BU Versicherung Mit DU Klausel

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Posted · Edited by FirstDaughter93

Guten Abend :)

Ich (26 Jahre) beende diese Jahr mein Jurastudium und möchte gerne eine BU abschließen. Zur Zeit bin ich bei der Alten Leipziger versichert. Da bei mir die Möglichkeit besteht, dass ich später verbeamtet werde, möchte ich zu einer Versicherung wechseln, die eine DU Klausel in ihre BU integriert. Problem: Von der Nürnberger höre ich von allen Seiten, dass sie im Leistungsfall nicht zahlt, sondern vor Gericht vergleicht (Stimmt das?) Bei der Bayerischen stört mich, dass sie nicht auf ein zeitliches Anerkenntnis verzichtet. Die Condor wurde von der R+V aufgekauft. Waren die in finanziellen Schwierigkeiten? Dann möchte ich da auch nichts abschließen. Sonst ist da nur noch die DBV, die sehr teuer ist. Immerhin bin ich nicht 100% sicher, ob ich verbeamtet werde. Jetzt überlege ich, ob ich wirklich eine DU Klausel benötige( wie groß ist das Risiko, dass ich DU bin aber noch nicht BU? Der Dienstherrn wird mich auch nicht wegen eines Wehwehchen für dienstunfähig erklären.)Immerhin ist die Auswahl an Versicherern sehr klein und überall stört mich was. Ich bin verzweifelt!! 

 

Ich wäre auch sehr dankbar, wenn mir jemand helfen könnte. :)

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Hi, du hast Jura studiert, und willst später Anwalt/Richter oder der gleichen werden? Als wie hoch schätzt du das Risiko ein Dienstunfähig zu werden? Selbst ohne Beine kannst du arbeiten, anders als z.B. ein Feuerwehrbeamter. Solange dein Kopf in Ordnung ist, solltest du arbeiten können, wenn der nicht mehr in Ordnung ist, dann ist eine fehlende Dienstunfähigkeit dein geringstes Problem....

Sollte dir doch mal was passieren, gibts nach 5 Jahren im Beamtenstatus die Mindestpension, das sind zwischen 1600 und 1700€ davon musst du noch Steuern und Krankenversicherung abziehen und dann hast du immer noch mehr als viele Rentner nach 40 Jahren arbeiten. Überlegenswert wäre es für die ersten 5 Jahre eine DU abzuschließen, das sollte dann reichen.

 

Nur mal so ein paar Gedanken von einem Feuerwehrbeamten.

Empfehlenswerter wäre es jetzt schon eine Anwartschaft auf eine private Krankenversicherung abzuschließen, die kleine Anwartschaft gibts für ganz kleines Geld, damit wird dein Gesundheitszustand von heute festgesetzt. Angenommen du wirst in 8 Jahren Beamter und hast dann plötzlich Diabetes und ein Kaputtes Knie, dann wird das richtig teuer.

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vor 9 Stunden von FirstDaughter93:

Immerhin ist die Auswahl an Versicherern sehr klein und überall stört mich was. Ich bin verzweifelt!!

Du bist verzweifelt?

Leiden und klagen auf sehr hohem Niveau.

@BFler hat genau die richtigen Gesichtspunkte herausgearbeitet.

 

Ich bezweifle sehr, ob Du eine solche Versicherung wirklich brauchst.

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vor 4 Stunden von BFler:

kleine Anwartschaft gibts für ganz kleines Geld, damit wird dein Gesundheitszustand von heute festgesetzt

Man könnte sich auch überlegen eine "große" Anwartschaft abzuschließen, da dort dann zusätzlich das Eintrittsalter eingefroren wird.

 

Gruß

Bavarese

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Aber nur wenn gewiss ist, daß man Beamter wird. Sonst zahlt man sinnlos viel Geld und man wird vielleicht nie Beamter und hat nichts von der Anwartschaft.

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Hallo :)

Ich bin euch sehr dankbar für eure Hilfe. Ja, ich möchte eventuell als verbeamtete Juristin eine Verwaltungslaufbahn einschlagen. Aber sehr sicher bin ich mir da noch nicht. Ich habe auch die Sinnhaftigkeit einer solchen DU Klausel bezweifelt, obwohl mir drei Versicherungsmakler dazu rieten.

Das mit der Anwartschaft bzgl einer PKV hört sich auch sehr interessant an. Danke für den Tipp! 

Und nochmals danke! :)

 

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Weshalb halten die Makler eine zweckmäßige DU-Absicherung denn für sinnvoll? Was sind deren Argumente und was deine Gegenargumente?

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vor 1 Stunde von FirstDaughter93:

Hallo :)

Ich bin euch sehr dankbar für eure Hilfe. Ja, ich möchte eventuell als verbeamtete Juristin eine Verwaltungslaufbahn einschlagen. Aber sehr sicher bin ich mir da noch nicht. Ich habe auch die Sinnhaftigkeit einer solchen DU Klausel bezweifelt, obwohl mir drei Versicherungsmakler dazu rieten.

