Asset-Allocation: 100% Aktienquote

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Hallo zusammen,
sorry, für die nächste Frage zum Thema Asset-Allocation und 100% Aktienquote vorab, aber ich konnte das Thema mittels Recherche im Internet und hier im Forum einfach noch nicht abschließend für mich klären.

 

Ich habe noch einen Anlagehorizont von rund 35 Jahren (Zeit bis zum regulären Renteneintritt) und baue seit einigen Jahren ein Portfolio mit 100% Aktienquote auf (reines Buy&Hold). Da das Portfolio sich relativ gut entwickelt hat (derzeit das 7-fache meiner jetzigen jährlichen Kosten) überlege ich zur Zeit die Asset-Allocation anzupassen und etwas defensiver zu gestalten und recherchiere daher zu diesem Thema.

 

Folgende drei grundsätzlich für mich plausible Meinungen zum Thema 100%-Aktienquote konnte ich bisher ausfindig machen:

  • 100% Aktienquote ist sinnvoll, da Aktien nun einmal die Asset-Klasse ist, welche die höchste langfristige Rendite verspricht (Voraussetzung: Anlagehorizont lang genug, Anleger kann +50% zeitweisen Verlust tolerieren).
  • Die Beimischung eines Anteils von x% Immobilien (z.B. REITs) ist sinnvoll, da beide Asset-Klassen langfristig ähnliche Renditen bringen und eine gewisse negative Korrelation aufweisen ("Free Lunch Diversifikation").
  • Die Beimischung eines Anteils von x% Anleihen ist auch in einem langfristigen ausgerichteten Portfolio in der Aufbauphase sinnvoll, da die negative Korrelationen zwischen Aktien und Anleihen in einer Baisse die Rendite des Gesamtportfolios derart stabilisiert, dass auch über sehr langfristige Zeiträume eine Outperformance zu einem Portfolio mit 100% Aktienquote erreicht werden kann.

 

Mir ist klar, dass es wahrscheinlich hierzu keine ultimativ richtige Antwort gibt (die Zukunft ist halt im Großen und Ganzen ungewiss). Ich hatte aber gehofft, dass es zumindest einen gewissen Konsens anhand von wissenschaftlichen/statistischen Untersuchungen gibt, den ich leider bisher nicht wirklich ausmachen konnte.

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Was ist denn die Frage? Ob 100% Aktien für Dich die richtige Strategie ist, kannst Du Dir nur selber beantworten. 

 

Wie man sein Depot weniger risikoreich gestalten könnte, hast Du Dir auch schon beantwortet.

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Posted · Edited by MaKla

Nunja, ich denke EINE mögliche Frage von s1lv3r könnte sein, ob die genannten plausiblen Meinungen validierbar oder sogar quantifizierbar wären. Im Sinne von:

 

- Stimmt es, dass REITs ähnliche Renditen bringen wie (breit gestreute) Aktien? --> Falls ja und falls es hier tatsächlich eine negative Korrelation gäbe, wäre es ja nur sinnvoll, hier zuzuschlagen (ohne Nachteile sozuagen)

- Ist es tatsächlich sinnvoll, Anleihen mit in die Aufbauphase zu nehmen OBWOHL die eigene Risikotoleranz mit großen Crashs zurecht kommt? Das ist mir zumindest neu und widerspricht (GLAUBE ICH) den Leitfäden hier derzeit etwas, oder?

 

Als (wenig hilfreiche Antwort) von mir: Option A kommt mir vom Lesen her bekannt vor. Option B ist für mich neu, wenn Rendite-Dimension und Korrelationsverhalten stimmen, wäre es jedoch logisch sinnvoll. Option C kann ich gerade weder logisch nachvollziehen noch kann ich mich daran erinnern, dass ich irgendwo gelesen hätte, dass es (AKTUELL) finanziell sinnvoller wäre, Anleihen einzupacken.

 

Zur 100% Aktienquote gabs meines Wissens nach halbwegs wissenschaftilche Studien, müsste ich aber selber nochmal nachsehen

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Ich habe seit knapp 20 Jahren um die 100% ( manchmal Optionsscheine dabei oder die Dividende wurde noch nicht neu investiert ).

