Was passiert wenn der Euro zusammen bricht?

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Guten Morgen

 

Was passiert mit bspw. einem MSCI World oder EM Wertpapier wenn der Euro zusammen bricht? Ich meine jetzt nicht unbedingt den Einfluss auf die Kursentwicklung sondern stelle mir eher die Frage, ob ein Wertpapier, welches in überwiegend in ausländische Unternehmen investiert, einen gewissen Schutz vor einer Währungskrise bietet. Deutschland hatte ja bereits einige davon.

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vor einer Stunde schrieb F87:

.... wenn der Euro zusammen bricht?

@F87

 

Solange das Szenario nicht konkret ist, kann man auch die Frage nach dem "Was passiert wenn ..." nicht beantworten.

Schließlich käme es darauf an, welche Umstände zu diesem hypothetisch als Möglichkeit in den Raum gestellten "Zusammenbruch" geführt hätten.

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Hallo Nachdenklich, du hast ja das passende Avatar zum Thema gleich mitgebracht ;)

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Es wäre wirklich hilfreicher, du würdest konkret beschreiben, welches Szenario du erwartest. Spontan fallen mir mindestens drei ein:

  • Ein inflationärer Crash. Die EZB druckt Geld ohne Ende, verteilt es so, dass es direkt in der Wirtschaft ankommt, die Inflationsrate schießt in die Höhe, am Ende steht eine Hyperinflation. In dem Fall wäre es sicher hilfreich, in ausländischen, werthaltigen Anlagen diversifiziert zu sein.
  • Ein deflationärer Crash. Es gibt plötzliche Schuldenschnitte/Bankpleiten, eine Menge an Krediten und Guthaben verdampfen binnen kürzester Zeit, am Ende steht ein plötzlicher Deflationsschock. Dann möchte man doch lieber in Euro denominierte Anlagen besitzen, weil der Euro dann wohl gegenüber ausländischen Währungen aufwerten würde.
  • Ein politischer Crash. Die AfD erreicht bei der nächsten Wahl die absolute Mehrheit, erklärt den Austitt aus dem Euro-Raum, die anderen Länder haben danach auch keinen Bock mehr auf den Euro. Der Fall ist etwas schwieriger, ich vermute die neue Markt würde dann stark aufwerten, womit ausländische Anlagen wohl auch im Nachteil wären.

Diese Gedankengänge beinhalten natürlich noch nicht die Seiteneffekte, die eine Euro-Krse auf den Rest der Welt hätte. Jedes dieser Szenarien hätte das Potenzial für eine erneute Weltwirtschaftskrise, was dann auch wieder Auswirkungen auf die ausländischen Anlagen hätte. Meine Anlagen streue ich allerdings genau deswegen möglichst breit, weil ich eben nicht weiß, was für ein Szenario eintreten wird.

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Am 2.1.2019 um 08:13 schrieb F87:

Was passiert mit bspw. einem MSCI World oder EM Wertpapier wenn der Euro zusammen bricht? Ich meine jetzt nicht unbedingt den Einfluss auf die Kursentwicklung sondern stelle mir eher die Frage, ob ein Wertpapier, welches in überwiegend in ausländische Unternehmen investiert, einen gewissen Schutz vor einer Währungskrise bietet. Deutschland hatte ja bereits einige davon.

Selbst wenn die Wertpapiere noch einen gewissen Wert haben, stellt sich bei größeren Krisen immer auch die Frage, ob man noch Zugriff auf sein Vermögen hat. Bei einem plötzlichen, krisenhaften Zusammenbruch des Euro dürfte auch die Kapitalverkehrsfreiheit schnell dahin sein. Kapitalverkehrskontrollen (im Ausgabestaat oder im Wohnsitzstaat), aber auch Verkaufsverbote, Marktschließungen, in letzter Konsequenz Enteignungen („Sondersteuern“) sind denkbar. Das betrifft aber so gut wie alle Anlageklassen (auch Bargeld kann schnell nichts mehr wert sein) und ist mit den typischen Mitteln eines Kleinanlegers nicht wirksam zu verhindern. Glücklicherweise dürfte das Risiko recht klein sein.

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Gut, wenn man im (fiktiven) Szenario soweit geht, dass der Staat auf die Privatvermögen aller Asset-Klassen zugreift, dann hilft auch kein vorbereiten mehr. Aber dann sollte man sich wohl eher einem Prepper-Forum als im Wertpaper-Forum umsehen :D

 

Aber wie oben schon geschrieben wurde: Man weiß ja nicht ob und wenn ja, was passieren wird. Daher einfach breit streuen wie es hier sowieso immer wieder geraten wird.

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Naja, man hört immer wieder, dass man momentan in ausländische Währungen streuen soll. Was haltet ihr davon? 

