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dervorsorger

Wohnung - Mieten oder kaufen

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dervorsorger

Hallo zusammen!

 

Ich bin gerade etwas ratlos ob meiner Lage und würde mir gerne ein paar Anregungen holen.

 

Folgende Situation:

 

Ich bin für eine Frau vor 2 Jahren aus meiner Stadt rausgezogen in ihre Wohnung aufs Land und habe meine günstige 4-Zimmer 100m2 (Mietkauf-)Wohnung in der Stadt aufgegeben und in weiterer Folge dann ein unbebautes Grundstück am Land gekauft (ca 40km von der Stadtgrenze). Nun löst sich das alles gerade in Luft auf und ich möchte zurück in die Stadt (ich habe meinen Job dort, Freunde und Familie sind teilweise auch dort, teilweise verteilt in alle Himmelsrichtungen).

 

Da ich auf Grund meines Einkommens keinen Anspruch auf geförderte Wohnungen habe (die alte Wohnung war eine solche, die ich in jungen Jahren mit geringem Einkommen angeschafft hatte), kann ich nur freifinanzierte Wohnungen mieten oder kaufen. Die Wohnung vorher kostete mich EUR 550,-- Kaltmiete, eine vergleichbare Wohnung bekomme ich jetzt nicht unter 1.400-1.500,-- kalt. Eine vergleichbare Wohnung kaufen kostet zwischen 450.000,-- und 700.000,--. Es wird also beides wesentlich teurer für mich. Ich weiß grad nicht, was ich tun soll.

 

Finanzielle Situation wie folgt:

 

Aktiendepot mit dzt. ca EUR 300.000,-- + EUR 35.000,-- am Depotkonto

Grundstück dzt. Wert ca 70.000,--

Gold dzt. Wert ca 45.000,--

Barmittel ca 110.000,--

 

Insgesamt also etwa EUR 560.000,--, allerdings würden bei der Komplettauflösung des Depots wohl so um die 30-40.000,-- Steuern anfallen. Rechnen wir also mal konservativ mit einer geraden Summe von EUR 500.000,--, die zur Verfügung stehen, 430.000,-- davon sofort (Grundstück verkaufen kann dauern...).

 

Was ist vernünftig zu tun? Mein Aktiendepot war bzw. ist eigentlich als Altersvorsorge geplant, um die Lücke zwischen meinem dzt. hohen Gehalt und der deutlich niedrigeren Rente zu schließen. Auf der anderen Seite, wenn ich auf Grund der blöden Situation jetzt, das Geld brauche, hat es zumindest Sinn gemacht, das Depot gehabt zu haben (und ich hab wirklich gute Renditen eingefahren).

Gold würde ich verkaufen, wär mir egal. Grundstück werde ich wohl auch wieder verkaufen, da ich außer meiner Ex-Freundin keinen Bezug zu der Gegend dort hab. Also sind 225.000,-- (davon 155.000,-- sofort verfügbar) mal da an Eigenmitteln.

 

Ich weiß aber nicht, wie meine weitere Zukunft aussieht. Ich bin Mitte 30, Familie und Kinder rücken auf Grund der jetzigen Situation wieder in weite Ferne, aber wenn es sich ergibt (und das müsste halt in den nächsten Jahren sein, sonst bin ich zu alt), gerne. Ist aber kein Muss.

 

Soll ich eine Wohnung kaufen? Wenn ja, was kleines für mich, was meinen Eigenbedarf deckt (so um die 70m2 2-Zimmer, obwohl ich eigentlich schon gern mehr Platz hätte), oder was größeres, was erstens meinem Platzbedürfnis entgegen käme und vielleicht auch die Eventualität einer Familie gleich mit abdeckt (so um die 100m2). Ersteres krieg ich hier so um 350.000-500.000,--, das ginge also auch ohne Auflösung meines Aktiendepots, zweiteres eher so ab 450.000-700.000,-- oder noch mehr, da müssten dann die Aktien und damit meine Altersvorsorge herhalten.

