Wie viel Geld brauche ich? Muss ich Vollzeit arbeiten?

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39 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Ich nehme mir auch immer vor, im Urlaub, nach der Arbeit und am WE mehr Sport zu machen. 

So richtig wird es nie was. 

Als Single bin ich allerdings trotz 40 h Woche täglich eine Stunde Hometrainer gefahren. 

Hat meiner Meinung wenig mit, zu viel Arbeiten, sondern mehr mit Prioritäten setzen zu tun. 

Ich kenne auch Menschen, die gehen 5x die Woche zum Sport haben 3 Jobs und Haus mit Hof. 

Haus und Hof sieht dann eben sch***** aus. 

 

Wenn man jung ist, bekommt man noch eher alles auf die Reihe. 

Und wenn eine Familie da ist, wird es noch schwieriger. 

 

Ich finde es eher fraglich, ob du mit einer verkürzten Arbeitszeit glücklich wirst. 

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Geschrieben · bearbeitet von Sthenelos

Am 11.9.2018 um 13:37 schrieb Andreas900:

 

Eine Sinnkrise habe ich mein Leben lang -_- Ich war nie talentiert Partnerschaften oder Freundschaften aufzubauen und vielleicht sollte ich wirklich mal einen Psychologen fragen. Aber tatsächlich hat mich auch mein Beruf gehindert. Ich komme eben meistens erst um 18 Uhr zur Ruhe und mir fehlt die Kreativität und geistige Freiheit, die ich mit 20 hatte.

 

Ich habe schon angefangen zu joggen, fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit und versuche mehr für mich zu tun. Das halte ich immer eine Weile durch, BIS ich entweder durch Stress auf der Arbeit oder Rückenschmerzen wieder in alte Muster zurückfalle.

 

Vielleicht hätte ich gerne Partnerschaft und Familie, aber GERADE Weil ich keine habe frage ich mich warum ich mehr arbeiten soll als nötig? Für wen lebe ich? Im Moment vor allem für mich. Ich brauche keine Million auf dem Konto - das letzte Hemd hat keine Taschen.

 

Du hast natürlich Recht. Die Entscheidung kann mir hier niemand abnehmen, ich wollte nur mal drüber sprechen. Ich schätze den Rat hier im Forum, vor allem auch weil er direkt und ehrlich ist.

 

 

WPF Lebensberatung :-*

Schön, dass bisher viele sachliche - und lesenswerte - Beiträge erfolgt sind.

 

Die Reduzierung der Arbeitszeit, in Verbindung mit geringerem Einkommen, für mehr Frei- und Lebenszeit, ist ein immer ein Gedankenspiel wert.

 

Bezogen auf deinen Fall, beurteilt anhand der hier geschriebenen Beiträge, ohne dich persönlich zu kennen und ohne dich verletzen zu wollen:

Arbeite deinen Beruf, Vollzeit, vorerst weiter. Arbeit sogar zusätzlich - an Dir. Einen Psychologen in Anspruch nehmen, ist eine Möglichkeit, ohne schonungslose Selbstbetrachtung und der daraus gewonnen Erkenntnis, vermutlich aber dauerhaft wenig hilfreich. Beginne an dir zu arbeiten. Die Sinnkrise, die Du bereits erkannt hast, wirst Du durch mehr Freizeit vorerst nicht lösen. Deine Freizeitbeschäftigungen sind überwiegend PC Spiele und TV, eine Flucht aus dem Alltag, das Eintauchen in eine andere Welt, das Vergessen der Gegenwart. Durch mehr Zeit, die Du in Unterhaltungsmedien verbringen würdest, würde sich deine Lebenskrise, nennen wir es Sinnsuche, nicht verbessern, sondern im Gegenteil mit hoher Wahrscheinlichkeit verschlechtern, noch mehr Zeit würde "in der anderen Welt" verbracht und die Realität zunehmend als unerträglich empfunden.

 

Beginne Dir selbst zu helfen, gehe auf Sinnsuche. Es gibt hierfür unzählige Wege, Philosophie, Pyschologie, Religionen, Coaches, Seminare, Literatur usf. Alles setzt aber Deinen Willen voraus!

