Vermögensaufbau | Mein erstes Mal mit einem ETF + Sparen + Riester (?)

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57 posts in this topic

Posted · Edited by Joe2019

Hi Wertpapier-Geeks,

 

freue mich, meinen ersten Beitrag zu leisten. Wie Ihr im Header gelesen habt, möchte auch ich unter anderem ein ETF-Portfolio aufbauen.

 

Kurz zu mir ein paar persönliche Worte:

 

Ich bin gut 30 Jahre alt, finde mich selbst ziemlich witzig und habe bisher lediglich beruflich in professionellem Maße investiert. Nun, nachdem ich einige Altlasten los bin, möchte ich Schritt für Schritt etwas Vermögen aufbauen.

 

Kurz zu mir Teil 2:

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen

Praktisch: Alternative Investment Funds (PE / VC)

Theoretisch: Gute Einarbeitung hinter mir, es wird noch einiges an Lektüre folgen

 

2. Darstellung von bereits vorhandenen Fondspositionen (ISIN angeben)

Keine

 

3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage

Bisher macht mir das Thema "Geldanlage" viel Spaß und ich bin durchaus bereit, hier etwas Zeit zu investieren. Da die Investitionssummen jedoch noch etwas gering sind, sollte der wöchentliche Aufwand minimal sein.

 

4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten

Ich bin nicht wirklich auf das Geld angewiesen, bin jedoch eher sicherheits- als risikobedacht.

 

Neben meinen Gedanken zu meinem ersten ETF-Portfolio möchte ich hier grundsätzlich eine Art Tagebuch führen, um meine Selbstdisziplin zu stärken und auch weil es einfach Spaß macht (hoffe ich zumindest).

 

Packe meine ETF-Gedanken in den nächsten Post, damit alles schön sauber bleibt.

 

Cheers,

 

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Soo, wie versprochen nun zu meinem ETF-Portfolio-Aufbau.

 

Für die nächsten Monate möchte ich erst einmal 200 € pro Monat in einem ETF-Sparplan investieren.

Ende des Jahres werde ich eventuell einmalig einen größeren Anteil ordern können.


Cliffs zu meiner Situation:

 

- Vermögen Stand heute: 0 € - demnach keine Kapitalerträge / keine Freibetragsausnutzung

- Portfolio-Aufbau in erster Zeit durch MSCI World Index geplant, später dann Beimischung Emerging Markets / ggbfs. bisschen was zum Absichern

- sollte ich das Geld verlieren würde ich vermutlich Krokodilstränen weinen, jedoch nicht auf der Straße landen

 

Bisher habe ich - Klassiker - den Flagship iShares MSCI World im Blick (IE00B4L5Y983).

 

Hierzu habe ich jedoch einige Punkte, die ich für mich selber aufarbeite. Vieles davon ist ein Resumée und Euch bekannt, ich freue mich trotzdem sehr über Kommentare, v.a. sollte ich irgendwo komplett daneben liegen!

 

Thesaurierend vs. Ausschüttend

Der iShares (oben) ist thesaurierend. Thesaurierung finde ich gut, da ich somit passiv spare (und nicht die Dividenden neu anlegen muss). Steuerlich scheint es auf den ersten Blick keine Nachteile zu einem Ausschütter zu geben. Behaltet bitte im Kopf, dass ich den Freibetrag auf Kapitalerträge komplett ausnutzen kann - entstehen dadurch gegebenenfalls Nachteile, da ich den Freibetrag besser durch einen ausschüttenden ETF ausnutzen könnte? Bin mir noch nicht 100 % sicher, aber ich denke da tut sich (noch) nicht viel. Ich möchte aber mein Portfolio übersichtlich halten und daher vorausdenken - wenn dort mal 10.000.000 € liegen sollte alles passen und ich nicht gezwungen sein ETFs zu verkaufen oder sonstiges.

 

Klar, es kann immer was passieren, Gesetze ändern sich, aber gibt es ein klares Argument gegen Thesaurierer in meiner Situation?

 

Fondswährung, Domizil

Ziemlich egal

 

Replikationsmethode / Nachbildung

Der iShares repliziert physisch (Optimiertes Sampling) -> keine wirklichen Nachteile, zumal er den MSCI World fast immer einen Ticken besser abbildet als viele synthetische Fonds und zumal die TER mit 0.2 % sehr günstig sind.

Demnach spricht nicht viel gegen den iShares.

 

ETF-Kosten / Broker

Mir ist bewusst, dass neben TER auch Order-Gebühren etc. eine Rolle spielen. Als Broker habe ich meine Hausbank, DKB, auserkoren, möchte aber auch hier langfristig denken.

Der Nachteil (und das ist der einzige, den ich zum iShares sehe:) kein Aktions-Sparplan. Die Sparplan-Gebühren sind mit 1.5 € aber sehr ok, v.a. wenn man 200 € pro Monat investieren möchte.

Ich würde jedenfalls nicht einen anderen ETF nehmen wollen, nur weil ich dort 1.5 € pro Order spare. Fühle mich (auch wenn es Quatsch ist) bei Blackrock auch einfach am Wohlsten.

 

Depotwechsel / ETF-"Wechsel"

Wenn man hier im Forum liest wird der Eindruck erweckt, dass jeder ETF-Kauf eine Lebensentscheidung ist (nicht negativ gemeint). Die Entscheidung ist wichtig, klar. Aber: was für Nachteile entstehen, durch 

a) einen Depot-Wechsel und einen Übertrag der WP in das neue Depot

b) einen "ETF"-Wechsel

Zu a) hierbei fallen Gebühren an, klar, aber diese sind doch sehr überschaubar - oder greife ich ins Klo.

