FranzFerdinand

Risikolebensversicherung - Basisschutz gesucht

  • Absicherung
  • Familie
  • Risikolebensversicherung
  • RLV

Geschrieben

Hallo,

 

als frisch gebackener Vater und Hauseigentümer (mit hohen Schulden) suche ich für meine Frau und mich eine (reine) Risikolebensversicherung. Abzusichern sind ein ca. 35 und eine ca. 30 jährige, als Summe reichen 250.000 Euro im Todesfall abschmelzend über 25 Jahre. Das restliche Risiko ist über BUV und meine persönliche Erbmasse abgesichert. Themen wie "halbtot und arbeitsunfähig" oder Sozialfall sind bereits auf anderen Wegen abgesichert. Ich möchte nur, dass sich meine Frau im Fall meines Todes ein paar Jahre um Kinder und nicht ums Geldverdienen kümmern kann. Und falls meine Frau sterben sollte, möchte ich professionelle Haushaltshilfe in Anspruch nehmen, um (natürlich nach einer Phase der Trauer) meinen Beruf weiter ausüben zu können. Reicht in diesem Fall bei einem Vertrag (Frau stirbt) nicht eine deutlich niedrigere Absicherung? Ich bin der Hauptverdiener, aber nicht der alleinige. Kinder sind noch mindestens die nächsten 20 Jahre unterhaltsbedürftig.

 

- Ergibt es Sinn, sich bei zwei unterschiedliche Gesellschaften zu versichern (Risikostreuung)?

- Wie sollten die Versicherungssummen dimensioniert sein?

- Welche Anbieter sollte man in die engere Auswahl nehmen? Gibt es harte NoGos bezüglich der Huk24?

- Sind die Premiumprodukte der Anbieter ein echter Mehrwert? - Nachversicherung etc. ist kein Thema, weitere Kinder sind in obigen Summen "eingepreist".

- Familärer Rückhalt als Puffer vorhanden.

 

Freue mich auf euren Input.

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Geschrieben

Wie viele Kinder hast du denn? War das dein erstes?

 

Falls ja und die noch 1-2 weitere willst, finde ich 250.000 jetzt auch nicht sooo viel.

 

Fall 1 (deine Frau stirbt):

Ihr habt allein dein Gehalt + Kindergeld für Hausrate und Alltag, dazu Wünsche wie Haushaltshilfe etc. Kannst du dir das auch noch leisten, wenn die Kinder so 10-15 sind und aus der Lebensversicherung deiner Frau nur noch ~100.000€ kommen?

 

Fall 2 (du stirbst):

Deine Frau bleibt mehrere Jahre erwerbslos daheim, was das Geld aus der RLV schnell schmelzen lässt, da Rate etc. voll von der Summe bezahlt werden (außer Kindergeld ggfs. kein Einkommen, wenn Elternzeit vorbei).

Danach muss sie als Alleinverdienende genug Geld für Rate und Alltag verdienen. Ist das realistisch? Was arbeitet sie?

 

Was habt ihr denn an Reserven und Rückhalt aus der Familie im Notfall zu erwarten? Gibt es einen reichen Onkel der bereit wäre einen Teil des Erbes vorzeitig zu verschenken oder kann die Schwiegermutter nur 1-2x die Woche 3 Stunden auf die Kleinen aufpassen, um deiner Frau einen kleinen Nebenjob zu ermöglichen?

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Geschrieben

min. 400.000.- pro Person sollten es schon sein.
Geht bei vielen Gesellschaften über vereinfachte Risikoprüfung, wenn Immoerwerb noch nicht zu lange her ist.

Fallende Summe halte ich aus eigener Erfahrung für nicht zielführend. Kenne kaum einen Bauherren, bei dem nicht nach ein paar Jahren noch mal "nachgekartelt" wurde ("Schatz, so ein Wintergarten wäre doch was feines" " jetzt wo die Tochter größer wird...wäre doch ein eigener Berecih unterm Dach ganz toll" etc..etc..) - und dann noch mal 50.000.- € drauf packen wird meist teuer  (Alter, Gesundheit)
 

Dann lieber gleich ne vernünftige Summe und ggfls. bei Bedarf reduzieren.

