50.000€ Einmalanlage + Sparplan für Altersvorsorge der Familie

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Hallo Zusammen,

 

bislang war ich nur stiller Leser in diesem sehr informativen und tollen Forum. Vielen Dank dafür!!!

Nach Heirat, Geburt und verpasstem Grundstückszuschlag soll nun das angesparte Kapital teilweise investiert werden, da wir nicht mehr bauen möchten.

Hierfür würde ich (wir) gerne Eure Meinung/Rat erfragen...

 

Doch zunächst die Eckdaten:

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen

Mittel

- In jungen Jahren Vorzugsaktien der Firma gekauft

- bAV bei derselbigen abgeschlossen (feststellen müssen das diese zu teuer ist und nicht wirklich lohnt; wird Ende des Jahres stillgelegt)

- Riester Vertrag (feststellen müssen das dieser zu teuer ist; wird Ende des Jahres stillgelegt)

- erneut Vorzugsaktien der neuen Firma gekauft

- seit Anfang diesen Jahres 500€ Käufe/Monat bei Ing DIBA in Vanguard FTSE All-World

 

2. Darstellung von bereits vorhandenen Fondspositionen (ISIN angeben)

3.500€ - WKN: A1JX52|ISIN: IE00B3RBWM25 - Vanguard FTSE All-World UCITS ETF

22.000€ - WKN: 723610|ISIN: DE0007236101 - Siemens AG

4.000€ - WKN: 877757|ISIN: FR0000051732 - Atos

 

3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage

Wenig, lese zwar viel und stöbere im Forum, aber Fondsprospekte, Anlegerinformationene, KIID, etc. nicht

 

4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten

Wissen wir nicht, da noch nie ein wirklicher Verlust eingetreten. Ich würde sagen zunächst "Mittel". Sind aber bereit es auszusitzen und soll ja für Jahrzente angelegt werden...
Sicherheiten: 1 1/2 Immobilien (Erbe)

 

Optionale Angaben:

1. Alter

42 und 34

2. Berufliche Situation

Angestellter (IT Branche)

Ehepartner kümmert sich zunächst um das Kind

3. Sparer-Pauschbetrag ausgeschöpft?

Nein

 

Über meine Fondsanlage

1. Anlagehorizont

Anlage bis zur Rente (25 Jahre, respektive für Ehepartner >30 Jahre)

2. Zweck der Anlage

Altersvorsorge für Ehepartner, Altersvorsoge für mich, sowie Sparen für das Kind wie z. B. Studium

3. Einmalanlage und/oder Sparplan?

Einmalanlage und anschliessender Sparplan

4. Anlagekapital

Es stehen ca. 100.000€ zur Verfügung welche eigentlich als Eigentkapital für den Hausbau gedacht waren.

Aktuell möchten wir 50% davon in ETFs investieren und die restlichen 50% in eine Festgeld-Treppe anlegen (abzgl. Liquiditätsreserve).

Anschliessend könnten wir uns eine Sparplanrate von ca. 1000€ vorstellen die es ggf. aufzuteilen gilt.

 

Weitere Hintergründe:

- Mit der Geburt unseres Kindes fällt ein Job weg wodurch Ehepartner aktuell nicht mehr in die Rentenkasse einzahlt. Dies soll durch einen Sparplan ausgeglichen werden.

- Durch das Stilllegen der bAV und des Riester-Vertrages soll jedoch auch etwas für meine Altersvorsorge gemacht werden.

- Es stellt sich auch die Frage ob diese beiden Vorsorgeanlagen jeweils getrennt zur Einmalanlage geführt werden sollten... bezogen auf Ehe und Zugewinngemeinschaft. Wir haben keinen Ehevertrag. Was jedoch im Falle von - mein Ehepartner fomuliert es immer folgendermaßen: "Falls mal jemand z. B. auf den Kopf fällt und plötzlich ein anderer ist!" ;-) - passiert. Idee ist wenn zumindest diese Vorsorgeanlagen getrennt sind um diese einfacher auseinanderzuhalten und dem jeweiligen Partner zusteht.