Zu b) durch das neue Investmentsteuerbums-Gesetz wird die Wertentwicklung bei Thesaurierern ja besteuert -> demnach fallen nicht - wie früher - hohe Steuern an, sobald man einen ETF verkauft, da bereits alles versteuert wurde (?).

Unterm Strich: lohnt es sich, 3-4 Stunden in die Depot-Recherche zu stecken. Also gerade jetzt? Möchte endlich den Sparplan anstoßen :)

 

Mit einem Flagship-Fonds anfangen

Ziel ist mittelfristig ein kleines "Welt"-Portfolio. Spricht nichts dagegen, erst einmal mit dem iShares anzufangen und dann Stück für Stück beizumischen, außer: das man den Zug verpasst. Aber wir sprechen ja hier von Langfristigkeit.

Und die "Fear of missing out" hat man ja immer. Hätte zudem null Plan, was gerade jetzt Sinn macht. 

 

Nun zu einem sehr interessanten Punkt

Meinungen gehen auseinander, was die MSCI World Entwicklung in 2019 angeht. Man könnte natürlich ein wenig Vola rausnehmen, indem man die Sparraten (mit Disziplin) beiseite legt und Ende 2019 investiert. Ist aber eigentlich Quatsch, oder? Also vermutlich ergibt sich daraus ein "Verlust", wenn man nicht investiert (Durchschnittsbetrachtung), da der MSCI 2019 vermutlich mit "+" abschließen wird - ABER: die Vola ist vermutlich in 2019 höher, als in anderen Jahren, daher könnte man das vermeintliche "+" vielleicht auch vernachlässigen? Hierzu würde mich eure wertvolle Meinung ganz besonders interessieren.

 

Wer es bis hier geschafft hat - Respekt & Danke :)

Herzliche Grüße

Joe

 

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vor 6 Minuten schrieb Joe2019:

Depotwechsel / ETF-"Wechsel"

Wenn man hier im Forum liest wird der Eindruck erweckt, dass jeder ETF-Kauf eine Lebensentscheidung ist (nicht negativ gemeint). Die Entscheidung ist wichtig, klar. Aber: was für Nachteile entstehen, durch 

a) einen Depot-Wechsel und einen Übertrag der WP in das neue Depot

b) einen "ETF"-Wechsel

Zu a) hierbei fallen Gebühren an, klar, aber diese sind doch sehr überschaubar - oder greife ich ins Klo.

In der Regel fallen keine Gebühren an.

 

vor 6 Minuten schrieb Joe2019:

Zu b) durch das neue Investmentsteuerbums-Gesetz wird die Wertentwicklung bei Thesaurierern ja besteuert ->

Nein, nur zu einem (geringen) Teil (je nach Börsenentwicklung)

 

vor 6 Minuten schrieb Joe2019:

demnach fallen nicht - wie früher - hohe Steuern an,

folglich: doch....

 

vor 6 Minuten schrieb Joe2019:

sobald man einen ETF verkauft, da bereits alles versteuert wurde (?).

nein... wurde nicht.

 

vor 6 Minuten schrieb Joe2019:

Unterm Strich: lohnt es sich, 3-4 Stunden in die Depot-Recherche zu stecken.

Für ein "Weltdepot" solltest du mit weniger Zeit hinkommen. Insbesondere weil:

vor 38 Minuten schrieb Joe2019:

habe bisher lediglich beruflich in professionellem Maße investiert

 

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Eine ETF Investition ist einfach. Sie erfolgt stur den Gegebenheiten. Aus allen Kommentaren aus sämtlichen ETF - Hyper.

Völlig egal wann wie und wo gekauft wird.

Das soll nicht abwertend sein, aber du kaufst ein Vehikel.

Das ist einfach und gut mit einer Strategie die weitreichend diskutiert wird. 

Eine ETF Investition ist einfach. Sie erfolgt stur den Gegebenheiten. Aus allen Kommentaren aus sämtlichen ETF - Hyper.

Völlig egal wann wie und wo gekauft wird.

Das soll nicht abwertend sein, aber du kaufst ein Vehikel.

Das ist einfach und gut mit einer Strategie die weitreichend diskutiert wird. 

Ein , Fear‘ of Missing out?? Beim ETF meiner Meinung nach nicht gegeben- das Ziel ist der Index.

 

Bei Einzelaktien kann man drüber streiten 

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Posted · Edited by Ramstein

vor 55 Minuten schrieb Joe2019:

- Vermögen Stand heute: 0 € - demnach keine Kapitalerträge / keine Freibetragsausnutzung

 

Bisher habe ich - Klassiker - den Flagship iShares MSCI World im Blick (IE00B4L5Y983).

 

Warum nicht Vanguard FTSE All-World UCITS ETF IE00B3RBWM25?

Begründe deine Meinung, um zu zeigen, ob eine weitere Diskussion sich überhaupt lohnt.

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Die Diskussion verstehe ich auch nicht. Es gibt nix einfacheres als den Vanguard. Der ist gut und einfach- relativ günstig- deckt auch EM ab.

Er bietet eine einfache Möglichkeit mit kleineren Beträgen etwas zu tuen.

Ich mag ihn gerne.

Wenn über Anlagen gesprochen wird, wo Einzelinvestments von 5-10k möglich sind - da geht meiner Meinung nach auch die diversifizierte Anlage in ETF und Einzelaktien in Kombination mit Branchen/Sektorwetten - weil ab einer gewissen Größe auch mehr Spielraum herrscht um Wachstum/Dividenden auszunützen- dass erfordert aber natürlich Arbeit 

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Du könntest auch alle zwei oder drei Monate kaufen um die Orderkosten zu senken. Und warum kein Ausschütter ? Wenn du eh per Sparplan investierst könntest du die Rate alle paar Monate um den Betrag der Ausschüttung erhöhen ohne Mehrkosten zu erzeugen.  

