Mehrfamilienhaus zum selber Wohnen kaufen oder nicht...

Geschrieben · bearbeitet von vollbio

Hallo,

 

nachdem unser letztes Wohnvorhaben ( im Elternhaus ausbauen) geplatzt ist suchen wir nun nach einer alternative. Fakt ist, das wir aus unserer Wohnung raus wollen und eigentlich in ein Eigenheim wohnen wollen mit Garten. Da wir nun in Dresden arbeiten und etwas ausserhalb wohnen ist es nun nicht einfach etwas im Dresdner Raum zu finden. Über die Sicherheit der Arbeitgeber möchte ich gar nicht diskutieren, wir sind keine Beamten...

 

Unsere aktuelle situation, wir Wohnen zur Miete in einer kleinen 3 Raum Wohnung mit 360 kaltmiete. Warm knapp 500 +50€ Strom

 

Wenn man in der Nähe eine schickere Wohnung wunsch 5 Zimmer sucht ist man bei ca 900 kalt aufwärts gern mal unterwegs. Daher schauen wir nach Eigenheimen mit Garten.

Nun haben wir etwas gefunden was ich interessant finde.

 

Eine umgebaute Scheune zum MFH mit 4 Wohnungen. aktuell 255k€ + ca 25k€ Kaufnebenkosten, Zustand ist für meine begriffe ok, werde ich aber vom Gutachter bestätigen lassen.

Grundstück ist auf dem Dorf mit Busanbindung, eigentlich so wie wir uns das vorgestellt haben und man kann auch mit Fahrrad bzw E-Bike zur Arbeit, oder Bus und Bahn nehmen, 2 Autos sind aber auch da.

Das Gartenland dazu soll auch noch für ein Eigenheim nutzbar sein, also Bauland, insgesammt 1700m²

 

Aktuell ist es komplett vermietet, wenn ich es übernehme würde ich davon 2 Wohnungen zusammenlegen die später wieder trennbar wären und ich habe dann zusätzlich 588€ Mieteinnahmen die ich zur Tilgung nehmen kann. Ich hätte dann knapp 800€ quasi Kaltmiete die ich ja auch als Miete bezahlen müsste und Reparaturen muss ich ja auch noch kalkulieren....

 

Eigenkapital haben wir flüssig gerade ca. 160k€ + ein Haus (vermietet) leider in der Pampa, (Wert ca 70k€ / 450€ Mieteinnahme)

Allerdings bin ich im öffentlichen Dienst auf Projekte befristet. Meine Frau ist zwar entfristet, verdient aber nicht so viel. Ich hab ca. 2100 Netto meine Frau ca.1200€ Netto.

 

Plan B ist das Haus in der Pampa zu nehmen nur dann haben wir beide 80km Arbeitsweg und 75 Minuten Fahrzeit, die wir nicht unbedingt zusammen fahren können. Bei der Pendlerkalkulatuion rechne ich auch mit 400€ / Person also auch 800€ im Monat nur fürs Auto

 

Was meint Ihr zu so einem Vorhaben? Wir stehen halt ein bisschen unter Druck, da das Wohnen bei meinen Eltern geplatzt ist und wir uns sicher waren das es dort klappt, und nächstes Jahr kommt unser Kind in die Schule

 

Danke für eure Meinungen

Andreas

 

 

 

 

 

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Geschrieben

Ich bin immerwieder überrascht wie sehr Mietpreise doch schwanken.
Hier im Süden bekommst du für 900€ kalt mit Glück 'ne 3-Zimmer-Wohnung in mangelhaftem Zustand oder ne 2-Zimmer-Wohnung in "naja"-Zustand.
Und die gehen trotzdem weg...

 

Back to Topic:

Es klingt jetzt ein bisschen so, als wolltest du die Scheune unbedingt haben?
Wie sieht es denn mit Alternativen aus?

Spricht etwas dagegen, das Haus in der Pampa zu verkaufen und das Kapital in die neue, selbstgenutze Immobilie zu investieren? Oder gibt es zu dem Haus eine persönliche Bindung?

Das Pampa-Haus selbst bewohnen ist wirtschaftlich glaub ich nicht sinnvoll, alleine aus finanziellen Gründen schon nicht, ganz abgesehen vond er Zeit die ihr durch den Arbeitsweg verliert.

 

Liebe Grüße

 

BlackCatzchen

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vor einer Stunde schrieb vollbio:

Hallo,

 

... der Rest des Beitrags steht in der Themeneröffnung ...