 

Oder eher mal was kleines (70m2) "günstiges" mieten (ca 1100-1300 kalt)? Damit wär ich flexibler (denn wer weiß, ob ich mit Familie dann nicht doch wieder aus der Stadt raus will), würde zwar monatlich genausoviel zahlen wie wenn ich kaufe, aber hätte noch die 225.000,-- zu meiner Verfügung. Die Frage ist aber, was ich mit dem Geld mache, denn so wie bisher einfach rumliegen lassen ist sinnlos, und alles in Aktien stecken (obwohl ich grundsätzlich pro Aktien bin), ist mir dann doch irgendwie zu heiß... und die Kreditrückzahlungen im Falle eines Kaufs könnte man theoretisch auch als Sparen sehen. Wenn nicht folgendes noch wäre:

 

Mein Problem ist halt, dass ich selbst bei einer kleinen Wohnung, die für meine jetzige Situation mal reicht, mit allen Nebenkosten mind. 400.000-550.000,-- zahlen muss, und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich das Ding dann im Falle einer privaten Änderung (Familiengründung) ohne Verlust verkaufen kann. Man muss ja doch bedenken, dass auf den Kaufpreis eben nochmal 40.000-60.000,-- Nebenkosten dazu kommen, und ich Zweifel daran habe, dass die Preissteigerungen der letzten Jahre noch so weitergehen und ich dann ohne Minus aussteige, wenn ich verkaufen "muss"... Vermieten wäre keine Option, da erstens nicht rentabel in meiner Stadt (Kaufpreis im Verhältnis zum Mietpreis zu hoch) und ich zweitens nicht wirklich Bock auf die Vermieterrolle habe.

 

Würd mich einfach über Anregungen freuen...

 

Dankeschön!

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Alter

Mieten, ganz klar.

 

Und werde Mitglied in einer Baugenossenschaft. Vielleicht kannst du so mittelfristig eine familiengerechtere Wohnung dann bekommen.

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el_Mare

Ja, Mieten.

Evtl Bausparer um die im Moment wirklich günstigen Zinsen in die Zukunft mitzunehmen (ist aber ne Spekulation auf steigende Zinsen)

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dervorsorger
vor 13 Minuten schrieb Alter:

Mieten, ganz klar.

 

Und werde Mitglied in einer Baugenossenschaft. Vielleicht kannst du so mittelfristig eine familiengerechtere Wohnung dann bekommen.

Danke für den Input!

 

Soweit ich weiß, arbeiten die Baugenossenschaften bei uns mit Fördermitteln vom Land - und damit habe ich keinen Anspruch darauf, da ich über der Einkommensgrenze für Förderungswürdigkeit bin.

 

Und was mach ich mit meinen 225.000,--?

vor 2 Minuten schrieb el_Mare:

Ja, Mieten.

Evtl Bausparer um die im Moment wirklich günstigen Zinsen in die Zukunft mitzunehmen (ist aber ne Spekulation auf steigende Zinsen)

Danke für die Antwort.

 

Was meinst du mit dem Bausparer? Wenn ich Miete, brauch ich ja keinen Kredit...

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HnsPtr
· bearbeitet von HnsPtr

Bei uns in Deutschland funktioniert das ja alles etwas anders mit dem Wohnen und den Genossenschaften... ich glaube die meisten hier können mit "Geförderte Wohnung" und "Förderungswürdigkeit aller Baugenossenschaften" nicht so viel anfangen. Unser Sozialsystem und unser Immobilienmarkt funktioniert anders als bei euch.

 

Ich nehme an, du wohnst in der Nähe von Wien?

 

Deswegen solltest du die Ratschläge hier mit Vorsicht genießen und gleichzeitig mehr Informationen an die anderen Nutzer weitergeben.

 

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hund555

Hi,

meine Gedanken: wenn du nicht sicher bist, ob du später wieder aus der Stadt raus willst, sehe ich wenig Sinn so eine teure Immobilie zu kaufen. Zumindest muss man sicher sein, dass man dort langfristig leben möchte.