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Hallo Joe,

 

vor 1 Stunde schrieb Joe2019:

Thesaurierend vs. Ausschüttend

Der iShares (oben) ist thesaurierend. Thesaurierung finde ich gut, da ich somit passiv spare (und nicht die Dividenden neu anlegen muss). Steuerlich scheint es auf den ersten Blick keine Nachteile zu einem Ausschütter zu geben. Behaltet bitte im Kopf, dass ich den Freibetrag auf Kapitalerträge komplett ausnutzen kann - entstehen dadurch gegebenenfalls Nachteile, da ich den Freibetrag besser durch einen ausschüttenden ETF ausnutzen könnte? Bin mir noch nicht 100 % sicher, aber ich denke da tut sich (noch) nicht viel. Ich möchte aber mein Portfolio übersichtlich halten und daher vorausdenken - wenn dort mal 10.000.000 € liegen sollte alles passen und ich nicht gezwungen sein ETFs zu verkaufen oder sonstiges.

 

Klar, es kann immer was passieren, Gesetze ändern sich, aber gibt es ein klares Argument gegen Thesaurierer in meiner Situation?

Du schreibst:

vor 1 Stunde schrieb Joe2019:

Ziel ist mittelfristig ein kleines "Welt"-Portfolio. Spricht nichts dagegen, erst einmal mit dem iShares anzufangen und dann Stück für Stück beizumischen, außer: das man den Zug verpasst. Aber wir sprechen ja hier von Langfristigkeit.

 

Daher könnte es Sinn machen, einen Ausschüttenden zu nehmen und die Ausschüttungen für das Rebalancing zu verwenden. Zudem kannst Du Deinen FSA ausnutzen.

 

vor 1 Stunde schrieb Joe2019:

ETF-Kosten / Broker

Mir ist bewusst, dass neben TER auch Order-Gebühren etc. eine Rolle spielen. Als Broker habe ich meine Hausbank, DKB, auserkoren, möchte aber auch hier langfristig denken.

Der Nachteil (und das ist der einzige, den ich zum iShares sehe:) kein Aktions-Sparplan. Die Sparplan-Gebühren sind mit 1.5 € aber sehr ok, v.a. wenn man 200 € pro Monat investieren möchte.

Ich würde jedenfalls nicht einen anderen ETF nehmen wollen, nur weil ich dort 1.5 € pro Order spare. Fühle mich (auch wenn es Quatsch ist) bei Blackrock auch einfach am Wohlsten.

Wodurch ist das Wohlfühlen bei Blackrock begründet? Ein neues Depot ist leicht eröffnet und damit schnell und einfach Geld gespart. Wobei das langfristig tatsächlich nicht ins Gewicht fällt. 

 

vor 1 Stunde schrieb Joe2019:

 

Depotwechsel / ETF-"Wechsel"

Wenn man hier im Forum liest wird der Eindruck erweckt, dass jeder ETF-Kauf eine Lebensentscheidung ist (nicht negativ gemeint). Die Entscheidung ist wichtig, klar. Aber: was für Nachteile entstehen, durch 

a) einen Depot-Wechsel und einen Übertrag der WP in das neue Depot

b) einen "ETF"-Wechsel

Zu a) hierbei fallen Gebühren an, klar, aber diese sind doch sehr überschaubar - oder greife ich ins Klo.

Zu b) durch das neue Investmentsteuerbums-Gesetz wird die Wertentwicklung bei Thesaurierern ja besteuert -> demnach fallen nicht - wie früher - hohe Steuern an, sobald man einen ETF verkauft, da bereits alles versteuert wurde (?).

Unterm Strich: lohnt es sich, 3-4 Stunden in die Depot-Recherche zu stecken. Also gerade jetzt? Möchte endlich den Sparplan anstoßen :)

a) keine. Depotwechsel kostet nichts, manchmal erhält man eher sogar Prämien

b) ggfls. Transaktionskosten und Steuer, sofern man die alten verkaufen muss/möchte

 

 

vor 1 Stunde schrieb Joe2019:

Replikationsmethode / Nachbildung

Der iShares repliziert physisch (Optimiertes Sampling) -> keine wirklichen Nachteile, zumal er den MSCI World fast immer einen Ticken besser abbildet als viele synthetische Fonds und zumal die TER mit 0.2 % sehr günstig sind.

Demnach spricht nicht viel gegen den iShares.

Achte eher auf die Trackingdifferences. Die liegt bei 0,14% (http://www.trackingdifferences.com/ETF/ISIN/IE00B4L5Y983)

Wenn Du dem Link folgst, siehst Du einen Vergleich verschiedener Fonds auf den MSCI World. Da schneiden andere besser ab.

 

vor 1 Stunde schrieb Joe2019:

 

Nun zu einem sehr interessanten Punkt

Meinungen gehen auseinander, was die MSCI World Entwicklung in 2019 angeht. Man könnte natürlich ein wenig Vola rausnehmen, indem man die Sparraten (mit Disziplin) beiseite legt und Ende 2019 investiert. Ist aber eigentlich Quatsch, oder? Also vermutlich ergibt sich daraus ein "Verlust", wenn man nicht investiert (Durchschnittsbetrachtung), da der MSCI 2019 vermutlich mit "+" abschließen wird - ABER: die Vola ist vermutlich in 2019 höher, als in anderen Jahren, daher könnte man das vermeintliche "+" vielleicht auch vernachlässigen? Hierzu würde mich eure wertvolle Meinung ganz besonders interessieren.

