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Objektive Meinungen, konstruktive Kritik bzgl. meiner Anlagephilosophie bzw. Auswahl in Aktien

  • Anlagephilosophie
  • Aktienauswahl
  • Kritik
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  • Anregungen

Geschrieben

Hallo Zusammen,

 

zuerst einmal hoffe ich, dass ich mein Thema überhaupt richtig einsortiert habe. Technische Analyse [...] kam noch am ehesten in Betracht :)

 

Eigentlich bin ich eher der heimliche Mitleser, aber heute stelle ich mich eurer Kritik bzw. Anregungen. Aufklärung über Risiken der Assetklasse Aktien bitte vermeiden. Gerne würde ich einfach eure Meinungen über die Allokation bzgl. Regionen, Ländern und Branchen wissen. Das Depot sieht vermutlich auf den ersten Blick sehr Kommerz aus, jedoch gehört dies zu meiner Anlagephilosophie. Starke Marken, starke Margen, ein hoher Bekanntheitsgrad und ein starker Burggraben gehören zu meiner Anlagenphilosophie dazu.  

 

In Zeiten der Digitalisierung ist oftmals, dass das Verhalten „the winner take it´s all“ anzutreffen, deshalb lege ich viel Wert auf starke Marken. Zudem haben diese Unternehmen starke Skalen- und Größeneffekte.

 

Im Laufe der Jahre habe ich mir eine Strategie entwickelt, mit welcher ich mich persönlich wohl fühle. Wobei meine Strategie auch nicht starr und endgültig ist. Ich vertrete die Meinung, dass der Markt nicht völlig irrational ist. Jedoch können neue Erkenntnisse zu völlig neuen Bewertungen einzelner Unternehmen führen. Deshalb sehe ich in jedem meiner Unternehmen den gleichen Kapitalwert, wodurch ich mein Kapital gleichermaßen verteile. Habe ich Kapital zur Verfügung, so kaufe ich einfach das Unternehmen nach, welches den geringsten Anteil im Depot aufweist. Hierdurch erziele ich eine starke Diversifikation. Aktuell habe ich mich auf 25 Unternehmen festgelegt. Finde ich ein Unternehmen, welches ich gerne kaufen würde, so muss es sich erstmals mit den im Depot enthaltenen Werten messen. 25, da ich das unsystematische Risiko auf ein für mich ausreichendes Marktrisiko begrenzen kann.

 

Ich meide etliche Branchen, da ich zum einen nicht allwissend bin und auch nicht sein muss und zum anderen den Endkunden als Käufer meiner Unternehmen favorisiere. B2B bedeutet für mich oftmals knallharte Preisvergleiche, wodurch die Margen wieder sinken. Lediglich der Endverbraucher entwickelt Vorlieben um irrationale Margen zu bezahlen.

 

Ich möchte und werde jetzt aber nicht im Detail auf mein Anlagekonzept eingehen. Viel mehr würde ich gern objektive Meinungen, Anregungen bzw. konstruktive Kritik zweiter bzgl. meines Depots hören.

 

Apple 10,3%

Nike 6,1%

Tencent 5,7%

Nestle 5,3%

Microsoft 4,7%

Unilever 4,6%

Facebook 4,6%

Henkel 4,5%

Starbucks 4,5%

J&J 4,3%

Alphabet 4,3%

P&G 4,0%

Reckitt Benckiser 3,9%

L'Oréal 3,9%

SAP 3,4%

Amazon 3,4%

JD.com 3,3%

Salesforce 2,8%

Adidas 2,6%

IBM 2,6%

LVMH 2,5%

Alibaba 2,2%

Adobe 2,2%

Dassault Systeme 2,2%

Baidu 2,0%

 

Trotz hohem Technologieanteil, ist der Anteil der Dividendenzahler 75,16%.

 

PS. Es handelt sich hierbei nur um das Aktiendepot. Andere Assetklassen ignoriere ich hier. Ein Musterdepot bzw. ein Tagebuch im Forum möchte ich eigentlich nicht eröffnen, da ich überhaupt nicht wüsste, was ich schreiben soll. Wer Fehler im Text findet darf sie behalten.

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Geschrieben

Das sieht solide aus. 25 Werte wären mir persönlich zuviel, aber für Dich mag es ja passen.

 

:thumbsup:

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Geschrieben

Seit wievielen Jahren bist Du denn mit dem Depot aktiv und wie ist denn die netto Performance "über alles" ((Deportwert+alle_Dividenden)/Einstandswert)^(1/Jahre)-1 in Prozent?