Klar ist es bescheiden wenn das Depot um 70% einbricht, dennoch steht mein Depot besser da als jegliche Vergleichindexe und die sind ja meist noch besser als die Fonds/ETFs.

 

Aber es kommt auch drauf an wie man Aktien kauft, egal zu welchem Preis ( KGV ) oder mit fundamentalen Hintergrund.

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vor 14 Minuten schrieb dev:

Ich habe seit knapp 20 Jahren um die 100% ( manchmal Optionsscheine dabei oder die Dividende wurde noch nicht neu investiert ).

Klar ist es bescheiden wenn das Depot um 70% einbricht, dennoch steht mein Depot besser da als jegliche Vergleichindexe und die sind ja meist noch besser als die Fonds/ETFs.

 

Aber es kommt auch drauf an wie man Aktien kauft, egal zu welchem Preis ( KGV ) oder mit fundamentalen Hintergrund.

Wäre ein klassisches Regio-ETF-Portfolio für dich NICHT AUCH 100% aktienquote wenn man ansonsten nichts hat? :D

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Posted · Edited by dev

vor 16 Minuten schrieb MaKla:

Wäre ein klassisches Regio-ETF-Portfolio für dich NICHT AUCH 100% aktienquote wenn man ansonsten nichts hat? :D

Für mich nicht, das ist ein Fonds welcher für dich in Aktien investiert - oder kannst du auf die HV "deiner" über einem ETFs gehaltenden Aktien gehen und "dein" Stimmrecht nutzen?

 

Für mich also 100% ETFs-Quote mit zusätzlichen Risiken.

 

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vor 1 Minute schrieb dev:

Für mich nicht, das ist ein Fonds welcher für dich in Aktien investiert - oder kannst du auf die HV "deiner" über einem ETFs gehaltenden Aktien gehen und "dein" Stimmrecht nutzen?

 

Für mich also 100% ETFs-Quote.

 

 

Ja, das stimmt, ich meinte eher aus der Performance-Perspektive. Wenn ich mein Stimmrecht nutze, wird das wohl nicht messbar zur Performance meines Portfolios beitragen.

 

Aber back-to-topic: Kann jemand die 3. Option (Anleihen) nachvollziehen oder mit Daten untermauern?

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Gerade eben schrieb MaKla:

Ja, das stimmt, ich meinte eher aus der Performance-Perspektive. Wenn ich mein Stimmrecht nutze, wird das wohl nicht messbar zur Performance meines Portfolios beitragen.

 

Aber back-to-topic: Kann jemand die 3. Option (Anleihen) nachvollziehen oder mit Daten untermauern?

Wie schon geschrieben, ist meine langfristige Performance höher als die aller mir bekannten ETFs - ich beteilige mich an Firman lieber direkt als über dritte.

 

Ich hatte noch nie Anleihen, es gibt aber einige Investoren die dort auch sehr ansehliche Renditen erwirtschaften können.
Es gibt halt nicht nur eine Lösung.

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vor 2 Minuten schrieb dev:

Für mich nicht,

@dev was hältst du davon, wenn du im "Musterdepot"-Bereich mal einen Thread aufmachst in dem man deine abweichenden Definitionen von Wertsteigerung, Aktienquote etc. nachlesen kann. Nur, damit du es nicht immer wieder neu schreiben musst. Du kannst ja gerne auch ein "Bett" als "Bild" bezeichnen. Schade, dass du meinen Hinweis im anderen Thread missverstehen wolltest.

 

Hier nochmal das Ende von "Ein Tisch ist ein Tisch" (Peter Bichsel):

Zitat

Viel schlimmer war, sie konnten ihn nicht
mehr verstehen. Und deshalb sagte er nichts
mehr.
Er schwieg, sprach nur noch mit sich selbst,
grüßte nicht einmal mehr.

 

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Posted · Edited by dev

vor 11 Minuten schrieb odensee:

@dev was hältst du davon, wenn du im "Musterdepot"-Bereich mal einen Thread aufmachst in dem man deine abweichenden Definitionen von Wertsteigerung, Aktienquote etc. nachlesen kann. Nur, damit du es nicht immer wieder neu schreiben musst. Du kannst ja gerne auch ein "Bett" als "Bild" bezeichnen. Schade, dass du meinen Hinweis im anderen Thread missverstehen wolltest.

