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Konkrete Beispielkosten für Kauf, Halten und Verkauf eines ETF bei der comdirect

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Hallo,

 

ich würde mich gerne nochmal bzgl. der einmaligen und laufenden Kosten für einen ETF vergewissern. Ich bin seit ca. 1 Jahr Kunde bei comdirect, habe mir dort ein Verrechnungskonto mit Depot angelegt.

Ich möchte einmalig 10.000€ in den iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) - WKN: A0RPWH investieren und so lange wie nur möglich halten und hoffe/gehe von mind. 20 Jahren aus.

 

  • Verrechnungskonto: 0€
  • Überweisungen auf oder vom Verrechnungskonto: 0€
  • Depot die ersten 3 Jahre 0€, danach 1,95€/Monat: 23,40€/Jahr
    Ich glaube, wenn man ein Girokonto verwendet: 0€
  • Order (ETF´s kaufen/verkaufen): 4,90€ Gebühr + 25€ (0,25% des Ordervolumens) = 29,90€ (einmalig für den Kauf + einmalig später für den Verkauf)
  • TER (Laufend Kosten/Jahr): 0,20% = 20€/Jahr
  • Abgeltungssteuer: 0€
    da sich mit dieser Investition sehr wahrscheinlich keine Vorabpauschale über 801€ ergibt und ich einen Freistellungsauftrag gestellt habe.
  • Mahngebühren/Zinsen könnten anfallen, wenn ich nicht genug Geld auf meinem Verrechnungskonto habe, wenn Gebühren eingezogen werden

 

Für diese Investition hätte ich einmalige Kosten von 29,90€

Beim Verkauf nochmal  einmalig 29,90€ (wenn sich die Gebühren bis dahin nicht ändern) + mögliche Abgeltungssteuer 

Pro Jahr müsste ich: 43,40€ zahlen oder 20€, wenn das Girokonto 0€ kostet und für den Kauf von ETF´s verwendet werden kann. Ich meine es wäre so.

 

Habe ich wichtige und vor allem hohe Kosten übersehen?

 

Gruß

ebody

 

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Die TER ist Bestandteil der Fondsperformance, die zahlst Du nicht extra. Du hast also eher zu hohe Kosten kalkuliert :thumbsup:

 

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Wenn ich mich jetzt nicht irre, fallen die Gewinne bei thesaurierenden ETF immer am 2. Januar an (und belasten dann erst den Freistellungsauftrag)

- der wäre in diesem Fall in diesem Jahr für die Katz, falls Du bei comdirect keine anderen Einnahmen hast.

 

Wertstellung ist bei Wertpapierhandel erst zwei Tage nach Ausführung. Sollte genug Zeit sein, da ggf. nachzusteuern.

Wenn Du das Giro der comdirect nicht willst, kannst Du auch einen vierteljährlich auszuführenden 25 Euro Sparplan auf Deinen ETF anlegen.

Sind an Gebühren 10 cents auf den Monat statt 1,95 Euro. ;-)

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vor 2 Stunden von ebody:
  • Abgeltungssteuer: 0€
    da sich mit dieser Investition sehr wahrscheinlich keine Vorabpauschale über 801€ ergibt und ich einen Freistellungsauftrag gestellt habe.

Nach 20 Jahren Anlagedauer musst Du die hoffentlich anfallenden Gewinne sehr wohl versteuern - da reichen die 801€ nicht.

(Ob dann noch die Abgeltungssteuer gilt, wird sich zeigen.)

Den zu versteuernden Gewinn kannst Du minimieren, wenn Du jährlich den Freibetrag von 801€ ausnutzt (sonstz geht er verloren). Dazu kannst Du auch jährlich mit Gewinn verkaufen und dann zurückkaufen. Das geht natürlich nur bei Gewinn und Du musst rechnen, ob es sich mit Verkaufs-/Kaufkosten lohnt.

 

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Der Freibetrag lässt sich auch klasse mit ausschüttenden ETFs nutzen. Einziger Nachteil bei der comdirect: Hin und wieder muss der Sparplan anpasst werden, um die Ausschüttungen zu reinvestieren. 

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vor 7 Minuten von riesterto:

Der Freibetrag lässt sich auch klasse mit ausschüttenden ETFs nutzen. Einziger Nachteil bei der comdirect: Hin und wieder muss der Sparplan anpasst werden, um die Ausschüttungen zu reinvestieren. 

Dafür reichen aber 10.000€ nicht aus...

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22 minutes ago, moonraker said:

Dafür reichen aber 10.000€ nicht aus...

Vielleicht bekommt er auf anderes Vermögen zusätzlich Zinsen.

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@ebody, ist das deine einzige Wertpapiertransaktion in dein kommendes Depot?

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vor einer Stunde von moonraker:

Dafür reichen aber 10.000€ nicht aus...

Verstehe das Argument nicht. Nur weil man die vollen 801€ damit nicht nutzen kann? Wenn ich mit 10.000€ das ganze Jahr dabei gewesen wäre, hätte ich mit der Dividende irgendwas zwischen einem Drittel und der Hälfte des Freibetrags genutzt. Für den Start jetzt nicht schlecht

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vor 3 Stunden von Hoodie:

Verstehe das Argument nicht. Nur weil man die vollen 801€ damit nicht nutzen kann? Wenn ich mit 10.000€ das ganze Jahr dabei gewesen wäre, hätte ich mit der Dividende irgendwas zwischen einem Drittel und der Hälfte des Freibetrags genutzt. Für den Start jetzt nicht schlecht

Hab' ich nie behauptet...