Wie schätzt du ein, bist du eher ein Typ der schnell wieder eine feste Freundin findet? Wenn ja, würde ich warten und zusammen was planen, so lange was mieten.

Anderseits könntest du so eine Wohnung kaufen, dass dort Platz genug für 2 Erwachsene und ein kleines Kind gibt. Wenn du allein bleibst, ist die Wohnung nicht zu groß, wenn du irgendwann Partnerin hast und ein Kind kommt, vergehen noch einige Jahre, denn so lange das Kind klein ist (also unter 5 Jahre), könnte man in der Wohnung noch weiterleben.

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Thomas_384

Wäre jetzt auch für Mieten in der Situation, von dem was da steht.

So Infos, wie das du aus Östereich kommst (?) und wieviel Einkommen Dir nach Abzug der Kosten pro Monat noch "übrig" bleiben wären ggf. noch gut zu wissen.

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odensee
vor einer Stunde schrieb dervorsorger:

Oder eher mal was kleines (70m2) "günstiges" mieten (ca 1100-1300 kalt)? Damit wär ich flexibler

So sehe ich das auch. Angesichts deiner unklaren familiären Pläne / Zukunft solltest du flexibel bleiben. Wenn du jetzt was kaufst, verkaufst du ggf. wieder mit Verlust.

 

vor 34 Minuten schrieb dervorsorger:

Und was mach ich mit meinen 225.000,--?

Anlegen.

 

vor 34 Minuten schrieb dervorsorger:

Was meinst du mit dem Bausparer? Wenn ich Miete, brauch ich ja keinen Kredit...

Aber wenn du in Zukunft doch kaufen willst. Ich würde mir das mit dem Bausparer gut überlegen. Wenn du nicht bauen/kaufen wirst, ist es mMn unsinnig.

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el_Mare
vor 54 Minuten schrieb dervorsorger:

Wenn ich Miete, brauch ich ja keinen Kredit..

Vielleicht hast Du später ja mal das Bedürfnis nach einer eigenen Immobilie - da schadet es sicher nicht, sich den aktuell günstigen Zinssatz zu sichern.

Wenn nicht, dann war es halt eine Spekulation auf einen künftigen Wunsch, die halt nicht aufgegangen ist. Verloren hast du aber dann auch nichts...

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odensee
vor 12 Minuten schrieb el_Mare:

Wenn nicht, dann war es halt eine Spekulation auf einen künftigen Wunsch, die halt nicht aufgegangen ist. Verloren hast du aber dann auch nichts...

Bitte mal vorrechnen für den Fall, dass kein Darlehn benötigt wird. Bitte inklusive Inflation.

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el_Mare
· bearbeitet von el_Mare
vor 4 Minuten schrieb odensee:

Verloren hast du aber dann auch nichts... nur wenig im Vergleich zu einem Tagesgeldkonto....

Aber eventuell viel gewonnen, falls der Wunsch nach einer eigenen Immobilie wieder kommen sollte.

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aenges
vor 15 Minuten schrieb el_Mare:

Vielleicht hast Du später ja mal das Bedürfnis nach einer eigenen Immobilie - da schadet es sicher nicht, sich den aktuell günstigen Zinssatz zu sichern.

Wenn nicht, dann war es halt eine Spekulation auf einen künftigen Wunsch, die halt nicht aufgegangen ist. Verloren hast du aber dann auch nichts...

Außer die Abschlussgebühr und entgangene Gewinne :P

Wie ich deine Situation anhand der angegebenen Zahlen einschätze, solltest du bei Zeiten aber auch so keine Probleme bekommen einen günstigen Bankpartner zu finden. Du hast genug Möglichkeiten Sicherheiten für die bank zu stellen und eine 1a Kondition zu bekommen.

 

Ich schließe mich aber ebenfalls den Vorrednern an: Zunächst flexibel bleiben und mieten.