 

___


15 Jahre arbeitete ich 75-80 h pro Woche. Mittlerweile 40 h. Für jede gewonnene Stunde, Wertschätzung und Freude.

20 h, 40 h, 30h, oder Rente, alles liegt nur im Auge des Betrachters, nur wer die Wertschätzung der Zeit hat, kann (versuchen) seinen Geist zu befrieden.

 

 


Über die Zeit, Seneca:

Das Leben, das uns gegeben ist, ist lang genug und völlig ausreichend zur Vollführung auch der herrlichsten Taten, wenn es nur von Anfang bis Ende gut verwendet würde.

 

Nichts ist unser wahres Eigentum außer der Zeit.

 

 

 

 

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von bounce

@Andreas900 Deine monatlichen einzeln aufgeführten Kosten kommen mir sehr hoch vor, wobei die Summe schon wieder halbwegs normal aussieht. 

 

420 € für eine private Haftpflichtversicherung?! 

Mit 60 € pro Jahr ist man in der Regel schon überversichert...

 

Fast 1000 € für PC Spiele?!

 

Du hast einige Summen notiert, bei denen ich mir die Augen gerieben habe....

 

Um sinnvoll deine Teilzeit oder Vorruhestand zu besprechen, fehlt die Einkommensseite und das schon vorhandene Vermögen.

 

Zu deinen Fragen:

 

Am 10.9.2018 um 14:12 schrieb Andreas900:

Arbeitet ihr Teilzeit? Könntet ihr euch ein sparsameres Leben zugunsten von mehr Freizeit vorstellen?


Könntet ihr euch vorstellen dauerhaft für 1.200 € im Monat zu leben oder ist dieser Betrag doch unrealistisch, gerade wenn man es gewohnt ist nicht auf jeden Cent zu achten?

 

1) Ich bin von Grund auf sparsam. Teilzeit ist aber nicht mein Ziel. Ich möchte endgültig einen Strich ziehen und dann frei entscheiden wann, wie und was ich arbeite, ohne dass ich den Verdienst unbedingt brauche. Ich arbeite lieber jetzt mehr als in 20 Jahren in Teilzeit zu gehen. 

 

2) Ersteres. Ich lebe aktuell in einer teuren Großstadt von weniger als 800 € im Monat. Mir fehlt es an nichts. 

 

@Sthenelos: Ich stimme dir zu. Mehr Freizeit wird hier glaube ich eher zu mehr Probleme führen....

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Geschrieben · bearbeitet von Andreas900

Mir geht der Thread insofern etwas in die falsche Richtung als dass Lebensberatung nicht das Hauptthema sein sollte.

Legitim wenn ihr mir nahe legt an mir selber zu arbeiten oder vielleicht lieber eine Familie zu gründen.

 

Wie ich zuvor schilderte, möchte ich meine freie Zeit aber durchaus auch in vernünftige Dinge wie Gesundheit investieren. Und ich behaupte, dass ich dies auch werde. Bereits heute jogge ich mehrmals die Woche vor der Arbeit oder fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit. Das ist keine Idealvorstellung mit der ich irgendwann vielleicht mal anfange. Gleichwohl bin ich dankbar für eure Hinweise. ich nehme den Gedanken mit, dass ich mir Ziele setzen sollte und mir überlege was ich mit der Zeit tue.

 

Mir geht es aber mehr um die finanzielle Seite und dazu kamen bisher Aussagen von 800 € bis 2000+ €, die man benötigt. Ich habe jetzt mal eine Excel Liste aus meinem Girokonto über ein Jahr gezogen und die Summe nochmal aufgestockt um Beschaffungen, die nur alle paar Jahre anstehen (z.B. Auto). Ich brauche danach im Monat bislang gut 1.900 €, wohlbemerkt mit ALLEM inklusive privatem Versicherungsanteil und Rücklagen für Anschaffungen OHNE besonders auf Sparsamkeit zu achten.

