Crisis Timing

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51 posts in this topic

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vor 2 Minuten von mike4001:

 

Immerhin erkennt man hier, dass man Anfang Juni aus Aktien aussteigen sollte. Die Ausnahme sind nur die Ausnahmejahre wie 2005, 2007 und vor allem 2019!

"Sell in May" ist doch schon bekannt. Dann mach es doch einfach.

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Posted · Edited by Ramstein

vor 6 Minuten von mike4001:

 

Immerhin erkennt man hier, dass man Anfang Juni aus Aktien aussteigen sollte. Die Ausnahme sind nur die Ausnahmejahre wie 2005, 2007 und vor allem 2019!

 

Nein, das erkennt man nicht. Man kennt nur, dass ich bei meiner portfoliozusammenstezung hätte aussteigen sollen. Wenn ich das für jeden einzelnen Wert betrachte, ist es nicht so. Und wenn ich es für meine ETFs betrachte, auch nicht.

Ich habe nur diese Graphik genommen, weil ich bei der den längsten Zeitraum habe.

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vor 20 Minuten von Schwachzocker:

Das klingt für mich nicht nach Problemen, und so ging es den meisten anderen wohl auch.

Aber Du hast natürlich recht. Zwischen den Ohren gibt es immer Probleme.

Jep, als dann rauskam, wie pleite und marode diese Regionen eigentlich waren, hat sich jeder gefreut. Probleme gab es immer, oder waren sich Anfang der 90er alle einig, dass es nur bergauf gehen kann?

 

Also alle sagen immer: Es gab noch nie so einen langen Aufschwung wie von 2009 bis heute.

Ich sehe das nicht. Vielleicht ist es eher so, dass es etwa 10-20 Jahre bergauf geht, dann kommen 10-20 Jahre Schwäche, dann wieder 10-20 bergauf. Wenn man ein beliebiges Muster erkennen will, dann erkennt man es auch.

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vor 20 Minuten von Schwachzocker:

Sell in May" ist doch schon bekannt. Dann mach es doch einfach.

Und 2 Monate später wieder einsteigen, der Zyklus ist quasi gottgegeben. 

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vor 43 Minuten von Chips:

Kurze Frage:: Wo war die Krise eigentlich zwischen 1980 und 2000? Anfang der 90er Jahre befand man sich in 12-13 Jahren Aufschwung. Der SP hat sich von 1980 bis 1992 ver4facht! Auf etwa 400 Punkte. Der nächste Crash kam zur DotCom-Blase, wo der Kurs auf etwa 800 Punkte korrigierte. Hätte man 1992 gesagt: Bald kommt die nächste Krise (hey, damals zerfiel der Sozialismus, klingt auch nach Problemen), ich warte mal.

-> Da wären hohe Opportunitätskosten bekommen :)

Asienkrise?

Die kam vor Dot-Com. Gut, war jetzt nicht so....global.

 

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vor 11 Minuten von DrFaustus:

Asienkrise?

Die kam vor Dot-Com. Gut, war jetzt nicht so....global.

 

Von 1997 bis 1998 stieg der SP500 von etwa 750 auf 1250. Soooo ne große Krise war das wohl nicht überall :)

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Posted · Edited by DST

vor 2 Stunden von Chips:

Naja, die USA und auch der USD haben allgemein super performed. Das gilt für Dividendenaristokraten genauso.

 

Globale Dividendenaristokraten haben in den letzten Jahren in der Tat nur etwas besser performt. Allerdings sollte man dazu sagen, dass nur beim US-amerikanischen Index seit mindestens 20 Jahren steigende Dividendenrenditen als Aufnahmekriterium gelten. Bei den anderen Aristokraten sind es soweit ich weiß nur mindestens 10 Jahre. Die amerikanischen Aristokraten genießen somit - zumindest bei S&P - einen deutlich höheren Dividenden-Status.

 

Dividenden-ETFs.jpg

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vor 5 Stunden von PSIDIO:

 

Liebe WPFler,

ich habe eine Frage.