 

Wir haben alle leider keine Glaskugel. Passives Investieren bedeutet auch, dass kein Markettiming betrieben wird. Vermutlich wird sich keiner gänzlich davon lösen können, aber ein Sparplan gleicht langfristig alles aus. Am Anfang bei niedrigem DEpotwert ohnehin.

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vor 1 Stunde schrieb mathx:

Achte eher auf die Trackingdifferences. Die liegt bei 0,14% (http://www.trackingdifferences.com/ETF/ISIN/IE00B4L5Y983)

Wenn Du dem Link folgst, siehst Du einen Vergleich verschiedener Fonds auf den MSCI World. Da schneiden andere besser ab.

Wenn ich dem Link folge, steht dort 0,04%, wobei der Wert in den letzten Jahren geringer (meist unter 0%) war. Da sind andere ähnlich gut (z.B. die beiden Xtrackers), aber wer schneidet wirklich signifikant besser ab?

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Vergangenen. Wie ist es in Zukunft?

Glaskugel - Bitteeeee.

 

Suche dir doch einfach einen ETF!

 

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vor 15 Stunden schrieb CobbDouglas:

Wenn ich dem Link folge, steht dort 0,04%, wobei der Wert in den letzten Jahren geringer (meist unter 0%) war. Da sind andere ähnlich gut (z.B. die beiden Xtrackers), aber wer schneidet wirklich signifikant besser ab?

 

Du hast vollkommen recht! 0,14 ist die TD seit 2010. Aktuell ist sie bi 0,04. Beides ist aber besser als die TER vermuten lässt. Ich habe bspw. den Xtracker, aber auch die von Vanguard sind sehr gut was die TD angeht. Diese sind allerdings nicht im Vergleich aufgeführt.

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Wäre es bei einem Vermögen von 0,- € nicht erstmal sinnvoll, eine Liquiditätsreserve zu schaffen? Dem Eröffnungsthread ist zumindest nicht zu entnehmen, dass etwaige Rücklagen vorhanden sind. 

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vor 2 Stunden schrieb Quailman:

Wäre es bei einem Vermögen von 0,- € nicht erstmal sinnvoll, eine Liquiditätsreserve zu schaffen? Dem Eröffnungsthread ist zumindest nicht zu entnehmen, dass etwaige Rücklagen vorhanden sind. 

 

Da gibt es ja unterschiedlichste Interpretationen. Für mich ist eine Liquiditätsreserve kein Teil des Portfolios /Vermögens. Da gibt es im Off-Topic eine interessante Diskussion. Was allerdings m.E. tatsächlich fehlt, ist ein RK1-Anteil.

Entsprechen die 200 € 100% des monatlichen Sparvolumens, sollte gemäß der eigenen Risikotoleranz ein Anteil davon in RK1 fließen - das kann bspw. erstmal Tagesgeld sein.

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vor einer Stunde schrieb mathx:

Was allerdings m.E. tatsächlich fehlt, ist ein RK1-Anteil.

Entsprechen die 200 € 100% des monatlichen Sparvolumens, sollte gemäß der eigenen Risikotoleranz ein Anteil davon in RK1 fließen - das kann bspw. erstmal Tagesgeld sein.

Ist das eigentlich gottgegeben, daß man einen Teil seiner Ersparnisse in RK1 anlegen muß?

 

vor 23 Stunden schrieb Joe2019:

Ich bin nicht wirklich auf das Geld angewiesen, ....

...  das würde ich so interpretieren, daß der TO ansonsten nicht mittellos ist oder ein so gesichertes Einkommen hat, daß er glaubt, ohne Aufbau eines Liquiditätspolsters auszukommen.

Wobei:

vor 22 Stunden schrieb Joe2019:

- Vermögen Stand heute: 0 € - demnach keine Kapitalerträge

mit der Aussage "ich bin nicht wirklich auf das Geld angewiesen, ...." nur bedingt zusammenpaßt.

Aber offensichtlich hat der TO diesen Widerspruch erkannt, reflektiert und dann eine Entscheidung getroffen:

vor 22 Stunden schrieb Joe2019:

- sollte ich das Geld verlieren würde ich vermutlich Krokodilstränen weinen, jedoch nicht auf der Straße landen

 

Langfristig würde ich zwar auch für den Aufbau eines Liquiditätspolsters plädieren, aber ich finde es schon "witzig" (positiv gemeint), mal mit einer monatlichen Sparrate von 200,- Euro einen "Selbsterfahrungstrip" zu machen. Der TO wird dabei etwas über sich und seinen Umgang mit Gewinn und Verlust lernen. In bewegten Börsenzeiten kann man mehr über sich und seine Reaktionen auf Kursschwankungen lernen als in "langweiligen" Haussephasen.

 

 

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vor 1 Minute schrieb Nachdenklich:

Ist das eigentlich gottgegeben, daß man einen Teil seiner Ersparnisse in RK1 anlegen muß?

 

Dazu zitiere ich mich nochmals selbst:

vor einer Stunde schrieb mathx:

Entsprechen die 200 € 100% des monatlichen Sparvolumens, sollte gemäß der eigenen Risikotoleranz ein Anteil davon in RK1 fließen - das kann bspw. erstmal Tagesgeld sein.