 

Diese Summe ist als Grundlage besser geeignet als meine Schätzungen, die wie ihr richtig bemerkt habt, teilweise daneben lagen. Ich möchte nun erst mal bewusster und sparsamer konsumieren, vielleicht zieh ich nach einem ersten Monat mal einen Schnitt. Hab zuletzt schon für 39 € statt wie üblich für 60 € meinen Wocheneinkauf gemacht.

 

Für mich sind Fragen interessant wie:

- wie entwickelt sich die Inflation, insbesondere im Verhältnis zu meinem Einkommen?

- wie entwickeln sich meine privaten Krankenkassenbeiträge? (heute knapp 300 €)

- welche Rendite kann ich nach Steuern mit meinem Depot erwarten? (65% Aktien, Rest Anleihen, Gold, Liquide)

 

Antworten die mir keine 100% sicher geben kann. Dementsprechend defensiv sollte ich planen und davon ausgehen, dass selbst wenn ich heute mit (wie in meinem Eröffnungsbeitrag kalkuliert) 1.460 € auskäme, irgendwann doch 2.000 € brauchen könnte, inflationsbedingt in 20 Jahren sogar deutlich mehr.

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vor 5 Stunden schrieb Andreas900:

Diese Summe ist als Grundlage besser geeignet als meine Schätzungen, die wie ihr richtig bemerkt habt, teilweise daneben lagen. Ich möchte nun erst mal bewusster und sparsamer konsumieren, vielleicht zieh ich nach einem ersten Monat mal einen Schnitt. Hab zuletzt schon für 39 € statt wie üblich für 60 € meinen Wocheneinkauf gemacht.

 

Für mich sind Fragen interessant wie:

- wie entwickelt sich die Inflation, insbesondere im Verhältnis zu meinem Einkommen?

- wie entwickeln sich meine privaten Krankenkassenbeiträge? (heute knapp 300 €)

- welche Rendite kann ich nach Steuern mit meinem Depot erwarten? (65% Aktien, Rest Anleihen, Gold, Liquide)

 

 Nach einem Monat macht es denke ich wenig Sinn, genauso wie den einzelnen Wocheneinkauf zu bewerten. Lieber ein halbes oder ein Jahr als Grundlage nehmen.

 

Zur PKV: Für die Beitragssteigerungen würde ich mit 4-5% kalkulieren, also deutlich über Inflation.

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vor 5 Stunden schrieb Andreas900:

- wie entwickelt sich die Inflation, insbesondere im Verhältnis zu meinem Einkommen?

Ich würde von mehr als 2% ausgehen.

 

vor 5 Stunden schrieb Andreas900:

- welche Rendite kann ich nach Steuern mit meinem Depot erwarten? (65% Aktien, Rest Anleihen, Gold, Liquide)

Kommt auf die Anleihen an ;) bei "sicheren" Investmentgrade-Anleihen würde ich für eine Abschätzung der Rendite lediglich den Aktienanteil rechnen. Und da mal nicht mehr als 7% vor Steuern und Kosten. Und ggf. höhere Kosten im Alter nicht vergessen.

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Am 13.9.2018 um 12:35 schrieb Andreas900:

Mir geht der Thread insofern etwas in die falsche Richtung als dass Lebensberatung nicht das Hauptthema sein sollte.

Die Fragen dazu solltest du dir dennoch stellen. Die Antworten dazu sind wichtig, ansonsten setzt du dir ein mehr oder weniger willkürliches Ziel und bist nach dem Erreichen dennoch nicht glücklich....weil es eben kein für dich passendes Ziel war.  

 

 

Am 13.9.2018 um 12:35 schrieb Andreas900:

Mir geht es aber mehr um die finanzielle Seite und dazu kamen bisher Aussagen von 800 € bis 2000+ €, die man benötigt. ...

Das sollte für dich vollkommen egal sein, was andere zum Leben brauchen. Wenn du mit 800 € nicht glücklich wirst, dann bringt dir die Aussage nichts. Wenn andere 3 Luxusautos und eine Jacht brauchen um glücklich zu sein und deswegen Ausgaben von 4000 € pro Monat, bringt dich das auch nicht weiter. 

 

 

Am 13.9.2018 um 12:35 schrieb Andreas900:

Für mich sind Fragen interessant wie:

- wie entwickelt sich die Inflation, insbesondere im Verhältnis zu meinem Einkommen?

