ETF-Depot für Kind - 4 Jahre bis zum 18. Geburtstag

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Hallo miteinander,

 

da ich hier schon eine ganze Weile mitlese und dies mein erster Beitrag ist, möchte ich als erstes einmal Danke sagen für die vielen wertvollen Inhalte hier, die durch viele kompetente Teilnehmer erstellt wurden. Ich hoffe, dass mein Beitrag auch eine Gelegenheit gibt, solche Inhalte zu generieren.

 

Aktuell bespare ich für meine drei Kinder (13, 10 und 3) jeweils ein ETF-Depot mit 75 € monatlich, die aktuell in den ETF110 (Comstage, MSCI World) laufen. Die Depots laufen direkt auf die Kinder, so dass sie ab dem 18. Geburtstag selbst darüber verfügen können. Das älteste Kind hat aktuell etwa 19.000 € im Depot. Das Vermögen soll den Kindern als Startkapital dienen und helfen, selbstständig zu werden. Konkret denke ich zum Beispiel an Führerschein, Auto, erste Wohnung oder ähnliches. Natürlich hätte ich auch nichts dagegen, wenn die Kinder das Vermögen weiter ausbauen mehren, das müssen sie aber selbst entscheiden. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten würde ich auch weitertragen, wenn die Kinder über 18 sind, aber noch kein genügend großes eigenes Einkommen erzielen.

 

Nun sind es noch etwas mehr als vier Jahre bis zur Volljährigkeit des ältesten Kindes und es ist damit per se nicht garantiert, dass die aktuelle Sparrate genügend lange an der Börse investiert ist, um das Risiko auszugleichen. Daher würde ich nun die monatliche Sparrate in ein normales Tagesgeld mit nahezu Null-Zinsen laufen lassen. Außerdem würde ich einmal jährlich alles über 19.000 € im Depot entsparen und ins Tagesgeld umschichten.

Im Ergebnis hätte das Kind damit sicher 4.000 € im Tagesgeld und eventuell weitere Erträge aus den Depot, bei 5% etwa 950 € pro Jahr. Damit hätte das Kind am 18. Geburtstag sowohl ein frei verfügbares Startkapital als Tagesgeld und einiges im Depot. Das Risiko, dass dann in einer Niedrigkursphase ans Depot gegangen wird, wird damit reduziert.

 

Ich freue mich auf Rückmeldungen zu diesen Überlegungen - vielen Dank im Voraus dafür!

 

Gruß,

user0089

 

 

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Du sprichst einen wichtigen Punkt an: Selbstentscheidung ab 18. Wenn du den Kindern dann risikoreiche Aktien überträgst, solltest du sie auch auf den Umgang damit vorbereiten. Haben sie dann auch das Verständnis, dass sie im Fall einer wie du es nennst Niedrigkursphase die Finger vom "Verkaufen-Button" lassen sollten? Mal als Beispiel: Das Kapital verringert sich auf 13 k€, dem Kind fällt aber gerade ein "Ich brauche mein erstes Auto, die Kohle dafür habe ich ja.". Dann hast du jahrelang mit Zitronen gehandelt. Ich finde, der risikobasierte Teil der Geldanlage bei Übergang auf das Kind sollte so gewählt sein, dass das Kind auch damit umgehen kann. Das ist natürlich individuell verschieden, mir persönlich wäre ca. 80% Risikoanteil wie bei dir zu viel. Es ist ja davon auszugehen, dass Kinder in diesem Alter das Geld in absehbarer Zeit benötigen.

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Ich hoffe das meine Kinder bis dahin gelernt und verstanden haben, dass dieses Geld nicht zum ,verprassen‘ ist. Ich hoffe die finanziellen Mittel zu haben, dass erste Auto/Führerschein so stemmen zu können.

Ich habe auch eine etwas andere Strategie gewählt mit Dividenden als zusätzliche Einnahmequelle. Damit kann ich meinen Sohn plastisch Zeigen: Das Unternehmen lässt dich am Gewinn teilhaben. 

Zurzeit reinvestiere ich. Später sollen die Einkünfte als Hilfe zur Miete während dem Studium dienen. 

