorherzusehen, habe ich nicht in einem Seminar erworben. Sie beruht auf Erfahrung.

 

Natürlich behaupte ich nicht, daß ein Studium verschenkte Jahre seien. Und natürlich weiß ich, daß ein Studium ein wichtiger Baustein bei der Bildung von Humankapital ist. Ich bin doch nicht völlig bekloppt!

 

Aber Humankapital besteht nicht nur aus dem Wissen, das man sich an der Universität erworben hat und das einem in einem Zertifikat (Diplome werden ja nicht mehr erworben) bescheinigt wird. Mein (Geld-)Kapital besteht ja auch nicht nur aus dem Wert, den ich (beispielsweise) in einem DAX-ETF angespart habe, sondern auch aus anderen werthaltigen Anlagen, mögen das Riesterrenten oder Länderfonds auf pakistanische Aktien sein.

Auch die Fähigkeit, seinen eigenen Vermögensaufbau aus eigenem Urteil heraus zu steuern, gehört als ein Aspekt (neben dem Universitätszeugnis) zum Humankapital. Diese Fähigkeit läßt sich aber nur zu geringen Teilen in Seminaren oder durch das Lesen eines guten Buchs erwerben. Es geht nämlich um die Fähigkeit, langfristig zu denken (deswegen meine Frage, ob es um Vermögensaufbau oder um Traden geht) und psychologischen Fallen aus dem Weg zu gehen. Und dazu ist langjährige Erfahrung hilfreich. Und damit ist diese langjährige Erfahrung ein wichtiger Teil beim Aufbau von Humankapital. 

Anders als manche Ratgeber hier bin ich der Meinung, daß man schon sehr frühzeitig mit kleinen Beträgen in den Vermögensaufbau einsteigen sollte. Nicht weil die Summen über die lange Anlagedauer durch den Zinseszinseffekt zu so großem Vermögen beitragen würden, sondern weil man damit schon früh einen anderen Blick auf die Finanzmärkte entwickelt.

Ich finde es schade, wenn sich jemand erst dann mit der Geldanlage beschäftigt, wenn er wirklich gut verdient. Dann wirken sich Anlegerfehler nämlich gleich mit signifikanten Beträgen aus.

 

Als meine Tochter zur Konfirmation mehr Geld geschenkt bekommen hatte, als sie im Moment ausgeben wollte, ging ich mit ihr zu einer Bank und sie erhielt dort eine Beratung. Das hatte zunächst den Vorteil, daß ich mit ihr in der familiären Nachbespechung darüber reden konnte, aus welchen Gründen der Bankberater wohl welche Empfehlungen abgegeben haben mag. Sie hat dann einen mäßigen Betrag in einen Fonds angelegt, der einen Index nachbildete. Zu geringen Kosten! Seitdem hatte sie Interesse  an Geld- und Finanzfragen.

Irgendwann - nach erheblichen Kursrückgängen - meinte sie kritisch zu mir, ob die Fondsauswahl denn wirklich gut gewesen sei. Ich riet ihr zu Geduld und Ruhe und ein paar Jahre später hatte sie die Erfahrung gemacht, daß Kursschwankungen/-rückgänge kein Grund zur Panik sind (und ihrem Vater bestätigt, daß sie dazu gelernt hätte). Das ist Aufbau von Humankapital und hilft ihr, in der Phase in der sie jetzt ist, ihr nunmehr gutes Einkommen mit einer guten Einschätzung ihrer Risikotragfähigkeit und Risikotoleranz anzulegen.

Auch ein Student sollte sich nicht ausschließlich auf seine Studieninhalte konzentrieren! Neben dem Studium täglich in den Wirtschafts- und Finanzteil einer guten Tageszeitung zu schauen, trägt zur Verbreiterung des Humankapitals bei. Auch bei der Bildung von Humankapital sollte man an Diversifikation denken!

 

So - damit ist vielleicht klarer geworden, was ich mit meinem Beitrag gemeint habe.