Wenn seine Risikotoleranz entsprechend hoch ist und seine Aufteilung 100 / 0 lautet, ist das m.E. auch ok. Aber zumindest sollte man darüber nachgedacht haben. Ich wollte damit nicht zum Ausdruck bringen, dass es unbedingt eines RK1-Anteiles bedarf. War vllt. etwas unglücklich formuliert.

 

 

 

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vor 3 Minuten schrieb mathx:

Aber zumindest sollte man darüber nachgedacht haben. Ich wollte damit nicht zum Ausdruck bringen, dass es unbedingt eines RK1-Anteiles bedarf.

Dann sind wir uns völlig einig!

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Wow, ich hätte wirklich nicht mit so vielen Antworten in so kurzer Zeit gerechnet. Muss das Schmuddel-Wetter sein :) 

 

@all: vielen, vielen Dank! Ich denke, um den Thread nicht aufzublähen, sollte ich hier nicht alles einzelnen Kommentieren. Ich versuche vielmehr mich allgemein zu halten.

 

zu Depot / Depotwechsel etc.:

danke für eure Hinweise, ich gehe noch mal in mich, mache da aber jetzt keine all zu große Nummer draus.

 

zu Thesaurierer vs. Ausschütter:

Hier lag ein Denkfehler meinerseits vor -> nun wird ein Schuh drauß. Vereinfacht gesagt: Kleine Steuerersparnis (Steuerstundungseffekt) bei Thesaurieren möglich, in meiner Konstellation machen jedoch Ausschütter Sinn, da ich den FSA ausnutzen kann und daher daran interessiert bin möglichst viel der Steuern heute zu zahlen. Finde die Idee sehr gut, die Ausschüttungen für Rebalancing zu benutzen, werde ich wohl so machen. Ich bin auch recht diszipliniert, laufe also nicht Gefahr, mir die anfangs ausgeschütteten paar € hinter die Binde zu kippen.

 

zu Allgemeine Situation / 0 € Vermögen / RK1:

ok, ich muss hier tatsächlich noch mal ein bisschen weiter ausholen. Meine finanzielle Situation ist wie folgt: ich verdiene recht gut (für 30) und habe etwas "finanzielle Reserven". Diese betragen ein paar k€ und liegen auf meinem Giro rum. Ich möchte diese nicht investieren (auch nicht in Tagesgeld), da ich dort öfter mal dran muss und der Frust, Geld vom Tagesgeldkonto etc. nehmen zu müssen, dafür zu hoch ist / der Aufwand nicht wert.

Ich werde aber - ich wollte dies nicht in den Eingangspost packen, um Übersicht zu gewährleisten - neben den 200€ ETF Invest ca. 100 € - 200 € monatlich in Tagesgeld investieren.

Gerne gehe ich ein gewisses Risiko ein und würde mir dann in 2-3 Jahre überlegen, ob ich das Tagesgeld nutzen möchte, um vielleicht ein bisschen was zu riskieren oder ins Casino zu gehen oder sonstiges.

Was noch aussteht - und da wäre ich mich irgendwie sehr gegen - ist die Überlegung, ob Riestern Sinn macht. Dies ist natürlich wichtiger Bestandteil der Vermögens / AV Strategie, daher werde ich das Thema zeitnah angehen. So oder so werde ich jedoch erst einmal 200 € pro Monat in ETF(s) investieren, daher hier der Fokus, womit wir wieder beim Thema ETF-Auswahl wären:

 

zur ETF-Auswahl:

Danke für eure Hinweise zu Vanguard, Tracking-Difference etc. An dieser Stelle merke ich, dass ich teils wohl doch quoten muss. Also:

 

Am 4.1.2019 um 18:28 schrieb Ramstein:

 

Warum nicht Vanguard FTSE All-World UCITS ETF IE00B3RBWM25?

Begründe deine Meinung, um zu zeigen, ob eine weitere Diskussion sich überhaupt lohnt.

 

ich hatte mir den Index tatsächlich mal angeschaut und finde den Vanguard sehr interessant. Hier mal meine Gedanken:

 

Wenn man sich das FTSE-Exposure anschaut, sieht man, dass "nur" knapp 10 % in EM gehen, was relativ wenig ist, im Vergleich zu einer (exemplarischen, aber vermutlich oft vorgenommenen) 70 % MSCI World und 30 % MSCI EM Vorgehensweise. Hier unterscheiden sich jedoch auch die Definitionen von EM und Core World zwischen den Indizes, sodass der Unterschied in der Realität wohl kleiner ist.

Unterm Strich spricht aber wenig gegen den Vanguard anstatt zwei ETFs zu besparen, zumal man ja immer noch ein bisschen mehr EM beimischen könnte durch einen zweiten ETF, wenn der Bedarf besteht. Man ist mit dem Vanguard jedoch direkt breiter diversifiziert, streicht halt dafür im Durchschnitt ein bisschen weniger Rendite ein. Gerade am Anfang würde ich jedoch sagen, dass 10 % Loss mehr weh tun als 10 % Win gut tun (man muss sich ja erstmal an die Schwankungen gewöhnen etc.).

Zudem ist der Vanguard ein Ausschütter und ihr habt ihn oben mehrfach empfohlen. Ich tendiere stark zu ihm, schaue mir gegebenfalls nur noch mal die anderen FTSE All-World / MSCI All World Alternativen an. Vom Anbieter mache ich meine Entscheidung nicht mehr abhängig @

Am 4.1.2019 um 19:29 schrieb mathx:

 

Wodurch ist das Wohlfühlen bei Blackrock begründet? Ein neues Depot ist leicht eröffnet und damit schnell und einfach Geld gespart. Wobei das langfristig tatsächlich nicht ins Gewicht fällt. 

