Entgeltumwandlung ja oder nein?

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28 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Hallo liebe community,

Ich habe hier schon etwas mitgelesen und war von diesem Forum begeistert, sodass ich mich hier nun angemeldet habe und hoffe, dass ihr mir etwas bei meiner Entscheidungsfindung helfen könnt. 

Zuerst zu mir: 27 Jahre, männlich, Assistenzarzt im 2 Jahr. 

Ich schlage mich momentan mit vielen Sachen herum:gkv oder pkv und "wie" die Altersvorsorge starten. Die Sparkasse hat mich auch schon zum Informationsgespräch eingeladen, bei ihrer extra Abteilung für Ärzte und Apotheker. So etwas sehe ich eher skeptisch, die wollen mir ja etwas verkaufen und ob das nun für Ärzte plötzlich besser ist, sei mal dahingestellt. 

Nun aber zur eigentlichen Frage: Entgeltumwandlung Ja oder Nein. 

Der von der Sparkasse und ein anderer Finanzberater haben sofort "ja" gesagt, jedoch bin ich mir da noch unsicher. Ich habe mir ein Angebot von meinem Arbeitgeber geben lassen, welches wie folgt aussieht: betriebliche Direktversicherung 

Brutto ca 4700 Entgeltumwandlung 150€

Währen ohne 2698,31€ und mit 2625,28€

Effektivaufwand:73,03€

Ab 1.5.2058 dann entweder 210,59€ garantiert, falls aus Überschussbeteiligung nicht mehr raus kommt, oder 72.000€ Einmalauszahlung

 

Einen Arbeitgeberzuschuss würde ich bisher nicht bekommen. (ab 2019 Pflicht bei Neuabschluss und ab 2022 bei Altvertrag, wenn ich nicht nicht täusche?) 

Momentan bin ich noch in der Gkv und denke, dass ich da auch bleiben werde. 

Nun haben die zwei "Experten" ja direkt "ja" gesagt: sehen sie doch mal, sie müssen nur 73€ vom nettolohn verzichten, aber sparen 150€. Aber das ich meine normale Rente übers Versorgungswerk kürzen, da ich weniger brutto verdiene und später im vollen Umfang die Zusatzrente besteuern muss, dazu sagen sie nichts. Ich bin mir deshalb unsicher, ob es für mich als gkv Mitglied und über der Versicherungsgrenze (das brutto war nur das minimum ohne Dienste, eigentlich meistens so 5200) sich überhaupt lohnt. Zusätzlich wollte ich eh mit einem etf Sparplan anfangen, jedoch bin ich mir bei dieser Entgeltumwandlung unsicher. 

Könnten ihr mir einmal aufzeigen, was aus eurer Sicht der richtige Schritt wäre. 

Liebe Grüße, 

Paulch3n

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Geschrieben

Entgeltumwandlung ohne signifikanten Arbeitgeberzuschuß käme aus meiner Sicht überhaupt nicht in Frage.

Hier wird mit momentanen Abgabeersparnissen geworben. Spätere Nachteile werden dabei meist nur am Rande erwähnt.

Was aber dazu kommt, ist die mangelnde Flexibilität solcher Produkte.

Lieber den eigenen ETF-Sparplan gleich mit höheren Summen besparen.

Bei den beiden Experten, die zu "ja" geraten haben, würde ich zumindest den Verdacht haben, daß da eigene Interessen dahinter stehen.

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Geschrieben · bearbeitet von Studi24

Entgeltumwandlung ohne Arbeitgeberzuschuss (selbst bei freier Auswahl des Versicherers) - definitiv nein

Deutlich sinnvollere Alternative bei dem Einkommen als Arzt (ohne Versorgungswerk oder verheiratet) - Riester, bei richtiger Anbieter- und Tarifauswahl

Von den Angeboten der Sparkasse würde ich sowieso die Finger lassen, denn eine marktbreite Versicherungsberatung bekommst

du dort nicht. Da musst du dir schon einen unabhängigen Versicherungsmakler suchen.

Wurde sich denn schon über die Absicherung der existenziellen Risiken gekümmert?

Definiere Finanzberater? (Versicherungsvertreter, Mehrfachvertreter, Versicherungsmakler)

 

Gruß 

Studi24

 

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Geschrieben

Hallöchen und danke für die raschen Antworten. Genau, ohne Arbeitgeberzuschuss sehe ich es auch nicht ein. Und ab 2019 könnte ich mir ja einfach nochmal ein neues Angebot sonst geben lassen oder? 