Ich bin in der erfreulichen Situation, dass ich eine größere Menge Geld (100T) investieren kann, ohne dass ich es so schnell brauchen werde.

Ich beschäftige mich nun seit ca.6 Monaten mit Aktien. ETFs erscheinen mir eine gute Wahl was Diversifizierung in Ländern, Branchen etc. angeht.

Daher möchte ich ein Portfolio mit ETFs auf die Indizes der Dividend Aristocrats (50%, da ich das passive Einkommen bevorzuge, eventuell auch ein Index mit mehr beteiligten Unternehmen) und 30% MSCI World und 20% Emerging Markets aufbauen.

 

Ich habe hierzu drei Sparpläne mit insg. 200 Euro angefangen. Die laufen jetzt erstmal los und können das für 20 Jahre tun.

 

Mit der Investition der 100T möchte ich aber noch warten, da ich denke, dass wir bald wieder eine größere Krise haben werden.

Zwei Gründe: Zum einen ist die Anzahl an Jahren seit der letzten Krise sehr lange (2009). Die Abstände vorher waren kleiner.

Zweitens erscheint mir die 0-Zins-Politik der EZB eine Schuldenblase zu provozieren (stand auch so im CAPITAL Magazin).

Daher erwarte ich in den nächsten 3 Jahren (+/-1 Jahr) eine größere Krise.

 

Deshalb möchte ich 2 Monate nach Ausbruch der Krise in 10 kurzen Abständen (je nach Entwicklung oder jede Woche 1 mal 10T) die 100T investieren. Uwe Lang (bekannt als der Börsenpfarrer) schrieb, dass die meisten Krisen nach ca. 2 Monaten ausgestanden sind (er hat die letzten 20 Krisen untersucht) und ihre Talsohle erreicht haben (Vgl. Lang, Uwe. Börsenwissen – 150 Fragen und Antworten).

Dieses Vorgehen verstehe ich als Market-Timing oder besser noch: Crisis-Timing. Es wird generell davon abgeraten: Time in the market ist besser als timing the market.

Aber wenn dieses Vorgehen klappt, sind die Gewinne enorm. Wenn man z.B. in den Dax (was ich nicht vorhabe) bei 4000 Punkten einsteigt und er sich ca. 4 Jahre später wieder auf 12000 Punkten bewegt, verdreifacht man den Einsatz! Das ist enorm!

Dies würde auch den Verlust ausgleichen, den man einfährt, wenn man die 100T 5 Jahre lang von der Inflation schmälern lässt (ca.10%, oder gar weniger!) und keine Rendite einfährt.

 

Was sagt ihr zu dieser Strategie?? Für euren fachlichen Rat und gute Ideen bin ich sehr dankbar.

 

Gruss

 

 

Hallo vergangenes Ich von vor 6 Jahren! :D

Hätte ich alles damals ganz genau so geschrieben. Bereits 2013 gab es Finanzzeitschriften, die für mich sehr logisch nachvollziehbar argumentierten, dass der nächste Crash bevorsteht. Der käme statistisch alle 7 Jahre und zwischen 2002 und 2008 sogar nach nur 6 Jahren. Also war klar, es muss spätestens 2015 crashen!

 

Und im Crash kaufen und dann enorme Renditen kassieren? Best tactic! Vor allem in der Theorie wo man im Nachhinein genau Anfang und Ende eines Crashes weiß. In der Praxis müsste man aber erstmal definieren, wann für dich ein Crash ist, also ab wie viel Kursverlust würdest du kaufen? Ab 30%, ab 50%? oder wie du schreibst bei einem DAX von 4.000, also 60%? Weißt du wie oft der DAX historisch gesehen 60% verloren hat? Chips schreibt zurecht, dass es auch Zeiträume von 20 Jahren ohne größere Kurseinbrüche gab. Viel Glück dabei, darauf zu warten :thumbsup:

 

Dein Problem ist das gleiche wie meines 2013: Du hast noch nie was investiert, hattest noch nie Aktien und willst jetzt den Markt timen. Ohne Wissen, rein auf Empfehlung von einer Hand voll selbsternannter Experten, die Geld mit ihren Crash-Warnungs-Büchern verdienen. Ich sage voraus es werden zwei Szenarien eintreten wenn du nicht investierst:

 

A) Idealfall: Es kommt zeitnah ein Crash, aber du triffst nicht die Talsole. Weil du entweder zu früh in den Markt gehst oder zu spät. Wenn du überhaupt reingehst.... denn gleichzeitig wirst du von allen Börsenexperten und Medien bombadiert, dass "die Welt am Ende sei". Ohne große Erfahrung am Kapitalmarkt möchtest du jetzt in kürzester all dein Geld investieren. Du wirst hier im Forum 3 Threads aufmachen mit dem Thema "jetzt? jetzt? jetzt???" um dir die Absolution zu holen, dass dein Timing richtig ist. Eine Antwort wirst du nicht kriegen, denn ein "Bärenmarkt dauerte im Mittel 1,5 Jahre" und hat zwischen "19 und 80%" Kursverfall.

https://de.scalable.capital/boerse/nicht-auf-den-baeren-warten

 

B) Der Crash kommt nicht wie vorhergesagt. Du sitzt an der Seitenlinie und wartest auf Einstiegskurse während andere ihr Geld mehr als verdoppeln. Irgendwann wird dir klar, dass selbst wenn dein Timing funktioniert, du "Verlierer" wärest, denn die anderen haben schon mehr am Markt verdient als dein "Best Case" 60% Crash Scenario dir sichert. Du wirst nervös. Der Aktienmarkt wird gehyped (was er lange noch nicht wird und genau das ist eigentlich eher ein Signal heute zu investieren), du verfolgst täglich Kurse und meinst es MUSS ja ein Crash kommen, Gott ist gegen dich! Crash Propheten schreiben plötzlich von einer neuen Aktienwelt "wir werden alle reich!", logische Argumente sind immer zu finden. Nullzins bleibt Jahrzehnte lang bestehen, die Inflation zieht an, du verlierst jährlich 10% und mehr Realwert gegenüber einem Aktiendepot. Irgendwann kaufst du dir vom restwert einen Sportwagen und sagst dir "dann hab ich wenigstens etwas von dem Geld bevor es weg ist!" :-* Du eröffnest hier einen Beitrag sinngemäß "Meine Strategie war richtig, aber die Märkte waren unlogisch"

 

Ein richtiger Crash am Aktienmarkt ist nicht mit Fundamentaldaten zu erklären, sondern mit Psychologie. Der Herdentrieb zieht die ganze Meute Richtung Ausgang. Dies Laune mit Logik vorherzusagen ist schwerer als die Einschätzung von launischen Frauen. Und bevor ich jetzt von einer Frau zurecht kritisiert werden, erlaubt mir noch einen Witz:

Der Reporter: „Wie bist du Millionär geworden?“ – „Durch meine Frau!“ – „Was waren Sie vorher?“ – „Billionär!“

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Posted · Edited by Darkshadowknight

Was bringen solche Träumereien? Crash-Timing und das große Geld in Rekordzeit. Na sicher. Ich rate dir, nochmal tief durchzuatmen und erst einzusteigen, wenn du diese Casino-Mentalität abgelegt hast.

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vor 4 Stunden von Schwachzocker:

"Sell in May" ist doch schon bekannt. Dann mach es doch einfach.

 

und wenn du mir die nächste "Ausnahmejahre" sagen kannst :D

 

Wobei rein statistisch betrachtet ist wohl wirklich was dran.

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vor 25 Minuten von mike4001:

 

und wenn du mir die nächste "Ausnahmejahre" sagen kannst :D

 

Wobei rein statistisch betrachtet ist wohl wirklich was dran.

2020,2021 und dann erst wieder 2028. Wenn du darüber hinaus Infos brauchst schreib mich an: glaskugel@100prozent.richtig

 

Das Problem ist aber hauptsächlich, selbst wenn was dran wäre, wann steig ich dann wieder ein?! Und da gleicht ja schon die Heatmap einer gewürfelten Chance. Und hier weiß man nicht mal die Depotzusammenstellung und Diversifikation. 