- wie entwickeln sich meine privaten Krankenkassenbeiträge? (heute knapp 300 €)

- welche Rendite kann ich nach Steuern mit meinem Depot erwarten? (65% Aktien, Rest Anleihen, Gold, Liquide)

 

Antworten die mir keine 100% sicher geben kann. Dementsprechend defensiv sollte ich planen und davon ausgehen, dass selbst wenn ich heute mit (wie in meinem Eröffnungsbeitrag kalkuliert) 1.460 € auskäme, irgendwann doch 2.000 € brauchen könnte, inflationsbedingt in 20 Jahren sogar deutlich mehr.

 

Für mich wäre auch interessant, welche Aktien ich kaufen müsste, damit sich mein angelegtes Vermögen innerhalb von 5 Jahren verzehnfacht.....

Die Fragen bringen dich nicht viel weiter bei deiner Betrachtung. 

 

Deine Angaben sind viel zu unkonkret, als das dir hier jemand detailliert Tipps geben kann.

 

Was verdienst du im Monat?

Wie viel Geld hast du bereits zur Seite gelegt?

Was hast du für Ziele und Vorstellungen vom Leben?

...

 

Dein Eröffnungspost scheint auch etwas konfus zu sein, wie auch die weiteren Beiträge. Du fragst andere, ob sie sich vorstellen können in Teilzeit zu gehen und von wie viel sie im Monat Leben können... Was bringen dir solche Antworten?

Du könntest finanziell gesehen wahrscheinlich ja schon jetzt in Teilzeit gehen. Warum tust du es nicht einfach, wenn du das unbedingt willst? Warum noch 10 Jahre warten?

 

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Geschrieben · bearbeitet von Columbus83

Am 13.9.2018 um 12:35 schrieb Andreas900:

Mir geht der Thread insofern etwas in die falsche Richtung als dass Lebensberatung nicht das Hauptthema sein sollte.

Legitim wenn ihr mir nahe legt an mir selber zu arbeiten oder vielleicht lieber eine Familie zu gründen.

 

Wie ich zuvor schilderte, möchte ich meine freie Zeit aber durchaus auch in vernünftige Dinge wie Gesundheit investieren. Und ich behaupte, dass ich dies auch werde. Bereits heute jogge ich mehrmals die Woche vor der Arbeit oder fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit. Das ist keine Idealvorstellung mit der ich irgendwann vielleicht mal anfange. Gleichwohl bin ich dankbar für eure Hinweise. ich nehme den Gedanken mit, dass ich mir Ziele setzen sollte und mir überlege was ich mit der Zeit tue.

 

Mir geht es aber mehr um die finanzielle Seite und dazu kamen bisher Aussagen von 800 € bis 2000+ €, die man benötigt. Ich habe jetzt mal eine Excel Liste aus meinem Girokonto über ein Jahr gezogen und die Summe nochmal aufgestockt um Beschaffungen, die nur alle paar Jahre anstehen (z.B. Auto). Ich brauche danach im Monat bislang gut 1.900 €, wohlbemerkt mit ALLEM inklusive privatem Versicherungsanteil und Rücklagen für Anschaffungen OHNE besonders auf Sparsamkeit zu achten.

 

Diese Summe ist als Grundlage besser geeignet als meine Schätzungen, die wie ihr richtig bemerkt habt, teilweise daneben lagen. Ich möchte nun erst mal bewusster und sparsamer konsumieren, vielleicht zieh ich nach einem ersten Monat mal einen Schnitt. Hab zuletzt schon für 39 € statt wie üblich für 60 € meinen Wocheneinkauf gemacht.

 

Für mich sind Fragen interessant wie:

- wie entwickelt sich die Inflation, insbesondere im Verhältnis zu meinem Einkommen?

 

Sie steigt an.

 

Zitat

- wie entwickeln sich meine privaten Krankenkassenbeiträge? (heute knapp 300 €)

 

Sie steigen ebenfalls an, bzw. es wenn es zu happig wird, wird es der Standardtarif (momentane Gesetzeslage).