Das mit der Anwartschaft bzgl einer PKV hört sich auch sehr interessant an. Danke für den Tipp! 

Und nochmals danke! :)

 

In den ersten 5 Jahren hast du kein Pensionsanspruch. Bei Austritt oder DU wird in die gesetzliche Rentenversicherung vom Dienstherrn nachgezahlt. Diese Jahre lohnen sich mMn, da sie bei der DBV mit echter DU eben günstig abgesichert werden können.

 

Danach muss man wirklich schauen, da die Risikoabsicherung doch sehr viel kostet und nur mit einer Rentenversicherung abschließbar ist. 

Dienstunfähigkeit ist immer so eine Sache. Gibt Kollegen dir ruckzuck raus waren - andere werden mit diversen Krankheitsbildern schon 10Jahre durchgeschleift. Da würde ich mich auf Erfahrungsberichte von Gewerkschaften in den jeweiligen Ländern mal einlesen. 

 

Also erste 5 Jahre wäre super - danach ist es mindestens mal kalkulierbar und regelmäßig als Überprüfungswürdig einzustufen. 

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Posted · Edited by FirstDaughter93

vor 2 Stunden von Xeronas:

Weshalb halten die Makler eine zweckmäßige DU-Absicherung denn für sinnvoll? Was sind deren Argumente und was deine Gegenargumente?

Die Makler sagen, es könnte der Fall eintreten, dass der Dienstherr mich für DU erklärt, ich aber noch nicht 50%BU bin. Dann zahlt die Versicherung ohne DU Klausel nicht. Der Makler, der mir die Alte Leipziger verkaufte, meinte, wer DU ist auch BU, deswegen wäre die Klausel sinnlos. Ich habe grundsätzlich nichts gegen die Klausel. Nur dass ich mir dadurch die Auswahl an Versicherern einschränke. Ich finde die BU, die ich bei der AL habe, eigentlich ganz gut. Und ich bin jetzt unsicher ob die DU klausel wirklich so wichtig ist, dass ich zu eine Versicherung wechsel, die mir schlechtere Konditionen bietet. Dann aber mit DU Klausel

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Dienstunfähig bist du wenn der amtsarzt dir das bescheinigt, unabhängig von deinem Gesundheitszustand.

 

Wenn du also als dauerhaft Dienstunfähig eingestuft wirst, wirst du (sofern 5 Jahre oder länger Beamter) in den Ruhestand geschickt und bekommst mindestens die mindestpension.

 

Ob du damit noch zusätzliches Geld von einer Versicherung brauchst musst du entscheiden, viele Rentner müssen mit weit weniger leben.

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Posted · Edited by FirstDaughter93

Ja, ich bin so unsicher, weil ich  gar nicht weiß, ob ich verbeamtet werde. Wenn nicht, brauche ich defintiv eine BU. Meint ihr denn ich würde einen Fehler machen wenn ich von der AL zur Condor (Comfort C80) oder Bayerischen(BU Protect Komfort) wechsel? Sind Condor und Bayerische gute BU Versicherer? Beide Anbieter sind auch sehr viel günstiger als die AL. 

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Wie wahrscheinlich ist es denn das du Berufsunfähigkeit wirst? Wie schätzt du das Risiko ein? Selbst wenn du einen schweren Unfall hast und an den Rolli gebunden bist, kannst du doch deinen Job immer noch ausüben, ein Klempner könnte z. B. nicht im Rolli arbeiten.

 

Du wirst doch nur Berufsunfähigkeit wenn du nicht mehr ganz klar im Kopf bist, und an dem Punkt ist dir sowieso alles egal.

 

Das musst du aber einschätzen, ich würde mit Bürojob keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

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vor 2 Stunden von BFler:

Wie wahrscheinlich ist es denn das du Berufsunfähigkeit wirst? Wie schätzt du das Risiko ein? Selbst wenn du einen schweren Unfall hast und an den Rolli gebunden bist, kannst du doch deinen Job immer noch ausüben, ein Klempner könnte z. B. nicht im Rolli arbeiten.

 

Du wirst doch nur Berufsunfähigkeit wenn du nicht mehr ganz klar im Kopf bist, und an dem Punkt ist dir sowieso alles egal.

 

Das musst du aber einschätzen, ich würde mit Bürojob keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

Okay danke. :) Ich überdenke den Punkt nochmal 

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Posted · Edited by qmb63

vor 3 Stunden von BFler:

wenn du nicht mehr ganz klar im Kopf bist

Ich finde es immer wieder interessant wie der gesamte Formenkreis der psychischen Erkrankungen abgewertet wird. Dabei sind es doch die F-Diagnosen, die einen erheblichen Teil der BU ausmachen, gerade bei Bürotätigkeit. Wenn du auf die in der Tat sehr seltenen Fälle der Alzheimerdemenz mit frühem Beginn abstellst magst du vielleicht sogar Recht haben. Aber nimm die F10 (Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol), die F20 (Schizophrenie) und die F33 (rezidivierende depressive Störung) - alles Volkskrankheiten, die nicht selten zur BU führen und nichts mit "nicht mehr ganz klar im Kopf" zu tun haben.