Wenn aber noch zusätzliche Kursgewinne da sind, sollte man diese auch über den Freibetrag nutzen (wenn die Kosten in sinnvoller Relation dazu stehen) - sonst zahlt man später unnötigerweise zu viel Steuern.

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vor 6 Stunden von west263:

@ebody, ist das deine einzige Wertpapiertransaktion in dein kommendes Depot?

Evtl. kaufe ich auch einen 2. ETF. Aber das ist nur ein Beispiel, um mich nochmal bzgl. der möglichen einzelnen Kosten zu vergewissern, die anfallen könnten.

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vor 8 Stunden von moonraker:

Nach 20 Jahren Anlagedauer musst Du die hoffentlich anfallenden Gewinne sehr wohl versteuern - da reichen die 801€ nicht.

(Ob dann noch die Abgeltungssteuer gilt, wird sich zeigen.)

Den zu versteuernden Gewinn kannst Du minimieren, wenn Du jährlich den Freibetrag von 801€ ausnutzt (sonstz geht er verloren). Dazu kannst Du auch jährlich mit Gewinn verkaufen und dann zurückkaufen. Das geht natürlich nur bei Gewinn und Du musst rechnen, ob es sich mit Verkaufs-/Kaufkosten lohnt.

 

Was ich bzgl. der Abgeltungssteuer nochmal fragen/ansprechen wollte:

 

Man hält einen ETF 20 Jahre. Nach einer Zeit versteuert man jährlich einen "Gewinn" den man gar nicht wirklich hat, da man ja nicht verkauft.

Nach 20 Jahren ist der Kurs wieder deutlich gesunken zu den 10 Jahren zuvor und muss dann verkaufen.

 

Bekommt man die in den Jahren zuvor gezahlten Steuern dann "zurück", wird das irgendwie verrechnet? Denn die Steuern wurden in den Jahren zuvor

für einen höheren angenommenen Gewinn gezahlt, welcher am Ende aber niedriger ist.

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Posted · Edited by Assassin

Angesetzte Vorabpauschalen mindern den zu versteuernden Gewinn bei Verkauf und können so sogar zu einem Verlust führen, den man dann vortragen/verrechnen kann.

Steuern bekommt man aber natürlich nicht zurück erstattet.

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vor 9 Stunden von ebody:

Was ich bzgl. der Abgeltungssteuer nochmal fragen/ansprechen wollte:

 

Man hält einen ETF 20 Jahre. Nach einer Zeit versteuert man jährlich einen "Gewinn" den man gar nicht wirklich hat, da man ja nicht verkauft.

Nach 20 Jahren ist der Kurs wieder deutlich gesunken zu den 10 Jahren zuvor und muss dann verkaufen.

 

Bekommt man die in den Jahren zuvor gezahlten Steuern dann "zurück", wird das irgendwie verrechnet? Denn die Steuern wurden in den Jahren zuvor

für einen höheren angenommenen Gewinn gezahlt, welcher am Ende aber niedriger ist.

Wenn Du nicht verkaufst, hast Du auch keinen Gewinn versteuert. Wo der Kurs zwischendurch steht interessiert Niemanden.

Das Einzige was anfällt ist die Vorsteuerpauschale, berechnet mit dem Kursgewinn zwischen Jahresende und Jahresanfang. Der zu zahlende Betrag dürfte aber sehr klein und wird mit dem Gewinn bei Verkauf wieder verrechnet (siehe @Assassin).

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vor 5 Minuten von moonraker:

die Vorsteuerpauschale, berechnet mit dem Kursgewinn zwischen Jahresende und Jahresanfang

Die Vorabpauschale berechnet sich nicht über den Kursgewinn, sondern über den Basiszins. Der Kursgewinn des Jahres deckelt sie allenfalls.

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@vanity: Danke für's Berichtigen...

Fazit: Selbst bei regelmäßig 5% Kurssteigerung pro Jahr hast Du fast keine Steuern gezahlt, wenn Du nicht zwischendurch verkaufst - das fällt alles am Ende an.

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Am 8.8.2019 um 22:51 von ebody:

Evtl. kaufe ich auch einen 2. ETF. Aber das ist nur ein Beispiel, um mich nochmal bzgl. der möglichen einzelnen Kosten zu vergewissern, die anfallen könnten.

meine Frage bezog sich darauf, das Du ja vor hast einmal kaufen und mind. 20 Jahre halten.

Von daher würde ich an deiner Stelle mal schauen ein Broker zu nehmen, der nicht monatl. oder quartalsweise eine Grundgebühr verlangt. z.B. (momentan noch) Onvista oder auch Flatex.

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Ich habe hier noch ein Video gefunden, wo der Kauf von einem ETF über comdirect gezeigt wird. Ab 6:10 wird auch nochmal ein Link gezeigt, den man vor dem Kauf aufrufen kann, worauf sich eine Kostenübersicht öffnet.

Die einzelnen Kosten werden auch nochmal erläutert.

 

 

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