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  1. Heisst dass, die allgemein hier vertretene Strategie besteht im Buy-and-Hold?
  2. Wäre es eine Idee, um die Opportunitätskosten zu verringern, ca.25% des gesamt zu investierenden Kapitals auf 4 Jahre verteilt monatlich zu investieren (CAEffect?)? Also bei 100T Gesamtvolumen, 25 T auf 4 Jahre, also 500 pro Monat?

Gruß

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vor 19 Stunden von Andreas900:

 

Hallo vergangenes Ich von vor 6 Jahren! :D

Hätte ich alles damals ganz genau so geschrieben. Bereits 2013 gab es Finanzzeitschriften, die für mich sehr logisch nachvollziehbar argumentierten, dass der nächste Crash bevorsteht. Der käme statistisch alle 7 Jahre und zwischen 2002 und 2008 sogar nach nur 6 Jahren. Also war klar, es muss spätestens 2015 crashen!

 

Und im Crash kaufen und dann enorme Renditen kassieren? Best tactic! Vor allem in der Theorie wo man im Nachhinein genau Anfang und Ende eines Crashes weiß. In der Praxis müsste man aber erstmal definieren, wann für dich ein Crash ist, also ab wie viel Kursverlust würdest du kaufen? Ab 30%, ab 50%? oder wie du schreibst bei einem DAX von 4.000, also 60%? Weißt du wie oft der DAX historisch gesehen 60% verloren hat? Chips schreibt zurecht, dass es auch Zeiträume von 20 Jahren ohne größere Kurseinbrüche gab. Viel Glück dabei, darauf zu warten :thumbsup:

 

Dein Problem ist das gleiche wie meines 2013: Du hast noch nie was investiert, hattest noch nie Aktien und willst jetzt den Markt timen. Ohne Wissen, rein auf Empfehlung von einer Hand voll selbsternannter Experten, die Geld mit ihren Crash-Warnungs-Büchern verdienen. Ich sage voraus es werden zwei Szenarien eintreten wenn du nicht investierst:

 

A) Idealfall: Es kommt zeitnah ein Crash, aber du triffst nicht die Talsole. Weil du entweder zu früh in den Markt gehst oder zu spät. Wenn du überhaupt reingehst.... denn gleichzeitig wirst du von allen Börsenexperten und Medien bombadiert, dass "die Welt am Ende sei". Ohne große Erfahrung am Kapitalmarkt möchtest du jetzt in kürzester all dein Geld investieren. Du wirst hier im Forum 3 Threads aufmachen mit dem Thema "jetzt? jetzt? jetzt???" um dir die Absolution zu holen, dass dein Timing richtig ist. Eine Antwort wirst du nicht kriegen, denn ein "Bärenmarkt dauerte im Mittel 1,5 Jahre" und hat zwischen "19 und 80%" Kursverfall.

https://de.scalable.capital/boerse/nicht-auf-den-baeren-warten

 

B) Der Crash kommt nicht wie vorhergesagt. Du sitzt an der Seitenlinie und wartest auf Einstiegskurse während andere ihr Geld mehr als verdoppeln. Irgendwann wird dir klar, dass selbst wenn dein Timing funktioniert, du "Verlierer" wärest, denn die anderen haben schon mehr am Markt verdient als dein "Best Case" 60% Crash Scenario dir sichert. Du wirst nervös. Der Aktienmarkt wird gehyped (was er lange noch nicht wird und genau das ist eigentlich eher ein Signal heute zu investieren), du verfolgst täglich Kurse und meinst es MUSS ja ein Crash kommen, Gott ist gegen dich! Crash Propheten schreiben plötzlich von einer neuen Aktienwelt "wir werden alle reich!", logische Argumente sind immer zu finden. Nullzins bleibt Jahrzehnte lang bestehen, die Inflation zieht an, du verlierst jährlich 10% und mehr Realwert gegenüber einem Aktiendepot. Irgendwann kaufst du dir vom restwert einen Sportwagen und sagst dir "dann hab ich wenigstens etwas von dem Geld bevor es weg ist!" :-* Du eröffnest hier einen Beitrag sinngemäß "Meine Strategie war richtig, aber die Märkte waren unlogisch"