Wenn es an den paar Cent Unterschied in der Prämie liegen sollte - ist meist die Finanzierung eh auf Kante genäht. 

Risiko-LV ist (ähnlich wie Privathaftpflicht) nicht die Baustelle, an der man Beitragsoptimierung um jeden Preis betreiben sollte.

Leben ändert sich und hat die fatale Angewohnheit, anders zu kommen, als wir das planen.

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Geschrieben · bearbeitet von SM77

vor 10 Stunden schrieb Peter Wolnitza:

min. 400.000.- pro Person sollten es schon sein.

 

[..]

Wenn es an den paar Cent Unterschied in der Prämie liegen sollte - ist meist die Finanzierung eh auf Kante genäht.

Wie kommst du denn auf die Summe von 400.000 Euro? Der TO bleibt ja sehr nebulös:

Keine Gehälter genannt; sehr hohe Schulden (ohne einen Betrag zu nennen); 250.000 Euro als Summe reichen; persönliche Erbmasse (was ist damit gemeint?), Familärer Rückhalt als Puffer (Zeit oder Geld?). Auch über die üblichen Konsumgewohnheiten ist nichts bekannt.

 

"Ein paar Cent mehr" sind es wohl bei 150.000 Euro im übrigen nur auf den Tagesbeitrag gerechnet. Aber passt schon: Gibt ja zumindest einen Onlineversicherer, der gerne mit Tagesbeiträgen in der RLV wirbt (oder waren es Monate?).

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Geschrieben

Das bezog sich auf den Kontext der Immofinanzierung und ist derzeit die Obergrenze, was im Zuge einer Baufi mit vereinfachter Risikoprüfung versicherbar ist. -> bis zur Darlehenshöhe, max. 400.000

 

Ich bin da zwar ausnahmsweise mal nicht ganz pauschal der gleichen Ansicht wie Peter, aber obiges ist schlicht das "warum".

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Geschrieben

Danke für eure Rückmeldungen.

 

Die Summe (250.000) ist so ausgestaltet, dass meine Frau gut 5 Jahre nur Kinder hüten kann (wir haben derzeit nur eins im Anmarsch), ohne arbeiten zu gehen. Irgendwann ist ein Halbtagsjob aber sicher realistisch. Die Hausrate und unmittelbaren Lebenskosten kann aus (dem im Todesfall von mir geerbten) passivem Einkommen (Aktien + Immobilien) bestritten werden. Ohne Hauptverdiener ist es aber aus meiner Sicht sinnvoll, das Haus mittelfristig zu verkaufen, und sich zu verkleinern. Das "Luxusrisiko" will ich nicht über eine Risiko-LV absichern, das ist dann einfach Pech. Auf abschmelzen werde ich dann verzichten, die Argumente sind gut und in der Tat wäre ein spätes zweites Kind ja auch noch gut abzusichern. Nachversichern ist offenbar teuer/nicht immer möglich.

 

Mit familiärem Rückhalt meine ich sowohl die finanzielle Unterstützung für Überbrückungszeiten als auch die Bereitschaft, das Haus notfalls auf Dauer durch finanzielle Unterstützung in der Familie zu behalten. Und natürlich die Kinderbetreuung zum großen Teil zu übernehmen. Aber auch Eltern werden älter, 25 Jahre lang trägt das Konzept sicher nicht. Aber nach 25 Jahren sollten alle Kinder aus dem gröbsten raus sein.

 

Andersherum, wenn meine Frau sterben sollte, kann ich im Job nicht ewig aussetzen, so dass v.a. Kinderbetreuung zu bezahlen ist. Dafür brauche ich aber streng genommen nur 50-70.000 Euro für 7-10 Jahre. Trotzdem hohe Absicherung?

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Geschrieben

vor 8 Stunden schrieb FranzFerdinand:

Andersherum, wenn meine Frau sterben sollte, kann ich im Job nicht ewig aussetzen, so dass v.a. Kinderbetreuung zu bezahlen ist. Dafür brauche ich aber streng genommen nur 50-70.000 Euro für 7-10 Jahre. Trotzdem hohe Absicherung?