Ich versuche, hoffe, dass das Grundkapital nicht angetastet werden muss.

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Genau aus diesem Grund, habe ich Depots für meine Kinder auf meinem Namen angelegt. Ich vertraue einfach keinem 18jährigen Kind soviel Geld zu... wenn ich überlege wie ich damals mit 18 war und mir hätte jemand 20 000€ gegeben.

 

Ich würde daher Geld umschichten und das Kind persönlich supporten und das restliche Geld übergeben, wenn man sicher ist, dass das Kind erwachsen ist. Mit 18 hab ich bisher erst wenige Erwachsene gesehen :D

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Und ist doch ein schönes Geschenk, wenn Kinder dann irgendwann eine Immobilie kaufen, heiraten,  Kinder bekommen.  

Mit 18 Jahren 20.000€ Depot zu bekommen ist in der Tat riskant. Ich war mit 18 für einen solchen Betrag nicht reif. Andere dagegen schon. Muss man halt abwägen.

 

 

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vor 44 Minuten von Portfolio2055:

Ich hoffe das meine Kinder bis dahin gelernt und verstanden haben, dass dieses Geld nicht zum ,verprassen‘ ist.

Falls dir das nicht aufgefallen ist: Es geht in diesem Thread weder um deine Kinder, noch um deine finanziellen Mittel und auch nicht um deine pädagogischen Fähigkeiten :-*

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vor 1 Stunde von user0089:

 

Nun sind es noch etwas mehr als vier Jahre bis zur Volljährigkeit des ältesten Kindes und es ist damit per se nicht garantiert, dass die aktuelle Sparrate genügend lange an der Börse investiert ist, um das Risiko auszugleichen. Daher würde ich nun die monatliche Sparrate in ein normales Tagesgeld mit nahezu Null-Zinsen laufen lassen.

 

Da würde ich dann doch eher ein Festgeldkonto eröffnen und einmal 3600 Euro (48x75) einlegen.

 

Die Aufteilung ist natürlich dir überlassen, aktuell fährst du 100% ETF, grundsätzlich kann das Depot deiner Kinder ja noch ewig weiterlaufen um mögliche Schwächephasen auszugleichen. Denke du kannst deine Kinder da besser einschätzen, ich hab zum 18. über meinen Bausparvertrag verfügen können mit einer ordentlichen Summe und der ist weiterhin bei mir. Unangetastet mit netten Guthabenzins.

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Am 19.4.2019 um 10:57 von HaRaS1983:

Ich würde daher Geld umschichten

 

Vom Konto des Kindes auf ein eigenes Konto? Rechtlich äußerst fragwürdig. 

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vor 3 Stunden von TheMarl:

 

Vom Konto des Kindes auf ein eigenes Konto? Rechtlich äußerst fragwürdig. 

naja sehe das unkritisch, solang es kein Kläger gibt. In meiner Familie aktuell eher unwahrscheinlich.

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Posted · Edited by Sascha.

vor 34 Minuten von HaRaS1983:

naja sehe das unkritisch, solang es kein Kläger gibt. In meiner Familie aktuell eher unwahrscheinlich.

Kritisch wird es, wenn die Kinder eigene Sparer-Freibeträge im Depot genutzt haben.

Eröffnest du ein Depot für dein Kind, wo es einen eigenen Sparer-Freibetrag nutzt, und hinterher nimmst du dir das Geld zurück, kann das Finanzamt, wenn es Wind davon bekäme, das als Steuerhinterziehung sehen.

 

Auch sonst kann es zu Komplikationen kommen, wenn Kinder ihr eigenes Konto mit größeren Summen haben.

Wird das Kind zu beginn der Erwerbstätigkeit arbeitslos oder möchte andere Sozialleistungen wie Bafög beantragen, ist das (z.B. bei Bafög mit mehr als 7500€ Kapital auf dem Konto) nicht möglich.

Das sollte man immer im Hinterkopf haben. Wenn man soviel Geld hat / verdient, das Bafög u.s.w. sowiso nicht gezahlt werden würde, ist natürlich die Steuerersparnis zu bevorzugen.

 

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