Vermeidung der Erbschaftssteuer - Übertrag, wie verfahren?

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Posted · Edited by joinventure12

Hallo zusammen,

 

ich hätte gerne eure Meinung zu folgendem Szenario:

Person A (Sohn/Alleinerbe) soll zu gegebenem Zeitpunkt von seinen Eltern alle Assets erben - die Eltern sind dieses Jahr in Rente gegangen (66 Jahre alt). 

 

Immobilien: Immo1 200k, Immo2 200k, Immo3 300k, Immo4 120k, Immo5 250k, Immo6 100k = Summe ~1,2 Mio

Aktien: Summe ~200k

Sonstige Assets: Summe ~100k

 

Soweit ich weiß gibt es pro 10 Jahre einen Freibetrag von 400k, generell wären die Eltern von Person A bereit auch heute schon die Assets zu überschreiben.

Person A will nach Möglichkeit keine Erbschaftssteuer bezahlen und plant deshalb eine langfristige Roadmap. Dabei ist es ihm wichtig, dass sämtliche laufende Einkünfte/Aufwände auch weiterhin bei den Eltern ankommen. Trotzdem will er natürlich in seiner Steuererklärung nichts drauf legen..

 

Was kann Person A nun geraten werden? Was würde man idealerweise mit dem ersten 400k Bracket übertragen?

 

Grüße

 

 

 

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vor 23 Minuten schrieb joinventure12:

Person A will nach Möglichkeit keine Erbschaftssteuer bezahlen

Zitat

Was kann Person A nun geraten werden?

Auswandern und bitte nie wieder irgendwelche Leistungen unseres Staates in Anspruch nehmen.

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Posted · Edited by StefanU

Solche Steuergestaltungen sind nicht ungesetzlich, deswegen finde ich die Reaktion des Vorposters etwas übertrieben ...

Am besten mit einem Steuerberater abklären. Schenkungen sind auch mit Nießbrauch möglich, dann bleiben Einkünfte und Aufwände beim Nießbraucher. Siehe z.B. auch https://www.finanztip.de/schenkungen-an-kinder/.

 

[Edit: Aber auch den Ertragswert der Immobilien korrekt berechnen (lassen). Der liegt oft unter der eigenen Einschätzung.]

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Ab zum Steuerberater und/oder Fachanwalt für Erbrecht/Steuerrecht.

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Posted · Edited by beamter97

vor einer Stunde schrieb joinventure12:

soll zu gegebenem Zeitpunkt von seinen Eltern alle Assets erben

 

Er wird Erbe seines Vaters, später seiner Mutter (oder umgekehrt), aber nie Erbe "seiner Eltern".

Wichtig ist also: Wem gehört derzeit was? Wie ist die Einkommenssituation von Mutter / Vater für die nächsten 35 Jahre? kann das Einkommen auch im worst case (Teilwegfall einer Rente wg. Todes, Pflegefall) aus den Erträgen generiert werden oder muß an die Substanz gegangen werden.

wenn dazu mit Steuerberater/Finanzplaner ein Konzept erstellt wurde, kann die Asset-Allocation im Sinne von Wem gehört was, wie darf das verändert werden, etc. betrachtet werden. Und in diesem Zusammenhang kann ganz am Schluß auch eine erbschaftssteuerliche Optimierung - auch auf der Zeitschiene - erfolgen.

 

P.S. und dann darf auch nicht vergessen werden, dass der 400k Freibetrag 2x gezogen werden kann, wenn nämlich sowohl das Erbe der Mutter und des Vaters diesen Wert erreichen.

 

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Posted · Edited by Laser12

Moin,

 

Am 7.4.2019 um 17:25 schrieb joinventure12:

Dabei ist es ihm wichtig, dass sämtliche laufende Einkünfte/Aufwände auch weiterhin bei den Eltern ankommen.

man kann das Eigentum übertragen und den Nießbrauch bei den Eltern lassen. Bei Immobilien ist das in der Praxis relativ einfach.

 

Bei anderen Assets kann sich das als schwieriger herausstellen bzw. könnte das z.B. die Auswahl von Banken einschränken, so dass sich laufende Erträge stark verringern und Kosten erhöhen.

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Es gibt Möglichkeiten, dass keine Erbschaftssteuer anfällt. Dies würde ich aber mit einem Steuerberater / RA besprechen! Bloß nicht alleine durchziehen, da du anscheinend nicht viel Ahnung von Erbrecht / Steuerrecht hast. Die Gefahr was falsch zu machen ist zu groß. Da lohnen sich die € für den StB / RA im Vergleich zur Schenkung- und Erbschaftssteuer

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vor 20 Stunden schrieb joinventure12:

 

Immobilien: Immo1 200k, Immo2 200k, Immo3 300k, Immo4 120k, Immo5 250k, Immo6 100k = Summe ~1,2 Mio

 

Mit welchem Verfahren wurden die Immobilien bewertet?

Ist das eine Schätzung oder ein von einem Sachverständigem ermittelter Wert?

 

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Danke für eure Beiträge :) Wie ist die Meinung zu einer Beratung beim Notar? 

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Würde StB / RA einem Notar immer vorziehen. 

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Ich würde erst einen Steuerberater aufsuchen.

Ob ein Notar überhaupt steuerlich beraten darf, wüsste ich gar nicht.

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Ihr braucht erstmal einen Steuerberater.

Bzw. Zunächst die Frage, wem gehört was bei den Eltern? Gemeinsam? Oder steht nur einer im Notarvertrag? Welches Testament haben deine Eltern?

Alle 10 Jahre 400.000 k gehen, wobei zb Immobilien bei Eigennutzung anders gehandelt werden.

Am besten wäre die Kombi einer Kanzlei, bei dem ein Notar, ein Erbrechtsanwalt und ein Steuerberater sitzen. Das gibt es in Großstädten. 

Wenn deine beiden Eltern nicht gleichzeitig sterben, dann tritt erstmal das Testament deiner Eltern in Kraft, deswegen lohnt es bei solch großen Vermögen, die kostenpflichtige Beratung in einer dafür spezialisierten Kanzlei.

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