Wir Männer machen uns immer Gedanken "Wie geht es meiner Familie wenn ich nicht mehr da bin?", vergessen dabei aber, dass evtl. auch die Frau versterben könnte.  Ich stand vor ein paar Jahren vor der gleichen Frage und wir haben uns für eine gegenseitige Absicherung in gleicher Höhe entschieden. Warum? Ich verdiene natürlich deutlich mehr als meine Frau, könnte aber, wenn ich alleine wäre, nicht mehr Vollzeit arbeiten, 2 Kinder versorgen und mich ausreichend um sie kümmern. Selbstverständlich wären auch Großelten eine Unterstützung, aber in diesem Fall nur darauf zu vertrauen war mir zu unsicher.

Leider haben sowohl meine Frau und ich RLV mit fallender Versicherungssumme. Im Nachhinein würde ich das nicht mehr machen, aber unsere Summen sind trotzdem so hoch, dass das Haus abgesichert wäre und noch ein guter Restbetrag bleiben würde. Lieber bei beiden eine RLV mit konstanter Versicherunssumme und dann ist für beide - und vor allem für die Kinder - gesorgt.

 

Gruß

Bavarese

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Geschrieben · bearbeitet von Thomas_384

Ich hänge mich hier mal mit ein.

 

Es gibt ja in der Regel die:

1. Basis Risiko-LVs

und die

2. Erweiterten Risiko-LVs (Erhöhungsoptionen, Verlängerungsoptionen, "Terminal Illness" Option für vorzeitige Auszahlung)

 

Frage:

  • Was würdet Ihr empfehlen?
  • Ich habe ein paar Anbieter durchgerechnet und wenn ich bei den "Basis Risiko LVs" gleich etwas großzügiger mit Summe und Laufzeit reingehe bin ich immer noch unter den "Erweiterten Risiko-LVs" Preise. Deswegen erschließt sich mir momentan die "Erweiterten" nicht.
  • Terminal Illness kriege ich so natürlich nicht abgebildet - hat man für sowas nicht eher eine Dread Desease?

 

Bei mir sind es momentan folgende Anbieter, welche bei mir am besten (sprich günstigsten) im Basistarif abschneiden (400.000 bis 65 konstant, Momentan 38 Jahre alt):

 

1. DLVAG L0U DL (Basistarif von einer Allianz Tochter)

  • Verteuerungsrisiko circa 50%
  • Monatlicher Zahlbeitrag ca. 50 Euro
  • Monatlicher Maximalbeitrag ca. 75 Euro

2. Europa E-RL

  • Verteuerungsrisiko circa > 100%
  • Monatlicher Zahlbeitrag ca. 40 Euro
  • Monatlicher Maximalbeitrag ca. 100 Euro

 

Zu den Tarifen (DLVAG vs. Europa):

  • Was auffällt ist, der größere "Spread" bei der Europa (also mehr Verteuerungsrisiko)
  • Von den Bedingungen her, bin ich mir noch nicht sicher ob bei einem der beiden Tarife "Der Teufel noch im Detail liegt"
  • Bei den einschlägigen "Top Level" Vergleichen schaut es von den Bedingungen recht gleich aus. 

 

Zu den Gesundheitsfragen (DLVAG vs. Europa):

  • Die Gesundheitsfragen empfinde ich bei der Allianz Kundenfreundlicher (es wird nach Arztkontakten in den letzten 5 Jahren gefragt)
  • Bei der Europa taucht bei den Gesundheitsfragen (wie bei BUs) die offene "Bestehen oder bestanden" Frage (Bestehen oder bestanden bei Ihnen in den letzten 3 Monaten Gesundheitsstörungen oder Beschwerden?) auf

 

Frage:

  • Hat jemand hier vielleicht eine Meinung zu den beiden o.g. Tarifen - irgendwelche Empfehlungen?
    • Bei der Europa würde ich mir über die Laufzeit über 3.000 Euro ggü. der Allianz sparen
  • Gibt es bei der Europa E-RL "Teufel im Detail?" (falls sich jemand hier schonmal mit dem Tarif oder dem Unternehmen beschäftigt hat)

(Delta und Hannoversche Basistarife habe ich mir auch noch angeschaut - aber beide vom Preis her teurer.)

 

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