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BU-Vers. als Masterstudent

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Geschrieben

Hallo zusammen,

 

nachdem ich mich in den letzten Tagen etwas genauer mit dem Thema Berufsunfähigkeitsversicherung beschäftigt habe (auch im hier im Forum, Danke an polydeikes Matthew Pryor!) und  bin ich unentschlossener als zuvor. Von allen Seiten hört man komplett unterschiedliche Meinungen.

Zu meiner individuellen Situation: 26 Jahre, Master-Student BWL und Informatik, Berufseinstieg Herbst 2019, verfügbares monatliches Einkommen momentan: 1900 EUR, Aktiendepot 40k, 2 vermietete Wohnungen, alter Bausparvertrag (4% Verzinsung). Seit 6 Jahren zahle ich in die gesetzliche Rente in Deutschland ununterbrochen ein. 

 

Zur Überlegung steht eine BU-Versicherung von: Alte Leipziger, SwissLife, Condor, LV1871. Mein Wunsch, welchen ich meinem Versicherungsmakler genannt habe Laufzeit bis 59. Lebensjahr mit einer monatlichen Rente i.H.v. 1200 EUR. Kosten momentan alle ca. 30 EUR pro Monat. 

 

Nachdem ich angefangen habe die Bedingungswerke der Versicherungen zu lesen und zu vergleichen, stellte ich schnell fest, dass das Ganze extrem undurchsichtig ist und nur schwer vergleichbar. Jedoch tendiere ich, wenn ich eine BU-Vers. abschliesse zur Alte Leipziger.

 

Mir ist klar, dass jeder Versicherungsmakler immer versucht eine Versicherung zu verkaufen, nur davon lebt er ja. Ich selbst bin nicht risikoavers, habe sonst nur eine Haftpflicht und die Krankenversicherung. Die Wahrscheinlichkeit tatsächlich für immer BU zu werden ist sehr sehr gering, die Versicherungsbeiträge sind jedoch sofort für immer und ewig weg. Ich bevorzuge es eher mein Depot zu füttern und selbst mein Vermögen aufzubauen. Mein Ziel ist es, später (ab ca. 58) unabhängig von irgendwelchen gesetzlichen Renten, Versicherungen etc. von meinem Vermögen gut leben zu können (wenn ich das dann überhaupt möchte/kann).

 

Die Frage ist, ob es für mich überhaupt sinnvoll ist eine BU-Versicherung abzuschliessen, und wenn ja, auf was ist in meiner Situation speziell zu achten?  Welche Punkte sind zu Beachten bei der Entscheidung einer BU-Versicherung? 

 

Vielen Dank für Anregungen / Meinungen / Tipps!

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Geschrieben

vor 9 Minuten schrieb Hans42:

Die Frage ist, ob es für mich überhaupt sinnvoll ist eine BU-Versicherung abzuschliessen, und wenn ja, auf was ist in meiner Situation speziell zu achten?  Welche Punkte sind zu Beachten bei der Entscheidung einer BU-Versicherung? 

Mit Verlaub, die Frage nach der Sinnhaftigkeit kam hier schon des Öfteren. Kannst du für dich ausschließen, diese Versicherung jemals in Anspruch zu nehmen, solltest du darauf verzichten. Logisch. Länger möchte ich mich an dieser Fragestellung auch nicht abarbeiten, dazu gibt es hier im Forum ein Gremium, dass sich speziell der Lebensberatung widmet.

Zur Anbieterauswahl: Streiche Swiss Life, ansonsten erscheint das oberflächlich erst einmal vernünftig.

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vor einer Stunde schrieb Hans42:

Laufzeit bis 59. Lebensjahr mit einer monatlichen Rente i.H.v. 1200 EUR. Kosten momentan alle ca. 30 EUR pro Monat.

Wie kommst du zu dieser Wunscheinstellung?

