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Finanzielle Unabhängigkeit

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Der Heini
· bearbeitet von Der Heini
vor 3 Stunden von s1lv3r:

Freiheit" ist daher eine Utopie, die es in dem Sinne gar nicht gibt und dementsprechend ist es auch kein Problem Rentenpunkte zu kaufen, Förderungen mitzunehmen oder sonst wie darauf zu vertrauen, dass die meisten der in der Vergangenheit abgegebenen gesellschaftlichen Versprechen auch eingehalten werden.

Auch wenn es mich nicht betrifft, aber es gibt doch derzeit viele Diskussionen zur Rente, die gibt es bei Aktien nicht. Steuern können bei beiden erhoben oder erhöht werden, da steckt man nicht drin. Aber bei den Rentenbeiträgen ist man voll auf den Staat angewiesen, da kann man nicht auf andere Dinge umverlagern, da man keinen Zugriff hat. Aktien könnte man ins Ausland verlagern, ob der Staat das völlig unterbinden kann, weiß man nicht genau.

Kurz: Man ist bei eigenem Vermögen schon flexibler als bei der GRV. Ist wieder mal eine subjektive Einstellung, habe mich damals gegen den Staat und seine Unplanbarkeit entschieden und es bisher nicht bereut.

Hoffen wir aufs Beste. 

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Cepha
· bearbeitet von Cepha
vor 19 Stunden von Norica:

 

 

Nein, auch eine Wohnung oder ein Haus geben keine Sicherheiten @Cepha, selbst wenn das noch so optimiert gekauft wurde. Denn Immobilien sind immobil.

Das ist keine Wertung deiner Entscheidung, sondern nur meine derzeitige Ansicht. Bitte nicht falsch verstehen:prost:

 

Unter Standardannahmen (also höchste Rendite an den Kapitalmärkten) wirft mich der Immobilienkauf finanziell merklich zurück. Da braucht man nix schön rechnen.

 

Im Grunde ist meine Entscheidung damit gefallen, FIRE aufzugeben.

 

Ich habe mich entschieden, mein Geld mehr im hier und jetzt zu nutzen und weniger darauf zu fokussieren, möglichst "früh" in meinen 50ern nicht mehr arbeiten zu müssen.

 

Dafür waren drei Gründe ausschalggebend:

 

1. Ich wollte sowieso aus meiner jetzigen (billigen) Wohnung ausziehen aus Gründen, die nicht in meiner Macht liegen 

 

2. Ich habe 2025 probeweise doppelten Urlaub (unbezhalt) genommen und für mich war das ein Augenöffner. Das war eine Verbesserung meiner Lebensqualität in jeder erdenklichen Hinsicht um Welten, bis hin zu massiver Verbesserung meines körperlichen Zustands. (Gewicht und Fitness). 2026 nehme ich jetzt Teilzeit und taste mich da ran.

 

3. Ich gehe davon aus, dass die Kosten für KV/PV massivst steigen werden und die Auszahlungen für die Renten in der heutigen Höhe nicht fortgestzt werden. Außerdem gehe ich davon aus, dass es für leute mit Vermögen erhebliche Zusatzabgeban geben wird. Vielleicht irre ich mich, aber in meiner Wahrnehmung in der deutschen Gesellschaft ist das Eigenheim heiliges Vermögen und Kapital an der Börse ist böser Kapitalismus, der umverteilt werden muss (etwas plakativ, aber ich denke es trifft den kern). Dazu die extrem unsichere Weltlage.

 

Ich fühle mich wohler mit diversifiziertem Vermögen. Für die Zeit des "Renteneintritts" kann ich mir z.B. folgende durchschnittliche Geldströme gut vorstellen, nur so ganz grob:

 

40% Entnahmen aus einem Aktienlastigen Depot mit Beimischung von Anleihen und Gold (das wären heute so 400-500k Depotvermögen, mehr, falls die Steuern und Abgaben deutlich steigen)

30% gesetzliche Rente (ich rechne nur mit netto grob 1000€ in heutiger Kaufkraft für ~45 Rentenpunkte als Eckrentner + KV/GV, ich weiß, für viele ist das unvorstellbar pessimistisch. Wenn es besser läuft soll es mir auch recht sein, damit kalkulieren will ich nicht)

20% Einsparung durch Immobilienbesitz im Vergleich zur Miete (die habe ich ziemlich teuer erkauft)

10% sonstiges (bAV, festverzinsliche Anlagen, Verbrauch von "Cash"-Vermögen, etc)

 

Wenn das so klappt würden mich einzelne Fehlannahmen z.B. bei Rentenhöhe, Depotentwicklung, Inflation, Mietmarkt etc. nicht schlimm treffen. 

 

Der Preis dafür ist, dass ich erstmal nicht finanziell unabhängig werden kann. Ich muss weiter arbeiten. 

 

Mein zweites Experiment für 2026 ist mal auszuprobieren, wie mir das Leben mit 2000€/Monat (ohne Miete) so zusagt. Bisher gebe ich so 3000€/Monat (mit Miete) aus und das ist ein finanziell gutes Leben für mich. Wenn das mit weniger klappt hätte das bei den o.g. Parametern ganz enorme Auswirkungen. Das ist ja nicht linear.

 

---

 

Mit welchen Entwicklungen rechnet ihr bei den künftigen Kosten für KV/PV?

 

Ich rechne da mit +4%/Jahr (bei allgemeiner Inflation von +2%/Jahr) und in langen Zeitreihen haut das schon rein. Aber mittelfristig erscheint mir das eher zu optimistisch.

