Rosenrot

Bewertung Anfänger-ETF-Sparplan vor Umsetzung

  • Sparplan
  • Altersvorsorge
  • Vermögensaufbau
  • ETF

Geschrieben · bearbeitet von Rosenrot

Hallo liebe alle,

 

wie bei so vielen hier, würde mich eure Einschätzung meines geplanten ETF-Portfolios sehr freuen. Danke für eure Zeit!

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen

Keine. Bis vor 2 Wochen hatte ich nicht einmal ein Tagesgeldkonto.

Seit ich angefangen habe, mich in die Thematik einzulesen, macht es mir aber riesigen Spaß und ich verbringe im Moment meine komplette Freizeit damit, mir Wissen anzueignen.

 

2. Darstellung von bereits vorhandenen Fondspositionen (ISIN angeben)

Gibt es nicht.

 

3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage

Mir geht es für den Start in erster Linie um langfristige Selbstläufer.

Ggf. werde ich zukünftig etwas "Spielgeld" in die Hand nehmen, um anderes auszuprobieren. Dieses ETF Portfolio soll aber möglichst von allein laufen.

 

4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten

Mittel. Kurzfristige Schwankungen oder auch "Crashs" sind mir egal, wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist, langfristig Rendite zu machen.

 

Zusätzliche Angaben

[EDIT]

 

 

Über meine Fondsanlage

 

1. Anlagehorizont

Min. 15 - 20 Jahre

(Je nach Lebensentwicklung auch länger.)

 

2. Zweck der Anlage

Vermögensaufbau, Absicherung im Alter

 

3. Einmalanlage und/oder Sparplan?

Sparplan

 

4. Anlagekapital

Aktuell 30 k angespart, wovon ich 15 k vorerst auf dem Tagesgeldkonto behalten und 15 k sofort investieren möchte.

Momentan spare ich 850 € im Monat.

Geplante Sparrate für ETFs: 500 - 600 €

Geplante Sparrate fürs Tagesgeldkonto: 250 - 350 €

 

 

Da ich mich noch nicht lange mit dem Thema befasse und meine Strategie mit jeder neuen Information wieder schwankt, würde mir euer Feedback sehr weiterhelfen.

Da es eine langfristige Investition ist, möchte ich hier natürlich "Fehler" möglichst von vorn herein vermeiden und wenig korrigieren müssen.

 

Onvista ist der Broker, für den ich mich entschieden habe. Onvistas Sparplanfähige ETFs

Außerdem ist mir wichtig, dass die ETFs thesaurierend sind.

 

Nun die beiden Varianten, zu denen ich tendiere:

 

Variante a:

100 % ISHARES CORE MSCI WORLD UCITS ETF - USD ACC (A0RPWH)

15.000 € Startkapital und 500 € monatliche Sparrate

 

Bei dem Startkapital scheint mir ein World ETF divers genug und es vereinfacht die Sache natürlich enorm. In 2-3 Jahren mit etwas mehr Erfahrung und mehr Kapital kann ich mir dann Gedanken über zusätzliche Anlagen machen.

 

Variante b:

80 % ISHARES CORE MSCI WORLD UCITS ETF - USD ACC (A0RPWH)

12.000 € Startkapital und 500 € monatliche Sparrate

 

20 % LYXOR MSCI AC ASIA PACIFIC EX JAPAN UCITS ETF - C EUR ACC (LYX0AB)

3.000 € Startkapital und 100 € monatliche Sparrate

 

Nimmt den Schwerpunkt etwas vom amerikanischen Markt und birgt ggf. höhere Renditechancen. Einen sparplanfähigen Emergin Markets ETF, der mir zusagt, habe ich bei Onvista nicht gefunden. Daher wäre Asien - Japan meine Alternative. 

 

 

Ich persönlich tendiere aktuell zu Variante b.