 

Ein richtiger Crash am Aktienmarkt ist nicht mit Fundamentaldaten zu erklären, sondern mit Psychologie. Der Herdentrieb zieht die ganze Meute Richtung Ausgang. Dies Laune mit Logik vorherzusagen ist schwerer als die Einschätzung von launischen Frauen. Und bevor ich jetzt von einer Frau zurecht kritisiert werden, erlaubt mir noch einen Witz:

Der Reporter: „Wie bist du Millionär geworden?“ – „Durch meine Frau!“ – „Was waren Sie vorher?“ – „Billionär!“

Hey,

das ist aber mal eine tolle Antwort!

Ja, genau diese Argumente kommen in den Ratgebern, etc. vor. Es erscheint schon schlüssig.

Also besser time in the market als timing the market.

 

Heisst dass es bleibt beim BUY and Hold?

 

Gruß

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Am 7/11/2019 um 14:46 von west263:

seit 2012 wird versucht diese Krise herbei zu reden.

Gut, irgendwann werden diese ganzen Weltuntergangspropheten recht haben und können dann behaupten, Ich habe es doch vorhergesagt. Aber bis dahin bleibe ich investiert.

Dann kann man immer noch nachkaufen!

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Am 11.7.2019 um 09:59 von PSIDIO:

Daher erwarte ich in den nächsten 3 Jahren (+/-1 Jahr) eine größere Krise.

Und was ist, wenn die Krise erst in 3+X Jahren kommt? Dann verzichtest du weitere X Jahre auf Rendite. Zumal: Wer sagt denn, dass es überhaupt zu einem richtigen Crash kommen muss? Die Kurse können sich auch über Jahre hinweg langsam aber stetig abwärts bewegen. Wann willst du da einsteigen? 

 

Am 11.7.2019 um 09:59 von PSIDIO:

Deshalb möchte ich 2 Monate nach Ausbruch der Krise

Und wer sagt dir nach zwei Monaten, dass wir uns in einer Krise befinden?

 

Am 11.7.2019 um 09:59 von PSIDIO:

Uwe Lang (bekannt als der Börsenpfarrer) schrieb, dass die meisten Krisen nach ca. 2 Monaten ausgestanden sind

Aha. Das wage ich zu bezweifeln... Die Dotcom-Blase platzte Anfang 2000 und der Kursverfall zog sich bis 2003 hin. Die Weltwirtschaftskrisen ab 1929 und ab 2007 zogen sich auch länger als 2 Monate.

 

Am 11.7.2019 um 09:59 von PSIDIO:

Dieses Vorgehen verstehe ich als Market-Timing oder besser noch: Crisis-Timing. Es wird generell davon abgeraten: Time in the market ist besser als timing the market.

Wenn generell davon abgeraten wird, solltest du es auch sein lassen. Deine einzige Intention ist es zu zocken und das geht in 50 % der Fälle nach hinten los.

 

Am 11.7.2019 um 09:59 von PSIDIO:

Wenn man z.B. in den Dax (was ich nicht vorhabe) bei 4000 Punkten einsteigt und er sich ca. 4 Jahre später wieder auf 12000 Punkten bewegt, verdreifacht man den Einsatz! Das ist enorm!

Und wenn man beim DAX mit 2.000 Punkten einsteigt, hat man den Einsatz versechsfacht! Wenn man im Casino alles auf Rot setzt, kann  man eventuell mit dem Porsche nach Hause fahren.

 

Am 11.7.2019 um 09:59 von PSIDIO:

Dies würde auch den Verlust ausgleichen, den man einfährt, wenn man die 100T 5 Jahre lang von der Inflation schmälern lässt (ca.10%, oder gar weniger!) und keine Rendite einfährt.

