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Anfängerfrage zu deutschen Pfandbriefen

  • Pfandbriefe
  • Sicherheit

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Hallo,

ich bin neu im Bereich der Wertpapiere und Geldanlagen und habe eine Frage an die erfahrenen Experten.
Für den Sicherheitsteil des Portfolios, das ich mir anlegen möchte, suche ich neben dem bereits vorhandenen Tagesgeldkonto eine Möglichkeit Geld mittelfristig (ca. 3-5 Jahre) anzulegen. Dabei schwanke ich zwischen Festgeld, Staatsanleihen und Pfandbriefen. Staatsanleihen habe ich jedoch schon so gut wie ausgeschlossen, da die Renditen für die europäischen Nicht-Pleitekandidaten schlechter sind als beim Festgeld und amerikanische Staatsanleihen wegen des Wechselkursrisikos und der Wirtschaftslage wegen des erhöhten Risikos nicht in Frage kommen.
Nun habe ich mich etwas mit deutschen Pfandbriefen beschäftigt, weil ich gelesen habe, dass diese als ausgesprochen sicher gelten und es bis heute noch keinen Pfandbrief gab, der nicht zurückgezahlt werden konnte, aber dennoch etwas höhere Renditen möglich sind. Ich habe jetzt zwei Pfandbriefe gefunden (WKN: DB7XKR und WKN: A1REYQ), die in etwa drei Jahren fällig werden, deren Renditen verglichen mit anderen Pfandbriefen aber enorm hoch sind, nämlich 5,61% und 4,10%. Da bin ich natürlich erstmal recht skeptisch. Ich frage mich, was der Grund für diese hohen Renditen ist und was ich als Anfänger davon halten soll. Die Kurse bei beiden Pfandbriefe liegen unter pari, wodurch die hohe Rendite zustande kommt, womit ich aber prinzipiell kein Problem hätte, da ich die eh bis zur Fälligkeit halten würde.
Kann mich wer aufklären? Grundsätzlich gilt ja für alle Anlagen, dass eine höhere Rendite ein höheres Risiko impliziert. Worin besteht hier das erhöhte Risiko?

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Typischer Anfängerfehler.

 

Geldkurse angeschaut, Stückelung 100.000 Euro nicht beachtet.

Diese Pfandbriefe wirst du nicht zu diesen Kursen kriegen.

There is no free lunch in the world...

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Die kannst du vergessen. Es gibt kein Angebot und die Taxen sind völlig aus der Luft gegriffen (erstaunlich, dass die Emittenden nicht wenigstens für einen vernünftigen Geldkurs sorgen).

 

Dt. Pfandbriefe im anvisierten Laufzeitbereich bringen keine selten positive Rendite, bei 10 Jahren nähern wir uns gerade mal den 1% (von unten). Und selbst da sind für umlaufende Papiere Briefvolumen selten (z. B. ZZVS, PBBN, MHYG).

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vor 15 Minuten schrieb Andreas R.:

Typischer Anfängerfehler.

 

Geldkurse angeschaut, Stückelung 100.000 Euro nicht beachtet.

Diese Pfandbriefe wirst du nicht zu diesen Kursen kriegen.

There is no free lunch in the world...


Ja, die Renditen beziehen sich zwar tatsächlich auf die Geldkurse, aber laut boerse-frankfurt.de ist der Geldkurs für den ersten Pfandbrief zum Beispiel 85,95 und der Briefkurs 87,95 und bei den Kursinformationen steht, dass der letzte Preis 85,95 und vom 21.12.2018 / 12:06:42 ist. Beziehen sich diese Kursinformationen etwas nicht auf getätigte Käufe/Verkäufe? Das finde ich leicht verwirrend. Hat man die Möglichkeit irgendwo zu sehen, welche Trades in letzter Zeit gemacht wurden und einen Blick auf alle aktuell offenen Orders zu werfen?

 

 

vor 23 Minuten schrieb vanity:

Die kannst du vergessen. Es gibt kein Angebot und die Taxen sind völlig aus der Luft gegriffen (erstaunlich, dass die Emittenden nicht wenigstens für einen vernünftigen Geldkurs sorgen).

 

Dt. Pfandbriefe im anvisierten Laufzeitbereich bringen keine selten positive Rendite, bei 10 Jahren nähern wir uns gerade mal den 1% (von unten). Und selbst da sind für umlaufende Papiere Briefvolumen selten (z. B. ZZVS, PBBN, MHYG).