- Die Einmalanlage soll ausserdem geviertelt werden und über ein Jahr verteilt angelegt werden.

 

Nun zu unseren Fragen:

a) Macht es überhaupt Sinn die Einmalanlage und unsere zwei Altersvorsorgesparpläne zu trennen? Oder lieber einen großen Topf zusammen zu haben?

b) 1. Lösungsansatz: Weiterhin die 1-ETF Strategie beibehalten und alles in den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF investieren?

c) 2. Lösungsansatz: Die Einmalanlage in eine 2-ETF Lösung (70% Vanguard FTSE Developed World UCITS ETF, 30% Vanguard FTSE Emerging Markets UCITS ETF) investieren und die zwei Sparpläne mit einer 1-ETF Lösung Vanguard FTSE All-World UCITS ETF besparen (je 500€ Gratiskäufe bei der ING Diba)

c.1) Was wir nicht herausbekommen haben ob es überhaupt möglich ist in dem gemeinsamen ING Diba Account ein zweites Direkt-Depot zu erstellen und die zwei Sparpläne dort zu trennen, obwohl in denselben ETF (Vanguard All-World) investiert wird?

d) 3. Lösungsansatz: Das Depot so zu lassen wie es ist und alles kommende (Einmalanlage plus anschliessende Sparraten) in die 2-ETF (70% Vanguard FTSE Developed World UCITS ETF, 30% Vanguard FTSE Emerging Markets UCITS ETF) zu investieren?

e) Zur Risiko Minderung die Siemens-Aktien (alle vor 2009 gekauft) zu verkaufen und ebenfalls in eine der 3 Lösungen zu investieren?

f) Oder sogar einen Mix von FTSE und MSCI ETFs?

 

Ich hoffe ich konnte mich einigermaßen klar ausdrücken und würde mich sehr freuen Eure Meinung zu hören. Ein wenig erhoffe ich mir auch eine Bestätigung das es nicht totaler Quatsch ist und dies eine praktikable Lösung ist das Geld für unsere Altersvorsorge zu investieren, quasi einen Schubs ;-)

 

Vielen Dank im Voraus!

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Geschrieben

Hallo Zusammen,

ausprobieren geht über studieren ;-) (was im Nachhinein nur logisch ist) für die die es interessiert:

c.1) Man kann bei der ING Diba ganz einfach ein zweites (oder mehrere) Direkt Depot unter gleichem Account anlegen und diese auch voneinander getrennt behandeln (Getestet und nochmal den WKN: A1JX52|ISIN: IE00B3RBWM25 - Vanguard FTSE All-World UCITS ETF auf neuem Depot gekauft)

Nur zur Übersicht kann es Sinn machen zu trennen.

 

Da es ansonsten Still war in meinem Thread, werte ich es so das nichts davon totaler Quatsch war und dies quasi der fehlende Schubs war ;-) mal sehen wie wir uns entscheiden. Vermutlich eine Mischung aus c) und d).

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Geschrieben · bearbeitet von DrFaustus

Am ‎02‎.‎08‎.‎2018 um 15:35 schrieb Dinomyte:

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen

Mittel

- In jungen Jahren Vorzugsaktien der Firma gekauft

- bAV bei derselbigen abgeschlossen (feststellen müssen das diese zu teuer ist und nicht wirklich lohnt; wird Ende des Jahres stillgelegt)

- Riester Vertrag (feststellen müssen das dieser zu teuer ist; wird Ende des Jahres stillgelegt)

- erneut Vorzugsaktien der neuen Firma gekauft

- seit Anfang diesen Jahres 500€ Käufe/Monat bei Ing DIBA in Vanguard FTSE All-World

 

Nur um das von Vornherein zu klären: Ich nehme an du meinst Mitarbeiteraktien, die du zu Vorzugskonditionen kaufen konntest. Als Vorzugsaktien bezeichnet man Aktien, die kein Stimmrecht besitzen, dafür aber eine erhöhte Dividende erhalten. Das können zwar auch Mitarbeiteraktien sein. Aber nicht alle Mitarbeiteraktien sind Vorzugsaktien.

