Meinung zu 7 verschiedenen Fonds (Vorschlag einer Vermögensberatung)

  • Vermögensberatung
  • Aktienfonds
  • Mischfonds
  • Fonds
  • Erfahrung

Posted · Edited by FelixR

Hallo zusammen,

 

ich habe mich vor einiger Zeit mit dem Thema ETF's beschäftigt und hatte mir hier auch im Forum Meinungen eingeholt. Da das super geklappt hat, und ich mit meinem Vanguard Fonds - den ich jetzt erstmal mit monatlich 300€ bespare - sehr gut zufrieden bin,

möchte ich euch gerne mal nach eurer Meinung bzgl. eines Vorschlages einer Vermögensberatung fragen, welches einem Arbeitskollegen (22 Jahre) von mir gemacht wurde:

 

Er plant monatlich 345€ zu investieren. Etwa 170€ sollen in die Altersvorsorge fließen, die anderen 175€ möchte er erstmal über einen Horizont von 15 Jahren in Fonds etc. investieren.

Dafür wurden Ihm folgende Produkte vorgeschlagen:

 

1. DWS Top Dividende - DE0009848119

2. JPMorgan Pacific Eq.A(Acc)EUR - LU0217390573

3. LOYS FCP - LOYS GLOBAL L/S P - LU0107944042

4. Morgan Stanley Global Brands - LU0239683559

5. Pictet Global Megatrend Select.P dy EUR - LU0386885296

6. Acatis Gané Value Event Fonds - DE000A0X7541

7. FvS Multiple Opportunities - LU0323578657

 

Mir persönlich kommt das ziemlich viel vor, 175€ auf ganze 7 Produkte aufzusplitten, aber gut.

Ich muss aber sagen, dass mir direkt der Gedanke gekommen ist, dass der Berater wohl auf eine ordentliche Provision aus ist.

 

Was meint Ihr zu dieser Auswahl? In der Vergangenheit scheinen die Fonds durchaus gut gelaufen zu sein, was natürlich nichts für die Zukunft heißen muss.

Die hohen Gebühren würden mich persönlich abschrecken.

 

Was meint ihr? Komplett daneben oder durchaus eine Überlegung wert und ein sinnvolles, individuelles Angebot, was man durchaus abschließen kann?

 

Gruß

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Komplett daneben, lächerlich, willkürlich, sinnlos. 

 

Hahnebüchen. Nicht nachvollziehbar. 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Der übliche überteuerte aktive Zoo zur Provisionsmaximierung. Bei 175 Euro und 7 aktiven Fonds braucht man da keine Sekunde nachdenken.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Aus Neugier:

- Was für ein Typ von Vermögensberatung ist das? Also: Strukturvertrieb, selbstständiger Berater usw?

- An die anderen Kommentatoren: In wie weit ist die Provision von der Anzahl der Fonds abhängig? Geht ihr hier davon aus, dass daraus resultierend die Fonds oft gewechselt werden um neue Ausgabeaufschläge auszulösen?

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Die Anzahl der Fonds soll zumindest ein individuelles Konzept mit Mehrwert vortäuschen und nebenbei die Vergleichbarkeit, ins besondere auch der Kosten, erschweren.

 

Außerdem steigert es eben den Bedarf immer wieder weiter zu "optimieren" und weitere Kosten zu produzieren. Irgendein Fonds wird schon überdurchschnittlich performen und die Beratungsleistung rechtfertigen, irgendein anderer dafür Optimierungsbedarf auslösen. Perfekt vorbereitetes hin-und-her.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by FelixR

Danke für eure Antworten, dann scheine ich mit meinem Gefühl ja nicht ganz daneben gelegen zu haben und er sollte sich das mit seiner Unterschrift lieber nochmal überlegen.

 

 

 

vor 28 Minuten von FelixW:

Aus Neugier:

- Was für ein Typ von Vermögensberatung ist das? Also: Strukturvertrieb, selbstständiger Berater usw?

Laut Homepage scheint das eine ziemlich große Vermögensberatung zu sein. Deutschlandweit tätig mit mehreren tausend Beratern. Und ja, Strukturbetrieb wie ich jetzt nochmal nachgeguckt habe ;) 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Wie ich das Wort "Vermögensberatung" gelesen habe, schrillten sofort alle Alarmglocken.