 

Mein "Wohlfühlen" ist wohl eher dadurch bedingt, dass ich Blackrock (nicht persönlich, aber halt beruflich) als positiv wahrgenommen habe und von vielen anderen Anbietern zum ersten Mal gehört habe. Wobei, wenn ich so darüber nachdenke, ein bisschen Angst vor Larry Fink habe ich ja schon. Ist halt die Frage, ob man auf Blackrocks Seite stehen möchte, wenn die Welt irgendwann untergeht... aber, stimmt, spielt bei ETFs ja keine Rolle :) Von daher lege ich ab sofort weniger Fokus auf den "Namen".

An dieser Stelle merke ich wie krass irrational man doch immer wieder ist, auch wenn man eigentlich sehr rational denkt oder zumindest denkt, dass man rational denkt. (ich bin übrigens nicht betrunken, falls Ihr das denkt).

 

Nochmal: ich weiß jeden Beitrag sehr zu schätzen, daher hoffe ich, dass es für Euch in Ordnung ist, dass ich nicht auf jede Antwort direkt eingegangen bin. Sorry, falls ich jemanden vergessen habe.

 

Ich denke morgen ringe ich mich zu einer ETF-Entscheidung durch, die dann wahrlich hier geteilt wird. Super Forum!

 

Herzliche Grüße

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Jetzt habe ich doch ein Glas Wein getrunken und da geht mir eine Frage nicht aus dem Kopf. Mir ist klar, dass es aus Performance-Sicht keinen Unterschied macht, ob man in USD oder EUR investiert.

Eine Frage kann ich nach Recherche jedoch noch nicht ausreichend klären. Was ist mit folgendem Szenario:

 

a) USD ETF, Anteile im Wert von 10.000 USD

b) EUR ETF, Anteile im Wert von (vereinfacht: USD/EUR = 1.20) 8.333 €

 

Egal wie der USD/EUR Kurs sich entwickelt, der "Wert" bleibt bei a) und b) gleich.

 

Wenn ich die Anteile jedoch verkaufen möchte, bekomme ich ja (hypothetisches Beispiel) USD/EUR Kurs steigt auf USD/EUR = 1.50 -> 

 

bei Verkauf von a) 10.000 USD, die ich, wenn ich das Geld ausgeben möchte, in 6.666 € umrechne

bei Verkauf von b) 8.333 €

 

Sorry, ihr hört diese Frage vermutlich oft, aber ich kann sie auch nach Recherche nicht ausreichend klären.

 

Danke Euch!

 

 

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Ja, und wer sagt dass deine ursprünglichen 10k USD entsprechenden ETF Anteile nicht später auch 12.500 USD wert sein könnten?

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Posted · Edited by paramonov

Warum sollte bei einer USD Abwertung der Euro ETF im Wert stabil bleiben? Die darin enthaltenen USD Aktien sind dann weniger Euro wert.

 

Dieses Beispiel ist auch bei einem World ETF korrekt, nur geht es dort noch um einige mehr Währungen als nur Euro und USD.

 

5166302_FT_5_2017_IG_Beispiel1_Fondswaeh

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vor 1 Minute schrieb Cai Shen:

Ja, und wer sagt dass deine ursprünglichen 10k USD entsprechenden ETF Anteile nicht später auch 12.500 USD wert sein könnten?

vor 2 Minuten schrieb paramonov:

Warum sollte bei einer USD Abwertung der Euro ETF im Wert stabil bleiben?

 

Dieses Beispiel ist auch bei einem World ETF korrekt, nur geht es dort noch um einige mehr Währungen als nur Euro und USD.

 

5166302_FT_5_2017_IG_Beispiel1_Fondswaeh

Got it, sorry. Habe sogar die Grafik schon mal angeschaut, aber irgendwie kamen gerade Zweifel.

 

Good n8 

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vor 9 Stunden schrieb Joe2019:

zu Allgemeine Situation / 0 € Vermögen / RK1:

ok, ich muss hier tatsächlich noch mal ein bisschen weiter ausholen. Meine finanzielle Situation ist wie folgt: ich verdiene recht gut (für 30) und habe etwas "finanzielle Reserven". Diese betragen ein paar k€ und liegen auf meinem Giro rum. Ich möchte diese nicht investieren (auch nicht in Tagesgeld), da ich dort öfter mal dran muss und der Frust, Geld vom Tagesgeldkonto etc. nehmen zu müssen, dafür zu hoch ist / der Aufwand nicht wert.

Ich werde aber - ich wollte dies nicht in den Eingangspost packen, um Übersicht zu gewährleisten - neben den 200€ ETF Invest ca. 100 € - 200 € monatlich in Tagesgeld investieren.

Gerne gehe ich ein gewisses Risiko ein und würde mir dann in 2-3 Jahre überlegen, ob ich das Tagesgeld nutzen möchte, um vielleicht ein bisschen was zu riskieren oder ins Casino zu gehen oder sonstiges.

Was noch aussteht - und da wäre ich mich irgendwie sehr gegen - ist die Überlegung, ob Riestern Sinn macht. Dies ist natürlich wichtiger Bestandteil der Vermögens / AV Strategie, daher werde ich das Thema zeitnah angehen. So oder so werde ich jedoch erst einmal 200 € pro Monat in ETF(s) investieren, daher hier der Fokus, womit wir wieder beim Thema ETF-Auswahl wären:

 

Meine persönliche Meinung - und daher habe ich selbst all solche Dinge aufgelöst und auszahlen lassen: Lebensversicherungen (außer Risiko zum Absichern der Familie), Riesterrente, etc. sind teure Versicherungen, die zudem am Ende nochmal dick versteuert werden und sich nicht wirklich lohnen. Wenn Riester, dann Fonds-/Aktiengebunden, aber das kannst Du dann gleich auch günstiger mit den ETF haben. Ich möchte aber direkt dazu sagen: Ich bin kein Fachmann auf dem Gebiet.