 

Hier nochmal das Ende von "Ein Tisch ist ein Tisch" (Peter Bichsel):

 

Ich habe im Musterdepotbereich mein reales Depot und veröffentliche die Änderungen und alle Quartale die Performance.

 

P.S. Woher kommt der Kurszuwachs bei Aktien

 

Wenn der Leser sich für meine Ansichten interessiert, dann fragt er - sonst verweist er auf seine Ansichten und ist zufrieden.

Warum soll ich zufriedende Menschen von etwas überzeugen, das sie nicht verstehen wollen.

Am Ende wird mein Depot als Zufallsprodukt hingestellt, weil man nicht über den eigenen Tellerrand schauen möchte.

 

Dennoch darf ich jemanden der eine Frage stellt, weil er ein Problem mit 100% Aktienquote hat obwohl er noch viel Zeit hat, darauf hinweisen, das man das machen kann, weil erlebt.

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vor 2 Minuten schrieb dev:

Am Ende wird mein Depot als Zufallsprodukt hingestellt, weil man nicht über den eigenen Tellerrand schauen möchte.

Darum ging es gar nicht. Aber ich fürchte schon seit deiner Antwort im anderen Thread, dass bewusstes Missverstehen zu deinem Repertoire gehört. :-*

 

vor 2 Minuten schrieb dev:

Dennoch darf ich jemanden der eine Frage stellt, weil er ein Problem mit 100% Aktienquote hat obwohl er noch viel Zeit hat, darauf hinweisen, das man das machen kann, weil erlebt.

Du weißt doch gar nicht, ob @s1lv3r 100% Aktienquote nach deiner Definition hat. Vielleicht hat er nach deiner Definition ja auch eine Aktienquote von 0%.

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vor 1 Minute schrieb odensee:

Du weißt doch gar nicht, ob @s1lv3r 100% Aktienquote nach deiner Definition hat. Vielleicht hat er nach deiner Definition ja auch eine Aktienquote von 0%.

Das kann durchaus sein, dann ist es doch gut das es hier erläutert wurde.

 

Eventuell bekommt er bzgl. Anleihen oder Immos auch noch ein paar Erfahrungen berichtet, da bin ich unerfahren.

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Posted · Edited by sigmabe

10 hours ago, s1lv3r said:

Die Beimischung eines Anteils von x% Anleihen ist auch in einem langfristigen ausgerichteten Portfolio in der Aufbauphase sinnvoll, da die negative Korrelationen zwischen Aktien und Anleihen in einer Baisse die Rendite des Gesamtportfolios derart stabilisiert, dass auch über sehr langfristige Zeiträume eine Outperformance zu einem Portfolio mit 100% Aktienquote erreicht werden kann.

 

Es gibt tatsächlich historisch auch längere Zeiträume, in denen diese Aussage korrekt war. Das kann man auch selbst auswerten, indem man etwa frei zugängliche DAX/RexP Daten in verschiedenen Mischverhältnissen analysiert, wie es etwa hier gemacht wurde

 

On 10.3.2015 at 0:26 AM, otto03 said:

DAX/RexP jährlich rebalanced

 

Dennoch muss klar sein, dass dies keinerlei Aussage über die Zukunft zulässt. Die Situation, in der länger laufende Anleihen (und von solchen sprechen wir hier wohl) sich gut entwickeln, ist vor allem die, bei welcher der Zins nicht so stark steigt wie erwartet oder stärker fällt als erwartet, und das gab es eben in den letzten Jahrzehnten vermutlich durchaus öfters als die entgegengesetzte Entwicklung.

 

 

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Vielen Dank für die Rückmeldungen. Um die fehlende Fragestellung noch einmal zu ergänzen: Die Frage ist, welche von den Aussagen im Ausgangsposting für euch schlüssig ist, bzw. irgendwie mit belastbaren Zahlen belegbar ist.