Hatte auch überlegt den Etf dann etwas höher zu besparen. Okay, mit Riester hatte ich mich noch nicht beschäftigt, da damals MLP und Ärztefinanz Vertreter eine BU immer nur in Kombi mit einer Riester abschließen wollten, das wollte ich aber nicht. BU habe ich nun schon. Also ETF plus Riester? Könnte mit für Riester ja mal von einem unabhängigen Vorschläge zukommen lassen und sie dann nochmal durchleuchten ;). 

Liebe Grüße, 

Paulch3n

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Geschrieben

Das Minimum was du verlangen solltest ist, dass der Arbeitgeber seine durch Entgeltumwandlung gesparten Sozialbeiträge (Arbeitgeberanteil) dir zu deinen Betriebsrentenbeiträgen dazu gibt.

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vor 8 Minuten schrieb tyr:

Das Minimum was du verlangen solltest ist, dass der Arbeitgeber seine durch Entgeltumwandlung gesparten Sozialbeiträge (Arbeitgeberanteil) dir zu deinen Betriebsrentenbeiträgen dazu gibt.

Habe ich schon angefragt, bisher ein klares Nein. Bezüglich meiner Antwort darüber: mlp und Ärztefinanz, bu plus Riester oder rürup, glaube es war rürup. 

LG 

Paulch3n 

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Riester geht aber nicht, wenn der der Assistenzarzt im ärztlichen Versorgungswerk ist. Allenfalls über einen gesetzlich rentenversicherten Ehepartner.

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Geschrieben · bearbeitet von Studi24

vor 5 Minuten schrieb Paulch3n:

Habe ich schon angefragt, bisher ein klares Nein. Bezüglich meiner Antwort darüber: mlp und Ärztefinanz, bu plus Riester oder rürup, glaube es war rürup. 

LG 

Paulch3n 

Bei MLP war es zu 99,99 % Rürup+BUZ bei der Alten Leipziger ;).

 

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Geschrieben · bearbeitet von Paulch3n

vor 5 Minuten schrieb Studi24:

Bei MLP war es zu 99,99 % Rürup+BUZ bei der Alten Leipziger ;).

 

Da werden Erinnerungen wach, ich meine ja! ;)

Bezüglich Riester: das kann ich doch momentan gar nicht machen, da im Versorgungswerk und bisher nicht verheiratet. Oder hat sich da etwas geändert? Sollte ich meine jetzige Freundin heiraten, dann könnte ich es danach abschließen. (keine Ärztin oder sonstiges, nicht im Versorgungswerk) 

LG, 

Paulch3n 

 

PS. Wurde sogar schon von asche erwähnt. Ihr seid ja wahnsinnig schnell ;)

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vor 4 Minuten schrieb asche:

Riester geht aber nicht, wenn der der Assistenzarzt im ärztlichen Versorgungswerk ist. Allenfalls über einen gesetzlich rentenversicherten Ehepartner.

Stimmt, mein Fehler.

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Geschrieben · bearbeitet von tyr

vor 1 Stunde schrieb Paulch3n:

Habe ich schon angefragt, bisher ein klares Nein.

 

Wenn der Vertrag ab 2019 neu abgeschlossen wird muss der AG dann einen Zuschuss geben, wenn er eine Sozialversicherungsersparnis hat (prüfen). https://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsrentenstärkungsgesetz#Zuschuss_des_Arbeitgebers_bei_Entgeltumwandlung

 

Die Frage ist dann, wie man die Verdienstaussichten mittelfristig bewertet, ob Entgeltumwandlung attraktiv erscheint oder nicht. Es gibt ja Beitragsbemessungsgrenzen, oberhalb derer keine Ersparnisse an Sozialbeiträgen mehr eintreten, aber ggf. auf Betriebsrentenzahlungen im Alter Sozialbeiträge zu entrichten sind.

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Geschrieben

Dann halte ich mal fest: so wie jetzt die entgeltumwandlung bei mir wäre(ohne Zuschuss) auf jeden Fall nicht machen! Ab 2019 je nach Arbeitgeber Zuschuss und ggf. Sozialabgaben, wobei ich glaube, dass es sich nicht Lohn. Rentenbemessungsgrenze und arbeitslosen ist bei 6500€ pro Monat, da komme ich nicht so schnell hin. Da würde ich da etwas kürzen durch die Umwandlung. Etf Sparplan, ja und dann lieber bisschen mehr als entgeltumwandlung momentan zu machen. 