Der einzige Haken an dem Plan ist die Kristallkugel. Die fehlt dir nämlich. Oder wahlweise eine der folgenden Maschinen:

https://www.autobild.de/klassik/bilder/delorean-dmc-12---zurueck-in-die-zukunft-7046633.html#bild1

https://www.clockworker.de/cw/2010/02/10/die-zeitmaschine/

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Am 12.7.2019 um 12:21 von PSIDIO:

Hey,

das ist aber mal eine tolle Antwort!

Ja, genau diese Argumente kommen in den Ratgebern, etc. vor. Es erscheint schon schlüssig.

Also besser time in the market als timing the market.

 

Heisst dass es bleibt beim BUY and Hold?

 

Gruß

Das wichtigste ist aus meiner Sicht, DASS du in den Markt gehst. Heute, nicht erst in X Jahren weil du wartest und wartest.

Du kannst mit wenig einsteigen, 10% deines Betrages, aber steig ein, trau dich.

Wer Angst vor einer Krise hat und damit nicht ruhig schlafen kann, sollte seinen Depotanteil verringern bzw. klein halten, aber dennoch sollte er investiert sein.

 

Ich versuche jeder Marktphase etwas positives zu entlocken. Geht es entgegen deiner Erwartung weiter aufwärts, bist du zumindest mit 10% dabei. Geht es abwärts, kaufst du nach. Du kannst dabei Rücksetzer zum Nachkaufen nutzen. 5% im Minus? Prima, nachkaufen! 10% im Minus? Nochmal nachkaufen!

 

Statistisch wirst du mit Buy and Hold und einer hohe Aktienquote vermutlich am besten fahren, aber du musst mit deiner Strategie ruhig schlafen können. Kauf dir vielleicht 5% Gold (Xetra geht sehr bequem), REITS oder global diversifizierte Anleihen mit gutem Rating, ein gutes Sicherheitspolster Tagesgeld. Stell dich so breit auf, dass du dich wohl fühlst.  

 

Wenn du aber nur wartest und gar nichts tust, dann wirst du vermutlich auch in 10 Jahren noch Angst vorm Einstieg haben.

Natürlich ist die Überwindung anfangs groß. Einen großen Geldbetrag auf ein neues Onlinekonto überweisen und dann ETFS kaufen. Und dann erlebst du pro Tag (je nach Größe des Depots) 3 bis 4 stellige Schwankungen und musst erstmal lernen damit umzugehen. 92% der Deutschen können oder wollen das nicht. Selbst mir einem Aktienanteil von nur 10% gehörst du bereits zu der finanziellen Elite Deutschlands, die investiert statt Geld rumliegen zu lassen. B-)

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Der Trick, um Buy and Hold und antizyklischen Investieren zu kombinieren, heißt Rebalancing. Wenn du 60% Aktien und 40% Anleihen als deine Soll-Zusammensetzung definierst, und die Aktien rauschen um 50% ab, dann musst du Anleihen verkaufen und Aktien nachkaufen. So reagierst du proaktiv in der Krise und hältst gleichzeitig die Opportunitätskosten klein.

 

Außerdem kannst du dich so erst einmal testen. Vor den Gedanken "dieses Mal ist alles anders" oder "es geht sicher nochmal 20% runter" ist niemand gefeit. Und Schwupps ist der günstige Kurs weg.

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Am 11.7.2019 um 16:38 von Andreas900:

Chips schreibt zurecht, dass es auch Zeiträume von 20 Jahren ohne größere Kurseinbrüche gab.

 

Genau das ist der Punkt. Es kann nämlich auch sein, dass eventuell vorhandene Überbewertungen abgebaut werden, ohne dass es zu einem Crash oder signifikanten Kursrückgängen kommen muss. Auch durch nur moderat ansteigende Aktienmärkte können Überbewertungen abgebaut werden. Sollte dieses Szenario eintreten steht man an der Seitenlinie und wartet und wartet und wartet.....aber es kommt und kommt nicht zum herbeigesehnten Kurseinbruch sondern man muss zusehen wie einem die Kurse davonlaufen und je länger man wartet umso teurer wird der Einstieg. Sollte man immer im Hinterkopf behalten dieses Szenario wenn man der festen Überzeugung ist, dass es ja irgendwann zu einem Kurseinbruch kommen muss. Muss es nämlich nicht zwingend ;-)