 

Von Einzelaktien habe ich mich weitestgehend getrennt. Es handelt sich also um ein langweiliges Weltportfolio mit monatlichem Sparplan. Also 100% Aktienquote in ETF (abzüglich der Notfallreserve von 3 Monatsgehältern auf dem Tagesgeldkonto).

 

Bei der Anleihen-Option hatte ich ehrlich gesagt ursprünglich an die risikoarme Variante (d.h. Richtung RexP) gedacht. Wobei der Gedanke mit den High-Yields natürlich auch interessant ist. Soweit ich das hier im Forum verstanden habe, ist dass ja z.B. die Zielsetzung, die Ramstein mit seinem Anleihen-Portfolio hat: Bei ähnlicher Rendite im Vergleich zu Aktien mittels High-Yield Bonds das Risiko im Gesamtportfolio reduzieren.

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vor 41 Minuten schrieb s1lv3r:

Die Frage ist, welche von den Aussagen im Ausgangsposting für euch schlüssig ist, .....

 

Aus meiner Sicht ist

vor 12 Stunden schrieb s1lv3r:

100% Aktienquote ist sinnvoll, da Aktien nun einmal die Asset-Klasse ist, welche die höchste langfristige Rendite verspricht (Voraussetzung: Anlagehorizont lang genug, Anleger kann +50% zeitweisen Verlust tolerieren).

die schlüssige Antwort.

Ich würde allerdings als weitere Voraussetzung hinzufügen: vorausgesetzt, es gibt eine ausreichende Diversifikation über Regionen und Branchen hinweg.

Bei dem "langweiligen Weltdepot" sollte das der Fall sein.

Ich selber lege auch so an (mit einem gewissen Liquidiätspolster, das in Tagesgeld gehalten wird) und kann die Volatilität gut ertragen.

 

Die beiden anderen Antworten mögen sinnvoll sein, wenn das eigene Nervenkostüm bei 100% Aktienquote Schwierigkeiten macht.

 

 

 

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Vielen Dank für deine Meinung @Nachdenklich.

 

vor einer Stunde schrieb Nachdenklich:

Ich selber lege auch so an (mit einem gewissen Liquidiätspolster, das in Tagesgeld gehalten wird) und kann die Volatilität gut ertragen.

 

Das funktionierte bei mir bisher auch sehr gut. Bei "kleineren" Rücksetzern hatte ich eher das Mindset "Jetzt kauf ich halt günstig ein" und gar nicht das Bedürfnis irgendwas an meiner Strategie zu ändern.

Ich denke aber das wird für mich langfristig noch schwieriger werden, wenn meine monatliche Sparrate deutlich unter 1% des Gesamtportfolios rutscht.

 

Im Moment tendiere ich eher dazu, alles so weiter laufen zu lassen und sobald dieser Moment gekommen ist, noch einmal gründlich über das Thema Asset-Allocation und eine defensivere Aufstellung nachzudenken.

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vor 1 Stunde schrieb s1lv3r:

...

Im Moment tendiere ich eher dazu, alles so weiter laufen zu lassen und sobald dieser Moment gekommen ist, noch einmal gründlich über das Thema Asset-Allocation und eine defensivere Aufstellung nachzudenken.

Was soll das denn für ein Moment sein?

Die Asset-Allocation ist m.E. das wichtigste überhaupt, und zwar bevor auch nur ein Cent angelegt wird. Durch sie wird das Chancen-Risiko-Verhältnis maßgeblich bestimmt. Und genau das ist das wichtigste. 

Mit 100% Aktienquote hat man natürlich hohe Chancen, aber auch erhebliche Risiken. Wenn man sich dafür entscheidet, wieso sollte dann irgendein "Moment" etwas an dieser Entscheidung ändern?

 

An der Asset-Allocation sollte nur dann etwas geändert werden, wenn sich persönliche Verhältnisse ändern. Man gründet z.B. eine Familie, trägt mehr Verantwortung für andere und kann deshalb nicht mehr jedes Risiko eingehen. Oder man wird älter und hat bereits genug Geld auf die Seite gelegt. Dann benötigt man die Risiken eventuell gar nicht mehr, weil man die Schäfchen ohnehin bereits im Trockenen hat. Oder man wird Beamter und muss sich nicht mehr soviel Gedanken um mögliche Gehaltsausfälle machen. In dem Fall kann man vielleicht höhere Risiken eingehen.