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Geschrieben

@Toni: zu Beginn habe ich es mit Konzentration statt Diversifikation versucht. Auch wenn ich keine Verluste erlitt, stellte sich bei mir die Erkenntnis ein, nicht allwissend zu sein. 

 

@Rooki€: seit ca. Mitte 2013. Die Zahl habe ich nicht direkt zur Hand. Ich berechne den Zinsfuß für alle Assets. Nur das ist mir wichtig. Dieser liegt bei ca. 7%. Da die anderen Assets im Minus sind vermute ich das ich bei Aktien in der Spanne zwischen 7 und 10 Prozent bin. 

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Geschrieben

vor 10 Stunden schrieb Stanley_:

 

@Rooki€: seit ca. Mitte 2013. Die Zahl habe ich nicht direkt zur Hand. Ich berechne den Zinsfuß für alle Assets. Nur das ist mir wichtig. Dieser liegt bei ca. 7%. Da die anderen Assets im Minus sind vermute ich das ich bei Aktien in der Spanne zwischen 7 und 10 Prozent bin. 

 

Spannend - ich habe auch seit 2013 ein sehr ähnliches Portfolio. Allerdings (unter Verwendung der obigen Formel) komme ich nicht auf die 7% und schon garnicht auf die 10% - daher die Frage. Wie soll das auch gehen, wenn Du in 2013 mit 0€ begonnen hast und dann kontinuierlich gewachsen bist?

 

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Geschrieben

@Rooki€: nte Wurzel Endbestand durch Anfangsbestand Minus 1 bezieht sich auf eine am Anfang getätigte Zahlung. Der interne Zinsfuß bezieht sich auf alle Einzahlungen und gewichtet diese mit den Zeitpunkten. Eine Zahlung vor einem Monat getätigt, die sich bis heute verdoppelt hat, führt zu einem enormen p.a. 

Zudem hatte ich zu Beginn eine andere Vorgehensweise, erst im Laufe der Zeit mit zunehmendem Wissen kristaliserte  sich meine Strategie heraus. 

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Geschrieben

Alles top Wachstumswerte mit ganz viel Gewinnpotenzial.

Das Strategierisiko entsteht durch die eingepreisten hohen Erwartungen, die sehr gute Qualität spiegelt sich in den zumeist hohen Bewertungen wieder.

Wachstumswerte zahlen kaum Dividende, die potentielle Fallhöhe ist durch die hohen Erwartung hoch, diese fallen meist sehr schnell(keine Zeit zum Reagieren), wenn der Markt enttäuscht ist.

Im Endeffekt wird das Depot vermutlich trotz der Vielzahl an Aktien mehr Volatilität haben.

Nur zur Erinnerung: Amazon ging zwischen 1999 und 2002 um 90 % zurück.

Starbucks fiel zwischen 2006 und 2009 um 80 %. Alphabet fiel zwischen 2007 und 2009 um mehr als 60 %.

 

Die technologischen Firmen sind in innovativen und schnelllebigen Branchen tätig. Die Vormachtstellung ist latent immer in Gefahr.

Andere können auch programmieren und schnell skalieren. Wachstum bedeutet auch Kapitalbedarf, weswegen Kapitalerhöhungen am besten mitgemacht werden sollten.

Ich kann sowas nicht einschätzen, teils sind solche Hypeaktien kurzfristig schon nicht ungefährlich. 

Das sollte man aushalten und im Hinterkopf berücksichtigen. Ansonsten gibt es nichts zu kritisieren.

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Geschrieben · bearbeitet von Stanley_

Die Qualitätsprämie für die Unternehmen zahle ich gerne. Ich bin voll allen Geschäftsmodellen meiner Unternehmen überzeugt. 

 

Es es handelt sich zwar um schnelllebige Branchen, jedoch denke ich das nahezu alle Branchen die sich nicht mit neuen Technologien auseinander setzen, von den in meinem Depot enthaltenen Werten in naher Zukunft disruptiv erschüttert werden.  Eine Fortdchteitende Entwicklung bei Vertical farms sind ein gutes Beispiel für dahinschmelzende Margen von John Deere etc. 

 

Das die Fallhöhe so hoch ist wie in der 2000 Bubble sehe ich heute nicht so. Heute haben sich die Unternehmen etabliert und erzeugen unheimlich hohe cashflows. 

 

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Geschrieben

Ich mag das Depot - auch wenn du mit Nestle, Unilever, Henkel, J&J, P&G, Reckitt, L'oreal, LVMH gleich 8 Unternehmen aus der Konsumgüterbranche drin hast. 

Aber wer kann es dir verübeln, ich mag die Unternehmen auch einfach super gerne. 

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