Zudem sind Aktien keine "Fondspositionen"

 

Hast du noch eine Sperrfrist o.ä. auf den Aktien?

 

 

Zitat

 

 


Idee ist wenn zumindest diese Vorsorgeanlagen getrennt sind um diese einfacher auseinanderzuhalten und dem jeweiligen Partner zusteht.
 

 

Bei einer Zugewinngemeinschaft ist fast jeder Zugewinn (Ausnahme z.B. Erbschaft) 50/50 aufzuteilen. Ihr könnte das zwar trennen. Be Scheidung wird es aber trotzdem 50/50 aufgeteilt (der Zugewinn).

 

Zitat

 

 


e) Zur Risiko Minderung die Siemens-Aktien (alle vor 2009 gekauft) zu verkaufen und ebenfalls in eine der 3 Lösungen zu investieren?
 

 

Was hast du für eine Meinung zu Siemens und zu Atos?

Zwei Einzelaktien passen eigentlich nicht zu einem möglichst schlanken ETF-Portfolio. Aber man sollte sich das genau überlegen warum und weshalb man zukünftige steuerfreie Kursgewinne wegschmeißen will.

 

 

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Geschrieben

vor 3 Stunden schrieb DrFaustus:

Nur um das von Vornherein zu klären: Ich nehme an du meinst Mitarbeiteraktien, die du zu Vorzugskonditionen kaufen konntest. Als Vorzugsaktien bezeichnet man Aktien, die kein Stimmrecht besitzen, dafür aber eine erhöhte Dividende erhalten. Das können zwar auch Mitarbeiteraktien sein. Aber nicht alle Mitarbeiteraktien sind Vorzugsaktien.

Zudem sind Aktien keine "Fondspositionen"

 

Hast du noch eine Sperrfrist o.ä. auf den Aktien?

Zunächst vielen Dank für Deine Antwort DrFaustus.

Du hast vollkommen Recht und Danke für Deine Aufklärung, ich meinte Mitarbeiteraktien und habe sie aus versehen mit unter "Fondspositionen" gepackt.

Auf den Siemens Aktien sind keine Sperrfristen mehr, auf denen von Atos sehrwohl (bis 2022).

 

vor 3 Stunden schrieb DrFaustus:

Bei einer Zugewinngemeinschaft ist fast jeder Zugewinn (Ausnahme z.B. Erbschaft) 50/50 aufzuteilen. Ihr könnte das zwar trennen. Be Scheidung wird es aber trotzdem 50/50 aufgeteilt (der Zugewinn).

Hier haben wir uns vorgstellt das zunächst unter uns "vertraglich" festzuhalten - was selbstverständlich vor Gericht keinen Bestand hätte - ggf. könnte man dies dann irgendwann mal per offiziellem Ehevertrag dann festmachen.

 

vor 3 Stunden schrieb DrFaustus:

Was hast du für eine Meinung zu Siemens und zu Atos?

Zwei Einzelaktien passen eigentlich nicht zu einem möglichst schlanken ETF-Portfolio. Aber man sollte sich das genau überlegen warum und weshalb man zukünftige steuerfreie Kursgewinne wegschmeißen will.

Gute Frage... Wenn ich sehe wieviel Siemens immer wieder und weiter restrukturiert - was ja zunächst eigentlich für die Anleger gut sein könnte aufgrund höherer Margen und dadurch wahrscheinlich höhere Renditen - aber irgendwann bleibt ja nichts mehr über zum restrukturieren... andererseits war und ist die Siemens Aktie ein gutes Pferd und hat mir immer brav gute Dividenden ausgeschüttet :-) noch dazu ein DAX Gründungsmitglied - was selbstverständlich nichts heisst! Dein letzter Satz lässt mich an meinem Vorhaben die voraussichtlich zukünftigen steuerfreien Kursgewinne wegzuschmeißen doch sehr zweifeln ;-)
Bei den Atos Aktien liegt noch die Sperrfrist auf und erübrigt sich aktuell. Meine Meinung ist jedoch das ich sie vielleicht eher zum Ende der Sperrfrist veräußern werde um das Portfolio schlank zu halten

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Wir haben uns nun entschieden und bleiben bei der 1-ETF Lösung:
b) 1. Lösungsansatz: Weiterhin die 1-ETF Strategie beibehalten und alles in den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF investieren?