Auf keinen Fall kann die eigene Asset-Allocation aber von externen Faktoren abhängig sein wie z.B. irgendwelche politischen Ereignisse oder das Auf und Ab an der Börse.

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Er macht es ja nicht von dem Auf und Ab an der Börse abhängig sondern vom Verhältnis der Sparrate zum Gesamtvermögen. Wenn die Sparrate im Verhältnis zum Gesamtvermögen sinkt dauert es länger um Verluste durch weitere Sparraten auszugleichen. Deshalb möchte er sich bei einer für ihn definierten Schwelle (1 Sparrate < 1 % des Gesamtvermögens) defensiver aufstellen. So verstehe ich es und kann es auch nachvollziehen. 

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vor einer Stunde schrieb Dvnty:

Er macht es ja nicht von dem Auf und Ab an der Börse abhängig sondern vom Verhältnis der Sparrate zum Gesamtvermögen. Wenn die Sparrate im Verhältnis zum Gesamtvermögen sinkt dauert es länger um Verluste durch weitere Sparraten auszugleichen. Deshalb möchte er sich bei einer für ihn definierten Schwelle (1 Sparrate < 1 % des Gesamtvermögens) defensiver aufstellen. So verstehe ich es und kann es auch nachvollziehen. 

Wie ich oben schon schrieb, könnte ich es nachvollziehen, wenn man es von dem Erreichen eines gewissen Gesamtvermögens abhängig macht. Wenn ich irgendwann soviel Geld habe, dass ich es als ausreichend erachte, muss ich nicht mehr die Risiken eingehen, die ich in früheren Zeiten eingegangen bin. Warum das aber nun ausgerechnet von dem Verhältnis Sparrate/Gesamtvermögen abhängig sein soll, erschließt sich mir nicht. Es ist ja nun ein ziemlich normaler Vorgang, dass die Sparrate im Verhältnis zum Gesamtvermögen mit der Zeit sinkt. Hoffentlich ist das so. Wie soll das denn anders sein?

Man kann wohl nicht erwarten, dass man über das gesamte Arbeitsleben bis zur Rente stetig größere Gehaltssprünge macht. Das wäre unrealistisch. Auch erwarten wir hoffentlich nicht, dass die Kurse ständig sinken, denn bei einer solchen Erwartungshaltung würden wir nicht investieren.

 

 

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vor 10 Stunden schrieb dev:

Für mich nicht, das ist ein Fonds welcher für dich in Aktien investiert - oder kannst du auf die HV "deiner" über einem ETFs gehaltenden Aktien gehen und "dein" Stimmrecht nutzen?

 

Für mich also 100% ETFs-Quote mit zusätzlichen Risiken.

 

 

Interessant, dass du so viel Wert auf dein Stimmrecht bei der Hauptversammlung legst. ;)

Gegenfrage @dev: Kannst du auf der HV "deiner" nicht über einem ETF gehaltenen Vorzugsaktien (die ja immerhin mehr als 75% deines Anlagevermögens ausmachen)  "dein" Stimmrecht nutzen?
 

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Posted · Edited by MahatmaGandhi

3 hours ago, Schwachzocker said:

Wie ich oben schon schrieb, könnte ich es nachvollziehen, wenn man es von dem Erreichen eines gewissen Gesamtvermögens abhängig macht. Wenn ich irgendwann soviel Geld habe, dass ich es als ausreichend erachte, muss ich nicht mehr die Risiken eingehen, die ich in früheren Zeiten eingegangen bin. Warum das aber nun ausgerechnet von dem Verhältnis Sparrate/Gesamtvermögen abhängig sein soll, erschließt sich mir nicht. Es ist ja nun ein ziemlich normaler Vorgang, dass die Sparrate im Verhältnis zum Gesamtvermögen mit der Zeit sinkt. Hoffentlich ist das so. Wie soll das denn anders sein?

