Strukturierung der Altersvorsorge für bald Ehepaar

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72 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Liebe Community,

 

seit einiger Zeit lese ich hier im Forum nachdem ich ein erstes Beratungsgespräch mit einem Makler zum Thema Altersvorsorge geführt habe. Gerne möchte ich euren Rat zu meiner individuellen Situation einholen.

 

Basisangaben:

1. Frau 29 / Mann 29, ab 2019 verheiratet (vrsl. keine Gütertrennung); 2-3 Kinder geplant mit Start in ca. 3 Jahren, Renteneintritt geplant mit 67 aber gerne 5 Jahre früher

2. Frau angestellt ca. 75k / Mann angestellt ca. 100k; Frau möchte derzeit bei Kindern eine Auszeit nehmen (Dauer nicht bekannt, aber aktuell mal mit 1-2 Jahren pro Kind rechnen); Monatlich übrig bleiben aktuell ca. 3000 Euro (nach Urlaub, regelmäßigen Anschaffungen, etc. ohne Sparpläne / Altersvorsorge)

3. Monatlich reserviertes Kapital für Altersvorsorge ist noch nicht definiert, würde aber mal mit ca. 800 Euro Nettobelastung für beide zusammen starten wollen

4. Frau ist eher risikoavers (2 auf einer Skala von 0-10) / Mann versucht abschätzbare Risiken einzugehen (7 auf einer Skala 0-10)

5. BU Frau mit 2000 Euro / BU Mann mit 3000 Euro; Haftpflicht vorhanden; Unfallversicherung vorhanden; Frau noch GKV, überlegt gerade in die PKV zu wechseln / Mann PKV

 

Bisherige Ansprüche:

1. Frau schlecht abschätzbar mit unbekannten Kinderauszeiten / Teilzeit, aber vielleicht 1500 Euro? / Mann eher in Richtung Höchstsatz, vielleicht 2500 Euro?

2. Keine Riester / Rürup oÄ bislang

3. Frau hat keine bAV öÄ / Mann hat 4 Jahre ca. 250 Euro/Monat aus dem Brutto in den BVV eingezahlt / Mann kann mit einer ca. 11% Förderung durch den AG eine Direktversicherung oder Direktzusage bis zur 4%-Grenze abschließen

4. Nicht wirklich planbar und Anspruch, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Frau Immobilien erbt, die aktuell ca. 2000-2500 Euro Miete / Monat einbringen würden, ist gegeben und kann eventuell heute als sehr unsichere Altersvorsorge mit einbezogen werden

 

Vermögenssituation:

Frau 45k:

1. Bausparvertrag über 15k, der mit 4% verzinst wird und möglichst nicht gekündigt wird

2. Cash / TG: 30k

Mann ca. 225k:

1. Cash / TG: 110k (könnte abzüglich Reserve aufgelöst werden)

2. Flex / Fixgeld über Zinsportale mit <12 Monaten Laufzeit: 30k (könnte aufgelöst werden)

3. Robo-Adivsors mal zum ausprobieren: Scalable 10k Einzelinvest + Ginmon 8k über 250 Euro monatlichen Sparplan (könnte aufgelöst werden)

4. Depot mit größtenteils deutschen Einzelwerten, die günstig gekauft wurden und/oder auf Dividendenrendite ausgerichtet sind: 50k (gerne behalten, da es bislang Spaß bereitet und gute Investments waren)

5. Immobilien-Crowd-Investment: 15k (gerne behalten, da es bislang Spaß bereitet und gute Investments waren)

 

Wünsche / Träume:

1. Immobilie / Hauskauf in eventuell ca. 5 Jahren. Etwas familienfreundliches kostet einen hier locker mal: 800k-1m

2. Eventuell mal ein neues, gebrauchtes Auto in 1-2 Jahren: 30k

 

Übergeordnetes Ziel dieser Anfrage: Welche Altersvorsorgestruktur ergibt bei der beschrieben Situation für uns Sinn?

Überlegung für die 2. Säule:

a) Für Frau einen Riester-Vertrag, der jetzt nicht schlecht ist und zu Kinder(-Erziehungszeiten) mit den Zuschlägen eventuell Spaß macht; bAV erst mal zurück stellen da sehr unsicher ist, ob es mittelfristig bei dem AG bleibt

b) Für Mann die Angebote der bAV Direktversicherung und / oder Direkzusage prüfen, da hier aktuell von einer mittelfristiger AG-Bindung ausgegangen werden kann; Riester ist aktuell eher wieder vom Tisch da hier immer wieder in ähnlichen Konstellationen davon abgeraten wird. Um ehrlich zu sein habe ich trotz des Riester-Guides und vielen Beiträgen noch immer nicht 100% verstanden weshalb, außer, dass es unflexibel ist - aber das ist die bAV auch (die in unserem Fall vom AG gefördert wird) 

Überlegung für die 3. Säule:

c) Fondsbasierte private Rentenversicherung für Mann und Frau

d) Privater ETF-Sparplan

 

1. untergeordnetes Ziel dieser Anfrage: Welche Produkte sind empfehlenswert?

Überlegungen:

zu a) DWS Riester TopRente Dynamik über Online-Vermittler fand ich zuerst richtig interessant, aber leider hier im Forum auch eher weniger beliebt. Außer, dass die Umschichtungen in der Vergangenheit Rendite gekostet haben, ist mir noch nicht ganz klar weshalb. Fair habe ich mir auch angeschaut, aber die dahinterliegende Versicherung würde ich aufgrund der Größe und Eigentumsstrukturen eher meiden wollen -- würde ca. 100 Euro Netto / Monat kosten

zu b) Noch habe ich nicht viel Infos dazu. Nur bzgl. der Direktzusage weiß ich, dass der Rechnungszins in 2018 2% betrug - was das konkret heißt, versuche ich noch herauszufinden -- könnte aktuell bis zu 100 Euro Netto / Monat ausmachen (ich kläre noch ob tatsächlich nur bis 4% der BBG vom AG bezuschusst wird, wie es das Prospekt beschreibt - ansonsten halt ca. bis zu 200 Euro Netto / Monat)

zu c) Macht es Sinn und kann man einen Vertrag für beide abschließen oder sollten es zwei getrennte sein? Grundsätzlich dachte ich an einen Nettotarif. Ein Bekannter hat die Vienna Life mit Dimensional ETF empfohlen. Hier gerne mal einwerfen, was von der Vienna Life in unserem Fall zu halten ist und was ich mir noch so anschauen sollte - würde ich aktuell mit ca. 400 Euro Netto / Monat ansetzen

zu d) Muss ich hier im Forum mal weiter recherchieren, welche Struktur Sinn macht, aber wahrscheinlich diversifiziert über Größe, Anlageklassen und Region - gerne auch hierzu Links posten, die für mich Sinn machen könnten - würde ich aktuell mit ca. 200 Euro Netto / Monat ansetzen

 

Insgesamt bleiben dann noch ca. 2200 Euro / Monat übrig um meine Einzelinvestments / Crowd-Funding / Immobilienansparpläne zu verfolgen.

 

2. untergeordnetes Ziel dieser Anfrage: Ist ein Bausparvertrag für mich sinnvoll?

Um eine kleine Zinswette einzugehen / sich abzusichern, könnte Mann über AG kostenlos (keine Abschluss- oder Verwaltungsgebühren) einen Bausparvertrag mit max. in 15 Jahren Zuteilung abschließen. Eine erste Rechnung für ein 1%-Darlehen hat ergeben, dass 15 Jahre lang 259 Euro monatliche Sparrate dann 100k Auszahlung bedeutet, wovon wir über fast 8 Jahre ein Darlehen i.H.v. 53k mit einer monatlichen Rate i.H.v. 600 Euro abzahlen müssen. Das ist beliebig skalierbar auf größere Bausparsummen, nur leider muss dann die gesparten Abschlussgebühren versteuert oder halt über mehrere Jahre und mehrere Verträge abgeschlossen werden. Mein Gedanke ist, dass wir im schlimmsten Falle keine Immobilie kaufen oder renovieren und das Guthaben mit 0,1% Haben-Zinsen auszahlen lassen. Da keine Abschlussgebühren fällig werden, ist es gedanklich für mich wie das Geld auf dem Tagesgeldkonto herumfliegen zu lassen.

 

3. untergeordnetes Ziel dieser Anfrage: Weitere Ideen für das restliche Kapital?