 

Danke für eure Meinungen

Andreas

Ich fasse mal zusammen, ob ich alles korrekt verstanden habe:

 

Vermögen: 160.000 EUR + 70.000 EUR = 230.000 EUR

Schulden: ?

 

Einnahmen: 450 EUR Miete, 3.300 EUR Gehalt (dvon 1.200 EUR relativ sicher)

 

Ausgaben: ? Weitere Kinder geplant?

Überschuss monatlich:?

 

Ich würde mal spontan sagen, wie ich es machen würde:

Das Thema 80 km weg vom Arbeitsplatz ziehen sofort beerdigen! Das ist Oberquatsch!

Ganz ehrlich würde mir ein Mehrfamilienhaus so gar nicht zusagen, wenn mein Traum ein Häuschen mit Garten ist. Als Vermieter im gleichen Haus zu wohnen, das man Vermietet, kann Vorteile haben, aber auch Nachteile.

Das ist das einzige Objekt, das für euch in Frage kommt?

 

Sieht für mich nach einem Schnellschuss aus. Schnellschüsse sind meistens teuer.

 

 

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von tyr

vor 54 Minuten schrieb vollbio:

Plan B ist das Haus in der Pampa zu nehmen nur dann haben wir beide 80km Arbeitsweg und 75 Minuten Fahrzeit, die wir nicht unbedingt zusammen fahren können. Bei der Pendlerkalkulatuion rechne ich auch mit 400€ / Person also auch 800€ im Monat nur fürs Auto

 

Auf keinen Fall. Bedenke, dass Lebenszeit eine unersetzliche Ressource ist. Warum willst du deine Lebenszeit freiwillig mit Pendeln verschwenden?

 

Zudem: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/taegliches-pendeln-zur-arbeit-gefaehrdet-die-gesundheit-13698053.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

 

Zitat

Entscheidend für das Stressgefühl ist gar nicht so sehr die Entfernung, die jemand zurücklegt, sondern die Zeit, die er mit dem Pendeln verbringt. Ab 90 Minuten pro Tag - also 45 Minuten pro Strecke - führt Pendeln nach Häfners Erfahrung vermehrt zu Stress.

 

Du willst sogar 75 min in eine Richtung eingehen. Und dabei ist wahrscheinlich Stau noch nicht eingerechnet?

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vor 3 Stunden schrieb vollbio:

 ein Haus (vermietet) leider in der Pampa, (Wert ca 70k€ / 450€ Mieteinnahme)

 

 

Wenn das die monatliche Bruttomiete ist, dann beträgt die Rendite ca. 7,5%. Da würde ich nicht rangehen. Es sei denn in der Pampa heißt gleichzeitig Haus von Großeltern aus den 50ern und in den nächsten Jahren stehen neues Dach, neue Heizung, neue Leitungen, etc. an. Dann würde ich aber ohnehin schauen, dass ich es loswerde.

 

Zu deinem anderen Projekt: Du wirst feststellen, dass die Meinungen zu deinem Thema hier weit auseinander gehen. Das sind persönliche Lebensentscheidungen und pro und contra werden dir bekannt sein. Unter Finanz- und Renditegesichtspunkten kann man das machen. Ich würde meinen eigenen Wohnort allerdings nie nach Renditegesichtspunkten aussuchen. Dafür ist das Leben zu kurz.

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Geschrieben

Hallo,

 

naja, es ist alles nicht so einfach, beim Elternhaus wären wir auch gependelt, schön ist es nicht aber die Versorgung von unserem Kind wär gegeben, ja ein zweites Kind ist auch geplant ob es klappt ist ungewiss. Da hängt (hing) auch mein Seelenfrieden, nun leider nicht mehr.... Das Haus was ich hab ist ein Erbstück vom Onkel, mit neuen Dach und neuen Fenstern. Das ist 2010 erneuert worden, ich musste es machen da ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste ob ich es nehme oder nicht. Verkaufen möchte ich nur wenn es unbedingt sein muss. Pampa heißt auch Freiheit, Natur und Platz. 

 

Die Wahl für das MFH ist einfach auch pragmatisch, dichter dran an der Arbeit, Zustand ist (vorerst) gut der Garten ist nicht zu klein. Sämtliche alternativen sind im Preisbereich teuerer, auch als EFH dazu weiter weg, dann ohne Einligerwohnung, oder schlechterer Zustand. die Perlen sind eher ab 400 aufwärts, was ich mir nicht leisten kann/will.

