Jump to content
dawe

Steuerpauschbetrag für Dividenden oder Rebalancing in ETF lastigem Portfolio?

Recommended Posts

dawe
Posted

Hallo an alle,

 

Ich setze gerade mein Portfolio auf und wüsste gern, welche Rolle euren Berechnungen nach der Steuerpauschbetrag spielt. Ziel ist es, per passivem, langfristigem Buy and Hold per ETFs, mit diversifizierten Assets und jährlichem Rebalancing den Portfolio-Wert zu steigern. Falls es den Thread schon gibt, bitte verlinken. Ansonsten freue ich mich auf die Diskussion. 

 

Im Forum verstreut habe ich zwei Strategien zur Nutzung des Steuerpauschbetrags gefunden:

 

  1. Steueroptimierung durch ausschüttenden ETF (z.B. Vanguard). Steuer auf die Dividende zurückerstattet bekommen. Lohnt sich bis zu einem Wert von ca. 57 k€ bei angenommenen 2 % Ausschüttung p.a., danach wird der Sparerpauschbetrag überschritten. Gewonnene Beträge werden reinvestiert.
  2. Nutzen von thesaurierenden Fonds der Einfachheit halber. Casheingang und Anteilsverkäufe für Rebalancing nutzen. Bei letzterem hilft der Steuerpauschbetrag und erlaubt stärkeres Rebalancing, falls Risikoteil (RK3) sehr viel schneller als RK1 wächst. Allerdings verschenkt der Investor mit der Strategie den Steuerpauschbetrag bei a) kleinen Portfolios (Rebalancing durch Cash Eingang reicht aus) oder b) wenn der risikoreiche Anteil schlecht rentiert (~ 0 %).

 

Lohnt es sich, erst Strategie 1, dann 2 zu fahren? Ist es wesentlich mehr Aufwand? Oder sollte man gleich zu Strategie 2 übergehen? Wenn ja, wie sieht es mit den Transaktionskosten aus?

 

Ich nehme einen Steuerpauschbetrag für ausländische ETFs mit > 51 % Aktienanteil an. Dessen Betrag sollte aufgrund des Teilstellungsauftrag von 30 % bei Einzelveranlagung bei 801 € / 0,7 = 1144,29 € liegen. Daraus ergibt sich auch der maximale Betrag in 1., nach 1144,29 € / 0,02 = 57214,5 €. Die zweite Annahme ist, dass der Risiko Teil (RK3) des Portfolio im Schnitt schneller wächst, was aber auf einzelne Jahre nicht zutreffen muss. Hoffe, die Überlegungen sind soweit korrekt und nachvollziehbar.

 

Beispielportfolio

80/20 RK3/RK1

Leichtes Übergewicht für EM (folgt eher GDP als Market Cap)

Anlagehorizont 33 a

Einstieg mit 26 k€

Jährliches Rebalancing mit zusätzlichen 6 k€

Inflation 1,5 %

Dynamik Casheingang 0,5 %

 

Für Szenario 1

60 % Vanguard FTSE All-World UCITS ETF Distributing, ISIN IE00B3RBWM25

20 % Vanguard FTSE Emerging Markets UCITS ETF Distributing, ISIN IE00B3VVMM84

20% RK1 (Tagesgeld, AAA-AA Staatsanleihen direkt oder als ETF, Sparbriefe)

 

Für Szenario 2

60 % Vanguard FTSE All-World UCITS ETF Accumulating, ISIN IE00BK5BQT80

20 % Vanguard FTSE Emerging Markets UCITS ETF Accumulating, ISIN IE00BK5BR733

20 % RK1 (Tagesgeld, AAA-AA Staatsanleihen direkt oder als ETF, Sparbriefe)

 

Quellen:

https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/investmentsteuerreformgesetz/

Diverse Posts aus dem Forum, die ich gerade nicht mehr finde.

 

Besten Dank,

Dawe

Share this post


Link to post
intInvest
Posted
vor 12 Minuten von dawe:

Lohnt es sich, erst Strategie 1, dann 2 zu fahren? Ist es wesentlich mehr Aufwand? Oder sollte man gleich zu Strategie 2 übergehen? Wenn ja, wie sieht es mit den Transaktionskosten aus?

Strategie 2 lässt sich halt nur umsetzen, wenn entsprechend Gewinne da sind. Transaktionskosten kann dir keiner sagen, da von deinem Broker abhängig.

 

Ich würde schauen, dass ich zuerst mit einem Ausschütter ETF den Freibetrag ausnutze, also bei etwa 60k Depotgröße. Danach auf einen thesaurierenden ETF wechseln und das Rebalancing aber über frisches Geld steuern und nicht über Anteilsverkäufe.

Share this post


Link to post
dawe
Posted

Hi intInvest, 

 

danke für die Antwort und die angehängte Excel Tabelle! Sieht sehr nützlich aus.

Share this post


Link to post

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now

×
×
  • Create New...