Frage: Passives Einkommen

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Hallo,

 

ich beschäftige mich seit einigen Monaten (in Abständen auch Jahren) mit der Aktienwelt. Ich bin soweit mit den gängigsten Methoden, Begriffen etc. vertraut und habe mich auch schon etwas ausprobiert. Mein Hintergrund: Ich habe ca. 100K Euro, die ich auch langfristig nicht anrühen muss. Diese Geld will ich verwenden, um ein nettes und kleines Einkommen nebenbei an der Börse zu erarbeiten.

 

Was meine ich genau:

 

- Ich möchte täglich (ich habe einfach die Zeit und die Lust dafür) kleinere Invests von 5K bis 15K tätigen

- Mir reicht es locker aus, wenn ich täglich 75 - 100 Euro Gewinn mitnehme (davon könnte ich ehrlich gesagt schon leben, wenn man das auf 20 Tage im Monat rechnet)

 

Meine Frage: Wie gehe ich am besten vor?

 

Meine aktuelle Strategie:

 

- Ich suche mir etablierte und starke Aktien mit Dividenden (habe aktuell 10 - 20 im Depot)

- Diese schütten auch regelmäßig etwas ab

- Aktien, die einen bestimmten Wert übersteigen (aktuell: 1,5% zum EK-Preis) werden verkauft (meist nach Steuern und Handelsgebühren: 50 - 100 Euro Gewinn)

- Andere Aktien werden auf Hold gesetzt (da ich eigentlich nur Dax, MDAx, TDAX und Nasdaq mache gab es da bisher keine die total abgestürzt ist) und das sitze ich einfach aus (außer es gibt wirklich driftige Gründe die Aktie loszuwerden)

- Ich nutze keine Hebel oder sonstiges, recht konservativ

 

Bisher lief ich damit ganz gut. Nun weiß ich aber nicht:

 

- Ist das Glück oder doch eine sinnvolle Strategie?

- Gibt es (neben den klassischen News-Quellen, Foren etc.) auch noch andere Quellen, um an "Geheimtipps" zu kommen? Sind Börsenbriefe wirklich sinnvoll?

- Übersehe ich hier grundsätzlich etwas?

 

Wie schon gesagt: Mir geht es nicht um das große Geld. Das brauche ich nicht. Mir geht es um ein regelmäßiges passives Einkommen von 100 Euro pro Tag. Mehr ist cool, wenn es mal ein Tag nix ist, ist es aber auch nicht schlimm. Gesamthaft sollte es pro Quartal stimmen.

 

Danke euch allen

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vor 10 Minuten schrieb JaneDox:

Meine Frage: Wie gehe ich am besten vor?

 

Lernen, lernen, lernen.

 

Der Glaube, auch nur halbwegs dauerhaft aus 100k Kapital pro Tag 100 Euro, also eine Jahresrendite über 36,5% zu erwirtschaften, ist illusorisch.

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vor 5 Minuten schrieb JaneDox:

Mir reicht es locker aus, wenn ich täglich 75 - 100 Euro Gewinn mitnehme

Und wie willst du das anstellen? Mit Dividendenaktien sind bestenfalls 5 % jährlich zu erzielen, also 5000 € jährlich.... Höhere Divis schütten meist nur sehr risikobehaftete Unternehmen aus.

vor 7 Minuten schrieb JaneDox:

Diese schütten auch regelmäßig etwas ab

Aber sicher nicht deine 75-100 € täglich...

 

vor 7 Minuten schrieb JaneDox:

Aktien, die einen bestimmten Wert übersteigen (aktuell: 1,5% zum EK-Preis) werden verkauft

Macht natürlich Sinn die gut laufenden Aktien zu verkaufen....

vor 8 Minuten schrieb JaneDox:

) und das sitze ich einfach aus (außer es gibt wirklich driftige Gründe die Aktie loszuwerden)

und die schlecht laufenden zu halten.

2018 war diese Methode vielleicht gut, die 7 Jahre zuvor das Schlechteste was man hätte tun können.

