ETFs für zwei verschiedene Laufzeiten

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Geschrieben

Guten Abend!

Ich habe mich die letzten Tagen ein wenig schlau(er) gemacht und versucht, mir meinen eigenen Sparplan zusammenzustellen. Nur bin ich mir nicht ganz sicher, ob diese ETFs für diese beiden Laufzeiten Sinn ergeben, daher würde ich mich sehr über euer Feedback freuen. Hier erstmal der ausgefüllte Fragebogen:
 

Zitat

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen
Kaum, hatte mich nur minimal mit Kryptocurrencies beschäftigt, diese aber nicht als Geldanlage gesehen. Nach aktuellem Stand sind es insgesamt 8.500 USD und diese möchte ich noch ein paar Jahre liegen lassen. Ansonsten habe ich noch die Stickies hier im Forum und den Finanzwesir gelesen.
2. Darstellung von bereits vorhandenen Fondspositionen (ISIN angeben)
Keine 
3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage

Soviel wie nötig, ich bevorzuge aber passive Anlagemöglichkeiten.
4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten
Ich bin so entspannt, dass es fast schon ungesund ist. Selbst einige Jahre bei -50% sind für mich okay und sorgen für keinen Panikverkauf,- wobei ich natürlich trotzdem bete, dass es wieder bergauf geht.
 

Optionale Angaben:
1. Alter
29
2. Berufliche Situation
Selbstständig als Freelancer. Mein monatliches Bruttogehalt liegt nur bei ca. 2000 EUR. Davon werden 35% Einkommenssteuer; 27% für Sozial- & Pensionsversicherung; und ein wenig für Telefon/Internet abgezogen. Ich habe also ca. 900 EUR "netto" übrig. Klingt im Vergleich zu den anderen Threads hier nach sehr wenig, aber da ich von Zuhause aus arbeite, fällt sehr viel weg (Fahrtkosten, Kantine, Spontankäufe auf dem Weg zur Arbeit, Zeit), weswegen es für mich in Ordnung ist. Das Haus, in dem ich lebe, ist abbezahlt und ich habe keine Schulden (mehr). Mein Einkommen ist die nächsten Jahre relativ sicher.
3. Sparer-Pauschbetrag ausgeschöpft?
Nein
4. Aktive und/oder passive Fonds gewünscht
Passive Fonds
 

Über meine Fondsanlage
1. Anlagehorizont
1x 10-20 Jahre
1x 30-35 Jahre 
2. Zweck der Anlage
Ich würde gerne für die Ausbildung eines eventuellen Kindes sparen (deswegen 10-20 Jahre) und natürlich auch für mich und meine Rente. Ideal wäre es, wenn ich schon vor dem Rentenalter von 65 mit meiner Arbeit aufhören könnte, aber das ist mit meinen Sparraten vermutlich unmöglich.
3. Einmalanlage und/oder Sparplan?
Sparplan.
4. Anlagekapital
Derzeit habe ich auf meinem Konto nur 4k EUR, die ich erstmal auf 5k EUR bringen und somit als Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto (0,02% Zinsen) behalten möchte. Sobald das erledigt ist, könnte ich monatlich 600 EUR weglegen.

 


Ich hatte mir gedacht, dass ich mir mein monatliches Nettogehalt wie folgt einteile:
- 300 EUR bleiben auf dem Konto (Einkäufe, Urlaub, Tierarzt, sonstige Rechnungen)
- 100 EUR kommen auf das Tagesgeldkonto mit 0,02% Zinsen, um das Sicherheitspolster langsam zu vergrößern bzw. den Schwund durch die Inflation ein wenig zu verlangsamen.
- 100 EUR werden in ETFs für 10-20 Jahre eingezahlt (Kind)
- 400 EUR werden in ETFs für 30-35 Jahre eingezahlt (Rente)

Anmerken muss ich an dieser Stelle, dass ich verheiratet bin und sämtliche Kosten für Haus, Hund & Nahrungsmittel  geteilt werden, wodurch sich die Kosten sehr in Grenzen halten. Hochzeit ist erledigt, daher kommen in dieser Richtung keine Kosten mehr auf mich zu :)