 

Zitat

- welche Rendite kann ich nach Steuern mit meinem Depot erwarten? (65% Aktien, Rest Anleihen, Gold, Liquide)

Sagen wir im besten Fall 5-6% Prozent pro Jahr (Krisen miteingerechnet) für Aktien. Deswegen ist der Hebel nicht die Verzinsung, sondern die Erhöhung des zu verzinsenden Einkommens.

 

Zitat

 

Antworten die mir keine 100% sicher geben kann. Dementsprechend defensiv sollte ich planen und davon ausgehen, dass selbst wenn ich heute mit (wie in meinem Eröffnungsbeitrag kalkuliert) 1.460 € auskäme, irgendwann doch 2.000 € brauchen könnte, inflationsbedingt in 20 Jahren sogar deutlich mehr.

Vor allem sollte auch ein Absenken der Kostenseite im Alter überprüft werden, Stichwort abgezahlte Immobilie im Alter.

 

Abschließend gehe ich eher den umgekehrten Weg:

 

In jungen Jahren ranklotzen (ich bin noch gesund) und wenn ich älter bin und nicht mehr so leistungsfähig bzw. gesund, vom Geld leben, welches ich mir erarbeitet habe. Vor allem hast du bei deiner Strategie im Alter kaum Spielraum, denn du bist nicht mehr so leistungsfähig wie mit 30 Jahren. Ergo kannst du nicht, wie in jungen Jahren, Geld hinzuverdienen. Schon gar nicht, wenn dann die Alterswehwehchen mit reinspielen.

 

Also überlegt dir gut, was du machst. Aus heutiger Perspektive hört sich das alles nett an, aber später wenn du alt bist, kannst du das Ding nicht mehr drehen. Dann ist es zu spät.

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Geschrieben

Am 14.9.2018 um 21:51 schrieb bounce:

Du könntest finanziell gesehen wahrscheinlich ja schon jetzt in Teilzeit gehen. Warum tust du es nicht einfach, wenn du das unbedingt willst? Warum noch 10 Jahre warten?

 

 

vor 17 Stunden schrieb Columbus83:

In jungen Jahren ranklotzen (ich bin noch gesund) und wenn ich älter bin und nicht mehr so leistungsfähig bzw. gesund, vom Geld leben, welches ich mir erarbeitet habe. Vor allem hast du bei deiner Strategie im Alter kaum Spielraum, denn du bist nicht mehr so leistungsfähig wie mit 30 Jahren. Ergo kannst du nicht, wie in jungen Jahren, Geld hinzuverdienen. Schon gar nicht, wenn dann die Alterswehwehchen mit reinspielen.

Hallo bounce, hallo Columbus,

ich habe eure beiden Beiträge zitiert um deutlich zu machen, was die Zwickmühle meiner Überlegung ist: 

 

Natürlich könnte ich solange ich jung bin wie die meisten Menschen möglichst lange und viel arbeiten und viel ansparen - mit dem Ziel früh und wohlhabend in Rente/Pension zu gehen. Risiko: Ich werde mit 60 oder noch früher vom LKW überfahren und habe nichts davon. Weiterer Nachteil: Ich will gar nicht früh aus dem Erwerbsleben ausscheiden, weil Arbeit für mich auch sozialer Kontakt bedeutet und mir Struktur im Leben gibt. Da ich verbeamtet bin ist mir die Arbeit zudem sicher und gesundheitlich werde ich meine Arbeit vermutlich auch mit 70 noch machen können. Möglichst lange 110% arbeiten und dann finanziell unabhängig zu sein, ist nicht mein Ziel.

 

Alternativ könnte ich sofort in Teilzeit gehen, finanziell wären 30 Wochenstunden für mich machbar. Das wäre das Gegenteil der zuvorgenannten Möglichkeit. Nachteil: Da sich mein Arbeitseinkommen damit nach hinten verschiebt, wird mein Vermögensaufbau schlechter vorankommen. Ich würde mir vermutlich letzte Aufstiegschancen verbauen und müsste eine neue vielleicht schlechtere Stelle (in Teilzeit) haben. Ich weiß nicht was die Zukunft bringt. Stand heute ist meine Arbeit ok, ich bin relativ gesund und ich fühle mich nicht gezwungen Teilzeit zu arbeiten. Die Option später aber dafür stärker meine Arbeitszeit zu reduzieren hat sicher ihre Vorteile. Ich fühle mich (noch) mit 36 zu jung um Teilzeit zu arbeiten.