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Aufbereitung Gesundheitshistorie -> danach weiter mit heiterem Tarife raten

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Posted · Edited by ImperatoM

vor 20 Stunden von BFler:

Wenn du also als dauerhaft Dienstunfähig eingestuft wirst, wirst du (sofern 5 Jahre oder länger Beamter) in den Ruhestand geschickt und bekommst mindestens die mindestpension.

 

Meines Erachtens sind die 5 Jahre nicht entscheidend. Als Beamter auf Lebenszeit (typischerweise nach 5 Jahren, z.B. wegen 2 Jahren Beamter auf Widerruf und weiteren 3 Jahren Beamter auf Probe) wirst Du im Fall der Fälle in den Ruhestand versetzt und erhältst die Pension. ABER:

 

1. Es ist auch möglich, dass es kürzer oder länger als 5 Jahre dauert, Beamter auf Lebenszeit zu werden, z.B. durch Verkürzungsregelungen aufgrund guter Leistungen, bundeslandabhängig. Daher orientiert man sich besser nicht pauschal an 5 Jahren.

2. Basiert der Ruhestand auf einem Dienstunfall, erhält man unabhängig von der Art des Status als Beamter eine Pension, die dann sogar wesentlich höher ausfällt.

3. Auch Beamte auf Probe können bei Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt werden statt entlassen zu werden. Die Umstände, wann dies erfolgt, sind mir nicht bekannt, aber die Gesetzeslage sieht die Möglichkeit ausdrücklich vor.

 

Ich würde defeinitv davon abraten, sich nur für 5 Jahre zu versichern. Das ganze restliche Leben (Familiengründung etc. ...) mit 1700 Euro brutto auszukommen, ist deutlich härter als nur im Rentenalter mit dieser Summe auszukommen. Wenigstens 1.000 Euro oben drauf würde ich unbedingt absichern, am besten inflationsgeschützt (entweder also direkt etwas mehr und dann anfangs sparen oder per Leistungsdynamik).

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Posted · Edited by FirstDaughter93

Am 28.9.2019 um 08:16 von polydeikes:

Aufbereitung Gesundheitshistorie -> danach weiter mit heiterem Tarife raten

Guten Morgen :)

Ich habe bereits bei allen 3 Versicherungen (Nürnberger, Bayerische, Condor) eine anonyme Risikovoranfrage gestellt(Ja, ich habe jeden Arztbesuch inklusive Diagnose, die ich vorher bei der Krankenkasse angefragt habe, angegeben). Im Laufe der letzten Woche haben mich alle 3 Versicherungen ohne Ausschluss angenommen. Jetzt habe ich 4 Wochen Zeit um zu entscheiden. Die Nürnberger ist mir wegen ihres Rufes unsympathisch. Die Bayerische macht mich wegen ihres günstigen Preises (30€ mtl., BU Protect Komfort)so stutzig. Ich frage mich ob und wo da der Haken ist (ob das wirklich nur der fehlende Verzicht auf die zeitliche Anerkenntis ist) Bei der Alten Leipziger zahle ich immerhin aktuell 50€ im Monat. Das sind 20€ mehr, sodass ein Wechsel aus finanzieller Sicht sinnvoll ist. Deswegen wollte ich in Erfahrung bringen ob jemand mit den 3 Versicherungen, die mir jetzt zur Wahl stehen, Erfahrungen hat. Bzgl. Leistungsbereitschaft im Fall, Kundenservice etc. Die Nürnberger hat z. B. ebenfalls ein gutes Bedigungswerk und kostet nur 30€. Aber von denen rieten mir 2 Berater ab. Zu Condor höre ich auch kaum Erfahrungsberichte. 

vor 19 Stunden von ImperatoM:

 

Ich würde defeinitv davon abraten, sich nur für 5 Jahre zu versichern. Das ganze restliche Leben (Familiengründung etc. ...) mit 1700 Euro brutto auszukommen, ist deutlich härter als nur im Rentenalter mit dieser Summe auszukommen. Wenigstens 1.000 Euro oben drauf würde ich unbedingt absichern, am besten inflationsgeschützt (entweder also direkt etwas mehr und dann anfangs sparen oder per Leistungsdynamik).

Das sehe ich ganz genau so. Wenn ich eine Familie habe oder später ein Haus kaufe und einen Kredit abbezahlen muss...

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Welche Versicherung (BU mit DUklausel) ist es geworden und was sprach für die Versicherung? Hast Du die DBV wegen des Preises ausgeschlossen?

 

Wie sind den so die vertraglichen Unterschiede zwischen Condor zu Bayerischen Versicherung?

 

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