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Warlock

Kone

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Warlock
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Kone Corporation

 

Kone ist ein finnischer Aufzug- und Rolltreppenhersteller, sowie Automatiktüren. Gemeinsam mit Otis aus den USA und Schindler aus der Schweiz bildet Kone ein faktisches Tripol für Aufzüge und Rolltreppen. Gegenwertig gibt es mit Thyssen-Krupp noch einen vierten, wenn auch etwas kleineren Mitspieler, dieser wird aber verkauft, möglicherweise von Kone.

 

Kone hat knapp 60.000 Mitarbeiter und macht an die 10 Mrd. EUR Umsatz. Die beiden Mitbewerber sind ähnlich aufgestellt.

 

Das Aufzugsgeschäft ist traditionell margenstark mit etwa 15%. Die konjunkturellen Risiken werden durch sicherheitsbedingt erforderliche über den gesamten Betrieb hinweg erforderliche Wartungen gedämpft. Aufzüge werden teilweise 60 Jahre, in Einzelfällen auch länger genutzt. Rolltreppen werden üblicherweise zwischen 25 und 40 Jahren genutzt, auch hier fallen regelmäßige Wartungen an.

 

Ich gehe in den nächsten Jahrzehnten von weiter wachsenden Metropolregionen und weiteren Verdichtungen im städischen Raum aus. Es wird somit rund um den Globus höher gebaut werden müssen. Das ganze wird durch die Klimaproblematik noch verschärft. Kurze Weg sind nur in verdichteten Räumen möglich. Gegenwertig sind Aufzüge in neuen Mehrfamilienhäusern in Deutschland bereits standart. Langfristig ist mit einer weiter wachsenden Nachfrage zu rechnen.

 

Das Umsatzwachstum war in den letzen Jahre, relativ konstant bei etwa 3%. Jeweils etwa 40% Umsatz werden in Europa und Asien/Pazifik gemacht, die restlichen 20% auf dem amerikanischen Kontinent. Die beiden größten Einzelmärkte sind China mit >30% Umsatz und die USA mit >15% Umsatzanteil. Gerade der extreme Umsatzanteil in Chian, kann sich als Risiko herrausstellen so dort die Bautätigkeit zurückgefahren wird. Die Umsatzrendite liegt bei etwa 15%, der Jahresgewinn vor Steuern somit bei knapp 1.5 Mrd. EUR.

 

Die EKQ liegt bei etwa 37%.

 

Die Ausschüttungsquote der Dividende zum Gewinn liegt sehr hoch, bei etwa 90%.

 

Für alle die es genau wissen wollen, der Geschäftsbericht von 2019.

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Dividenden-Pirat
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Hier noch eine nähere Betrachtung:

 

Link - Analyse - Kone

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
Zitat

Gemeinsam mit Otis aus den USA und Schindler aus der Schweiz bildet Kone ein faktisches Tripol für Aufzüge und Rolltreppen. Gegenwertig gibt es mit Thyssen-Krupp noch einen vierten, wenn auch etwas kleineren Mitspieler, dieser wird aber verkauft, möglicherweise von Kone.

Vielen Dank für die Vorstellung! Mal gucken, ob die Wettbewerbsbehörden eine Übernahme der Aufzugsparte von Thyssen-Krupp durch einen der großen drei genehmigen würden. OTIS gehört zum börsennotierten Mischkonzern United Technologies. Hinzu kommt die börsennotierte spanische Service-Tochter Zardoya OTIS, von der OTIS die Hälfte der Aktien hält.  Schindler ist selbst börsennotiert. Die 1994 von Kone abgespaltete Kransparte Konecranes ist ebenfalls börsennotiert.

 

[nachtrag]

United Technoligies will seine Aufzugsparte OTIS abspallten.

[/nachtrag]

 

Zitat

Ich gehe in den nächsten Jahrzehnten von weiter wachsenden Metropolregionen und weiteren Verdichtungen im städischen Raum aus. Es wird somit rund um den Globus höher gebaut werden müssen. Das ganze wird durch die Klimaproblematik noch verschärft. Kurze Weg sind nur in verdichteten Räumen möglich. Gegenwertig sind Aufzüge in neuen Mehrfamilienhäusern in Deutschland bereits standart. Langfristig ist mit einer weiter wachsenden Nachfrage zu rechnen.

In den wachsenden Schwellenländern bin ich bei Dir. Werden dortige Aufträge in lokaler oder harter Währung beglichen bzw. entspr. Fremdwährungsrisiken abgesichert? In den Industrieländern haben die Niedrigzinsen ebenfalls einen Bauboom ausgelöst. Aber stößt der nicht irgendwann an gewisse Grenzen? Für Service von bestehenden Aufzügen sowie Rolltreppen sehe ich eine konstante Nachfrage, für den kontinuierlichen Bedarf an neuen Anlagen nur bedingt.

 

Fundamental fällt auf, dass seit Jahren durchgängig Umsatzwachstum generiert wird, aber seit 2015 die Gewinne leicht zurückgehen. Woran liegt das? Schindler sieht hinsichtlich des Wachstumes etwas freundlicher aus. Werfen wir mal einen Blick auf die prognostizierten EPS und KGVs beider Pure Player:

 

Kone:

 

EPS 2017: 1,88 [EUR]

EPS 2018: 1,63

EPS 2019: 1,80

EPS 2020e: 2,01 

EPS 2021e: 2,18

EPS 2020e: 2,27

 

KGV 2017: 23,8

KGV 2018: 25,5

KGV 2019: 32,4

KGV 2020e: 28,8

KGV 2021e: 26,5

KGV 2022e: 25,4

 

Auch wenn die Analysten wieder EPS-Wachstum in den nächsten Jahren erwarten, ist die Aktie vom KGV her äußerst teuer derzeit. 

