CFD-Short: Verliert die Bank Geld, wenn ich Geld gewinne?

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Hallo zusammen,

 

vielleicht kann mir weiterhelfen bitte.

 

Wenn ich jetzt im CFD-Handel Gewinne über eine Short-Position mache, zahlt das die Bank aus ihrem Cash bestand, so dass die Bank Geld verliert, wenn ich gewinne, oder gleicht das die Bank mit anderen Finanzgeschäften irgendwie aus, so dass sie keine Verluste macht?

 

Mich interessiert, ob die Bank Geld verliert, wenn ich mit einer CFD-Short-Position gewinne.

 

Weiß das jemand vielleicht?

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Geschrieben · bearbeitet von Cai Shen

Ich durfte hier lernen:

- die Bank gewinnt immer :rolleyes:

- üblicherweise nimmt der Anbieter die gleiche Position wie der Kunde ein und lebt von den erhobenen Gebühren 

 

Speziell bei CFDs - was ja nichts anderes als ein per Fremdkapital gehebeltes Investment in den Basiswert darstellt - verdient der Anbieter über den gestellten bid/ask Spread und die berechneten Zinskosten. 

Was sich nicht innerhalb der Kundendepots an gegensätzlichen Positionen ausgleicht, muss bzw. kann der Anbieter mittels externer Absicherung hedgen. 

Ein kleiner Anteil Restrisiko wird zumindest kurzfristig immer bleiben. 

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Geschrieben

Also du meinst, wenn ich gewinne, dann begleicht das die Bank mit dem Gewinn, dass sie aus dem Eröffnen meiner Position erhält, da sie ja die Aktien mit dem gehebelten Geld für mich am Markt ankauft. Meinen Gewinn begleicht sie durch den Gewinn aus den Aktien, die sie angekauft hat und selbst gewinnt sie durch die Provisionen. Und bei einem Verlust gleicht sie den Verlust über das freie Kapital aus, das auf dem Konto vorhanden sein muss. Meinst du das so?

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Geschrieben · bearbeitet von Marfir

vor 22 Minuten schrieb Cai Shen:

Ich durfte hier lernen:

- die Bank gewinnt immer :rolleyes:

- üblicherweise nimmt der Anbieter die gleiche Position wie der Kunde ein und lebt von den erhobenen Gebühren 

 

Es gibt auch Banken die gegen ihre Kunden wetten. Der Regel Nr. 1 gilt auch da. :rolleyes:

Am Ende setzt die Bank einfach einen Mathematiker hin der die Gewinnchancen ausrechnet (und das Produkt entsprechend baut). Der Kunde wird solche Überlegungen vermutlich nicht anstellen.

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vor 2 Minuten schrieb Tomes101:

Also du meinst, wenn ich gewinne, dann begleicht das die Bank mit dem Gewinn, dass sie aus dem Eröffnen meiner Position erhält, da sie ja die Aktien mit dem gehebelten Geld für mich am Markt ankauft. Meinen Gewinn begleicht sie durch den Gewinn aus den Aktien, die sie angekauft hat und selbst gewinnt sie durch die Provisionen. Und bei einem Verlust gleicht sie den Verlust über das freie Kapital aus, das auf dem Konto vorhanden sein muss. Meinst du das so?

 

Verstehe ich nicht.

 

Wenn du verlierst, verliert sie aus ihrer Hedging Position auch - gleicht ihren Verlust allerdings durch die geringere (oder keine) Auszahlung an dich aus.

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Am ‎22‎.‎01‎.‎2019 um 22:38 schrieb otto03:

 

Verstehe ich nicht.

 

Wenn du verlierst, verliert sie aus ihrer Hedging Position auch - gleicht ihren Verlust allerdings durch die geringere (oder keine) Auszahlung an dich aus.

 

Wenn du eine CFD-Position eröffnest und sich deine Position gegenteilig entwickelt, wird dein Freies Kapital "angezapft".

 

Zum Beispiel:

 

Du gehst Short auf eine Position, dann steigt die Aktie aber und entwickelt sich gegen deine Erwartungen. Sobald du Verluste machst, musst du deine Verluste mit freiem Kapital ausgleichen. Wenn dein freies Kapital verbraucht ist und du bei der Margin angekommen bist, wird die Position automatisch geschlossen.