 

1. Welche Variante würdet ihr empfehlen?

2. Habe ich bei diesen ETFs etwas übersehen, das mir später zur Last werden könnte?

3. Scheint die Höhe der Sparrate eurer Meinung nach sinnvoll?

4. Wenn ich das richtig verstanden habe, wird in meiner Situation (Sparer-Pauschalbetrag nicht ausgeschöpft) eher ausschüttend empfohlen. Ich habe aber sofort zu thesaurierend tendiert, da mir der Gedanke sehr zusagt, dass ohne mein Eingreifen reinvestiert wird und ich einen automatisierten Zinseszins-Effekt habe. Wäre der Vorteil ausschüttender ETFs wirklich so relevant, dass ich das ggf. noch einmal überdenken sollte?

 

Danke, danke, danke für eure Unterstützung!

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von odensee

vor 23 Minuten schrieb Rosenrot:

1. Welche Variante würdet ihr empfehlen?

Variante c: ;)

FTSE ALL-WORLD UCITS ETF - A USD DISA1JX52 (dann hast du die EM direkt dabei)

 

Zitat

2. Habe ich bei diesen ETFs etwas übersehen, das mir später zur Last werden könnte?

Ich finde: nein.

 

Zitat

3. Scheint die Höhe der Sparrate eurer Meinung nach sinnvoll?

Bei dieser Frage kommt es entscheidend darauf an, was DU für sinnvoll hältst!

 

Zitat

4. Wenn ich das richtig verstanden habe, wird in meiner Situation (Sparer-Pauschalbetrag nicht ausgeschöpft) eher ausschüttend empfohlen. Ich habe aber sofort zu thesaurierend tendiert, da mir der Gedanke sehr zusagt, dass ohne mein Eingreifen reinvestiert wird und ich einen automatisierten Zinseszins-Effekt habe. Wäre der Vorteil ausschüttender ETFs wirklich so relevant, dass ich das ggf. noch einmal überdenken sollte?

Bei maximal ausgenutztem Sparerpauschbetrag sparst du im Jahr ca. 220 Euro. Ich würde die "mitnehmen". Bei deinem aktuellen Vermögen wirst du den Sparerpauschbetrag allerdings noch längere Zeit nicht komplett nutzen können, der Effekt ist also zunächst geringer. => ein weiterer Grund für den Vanguard.

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Geschrieben

Ich kann @odensee nur in allen Punkten zustimmen.

Als weiterer Denkanstoß:
Viele Leute wollen durch die Thesaurierer eine Steuerstundung und damit eine bessere Rendite erreichen (nach Ausschöpfung des Freibetrags). Durch die neue Besteuerung ist der Unterschied soweit ich mitbekommen habe doch recht klein.
Irgendwo hier gibt es glaube ich eine Rechnung ab welcher Laufzeit etc. die Thesaurierer wirklich im Vorteil sind und soweit ich mich erinnere, ist der Vorsprung nicht mal so groß.
Auf der anderen Seite finde ich es durchaus angenehm jährliche Ausschüttungen zu erhalten die ich dann zwar manuell (durch Erhöhung der Sparplanrate) investieren muss, die aber vor allem in der Entnahmephase mir regelmäßig ohne Ordergebühren zufließen.
 

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Geschrieben

Warum (in Variante b) ein AC Asia Pacific ex Japan und nicht ein gewöhnlicher EM? Einerseits führt es zu Dopplungen/Verstärkungen mit den Industrieländern im Pazifikraum außer Japan, die auch im World enthalten sind; andererseits sind Schwellenländer in Europa, Afrika und Amerika nicht dabei.

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Geschrieben

vor 1 Stunde schrieb Rosenrot:

...

1. Welche Variante würdet ihr empfehlen?

2. Habe ich bei diesen ETFs etwas übersehen, das mir später zur Last werden könnte?

Der Lyxor ist verdammt teuer. Die TD betrug teilweise 1,0. Schau dazu einmal in das KIID auf Seite 2.