 

Verlorene Zeit läßt sich aber ja nicht zurückholen, insofern gilt es nun nach vorne zu blicken. Und dazu bleibe ich bei meiner Ausgangsfrage, worum es dem TO eigentlich geht. Um langfristigen Vermögensaufbau (dann sollte er die entsprechenden Einführungsbeiträge lesen und einfach langsam anfangen - ohne Seminare) oder um Handel mit Aktien im Sinne von Trading, dann wären Kurse und Seminare sicherlich eine Voraussetzung, um nicht völlig auf den Bauch zu fallen. Und die Art der Fragestellung gibt mir das Gefühl, daß das Handeln von Aktien und nicht das Investieren gemeint sein könnte.

Investieren kann man nach dem Lesen der Einführungsbeiträge beginnen. Die "Schußfestigkeit" zur Vermeidung von Fehlern wird man aber erst nach vielen Jahren erwerben.

   

 

 

 

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vor 30 Minuten schrieb MannohneGeld:

Wenn die Wirtschaft boombt explodieren auch die Aktienkurse i.d.R.

Naja - oft explodieren die Aktienkurse, bevor die Wirtschaft boomt. Und oft enden die Kursanstiege schon vor der Konjunkturkrise.

 

vor einer Stunde schrieb Anleger Klein:

Eine gute Hilfestellung ist manchmal auch, die Frage umzudrehen. D.h. nicht nur fragen "wie bekomme ich Rendite", sondern auch "wie vermeide ich Verluste".

Eine weitere gute Hilfestellung ist die Frage: "Wer will alles an meiner Geldanlage mitverdienen? Wieviel? Und wo soll der Verdienst der anderen Mitspieler herkommen?"

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vor 12 Minuten schrieb Nachdenklich:

 

Genau diese Reaktion hatte ich erwartet und es ist doch erfreulich zu sehen, daß ich das Verhalten hier im Forum ziemlich gut vorhersehen kann.

Das funktioniert wie beim Pawlow'schen Hund, wenn das Glöckchen klingelt. (Inklusive der zusätzlichen PM, in der mir Arroganz unterstellt wird. Danke, das läßt mich allerdings ziemlich kalt. B-) )

Und die Fähigkeit eine solche Reaktion vorherzusehen, habe ich nicht in einem Seminar erworben. Sie beruht auf Erfahrung.

 

Natürlich behaupte ich nicht, daß ein Studium verschenkte Jahre seien. Und natürlich weiß ich, daß ein Studium ein wichtiger Baustein bei der Bildung von Humankapital ist. Ich bin doch nicht völlig bekloppt!

 

Gratuliere ;-)

Nur der Vollständigkeit halber ich habe keine PM geschrieben.

Wenn du es nicht behauptest musst du am Ausdruck arbeiten. Und dich wurde ganz einfach durch Humankapital "getriggerd" (wie die jungen so schön sagen) das ist nach dem alle das passive Anlegen und passive Einkommen durch das Dorf getrieben habe das nächste Schlagwort das sie melken :-* 

 

Sorry dafür, du bist sehr weise mit deiner Vorhersehungen. ;-)

 

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Gerade eben schrieb 3mg4:

Nur der Vollständigkeit halber ich habe keine PM geschrieben.

Stimmt!

Das war jemand anders, dem ich aber sehr dankbar bin, daß er seine Kommentare jetzt als PM an mich schickt.

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Das Wichtigste wurde noch nicht gesagt: 

Lerne nicht emotional zu reagieren. Daran scheitern die meisten und es bedarf langer Übung und Erfahrung, wann ein Verlust tatsächlich ein Verlust ist, wann schlechte News tatsächlich schlechte News sind oder ein Nachkauf wert sind, etc.

Neben dem Beschäftigen mit den Grundlagen und vielleicht Fundamental Analyse solltest du dich dringend mit emotionalen Verhalten in Bezug auf Geld / Verlust etc.

Ein super Buch dafür ist Gier von Jason Zweig (your money your Brain im englischen) (darf hier glaub ich den Link nicht einstellen?)