Nun bin ich mir aber nicht sicher, ob der o.g. Plan soweit Sinn macht und in welche ETFs ich für diese Dauer am Besten investieren soll. Gedacht hatte ich erstmal an:

  1. Plan A - 10-20 Jahre (Kind): 100 EUR pro Monat
    - 100% in diesen ETF: Lyxor MSCI All Country World UCITS ETF C-EUR ISIN FR0011079466, WKN LYX0MG (justetf link)
  2. Plan B - 30-35 Jahre (Rente): 400 EUR pro Monat
    - 60% in diesen ETF: HSBC MSCI World UCITS ETF USD ISIN DE000A1C9KL8, WKN A1C9KL (justetf link)
    - 40% in diesen ETF: UBS ETF (LU) MSCI Emerging Markets UCITS ETF (USD) A-dis ISIN LU0480132876, WKN UB42AA (justetf link)

Sind diese ETFs für meine Zwecke passend oder sollte ich diese bzw. die Prozentzahlen ändern? Ich bin mir nicht sicher, ob man mit so kleinen Raten wie den meinen vielleicht doch mehr Risiko eingehen sollte. Immerhin fange ich recht spät mit dem Sparen an :/

Als Broker würde ich meine österreichische Hausbank (easybank) bevorzugen, da ich dann alles auf einen Blick hätte. Sind deren Konditionen (hier das Preisblatt - Kontoführungsgebühren fallen weg, weil Hausbank) für buy & hold in Ordnung oder sollte ich doch lieber auf Flatex umsteigen? Mich stört es nicht, alle paar Monate manuell einzuzahlen (um Gebühren zu sparen), statt monatlich via Sparplan einen kleinen Betrag abbuchen zu lassen. 

Würde mich sehr über Antworten freuen. Vielen Dank!

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Der Unterschied der ausgewählten ETFs bei den Laufzeiten ist für mich nicht nachvollziehbar. Wie begründest Du das? Man kann sicher einen All-in-one Aktien ETF nehmen (Plan A) und man kann auch wild oder nach BIP wie man möchte zwischen World und EM aufteilen (Plan B). Mir ist nur nicht ganz klar, warum du einmal so und einmal so aufteilst. Sind die Emerging Markets Deiner Meinung nach erst nach langer Zeit sinnvoll mit der extrem hohen Übergewichtung (im Vergleich zur Marktkapitalisierung)? Du sprichst da von 30-35 Jahren, das kann man doch nicht wirklich einschätzen. Ich würde bei beiden Plänen keinen Unterschied machen und persönlich eher in Richtung Marktkapitalisierung (Plan A) gehen, aber das musst Du dann halt selber entscheiden.

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Geschrieben

Was wären denn die Alternativen zu den ETFs, wenn du sagst, dass du eventuell mehr Risiko eingehen möchtest? Wie würdest du da vorgehen?

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vor 2 Stunden schrieb Mato:

Der Unterschied der ausgewählten ETFs bei den Laufzeiten ist für mich nicht nachvollziehbar. Wie begründest Du das? Man kann sicher einen All-in-one Aktien ETF nehmen (Plan A) und man kann auch wild oder nach BIP wie man möchte zwischen World und EM aufteilen (Plan B). Mir ist nur nicht ganz klar, warum du einmal so und einmal so aufteilst. Sind die Emerging Markets Deiner Meinung nach erst nach langer Zeit sinnvoll mit der extrem hohen Übergewichtung (im Vergleich zur Marktkapitalisierung)? Du sprichst da von 30-35 Jahren, das kann man doch nicht wirklich einschätzen. Ich würde bei beiden Plänen keinen Unterschied machen und persönlich eher in Richtung Marktkapitalisierung (Plan A) gehen, aber das musst Du dann halt selber entscheiden.