Man kann wohl nicht erwarten, dass man über das gesamte Arbeitsleben bis zur Rente stetig größere Gehaltssprünge macht. Das wäre unrealistisch. Auch erwarten wir hoffentlich nicht, dass die Kurse ständig sinken, denn bei einer solchen Erwartungshaltung würden wir nicht investieren.

 

 

Vielleicht ist es einfacher nachzuvollziehen, wenn man einen Extremfall betrachtet: Angenommen, ich fange gerade erst an zu sparen und ich fuehle mich mit einer Aktienquote von 50% sicher. Meine Sparrate sei 1000 Euro pro Monat. Wenn ich jetzt im ersten Monat alles investiere habe ich zwar eine Aktienquote von 100%, aber ich wuerde mich sicher fuehlen, da ich weiss, dass mit meiner naechsten Sparrate im schlimmsten Fall die Aktienquote wieder hergestellt werden kann. Denkst du nicht, dass so das Risiko geringer ist, als wenn wir ein Depot von 100k haben bei einer Sparrate von 1000 Euro?

 

Edit: Oder anders ausgeddrueckt: Wenn du wuesstest, du bekommst in einem Monat eine Zahlung in hoehe deines Depots, wuerdest du fuer diesen einen Monat eine 100% Aktienquote fahren oder eine 50% Aktienquote und dann 50% der Zahlung einen Monat spaeter investieren?

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vor 12 Minuten schrieb MahatmaGandhi:

Vielleicht ist es einfacher nachzuvollziehen, wenn man einen Extremfall betrachtet: Angenommen, ich fange gerade erst an zu sparen und ich fuehle mich mit einer Aktienquote von 50% sicher. Meine Sparrate sei 1000 Euro pro Monat. Wenn ich jetzt im ersten Monat alles investiere habe ich zwar eine Aktienquote von 100%, aber ich wuerde mich sicher fuehlen, da ich weiss, dass mit meiner naechsten Sparrate im schlimmsten Fall die Aktienquote wieder hergestellt werden kann. Denkst du nicht, dass so das Risiko geringer ist, als wenn wir ein Depot von 100k haben bei einer Sparrate von 1000 Euro?

 

Irgendwann im laaangen Anlegerleben, sei es bei 400k, 800k, 1 Million, wird die monatliche/jährliche Sparrate sowieso vernachlässigbar gering werden im Verhältnis zum Vermögen (hoffentlich).

Warum also sollte meine Sparrate in jungen Jahren dann einen Einfluss auf meine Vermögensaufteilung haben?

 

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Posted · Edited by MahatmaGandhi

13 minutes ago, pillendreher said:

 

Irgendwann im laaangen Anlegerleben, sei es bei 400k, 800k, 1 Million, wird die monatliche/jährliche Sparrate sowieso vernachlässigbar gering werden im Verhältnis zum Vermögen (hoffentlich).

Warum also sollte meine Sparrate in jungen Jahren dann einen Einfluss auf meine Vermögensaufteilung haben?

 

Edit: Sorry, hab dich erst missverstanden. Wenn ich mir sicher sein kann, dass ich mich auf 1 Million hochspare, dann wuerde ich 100% Aktienquote fahren bis ich 500k investiert habe und dann mein Festgeld aufbauen.

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Posted · Edited by dev

vor 1 Stunde schrieb pillendreher:

 

Interessant, dass du so viel Wert auf dein Stimmrecht bei der Hauptversammlung legst. ;)

Gegenfrage @dev: Kannst du auf der HV "deiner" nicht über einem ETF gehaltenen Vorzugsaktien (die ja immerhin mehr als 75% deines Anlagevermögens ausmachen)  "dein" Stimmrecht nutzen?
 

Erwischt ;-)

Man bekommt beim Leihwagen Rabatt, wenn man Aktionär ist.

 

Ich fahre eh selten auf eine HV, keinen Bock auf eine Schlacht am kalten Buffet.
Wobei meine Direktanlage, da hat man sich sehr viel Mühe gegeben ( Biokost frisch aus dem Garten ) :thumbsup: - passend dazu bin ich mit Fahrrad ( 2x 50km ) hin.

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