Ich möchte es nicht ausufern lassen, aber gerne auch Ideen einwerfen, was wir mit dem restlichen Kapital sinnvollerweise machen könnten? Sinnvoll bedeutet für uns eine relativ risikoaverser Vermögensaufbau für eine Immobilie in ca. 5 Jahren. An die aktuelle Anlagestruktur sind wir, wie oben beschrieben, nur in Einzelfällen gebunden.

 

 

Viel geschrieben, ich hoffe dennoch verständlich und auf das Wesentliche reduziert. Ich hoffe auf Verständnis falls nicht und gelobe Besserungsabsicht.

 

Vielen Dank im Voraus!

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Geschrieben · bearbeitet von Studi24

vor 43 Minuten schrieb logibesen:

1. Frau 29 / Mann 29, ab 2019 verheiratet (vrsl. keine Gütertrennung); 2-3 Kinder geplant mit Start in ca. 3 Jahren, Renteneintritt geplant mit 67 aber gerne 5 Jahre früher

2. Frau angestellt ca. 75k / Mann angestellt ca. 100k; Frau möchte derzeit bei Kindern eine Auszeit nehmen (Dauer nicht bekannt, aber aktuell mal mit 1-2 Jahren pro Kind rechnen); Monatlich übrig bleiben aktuell ca. 3000 Euro (nach Urlaub, regelmäßigen Anschaffungen, etc. ohne Sparpläne / Altersvorsorge)

Erstmal Glückwunsch zu eurer komfortablen Einkommenssituation!

 

vor 43 Minuten schrieb logibesen:

BU Frau mit 2000 Euro / BU Mann mit 3000 Euro

Die BU-Renten sind angesichts der derzeitigen Einkommen doch schon deutlich zu klein dimensioniert. War das eine bewusste Entscheidung?

 

vor 43 Minuten schrieb logibesen:

Mann kann mit einer ca. 11% Förderung durch den AG eine Direktversicherung oder Direktzusage bis zur 4%-Grenze abschließen

Ganz klar Riester > bAV. 11,00 % Förderung liegt noch unter der Pflichtförderung ab 2019.

 

vor 43 Minuten schrieb logibesen:

zu a) DWS Riester TopRente Dynamik über Online-Vermittler fand ich zuerst richtig interessant, aber leider hier im Forum auch eher weniger beliebt. Außer, dass die Umschichtungen in der Vergangenheit Rendite gekostet haben, ist mir noch nicht ganz klar weshalb. Fair habe ich mir auch angeschaut, aber die dahinterliegende Versicherung würde ich aufgrund der Größe und Eigentumsstrukturen eher meiden wollen -- würde ca. 100 Euro Netto / Monat kosten

Einen Riester-Vertrag sollte man nicht allein anhand der Kostenstruktur auswählen, da zu Riester nun mal auch eine Verrentung dazugehört.

Da bieten sich stabile Versicherer als Vertragspartner definitiv eher an (und sind mit der richtigen Einstellung sogar günstiger als genannte Riester-Fondssparpläne).

Die unterschiedlichen Modelle der fondsgebundenen Riester-Rentenversicherungen müssen aber auch erstmal verstanden werden (2-Topf, 3-Topf, ICPPI) und die Verrentungskonditionen

(der verschiedenen Anbieter) liegen auch meilenweit auseinander.

 

vor 43 Minuten schrieb logibesen:

zu c) Macht es Sinn und kann man einen Vertrag für beide abschließen oder sollten es zwei getrennte sein? Grundsätzlich dachte ich an einen Nettotarif. Ein Bekannter hat die Vienna Life mit Dimensional ETF empfohlen. Hier gerne mal einwerfen, was von der Vienna Life in unserem Fall zu halten ist und was ich mir noch so anschauen sollte - würde ich aktuell mit ca. 400 Euro Netto / Monat ansetzen

Die Dimensional Fonds sind keine ETF, sondern eher aktive Fonds (mit sehr günstiger Konstenstruktur im Verhältnis zu anderen aktiven Fonds). Warum man einen Versicherer mit Sitz in

Liechtenstein bevorzugen sollte, erschließt sich mir überhaupt nicht. Es gibt genug gute Alternativen in Deutschland (bspw. Condor, LV1871, Volkswohl Bund, Alte Leipziger, etc.).

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Geschrieben

vor 22 Stunden schrieb Studi24:

Erstmal Glückwunsch zu eurer komfortablen Einkommenssituation!

Danke sehr.

 

vor 22 Stunden schrieb Studi24:

Die BU-Renten sind angesichts der derzeitigen Einkommen doch schon deutlich zu klein dimensioniert. War das eine bewusste Entscheidung?

Ja, an der Höhe könnte man nochmal schrauben. Die Einkommenshöhen haben sich aber erst zuletzt ergeben. Ich ärgere mich ein Wenig, dass wir "normale" Tarife bei der AL haben. Uns war das ganze Thema rund um Nettotarife nicht bekannt. Kann man das eventuell umstellen von Provisionstarifen auf Honorartarifen? (Die BUs laufen bereits >4 Jahre)

 

vor 22 Stunden schrieb Studi24:

Ganz klar Riester > bAV. 11,00 % Förderung liegt noch unter der Pflichtförderung ab 2019.

Weshalb so klar? Mann wird beim Riester voraussichtlich nur Steuervorteile nutzen (keine Zulagen). Diesen Vorteil bietet die bAV auch. Dafür ist bAV ggf. beim AG-Wechsel etwas unflexibler, aber das stört aktuell nicht. Gedanklich macht der 11% Bonus mehr Sinn. Eventuell wird der ja ab 2019 auch auf 15% erhöht.

 

vor 22 Stunden schrieb Studi24:

Einen Riester-Vertrag sollte man nicht allein anhand der Kostenstruktur auswählen, da zu Riester nun mal auch eine Verrentung dazugehört.

Da bieten sich stabile Versicherer als Vertragspartner definitiv eher an (und sind mit der richtigen Einstellung sogar günstiger als genannte Riester-Fondssparpläne).

Die unterschiedlichen Modelle der fondsgebundenen Riester-Rentenversicherungen müssen aber auch erstmal verstanden werden (2-Topf, 3-Topf, ICPPI) und die Verrentungskonditionen

(der verschiedenen Anbieter) liegen auch meilenweit auseinander.

Das verstehen wir gut, aber dennoch sind die Kostenstrukturen ein wichtiger Aspekt unserer Meinung nach. Wie sollen wir Deiner Meinung nach einen geeigneten Tarif finden? Oder hast Du konkrete Vorschläge? Die Modelle ICPPI, 2-Topf, 3-Topf sind bekannt und verstanden. Verrentungskonditionen verstehen wir auch im Groben, gibt allerdings sicherlich noch Nachbesserungspotential.

 

vor 22 Stunden schrieb Studi24:

Die Dimensional Fonds sind keine ETF, sondern eher aktive Fonds (mit sehr günstiger Konstenstruktur im Verhältnis zu anderen aktiven Fonds). Warum man einen Versicherer mit Sitz in

Liechtenstein bevorzugen sollte, erschließt sich mir überhaupt nicht. Es gibt genug gute Alternativen in Deutschland (bspw. Condor, LV1871, Volkswohl Bund, Alte Leipziger, etc.).

Ich denke eine sehr große Versicherung im Ausland zu wählen muss sich einem nicht unbedingt erschließen, da es einfach ein weiterer Anbieter ist und man keine Nachteile in Kauf nehmen muss. Die gleiche Frage wie oben: Wie sollen wir Deiner Meinung nach einen geeigneten Tarif finden? Stellen Die genannten Alternativgesellschaften ein konkreter Vorschlag dar? Wenn ja, welche Produkte und welche Priorisierung genau?

 

Vielen Dank für Deine Hilfe und viele Grüße!