 

Insofern habt ihr beide Recht. Beide Möglichkeiten sind denkbar und natürlich kann nur ich entscheiden. Stand heute stelle ich mir eine Mischung der beiden o.g. Varianten vor. Sprich: Nicht sofort die Arbeitszeit reduzieren, aber auch nicht bis 60+ Vollzeit durcharbeiten. Nennen wir es Diversifikation von Geld und Arbeitszeit um in jedem Fall von beidem etwas zu haben, egal ob ich mit 60 tot umfalle oder 100 werde B-)

 

@all:

mir haben eure Beiträge sehr geholfen

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Geschrieben

vor 4 Stunden schrieb Andreas900:

Ich will gar nicht früh aus dem Erwerbsleben ausscheiden...

 

Dann brauchst Du Dir keine Sorge darum zu machen, dass...

 

vor 4 Stunden schrieb Andreas900:

...wird mein Vermögensaufbau schlechter vorankommen.

 

Du kannst dann doch ganz entspannt, mit niedriger Sparrate bis 60+ weiterarbeiten!?

Du kannst auch eine Mischform aus beiden Möglichkeiten nehmen - nur noch 35 Wochenstunden und nur etwas langsamerer Vermögensaufbau!?

 

Nur, ich würde raten, dass Du eine aktive Entscheidung triffst, damit Du nicht in 10 Jahren da stehst und "ach hätte ich nur" ;-)

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Geschrieben

vor 10 Stunden schrieb Andreas900:

Natürlich könnte ich solange ich jung bin wie die meisten Menschen möglichst lange und viel arbeiten und viel ansparen 

Ok, das scheinst du nicht zu wollen. Soviel ist klar. 

 

vor 10 Stunden schrieb Andreas900:

 

Alternativ könnte ich sofort in Teilzeit gehen, finanziell wären 30 Wochenstunden für mich machbar

Hier scheint deine Zwickmühle zu sein, dass du eigentlich nicht weißt, was genau du willst und weswegen. 

 

Zum einen willst du ins hohe Lebensalter arbeiten bzw. kannst es dir vorstellen. Zum anderen möchtest du aktuell scheinbar weniger arbeiten als Vollzeit, hast aber Angst davor, die irgendwelche Chancen zu verbauen (Aufstieg ist in der Regel mit mehr Verantwortung und mehr Überstunden verbunden...die Option willst du dir offen lassen, obwohl du gerade das scheinbar nicht möchtest). Du möchtest ein Vermögen anhäufen, dich aber eigentlich nicht mehr als heutzutage anstrengen bzw sparen. Das sind Zielkonflikte. Trifft es das? Was du suchst sind meiner Meinung nach keine Tipps für dich persönlich, sondern eher Lebenswege von anderen Leute? Richtig? 

 

Meiner ist wie geschrieben: Halbwegs sparsam leben, normal bzw. mit Elan arbeiten, Geld anlegen und irgendwann so viel zu haben, dass ich nicht mehr arbeiten muss für meinen Lebensunterhalt. 

 

Wofür brauchst du ein Vermögen, wenn du als Beamter ein sicheres Angestelltenverhältnis hast und dir vorstellen kannst bis ins hohe Alter arbeiten zu gehen?

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Geschrieben

Am 10.9.2018 um 18:56 schrieb Andreas900:

Wenn ich am Kapitalmarkt nach Steuern 4% mache und Inflation und Einkommen ca. 2% im Durchschnitt steigen, dürfte meine Planung funktionieren.

Was ich mir vielleicht noch wünschen würde ist eure Meinung dazu, ob das realistisch ist. Kann mein Depot (65% Aktien, 15% Anleihen, 8% Gold, 8% Immobilien, 4% Liquide) zzgl. einer Sicherheitsreserve von rund 10.000 € eine Rendite von 4% nach Steuern machen? Klar niemand ist Hellseher.

