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Ich bin 38, ledig, keine Kinder bis jetzt und werde in Kürze einen Betrag von ca. 300.000 Euro aus einem Grundstücksverkauf erzielen. Da ich mir kein Haus bauen will, sondern lieber mieten möchte, würde ich einen Teilbetrag, ca. 250.000 Euro, gerne in ETF's anlegen und diesen mindestens 15 Jahre, wahrscheinlich eher 20-30 Jahre im Depot liegen lassen. Nun meine Fragen:

1. Würdet Ihr den kompletten Betrag in einem einzigen Depot und bei einer einzigen Bank anlegen oder auf mehreren Depots bzw. Banken verteilen, wegen Einlagensicherung etc.?

2. Welche Gewichtung eines Portfolios nach dem BIP Welt schlagt Ihr vor bzw. wie lautet die aktuelle Gewichtung nach dem Welt BIP? Ich höre nur immer was von der Gewichtung 70-30 (MSCI World-MSCI Emerging Markets). Bei Just ETF wird bei einem 100 % Aktienanteil das Verhältnis 65-35 als Musterportfolio angezeigt, wieso liest man dann immer von der 70-30 Gewichtung?

3. Sind bei MSCI World und MSCI Emerging Markets alle Länder auf der Welt abgedeckt, da ich gehört habe, dass hier Small Caps nicht mit dabei sind und deswegen eine Gewichtung z.B. 55-10-35 (MSCI World-Small Cap-MSCI Emerging Markets) vorgeschlagen wird um wirklich alle Länder abzudecken?

4. Rebalancing soll ja 1 % Rendite ausmachen und daher wird ja empfohlen, dies jährlich durchzuführen, dies jedoch meines Erachtens sehr aufwendig ist (Wie soll man einen Einmalbetrag jährlich ohne Kostenaufwand jährlich rebalancen? Beim Sparplan geht dies ja problemlos). Es gibt ja auch ETF Rentenversicherungen auf Honorarbasis, wo ich bereits eine im Jahr 2017  abgeschlossen habe und hier einen Betrag von 100 Euro monatlich anspare und zusätzlich 10.000 Euro eingezahlt habe. Ich habe hier die Gewichtung 65-35 gewählt. Die Effektivkosten der Versicherung betragen pro Jahr 0.7 %. Bei dieser Versicherung wird das Rebalancing kostenlos und automatisch von der Versicherung einmal jährlich vorgenommen. Weiterhin können Umschichtungen jederzeit kostenlos durchgeführt werden. Man kann in die Versicherung pro Jahr 40.000 Euro einzahlen. Würde es aufgrund der Vorteile des Umschichtens (bei einem Depot eines Onlinebrokers fallen bei sukzessive Umschichtungen in z.B. sichere Anlagen wie Anleihen Abgeltungssteuer und Transaktionskosten an) und des automatischen jährlichen rebalancens vielleicht mehr Sinn machen, meinen Betrag in ETF Rentenversicherungen anzulegen (hier kann man auch jederzeit kostenlos auch Beträge wieder entnehmen) anzulegen, als in einem Depot bei einem Onlinebroker?

5. Ich habe mir auch schon überlegt den Betrag zu splitten und 2 Depots anzulegen und eines mit 100 % Risiko (also ETF Aktiendepot nach dem Welt BIP) anzulegen und die andere Hälfte in ein Weltportfolio nach Kommer (sicherere Variante) anzulegen. Wie seht ihr das?

6. Ich habe mir gedacht den Betrag nicht gleich komplett anzulegen, sondern innerhalb eines Jahres quartalsweise oder ggf. bei größeren Kursrückgängen innerhalb eines Jahres nach und nach anzulegen. Wie seht ihr das?

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Bernd

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Posted · Edited by Ramstein

vor 25 Minuten von gesch:

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

 

Gerne doch. Lies! Die! Stickies!

 

PS: Sehr aussagekräftig, dieser Fadentitel.

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Posted · Edited by alsuna

Zitat

Aus Gründen der Qualitätssicherung dieses Forums bitten wir darum, sorgfältig die Stickys durchzulesen und jedes Thema und Fragen nach den Richtlinien zur Themeneröffnung zu eröffnen oder bereits bestehende Threads zu verwenden.

 

vor 33 Minuten von gesch:

1. Würdet Ihr den kompletten Betrag in einem einzigen Depot und bei einer einzigen Bank anlegen oder auf mehreren Depots bzw. Banken verteilen, wegen Einlagensicherung etc.?