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Geschrieben · bearbeitet von Studi24

vor 4 Stunden schrieb logibesen:

Ja, an der Höhe könnte man nochmal schrauben. Die Einkommenshöhen haben sich aber erst zuletzt ergeben. Ich ärgere mich ein Wenig, dass wir "normale" Tarife bei der AL haben. Uns war das ganze Thema rund um Nettotarife nicht bekannt. Kann man das eventuell umstellen von Provisionstarifen auf Honorartarifen? (Die BUs laufen bereits >4 Jahre)

Da brauchst du dich nicht ärgern. Nettotarife sind, aus meiner Sicht, nur im Bereich von Altersvorsorgeverträgen sinnvoll (dann vor allem bei höheren Einmalbeiträgen

oder höheren monatlichen Beiträgen). Die Ersparnis im BU-Bereich (auf den Beitrag bezogen) ist sehr überschaubar und eine BU-Beratung und BU-Betreuung ist definitiv

aufwändig und zeitintensiv. Da wird eine Honorarberatung (mit laufender Betreuung und üblichen Stundensätzen von ca. 150,00 €) schnell teurer als die gezahlte Courtage.

Kein fachkundiger Versicherungsmakler wird sich da (zurecht) komplett unter Wert verkaufen. 

 

vor 4 Stunden schrieb logibesen:

Das verstehen wir gut, aber dennoch sind die Kostenstrukturen ein wichtiger Aspekt unserer Meinung nach. Wie sollen wir Deiner Meinung nach einen geeigneten Tarif finden? Oder hast Du konkrete Vorschläge? Die Modelle ICPPI, 2-Topf, 3-Topf sind bekannt und verstanden. Verrentungskonditionen verstehen wir auch im Groben, gibt allerdings sicherlich noch Nachbesserungspotential.

Die Kostenstrukturen sind natürlich ein wichtiger Faktor, aber Riester besteht eben nicht nur aus Kosten in der Ansparphase (und die werden meistens nur betrachtet).

Auch Rentenfaktoren bspw. gehören zur Kostenstruktur. Da lassen einen die DWS, Union Investment und Deka Investment noch komplett im Dunkeln tappen. Zu Fairr hast

du ja selbst schon genug gesagt. Wo liegen denn eure Prioritäten bezüglich Riester?

- möglichst hohe Fondsquote, ja oder nein?

- möglichst hoher garantierter Rentenfaktor auf das Gesamtguthaben (nicht nur auf das Garantieguthaben), ja oder nein?

- ...

Ich nenne mal ein Beispiel...

Man sucht eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung, bei der folgende Kriterien erfüllt sind (100,00 € Beitrag, 37 Jahre alt, Dauer 30 Jahre):

Garantierter Rentenfaktor auf das Gesamtguthaben > 25,00 € pro 10.000,00 € Vertragskapital und Rentenfaktor bleibt bei Beitragserhöhung, Zuzahlungen,

Vorziehen des Rentenbeginns und Hinausschieben des Rentenbeginns erhalten.

Dann bleiben bspw. nur noch folgende Tarife übrig: Continentale RiesterRente Garant (Brutto oder Netto), Condor Congenial riester garant (Brutto oder Netto), myLife Riester (Netto),

WWK Premium FörderRente protect (Brutto), HanseMerkur RiesterCare Invest (Brutto)

Bei einem garantierten Rentenfaktor auf das Gesamtguthaben von > 30,00 € pro 10.000,00 € Vertragskapital sogar nur noch die Continentale, myLife und die WWK.

 

vor 4 Stunden schrieb logibesen:

Weshalb so klar? Mann wird beim Riester voraussichtlich nur Steuervorteile nutzen (keine Zulagen). Diesen Vorteil bietet die bAV auch. Dafür ist bAV ggf. beim AG-Wechsel etwas unflexibler, aber das stört aktuell nicht. Gedanklich macht der 11% Bonus mehr Sinn. Eventuell wird der ja ab 2019 auch auf 15% erhöht.

Habe ich bezüglich der fehlenden Zulagen etwas überlesen? Ihr solltet euch beide im Rahmen einer Förderquote von 45 % - 47 % bewegen (bei 160,42 € mon.), 

da ändert auch die Heirat nichts dran, solange deine zukünftige Frau vorerst weiter arbeitet.

https://www.swisslife-select.de/service/hilfe-und-informationen/onlinerechner/riester-rechner.html 

Bitte einmal verwenden, um die Förderquote zu berechnen.

Hast du bei der bAV eine freie Anbieterwahl?

 

vor 4 Stunden schrieb logibesen:

Ich denke eine sehr große Versicherung im Ausland zu wählen muss sich einem nicht unbedingt erschließen, da es einfach ein weiterer Anbieter ist und man keine Nachteile in Kauf nehmen muss. Die gleiche Frage wie oben: Wie sollen wir Deiner Meinung nach einen geeigneten Tarif finden? Stellen Die genannten Alternativgesellschaften ein konkreter Vorschlag dar? Wenn ja, welche Produkte und welche Priorisierung genau?

Nein, ein konkreter Vorschlag lässt sich daraus nicht ableiten. Dafür stehen da zu viele Fragezeichen bezüglich der persönlichen Präferenzen und das sprengt in gewisser Weise auch den

Rahmen eines Forums. Dafür sollte man schon ein paar Stunden Beratung einplanen, um den passenden Anbieter zu finden. Das lohnt sich langfristig auf jeden Fall. Man muss nur einen

Finanz- und Versicherungsmakler finden, der in dem Thema firm ist.

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Geschrieben

vor 23 Minuten schrieb Studi24:

Da brauchst du dich nicht ärgern. Nettotarife sind, aus meiner Sicht, nur im Bereich von Altersvorsorgeverträgen sinnvoll (dann vor allem bei höheren Einmalbeiträgen

oder höheren monatlichen Beiträgen). Die Ersparnis im BU-Bereich (auf den Beitrag bezogen) ist sehr überschaubar und eine BU-Beratung und BU-Betreuung ist definitiv

aufwändig und zeitintensiv. Da wird eine Honorarberatung (mit laufender Betreuung und üblichen Stundensätzen von ca. 150,00 €) schnell teurer als die gezahlte Courtage.

Kein fachkundiger Versicherungsmakler wird sich da (zurecht) komplett unter Wert verkaufen. 

Faire Punkte. Dann ärgern wir uns mal nicht :)

 

vor 23 Minuten schrieb Studi24:

Die Kostenstrukturen sind natürlich ein wichtiger Faktor, aber Riester besteht eben nicht nur aus Kosten in der Ansparphase (und die werden meistens nur betrachtet).

Auch Rentenfaktoren bspw. gehören zur Kostenstruktur. Da lassen einen die DWS, Union Investment und Deka Investment noch komplett im Dunkeln tappen. Zu Fairr hast

du ja selbst schon genug gesagt. Wo liegen denn eure Prioritäten bezüglich Riester?

- möglichst hohe Fondsquote, ja oder nein?

- möglichst hoher garantierter Rentenfaktor auf das Gesamtguthaben (nicht nur auf das Garantieguthaben), ja oder nein?

- ...

Ich nenne mal ein Beispiel...

Man sucht eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung, bei der folgende Kriterien erfüllt sind (100,00 € Beitrag, 37 Jahre alt, Dauer 30 Jahre):

Garantierter Rentenfaktor auf das Gesamtguthaben > 25,00 € pro 10.000,00 € Vertragskapital und Rentenfaktor bleibt bei Beitragserhöhung, Zuzahlungen,

Vorziehen des Rentenbeginns und Hinausschieben des Rentenbeginns erhalten.

Dann blieben bspw. nur noch folgende Tarife übrig: Continentale RiesterRente Garant (Brutto oder Netto), Condor Congenial riester garant (Brutto oder Netto), myLife Riester (Netto),

WWK Premium FörderRente protect (Brutto), HanseMerkur RiesterCare Invest (Brutto)

Bei einem garantierten Rentenfaktor auf das Gesamtguthaben von > 30,00 € pro 10.000,00 € Vertragskapital sogar nur noch die Continentale, myLife und die WWK.

Ich denke uns ist aufgrund der langen Laufzeit eine hohe Fondsquote wichtig. Natürlich ist auch ein hoher garantierter Rentenfaktor auf das Gesamtguthaben super. Wenn ich das richtig verstanden habe, haben sich die Rentenfaktoren allerdings mit der Niedrigzinsphase deutlich verschlechtert. Ist unter Annahme einer sich bessernden Zinslandschaft dann nicht auch wieder mit besseren Rentenfaktoren zu rechnen? Sollte man sich darauf also überhaupt in unserem Fall zum jetzigen Zeitpunkt fokussieren?

 

vor 26 Minuten schrieb Studi24:

Habe ich bezüglich der fehlenden Zulagen etwas überlesen?