Mit anderen Worten ist für den Sicherheitsteil des Portfolios derzeit ein Festgeldkonto die beste Alternative für einen Zeitraum von 3-5 Jahren?!

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vor 12 Minuten schrieb kingbtcvl:

Beziehen sich diese Kursinformationen etwas nicht auf getätigte Käufe/Verkäufe?

 

Es gab bei DB7XKR noch nie einen börslichen Umsatz, und die Kurse sind Quatsch, wie man am Chart sieht:

https://www.ariva.de/DE000DB7XKR3/chart?boerse_id=1&t=all

 

Der letzte Umsatz bei A1REYQ ist schon 5 Jahre her, aber zumindest versucht man da an der Hamburger Börse halbwegs vernünftige Kurse zu machen:

https://www.ariva.de/DE000A1REYQ8/chart?boerse_id=2&t=all

 

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Mach eine 4 Jährige Festgeldleiter und fertig ist die Laube.

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vor 9 Stunden schrieb kingbtcvl:

Ja, die Renditen beziehen sich zwar tatsächlich auf die Geldkurse, aber laut boerse-frankfurt.de ist der Geldkurs für den ersten Pfandbrief zum Beispiel 85,95 und der Briefkurs 87,95 und bei den Kursinformationen steht, dass der letzte Preis 85,95 und vom 21.12.2018 / 12:06:42 ist.

Der Briefkurs ist ein Kurs ohne Volumen (steht auf der Website der Börse Frankfurt in kleinerer Schrift unter dem Kurs: "für 0 Nominal"). Das heißt, dass niemand dieses Papier zum Verkauf anbietet.

 

vor 9 Stunden schrieb kingbtcvl:

Hat man die Möglichkeit irgendwo zu sehen, welche Trades in letzter Zeit gemacht wurden und einen Blick auf alle aktuell offenen Orders zu werfen?

Letzte Trades: in der Kurshistorie werden die Umsätze gezeigt.

Alle aktuell offenen Orders: nein, nur zum Brief- und Geldkurs wird dir das jeweilige Volumen angezeigt und bei illiquiden Papieren ist erfahrungsgemäß auch das nicht immer zuverlässig.

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vor 10 Stunden schrieb xfklu:

Der letzte Umsatz bei A1REYQ ist schon 5 Jahre her, aber zumindest versucht man da an der Hamburger Börse halbwegs vernünftige Kurse zu machen:

https://www.ariva.de/DE000A1REYQ8/chart?boerse_id=2&t=all

Die DG Hyp hatte ihren Sitz in Hamburg, insofern ist es nachvollziehbar, dass an der Börse Hamburg realistische Kurstaxen gestellt werden.

@kingbtcvl: Würdest du die A1REYQ zu so etwa null Prozent [vor Transaktionskosten] kaufen wollen – wohl nicht, oder?

Jumbos mit echten Briefkurse lassen sich auf bondboard.de finden.

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Am 22.12.2018 um 14:40 schrieb Schlumich:

Mach eine 4 Jährige Festgeldleiter und fertig ist die Laube.

Jo, werde ich jetzt auch so machen!


 

Am 22.12.2018 um 22:39 schrieb Yerg:

Der Briefkurs ist ein Kurs ohne Volumen (steht auf der Website der Börse Frankfurt in kleinerer Schrift unter dem Kurs: "für 0 Nominal"). Das heißt, dass niemand dieses Papier zum Verkauf anbietet.

 

Letzte Trades: in der Kurshistorie werden die Umsätze gezeigt.

Alle aktuell offenen Orders: nein, nur zum Brief- und Geldkurs wird dir das jeweilige Volumen angezeigt und bei illiquiden Papieren ist erfahrungsgemäß auch das nicht immer zuverlässig.

Danke für die Aufklärung, bin wieder ein kleines Stück schlauer!

 

 

Am 23.12.2018 um 00:45 schrieb bondholder:

Die DG Hyp hatte ihren Sitz in Hamburg, insofern ist es nachvollziehbar, dass an der Börse Hamburg realistische Kurstaxen gestellt werden.

@kingbtcvl: Würdest du die A1REYQ zu so etwa null Prozent [vor Transaktionskosten] kaufen wollen – wohl nicht, oder?

Jumbos mit echten Briefkurse lassen sich auf bondboard.de finden.

Danke für die Seite, kannte ich noch nicht!

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