Im Zweifelsfall würde ich es bei dem MSCI World belassen und die Kröte mit der hohen Gewichtung der USA schlucken. Oder man schluckt eine andere Kröte und nimmt den ausschüttenden AllWorld.

 

Zitat

Scheint die Höhe der Sparrate eurer Meinung nach sinnvoll?

Ja!

Zitat


Wäre der Vorteil ausschüttender ETFs wirklich so relevant, dass ich das ggf. noch einmal überdenken sollte?

 

Nein, nur minimal.

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Geschrieben

vor 5 Stunden schrieb Rosenrot:

Variante b:

80 % ISHARES CORE MSCI WORLD UCITS ETF - USD ACC (A0RPWH)

12.000 € Startkapital und 500 € monatliche Sparrate

 

20 % LYXOR MSCI AC ASIA PACIFIC EX JAPAN UCITS ETF - C EUR ACC (LYX0AB)

3.000 € Startkapital und 100 € monatliche Sparrate

 

Nimmt den Schwerpunkt etwas vom amerikanischen Markt und birgt ggf. höhere Renditechancen. Einen sparplanfähigen Emerging Markets ETF, der mir zusagt, habe ich bei Onvista nicht gefunden. Daher wäre Asien - Japan meine Alternative. 

 

 

Ich persönlich tendiere aktuell zu Variante b.

 

Ich bin da bei Dir, würde aber mal suchen, ob es da nicht noch eine Alternative mit geringerer TD gibt.

 

vor 3 Stunden schrieb Schwachzocker:

Der Lyxor ist verdammt teuer. Die TD betrug teilweise 1,0. Schau dazu einmal in das KIID auf Seite 2.

 

Ich habe nicht selber nachgeschaut, gehe aber davon aus, daß Schwachzocker schon richtig recherchiert haben wird.

Ich bespare den ISHARES CORE MSCI WORLD  selbst auch, allerdings nur mit einem geringeren Anteil meiner Sparrate. 

Ich ergänze dieses Investment durch Sparpläne auf einzelne asiatische Länderfonds, denen ich eine gute Entwicklung zutraue.

 

 

 

 

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Geschrieben

Vielen lieben Dank euch allen für den Input!

Das hat mir wirklich sehr weitergeholfen.

 

Ich habe mich trotzdem dazu entschlossen bei therausierenden ETFs zu bleiben und würde auch gerne zukünftig die Möglichkeit haben, mit Anpassungen der Sparraten die Gewichting selbst beeinflussen zu können. Daher habe ich mich gegen den All World entschieden. 

 

Allerdings habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative zu dem Lyxor Asia Pacific gemacht und dabei den ISHARES CORE MSCI EM IMI UCITS ETF - USD ACC ( A111X9 ) gefunden, der mir sehr gut gefällt und würde daher zu dieser Variante wechseln:

 

80 % ISHARES CORE MSCI WORLD UCITS ETF - USD ACC (A0RPWH)

12.000 € Startkapital und 500 € monatliche Sparrate

 

20 % ISHARES CORE MSCI EM IMI UCITS ETF - USD ACC ( A111X9 )

3.000 € Startkapital und 100 € monatliche Sparrate

 

Einwände? :)

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Geschrieben · bearbeitet von Nachdenklich

vor 8 Minuten schrieb Rosenrot:

Einwände?

 

Gute Wahl!

Aus Dir kann was werden.

;)

 

Wenn ich mir anschaue, wie lange manche andere hin und her überlegen. Dagegen bist Du bewundernswert entscheidungsfreudig.

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Geschrieben

Alles super :thumbsup:

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Geschrieben · bearbeitet von penga

Du hast schon viele Lorbeeren hier geerntet. Ich möchte nur anmerken, dass mir dieser Abschnitt beim Überfliegen aufgefallen ist:

 

Aktuell 30 k angespart, wovon ich 15 k vorerst auf dem Tagesgeldkonto behalten und 15 k sofort investieren möchte.