Die Einlagensicherung bezieht sich, wie der Name schon sagt, nur auf Einlagen bei Banken. Fondsanteile sind keine Bankeinlagen, sondern Sondervermögen der Fondsgesellschaften. Als solche sind sie vor Insolvenz der Depotbank und der Fondsgesellschaft geschützt. Kein Grund, hier Aufwand zu betreiben.

 

vor 33 Minuten von gesch:

2. Welche Gewichtung eines Portfolios nach dem BIP Welt schlagt Ihr vor bzw. wie lautet die aktuelle Gewichtung nach dem Welt BIP? Ich höre nur immer was von der Gewichtung 70-30 (MSCI World-MSCI Emerging Markets). Bei Just ETF wird bei einem 100 % Aktienanteil das Verhältnis 65-35 als Musterportfolio angezeigt, wieso liest man dann immer von der 70-30 Gewichtung?

Steht in den Stickies.

 

vor 33 Minuten von gesch:

3. Sind bei MSCI World und MSCI Emerging Markets alle Länder auf der Welt abgedeckt, da ich gehört habe, dass hier Small Caps nicht mit dabei sind und deswegen eine Gewichtung z.B. 55-10-35 (MSCI World-Small Cap-MSCI Emerging Markets) vorgeschlagen wird um wirklich alle Länder abzudecken?

Da hast du Blödsinn gehört. Lies die Stickies.

 

vor 33 Minuten von gesch:

5. Ich habe mir auch schon überlegt den Betrag zu splitten und 2 Depots anzulegen und eines mit 100 % Risiko (also ETF Aktiendepot nach dem Welt BIP) anzulegen und die andere Hälfte in ein Weltportfolio nach Kommer (sicherere Variante) anzulegen. Wie seht ihr das?

Hast du ein Vermögen oder mehrere?

 

vor 33 Minuten von gesch:

6. Ich habe mir gedacht den Betrag nicht gleich komplett anzulegen, sondern innerhalb eines Jahres quartalsweise oder ggf. bei größeren Kursrückgängen innerhalb eines Jahres nach und nach anzulegen. Wie seht ihr das?

Steht in den Stickies.

 

Edit: @Ramstein war schneller und prägnanter.

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Gerade eben von gesch:

4. Rebalancing soll ja 1 % Rendite ausmachen und daher wird ja empfohlen, dies jährlich durchzuführen, dies jedoch meines Erachtens sehr aufwendig ist (Wie soll man einen Einmalbetrag jährlich ohne Kostenaufwand jährlich rebalancen? Beim Sparplan geht dies ja problemlos).

 

Aus den Ausschüttungen? Bei 250k sollte schon was zusammen kommen.

 

Kosten und Steuern sind immer ärgerlich. Daher sollte das Depot möglichst übersichtlich bleiben. Irgendeinen Tod muss man sterben.

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vor 46 Minuten von gesch:

3. Sind bei MSCI World und MSCI Emerging Markets alle Länder auf der Welt abgedeckt, …

 

Nein, aber …

 

vor 46 Minuten von gesch:

… da ich gehört habe, dass hier Small Caps nicht mit dabei sind

 

… mit Small Caps hat das überhaupt nichts zu tun.

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vor 1 Stunde von gesch:

6. Ich habe mir gedacht den Betrag nicht gleich komplett anzulegen, sondern innerhalb eines Jahres quartalsweise oder ggf. bei größeren Kursrückgängen innerhalb eines Jahres nach und nach anzulegen. Wie seht ihr das?

Für Fragen 1-5 siehe Vorredner. 

 

Das nennt man Markettiming und schaffen die Wenigsten. Und noch weniger hatten nicht einfach nur "Glück". 

Sofort investiert sein bringt die höchste Rendite. Ob dies aber mit deinem Bauchgefühl einhergeht, kann niemand sagen außer du eventuell andeuten (wenn man die Stickies gelesen hätte). 

Eine zeitversetzte Investitionen hat zum Beispiel kein Sinn wenn du auf 12 Monate streckst und dann knallt es an der Börse im 13. Monat. Keiner kennt die Zukunft. Was wenn die aktuellen Zahlen die niedrigsten Kurse für immer sein werden? Es geht jetzt 100% rauf - du bist nie investiert weil du auf den Crash wartest - und dann kracht es 30%. Endlich! Der Crash ist da. Dein Einstiegszeitpunkt. Real betrachtet hast du aber 40% Rendite verschlafen wenn du zu jetzigen Kursen gekauft hättest. Problem erkannt? Gut. Viel Erfolg und danke schonmal für das einarbeiten der Stickies im ersten Beitrag hier. 