Ich habe mich eventuell missverständlich ausgedrückt: In der aktuellen Situation (beide 100% Arbeitnehmer) gibt es keine Zulagen, sondern eigentlich ja nur Steuervorteile (die 175 Kröten werden ja mit der Steuererstattung verrechnet). Insofern besteht zum aktuellen Zeitpunkt kein Unterschied zur bAV. Jedoch ist es wahrscheinlich, dass Frau irgendwann in Elternzeit geht / Erziehungszeiten haben wird und dann kommen die Zulagen bei diesem Vertrag ins Spiel - aber weiterhin nicht für den Vertrag von Mann.

 

vor 29 Minuten schrieb Studi24:

Ihr solltet euch beide im Rahmen einer Förderquote von 45 % - 47 % bewegen (bei 160,42 € mon.), 

da ändert auch die Heirat nichts dran, solange deine zukünftige Frau vorerst weiter arbeitet.

https://www.swisslife-select.de/service/hilfe-und-informationen/onlinerechner/riester-rechner.html 

Bitte einmal verwenden, um die Förderquote zu berechnen.

Danke, für uns beide kommt aktuell eine Förderquote von 78% raus. Habe ich etwas falsch eingestellt oder warum bist Du von ca. 46% ausgegangen? In Elternzeit bei 2 Kindern geht das für den zu Hause bleibenden Partner stark hoch - für den anderen eher runter.

 

vor 40 Minuten schrieb Studi24:

Hast du bei der bAV eine freie Anbieterwahl?

Das im Detail herauszufinden arbeiten wir gerade dran - könnte aber noch ein paar Tage dauern. Die Direktzusage wäre ja vom AG selbst, aber spielt für die Absicht Deiner Frage vermutlich keine Rolle, oder?

 

vor 41 Minuten schrieb Studi24:

Nein, ein konkreter Vorschlag lässt sich daraus nicht ableiten. Dafür stehen da zu viele Fragezeichen bezüglich der persönlichen Präferenzen und das sprengt in gewisser Weise auch den

Rahmen eines Forums. Dafür sollte man schon ein paar Stunden Beratung einplanen, um den passenden Anbieter zu finden. Das lohnt sich langfristig auf jeden Fall. Man muss nur einen

Finanz- und Versicherungsmakler finden, der in dem Thema firm ist.

Tja, den richtigen Ansprechpartner für komplexe Themen zu finden ist immer das schwierigste. Wenn gefunden, investiere ich gerne sowohl Geld als auch Zeit. Gibt es Empfehlungen oder zumindest Hinweise für "potentielle" Finanzberater, die auf Altersvorsorge spezialisiert sind und vermutlich die benötigte Kompetenz mitbringen? (Hoffentlich habe ich das neutral genug für das Forum hier formuliert :) )

 

Vielen Dank!

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Geschrieben

Rein vorsichtshalber: Ihr seid beide in der GRV pflichtversichert (und nicht in einem berufsständischen Versorgungswerk pflichtversichert)? Sonst wäre Riester ja vom Tisch.

 

Ansonsten: Bei geplanten 2-3 Kindern und geplantem Hauskauf zu ca. EUR 1.000.000 plus Nebenkosten (was ja in den Metropolregionen nichts Luxuriöses bedeutet) würde ich mir über die Altersvorsorge keine Gedanken machen. Sparen & sparsam leben, weiterhin gut verdienen, die Arbeitskraft und den Arbeitsplatz sichern und eine gute Ehe führen. Zinseszinsrechnungen ignorieren den massiven kurzfristigen Kapitalbedarf bei Kindern und Hauskauf.

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vor 4 Minuten schrieb asche:

Rein vorsichtshalber: Ihr seid beide in der GRV pflichtversichert (und nicht in einem berufsständischen Versorgungswerk pflichtversichert)? Sonst wäre Riester ja vom Tisch.

Danke für Deine Antwort. Ja, ist korrekt, beide GRV pflichtversichert.

 

vor 4 Minuten schrieb asche:

Ansonsten: Bei geplanten 2-3 Kindern und geplantem Hauskauf zu ca. EUR 1.000.000 plus Nebenkosten (was ja in den Metropolregionen nichts Luxuriöses bedeutet) würde ich mir über die Altersvorsorge keine Gedanken machen. Sparen & sparsam leben, weiterhin gut verdienen, die Arbeitskraft und den Arbeitsplatz sichern und eine gute Ehe führen. Zinseszinsrechnungen ignorieren den massiven kurzfristigen Kapitalbedarf bei Kindern und Hauskauf.

Verstehe ich Dich richtig, dass Du in unserer Situation auf Altersvorsorge aktuell verzichten würdest um lieber Kapital für Eltern-/Kinder-/Hausbauzeiten anzusammeln? Sollte man nicht zumindest mal mit einem Grundstock an Altersvorsorge (z.B. die 600-800 Euro / Monat für uns beide) anfangen? Kommen nicht ansonsten böse Überraschungen auf einen zu?

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vor 6 Minuten schrieb logibesen:

Verstehe ich Dich richtig, dass Du in unserer Situation auf Altersvorsorge aktuell verzichten würdest um lieber Kapital für Eltern-/Kinder-/Hausbauzeiten anzusammeln? Sollte man nicht zumindest mal mit einem Grundstock an Altersvorsorge (z.B. die 600-800 Euro / Monat für uns beide) anfangen? Kommen nicht ansonsten böse Überraschungen auf einen zu?

Richtig. Ich würde Vermögen ansparen, mich aber nicht (wesentlich) an langlaufende AV-Verträge binden. Also AV bis vielleicht EUR 500 p.M. für Euch beide. Den Rest halbwegs liquide halten.

 

Alles was in AV-Vermögen steckt kannst Du ja nicht für den Hauskauf verwenden und musst es dann teuer fremdfinanzieren (plus höherer Zinssatz ingesamt wegen höherem Beleihungsauslauf).

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vor 52 Minuten schrieb asche:

Richtig. Ich würde Vermögen ansparen, mich aber nicht (wesentlich) an langlaufende AV-Verträge binden. Also AV bis vielleicht EUR 500 p.M. für Euch beide. Den Rest halbwegs liquide halten.

 

Alles was in AV-Vermögen steckt kannst Du ja nicht für den Hauskauf verwenden und musst es dann teuer fremdfinanzieren (plus höherer Zinssatz ingesamt wegen höherem Beleihungsauslauf).

Verstehe. So ähnlich hatte ich mir das auch gedacht, nur eben mit 800 statt 500 Euro. Hier käme ja auch der angesprochene Bausparvertrag ins Spiel - hast Du dazu noch eine Einschätzung?

Vielen Dank in jedem Fall für Deine Unterstützung!

 

Grundsätzlich bleibt weiterhin die Frage der Strukturierung offen. Aktuell sehen meine Gedanken wie folgt aus:

i. Frau und Mann jeweils einen Netto-Riestervertrag - ca. 200 Euro netto / Monat

ii. Mann ggf. noch bAV - Prüfung der Möglichkeiten / Anbieter / Verträge - max ca. 200 Euro netto / Monat

iii. Private fondsbasierte Netto-Versicherung - ca. 100-200 Euro netto / Monat

 

Hinzu kommen folgende zwei Punkte zur Immobilienfinanzierung:

iv. Konservativer privater ETF-Sparplan für den weiteren Vermögensaufbau und späterer EK-Hausfinanzierung

v. Bausparvertrag wie oben beschrieben

 

Passt das so? Würdet ihr etwas anders machen? Warum eigentlich nicht Rürup?

 

Bleibt noch offen welche Produkte genau. Damit beschäftige ich mich in den nächsten Tagen genauer.

Hat jemand eine Meinung zum BVV? Kostenseitig finden wir die interessant und als konservative Anlage erzielten die ja noch ganz ordentliche Renditen in den letzten Jahren.

 

Für Ideen zur dritten Unterfrage "Weitere Ideen für das restliche Kapital?" bin ich auch immer dankbar.

 

Viele Grüße!

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Geschrieben · bearbeitet von Studi24

vor einer Stunde schrieb logibesen:

Verstehe ich Dich richtig, dass Du in unserer Situation auf Altersvorsorge aktuell verzichten würdest um lieber Kapital für Eltern-/Kinder-/Hausbauzeiten anzusammeln? Sollte man nicht zumindest mal mit einem Grundstock an Altersvorsorge (z.B. die 600-800 Euro / Monat für uns beide) anfangen? Kommen nicht ansonsten böse Überraschungen auf einen zu?