Riester ggf in Zukunft, wenn Heirat usw 

Soweit der gemeinsame Konsens? 

Vielen Dank. 

LG Paulch3n 

 

PS. Der von der Sparkasse hat mit neben msci world und Dax einen deka Technologie cf gezeigt. Was haltet ihr davon? Seine Argumentation war die bisherige Performance gegenüber dem "Standard" msci world... 

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Geschrieben · bearbeitet von odensee

vor 12 Minuten schrieb Paulch3n:

PS. Der von der Sparkasse hat mit neben msci world und Dax einen deka Technologie cf gezeigt. Was haltet ihr davon? Seine Argumentation war die bisherige Performance gegenüber dem "Standard" msci world... 

Das ist ein Fonds, der in der dot.com-Euphorie aufgelegt wurde und seit Auflage ein Minus von ca. 8% gemacht hat. ;) Vermutlich will die Sparkjasse auch 3,75% Ausgabeaufschlag haben.

 

Wenn auf Technologiewerte zocken, dann würde ich das eher mit einen NASDAQ-ETF machen: https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/DE0005152623,IE00B53SZB19,IE00B0M62Q58

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Geschrieben

vor 10 Minuten schrieb Paulch3n:

PS. Der von der Sparkasse hat mit neben msci world und Dax einen deka Technologie cf gezeigt. Was haltet ihr davon? Seine Argumentation war die bisherige Performance gegenüber dem "Standard" msci world... 

ich habe mal den DEKA Technologie mit dem erst besten gefundenen ETF verglichen. Wenn man tiefer gräbt, findet sich bestimmt auch noch eine bessere Alternative. Wenn der Sparkassen Verkäufer sowas vorschlägt, immer dran denken, er möchte dir einen teuren Sparkassen Fonds verkaufen.

 

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/DE0005152623,IE00BM67HT60

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Geschrieben

Es gibt ja noch Deka ETF, damit kann man sich größere Teile vom MSCI World und MSCI EM günstig nachbauen, wenn man im Sparkassensektor bleiben will.

 

Deka MSCI USA, ETFL26 https://www.deka-etf.de/etfs/Deka-MSCI-USA-UCITS-ETF

Deka MSCI Europe, ETFL28 https://www.deka-etf.de/etfs/Deka-MSCI-Europe-UCITS-ETF

Deka MSCI Japan, ETFL30 https://www.deka-etf.de/etfs/Deka-MSCI-Japan-UCITS-ETF

Deka MSCI China ex A Shares, ETFL32 https://www.deka-etf.de/etfs/Deka-MSCI-China-ex-A-Shares-UCITS-ETF

 

Depot beim S Broker oder 1822direkt, beides Sparkassensektor.

 

Da verdient dann nur niemand von den Filialbankern dran. Gut für @Studi24, weniger gut für die Sparkassenverkäufer, die Provisionen verdienen sollen.

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Geschrieben

I

vor 8 Minuten schrieb tyr:

Es gibt ja noch Deka ETF, damit kann man sich größere Teile vom MSCI World und MSCI EM günstig nachbauen, wenn man im Sparkassensektor bleiben will.

 

Deka MSCI USA, ETFL26 https://www.deka-etf.de/etfs/Deka-MSCI-USA-UCITS-ETF

Deka MSCI Europe, ETFL28 https://www.deka-etf.de/etfs/Deka-MSCI-Europe-UCITS-ETF

Deka MSCI Japan, ETFL30 https://www.deka-etf.de/etfs/Deka-MSCI-Japan-UCITS-ETF

Deka MSCI China ex A Shares, ETFL32 https://www.deka-etf.de/etfs/Deka-MSCI-China-ex-A-Shares-UCITS-ETF

 

Depot beim S Broker oder 1822direkt, beides Sparkassensektor.

 

Da verdient dann nur niemand von den Filialbankern dran. Gut für @Studi24, weniger gut für die Sparkassenverkäufer, die Provisionen verdienen sollen.