 

vor einer Stunde schrieb Hans42:

Von allen Seiten hört man komplett unterschiedliche Meinungen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich das im Alltag anders empfinde. Die Sinnhaftigkeit wird selten in Frage gestellt und falls sie in Frage gestellt wird (meist mit ziemlich

schwachen Argumenten), von Berufsgruppen die in der Regel Bürotätigkeiten ausüben und verhältnismäßig geringe Beiträge zahlen müssen. Dein Einkommen und

deine finanzielle Gesamtsituation stellt sich für einen Studenten als außerordentlich gut dar und da würden dich die Beiträge für einen sinnvoll eingestellten BU-Schutz sicherlich nicht umbringen.

 

vor einer Stunde schrieb Hans42:

Mir ist klar, dass jeder Versicherungsmakler immer versucht eine Versicherung zu verkaufen, nur davon lebt er ja.

Damit macht man sich die Sache zu einfach. Es gibt genug Versicherungsmakler, die sehr wohl zwischen sinnigen und unsinnigen 

Versicherungen differenzieren.

 

vor einer Stunde schrieb Matthew Pryor:

Zur Anbieterauswahl: Streiche Swiss Life, ansonsten erscheint das oberflächlich erst einmal vernünftig.

Dem würde ich ebenfalls zustimmen.

 

vor einer Stunde schrieb Hans42:

Mein Ziel ist es, später (ab ca. 58) unabhängig von irgendwelchen gesetzlichen Renten, Versicherungen etc. von meinem Vermögen gut leben zu können (wenn ich das dann überhaupt möchte/kann).

Warum willst du die Erreichung des Ziels dann mit einem lückenhaften BU-Schutz gefährden?

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Besten Dank für die Meinungen und Hinweise!

 

Am 26.7.2018 um 13:41 schrieb Studi24:

Wie kommst du zu dieser Wunscheinstellung?

Das liegt an den Bedingungen die die Versicherungen anbieten. Ab dem 58. Lebensjahr aufwärts stiegen die Beiträge unverhältnismäßig exponentiell an. Daher ist es Unfug 35% mehr Versicherungsbeitrag zu zahlen (und das über 30 Jahre hinweg!) um am Ende, wenn man denn jemals BU werde sollte, 2 oder 3 Jahre länger die BU-Rente zu bekommen. Ab 58 ist man idR, wenn man beruflich und privat nicht gerade alles falsch gemacht hat ohnehin nicht auf eine solche Rente angewiesen.

Am 26.7.2018 um 13:41 schrieb Studi24:

Warum willst du die Erreichung des Ziels dann mit einem lückenhaften BU-Schutz gefährden?

Das Problem ist, dass jeder Euro der für Versicherungsprämie gezahlt wird mir nicht mehr zum investieren zur Verfügung steht.  Bei ist mein persönlicher erwarteter Nutzen bei eigener Investition der ersparten Prämie höher als der Abschluss der BU-Versicherung. 

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Da trifft es sich doch gut, dass man exakt vorausplanen kann, wann man berufsunfähig zu werden gedenkt. Idealerweise spart man so vielleicht, sagen wir, 2000 €. Um festzustellen, dass am dicken Ende, bezogen auf dich, Stand heute, schmale 130000 € "fehlen". Die entstehenden Lücken, die sich durch die im Vergleich zum derzeitigen Einkommen niedrigeren Renten ergeben, lassen sich gerne dazuaddieren.

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Geschrieben

vor 30 Minuten schrieb Hans42:

Ab 58 ist man idR, wenn man beruflich und privat nicht gerade alles falsch gemacht hat ohnehin nicht auf eine solche Rente angewiesen.

Mit Verlaub, das soll kein persönlicher Angriff sein, aber da vertrittst du eine ziemlich arrogante Einstellung (die an unseren Universitäten gerne gelehrt wird)

und diffamierst, so einige Menschen, die trotz einer exzellenten Arbeitseinstellung nicht die finanziellen Möglichkeiten haben.

 

vor 36 Minuten schrieb Hans42:

unverhältnismäßig exponentiell

Könnte mit dem stark steigenden Risiko zusammenhängen...