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Am 17.7.2019 um 00:00 von Sucher:

Der Trick, um Buy and Hold und antizyklischen Investieren zu kombinieren, heißt Rebalancing. Wenn du 60% Aktien und 40% Anleihen als deine Soll-Zusammensetzung definierst, und die Aktien rauschen um 50% ab, dann musst du Anleihen verkaufen und Aktien nachkaufen. So reagierst du proaktiv in der Krise und hältst gleichzeitig die Opportunitätskosten klein.

 

Außerdem kannst du dich so erst einmal testen. Vor den Gedanken "dieses Mal ist alles anders" oder "es geht sicher nochmal 20% runter" ist niemand gefeit. Und Schwupps ist der günstige Kurs weg.

Aber welche Anleihen kommen denn über die Inflationsrate von 2%?

Sind das noch AA-Unternehmen oder AA-Staaten?

 

 

Da Frage ich mich ob ich nicht einfahc nur 60 % in Aktien stecke und 40% als Cash zum nachkaufen.

Gruß

 

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vor 20 Minuten von PSIDIO:

Aber welche Anleihen kommen denn über die Inflationsrate von 2%?

In Euro nur Nachränge und Unternehmen aus der dritten Reihe (Mittelstandsbonds), bei Fremdwährungen nur USD und mäßig sichere Schuldner wie Russland mit potentiell hässlichem Wechselkursrisiko. 

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vor 2 Stunden von PSIDIO:

Aber welche Anleihen kommen denn über die Inflationsrate von 2%?

Sind das noch AA-Unternehmen oder AA-Staaten?

 

 

Da Frage ich mich ob ich nicht einfahc nur 60 % in Aktien stecke und 40% als Cash zum nachkaufen.

Gruß

 

Cash kannst du ebenfalls machen, funktioniert genau so.

 

Anleihen kaufe ich nicht wegen der tollen Endfälligkeitsrenditeerwartung, sondern wegen der Gegenbewegung zu den Aktien in der Krise, Stichwort "Flucht in Sicherheit". Cash macht in der Krise (wie sonst auch) rein gar nichts. Hier liegt der große Vorteil der Anleihen.

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@Andreas900 :thumbsup:

Deswegen ist es ja so wichtig, zu wissen bzw. zu ermitteln, wie viel Portfolioschwankung man ertragen kann. Damit man auch in der Krise ruhig schlafen kann ohne sich panisch beim Online-Broker einzuloggen und das Depot leerzuräumen. Denn was macht man danach mit den übrig gebliebenen Kröten? Umschichten in Anleihen oder auf besseres Börsenwetter warten und den Rebound verpassen weil "wird ja wieder runtergehen"? Das wäre mir zuviel Nervenkrieg. Solange ich davon ausgehe, dass am Ende meines Anlagezeitraums die Kurse risikoddjustiert höher stehen, lässt mich die Frage nach irgendwelchem Markt- oder Crashtiming völlig kalt.

 

@PSIDIO

Beim Investieren ist es wie mit so vielem: man lernt es am besten, in dem man einfach mal (klein) anfängt und Schritt für Schritt Erfahrung sammelt. Das ist jetzt keine Empfehlung, blindlings die sauer verdiente Kohle an die Börse zu bringen. Aber du scheinst dir ja Gedanken gemacht zu haben, das ist schon mal ein Anfang. Aber nach der Theorie kommt auch irgendwann mal die Praxis, nicht nur beim Führerschein.

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vor 57 Minuten von Sucher:

Cash kannst du ebenfalls machen, funktioniert genau so.

 

Anleihen kaufe ich nicht wegen der tollen Endfälligkeitsrenditeerwartung, sondern wegen der Gegenbewegung zu den Aktien in der Krise, Stichwort "Flucht in Sicherheit". Cash macht in der Krise (wie sonst auch) rein gar nichts. Hier liegt der große Vorteil der Anleihen.