Momentan spare ich 850 € im Monat.

Geplante Sparrate für ETFs: 500 - 600 €

Geplante Sparrate fürs Tagesgeldkonto: 250 - 350 €

 

Finde ich sehr ambitioniert, wieviel deines monatlichen Plus du in langfristige Anlagen zu stecken planst. Sind mit den 15k Tagesgeld zuzüglich 300,- jeden Monat alle mittel- und langfristigen Anschaffungen und Ausgaben ausreichend abgedeckt? Könnte ja sein, dass Umzug, Familiengründung, Auto, Urlaub, Garten nicht ausgeschlossen sind. Dann könnte sich das Verhältnis von Tagesgeld und Börsenanteilen wandeln.

Aber Sparpläne sind ja veränderlich und ehrlich gesagt bin ich auch ein Anfänger in Finanzfragen. War mir nur aufgefallen.

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Geschrieben

Hallo penga,

 

guter Punkt.

 

vor 3 Stunden schrieb penga:

Sind mit den 15k Tagesgeld zuzüglich 300,- jeden Monat alle mittel- und langfristigen Anschaffungen und Ausgaben ausreichend abgedeckt? Könnte ja sein, dass Umzug, Familiengründung, Auto, Urlaub, Garten nicht ausgeschlossen sind. Dann könnte sich das Verhältnis von Tagesgeld und Börsenanteilen wandeln.

Ich denke ja. Die 850 € sind schon mit Puffer bemessen. Realistisch liegt es eher bei ca. 1.000 €, die übrig bleiben. Die 850 € sind das, was ich auch in teureren Monaten nicht ausgebe.

Umzug oder Familiengründing sind zumindest nicht geplant. Auto fahre ich nicht, einen Garten hat meine kleine Stadtwohnung nicht und ich bin nicht der größte Urlaubs-Fanatiker. Im Schnitt sind es alle 2 Jahre mal ein größerer Urlaub für 1,5 - 2k und ansonsten ab und zu mal kleinere Trips.

 

Die realistischste Gefahr, die ich da für mich sehe, wäre eine Kündigung. Im Moment deutet nichts darauf hin, aber man weiß ja nie.

Andererseits strebe ich natürlich auch zukünftige Gehaltserhöhungen an. Meine Branche ist da recht Flexibel und nicht an Tarife gebunden, weswegen man das ganz gut aktiv vorantreiben kann.

 

Aber ich denke auch, dass sich die Sparrate noch anpassen lässt, wenn ich merke, dass ich mich eventuell übernommen habe. Ist aber tatsächlich ein Punkt, über den ich viel nachgedacht habe. Bei meinem Lebensstil sollten 15 k, aber ein ausreichender Puffer sein. :)

 

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Geschrieben

vor 7 Stunden schrieb penga:

Finde ich sehr ambitioniert, wieviel deines monatlichen Plus du in langfristige Anlagen zu stecken planst.

Finde ich nicht. Wenn man sich die Situation in der gesetzlichen Rente anguckt ist das der Betrag den man in die Altersvorsorge investieren muss um im Alter ein halbwegs vernüftiges Leben führen zu können.

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Geschrieben

2 hours ago, whister said:

Finde ich nicht. Wenn man sich die Situation in der gesetzlichen Rente anguckt ist das der Betrag den man in die Altersvorsorge investieren muss um im Alter ein halbwegs vernüftiges Leben führen zu können.

Zum Renteneintritt 500.000 Eur zu bekommen, das scheint mir auch als ein "halbwegs vernünftiges Leben".