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Posted · Edited by richtungsding

vor 2 Stunden schrieb F87:

Naja, man hört immer wieder, dass man momentan in ausländische Währungen streuen soll. Was haltet ihr davon? 

Dazu gab es letztes Jahr (schon wieder) einen Diskussionsfaden, dessen Fragen allerdings wesentlich präziser waren.

 

Bitte die Suchfunktion benützen und einlesen!

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vor 19 Stunden schrieb richtungsding:

Dazu gab es letztes Jahr (schon wieder) einen Diskussionsfaden, dessen Fragen allerdings wesentlich präziser waren.

 

 Wo kann ich den Faden finden? 

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Einfach die Überschrift anklicken.

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vor 23 Stunden schrieb F87:

Naja, man hört immer wieder, dass man momentan in ausländische Währungen streuen soll. Was haltet ihr davon? 

Wer ist "man" und hat er was an den Ohren?

 

Ich höre derartiges jedenfalls nicht immer wieder. Wenn ich es aber hören würde, noch dazu immer wieder, würde ich die folgenden Fragen stellen:

 

- Wer erzählt das?

 

- Wie investiert der Typ selbst (NICHT: was empfiehlt er)?

- Lässt er sich noch in Euro bezahlen oder nimmt er schon Gold?

- Wie lange erzählt er schon vom Untergang und wieso ist seine Prognose bisher nicht eingetreten? (Antwort: Weil er keine Ahnung hat)

- Wie kann er sich anmaßen zu beurteilen, ob nicht irgendeine andere/viele andere Währung/Staat/usw. nicht aus bekannten oder noch unbekannten "Gründen" vorher "zusammenbricht"? Antwort: Dies kann er nicht.

Räumt er dies ein?

- Wieso erzählt er gerade mir, wie ich mich vor dem Untergang schützen kann, statt selbst aufgrund seiner Prognosefähigkeit die ganzen Deppen abzukassieren? (Leider regelmäßige Antwort: Er kassiert ab, aber eben ohne selbst zu investieren, sondern indem er die Angst der Leute zu €€€ (nicht Dollar!) macht, indem er seine Thesen wiederholt/verkauft. Im Idealfall trifft irgendwann irgendeine tatsächlich teilweise zufällig ein und er kann sich vor Vorträgen kaum halten. Wenn er falsch liegt, interessiert es nicht -> Risikolose Rendite)

- Enthält ein weltweit diversifiziertes Aktien-PF nicht ohnehin einen mehr oder weniger gesunden Mix aus Währungen?

 

 

Sofern dennoch alle Unklarheiten beseitigt sind und das alles gut aussieht, würde ich der Einfachheit halber auf den entsprechenden Wechselkurs(Mix) zum Euro wetten, maximal gehebelt. Danach würde ich möglichst ganz Europa aufkaufen.

 

Leider wird es regelmäßig so sein, dass ich ihn als Schwätzer erachte. In dem Fall wäre es mir egal was er sagt und ich würde keinesfalls seinem Rat folgen. Falls der Euro dann dennoch zusammenbricht (kann ja gut sein, wieso sollte er auch sicher sein), bleibe ich dabei, dass das ein Zufallstreffer war und er es eben nicht besser wusste.

Hier besteht außerdem immer noch eine beachtliche Chance, dass sich die Folgen auf Wertpapiere und Anlagen verschiedenster Art  ganz anders gestalten als "vorhergesagt".

 

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vor 53 Minuten schrieb Assassin:

 

- Enthält ein weltweit diversifiziertes Aktien-PF nicht ohnehin einen mehr oder weniger gesunden Mix aus Währungen? 

 

Genau das war meine Eingangs-Frage. Schützt ein Weltportfolio in gewissen Maße vor einer Währungskrise im Euroraum.

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Posted · Edited by Sascha.

Wenn man Anleihen in einer Währung laufen hat, verlieren diese ihren Wert wenn die Währung in der sie laufen zusammenbricht.

Aus Kullanz werden die Staaten die Anleihen aber später noch teilweise in der Nachfolgewährung bezahlen.

In der Vergangenheit war das jedenfalls fast immer so. Allerdings bekommt man meisstens nicht allzu viel raus. Man macht also extremen Verlust.

 

Aktien sind Unternehmensanteile. Diese werden nach einer Währungskrise, wenn das Unternehmen selber diese übersteht in der neuen Währung wieder etwa den Unternehmenswert wiederspiegeln.

 

Ich glaube mit einem Aktienportfolio ist man in einer Währungskrise insgesamt wesentlich sicherer unterwegs als mit Anleihen oder Bargeld.

Weil sich Aktien bisher immer wieder erholt haben nach der Krise. Anleihen oder Bargeld bleiben, wenn sie einmal wertlos sind meisstens für immer Wertlos.

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