 

 

vor 9 Stunden schrieb Joe2019:

Wenn man sich das FTSE-Exposure anschaut, sieht man, dass "nur" knapp 10 % in EM gehen, was relativ wenig ist, im Vergleich zu einer (exemplarischen, aber vermutlich oft vorgenommenen) 70 % MSCI World und 30 % MSCI EM Vorgehensweise. Hier unterscheiden sich jedoch auch die Definitionen von EM und Core World zwischen den Indizes, sodass der Unterschied in der Realität wohl kleiner ist.

Unterm Strich spricht aber wenig gegen den Vanguard anstatt zwei ETFs zu besparen, zumal man ja immer noch ein bisschen mehr EM beimischen könnte durch einen zweiten ETF, wenn der Bedarf besteht. Man ist mit dem Vanguard jedoch direkt breiter diversifiziert, streicht halt dafür im Durchschnitt ein bisschen weniger Rendite ein. Gerade am Anfang würde ich jedoch sagen, dass 10 % Loss mehr weh tun als 10 % Win gut tun (man muss sich ja erstmal an die Schwankungen gewöhnen etc.).

In den letzten 5 Jahren war das tatsächlich wie von Dir beschrieben, der MSCI World lief etwas besser. Aber läuft das zwangsläufig so weiter? Es wäre eine Wette gegen EM. Wissen tun wir das nicht.

Du kannst später bspw. den Vanguard FTSE Emerging Markets dazu mischen (ISIN IE00B3VVMM84).

Südkorea gehört übrigens beim FTSE zum World-Anteil im MSCI zu EM. Es ergeben sich dadurch auch nochmal Verschiebungen. Es lässt sich aber recht einfach ausrechnen, wie viel Du beimischen müsstest.

 

vor 9 Stunden schrieb Joe2019:

Mein "Wohlfühlen" ist wohl eher dadurch bedingt, dass ich Blackrock (nicht persönlich, aber halt beruflich) als positiv wahrgenommen habe und von vielen anderen Anbietern zum ersten Mal gehört habe. Wobei, wenn ich so darüber nachdenke, ein bisschen Angst vor Larry Fink habe ich ja schon. Ist halt die Frage, ob man auf Blackrocks Seite stehen möchte, wenn die Welt irgendwann untergeht... aber, stimmt, spielt bei ETFs ja keine Rolle :) Von daher lege ich ab sofort weniger Fokus auf den "Namen".

An dieser Stelle merke ich wie krass irrational man doch immer wieder ist, auch wenn man eigentlich sehr rational denkt oder zumindest denkt, dass man rational denkt. (ich bin übrigens nicht betrunken, falls Ihr das denkt).

Von manchen Dingen wird man sich nie ganz lösen können. Umso besser, wenn man sich damit beschäftigt und es bemerkt. Solche ein Thema ist bspw. auch das Markettiming. Jeder versucht irgendwie doch den besten Zeitpunkt des Einstiegs oder Nachkaufs zu finden - so sehr man auch weiß, dass man doch eigentlich passiver Buy & Hold-Investor ist. Man muss es sich halt doch immer wieder ins Gewissen rufen.

 

Bei der Gelegenheit kannst Du ja man Larry Fink und den Gründer von Vanguard, John Bogle vergleichen - vorallem deren Vermögen und warum das so ist. :-)

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vor 3 Stunden schrieb mathx:

 

Meine persönliche Meinung - und daher habe ich selbst all solche Dinge aufgelöst und auszahlen lassen: Lebensversicherungen (außer Risiko zum Absichern der Familie), Riesterrente, etc. sind teure Versicherungen, die zudem am Ende nochmal dick versteuert werden und sich nicht wirklich lohnen. Wenn Riester, dann Fonds-/Aktiengebunden, aber das kannst Du dann gleich auch günstiger mit den ETF haben. Ich möchte aber direkt dazu sagen: Ich bin kein Fachmann auf dem Gebiet.

 

 

In den letzten 5 Jahren war das tatsächlich wie von Dir beschrieben, der MSCI World lief etwas besser. Aber läuft das zwangsläufig so weiter? Es wäre eine Wette gegen EM. Wissen tun wir das nicht.

Du kannst später bspw. den Vanguard FTSE Emerging Markets dazu mischen (ISIN IE00B3VVMM84).

Südkorea gehört übrigens beim FTSE zum World-Anteil im MSCI zu EM. Es ergeben sich dadurch auch nochmal Verschiebungen. Es lässt sich aber recht einfach ausrechnen, wie viel Du beimischen müsstest.

 

Von manchen Dingen wird man sich nie ganz lösen können. Umso besser, wenn man sich damit beschäftigt und es bemerkt. Solche ein Thema ist bspw. auch das Markettiming. Jeder versucht irgendwie doch den besten Zeitpunkt des Einstiegs oder Nachkaufs zu finden - so sehr man auch weiß, dass man doch eigentlich passiver Buy & Hold-Investor ist. Man muss es sich halt doch immer wieder ins Gewissen rufen.

 

Bei der Gelegenheit kannst Du ja man Larry Fink und den Gründer von Vanguard, John Bogle vergleichen - vorallem deren Vermögen und warum das so ist. :-)

 

Good morning,

 

ich halte auch nicht viel von Riester. Die Entscheidung für oder gegen Riester ist sehr komplex, finde ich.