Ah, so hatte ich das noch gar nicht gesehen. Mir ging es dabei hauptsächlich um die Trennung von Plan A und B. So können die ETFs in Plan B (World & EM) in Ruhe vor sich hinschlummern, während Plan A (MSCI ACW) die paar Jahre ein eigenes Süppchen bräut. So hätte ich für beide Pläne auch eine breite Streuung. Ich ging davon aus, dass man die ETFs vor Ende der geplanten Laufzeit (in diesem Fall der 30-35 Jahre) lieber nicht anfassen sollte, daher die Idee mit den beiden Plänen. Und EM hatte ich ausgewählt, weil ich recht viel Hoffnung in China & Südkorea stecke, das ist auch schon alles. Wenn das keine gute Idee, schaue ich mich gerne nach anderen ETFs um :x
 

vor einer Stunde schrieb Relich:

Was wären denn die Alternativen zu den ETFs, wenn du sagst, dass du eventuell mehr Risiko eingehen möchtest? Wie würdest du da vorgehen?

Keine Ahnung. Einzelaktien lassen sich wahrscheinlich eher schlecht passiv anlegen und für Privatkredite oder Crowdinvesting ist mein Kapital zu winzig. Eventuell spezifischere ETFs (MSCI Japan oder Nordamerika) oder kleinere Versuche in Richtung Kryptos.

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vor 20 Stunden schrieb Karenina:

Und EM hatte ich ausgewählt, weil ich recht viel Hoffnung in China & Südkorea stecke, das ist auch schon alles

Und warum dann nicht für beide Pläne? Oder ist die Überzeugung doch nicht so groß?

 

Wenn Du davon überzeugt bist, dann investiere doch alles in einen der Pläne und verkaufe, sobald Du das Geld benötigst. 

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On 9/3/2018 at 8:38 PM, Karenina said:

Als Broker würde ich meine österreichische Hausbank (easybank) bevorzugen, da ich dann alles auf einen Blick hätte. Sind deren Konditionen (hier das Preisblatt - Kontoführungsgebühren fallen weg, weil Hausbank) für buy & hold in Ordnung oder sollte ich doch lieber auf Flatex umsteigen? Mich stört es nicht, alle paar Monate manuell einzuzahlen (um Gebühren zu sparen), statt monatlich via Sparplan einen kleinen Betrag abbuchen zu lassen.

 

Schau dir auch mal die Konditionen von Dadat an (gehört zur Grazer Wechselseitigen).

Auf broker-test.at gibts eine recht gute Übersicht der in Ö verfügbaren Online-Broker.

 

Für ETF-Sparpläne ist in Ö derzeit mMn flatex am attraktivsten.

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vor 3 Stunden schrieb Neospin:

Und warum dann nicht für beide Pläne? Oder ist die Überzeugung doch nicht so groß?

 

Wenn Du davon überzeugt bist, dann investiere doch alles in einen der Pläne und verkaufe, sobald Du das Geld benötigst. 

Natürlich bin ich nicht zu 100% überzeugt, immerhin verfüge ich über keine Glaskugel ;) Gerade weil ich bei diesem Thema noch viel zu lernen habe, habe ich diesen Thread erstellt. Es wäre schade, wenn ich in etwas investiere, obwohl etwas von Anfang an dagegen spricht oder ich sonstige Fehler mache. Daher bin ich offen für Kritik. 
Für beide Pläne einfach in die gleichen ETFs zu investieren, hatte ich so noch nicht bedacht. Ich schätze, ich wollte es einfach "räumlich" voneinander getrennt haben. Das ist vermutlich eher eine Kopfsache.
 

vor 2 Stunden schrieb Gerdon.Gokko:

 

Schau dir auch mal die Konditionen von Dadat an (gehört zur Grazer Wechselseitigen).

Auf broker-test.at gibts eine recht gute Übersicht der in Ö verfügbaren Online-Broker.

 

Für ETF-Sparpläne ist in Ö derzeit mMn flatex am attraktivsten.