 

Keine Strategie... Nur ein typischer Anfängerfehler, der dir vermutlich hohe Opportunitätskosten bescherte.

vor 9 Minuten schrieb JaneDox:

- Gibt es (neben den klassischen News-Quellen, Foren etc.) auch noch andere Quellen, um an "Geheimtipps" zu kommen? Sind Börsenbriefe wirklich sinnvoll?

Nein und nein. Beste Quelle: Die Investor Relations des Unternehmens

 

 

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vor 11 Minuten schrieb JaneDox:

... Ist das Glück oder doch eine sinnvolle Strategie?

Was meinst Du denn?

 

vor 12 Minuten schrieb JaneDox:

...Gibt es (neben den klassischen News-Quellen, Foren etc.) auch noch andere Quellen, um an "Geheimtipps" zu kommen?

Es gibt solche Quellen nicht, auch keine klassischen, denn die wären ja nicht geheim, und jeder wüsste davon.

 

vor 13 Minuten schrieb JaneDox:

...Übersehe ich hier grundsätzlich etwas?

Du übersiehst, dass 36% p.a. Rendite (darauf laufen 100 Euro pro Tag bei 100k hinaus) völlig unrealistisch sind.

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vor 52 Minuten schrieb JaneDox:

Ich habe ca. 100K Euro, die ich auch langfristig nicht anrühen muss. Diese Geld will ich verwenden, um ein nettes und kleines Einkommen nebenbei an der Börse zu erarbeiten.

Du scheinst eine Spielernatur zu sein. So wirst du das Geld nicht lange behalten. Besser wäre anlegen und 30 Jahre lang die Füße still halten. Am besten ein breit gestreuter ETF, dass du gar nicht in die Versuchung kommst mit Einzelwerten zu zocken.

Eine Aktie wegen 1,5% Gewinn zu verkaufen ist ein Witz.

 

Ansonsten schließe ich mich meinem Vorredner an. Lernen lernen lernen.

 

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Posted · Edited by dev

Wenn dir 20 Tage x 75 EUR x 12 Monate reichen, dann sind das 18000 im Jahr also ca. 18% nötig, das schaffen nicht viele und noch weniger dauerhaft.

Dein momentaner Anlagestil ist Glückspiel.

 

Aktien können an einem Tag auch mal zweistellig fallen, berechne mal wie lange man zocken muß um -10% eines Trades wieder reinzuholen, wenn man schon bei +1.5% Gewinne mit nimmt!

 

Brauchst du dieses nette Einkommen oder legst du es wieder an und erhöhst somit deine Anlagesumme?

 

 

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Mein Tipp: Nimm das Geld und investiere es in ein ETF Weltportfolio. Nach 30 Jahren kannst du dir dann mit etwas Glück täglich 75 Euro daraus auszahlen.

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P2P Kredite können bei einer höheren Summe ein Vehikel sein. Bondora Go and Grow schreibt bspw. täglich gut mit max 6,75% was bisher regelmäßig gezahlt wurde.

Ist allerdings mit Risiken verbunden! - musst du aber selbst entscheiden. Plattformrisiko etc. (musst du mal selbst googlen)

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Wenn du täglich Zeit hast, dann kannst du dein Geld investieren und mit den 100k wenn du unbedingt willst so 5k Dividende verdienen. Das sind dann pro Tag 17€. Die restlichen 83€ kannst du dann mit einem richtigen Job verdienen. 

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Wieso nennen das alle passives Einkommen, wenn man doch aktiv etwas dafür tun muss (und @JaneDox auch will)? Oder ist das ein Oxymoron?

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vor 8 Minuten schrieb Marfir:

Wieso nennen das alle passives Einkommen

Es ist hip. In 2019 will niemand mehr "aktiv arbeiten". Alles muss passiv sein. Auch wenn es eigentlich aktiv ist ;)

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vor 19 Stunden schrieb joinventure12:

P2P Kredite können bei einer höheren Summe ein Vehikel sein. Bondora Go and Grow schreibt bspw. täglich gut mit max 6,75% was bisher regelmäßig gezahlt wurde.

