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Theobuy

Einmalanlage 100k für 20+ Jahre

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Gast240408

> des extremen Rubelverfalls Ende Februar/Anfang März

 

Tja, und mittlerweile steht er besser da als die meisten anderen Waehrungen. Bzgl. EU auf Hoechsstaenden, die er zuletzt 2017 hatte.

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Barqu
1 hour ago, Theobuy said:

Sorry, mein Fehler. SPDR hatte zwar die TER gesenkt, allerdings sind die 0,4% bereits der gesenkte Wert.

1 hour ago, Theobuy said:

Das ist ein sehr guter Wert und damit dürfte dein Eigenbau auch insgesamt günstiger als FTSE All World sein, der relativ stabil eine TD von ca. 0 hat.

 

1 hour ago, Theobuy said:

Ich hatte keine Lust, genauer einzusteigen, warum sie konkret schwanken und inwieweit das vorhersehbar für die Zukunft sein wird - Wertpapierleihe z.B. setzt ja entsprechende Nachfrage voraus. Mir scheint, da ich das nicht beeinflussen kann

Jain. Wertpapierleihe setzt z. B. voraus, dass der Index physisch repliziert wird. Ein größeren Hebel bietet dann noch

1 hour ago, Theobuy said:

ETFs sollten in Irland sein (für US-Aktien - Steuervorteile;

 

 

Bitte nicht falsch verstehen, die meisten inkl mir düften mit dir zu 99% auf einer Linie liegen, nämlich dieser hier:

1 hour ago, Theobuy said:

Meiner Überzeugung nach ist Herausforderung nicht die Kombination von ETFs, 3 oder 1, die TD etc., sondern das 15+ Jahre dabei bleiben, eine hinreichend hohe Investitutionsquote zu erreichen, um irgendwann aufhören können zu arbeiten, ab und an seine Asset Allocation wiederzuherstellen, keinen Hypes zu erliegen (Themen-ETFs, Kryptos und NFTs etc.) und möglichst die Finger vom Sell-Button zu lassen - nur Zukäufe nach Plan sind das Ziel.

 

Meine Anmerkungen sind als Ergänzungen gemeint, weil nicht klar war, ob dir das bekannt bzw bewusst ist.

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Theobuy
vor 7 Minuten von Barqu:

Meine Anmerkungen sind als Ergänzungen gemeint, weil nicht klar war, ob dir das bekannt bzw bewusst ist.

Herzlichen Dank dafür! Gedanken zu formulieren hilft immer auch sie zu sortieren!

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Theobuy

Kurzes Update in eigener Sache.

 

Investitionsziel für 2022 mit ca. 2,75% übertroffen, ich konnte also etwas mehr investieren als geplant. Depot ist dabei im Minus, aktuell etwas über 13% (gehe nicht davon aus, dass sich das noch groß ändert). Kostenquote: 0,01% der investierten Summe, womit ich sehr zufrieden bin. Im Vergleich zu meinen beiden lockeren Benchmarks - 0,7% schlechter als SPDR MSCI ACWI (A1JJTD) und gleich mit FTSE All-World (A2PKXG, mein Depot ist 0,01% besser)

 

Fazit: Ein gutes Jahr für Zukäufe - auch wenn nicht alle zu guten Zeitpunkten erfolgten, z.B. MSCI World im August fast genau zum Höchststand in diesem Jahr; die anderen waren zeitlich günstiger, obwohl kein Markettiming betrieben wurde. Und ein schlechtes Jahr für die Moral.

 

Im nächsten Jahr werde ich die Sparrate um 9% erhöhen, um die Inflation auszugleichen. Dabei wird in den Spielgeldanteil kein neues Geld fließen; es dort abzuziehen habe ich aber auch nicht vor - der Aufwand und die Summen sind sehr gering.

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Theobuy

Ein weiteres Jahr ist fast vergangen und ein Update in eigener Sache.

 

Zu investierende Summe mit der angepeilten Steigerung nicht ganz erreicht - anstelle von 9% sind es nur 2,6% mehr geworden. Für 2024 wäre eine Steigerung um 6% zum Ausgleich der diesjährigen Inflation notwendig, da meine Strategie einen Anstieg um die letztjährige Inflation voraussetzt; dieses Jahr wohl ca. 6%. Gehaltssteigerung im 2. Halbjahr 2024 sollte das eigentlich ermöglichen, ohne den Lebensstandard zu verändern.

 

3-ETF-Portfolio: YTD TTWR 15,4% und IZF 16,66%, kann sich bis 31.12. noch ändern. Käufe stehen mit 0,99€ Kosten fürs Jahr zu buche, da insgesamt nur 5 Käufe bei Scalable Capital getätigt wurden. Grund waren Liquiditätsengpässe, so dass große Summen auf einmal investiert wurden - leider sehr spät im Jahr. Rebalancing war dadurch unproblematisch.