 

Die Einzelaktien Positionen behalten wir nun zunächst als "High Risk" (auch wenn alles aus Gründen der Diversifikation dagegen spricht...)

 

Ich hatte nun zwischenzeitlich auch die Neuauflage des Kommer gelesen und Faktor Beimischung scheint sich zunächst interessant anzuhören...

Frage: Von der Theorie her könnte man dies doch auch zu einem FTSE All-World ETF beimischen oder?

Aber nach Forum-Suche "Faktor" habe ich ein paar Threads gelesen wo empfohlen wurde doch zunächst das Thema Faktor erst anzugehen wenn man sich ordentlich eingelesen hat und verstanden hat ;-) man kann dies ja immer noch später beimischen... somit lass ich das dann auch zunächst...

 

Nur mit dem Investmentfahrplan sind wir uns nicht einig... Was für einen Sinn mein Plan denn machen würde das auf 1 Jahr zu verteilen und wenn dann doch alles auf einmal investiert werden sollte :-D

Ich habe noch etwas hier im Forum gesucht und diverse Meinungen gelesen das eine Verteilung auf 1-2 Jahre tatsächlich keinen Sinn machen würde, sondern wenn dann auf ca. 5 Jahre. Das möchte ich aber bei den 50.000€ nun auch nicht. Tendiere dann jetzt doch alles auf einmal zu investieren.

Wer mag, gerne bin ich hierzu noch an Meinungen oder Ratschlägen interessiert...

 

Und... Danke für das Forum, stöbere super gerne und lese immer gerne wie Einsteiger beraten werden... hieraus entstand auch mein Plan nach anfänglichem Kommer-Overdose-ETF-Plan ;-) (zumindest habe ich für mich erkannt das mir das zuviel Aufwand wäre!! und das dann für die nächsten 25 Jahre)

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Geschrieben

vor 19 Stunden schrieb Dinomyte:

Ich habe noch etwas hier im Forum gesucht und diverse Meinungen gelesen das eine Verteilung auf 1-2 Jahre tatsächlich keinen Sinn machen würde, sondern wenn dann auf ca. 5 Jahre. Das möchte ich aber bei den 50.000€ nun auch nicht. Tendiere dann jetzt doch alles auf einmal zu investieren.

Wer mag, gerne bin ich hierzu noch an Meinungen oder Ratschlägen interessiert...

Wenn Du glaubst, dass die Märkte nach oben gehen, dann am besten alles sofort investieren. Wenn Du glaubst, dass die Märkte schwächer tendieren werden, dann gar nichts investieren und warten. Im Ernst: Ich kann gut nachvollziehen, dass man sich ärgert, wenn man alles auf einmal investiert und es dann gen Süden geht. Vielleicht ist der Ärger kleiner, wenn die Märkte gut laufen und man teurer nachkaufen muss, denn dann kann man sich über die bisherigen Gewinne freuen anstatt sich über den verspäteten Einstieg zu ärgern. Hier muss jeder selber entscheiden, wie er gestrickt ist. Wenn ich weiß, dass das Geld 20+ Jahre investiert bleiben soll, würde ich (!) wahrscheinlich alles auf einmal investieren.

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Stand vor fast derselben Frage, Einmalanlage oder in Stücken. Habe mich dann auch für die Einmalanlage entschieden und vorgestern alles auf einmal investiert.

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Geschrieben

Beim Sparplan oder gezielten Teilkäufen über ein festen Zeitraum, wird Sicherheit auf Kosten der Rendite verfolgt. 

 

Bei der Einmal Investition werden Kursveränderungen ab dem Kauftag voll spürbar. Positiv als auch negativ. 

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Vielen Dank für Eure weiteren Meinungen/Ratschläge. Bin heute All-In gegangen!! :w00t:;)

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