Kann: ja. Wird: unsicher. Es gab z.B. beim Dax die Phase von Anfang 1961 bis Ende 1982 mit einer durchschnittlichen Rendite von rund 1% *vor* Kosten, Steuern und Inflation. Und die Inflation lag in diesem Zeitraum fast beim Doppelten Deiner Annahme.

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Geschrieben

Es wurde schon viel geschrieben, aber noch nicht von jeden. 

 

Wie du dein Leben organisierst ist deine Sache. Für manche ist die eigene Familie wichtig (Frau, Kinder, Enkel... ). Für andere ist der Job ihr ein und alles.

Manche stecken ihre Zeit in Hobbys oder Reisen. 

Auf den ersten Blick hat es sich scheinbar nicht nur für mich so angehört, das du möglichst wenig arbeiten und möglichst viel spielen, fernsehen... möchtest. 

Wenn du sagst das ist nicht der Fall, dann ist es so. 

 

Ich habe eben einen Bekannten der seine Arbeitszeit auf 30 Stunden runtergeschraubt hat und mich sehr an dich erinnert. 

Begründung ist mehr Zeit zum lesen und es sind nur 180€ netto weniger. 

Ich finde es nicht mehr ein schönes Leben, wenn das Geld gerade so zum überleben reicht. Ein Kfz Unfall und schon muss man ein Konsumentenkredit aufnehmen weil man ein Auto für die Arbeit braucht. 

Das ist konträr zum Vermögensaufbau. 

 

Des weiteren finde ich es (aber auch erst seit wenigen Jahren) wichtig, das man sich lohnenswerte (Lebens) Ziele setzt. 

 

Ich bin übrigens völlig konträrer Meinung zu th23. 

Du verbaust dir durch sowas deine Karriere und vielleicht bekommst du dadurch ein Aufgabengebiet, welches du überhaupt nicht haben möchtest. 

Du hattest geschrieben, das dir die Arbeit spaß macht. Macht sie dir noch Spaß wenn du nur die "Hilfstätigkeiten" für andere machen darfst? 

 

Um auch mal wieder was zu Finanzen zu sagen:

Ich rechne mit einer Inflation von 2 %. Das finde ich nicht zu hoch, eher im Moment niedrig.

Immobilienpreise steigen schon eine Weile. Handwerkerpreise nun auch. Warum soll dann der Fleischer/Bäcker nicht auch mehr verdienen? 

Meiner Meinung werden die Lebensmittelpreise auch nachziehen und die Inflation in der nächsten Zeit kräftig ankurbeln. 

Da Gewinne nicht Inflationsbereinigt versteuert werden, warne ich mal vorsichtig vor dem Gedanken zu früh von dem Ersparten/Dividenden leben zu wollen. 

 

Aber ja ich träume auch von der 2 Tage Woche. :)

 

 

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Geschrieben

Viel Freizeit kann auch schnell langweilig werden, gerade dann, wenn Freunde und Bekannte normal weiterarbeiten.

 

Was will man den ganzen Tag machen und vorallem mit wem? Willl man wirklich mit der Klientel, die dauernd Freizeit hat, den Tag verbringen?

 

Der Mensch braucht eine Beschäftigung, wenn, dann würde ich die Arbeitszeit nur reduzieren,wenn ich mit der freien Zeit etwas produktives machen würde, sei es einem zeitintensiven Hobby zu fröhnen oder mehr Zeit für die Familie haben oder eine nebenberufliche Tätigkeit auszuführen, die mir Spaß macht.

 

Davon abgesehen macht es auch keinen Spaß, wenn dann die normalen Freunde mehr Geld haben und dann sich andere Dinge leisten oder teurere Urlaube machen können, bist du auch schnell abgehängt ("Öh, den frag ich nicht mehr, der hat sowieso nie Geld, da mitzumachen"). Das sind meine Erfahrungen, mit viel Freizeit haben. Es hört sich alles spaßig an, doch das muss alles gut geplant werden, genauso wie die Rente.

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