 

vor 36 Minuten schrieb Hans42:

Bei ist mein persönlicher erwarteter Nutzen bei eigener Investition der ersparten Prämie höher als der Abschluss der BU-Versicherung. 

Den persönlichen Nutzen kannst du aktuell noch überhaupt nicht abwägen, da du nicht abschätzen kannst, wann und ob du berufsunfähig wirst.

 

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Das alte Problem mit der falschen Herangehensweise - mit 58 ist das Risiko tatsächlich i.d.R. nicht mehr elementar. (Kenne allerdings Witwen und Scheidungsopfer, die auch das ganz anders sehen)
Nur, was ist, wenn die BU mit 30 eintritt... und dazu führt, dass man gar nicht in die Situation kommt, entsprechende Reserven anzuhäufen.?
Zusätzlich gibt es von der gesetzlichen Rente im Alter dann auch noch ein paar Euro weniger.


Klar kostet Endalter 67 mehr, aber im Zweifelsfalle kann man mit 58, wenn das letzt Schäfchen übern Zaun ins trockene geklettert ist, den Vertag kündigen.
Hat man halt bis dahin ein paar Euro mehr gezahlt - aber das Konstrukt stand für den Fall des Falles nicht auf wackeligen Füssen.

 

Oder man sagt sich eben: Ich werde nicht BU und zieht die entsprechenden Konsequenzen draus.

Aber so ein bisschen BU absichern ist m.E. Käse - reicht im Fall des Falles nicht aus und ist, falls nix passiert, auch fürn Allerwertesten...

 

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vor 3 Minuten schrieb Studi24:

Mit Verlaub, das soll kein persönlicher Angriff sein, aber da vertrittst du eine ziemlich arrogante Einstellung (die an unseren Universitäten gerne gelehrt wird)

und diffamierst, so einige Menschen, die trotz einer exzellenten Arbeitseinstellung nicht die finanziellen Möglichkeiten haben.

Das war nicht bezogen auf die Allgemeinheit, sondern auf einen Akademiker der BWL und Informatik studiert hat. Also auf meine persönliche Situation. Zumal hat auch mein Versicherungsmakler mir dazu geraten die Laufzeit  bis ca. 60 zu wählen, der meine Situation gut kennt.

 

vor 6 Minuten schrieb Studi24:

Den persönlichen Nutzen kannst du aktuell noch überhaupt nicht abwägen, da du nicht abschätzen kannst, wann und ob du berufsunfähig wirst.

Meine persönliche Risikoneigung kenne ich schon, und das ist relevant dafür ob ich eine Versicherung abschließe. Versicherungen lohnen sich nur für risikoscheue Menschen.  Anhand von Vergangenheitswerten kennt man die Wahrscheinlichkeiten einer Berufsunfähigkeit ganz gut, somit kann man das Risiko einschätzen.

 

vor 47 Minuten schrieb Matthew Pryor:

Idealerweise spart man so vielleicht, sagen wir, 2000 €

Wie kommst du auf 2000 EUR? Mal angenommen die monatliche Prämie beträgt 40 EUR, und diese ist 30 Jahre lang zu zahlen.   Das wären insgesamt 14.400 EUR an Versicherungsbeiträgen. Jedoch kostet mich die Versicherung viel mehr als diese 14.400 EUR. Meine Annahme ist folgende: Ich habe 40 EUR im Monat mehr die ich zu 5% über 30 Jahre lang anlege. Somit ergibt sich ein Endwert im Jahr 2048 i.H.v 32.754,35 EUR. 

Und ich persönlich habe lieber 32.000 EUR mehr in der Tasche wenn ich 58 Jahre alt bin, als eine BU-Versicherung. Die 32.000 EUR haben für mich einen höheren Nutzen als ein vertragliches Versprechen eines Unternehmens. (welches in den nächsten Jahren u.a. immens zu kämpfen hat aufgrund der vielen Schulden und Verpflichtungen aus alten Lebensversicherungen die diese zu bedienen hat)

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Geschrieben

Möglichkeit 1: Du schließt gar keine Versicherung ab. Dann sparst du dich natürlich reich. Oder arm.