 

vor 46 Minuten schrieb west263:

ich habe mal den DEKA Technologie mit dem erst besten gefundenen ETF verglichen. Wenn man tiefer gräbt, findet sich bestimmt auch noch eine bessere Alternative. Wenn der Sparkassen Verkäufer sowas vorschlägt, immer dran denken, er möchte dir einen teuren Sparkassen Fonds verkaufen.

 

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/DE0005152623,IE00BM67HT60

 

vor 47 Minuten schrieb odensee:

Das ist ein Fonds, der in der dot.com-Euphorie aufgelegt wurde und seit Auflage ein Minus von ca. 8% gemacht hat. ;) Vermutlich will die Sparkjasse auch 3,75% Ausgabeaufschlag haben.

 

Wenn auf Technologiewerte zocken, dann würde ich das eher mit einen NASDAQ-ETF machen: https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/DE0005152623,IE00B53SZB19,IE00B0M62Q58

Ich danke euch recht herzlich. Zeigt mir nur wieder, wie gut es ist sich mehrere Meinungen einzuholen und vieles kritisch zu hinterfragen. 

Sparkasse muss ich nicht sein. Bin ich bisher eh nicht, außer einem lbs Bausparvertrag. 

Ich bin selbst bei der comdirect und habe da schon mal nach etf Sparplänen geguckt. Auch bei der consorsbank habe ich ein Konto. Allerdings habe ich im Internet gelesen, dass die consors morgens um 8 an der Münchener Börse handelt, während die amerikanische Börse noch gar nicht handelt. Da kann es dann zu unterschieden kommen. Bei der comdirect wird wohl gegen 15:30 Uhr an der Frankfurter gehandelt. 

 

Ich wäre, abgesehen von der Zeit, also am überlegen, nichts bei der Sparkasse zu machen, sondern selbst bei der comdirect etwas zu machen. Ich wurde auch mal auf ebase aufmerksam gemacht. Allerdings habe ich da schon sofort depot Gebühren. 

Andere Meinungen? 

Liebe Grüße, 

Paulch3n 

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vor 1 Minute schrieb Paulch3n:

Andere Meinungen? 

Die Börsenzeitthematik betrifft nur Sparpläne. Und wenn du schon bei Consors UND comdirect bist, würde ich eher auf einen kostenlosen Sparplan setzen. (Und auf eine niedrige Trackingdifferenz)

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vor 3 Minuten schrieb odensee:

Die Börsenzeitthematik betrifft nur Sparpläne. Und wenn du schon bei Consors UND comdirect bist, würde ich eher auf einen kostenlosen Sparplan setzen. (Und auf eine niedrige Trackingdifferenz)

Super, danke. 

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vor 8 Minuten schrieb Paulch3n:

dass die consors morgens um 8 an der Münchener Börse handelt, während die amerikanische Börse noch gar nicht handelt.

Das mag zwar nicht die günstigste Handelszeit sein .......

 

.... aber für jemand, der diesen Deka-Fonds auch nur uns Kalkül zieht sollten die geringen Kursunterschiede, die vielleicht aus der Handelszeit entstehen, uninteressant sein.

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Geschrieben

vor 1 Minute schrieb Nachdenklich:

Das mag zwar nicht die günstigste Handelszeit sein .......

 

.... aber für jemand, der diesen Deka-Fonds auch nur uns Kalkül zieht sollten die geringen Kursunterschiede, die vielleicht aus der Handelszeit entstehen, uninteressant sein.

Ja, da hast du vermutlich recht. Der Sparkassenberater hatte ihn ja vorgeschlagen und als ich (nur aus Interesse, da ich es bei der consors gelesen hatte) ihn fragte, wann die Sparkasse das macht, wusste er es auch nicht. Aber es stimmt, wird wohl kaum was ausmachen. 

LG,

Paulch3n 

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Geschrieben

vor 19 Stunden schrieb Paulch3n:

Der Sparkassenberater hatte ihn ja vorgeschlagen und als ich (nur aus Interesse, da ich es bei der consors gelesen hatte) ihn fragte, wann die Sparkasse das macht, wusste er es auch nicht.

Die Frage wird er auch nicht so oft hören.