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Geschrieben

vor 8 Stunden schrieb whister:

Finde ich nicht. Wenn man sich die Situation in der gesetzlichen Rente anguckt ist das der Betrag den man in die Altersvorsorge investieren muss um im Alter ein halbwegs vernünftiges Leben führen zu können.

was bringt dir die dicke Sparleistung wenn du dann bis zur Rente finanziell am Limit lebst, unvorhergesehen Ausgaben kaum stemmen kannst und frühzeitig an die priv. Vorsorge musst? Lieber nicht zu straff planen. Ich habe ähnliches Netto und 850€-1000€ abzuzwacken ist schon ordentlich. Ich packe lieber etwas mehr als nötig auf das Tagesgeld und kauf dann nochmal ohne Sparplan ein, wenn ich sicher bin das Geld nicht zu benötigen.

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Geschrieben

vor 9 Stunden schrieb penga:

Zum Renteneintritt 500.000 Eur zu bekommen, das scheint mir auch als ein "halbwegs vernünftiges Leben".

Hast du dir mal angeschaut wieviel gesetzliche Rente man bei einem Bruttoeinkommen von ca. 3500 Euro/Monat erwarten kann? Und ob die Erwartung mit den heutigen Rechengrundlagen jemals gezahlt werden können steht auch noch in den Sternen. Wenn man dann nicht gleich mit einem schnellen Ableben nach Rentenbeginn rechnet, dann sind diese 500k erforderlich um den Lebensstandard halten können. Und selbst wenn man nicht mehr ganz so fit ist - dann möchte man vllt. die Freiheit haben aus gesundheitlichen Gründen vor dem Renteneintritt nicht mehr arbeiten gehen zu müssen. Wer diese Vorsorge nicht betreibt und stattdessen lieber alles in den Konsum steckt soll im Alter dann bitte nicht jammern und nach dem Staat rufen.

 

vor 4 Stunden schrieb chris1284:

was bringt dir die dicke Sparleistung wenn du dann bis zur Rente finanziell am Limit lebst, unvorhergesehen Ausgaben kaum stemmen kannst und frühzeitig an die priv. Vorsorge musst?

Sie möchte 15k auf dem Tagesgeld als Reserve behalten und zusätzlich dort monatlich 250 - 350 Euro einzahlen. Ich glaube nicht, dass sie damit Probleme bekommen wird Unvorhersehbares zu stemmen. Ihr bleiben nach Abzug der Sparleistung (ETF Sparplan) mehr als 1,5k im Monat - da würde ich nicht von "am Limit leben" reden. Andere müssen mit der Hälfte davon auskommen.

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vor 47 Minuten schrieb whister:

Hast du dir mal angeschaut wieviel gesetzliche Rente man bei einem Bruttoeinkommen von ca. 3500 Euro/Monat erwarten kann? Und ob die Erwartung mit den heutigen Rechengrundlagen jemals gezahlt werden können steht auch noch in den Sternen. Wenn man dann nicht gleich mit einem schnellen Ableben nach Rentenbeginn rechnet, dann sind diese 500k erforderlich um den Lebensstandard halten können. Und selbst wenn man nicht mehr ganz so fit ist - dann möchte man vllt. die Freiheit haben aus gesundheitlichen Gründen vor dem Renteneintritt nicht mehr arbeiten gehen zu müssen. Wer diese Vorsorge nicht betreibt und stattdessen lieber alles in den Konsum steckt soll im Alter dann bitte nicht jammern und nach dem Staat rufen.

@whister: Da stimme ich Dir voll zu - entsprechend plane ich auch für meine Familie.

Leider denken nicht alle so logisch, bzw. setzen ihre Prioritäten anders - was ja auch vollkommen legitim ist.

Kann nur von einem intensiven Diskussion berichten mit einem 62 Jährigen, der seinen Rentenbescheid gesehen hat und jetzt schlotternde Knie bekommt bzw. auf unser Rentensystem schimpft.... meine Anmerkung zu seinem neuen 5er BMW und 2x 10Tage Kreuzfahrt wurden aber sehr emotional gekontert.

Diese "Jammerei" ist ein ganz heikles Thema...