Ich persönlich würde die Rücklage für die Altersvorsorge auch nicht zu hoch ansetzen, sofern der Kauf- oder Bauwunsch wirklich konkret ist und ein annähernd konkreter 

Zeitplan besteht. Alles was in Schicht 3 (ETF-Rentenversicherung (mit kostenlosen Entnahmemöglichkeiten), ETF-Sparplan) abläuft bleibt ja grundsätzlich flexibel, nur eben bei

vollem Investment nicht planbar auf bspw. fünf Jahre. Dafür ist der Zeithorizont einfach zu kurz.

 

vor 22 Stunden schrieb logibesen:

Danke, für uns beide kommt aktuell eine Förderquote von 78% raus. Habe ich etwas falsch eingestellt oder warum bist Du von ca. 46% ausgegangen? In Elternzeit bei 2 Kindern geht das für den zu Hause bleibenden Partner stark hoch - für den anderen eher runter.

Förderquote = (Zulage + Steuererstattung) * 100 / Jahresbeitrag

 

vor 22 Stunden schrieb logibesen:

Das im Detail herauszufinden arbeiten wir gerade dran - könnte aber noch ein paar Tage dauern. Die Direktzusage wäre ja vom AG selbst, aber spielt für die Absicht Deiner Frage vermutlich keine Rolle, oder?

Nein, ich bezog mich jetzt auf eine mögliche Direktversicherung. Direktversicherung ohne Ablaufgarantie wäre ja theoretisch auch möglich, bloß spielt da der Arbeitgeber

normalerweise nicht mit ;).

 

vor 22 Stunden schrieb logibesen:

Ich denke uns ist aufgrund der langen Laufzeit eine hohe Fondsquote wichtig. Natürlich ist auch ein hoher garantierter Rentenfaktor auf das Gesamtguthaben super. Wenn ich das richtig verstanden habe, haben sich die Rentenfaktoren allerdings mit der Niedrigzinsphase deutlich verschlechtert. Ist unter Annahme einer sich bessernden Zinslandschaft dann nicht auch wieder mit besseren Rentenfaktoren zu rechnen? Sollte man sich darauf also überhaupt in unserem Fall zum jetzigen Zeitpunkt fokussieren?

Das stimmt, aber ob die Rentenfaktoren unter dem kombinierten Einfluss von steigenden Zinsen und evtl. steigender Lebenserwartung wieder anziehen würden, bleibt abzuwarten.

Dafür müssten aber erstmal die Zinsen wieder steigen. Außerdem gibt es ja auch immer noch die Option der Günstigerprüfung zu Rentenbeginn. Ich persönlich würde Riester

immer als einen sicheren Teil meiner Asset Allocation ansetzen (und als Teil der Langlebigkeitsabsicherung) und ziele deshalb nicht auf eine möglichst hohe Fondsquote ab. Dafür

gibt es Schicht 3 in meinen Augen.

 

vor 22 Stunden schrieb logibesen:

Faire Punkte. Dann ärgern wir uns mal nicht :)

Zumal ihr auch nicht grade beim schlechtesten Anbieter gelandet seid.

 

vor 22 Stunden schrieb logibesen:

Tja, den richtigen Ansprechpartner für komplexe Themen zu finden ist immer das schwierigste. Wenn gefunden, investiere ich gerne sowohl Geld als auch Zeit. Gibt es Empfehlungen oder zumindest Hinweise für "potentielle" Finanzberater, die auf Altersvorsorge spezialisiert sind und vermutlich die benötigte Kompetenz mitbringen? (Hoffentlich habe ich das neutral genug für das Forum hier formuliert :) )

Werbung ist ja bekanntlich im Forum nicht gewünscht :).

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Geschrieben

vor einer Stunde schrieb Studi24:

Förderquote = (Zulage + Steuererstattung) * 100 / Jahresbeitrag

Okay, der Rechner von SwissLife gibt Förderung/Nettoaufwand als Förderquote aus. Nach Deiner Formel hast Du natürlich recht: aktuell liegt die Förderquote bei ~47%

Wenn ich das richtig sehe, wäre die Förderquote 1292% für Frau wenn Frau kein Einkommen hat aber 2 Kinder. Deshalb die Idee ein Riester für Frau auf jeden Fall und für Mann ggf. eher bAV.

 

vor einer Stunde schrieb Studi24:

Nein, ich bezog mich jetzt auf eine mögliche Direktversicherung. Direktversicherung ohne Ablaufgarantie wäre ja theoretisch auch möglich, bloß spielt da der Arbeitgeber

normalerweise nicht mit ;).

Ohne Ablaufgarantie heißt ohne Kapitalgarantie zu Rentenbeginn, der dann die Renditemöglichkeit in der Ansparphase erhöhen könnte?

 

vor einer Stunde schrieb Studi24:

Das stimmt, aber ob die Rentenfaktoren unter dem kombinierten Einfluss von steigenden Zinsen und evtl. steigender Lebenserwartung wieder anziehen würden, bleibt abzuwarten.

Dafür müssten aber erstmal die Zinsen wieder steigen. Außerdem gibt es ja auch immer noch die Option der Günstigerprüfung zu Rentenbeginn. Ich persönlich würde Riester

immer als einen sicheren Teil meiner Asset Allocation ansetzen (und als Teil der Langlebigkeitsabsicherung) und ziele deshalb nicht auf eine möglichst hohe Fondsquote ab. Dafür

gibt es Schicht 3 in meinen Augen.

Verstehe - aber dennoch sollte es wohl eine fondsbasierte Versicherung sein, oder? Sonst hat man ja gar keine Renditechance mehr.

Ich habe die Günstigerprüfung in der jährlichen Steuererklärung verstanden. Aber was meinst Du mit der Günstigerprüfung zu Rentenbeginn? Inwiefern hat das Einfluss auf die Rentenfaktoren?

 

vor einer Stunde schrieb Studi24:

Werbung ist ja bekanntlich im Forum nicht gewünscht :).

Ja, I know. Habe es ja versucht neutral zu formulieren :) Für persönliche Einzelerfahrungen ohne Werbezweck via PN bin ich immer offen :)

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Geschrieben · bearbeitet von Thomas_384

Nur meine perönliche Meinung.

 

Risikovorsorge:

- Die BU des Mannes dürfte nur noch über die Dynamik anpassbar sein, oder? (also ggf. Zweitvertrag wenn Ihr mit Immofinanzierung und Kindern etc. den Plan habt, wäre das denke ich gut)

- PKV: Bitte bedenken, dass du die Kinder auch noch mitversichern musst (da der Besserverdiener bei euch). Bei der Frau würde ich mir den "move" gut überlegen. Gerade wenn Ihr mit 2-3 Kindern, Haus etc. einiges an Ausgaben haben werdet und dann halt den PKV Block ja auch langfristig stemmen müsst. Wenn die Frau länger nicht arbeitet musst du das ja dann auch noch "on top" wuppen. Ggf eher flexibel bleiben und Zusatzversicherungen hier wählen um sich den Klotz nicht ans Bein zu binden.

- Wenn du früher als 67 aufhören willst kommst ab 55 eher schlecht wieder in die GKV zurück, dass heißt du musst bis dahin soviel Cashflow generieren (oder gespart haben), dass du die PKV alleine zahlen kannst (bei GKV gehts nach Einkommen, deswegen im Falle eines "frühreren Exists" dann auch entsprechend billiger)

 

Krippen/Kita/etc.: Wenn Ihr in einer Metropolen-Region seid, beachten, dass die Plätze recht teuer sein können (wenn privat - habe hier Kollegen, die geben für Ihre PKV für Ihre 3 Kinder und Kita Plätze 2.000 Euro im Monat aus. Da kommt noch Miete drauf etc.)

 

AV:

- Hat dein PKV / BU Makler dir nicht gleich noch eine AV auch mit angeboten - eher aus Interesse? (gesparte Beträge jetzt anlegen, etc.)

- Mir wären 800 Euro im Monat zuviel für "fix weg" in dem Zusammenhang

 

Eigenheim:

- Wenn Ihr ein Eigenheim als Konsum wollt, würde ich mir überlegen die Mietwohnungen zu versilbern und dass dann ins Eigenheim zu stecken ("überlegen", heißt nicht dass ich das unbedingt machen würde) - gerade wenn Ihr vieleicht örtlich nicht so nahe an den Mietwohnungen seid o.ä. 