Danke, das schaue ich mir morgen gleich mal an! :)

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Ich glaube die Threaderstellerin hat sich einfach zwei ETFs aus Ramstein's Thread rausgesucht, ihrem Risiko (60/40) angepasst und will nochmal drüberschauen lassen, ob das annehmbar ist :D
Bin leider selber neu hier und kann nicht sagen, ob es sich mehr lohnt den All-in-one ETF zu besparen oder alles in die anderen 2 zu stecken. Aber ich denke auch, dass man sich besser für einen Plan entschieden und dort alles reinwirft. Ich behalte den Thread mal im Auge, weil das Thema für mich interessant ist und mit vielleicht bei meiner Auswahl hilft. Ich wäre ja schon it 4% Renditen glücklich, aber über 30 Jahre könnte sogar der Durchschnittswert von 8% drinnen sein. Das wäre ein Traum!

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vor 8 Stunden schrieb Enovy89:

Ich wäre ja schon it 4% Renditen glücklich, aber über 30 Jahre könnte sogar der Durchschnittswert von 8% drinnen sein. Das wäre ein Traum!

Träumen darf jeder, wenn deine AA nicht stimmt, endet es zu 100% in einem Alptraum.

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Geschrieben · bearbeitet von Walter White

Am 3.9.2018 um 20:38 schrieb Karenina:

Hochzeit ist erledigt, daher kommen in dieser Richtung keine Kosten mehr auf mich zu

 

vor 9 Stunden schrieb Enovy89:

Ich glaube die Threaderstellerin

Wie kommst du darauf das der TO weiblich ist? Ich denke das du hier mehr Hintergrund Wissen  hast als wir haben.  Um weiteren Fragen vorneweg zu umgehen: ja, es ist egal ob der TO m . w. ist. Das hat nichts mit meiner Frage an sich zu tun.

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Ich weiß nicht, was mein Geschlecht oder meine Hochzeit damit zutun hat, aber ich bin tatsächlich weiblich und heiße auch mit Vornamen "Karenina". Deswegen war es wahrscheinlich nicht so schwer zu erraten, haha.

Nachdem ich heute ein paar Threads durchgelesen habe, habe ich mich erstmal dazu entschieden, ein Finanzcoaching bei einem der gängigen und hier oftmals empfohlenen Autoren zu buchen, getreu dem Motto "Guter Rat ist teuer". Es gibt einfach zu vieles, das ich über ETFs und Vermögensaufbau im Generellen nicht weiß und das verunsichert mich. Klar kann niemand die Zukunft vorhersagen und mir raten, in welchen ETF ich die nächsten Jahrzehnte einzahlen soll, aber vielleicht kann ich so ein paar Fehler vermeiden.

Trotzdem Danke für eure Hilfe!

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vor 9 Minuten schrieb Karenina:

Ich weiß nicht, was mein Geschlecht oder meine Hochzeit damit zutun hat,

Deswegen auch Post #10 , Satz 3, denn ich wusste das du so reagierst.

 

vor 11 Minuten schrieb Karenina:

ein Finanzcoaching bei einem der gängigen und hier oftmals empfohlenen Autoren zu buchen

Albert ist wirklich eine gute Anlaufstation  wenn du das wünschst. Ich hatte selbst damals regen eMail Kontakt mit ihm, er ist wirklich authentisch und hilfsbereit. Einfach ein guter Mensch. :thumbsup: 

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vor 14 Stunden schrieb Karenina:

Ich weiß nicht, was mein Geschlecht oder meine Hochzeit damit zutun hat.

Das ist ziemlich zentral. Weiblich, jung, Kinderwunsch führt fast immer zu Depots mit deutlich verringertem Risiko, hat mir mal eine Finanzberaterin erzählt. Und das macht ja auch Sinn. Verheiratet ist natürlich ein Pluspunkt, aber leider gehen manchmal auch Ehen in die Brüche (z.T. sogar mit Kindern).