Lies dir hier im Forum Erfahrungen mit der DVAG durch. Wenn dann immer noch etwas über diese "Berater" abgeschlossen wird, kann man deinem Bekannten auch nicht mehr helfen.

 

Gruß

Bavarese

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by Sascha.

Superklasse :)

 

Die EZB - Räte sollten offenlegen, wo ihr Geld angelegt ist : https://www.faz.net/aktuell/finanzen/viele-ezb-raete-haben-mehr-als-100-000-euro-auf-dem-konto-16146050.html

Und unser Bundesbankchef hat sein Geld angelegt in:

Einen ETF auf den DAX und einen MSCI World ETF.

 

Wenns der Bundesbankchef so macht, kanns ja nicht komplett falsch sein :lol:.

Ein wenig Expertise in Sachen Geld hat er ja.

Ich denke man kann diese Lösung auch für deinen Kumpel weiterempfehlen.

Wobei der DAX ETF wohl evtl. seiner politischen Verpflichtung gegenüber Deutschland geschuldet ist.

 

Ich bin da übrigends totaler Fan von, wenn Politiker ihr Geld in die Systeme und Dinge investieren, für welche sie in ihrem Amt verantwortlich sind.

Dann geben sie sich auch garantiert Mühe dabei, und haben davon sogar noch einen Vorteil :thumbsup:

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

FTSE ALL World / MSCI ALL World soll er kaufen und sonst alles lassen.

 

Für die Beratung hätte ich gerne 500€. Ist günstiger und sinnvoller als alles von dem Berater. Danke

 

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Frag den Berater bitte einmal, wie viel Provision er für diese Fonds bekommen würde. Das ist reine Abzocke.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 10 Stunden von Sascha.:

Die EZB - Räte sollten offenlegen, wo ihr Geld angelegt ist : https://www.faz.net/aktuell/finanzen/viele-ezb-raete-haben-mehr-als-100-000-euro-auf-dem-konto-16146050.html

Und unser Bundesbankchef hat sein Geld angelegt in:

Einen ETF auf den DAX und einen MSCI World ETF.

 

Laut Focus DAX und MSCI ACWI

https://www.focus.de/finanzen/boerse/profi-strategie-fuer-anleger-bundesbank-chef-weidmann-muss-aktien-depot-offenlegen_id_10604448.html

Da abschreiben aus der Primärquelle unsere Journalisten anscheinend teilweise überfordert, müsste man glatt mal nach der Originalquelle ausschau halten.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Ich würde jedoch nicht auf den DAX setzen, aber ist eine persönliche Einstellung.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 31 Minuten von chaosmuc:

Da abschreiben aus der Primärquelle unsere Journalisten anscheinend teilweise überfordert, müsste man glatt mal nach der Originalquelle ausschau halten.

 

Man glaubt’s nicht, aber Focus hat dieses Mal tatsächlich recht. Es sind X-Trackers-ETFs auf den DAX (LU0274211480, DBX1DA) und den MSCI ACWI (IE00BGHQ0G80, A1W8SB).

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 8 Minuten von chirlu:

 

Man glaubt’s nicht, aber Focus hat dieses Mal tatsächlich recht. Es sind X-Trackers-ETFs auf den DAX (LU0274211480, DBX1DA) und den MSCI ACWI (IE00BGHQ0G80, A1W8SB).

 

Und dann vergleicht der Focus-Volontär „ganz professionell“ verschiedene Zeiträume:

 

Zitat

Zudem stimmen die Renditen: Der Dax bringt seit 30 Jahren durchschnittlich 7 Prozent Rendite im Jahr, der MSCI ACWI hat seit der Jahrtausendwende durchschnittlich 5,15 Prozent pro Jahr zugelegt. Das ist weit mehr, als sich mit herkömmlichen Sparbüchern oder Tagesgelderwirtschaften lässt.

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Je mehr aktive Fonds, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit die Marktrendite abzgl. Kosten zu erhalten. Wenn aktive Fonds, dann nur auf wenige konzentriert. Breit in aktive Fonds zu streuen macht keinen Sinn. 

 

Verkäufer wählen stets die Fonds aus, die in der Vergangenheit gut gelaufen sind, da sich diese besser verkaufen lassen. Oft hat das aber nichts mit Können der Fondsmanager zu tun. Wählen Affen Aktien aus, dann erzielen auch 50% eine sehr ordentliche Outperformance.