Möglichkeit 2: EA 58 vs. 67. Dann hinkt dein Zahlenvergleich gewaltig.

Möglichkeit 3: Alternativ abweichende Schluss- und Leistungsschlussalter wählen.

Möglichkeit 4: Einen jungen Versicherer wählen, wenn es schon beim Gedanken an Zinsverpflichtungen knirscht.

Möglichkeit 5: So langsam fällt es mir schwer, ernst zu bleiben.

 

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vor 57 Minuten schrieb Peter Wolnitza:

Klar kostet Endalter 67 mehr, aber im Zweifelsfalle kann man mit 58, wenn das letzt Schäfchen übern Zaun ins trockene geklettert ist, den Vertag kündigen.

Das ist sicher eine besonders attraktive Lösung!

 

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Geschrieben · bearbeitet von polydeikes

Da ist sie wieder, die Mär vom BU mit Eintritt +1 Tag nach Versicherungsendalter. Es ist schon sehr erstaunlich, wie stark sich diese bei "blaue Pulli Trägern" (=BWL) Studenten etabliert hat. Von MINT-Absolventen kenne ich das weniger, die sind meist in der Lage zu denken und zu rechnen.

 

Wobei selbst bei BWLern eigentlich die Milchmädchenrechnung 65 zu 67 dominiert. Gibt ja marktbreit immerhin um die 15 % Rabatt.

 

Blöderweise weiß ich eben nicht, wann die BU Eintritt. Jedes Jahr Berufsunfähigkeit, in welchem ich keine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ausübe, killt meine späteren GRV Ansprüche. Beim Durchschnittsentgelt (3092 Brutto) sind das 31,03 Euro mtl. Rentenwert pro Jahr, bei BBG RV West (6350 Brutto) sind es 62,06 Euro Rentenwert pro Jahr. ... Zahlen Stand 2017

 

Heißt, selbst wenn ich mit der BU-Rente so einigermaßen über die Runden komme: Habe ich nur grob Lebenshaltungskosten abgesichert, verschiebe ich die Armut nur in den Ablauf des BU Vertrags, sprich ins Rentenalter. BU Renten sichern selten einigermaßen das reale Netto ab, aber nie das Brutto. Und auf das Brutto entfallen die Beiträge AN / AG zur GRV. In 2017 18,7 %, in 2018 18,6 %.

 

Über diese Beiträge hinaus, das sind bei BRG RV 2017 btw. 1188 Euro mtl., betreiben die Leute private Altersvorsorge / Vermögensaufbau. Die gesetzliche Absicherung ist nun mal eine Grundsäule, aber schon lange keine auskömmliche Alterssicherung mehr. Bei Einkommen über BBG RV potenziert sich das Problem, da hier eben auf den Verdienst über BBG keine Anwartschaften in der GRV mehr erworben werben, diese Aufgabe eigenverantwortlich zu lösen ist.

 

Keine selbstständige BU Rente ist so konzipiert, dass die Einbußen an GRV Rentenwert kompensiert werden können. Das geht schon systemisch ob der Annahmerichtlinien nicht. Die wenigsten BU Renten sind so konzipiert, dass bisheriges Sparvolumen noch bedient werden kann. Der erste Schritt im BU Fall ist das Aussetzen von Sparverträgen, immer und sie werden praktisch nie wieder reaktiviert.

 

Kommen wir aber zur glorreichen Lückenüberlegung zurück. Ich spare mit 65 zu 67 ganze 15 % der HEUTIGEN Beitragssumme. Mal aus Sicht des Durchschnittsverdieners GRV mit seinen 3092 Brutto in 2017: Der braucht zur Absicherung seines Nettos (2.215 Stand 2017) bereits die 2.000 Euro BU Rente.