 

Bei Dir kommt noch das Thema "Freelancerin" hinzu. Wenn die freie Tätigkeit für Unternehmen erfolgt, spricht dies dagegen, Rücklagen in Aktien/-ETFs/-fonds zu halten: In einer Rezession sparen die Unternehmen i.d.R. zuerst bei den Freelancern, die dann oft ihre Arbeit verlieren. Zugleich notieren die Aktien zu diesem Zeitpunkt üblicherweise nahe des Tiefs (siehe z.B. 2003 und 2009: -50 bis -80% vom Hoch ausgerechnet, je nach gewähltem Anlagesegment). Sie sind also als (erste) Rücklage kaum geeignet. Deshalb sollte der Finanzbedarf von 1-2 Jahren als Rücklage in sicheren Anlagen vorhanden sein, bevor in Aktien angelegt wird (besser noch mehr). Oder die Risikotragfähigkeit und -bereitschaft entspechend hoch sein (reiche Eltern im Hintergrund,...).

 

Für die Rücklage in sicheren Anlagen finde ich (ergänzend zum Tagesgeldkonto) so etwas wie den Cosmos Flexibler Vorsorgeplan in der Klassikvariante recht gut (trotz der Verschlechterungen in den vergangenen Jahren). Das Geld ist monatlich verfügbar. Ich weiß nicht, ob es ähnliches in Österreich gibt.

 

Am 3.9.2018 um 20:38 schrieb Karenina:

4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten
Ich bin so entspannt, dass es fast schon ungesund ist. Selbst einige Jahre bei -50% sind für mich okay und sorgen für keinen Panikverkauf,- wobei ich natürlich trotzdem bete, dass es wieder bergauf geht.

Den zweiten Teil des ersten Satzes kann ich nur fett unterstreichen. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Bekannten, ebenfalls Freelancerin, im Jahr 2004: Ihr konnte es gar nicht schnell genug gehen, dass ihre Aktienfonds wieder die Einstandskurse sehen. Sie hatte zwar keine Kinder zu versorgen, dafür aber Hunde. Und auch ein abbezahltes Haus verursacht ein paar Kosten. Zudem verändern sich die beruflichen Perspektiven von Freelancern im Laufe der Zeit. Die vielleicht recht gute Situation mit 29 Jahren lässt sich vermutlich nicht einfach über Jahrzehnte fortschreiben - zumindest nicht, ohne ein paar Durststrecken zwischendurch einzuplanen.

 

vor 14 Stunden schrieb Karenina:

Nachdem ich heute ein paar Threads durchgelesen habe, habe ich mich erstmal dazu entschieden, ein Finanzcoaching bei einem der gängigen und hier oftmals empfohlenen Autoren zu buchen, getreu dem Motto "Guter Rat ist teuer". Es gibt einfach zu vieles, das ich über ETFs und Vermögensaufbau im Generellen nicht weiß und das verunsichert mich. Klar kann niemand die Zukunft vorhersagen und mir raten, in welchen ETF ich die nächsten Jahrzehnte einzahlen soll, aber vielleicht kann ich so ein paar Fehler vermeiden.

Finanzcoachings finde ich gut und empfehle sie auch - dann allerdings Leuten, die deutlich mehr Geld verdienen. Bei denen geht es um sehr höhere Beträge und zugleich können sie ihre Arbeitskraft rentabler im Beruf einsetzen, als sich in grundlegende Geldanlagefragen einzuarbeiten. In der von Dir geschilderten Situation fehlt mir ehrlich gesagt die Phantasie, wie sich da etliche hundert Euro für ein Finanzcoaching rentieren sollen.

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vor 23 Stunden schrieb Fondsanleger1966:

Das ist ziemlich zentral. Weiblich, jung, Kinderwunsch führt fast immer zu Depots mit deutlich verringertem Risiko, hat mir mal eine Finanzberaterin erzählt. Und das macht ja auch Sinn. Verheiratet ist natürlich ein Pluspunkt, aber leider gehen manchmal auch Ehen in die Brüche (z.T. sogar mit Kindern).

Ein Kinderwunsch ist von meiner Seite nicht vorhanden, deswegen hatte ich "eventuell" geschrieben. Da man aber nie weiß, was die Zukunft bringt, wollte ich trotzdem vorgesorgt haben - notfalls nutze ich das ersparte, um das Haus zu renovieren. Das muss früher oder später sowieso sein =)
 

vor 23 Stunden schrieb Fondsanleger1966:

Deshalb sollte der Finanzbedarf von 1-2 Jahren als Rücklage in sicheren Anlagen vorhanden sein, bevor in Aktien angelegt wird (besser noch mehr). Oder die Risikotragfähigkeit und -bereitschaft entspechend hoch sein (reiche Eltern im Hintergrund,...).