Zu 1. würde ich die empfehlen: Möglichst früh. Es brauch keinen Zeitpunkt. Fange mit kleineren Summen an und lerne wie es ist Geld an der Börse zu verdienen oder zu vernichten. Diese Grundsätze kann dir niemand beibringen. Es ist ein reines Learning by doing

2. Frag 10 Leute und du wirst 10 verschiedene Antworten bekommen. Ich bin ein Anhänger der fundamentalen Analyse und bei einem Kauf bei meines Erachtens zu niedrigen Kursen

3. Habe damals glaube ich mit einem 0815 Grundlagen Buch angefangen. Theoretisch kannst du dich auch im Internet informieren. Die Grundlagen bekommt man überall. Die Kunst des "Rendite machen" ist aber denen vorenthalten, die auf ihre Art und Weise einen Weg finden die Börse zu verstehen. Hilfestellung können die üblichen Übeltäter bringen. Vor allem für Anfänger mit Grundlagenwissen empfiehlt sich Peter Lynch einen Schritt voraus. Weiterhin kann man dann sein Wissen mit Graham und Co. verfeinern. Wenn du dich für Thematik interessiert wird sich sowieso ein Bücherregal ansammeln.

 

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Am 22.5.2018 um 23:43 schrieb McLovin109:

Hallo zusammen,

 

wie es der Titel schon erahnen lässt, bin ich absoluter Neuling was die Börse betrifft und hoffe deshalb erstmal, dass ich hier nicht völlig falsch bin. Ich werde in diesem Semester mein Studium beenden und ins Berufsleben einsteigen. Zu diesem Anlass dachte ich, würde es Sinn machen sich auch endlich mal mit dem eigenen Vermögensaufbau auseinander zu setzen. Das würde ich gerne von Beginn an möglichst professionell und in Form eines "Selbststudiums" machen. Bevor ich damit anfange, wäre es allerdings cool, wenn mir hier ein paar Leute meine Fragen beantworten könnten :-)

 

1. Wie lange habt ihr so ca. gebraucht vom lernen der Theorie bis hin zum Kauf eurer ersten selbständig ausgewählten Aktie, ETF, etc.?

2. Was gehört zum grundlegenden Handwerk, dass ein "Börsianer" beherrschen muss, um später dann auch die richtigen/profitablen Aktien oder andere Wertpapiere auswählen zu können?

3. Wie habt ihr euch euer Wissen zum Thema Handel angeeignet? Gibt es gute Literatur, die zum Erlernen der Basics besonders gut geeignet sind? Oder gibt es sowas wie Kurse/Seminare für Anfänger, in denen Basics vermittelt werden(Raum Frankfurt)? 

 

Vielen Dank schonmal vorab für kommende Antworten.

 

Freundliche Grüße

Glückwunsch und willkommen hier im Forum. Ich mache es kurz und knapp. Gerne weiteres per PM!

 

1) Nicht lange, gesucht, untersucht und dabei seit 17 Jahren, bin mit Ausnahmen ein Buy and holder ;-)

2) Geduld, Geduld, Geduld, Ausdauer, Ausdauer, Ausdauer, Schlaf und schlaf - wenn Du hast was du willst, beobachte es ab und zu, aber lass es wachsen, hin und her macht die Kasse leer 

3j Intelligent investieren ist als Lektüre schwer aber absolut empfehlenswert- die Kunst über Geld nachzudenken ebenso!

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Posted · Edited by dagobertduck2204

vor 1 Stunde schrieb McScrooge:

Geduld, Geduld, Geduld, Ausdauer, Ausdauer, Ausdauer, Schlaf und schlaf

Kann das nur unterstreichen. Geduld und Ausdauer sind extrem wichtig um langfristig wirklich Erfolg an der Börse zu haben.

 

Und auch eng damit verbunden: Sich von Rückschlägen, Niederlagen, Verlusten (die gerade am Anfang einer Börsen-Karriere fast unvermeidlich sind) nicht unterkriegen lassen sondern dran bleiben. Das halte ich ebenso für sehr wichtig. Ich kenne viele, die zwar mal angefangen haben mit der Börse, dann aber nach einiger Zeit einige Rückschläge und Verluste erleiden mussten und dann entnervt das Handtuch geworfen haben und der Börse für immer den Rücken gekehrt haben.

 

Aber wie gesagt, Verluste gehören so gut wie immer dazu wenn man an der Börse aktiv ist.   Und gerade dann muss man dran bleiben und darf nicht aufgeben. 

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