 

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Geschrieben · bearbeitet von etherial

Ich würde mal sagen, dass das Hedging wie folgt positioniert:

- zunächst werden alle Positionen der Kunden zusammengeführt. Viele dürften sich neutralisieren weil eben einige gerade long und einige Short unterwegs sind. Das ist für den Broker risikolos und er verdient am Spread (hier finanzierten die Long-Kunden die Short-Kunden und umgekehrt)

- wenn eine größere Position Long oder Short übrig bleibt sichert sich die Bank am Terminmarkt (Futures, Optionen), Aktienmarkt (Leveraged-, Short-Positionen, Aktienleihe) oder bei einer dahinter stehenden Bank (z.B. Swaps) ab (hier entsteht immer dann ein Gewinn beim Broker, wenn ein Gewinn (bzw. eine Forderung) bei den Kunden ensteht, analog mit Verlusten

 

Entgegen deiner Meinung wird bei Kursverlusten nicht dein freies Kapital angezapft. Es wird lediglich als Sicherungskapital verwendet. Wenn das Sicherungskapital aber knapp zu werden droht wird der CFD zwangsliquidiert und dann verlierst du auch Geld auf dem Konto.

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Geschrieben · bearbeitet von Tomes101

Am ‎25‎.‎01‎.‎2019 um 16:56 schrieb etherial:

Ich würde mal sagen, dass das Hedging wie folgt positioniert:

- zunächst werden alle Positionen der Kunden zusammengeführt. Viele dürften sich neutralisieren weil eben einige gerade long und einige Short unterwegs sind. Das ist für den Broker risikolos und er verdient am Spread (hier finanzierten die Long-Kunden die Short-Kunden und umgekehrt)

- wenn eine größere Position Long oder Short übrig bleibt sichert sich die Bank am Terminmarkt (Futures, Optionen), Aktienmarkt (Leveraged-, Short-Positionen, Aktienleihe) oder bei einer dahinter stehenden Bank (z.B. Swaps) ab (hier entsteht immer dann ein Gewinn beim Broker, wenn ein Gewinn (bzw. eine Forderung) bei den Kunden ensteht, analog mit Verlusten

Das liest sich sehr interessant und es sind ein paar Begriffe dabei, die ich noch nicht kenne und mir erst näher ansehen muss. Vielen Dank!

 

Am ‎25‎.‎01‎.‎2019 um 16:56 schrieb etherial:

Entgegen deiner Meinung wird bei Kursverlusten nicht dein freies Kapital angezapft. Es wird lediglich als Sicherungskapital verwendet. Wenn das Sicherungskapital aber knapp zu werden droht wird der CFD zwangsliquidiert und dann verlierst du auch Geld auf dem Konto.

 

Das Sicherungskapital ist ja das freie Kapital auf deinem CFD-Konto, mit dem man bürgt. Zwischen Sicherungskapital und freiem Kapital sehe ich da jetzt außer aus namentechnischen Gründen keinen Unterschied. Oder was verstehst du unter freies Kapital?

 

Also, wenn ich hier jetzt nichts falsch verstehe, dann gewinnt der CFD-Broker durch die Provision, den Spread u. anderen Gebühren sowie er im "Normalfall" (Crashes, Kurskorretkorrekturen etc. ausgenommen) nichts verlieren kann, da man als Kunde die Verluste mit dem Kapital auf dem Konto begleichen muss, bis 0. Zusätzlich macht die Bank kaum Verluste, da sie Hedging betreibt?

 

Sehe ich das richtig? Demgemäß würde eine Bank/Broker mit Kunden, die CFD-Handel betreiben, kein Geld verlieren.

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Geschrieben · bearbeitet von etherial

vor 2 Stunden schrieb Tomes101:

Das Sicherungskapital ist ja das freie Kapital auf deinem CFD-Konto, mit dem man bürgt. Zwischen Sicherungskapital und freiem Kapital sehe ich da jetzt außer aus namentechnischen Gründen keinen Unterschied. Oder was verstehst du unter freies Kapital?

Ich hab doch geschrieben, dass das freie Kapital als Sicherungskapital dient. Was ich meinte: Entgegen deiner Meinung bedient sich deine Bank nicht einfach, wenn die Kurse sinken. Das Geld bleibt so lange auf dem Konto, bis die CFD-Position geschlossen wird. Wenn sie mit Verlust geschlossen wird, dann verringert es sich natürlich.

Zitat

Also, wenn ich hier jetzt nichts falsch verstehe, dann gewinnt der CFD-Broker durch die Provision, den Spread u. anderen Gebühren sowie er im "Normalfall" (Crashes, Kurskorretkorrekturen etc. ausgenommen) nichts verlieren kann, da man als Kunde die Verluste mit dem Kapital auf dem Konto begleichen muss, bis 0. Zusätzlich macht die Bank kaum Verluste, da sie Hedging betreibt?

 

Sehe ich das richtig? Demgemäß würde eine Bank/Broker mit Kunden, die CFD-Handel betreiben, kein Geld verlieren.

Wenn alles ideal läuft ist das so. In jedem Fall ist das Risiko sehr begrenzt.

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Geschrieben

Alles klar. Ich danke dir für deine Geduld und konstruktiven Beitrag.

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