Okay, dann werde ich erstmal darauf sparen. 2 Jahre kommt mir etwas viel vor, aber Rücklagen für 1 Jahr können sicherlich nicht schaden. Danach werde ich mich genauer erkundigen und vielleicht doch in MCSI World & EM (65 zu 35) investieren. Meine Eltern sind nicht reich, aber falls wirklich eine Notsituation eintritt, kann ich mich auf meine bessere Hälfte verlassen. Seine Rücklagen sind in einem niedrigen 6-stelligen Bereich, es würde uns also nicht zu schlimm treffen. Deswegen auch die Idee mit dem Finanzcoaching, so könnte er sich auch gleich beraten lassen. 
Dennoch möchte ich mir lieber mein eigenes Vermögen (wenn auch in kleinen Schritten) aufbauen, damit ich solche Situationen selbst regeln kann.

 

vor 23 Stunden schrieb Fondsanleger1966:

Zudem verändern sich die beruflichen Perspektiven von Freelancern im Laufe der Zeit. Die vielleicht recht gute Situation mit 29 Jahren lässt sich vermutlich nicht einfach über Jahrzehnte fortschreiben - zumindest nicht, ohne ein paar Durststrecken zwischendurch einzuplanen.

Es kommt immer darauf an, welcher Tätigkeit man als Freelancer nachgeht. Für die nächsten Jahre ist mein Einkommen dank mehrerer Auftraggeber in verschiedenen Branchen gesichert. Und selbst wenn ich nicht mehr als Freelancer arbeiten kann, habe ich noch immer meinen gelernten Beruf (+8 Jahre Berufserfahrung), durch den ich notfalls wieder in einem Büro arbeiten kann. Der Verdienst wäre damit zwar höher (ca. 2800 Brutto), allerdings wollte ich bewusst nicht mehr 12-13 Stunden täglich durch Pendeln & Arbeit unterwegs sein, auch war ich damals am Rande eines Burnouts, weil ich mich komplett übernommen hatte und beruflich zu viel und zu kurzer Zeit erreichen wollte. War keine schöne Zeit. Nun durch die Selbstständigkeit kann ich mehr Zeit mit meinem Partner verbringen, habe trotzdem ein regelmäßiges Einkommen und sehr viel weniger Stress, obwohl ich von den Stunden her mehr arbeite. Das mag ineffizient klingen, gerade weil die eigene Arbeitskraft für den Vermögensaufbau sehr wichtig ist und so gut wie möglich ausgenutzt werden sollte, aber mir ist dieser ruhigere Lebensstil und meine Gesundheit sehr viel wert : )

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vor 4 Minuten schrieb Karenina:

Nun durch die Selbstständigkeit kann ich mehr Zeit mit meinem Partner verbringen, habe trotzdem ein regelmäßiges Einkommen und sehr viel weniger Stress, obwohl ich von den Stunden her mehr arbeite. Das mag ineffizient klingen, gerade weil die eigene Arbeitskraft für den Vermögensaufbau sehr wichtig ist und so gut wie möglich ausgenutzt werden sollte, aber mir ist dieser ruhigere Lebensstil und meine Gesundheit sehr viel wert : )

Ineffizient? Was könnte wichtiger als ein glückliches Leben sein?

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Am 8.9.2018 um 14:27 schrieb bondholder:

Ineffizient? Was könnte wichtiger als ein glückliches Leben sein?

Ein glückliches und gesundes Leben schützt nicht vor der Altersarmut ; )
Deswegen auch der Thread hier, aber fürs Erste hat es sich erledigt und ich spare mir wie empfohlen ein ordentliches Sicherheitspolster an, ehe ich mir weitere Tipps hole.

Vielen Dank nochmals an alle, die sich die Zeit genommen haben, mir Ratschläge zu geben. Das hat mir wirklich sehr geholfen!

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