 

Je mehr ich mich mit Vanguard auseinandersetze, desto spannender finde ich die Firma. Dies hat natürlich kaum Einfluss auf den ETF, just for fun. Meine ETF-Entscheidung:

 

Vanguard FTSE All World als IE00B3RBWM25 (Ausschütter)

 

Habe meinen "Plan" ein bisschen feingeschliffen und mich nun zusammenfassend zu folgendem durchgerungen:

 

In den nächsten Monaten erst einmal:

- 150 € Visa-Sparen bei der DKB (ohne echte Erträge natürlich)

- 200 € in den Vanguard legen (DKB Depot)

- Ausschüttungen werden durch höhere Sparraten reinvestiert (voraussichtlich)

 

Am Ende des Jahres sollte ich mir dann überlegen, ob ich

 

Alternative a) die ca. 1.800 € (gespart) in irgendein Vorsorge-Produkt mit Fördercharakter stecke um Förderung und Steuerersparnis mitzunehmen (man kann ja auch nachträglich noch "Riestern" etc.)

Alternative b) weiter "spare"

Alternative c) in ETFs umshifte (wobei man hier wieder das "Problem" hätte, auf einmal und nicht kontinuierlich zu investieren)

Alternative d) in sonstige, risikoarme Assets investiere

Alternative e) Mir eine schöne Nomos gönne

Alternative f) Mix aus b) - e)

 

Werde mich nun erst einmal weiter mit BU auseinandersetzen und mir in den nächsten Monaten mal Gedanken machen, ob Riester (vlt. Wohn-Riester) für mich Sinn macht.

 

Poste hierzu noch mal separat & passe den Titel mal an.

 

Herzliche Grüße

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Hallo liebes Forum,

 

anbei ein kleines Update.

 

Wie geplant bin ich nun stolzer ETF-Anteil-Besitzer und habe die ersten Vanguard FTSE All World IE00B3RBWM25. Habe zu 70,07 € Einstandswert gekauf. Der Kurs war kurzzeitig auf unter 69 €, da wollte ich schon verkaufen....

 

:w00t:

 

...Aber jetzt ist er über Einstandskurs, daher passt alles und ich rechne täglich die Rendite aus und ergötze mich an meinem Profit.

 

:-*

 

Habe mir auch die Kommer-Bibel gegönnt, sehr spannend bis jetzt, wobei ich schon finde, dass er einen Ticken zu hart gegen die Finanzbranche vorgeht und ziemlich viel in Schubladen steckt. Kann mit zu allgemeinen Aussagen teilweise auch nichts anfangen.

Er pauschalisiert z.B. dass historische Performance auch bei Private Equity-Fonds kein Indikator für zukünftige Performance ist. Da ich dieses Thema beruflich und auch in meiner Master-Arbeit sehr detailliert analysiert habe, muss ich dem widersprechen. Kommer analysiert z.B. auch, dass es nur ganz wenige Aktienfonds 4 Jahre in Folge in das Top-Quartile in ihrer Benchmark schaffen. Stimmt schon, interessanter (aber nicht so catchy für die Positionierung gegen Aktives Investieren) wäre allerdings wie viele Fonds in den Zeitabschnitten die Benchmark in Folge schlagen konnten... Aber das sind Kleinigkeiten, habe auf jeden Fall schon viel gelernt.

 

Nun eine andere Geschichte. Ich habe 0 (NULL!) Ahnung von Aktien und verstehe komplett die Vorteile eines passiven Ansatzes. Aktives Picking kommt für mich (grds.) nicht in Frage, aaaaaber:

 

es gibt zwei, drei interessante Geschichten, die ich einfach spannend finde. Dabei geht es v.a. um Neu-Emmissionen. Ein Beispiel ist palantir. Wem dies nichts sagt -> Palantir

 

Umsatz 2017 bei nicht mal 1 Mrd. USD, kolportierte Bewertung > 40 Mrd. USD. Für mich als vermeintliche Laie klares Gambling.

 

Nun stellt sich für mich eine allgemeine Frage. Wie geht Ihr mit sowas um?

Könnt Ihr guten Gewissens "Spielgeld" in solche Assets investieren? Mein Problem ist folgendes und ich weiß nicht zu 100 %, ob ich damit nicht unglücklich bin:

 

Auch wenn ich nicht meine Standardsparraten für solche Spiele anfassen würde, wäre die Gesamtrendite halt schnell für die Katz (ich hätte mir dann gefühlt die ETF-Investitionen sparen können und die ganze Recherche), sofern die Aktie beispielsweise komplett crasht. Auf der anderen Seite reizt es mich halt sie zu zeichnen. All die Diversifizierung und tausende Gedanken zu Portfolio-Gestaltung rücken dann irgendwie in den Hintergrund.

 

Geht mir hier eindeutig nicht um die Aktie selber, sondern um das grundsätzliche Verhalten. Schafft ihr es, in solchen Fällen zu trennen? 

 

Freue mich auf euer Feedback 

 

Beste Grüße

 

 

 

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vor 2 Stunden schrieb Joe2019:

Wie geplant bin ich nun stolzer ETF-Anteil-Besitzer und habe die ersten Vanguard FTSE All World IE00B3RBWM25. Habe zu 70,07 € Einstandswert gekauf. Der Kurs war kurzzeitig auf unter 69 €, da wollte ich schon verkaufen....

 

:w00t:

 

...Aber jetzt ist er über Einstandskurs, daher passt alles und ich rechne täglich die Rendite aus und ergötze mich an meinem Profit.

 

:-*

Gott oh Gott, ich hoffe mal das hier war Ironie...

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