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Am 9.10.2018 um 14:26 schrieb Studi24:

Die BU-Renten sind angesichts der derzeitigen Einkommen doch schon deutlich zu klein dimensioniert.

Wieso? Ich gehe davon aus, dass die angegebenen Gehälter Brutto sind und somit sind das aus meiner Sicht realistische BU Renten.

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vor 12 Stunden schrieb Thomas_384:

Nur meine perönliche Meinung.

Vielen Dank, dass Du diese einbringst. Darum geht es mir ja :)

 

vor 12 Stunden schrieb Thomas_384:

- Die BU des Mannes dürfte nur noch über die Dynamik anpassbar sein, oder? (also ggf. Zweitvertrag wenn Ihr mit Immofinanzierung und Kindern etc. den Plan habt, wäre das denke ich gut)

Ja, genau, 5% Dynamik. Aktuell bin ich mir nicht sicher, ob wir die BU des Mannes wirklich so sehr erweitern möchten oder nicht einfach die Dynamik abwarten. Letztlich sind das ja auch ~28% Beitrags-/Absicherungserhöhung in 5 Jahren. Und irgendwo muss es ja auch bezahlbar bleiben bzw. ganz ohne Risiko läuft man halt nicht durchs' Leben.

 

vor 12 Stunden schrieb Thomas_384:

- PKV: Bitte bedenken, dass du die Kinder auch noch mitversichern musst (da der Besserverdiener bei euch). Bei der Frau würde ich mir den "move" gut überlegen. Gerade wenn Ihr mit 2-3 Kindern, Haus etc. einiges an Ausgaben haben werdet und dann halt den PKV Block ja auch langfristig stemmen müsst. Wenn die Frau länger nicht arbeitet musst du das ja dann auch noch "on top" wuppen. Ggf eher flexibel bleiben und Zusatzversicherungen hier wählen um sich den Klotz nicht ans Bein zu binden.

Ja, guter Einwand. Lange Gedanken haben wir uns gemacht. Unserer Recherche nach ergibt sich folgendes Bild:

- Frau GKV + Zusatzversicherungen, Mann PKV, Kinder PKV, Elternzeit Frau: ~1000 € / Monat

- Frau und Mann PKV, Kinder PKV, Elternzeit Frau: ~1200 € / Monat

Im ersten Moment sieht die PKV für die Frau also schlechter aus. Während beide arbeiten sieht das ganze jedoch anders aus:

- Frau GKV + Zusatzversicherungen, Mann PKV, Kinder PKV, beide arbeitend: ~1000 € / Monat

- Frau und Mann PKV, Kinder PKV, beide arbeitend: ~830 € / Monat

 

Im Endeffekt gibt es sich halt nicht so viel und hängt eher davon ab, ob Frau langfristig zu Hause bleiben möchte oder nicht. Falls das zum Wunsch werden sollte, muss man halt mal über einen Teilzeitjob und damit GKV-Pflicht für Frau wieder nachdenken. Oder habe ich irgendwas vergessen zu betrachten?

 

Übrigens habe ich das auch mal durchgerechnet, wenn Frau und Mann GKV (freiwillig wären). Dann sähe es so aus und eigentlich auch nicht wirklich preiswerter (bzw. mit Zuzahlungen und allem Drum und Dran ggf. sogar teurer):

- Frau / Mann / Kinder GKV + Zusatzversicherungen, beide arbeitend: ~1000 € / Monat

- Frau / Mann / Kinder GKV + Zusatzversicherungen, Elternzeit Frau: ~1000 € / Monat

 

Die Details zu den Berechnungen teile ich gerne auf Anfrage. Wollte jetzt hier nur nicht überladen.

 

vor 12 Stunden schrieb Thomas_384:

- Wenn du früher als 67 aufhören willst kommst ab 55 eher schlecht wieder in die GKV zurück, dass heißt du musst bis dahin soviel Cashflow generieren (oder gespart haben), dass du die PKV alleine zahlen kannst (bei GKV gehts nach Einkommen, deswegen im Falle eines "frühreren Exists" dann auch entsprechend billiger)

Fairer Punkt. Aber wer weiß was bis dahin ist. Eventuell wandern wir dann sowieso für ein (paar) Jahr(e) ins europäische Ausland aus und sind dann dort gesetzlich versichert :)

 

vor 13 Stunden schrieb Thomas_384:

Krippen/Kita/etc.: Wenn Ihr in einer Metropolen-Region seid, beachten, dass die Plätze recht teuer sein können (wenn privat - habe hier Kollegen, die geben für Ihre PKV für Ihre 3 Kinder und Kita Plätze 2.000 Euro im Monat aus. Da kommt noch Miete drauf etc.)

Ja, das ist schon verrückt, was da zusammen kommt. Andererseits ist das unabhängig von der Frage PKV oder GKV, richtig? Kita / Krippen kosten einfach viel - egal wie man versichert ist.

 

vor 13 Stunden schrieb Thomas_384:

AV:

- Hat dein PKV / BU Makler dir nicht gleich noch eine AV auch mit angeboten - eher aus Interesse? (gesparte Beträge jetzt anlegen, etc.)

- Mir wären 800 Euro im Monat zuviel für "fix weg" in dem Zusammenhang

Naja, drüber gesprochen hat man mal. Aber auch nicht richtig. Eventuell belasse ich es tatsächlich bei 600 Euro. Irgendwie vorsorgen / absichern möchten wir jedoch und eigentlich würde man ja eher von 1200 Euro für uns beide ausgehen. 600 scheint mir ein guter Anfang zu sein.

 

vor 13 Stunden schrieb Thomas_384:

Eigenheim:

- Wenn Ihr ein Eigenheim als Konsum wollt, würde ich mir überlegen die Mietwohnungen zu versilbern und dass dann ins Eigenheim zu stecken ("überlegen", heißt nicht dass ich das unbedingt machen würde) - gerade wenn Ihr vieleicht örtlich nicht so nahe an den Mietwohnungen seid o.ä. 

Wenn ich das richtig verstehe meinst Du die Mietwohnungen von dem potentiellen Erbe der Frau zu versilbern? Potentiell heißt a) die Erbschaft ist noch nicht eingetreten und b) es ist, wie immer bei Erbschaften, nie sicher ob wirklich was vererbt wird. Insofern ist aktuell versilbern nicht möglich und das Konstrukt leider auch nicht mit Sicherheit planbar.

 

vor 11 Stunden schrieb Hans Blafoo:

Wieso? Ich gehe davon aus, dass die angegebenen Gehälter Brutto sind und somit sind das aus meiner Sicht realistische BU Renten.

Ja, leider Brutto - wir arbeiten an den gleichen Zahlungen Netto :)

Unsere Einschätzung habe ich oben ja schon beschrieben. Ist aktuell vielleicht keine 100% Abdeckung, aber von Unterversorgung würden wir auch nicht reden wollen. Wenn BU, dann wird man sich eh lebenstechnisch umorientieren (einschränken) müssen. Also lieber nicht BU werden ;)

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vor 17 Stunden schrieb logibesen:

Ich habe die Günstigerprüfung in der jährlichen Steuererklärung verstanden. Aber was meinst Du mit der Günstigerprüfung zu Rentenbeginn? Inwiefern hat das Einfluss auf die Rentenfaktoren?

 

Hallo logibesen,

 

@Studi24 meinte mit der Günstigerprüfung zu Rentenbeginn, dass sich die Höhe der Rente entweder an den Rechnungsgrundlagen bei Abschluss orientiert (Sterbetafel und Zins, z.B. DAV 2004 R und 0,9%) oder an den zum Rentenbeginn gültigen Rechnungsgrundlagen (Sterbetafeln und Zins, z.B. DAV 2042 R und 1,25%). Das jeweils günstigere bzw. bessere wird dann genommen.