Sorry, ich blicks nicht. Wie meisnt du "Cash funktioniert genauso?"

 

 

vor 28 Minuten von nikolov:

@Andreas900 :thumbsup:

Deswegen ist es ja so wichtig, zu wissen bzw. zu ermitteln, wie viel Portfolioschwankung man ertragen kann. Damit man auch in der Krise ruhig schlafen kann ohne sich panisch beim Online-Broker einzuloggen und das Depot leerzuräumen. Denn was macht man danach mit den übrig gebliebenen Kröten? Umschichten in Anleihen oder auf besseres Börsenwetter warten und den Rebound verpassen weil "wird ja wieder runtergehen"? Das wäre mir zuviel Nervenkrieg. Solange ich davon ausgehe, dass am Ende meines Anlagezeitraums die Kurse risikoddjustiert höher stehen, lässt mich die Frage nach irgendwelchem Markt- oder Crashtiming völlig kalt.

 

@PSIDIO

Beim Investieren ist es wie mit so vielem: man lernt es am besten, in dem man einfach mal (klein) anfängt und Schritt für Schritt Erfahrung sammelt. Das ist jetzt keine Empfehlung, blindlings die sauer verdiente Kohle an die Börse zu bringen. Aber du scheinst dir ja Gedanken gemacht zu haben, das ist schon mal ein Anfang. Aber nach der Theorie kommt auch irgendwann mal die Praxis, nicht nur beim Führerschein.

Ja, danke für die Anregung. Das habe ich aber schon gemacht. Ich habe 10T in mehrer Einzelaktien gesteckt, um zwei Strategien zu testen.

Dieses relativ hohe Risiko mit 6 Titeln werde ich ab jetzt abbauen, sobald sie über 10% gestiegen sind.

Da ging es um das testen meiner STresstoleranz. Ich finde es macht es einfacher, einfach nicht ins Depot zu schauen. Dann kann man es vergessen... Schlaftabletten, Kostolany und so...

 

Ich habe zudem drei ETF Sparpläne mit insg. 200 Euro angefangen, da geht es auch aufwärts.

 

Also die Stresstoleranuz wird schon tetestet.

 

Gruß

vor 3 Stunden von Cai Shen:

In Euro nur Nachränge und Unternehmen aus der dritten Reihe (Mittelstandsbonds), bei Fremdwährungen nur USD und mäßig sichere Schuldner wie Russland mit potentiell hässlichem Wechselkursrisiko. 

HAllo Cai,

 

und genau die genannten Anleihen soll man doch nicht nehmen. dachte ich. Das sind doch keine AA ratings oder?

 

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Ich halte nicht viel von starren Regeln!

 

Man könnte allgemein sagen: je schlechter das Rating von Anleihen, desto eher korrelieren sie mit Aktien.

Anleihen, die derzeit noch Rendite versprechen, unterscheiden sich im Kursverhalten also entweder nicht großartig von Aktien oder haben Fremdwährungsrisiken.

 

Wenn man das nicht will, bleibt nur ein der eigenen Risikoneigung angemessener Aktienanteil und den Rest des Vermögens bei ca. Null Prozent rumoxidieren lassen.

Ich für meinen Teil nehme als Mittelweg das Risiko einen gewissen Anteils "nicht ganz so erstklassige" Anleihen gern in kauf.

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Posted · Edited by pillendreher

vor 24 Minuten von PSIDIO:

 

Ja, danke für die Anregung. Das habe ich aber schon gemacht. Ich habe 10T in mehrer Einzelaktien gesteckt, um zwei Strategien zu testen.

Dieses relativ hohe Risiko mit 6 Titeln werde ich ab jetzt abbauen, sobald sie über 10% gestiegen sind.

 

 

D.h. du verkaufst von den 6 Aktien immer die, welche >10% im Plus ist.

Die Nieten verbleiben im Depot.

So was nennt man Dispositionseffekt und ist ein typischer Anlagefehler, dem wir alle mal erliegen.

https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article117347120/Warum-Anleger-an-Verliereraktien-festhalten.html 

 

 

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