 

Durch die hohe Anzahl sinkt das Risiko dass du unzufrieden bist mit dem Verkaufsgespräch. 3 Fonds laufen super ("danke" für den Tipp), 2 laufen okay und 2 laufen schlecht, da muss man noch mal neu optimieren ($$$ für den Verkäufer). Unterm Strich stimmt die Performance vermutlich aber nicht. Dies aber heraus zu finden ist zu komplex für die meisten Leute 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 11 Stunden von Ramstein:

 

Und dann vergleicht der Focus-Volontär „ganz professionell“ verschiedene Zeiträume:

 

 

Der Journalismus ist in Deutschland eine einzige Katastrophe. Insbesondere, seit es die vielen Onlineausgaben gibt. So schlecht, dass der Begriff Lügenpresse zumindest teilweise zutreffend ist.

Für guten Journalismus muss man schon auf die NZZ, BBC, teilweise auch Süddeutsche zurückgreifen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 46 Minuten von thep0l0x:

Der Journalismus ist in Deutschland eine einzige Katastrophe. Insbesondere, seit es die vielen Onlineausgaben gibt. So schlecht, dass der Begriff Lügenpresse zumindest teilweise zutreffend ist.

Für guten Journalismus muss man schon auf die NZZ, BBC, teilweise auch Süddeutsche zurückgreifen.

Dann hoffe ich doch mal, dass du deinen Job um so viel besser machst wie die Journalisten, deren Arbeit du ja offenbar ausserordentlich gut beurteilen kannst, und nein, ich bin nicht selbst Journalist, arbeite aber in der gleichen Branche und auch mit Journalisten zusammen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 7 Stunden von jogo08:

Dann hoffe ich doch mal, dass du deinen Job um so viel besser machst wie die Journalisten, deren Arbeit du ja offenbar ausserordentlich gut beurteilen kannst, und nein, ich bin nicht selbst Journalist, arbeite aber in der gleichen Branche und auch mit Journalisten zusammen.

Ja, mache ich. Bin Experte auf meinem Fachgebiet, auch international, arbeite an ISO-Normen mit etc.

 

Meiner Meinung nach sollten Zeitungsartikel hauptsächlich von Experten in dem jeweiligen Fachgebiet geschrieben werden und nicht von allgemeinen Journalisten. Die Welt ist einfach zu fortgeschritten und komplex dafür geworden.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 2 Stunden von thep0l0x:

Bin Experte auf meinem Fachgebiet, auch international, arbeite an ISO-Normen mit etc.

Und das befähigt dich, die Arbeit von "allgemeinen Journalisten" entsprechend zu beurteilen, soso ...

Ich darf dich mal zitieren:

Zitat

Der Journalismus ist in Deutschland eine einzige Katastrophe.

Wenn das mal nicht sehr pauschalisiert ist. Ich will garnicht bestreiten, dass es durchaus "Schmierfinken" unter Journalisten gibt, aber solche Pauschalaussagen sind einfach nur Quark. Aber jeder sucht sich eben den Quark raus, der zu einem passt. Letztlich gibt es wohl in jedem Beruf gut und schlechte Leute und viele halten sich selbst für die Besseren ...

Aber nun genug mit OT.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

vor 16 Minuten von jogo08:

Und das befähigt dich, die Arbeit von "allgemeinen Journalisten" entsprechend zu beurteilen, soso ...

 

Aber nun genug mit OT.

Lese dich doch einmal kreuz und quer durch die Onlineausgaben der großen Zeitungen, vergleiche mit Originalquellen und Expertenmeinungen und urteile selbst.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Danke nochmal für die Antworten, mein Kollege hat sich zum Glück sowohl von dem Altersvorsorge-Angebot als auch von diesem Fonds-Vorschlag verabschiedet.

Nächsten Monat hätte er eigentlich den nächsten Termin für den Abschluss gehabt, jetzt muss er denen nur noch stecken, dass er keines der Produkte kaufen will ;)

 

Ich hoffe er fragt bei der Gelegenheit nochmal nach, wie viel Provision der Verkäufer bei so einem Angebot gekriegt hätte, das würde mich auch mal interessieren.

In dem Job darf man wohl echt kein Gewissen haben, oder man redet sich selbst ein man tut den Menschen noch was Gutes und das seien alles Top-Angebote.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!


Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.


Sign In Now