Standardfragen im normalen Kundenkontakt (keine Erfahrungen mit Aktien, Fonds, etc.) sind eher:

Kann das Depotguthaben auch sinken? :blink:

Kann ich damit Steuern sparen? :blink:

 

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Geschrieben · bearbeitet von LBO1987

Ich fand die Entgeldumwandlung eigentlich auch immer toll, zahle 50 Euro brutto ein und bekomme 25 Euro vom AG. Zusätzlich unabhängig davon zahlt der AG 2,2 % vom Bruttolohn ein. So lange mache ich das noch nicht, aber es kam wieder eine Abrechnung. Es sind sowas um die 10.000 Euro drinnen, man geht davon aus das ich 90 werde. Mit Hinterbliebenen Schutz bekomme ich grade mal 30 Euro im Monat Rente bei 1 % Zinsen zur Zeit. Und dann noch Steuern darauf zahlen. Ich empfinde das als echt wenig, quasi vernachläsigbar gegenüber dem, was im Vertrag steckt. Verwaltungs und Abschlusskosten bezahlt auch der AG, dennoch ist das echt wenig. Irgendwie alles Quatsch und ich würde es inzwischen besser finden wenn er mir das Geld lieber so gleich auszahlt und ich selbst sparen kann. Am Ende nützt es eigentlich nur dem AG und der Versicherung. 

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Geschrieben · bearbeitet von tyr

Am 12.7.2018 um 05:46 schrieb LBO1987:

Ich fand die Entgeldumwandlung eigentlich auch immer toll, zahle 50 Euro brutto ein und bekomme 25 Euro vom AG. Zusätzlich unabhängig davon zahlt der AG 2,2 % vom Bruttolohn ein. So lange mache ich das noch nicht, aber es kam wieder eine Abrechnung. Es sind sowas um die 10.000 Euro drinnen, man geht davon aus das ich 90 werde. Mit Hinterbliebenen Schutz bekomme ich grade mal 30 Euro im Monat Rente bei 1 % Zinsen zur Zeit. Und dann noch Steuern darauf zahlen. Ich empfinde das als echt wenig, quasi vernachläsigbar gegenüber dem, was im Vertrag steckt.

 

Auf welcher Grundlage kommst du zu der Aussage? In der mir bekannten Versicherungswelt ist es heute schwer, noch Verträge neu abzuschließen, die einem in ferner Zukunft garantieren, 30 Euro Rente für 10.000 Euro Guthaben auszuzahlen.

 

Zudem: ja, die Lebenserwartung wird und sollte dringend konservativ kalkuliert werden. Damit die Pensionskasse/Versicherer bzw. sonstiger Betriebsrententräger eben rechnerisch sicher in der Lage ist, die Renten zahlen zu können. Es wird konservativ kalkuliert und wenn dann viele versicherte Personen früher versterben als konservativ kalkuliert entstehen Risikoüberschüsse, an denen man dann entsprechend beteiligt wird.

 

Ich habe eher den Eindruck, dass das Prinzip von so einem Rentenvertrag nicht verstanden wird.

 

Zitat

Verwaltungs und Abschlusskosten bezahlt auch der AG, dennoch ist das echt wenig. Irgendwie alles Quatsch und ich würde es inzwischen besser finden wenn er mir das Geld lieber so gleich auszahlt und ich selbst sparen kann. Am Ende nützt es eigentlich nur dem AG und der Versicherung. 

 

Wenn dir das Geld gleich ausgezahlt wird musst du darauf Steuern und ggf. Sozialbeiträge entrichten. Die werden bei Entgeltumwandlung gestundet auf die Rentenphase. Da man erwartet, in der Rentenphase hoffentlich niedrigere Abgaben zu zahlen und sich das gesparte Geld hoffentlich mindestens in Inflationshöhe entwickelt kann sich das lohnen.

 

Zudem fehlt in deiner Überlegung das Modell, wie du denn selber mehr als 3,6% im Jahr (30 * 12 Monate / 10.000 Euro) ohne Versichertenkollektiv aus einem Guthaben entnehmen und trotzdem eine lebenslange Rente darstellen willst. Was ist denn deine bessere Alternative, wenn du meinst, dass der Betriebsrententräger "echt wenig" auszahlt, "quasi vernachlässigbar"?

 

Nehmen wir mal konservativ an, dass eine Nullrendite nach Anlagekosten entsteht. Dann reichen 3,6% jährliche Entnahme für 27,8 Jahre. Danach ist dann Schluss und nichts mehr zum Auszahlen da. Soll sich der Rentner dann im hohen Alter einschränken, weil er sich verkalkuliert hat?