 

 

 

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s1lv3r
vor einer Stunde von Cepha:

Mein zweites Experiment für 2026 ist mal auszuprobieren, wie mir das Leben mit 2000€/Monat (ohne Miete) so zusagt. Bisher gebe ich so 3000€/Monat (mit Miete) aus und das ist ein finanziell gutes Leben für mich. Wenn das mit weniger klappt hätte das bei den o.g. Parametern ganz enorme Auswirkungen. Das ist ja nicht linear.

 

Das mit dem Frugalismus ist für mich immer ein zweischneidiges Schwert, auf der einen Seite kann dem der nicht viel braucht und nicht viel hat weniger weggenommen werden (Steuerfreiheit des Existenzminimums und so), auf der anderen Seite ist naturgemäß der Puffer für nachteilige Entwicklungen mit einem Frugalismus-Budget natürlich sehr viel kleiner ...

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Cepha
· bearbeitet von Cepha

Ich will ein besseres Gefühl dafür bekommen, wie das mit weniger Geld ablaufen würde. Derzeit gebe ich so 3000€/Monat aus (davon entfallen künftig 500€ Hausgeld vs. Warmmiete) und habe auch immer mit 3000€/Monat für FIRE kalkuliert, aber ich kaufe halt auch sehr viel eigentlich unnötigen Kram, schlichtweg weil ich es kann.

Das wird mir jetzt bei den Vorbereitungen auf dem Umzug und dem Aussortieren der Besitztümer nochmal intensiver bewusst, wieviel von dem, was ich so kaufe eigentlich so gut wie nie oder seit Jahren manchmal auch garnicht benutzt habe. Vielleicht kann ich da ja wirklich nochmal 500€/Monat einsparen, ohne es bei der Lebensqualität großartig zu merken.

 

Mein künftiges Hausgeld ist 300€/Monat, ein wirklich minimalistisch-frugales Leben wäre da wohl so bei 1000€ im Monat, da bin ich mit dem Experiment 2000€ im Monat noch sehr weit davon entfernt.

 

Luft nach unten ist immer :-)

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LongtermInvestor
vor 2 Stunden von Cepha:

m Grunde ist meine Entscheidung damit gefallen, FIRE aufzugeben.

 

Ich habe mich entschieden, mein Geld mehr im hier und jetzt zu nutzen und weniger darauf zu fokussieren, möglichst "früh" in meinen 50ern nicht mehr arbeiten zu müssen.

Hier‑und‑Jetzt‑Strategie kombiniert mit Vermögensaufbau halte ich für sinnvoll und zielführend. Viel Erfolg beim „Spending“!

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Holgerli
vor 2 Stunden von Cepha:

...aber ich kaufe halt auch sehr viel eigentlich unnötigen Kram, schlichtweg weil ich es kann.

Darf ich Dir zu der Themenstellung zwei Filme empfehlen, die mir seinerzeit die Augen geöffnet haben?

 

"My Stuff - Was brauchst du wirklich?" Gibt es bei Amazon in der Leihe für 3,99 Euro. Dauert 80 Minuten- Ich hatte ihn in schlechter Qualität und Auto-Übersetzung aber auch auf YT gefunden. Ist die reale Dokumentation eines Finnen, der über 100 Tage herausgefunden hat, was er an Zeug wirklich braucht.

"Minimalismus: Weniger ist jetzt" Ist eine Netflix-Film mit 60 Minuten oder so. Ist von Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus. Die beiden kann man googeln. Sind sehr bekannt (zumindest in den USA).

 

Hat mich dazu bewogen, intensiv über das Thema nachzudenken, meine halbe Wohnung auszumisten und meine Konsumausgaben um mindestens 50% zu senken (und die Waren vorher schon nicht hoch). 

 

Was mir geholfen hat war eine "Konsumliste". Da muss man dann wirklich 100%ig ehrlich sein. Da trage ich Ausgaben wirklich Centgenau ein:

Liste.thumb.jpg.4d2b26a95ba1ea52798ae9939a16347a.jpg

 

Erschreckend fand ich, wieviel Kohle für den oberen roten Kasten rausging, ohne das ich es wirklich genutzt habe. 

Die 5 Zeilen "Konsum 1 bis 5" sind für nicht näher spezifiziertes Zeug. Ich bin bisher mit 5 Zeilen ausgekommen, da auch hier habe ich kritisch hinterfragt was ich ausgebe

Kann bei dir vollkommen anders sein.

Nur so als Anregung, die bei mir funktioniert hat.

 

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Sapine
vor 3 Stunden von Cepha:

Ich will ein besseres Gefühl dafür bekommen, wie das mit weniger Geld ablaufen würde. Derzeit gebe ich so 3000€/Monat aus (davon entfallen künftig 500€ Hausgeld vs. Warmmiete) und habe auch immer mit 3000€/Monat für FIRE kalkuliert, aber ich kaufe halt auch sehr viel eigentlich unnötigen Kram, schlichtweg weil ich es kann.

Eine vorübergehende Senkung der Konsumausgaben könnte ein falsches Bild geben, wenn Du einen Teil der Ausgaben einfach nur schiebst. Es ist wichtig, das selbstkritisch zu machen. 

 

vor 3 Stunden von LongtermInvestor:

Hier‑und‑Jetzt‑Strategie kombiniert mit Vermögensaufbau halte ich für sinnvoll und zielführend. Viel Erfolg beim „Spending“!

Das sehe ich genauso. Es muss die Mischung stimmen. Statt diesem "entweder" "oder" mehr auf das beste aus beiden Welten zielen. 

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