 

Riester

 

Hier wurden ja schon einige Vorschläge gemacht und im Moment würde sich Riester für beide mit Höchstsatz 160,42 EUR mtl. anbieten. Als Anbieter wurden ja schon einige genannt, wobei von Studi24 die Alte Leipziger im Nettotarif (HFR50) nicht genant wurde (liegt am Rentenfaktor <25), halte ich persönlich aber neben Condor für die derzeit empfehlenswertesten Riester-Verträge und die AL hat den größten technischen Gestaltungsspielraum. Fairr käme eventuell auch noch in Frage, aber mit einigen Unsicherheiten verbunden. Dei anderen oben genannten fallen m.E. raus. Conti wegen Garantiemodell, WWK wegen Kosten und Transparenz und "generell"! Bleiben nur AL und Condor und evtl. Fairr

 

PKV

 

Die Entscheidung ist eine Lebensentscheidung und keine finanzielle Entscheidung. Die Überlegung Wechsel bis Alter 55 zurück in die GKV setzt m.E. die falschen Anreize, da die PKV ja gerade ab diesem Alter seine Leistungsvorteile ausspielt. Unter den Voraussetzungen Alter <30, gesund und Einkommen über BBG KV sehe ich aber die PKV vorne. Bei welchem Anbieter bist Du denn zurzeit?

 

Eigenheim

 

Wenn Eigenheim in den nächsten 5 Jahren geplant, bietet sich eigentlich nur Tagesgeld an, weil selbst ein konservatives ETF-Portfolio zu hohes Risiko beinhaltet. Hier heißt es, so viel wie möglich als EK an die Seite packen. Aber dennoch sollte der Immo-Markt genau beobachtet werden, die Preise gerade in den Ballungszentren und Speckgürtel sind extrem hoch. Hier ist in den nächsten Jahren wahrscheinlich mit einer Korrektur nach unten zu rechnen. Ich persönlich halte von Bausparen gar nichts, ob nun mit oder ohne Abschlussgebühr. Es gibt nur sehr wenige Konstellationen, wo ein BSV Sinn macht bzw. Sinn gemacht hätte (Ex-Post). Aber es gibt natürlich auch die Befürworter eine BSV.

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vor 31 Minuten schrieb Aragorn:

 

@Studi24 meinte mit der Günstigerprüfung zu Rentenbeginn, dass sich die Höhe der Rente entweder an den Rechnungsgrundlagen bei Abschluss orientiert (Sterbetafel und Zins, z.B. DAV 2004 R und 0,9%) oder an den zum Rentenbeginn gültigen Rechnungsgrundlagen (Sterbetafeln und Zins, z.B. DAV 2042 R und 1,25%). Das jeweils günstigere bzw. bessere wird dann genommen.

Vielen Dank für die Erläuterung - verstanden. Ist diese Günstigerprüfung denn gesetzlich verankert / "garantiert" oder muss im Vertrag auch festgehalten sein?

 

 

vor 31 Minuten schrieb Aragorn:

Riester

 

Hier wurden ja schon einige Vorschläge gemacht und im Moment würde sich Riester für beide mit Höchstsatz 160,42 EUR mtl. anbieten. Als Anbieter wurden ja schon einige genannt, wobei von Studi24 die Alte Leipziger im Nettotarif (HFR50) nicht genant wurde (liegt am Rentenfaktor <25), halte ich persönlich aber neben Condor für die derzeit empfehlenswertesten Riester-Verträge und die AL hat den größten technischen Gestaltungsspielraum. Fairr käme eventuell auch noch in Frage, aber mit einigen Unsicherheiten verbunden. Dei anderen oben genannten fallen m.E. raus. Conti wegen Garantiemodell, WWK wegen Kosten und Transparenz und "generell"! Bleiben nur AL und Condor und evtl. Fairr

Das ist doch mal eine Ansage. Danke!

- Zu AL: der genannte Tarif ist kostenseitig etwas teurer als der Condor, oder? Gleichzeitig ist der Rentenfaktor geringer. Welche technischen Gestaltungsspielräume könnten das denn wieder gut machen bzw. was genau meinst Du damit?

- Zu Conti: welches Garantiemodell spricht für Dich dagegen? Oder einfach generell, dass der Tarif als 2-Topf-Modell risikoaverser agiert?

- Zu Condor: gefällt uns aktuell ganz gut - ausgewogene Balance zwischen garantierten Rentenfaktoren, Renditechancen und Kosten.

- Zu Fairr: ist für uns aus den bereits genannten Gründen definitiv raus

 

Bezüglich der Rentenfaktoren: Sind die bei AL / Condor / Conti denn wirklich garantiert oder gibt es da "Hintertürchen"?

 

vor 39 Minuten schrieb Aragorn:

PKV

 

Die Entscheidung ist eine Lebensentscheidung und keine finanzielle Entscheidung. Die Überlegung Wechsel bis Alter 55 zurück in die GKV setzt m.E. die falschen Anreize, da die PKV ja gerade ab diesem Alter seine Leistungsvorteile ausspielt. Unter den Voraussetzungen Alter <30, gesund und Einkommen über BBG KV sehe ich aber die PKV vorne.

Ja, ich sehe es auch als Lebensentscheidung und wir sind bislang auch zufrieden mit dem Vorgehen. Was in xx Jahren ist weiß man am Ende eh nicht.

 

vor 41 Minuten schrieb Aragorn:

Eigenheim

 

Wenn Eigenheim in den nächsten 5 Jahren geplant, bietet sich eigentlich nur Tagesgeld an, weil selbst ein konservatives ETF-Portfolio zu hohes Risiko beinhaltet. Hier heißt es, so viel wie möglich als EK an die Seite packen. Aber dennoch sollte der Immo-Markt genau beobachtet werden, die Preise gerade in den Ballungszentren und Speckgürtel sind extrem hoch. Hier ist in den nächsten Jahren wahrscheinlich mit einer Korrektur nach unten zu rechnen. Ich persönlich halte von Bausparen gar nichts, ob nun mit oder ohne Abschlussgebühr. Es gibt nur sehr wenige Konstellationen, wo ein BSV Sinn macht bzw. Sinn gemacht hätte (Ex-Post). Aber es gibt natürlich auch die Befürworter eine BSV.

Kann die Argumentation gut nachvollziehen. BSV ist ja letztlich in diesem Fall einfach wie Tagesgeld mit der Option den BSV zu nutzen falls abzusehen ist, dass er vorteilhaft ist - falls nicht, wird es einfach ohne Strafe / mit Minimalstzinsen ausbezahlt. Ich sollte hier nochmal einwerfen, dass eine Immobilie in 5 Jahren kein Muss ist sondern eher ein einigermaßen konkreter, aber frommer Wunsch - wer weiß schon wie die Preise aussehen und ob wir tatsächlich noch hier sind.

 

Danke für Deine Hilfe!

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Geschrieben · bearbeitet von Studi24

Am 12.10.2018 um 11:55 schrieb logibesen:

Vielen Dank für die Erläuterung - verstanden. Ist diese Günstigerprüfung denn gesetzlich verankert / "garantiert" oder muss im Vertrag auch festgehalten sein?

Nein, muss der Anbieter individuell verankern oder eben auch nicht. Zur Erläuterung von @Aragorn gibt es keine Ergänzung.

 

Am 12.10.2018 um 11:55 schrieb logibesen:

- Zu Conti: welches Garantiemodell spricht für Dich dagegen? Oder einfach generell, dass der Tarif als 2-Topf-Modell risikoaverser agiert?

Die Continentale agiert mit einer sinkenden Fondsquote, die in eurer Altersgruppe bei knapp 30,00 % liegt (genaue Daten findet man im individuellen Angebot) und dann stetig fällt.

Das schränkt die Renditemöglichkeiten aktuell ein. Außerdem ist die Fondsauswahl eher mager (die beiden Pictet-Fonds mal außen vor), bzw. teuer ausgelegt. Dafür gibt es eine

pauschale Überschussvergütung und davon profitieren auch die Pictet-Fonds und werden kostentechnisch nochmal ordentlich gedrückt.

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Am 9.10.2018 um 13:44 schrieb logibesen:

1. Frau 29 / Mann 29, ab 2019 verheiratet (vrsl. keine Gütertrennung); 2-3 Kinder geplant mit Start in ca. 3 Jahren, Renteneintritt geplant mit 67 aber gerne 5 Jahre früher

2. Frau angestellt ca. 75k / Mann angestellt ca. 100k; Frau möchte derzeit bei Kindern eine Auszeit nehmen (Dauer nicht bekannt, aber aktuell mal mit 1-2 Jahren pro Kind rechnen); Monatlich übrig bleiben aktuell ca. 3000 Euro (nach Urlaub, regelmäßigen Anschaffungen, etc. ohne Sparpläne / Altersvorsorge)

 

Warum nicht Gütertrennung? Unterhalte dich mal mit genügend Frauen und Männern, die 55+ sind über diese Entscheidung. Die Erfahrungen wurden bereits unzählige Male gemacht. Jede Ehe ist individuell, dennoch wiederholen sich viele Muster.