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CobbDouglas

Ich würde auch mieten (sei es nur für den Moment), Geld hast Du in die letzte Beziehung schon genug versenkt und die Mieten sind (wenn es wie vermutet um Wien geht und wie von Dir aus Vermietersicht erwähnt) in Relation zu Eigentum in Wien derzeit relativ moderat. Deine Faktor 30 (Jahreskaltmiete zu Kaufpreis) ist dabei aus meiner Sicht eine recht optimistische Annahme, ich würde eher von 33-35 derzeit ausgehen (was noch mehr für mieten spricht). Das positive, eine Wohnung mit Kaufpreis von 400k sollte es zum mieten ein wenig billiger geben (bzw. sollte um 1100 bis 1300 kalt eine etwas bessere Wohnung möglich sein).

 

Grundsätzlich sehe ich in Wien auch Anzeichen für ein abkühlen des extremen Baubooms, es wird zwar noch wie wild gebaut (und die Preise sind noch im Steigflug), aber bei immer mehr Neubauprojekten sind nicht mehr, wie die Jahre zuvor, alle Wohnungen sofort weg sondern zum Teil gibt es bereits Leerstand bei attraktiven Projekten nach Fertigstellung, was mir in den Jahren davor nicht aufgefallen wäre. Gleichzeitig wird auch so aggressiv wie noch nie geworben, es scheint als wollen sämtliche Entwickler derzeit noch möglichst schnell möglichst viel loswerden, während die Neubaumietwohungen schon deutlich in den Hintegrund getreten sind. Auch das ist derzeit für mich ein Zeichen für einen Mietermarkt.

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Sascha.
vor 2 Stunden schrieb dervorsorger:

Ich weiß aber nicht, wie meine weitere Zukunft aussieht. Ich bin Mitte 30, Familie und Kinder rücken auf Grund der jetzigen Situation wieder in weite Ferne, aber wenn es sich ergibt (und das müsste halt in den nächsten Jahren sein, sonst bin ich zu alt), gerne. Ist aber kein Muss.

Wenn du unsicher bist wie es weitergeht, ist mieten sinnvoll. Damit legst du dich auf nichts fest und bleibst flexibel für das was kommt.

Einen Teil des Geldes würde ich aber auch in Aktien anlegen. Auch Bargeld, Tagesgeldkonto und Staatsanleihen sind nicht frei von Risiko.

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dervorsorger
vor 1 Stunde schrieb HnsPtr:

Bei uns in Deutschland funktioniert das ja alles etwas anders mit dem Wohnen und den Genossenschaften... ich glaube die meisten hier können mit "Geförderte Wohnung" und "Förderungswürdigkeit aller Baugenossenschaften" nicht so viel anfangen. Unser Sozialsystem und unser Immobilienmarkt funktioniert anders als bei euch.

 

Ich nehme an, du wohnst in der Nähe von Wien?

 

Deswegen solltest du die Ratschläge hier mit Vorsicht genießen und gleichzeitig mehr Informationen an die anderen Nutzer weitergeben.

 

Danke für den Hinweis. Das hab ich vergessen in meiner Eile. Ja, es geht um Österreich bzw. Wien.

vor einer Stunde schrieb hund555:

Hi,

meine Gedanken: wenn du nicht sicher bist, ob du später wieder aus der Stadt raus willst, sehe ich wenig Sinn so eine teure Immobilie zu kaufen. Zumindest muss man sicher sein, dass man dort langfristig leben möchte.

Wie schätzt du ein, bist du eher ein Typ der schnell wieder eine feste Freundin findet? Wenn ja, würde ich warten und zusammen was planen, so lange was mieten.

Anderseits könntest du so eine Wohnung kaufen, dass dort Platz genug für 2 Erwachsene und ein kleines Kind gibt. Wenn du allein bleibst, ist die Wohnung nicht zu groß, wenn du irgendwann Partnerin hast und ein Kind kommt, vergehen noch einige Jahre, denn so lange das Kind klein ist (also unter 5 Jahre), könnte man in der Wohnung noch weiterleben.

Gute Frage. Erst Mal möchte ich meine Ruhe haben - ich denke, wenn ich wieder will, wird es keine Ewigkeiten dauern. Heißt aber nicht, dass es dann funktioniert.