 

Schindler:

 

EPS 2017: 7,67 [CHF]

EPS 2018: 8,77

EPS 2019: 8,03

EPS 2020e: 8,90 

EPS 2021e: 9,73

EPS 2020e: 10,4

 

KGV 2017: 28,7

KGV 2018: 21,7

KGV 2019: 29,5

KGV 2020e: 26,4

KGV 2021e: 24,1

KGV 2022e: 22,5

 

Schindler ist vom KGV her ebenfalls sehr teuer. Allerdings etwas günstiger als Kone und zudem wachstumsbeständiger. Zu beachten sind die jeweils unterschiedlichen Bilanzwährungen und entspr. schwankenden Wechselkurse.

 

In der Tat schüttet Kone fast den gesamten Jahresgewinn aus. Und kommt angesichts des hohen KGVs nur auf eine durchschnittliche Dividendenrendite. Hiervon ist noch die finnische Quellensteuer abzuziehen:

Zitat

Die nationale Quellensteuer in Finnland beträgt auf Dividendeneinnahmen grundsätzlich 30%. Im DBA ist geregelt, dass hiervon 15% in Deutschland anrechenbar sind.

...

Entweder kümmert sich die jeweilige Bank gegen eine entsprechende Provisionszahlung um die Rückforderung der finnischen Quellensteuer für den Anleger. Eine andere Möglichkeit ist, dass sich der deutsche Anleger direkt an die finnischen Behörden wendet. Hierzu füllen Sie als Privatanleger einfach hier das Formular zur Entlastung von ausländischen Quellensteuern und senden es an die finnischen Behörden.

Quelle: investmentsparen.net

 

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alex08
Posted
vor 19 Stunden von Schildkröte:

 

 

Fundamental fällt auf, dass seit Jahren durchgängig Umsatzwachstum generiert wird, aber seit 2015 die Gewinne leicht zurückgehen. Woran liegt das? Schindler sieht hinsichtlich des Wachstumes etwas freundlicher aus. Werfen wir mal einen Blick auf die prognostizierten EPS und KGVs beider Pure Player:

 

 

 

Totale Spekulation, aber: 1) laut einem FT-Artikel von vor ein paar Wochen bieten Aufzughersteller desöfteren ihre Aufzüge zu oder auch mal unter Selbst/Herstellkosten an. 2) Bau-Boom und damit viele Aufträge zu/unter HK/SK. 3) Bei der Wartung in den Folgejahrzehnten würde dann ein Schuh draus.

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Warlock
Posted
Am 16.2.2020 um 19:10 von Schildkröte:

In den wachsenden Schwellenländern bin ich bei Dir. Werden dortige Aufträge in lokaler oder harter Währung beglichen bzw. entspr. Fremdwährungsrisiken abgesichert? In den Industrieländern haben die Niedrigzinsen ebenfalls einen Bauboom ausgelöst. Aber stößt der nicht irgendwann an gewisse Grenzen? Für Service von bestehenden Aufzügen sowie Rolltreppen sehe ich eine konstante Nachfrage, für den kontinuierlichen Bedarf an neuen Anlagen nur bedingt.

Vielleicht sehe ich das berufsbedingt nicht mit genug Abstand, aber mit bald 8 Mrd. Erdenbürgern und allen bzw. der Mehrheit angemessene Lebensumstände zu bieten und das Klima zumindest teilweise in den Griff zu bekommen, sehe ich die Menschheit im Baubereich gerade erst am Anfang.

 

Alleine runtergebrochen auf Deutschland sehe ich noch einen erheblichen Bedarf und es gibt kaum ein Flächenland wo die durchschnittliche Bausubstanz besser ist als in Deutschland. Im Grunde braucht jedes neue MFH mit mehr als 3 WE einen Aufzug.

 

Hatte letztes Jahr ein Projekt im sozialen Wohungsbau. Auch da wurde in einem 24 WE Objekt ein Aufzug eingebaut, da sonst keine Schwerbehinderten usw. die Wohungen beziehen können.

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Ylpan
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OTIS wird Anfang April auf die NYSE gehandelt. 

 

Alle Info's (auch über Margen OEM & Maintenance,  usw.) gibt's beim Mutterkonzern: https://ir.utc.com/events-and-presentations/

 

Jede UTX Aktie bringt  0,5 OTIS  Aktie (und 1 CARRIER Aktie)

 

 

 

 

 

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Porttrader
Posted
Am 16.2.2020 um 19:10 von Schildkröte:

 

 

In der Tat schüttet Kone fast den gesamten Jahresgewinn aus. Und kommt angesichts des hohen KGVs nur auf eine durchschnittliche Dividendenrendite. Hiervon ist noch die finnische Quellensteuer abzuziehen:

Quelle: investmentsparen.net

 

Oder man lagert die Papiere bei der Consorsbank, welche eine Vorabbefreiung bzw. Reduzierung der Quellensteuer auf 15% kostenfrei vornimmt! Die verblieben 15% sind dann auf die deutsche Kapitalertragssteuer anrechenbar.

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