 

Wird er nun mit 55 berufsunfähig und bleibt es 10 Jahre (ohne eine andere SV pflichtige Tätigkeit auszuüben), fehlen ihm ohne Anpassung schon 310 Euro Brutto Rente heutiger Kaufkraft. Führt zu ca. 825 GRV Nettorente heutiger Kaufkraft, bei unterstellten 30 Jahren ununterbrochener Berufstätigkeit auf mind. GRV Durchschnittsverdienst. Das ist eine Brutto Rente unterhalb des Niveaus der Grundsicherung in deutschen Großstädten.

 

Zudem hat er die 2 Jahre Lücke zwischen 65 und 67. Problem. Bei seinen anfänglich 2.000 Euro BU Rente hat er also nur 2x 12 x 2000 = 48.000 Euro optische Lücke zum Abschlusszeitpunkt mit 26. Nun hat er allerdings vergessen zu erwägen, dass die Regelaltersrente bedauerlicherweise auf 70 angehoben wurde. Schon sind wir bei 48.000 Euro x 2,5 = 120.000 Euro. Da er BWLer ist und ihm daher leider der Blick für wirtschaftliche Zusammenhänge fehlt, hat er auch verpennt, dass die Kaufkraft dieser 120.000 Euro jedes Jahr gesunken ist. Jedes Jahr um großzügig geringe 1,5 %.

 

Um die 2.000 Euro mtl. Kaufkraft für die 2 Jahre zu haben, braucht er also 2x 12x 2000x 2,5 * 1,814 = 217.680 Euro. Ups, da ist die Altersvorsorge dahin, es geht im Idealfall mit 825 Euro Nettorente abzgl. Abschlägen weiter. Ach nee, geht es nicht. Der hat ja die Pflichtversicherungszeit noch nicht erreicht, dafür braucht er 35 Jahre. Er hat ja nur 30. Also geht es regulär auch nicht mit Abschlägen auf die fürstlichen 825 Euro Netto Rente weiter.

 

Blöd gelaufen, aber wenigstens hat er nur Durchschnittsverdienst gehabt und muss ich im Gegensatz zu Einkommen auf oder oberhalb BBG RV nicht mit theoretisch nötigen Millionenbeträgen beschäftigen. Glückliches Kerlchen.

 

---

 

Springen wir zurück zum Abschlusszeitpunkt. Unser Schlaubischlumpf begeistert sich für 15 % weniger Versicherungsbeiträge bei 2 Jahren weniger Endalter. Er verpennt allerdings, dass dies 15 % auf die initiale BU Rente sind.

 

Ist man nicht so schlaubimäßig unterwegs, steigt die BU Rente regulär über die Jahre an. Eben um sich dem Status, sprich der Entwicklung Beruf und Einkommen, sowie der Kaufkraft anzupassen. Die höchste Prämie einer BU zahle ich also am Ende meines Erwerbslebens. Schlicht, weil ich dort am meisten BU Rente versichert habe, wenn ich nicht alles falsch gemacht habe.

 

Wenn ich also nun mit 58 das ausstehende Humankapital aus Erwerbstätigkeit gegen mein gebildetes Vermögen stelle und zur Erkenntnis komme, dass ich keine BU Rente mehr bräuchte, spare ich ERHEBLICH mehr durch die Kündigung der BU Rente zu diesem Zeitpunkt, als bei der initialen Kalkulation.

 

Mit dem erheblichen Unterschied, dass meine BU Rente nicht zu einem Zeitpunkt auf Lücke geplant war, zudem die Zukunft nur per Kaffesatzlesen auf dem Jahrmarkt vorausgesagt werden konnte.

 

Aber gut. BWLer neigen zu Kaffesatzlesen, sonst hätten sie was Vernünftiges studiert. Nur bei MINT-Absolventen überraschen mich solche Denkknoten dann doch, da hab ich positivere Erfahrungen in der täglichen Beratungspraxis.

 

Die Folgen der dämlichen EA60 Idee kann man sich gern selbst ausrechnen ...

 

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