 

vor einer Stunde schrieb Thomas_384:

Wäre jetzt auch für Mieten in der Situation, von dem was da steht.

So Infos, wie das du aus Östereich kommst (?) und wieviel Einkommen Dir nach Abzug der Kosten pro Monat noch "übrig" bleiben wären ggf. noch gut zu wissen.

Ja stimmt, sorry. Habs wie gesagt vergessen. Ich würde bis zu 1500 Euro/Monat ins Wohnen stecken, allerdings so viel dann doch lieber nur bei Eigentum. Bei Miete eher weniger.

 

vor einer Stunde schrieb odensee:

So sehe ich das auch. Angesichts deiner unklaren familiären Pläne / Zukunft solltest du flexibel bleiben. Wenn du jetzt was kaufst, verkaufst du ggf. wieder mit Verlust.

 

Anlegen.

 

Aber wenn du in Zukunft doch kaufen willst. Ich würde mir das mit dem Bausparer gut überlegen. Wenn du nicht bauen/kaufen wirst, ist es mMn unsinnig.

Ich hab einen Bausparvertrag laufen. Halte aber nicht viel davon mit meiner Bonität. Also wenn der ausläuft, werd ich es wahrscheinlich dabei belassen.

 

Wie würdest du denn so viel Geld jetzt anlegen? Ist ja nicht so, als ob im Aktien- und Anleihenmarkt nicht auch große Risiken stecken derzeit. Und da ich schon mit 300.000,-- investiert bin... ich weiß nicht. Ich kaufe zwar immer wieder was, aber es ist halt ein Unterschied, ob ich Einzelpositionen in Höhe von max. ein paar tausend Euro eröffne (in günstige Aktien, ab und zu findet man auch jetzt noch was), oder mal 225.000,-- in den doch hohen Markt schmeiße... die selben Sorgen hatte ich zwar 2013 auch, als ich mit 100.000,-- eingestiegen bin, aber irgendwie... ich weiß nicht.

 

vor 25 Minuten schrieb aenges:

Außer die Abschlussgebühr und entgangene Gewinne :P

Wie ich deine Situation anhand der angegebenen Zahlen einschätze, solltest du bei Zeiten aber auch so keine Probleme bekommen einen günstigen Bankpartner zu finden. Du hast genug Möglichkeiten Sicherheiten für die bank zu stellen und eine 1a Kondition zu bekommen.

 

Ich schließe mich aber ebenfalls den Vorrednern an: Zunächst flexibel bleiben und mieten.

Denke ich auch.

vor 23 Minuten schrieb CobbDouglas:

Ich würde auch mieten (sei es nur für den Moment), Geld hast Du in die letzte Beziehung schon genug versenkt und die Mieten sind (wenn es wie vermutet um Wien geht und wie von Dir aus Vermietersicht erwähnt) in Relation zu Eigentum in Wien derzeit relativ moderat. Deine Faktor 30 (Jahreskaltmiete zu Kaufpreis) ist dabei aus meiner Sicht eine recht optimistische Annahme, ich würde eher von 33-35 derzeit ausgehen (was noch mehr für mieten spricht). Das positive, eine Wohnung mit Kaufpreis von 400k sollte es zum mieten ein wenig billiger geben (bzw. sollte um 1100 bis 1300 kalt eine etwas bessere Wohnung möglich sein).

 

Grundsätzlich sehe ich in Wien auch Anzeichen für ein abkühlen des extremen Baubooms, es wird zwar noch wie wild gebaut (und die Preise sind noch im Steigflug), aber bei immer mehr Neubauprojekten sind nicht mehr, wie die Jahre zuvor, alle Wohnungen sofort weg sondern zum Teil gibt es bereits Leerstand bei attraktiven Projekten nach Fertigstellung, was mir in den Jahren davor nicht aufgefallen wäre. Gleichzeitig wird auch so aggressiv wie noch nie geworben, es scheint als wollen sämtliche Entwickler derzeit noch möglichst schnell möglichst viel loswerden, während die Neubaumietwohungen schon deutlich in den Hintegrund getreten sind. Auch das ist derzeit für mich ein Zeichen für einen Mietermarkt.