 

Also selbst wenn ich nicht vermiete, habe ich ähnliche Preise bei kleinerem Grundstück... das ist halt die miesere.... ich überlege auch auf dem Gartenland zu bauen und das MFH Vermieten, aber wenn dann erst später und das ist auch nur ein hirngespinnst für die Zeit wenn mein Kind groß ist. Ich denke da an ein Mini Haus.

Mein Lebensplan war eigentlich anders, ich sollte und soll angeblich immernoch das Elternhaus bekommen, nur sind meine Eltern (Mutter) gegen meine Frau und in 20-30 Jahren fange ich nicht mehr mit einen Dreiseitenhof an.

 

und überschulden möchte ich mich auch nicht...

 

Ich habe eine monatliche Sparrate von ca 1450€ meine Frau kann auch noch ca 300€ beiseite legen, allerdings will ich es überschaubar halten. Ich habe lieber etwas mehr Luft zum Leben falls man mal krank wird... 

 

Viele Grüße

 

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vor 2 Stunden schrieb vollbio:

Pampa heißt auch Freiheit, Natur und Platz. 

 

Wenn man lange bis zum Arbeitsort pendelt heißt das an den Arbeitstagen durch Pendeln Stress, verlorene Lebenszeit und Kosten. Wenn man an vollbio denkt würde ich noch den Ressourcenverbrauch durch 75 km Pendelstrecken berücksichtigen.

 

vor 2 Stunden schrieb vollbio:

Ich habe eine monatliche Sparrate von ca 1450€ meine Frau kann auch noch ca 300€ beiseite legen, allerdings will ich es überschaubar halten. Ich habe lieber etwas mehr Luft zum Leben falls man mal krank wird... 

 

Warum dann nicht einfach zur Miete wohnen, in der Nähe der Arbeitsstellen in einer zu den Lebensumständen passenden Immobilie? Geringerer ökologischer Fußabdruck durch weniger Pendelstrecke (vollbio), mehr Lebenszeit, weniger Stress.

 

Freiheit, Natur und Platz beim Wohnen und Arbeiten lassen sich eben nicht für jeden Job ohne stressige Pendelei miteinander verbinden. Man kann nicht alles haben.

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Geschrieben

vor 1 Stunde schrieb tyr:

Wenn man lange bis zum Arbeitsort pendelt heißt das an den Arbeitstagen durch Pendeln Stress, verlorene Lebenszeit und Kosten.

 

Ich kenne auch Menschen, die betrachten die Zeit des Pendelns als sinnvoll, um "Abstand" vom Job zu gewinnen. Hängt wohl auch von der jeweiligen Mentalität und dem Job ab.

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Geschrieben

Hallo,

 

etwas passendes Mieten ist natürlich die einfache Variante, das Problem ist nur wir wollen was mit grün drum rum, und dann ist da wenig bis keine Auswahl mehr da, Selbst die Wohnungen die ausserhalb der Plattenbauten sind sind entsprechend rar oder gar nicht vorhanden. Deshalb überlegen wir mit genau diesem Kauf.

schönere Einfamilienhäuser sind ja vorhanden, nur da sind schnell über 350k€ fällig was mir schon wieder zu viel ist...

 

Mit dem Pendeln ist das so eine Sache, aktuell stört mich das nicht so, man kann Hörbuch / Radio hören. o.ä. allerdings habe ich bedenken ab 60 aufwärts in kombination mit Winter und so...  WEnn ich meine Kollegin sehe die um 4 Aufsteht um 5 aus dem Haus geht und kurz vor 7 bei der Arbeit zu sein.... bei meinen Eltern hatte ich mir das vorgenommen, da ich von ausging das man sich gegenseitig hilft.

 

ich halt euch auf dem laufenden... ein schnellschuß soll es jedoch nicht sein.

 

Viele Grüße

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Geschrieben

Am 10.8.2018 um 14:09 schrieb vollbio:

Ich habe eine monatliche Sparrate von ca 1450€ [...]

 

Für dieses Geld findest du sicher einige schöne Wohnungen oder EFH zur Miete.

 

Miete passt auch besser zu deinem Lebensstil (nur auf Projekte befristete Arbeit), so bist du flexibel um neue Chancen (neue Jobs) leichter wahrnehmen zu können.

 

 

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