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Geschrieben · bearbeitet von Michalski

Am 12.10.2018 um 09:56 schrieb logibesen:

Ja, guter Einwand. Lange Gedanken haben wir uns gemacht. Unserer Recherche nach ergibt sich folgendes Bild:

- Frau GKV + Zusatzversicherungen, Mann PKV, Kinder PKV, Elternzeit Frau: ~1000 € / Monat

- Frau und Mann PKV, Kinder PKV, Elternzeit Frau: ~1200 € / Monat

Im ersten Moment sieht die PKV für die Frau also schlechter aus. Während beide arbeiten sieht das ganze jedoch anders aus:

- Frau GKV + Zusatzversicherungen, Mann PKV, Kinder PKV, beide arbeitend: ~1000 € / Monat

- Frau und Mann PKV, Kinder PKV, beide arbeitend: ~830 € / Monat

 

Im Endeffekt gibt es sich halt nicht so viel und hängt eher davon ab, ob Frau langfristig zu Hause bleiben möchte oder nicht. Falls das zum Wunsch werden sollte, muss man halt mal über einen Teilzeitjob und damit GKV-Pflicht für Frau wieder nachdenken. Oder habe ich irgendwas vergessen zu betrachten?

Wo willst Du Dich denn so günstig privat versichern und wieso ist die GKV für Dich so teuer? Bei der PKV würde ich mit ~500 Euro pro Nase und ~150 Euro pro Kind rechnen für einen guten Tarif. Wißt ihr, wie eine Gesundheitsprüfung ausgehen würde für Euch beide? Müßt ihr eventuelle Leistungsausschlüsse akzeptieren oder Zuschläge für frühere Erkrankungen zahlen? Bei der Kinderanzahl würde ich nicht in die PKV wechseln.

 

Bei Frau und Mann in der GKV und beide arbeiten komme ich auf zweimal ~430 Euro, egal, wieviele Kinder ihr bekommt. Bei Frau in der GKV und Mann in der PKV und Frau in Elternzeit solltet ihr beachten, dass freiwillig gesetzlich Versicherte ihre Krankenversicherung in der Elternzeit inklusive Arbeitgeberanteil komplett selbst zahlen müssen. Das gilt genauso für privat Versicherte. Hier sollte die Frau kurz vor Beginn des Mutterschutzes in Teilzeit wechseln, so dass ihr prognostiziertes Jahreseinkommen unter die Beitragsbemessungsgrenze fällt und sie gesetzlich Pflichtversichert wird.

 

Am 12.10.2018 um 11:11 schrieb Aragorn:

Eigenheim

Wenn Eigenheim in den nächsten 5 Jahren geplant, bietet sich eigentlich nur Tagesgeld an, weil selbst ein konservatives ETF-Portfolio zu hohes Risiko beinhaltet. Hier heißt es, so viel wie möglich als EK an die Seite packen. Aber dennoch sollte der Immo-Markt genau beobachtet werden, die Preise gerade in den Ballungszentren und Speckgürtel sind extrem hoch. Hier ist in den nächsten Jahren wahrscheinlich mit einer Korrektur nach unten zu rechnen. Ich persönlich halte von Bausparen gar nichts, ob nun mit oder ohne Abschlussgebühr. Es gibt nur sehr wenige Konstellationen, wo ein BSV Sinn macht bzw. Sinn gemacht hätte (Ex-Post). Aber es gibt natürlich auch die Befürworter eine BSV.

Auf die Korrektur warten einige auch schon seit 10 Jahren oder mehr. In München hieß es das schon vor 15 Jahren. Passiert ist es in der Regel nicht. Ich glaube momentan nicht daran, dass sich hier die Preise auf breiter Front wieder senken werden. Auch bei einer Zinserhöhung, da die meisten Finanzierungen eher konservative Beleihungsausläufe haben und wir im internationalen Maßstab immer noch viel günstigere Preise haben.

 

Am 13.10.2018 um 10:27 schrieb tyr:

Warum nicht Gütertrennung? Unterhalte dich mal mit genügend Frauen und Männern, die 55+ sind über diese Entscheidung. Die Erfahrungen wurden bereits unzählige Male gemacht. Jede Ehe ist individuell, dennoch wiederholen sich viele Muster.

Warum Gütertrennung? Bei der Gütertrennung handelt es sich um eine extreme Regelung, nach der die Eheleute vermögensmäßig keinerlei Bindungen haben und sich wie Fremde gegenüber stehen. So entfällt zum Beispiel die Erhöhung der gesetzlichen Erbquote um 1/4 (§ 1371 Abs. 1 BGB). Das kann zu einer erheblichen Steuermehrbelastung führen. Wenn man auch noch 2-3 Kinder plant, ist Gütertrennung in der Regel eher sinnfrei. Da wird eine modifizierte Zugewinngemeinschaft empfohlen, die man so ausgestalten kann, dass den verschiedenen Lebenssituationen gerecht Rechnung getragen wird.

 

Zum Thema Riester noch: Schau Dir doch mal die tatsächlichen Renditen der fondsgebundenen Rentenversicherungen an. Z.B. in dem Thread hier:

 

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58 minutes ago, Michalski said:

Bei Frau in der GKV und Mann in der PKV und Frau in Elternzeit solltet ihr beachten, dass freiwillig gesetzlich Versicherte ihre Krankenversicherung in der Elternzeit selbst zahlen müssen. Das gilt genauso für privat Versicherte. 

Es gibt durchaus PKV Tarife, die zumindest für einige Zeit (z.B. 6 Monate) beitragsfrei sind während der Elternzeit. 

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Geschrieben · bearbeitet von tyr

vor 9 Stunden schrieb Michalski:

Das kann zu einer erheblichen Steuermehrbelastung führen.

Sprich doch mal mit mindestens 10 gut verdienenden fleißigen Männern 55+, die eine Scheidung hinter sich gebracht haben, ob sie eine Ehe mit Zugewinngemeinschaft empfehlen können und ob Steuern dabei die größte Baustelle sind.

 

Anmerkung: statistische Scheidungsquote ca. 40% und m.W.n. steigend. Das heißt nicht, dass es so kommen muss, aber es eben so sein kann.

 

Und nein, keine seitenlangen Diskussionen dazu mir dir. Das ist eh an der Grenze zu Off Topic. Der Hinweis geht an den Threadersteller, damit er die Chance erhält, vor der Eheschließung über diese wesentliche Vertragsklausel nachzudenken. Nicht an dich.

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Geschrieben

Und deine gefühlte Wahrheit hier stehen lassen, dass sie andere als Fakt nehmen?

No way.

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Geschrieben · bearbeitet von Michalski

vor 47 Minuten schrieb tyr:

Sprich doch mal mit mindestens 10 gut verdienenden fleißigen Männern 55+, die eine Scheidung hinter sich gebracht haben, ob sie eine Ehe mit Zugewinngemeinschaft empfehlen können und ob Steuern dabei die größte Baustelle sind.

 

Hab das Spiegelbild befragt (und es ist noch keine 55+). Das Stichwort heißt modifizierte Zugewinngemeinschaft.

 

mo|di|fi|zie|ren
Bedeutungsübersicht

1. in einer oder mehreren Einzelheiten anders gestalten, umgestalten, [ab]ändern, abwandeln
2. in einer oder mehreren Einzelheiten eine [Ab]änderung, Abwandlung, eigentümliche Ausprägung bewirken

 

Ein Ergebnis einer modifizierten Zugewinngemeinschaft kann die Gütertrennung als extremes Beispiel sein. Wird man aber in der Regel nicht machen, wenn man die Nachteile der Gütertrennung vermeiden will. Kann jedem nur raten, sich in das Thema einzulesen, bevor man heiratet.

 

Bei einer Ehe, in der Kinder geplant sind, würde ich Gütertrennung ausschliessen, weil sehr wahrscheinlich die Frau dann übers Ohr gehauen wird. In der Regel steckt die dann nämlich zurück und das gehört ausgeglichen im Fall der Fälle. Wenn einem dabei der gesetzliche Stand nicht passt, dann kann man ihn modifizieren. Solange man nichts sittenwidriges vereinbart.

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