 

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vor 2 Stunden von gesch:

6. Ich habe mir gedacht den Betrag nicht gleich komplett anzulegen, sondern innerhalb eines Jahres quartalsweise oder ggf. bei größeren Kursrückgängen innerhalb eines Jahres nach und nach anzulegen. Wie seht ihr das?

 

Studien an Kursen aus der Vergangenheit zeigen, daß die sofortige komplette Anlage den besten mittleren Ertrag liefert, wohingegen eine „gestreckte“ Anlage das Risiko etwas reduziert, daß du gerade den ungünstigsten Zeitpunkt erwischt hast. Letztlich mußt du dir überlegen, ob du mögliche entgangene Gewinne schlimmer fändest oder einen möglichen Kursrückgang kurz nach deinem Einstieg. Wenn letzteres, solltest du es vielleicht strecken, aber nicht zu sehr (höchstens über ein Jahr) und mit fixen Terminen. „Bei größeren Kursrückgängen“ funktioniert nicht, weil zu unkonkret.

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Posted · Edited by stagflation

vor 2 Stunden von gesch:

4. Rebalancing soll ja 1 % Rendite ausmachen und daher wird ja empfohlen, dies jährlich durchzuführen, dies jedoch meines Erachtens sehr aufwendig ist

 

An diesem Satz stimmt fast überhaupt nichts. :(

  • Rebalancing kann bei bestimmten Marktentwicklungen (bspw. schwankende Kursverläufe) die Rendite erhöhen, bei anderen Marktentwicklungen (bspw. fast gleichmäßig steigende Kursverläufe) vermindert es die Rendite. Man macht es hauptsächlich zur Steuerung des Risikos.
  • Was ist daran "sehr aufwändig"? Man schaut sich die beiden Töpfe (risikoreich und risikoarm) an und verkauft aus dem einen etwas und investiert es in den anderen. Wenn man Rebalancing einmal im Jahr macht, sind es einmal im Jahr 1-2 Stunden Arbeit. Fertig.
  • Man muss es auch gar nicht jährlich machen. Eine andere Strategie ist, Rebalancing durchzuführen, wenn sich der Anteil eines Topfes am Anlagevermögen bei der regelmäßigen Überprüfung um mehr als 20% von dem festgelegten Wert unterscheidet. Dann muss man nur alle paar Jahre rebalancen.

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Ich würde hier gerne anschließen, da meine Frage dazu passt und ein eigener Thread unnötig ist.

 

In Bezug auf Small Cap.

Ich bespare den FTSE All World von Vanguard und habe eine Festgeldleiter. Für mich ist es AV und soll mindestens weitere 25 Jahre laufen.

 

Nun habe ich einen größeren Geldbetrag übrig. Mein Vanguard umfasst glaube ich 90% der MA, aber nur Large und Mid-Caps.

Nun möchte ich einen ETF für Small Caps hinzunehmen und da es keinen für die gesamte Welt gibt, bin ich mit dem World Small Cap von iShares zufrieden. Ich vernachlässige jetzt die EM, aber das ist so. (Nein, ich wechsle nicht den großen Fonds)

 

Meine Frage ist folgende: 

Es sind zwei unterschiedliche Indize-Universen. Ziel ist es ja grundsätzlich Dopplungen zu vermeiden. Ich habe nun die Positionen vom Vanguard und vom iShares grob verglichen. Im Prinzip die ersten Positionen im Small Cap ETF im All World gesucht (Excel) und nichts gefunden.  Kann man dann davon ausgehen dass keine Doppelungen bestehen?

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Es besteht eine gewisse Dopplung, stören würde sie mich allerdings nicht. 

 

Zitat

Nach dem Verständnis beider Anbieter sind in den Industrie- und Schwellenländer-Indizes grundsätzlich nur Large Caps und Mid Caps enthalten. Allerdings berücksichtigt keiner von beiden Small Caps. Dabei gibt es allerdings einen Unterschied zu beachten: Die Anbieter definieren „Small Caps” jeweils unterschiedlich. Bei FTSE decken die globalen Indizes etwa 90 Prozent der Marktkapitalisierung ab. Hier zählen Small Caps somit zu den kleinsten 10 Prozent des Aktien-Universums. Bei MSCI decken die globalen Indizes hingegen „nur” 85 Prozent der Marktkapitalisierung ab und die kleinsten 15 Prozent der Aktien fallen in den Bereich der Small Caps.

Quelle: https://www.justetf.com/de/news/etf/msci-vs-ftse-welcher-index-anbieter-ist-der-richtige.html

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