 

Ich unterstelle mal, dass auch du nicht sicher weißt, wie lange du auf natürlichem Weg leben wirst. Das heißt du müsstest die Rente bei Eigenauszahlung sehr konservativ klein wählen, da du ja auch 100 oder 110 Jahre alt werden könntest und die Rentenzahlung dann nicht vorbei sein soll. Und Risikoüberschüsse aus einem Kollektiv bekommt man auch nicht, wenn man kein Kollektiv hat.

 

Ich finde an Betriebsrentenverträgen, die noch Jahrzehnte bis zur Auszahlung vor sich haben eher die verbreitet sehr konservative Anlagepolitik kritisierbar. Mit Zinsanlagequoten von 80% und mehr, wie man sie typischerweise auch bei bAV-Trägern findet ist in der anhaltenden Niedrigzinsphase in Sachen Wertentwicklung kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Das sind dann die Folgen, wenn man einen Kapitalerhalt zu 100% garantieren will und noch darüber hinaus garantierte Verzinsungen fest zugesagt hat. Mit weniger Garantie wären mehr riskante Anlagen mit höherer Renditeerwartung viele Jahre vor Renteneintritt denkbar. Gibt es aber so nicht bzw. habe ich solche bAV-Verträge bisher i.d.P. nur selten gesehen.

 

Die Verrentungskonditionen passen dagegen m. E. Was soll der Versicherer auch anderes machen als eine Leibrente konservativ rechnen und dann eine Beteiligung an den Risikoüberschüssen zuzuteilen. Aber vielleicht hast du ja ein ganz neues viel besseres Modell, ich bin gespannt auf deinen Vorschlag. 

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Geschrieben

Es geht doch darum das ich das Geld lieber sofort in den Händen halten würde und selbst bestimmen möchte was damit passiert als das es der Versicherer mit nur 30 % Aktienanteil tut. Ich habe ja noch 30 Jahre plus Zeit bis zur Rente. 

Auch wäre es mir lieber würde ich theoretisch morgen in Rente gehen, lieber sofort 10.000 Euro ausgezahlt zu bekommen statt 30 Euro im Monat ein Leben lang. Mit dem Geld kann ich sofort was anfangen. Was soll ich mit 30 Euro mehr im Monat? Das ist doch ein Tropfen auf den heißen Stein. Toll wenn ich 90 Jahre plus werde und wenn nicht? Verlustgeschäft. Diese Versicherung bringt eben nur der Versicherung was weil sie 2 Verträge dem AG angedreht hat(Bruttoumwandlung und freiwillige Zahlung) und dem AG weil er nicht zu wenig Steuern spart. 

Mir nur wenn ich sehr Alt werde. 

Möchte ich morgen ein Haus kaufen und brauche mehr Eigenkapital kann ich das Geld auch nicht nutzen. Oder brauche ich das Geld in einer Notlage oder sonst was. Ich komme da nicht mehr ran. Es hat nur Nachteile Versicherungen zu nutzen. So sehe ich das zumindest. Deswegen wäre es mir lieber wenn der AG mir lieber gleich die Prozente mit auszahlt damit ich selber Entscheiden kann was ich mit dem Geld machen kann und keine teuren Fonds der Versicherung füttern muss. 

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Geschrieben · bearbeitet von mark89

Die 30€ beziehen sich doch garantiert nur auf das aktuelle Guthaben von 10.000€, und ein Rentenfaktor von 30 ist, wie tyr schon schrieb, heute gar nicht mal so schlecht. 

 

Ich weiß nicht was du verdienst, sprich was die 2,2% Zulage ausmachen, aber selbst beim Durchschnittsentgelt käme man inkl. deiner 50€ sowie der 25€ des AG auf ca. 1733€ im Jahr. 

 

Bei einer Restlaufzeit von 36 Jahren macht das, ohne Zinsen und Gehaltssteigerungen zu berücksichtigen, 62.388€, plus die schon vorhandenen 10.000€ Guthaben. Bei einem Rentenfaktor von 30 entspräche das einer Rente von ca. 217€. 

 

Davon ausgehend, dass nur ca. einen Drittel der Beiträge von dir selbst kommen gar nicht so schlecht. 

 

Natürlich wäre es einem oft lieb, wenn die Zulagen einfach ausgezahlt würden, aber das passiert in der Regel eben nie. Und wenn das nicht zur Option steht, warum dann den Vergleich heranziehen? 

 

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