Ist allerdings mit Risiken verbunden! - musst du aber selbst entscheiden. Plattformrisiko etc. (musst du mal selbst googlen)

P2P ist nichts, was man Anfängern empfehlen sollte. G&G sollte man niemandem empfehlen.   

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P2P - Spaß, oder Spekulation. Kann gut gehen oder nicht. Teile dein Geld auf. Die Summe für P2P solltest du im Kopf mit Verlust besetzen / läuft es besser dann freue dich..

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vor 47 Minuten schrieb stummlfumml:

P2P ist nichts, was man Anfängern empfehlen sollte. G&G sollte man niemandem empfehlen.   

Das ist ja schön dass es "deine" Meinung ist. Ohne Begründung Ist es aber den Post nicht wert....

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vor 1 Minute schrieb joinventure12:

Das ist ja schön dass es "deine" Meinung ist. Ohne Begründung Ist es aber den Post nicht wert....

Weil P2P Hochrisikoinvestitionen sind, die nichts für diejenigen sind, die die Risiken nicht verstehen. Die Risiken bei G&G sind die gleichen, wie bei regulären Bondora-Krediten, bei niedrigerer Rendite und der Illusion höherer Liquidität. Der Steuerstundungsvorteil von G&G gleicht die niedrigere Rendite nicht aus. G&G dennoch zu empfehlen, zeugt von mangelndem Verständnis der Rendite/Risikostruktur von G&G, womit ich wieder auf meinen 1. Satz verweise.

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vor 10 Minuten schrieb stummlfumml:

Weil P2P Hochrisikoinvestitionen sind, die nichts für diejenigen sind, die die Risiken nicht verstehen. Die Risiken bei G&G sind die gleichen, wie bei regulären Bondora-Krediten, bei niedrigerer Rendite und der Illusion höherer Liquidität. Der Steuerstundungsvorteil von G&G gleicht die niedrigere Rendite nicht aus. G&G dennoch zu empfehlen, zeugt von mangelndem Verständnis der Rendite/Risikostruktur von G&G, womit ich wieder auf meinen 1. Satz verweise.

also gut überzeugt. Da hier im Forum auch Anfänger unterwegs sind, möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen dass P2P riskante Assets sind, die ggf. zum Totalausfall führen.

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Moin,

 

es ist keine sinnvolle Strategie, die Gewinner zu verkaufen und die Nieten zu behalten.

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Hallo JaneDox,

 

die folgende Antwort würde vermutlich auf jede zweite Frage des Forums passen:

 

Du betreibst aktives Management.

Im Durchschnitt muss eine aktive Anlagestrategie durch die höheren (Transaktions-)Kosten und durch ggf. höhere Steuern zwangsläufig eine geringere Rendite aufweisen, als der Markt.

Warum? Weil die Markt-Rendite ein Nullsummenspiel ist.

Gemäß der Modernen Portfolio-Theorie (MDT) ist es in einem informationseffizienten Markt auch nicht möglich, dauerhaft eine Outperformance („Alpha“) im Vergleich zur Marktrendite zu erreichen – ausgenommen durch Zufall.

Solltest Du eine höhere Rendite im Vergleich zum Markt erzielt haben, so war dies Zufall.

 

Ohne Dir zu Nahe treten zu wollen: Deine Gegenspieler im Markt verfügen über mehr Wissen und Möglichkeiten als Du.

Daher wird der Spaß am Handeln für Dich langfristig eine wahrscheinlich sehr deutliche Minderrendite bedeuten.

Die klassische Empfehlung wäre passives Investieren mit Buy&Hold-Ansatz.

 

Grüße, Toby

 

PS.

Es ist (abgesehen ggf. von Transaktionskosten) unerheblich, ob Dir Dividenden ausgezahlt werden oder Du Aktien verkauft.

Die Dividendenhöhe hat keinen Einfluss auf den erwarteten Gesamt-Gewinn.

Und für einen langfristigen Vermögensaufbau sind Dividenden nachteilig wg. a) vorgezogener Versteuerung und b) höheren Transaktionskosten durch Re-Invest.

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