Ja, Wien. Für mich ist es halt Wahnsinn, wenn ich meine vorherige Miete mit dem freien Wohnungsmarkt jetzt vergleiche. Viel mehr Geld für viel weniger Wohnung, und teilweise wirklich grottige Substanz. Aber es hilft eh nix, es ist unvermeidlich.

 

Das kann ich leider nicht beurteilen, da ich das nicht so beobachtet habe. Ich frag mich immer, wer sich solche Preise leisten kann und will, aber anscheinend gibt's noch immer welche mit Geld (ob geborgt oder nicht, sei mal dahingestellt).

 

 

Danke jedenfalls mal für den vielen Input! Ich muss in der momentanen Situation ohnehin so vieles Bedenken, dass ich wohl noch zu keinem Schluss kommen werde. Mieten erscheint mir auch schlüssiger vom Gefühl in meiner jetzigen, ungewissen Situation, aber die Frage nach der Anlage für meine vorhandenen, noch nicht in Aktien gebundenen Eigenmittel, sowie die Langfristperspektive als Mieter find ich auch nicht gut. Ich möchte in 20 Jahren zu arbeiten aufhören und dann eigentlich keine Miete mehr zahlen müssen. Aber gut, vielleicht weiß ich in 1 oder 2 Jahren ja, wo ich hin will.

 

Danke!

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Thomas_384

Wieviel bleibt dir im Monat nach Abzug der Wohnkosten von z.B. 1.500 (dein Limit) denn noch übrig an "Sparleistung"?

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odensee
vor 29 Minuten schrieb dervorsorger:

Wie würdest du denn so viel Geld jetzt anlegen? Ist ja nicht so, als ob im Aktien- und Anleihenmarkt nicht auch große Risiken stecken derzeit. Und da ich schon mit 300.000,-- investiert bin... ich weiß nicht.

Wenn Gold und Grundstück verkauft sind, hast du ca. 225.000 "Cash"? Dann hast du Aktien/"sicher" im Verhältnis 60/40 (ca.). Ob das für dich ok ist, kannst nur du wissen. Wenn du was daran ändern willst: lies die Stickies... und: Gold kannst du ja ggf. einfach behalten. Wenn du dich nicht intensiv mit der Anlage beschäftigen willst, ist eine Kombination von Aktien-ETF plus TG/FG ein sinnvoller Start. Natürlich kannst du dich auch in High-Yield-Anleihen einarbeiten.

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dervorsorger

 

vor einer Stunde schrieb Thomas_384:

Wieviel bleibt dir im Monat nach Abzug der Wohnkosten von z.B. 1.500 (dein Limit) denn noch übrig an "Sparleistung"?

Schwer zu sagen. Fixkosten exkl. Wohnkosten liegen bei ca 700 Euro, und wenn ich das, was ich pro Monat sonst so im täglichen Leben ausgebe, dazurechne, bleibt nicht mehr allzuviel übrig. Sofern ich keine Überstunden mache, was aber immer wieder mal vorkommt.

 

vor 50 Minuten schrieb odensee:

Wenn Gold und Grundstück verkauft sind, hast du ca. 225.000 "Cash"? Dann hast du Aktien/"sicher" im Verhältnis 60/40 (ca.). Ob das für dich ok ist, kannst nur du wissen. Wenn du was daran ändern willst: lies die Stickies... und: Gold kannst du ja ggf. einfach behalten. Wenn du dich nicht intensiv mit der Anlage beschäftigen willst, ist eine Kombination von Aktien-ETF plus TG/FG ein sinnvoller Start. Natürlich kannst du dich auch in High-Yield-Anleihen einarbeiten.

 

Werd ich mir ansehen. Ich denke, wenn 60% meiner Assets in Aktien sind, ist das okay... deswegen wär ja Diversifizierung in Immobilien (nur selbstgenutzt) ja interessant. 

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