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Geschrieben · bearbeitet von chris1284

vor 7 Stunden schrieb whister:

Sie möchte 15k auf dem Tagesgeld als Reserve behalten und zusätzlich dort monatlich 250 - 350 Euro einzahlen. Ich glaube nicht, dass sie damit Probleme bekommen wird Unvorhersehbares zu stemmen. Ihr bleiben nach Abzug der Sparleistung (ETF Sparplan) mehr als 1,5k im Monat - da würde ich nicht von "am Limit leben" reden. Andere müssen mit der Hälfte davon auskommen.

Du hättest, trotz etwas spitzeren Schreibweise, nur den eigentlichen Gedanken aus dem Satz ziehen sollen und in dem Kontext kam wohl auch der Hinweis von penga. Fand ich gut von ihm um evtl. nochmal persönlich alles zu prüfen ob man nicht doch etwas kleiner einsteigt.

Etwas OT: was 15k bedeuten muss jeder selbst für sich beurteilen (für mich wären es 6 Nettolöhne als „unantastbarer“ Notgroschen, für andere ein großes Vermögen, für wieder andere Spielgeld). Genau so 1.5k, je nach Wohnort geht die Hälfte für wohnen drauf und dazu kommen noch andere laufende Kosten wie Versicherungen, Auto/Öffis, Verpflegung ....). Wenn  man sich einmal an eine Standard gewöhnt hat helfen bei weniger Geld nicht unbedingt Sprüche wie „andere kommen mit 1,5k aus“, die kennen es evtl. auch nicht anders. Wenn man auf einen gewohnten Lebensstil verzichten muss, ist das für die meisten eine schwere Situation. Bin auch schon längere Zeit nach der Ausbildung mit 1,3k Netto auskommen und musste 160km am Tag mit Auto pendeln. Ging gut und ich konnte mir auch noch was leisten. Das will ich heute, auch wenn’s geht, nicht wieder erleben.

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Geschrieben

Da es so viel Anlass zur Diskussion gibt, hier meine Kostenaufstellung. :)

 

Nach Abzug der Fixkosten (Miete, Versicherungen, Netflix, Spenden etc) bleiben mir 1.650 € übrig. Für den Lebensunterhalt (Essen, Drogerieartikel, Kleidung, Sonstiges) habe ich 650 € einkalkuliert. Im aktuellen Monat belaufen sich meine Ausgaben bis Stand jetzt, also für 1/3 des Monats, auf 69 €. Gelegenheitsanschaffungen wie ein neues Kleidungsstück oder was auch immer, sollten auf jeden Fall problemlos innerhalb dieses Rahmens gedeckt sein.

Zusätzlich zu dieser sehr großzügigen Kalkulation habe ich noch einen Puffer von 150 € eingeplant.

Bleiben 850 € zum aktiven Ansparen, wovon ja aber auch 250 € auf das sofort erreichbare Tagesgeldkonto wandern, auf dem 15 k als Reserve warten.

 

Das war nach meinen Berechnungen und meinem persönlichen Empfinden ein guter Wert zweischen "relevante Sparrate" und "ich fühle mich für unerwartete Situationen trotzdem abgesichert". Was natürlich nicht heißt, dass ich mich nicht doch verkalkuliert haben kann oder ich in der Zukunft plötzlich ein enorm teures Hobby entwickle, das mir am Herzen liegt. Dann würde ich die Sparrate auch entsprechend senken. Auf Kosten der Lebensqualität soll das ganze Unterfangen natürlich nicht gehen.

 

 

 

 

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Geschrieben

Alles gut, ich fand wie gesagt den Einwand von panga korrekt, daher zu whisters Aussage die etwas überspitzte Darstellung (sollte keine Grundsatzdiskussion werden). Du scheinst dir sicher zu sein und vernünftig überlegt zu haben somit wäre die Aufstellung sicher nicht notwendig gewesen ;)

Und sollte es eng werden, was du mit deinem Tracking der Finanzen sicher früh genug erkennen wirst - da bin ich mir sicher, kannst du ja stets eingreifen (Sparpläne ändern zB)

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