 

Gegenüber den beiden lockeren Benchmarks ist mein Depot YTD um 1% gegenüber SPDR MSCI ACWI (A1JJTD) und 2% gegenüber FTSE All-World (A2PKXG) schlechter gelaufen. Alles in allem bei minimalstem Aufwand ein gutes Ergebnis und kein Grund, die 70-20-10-Strategie zu wechseln.

 

Spielgeldanteil ist in Summe fast unverändert geblieben, habe minimal abgezogen (relativ gesehen knapp 2% des Gesamtportfolios), im nächsten Jahr geht es aber teilweise an die Reduktion bzw. Devesting. Aktives Investieren wird mit der Zeit weniger aufregend, so dass Index-basiert genau das richtige für mich ist und sich letztlich die Strategie, Spielgeld nur langsam aufzubauen insofern auszahlt, als das es jetzt nicht viel abzubauen gibt...

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
Am 14.12.2023 um 21:37 von Theobuy:

beiden lockeren Benchmarks ... SPDR MSCI ACWI IMI (A1JJTD) und FTSE All-World (A2PKXG)

Darf ich fragen, wieso du zwei Benchmarks nutzt und warum zwei so ähnliche ?

 

Ansonsten wirkt deine ganze Herangehensweise auf mich super-diszipliniert, übersichtlich und insgesamt einfach sehr rund :thumbsup:

 

PS: Wenn ich mich nicht verrechnet habe, dürfte dein 3er Mix die letzten drei Jahre eine TD von -0,19% geschafft haben. Das ist schon stark für einen rein physischen Mix.

Der SPDR ist auch in meinen Augen vielleicht der zur Zeit beste MSCI World ETF.

Der iShares EM IMI ist eh konkurrenzlos gut.

Dass der iShares SC die letzte Zeit eine so gute TD geschafft hat, wunderte mich ein wenig muss ich zugeben.

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Theobuy
vor 24 Minuten von Hicks&Hudson:

Darf ich fragen, wieso du zwei Benchmarks nutzt und warum zwei so ähnliche ?

Das Portfolio deckt ja die ganze Welt ab, insofern macht es aus meiner Sicht am meisten Sinn, sich mit diesen Benchmarks zu messen. Ist reine Spielerei, da ich ja von einer auf Marktkapitalisierung beruhenden Aufteilung etwas abweiche, aber halt auch nicht zu stark.

 

An anderer Stelle hatte ich ja schon etwas zu Marktrendite geschrieben. Einerseits sind - aus praktischen Gründen - die beiden ETFs ein guter Ausdruck für die Marktrendite und somit meiner Meinung nach ein guter Benchmark für Rendite. Andererseits steckt im Wortteil "Markt" meiner Meinung auch drin, dass man sich mit allen anderen Marktteilnehmern, deren Möglichkeiten und Verhalten misst. Wie z.B. im Buch "The Myth of the Rational Market" von Justin Fox gut hergeleitet wird und sich durch die Biographien der allgemein bewunderten Start-Investoren wie Lynch, Buffet, Simons zieht, haben diese den 1) damaligen Markt geschlagen, weil sie 2) mehr getan haben, als andere Investoren, mit denen sie konkurriert haben. Dieser Vergleichsaspekt wird in der Regel nicht gesehen, ist aber aus meiner Sicht entscheidend: allein das zu wiederholen, was andere in völlig anderem Marktumfeld gemacht haben, reicht halt heute nicht mehr aus. Wenn man der einzige Value-Investor ist, erzielt man andere Ergebnisse, als wenn sehr viele aufgrund derselben Analysen investieren. Von den genannten Personen (und anderen) kann man daher vor allem lernen, dass sie seinerzeit mehr Aufwand betrieben haben. Im Informationszeitalter und zu Zeiten billigster Rechenleistungen für komplexeste Fragen kann halt jeder (und tun auch sehr viele) sehr viel analysieren - nur wenn es alle tun, erwächst daraus kein Vorteil mehr. Die Frage ist also, findet man dieses "Mehr" im Vergleich zu anderen. Falls ja - dürfte die Wahrscheinlichkeit einer Mehrrendite steigen. Aktuell fehlt mir allerdings die Fantasie, ein solches Mehr zu denken (und wenn es das gäbe, würde es hier vermutlich auch nicht geteilt).

 

Danke für die Blumen. Das mit der Disziplin ist insofern nicht so schwer, als ich kaum Zeit hätte, mich darum zu kümmern. Ein weiterer Vorteil Index-basierter Portfolios ist, dass man mit sehr wenig Aufwand eine sehr vernünftige Strategie umsetzen kann.

 

Die Frage nach TD hat mich noch nie wirklich beschäftigt, insofern Danke für die Zusammenstellung! Zum einen, weil ich es nicht beeinflussen kann, zum anderen, weil es ja eine veränderliche Größe ist. Mir war und ist TER wichtiger, weil ich durch die Auswahl der ETFs darauf Einfluss habe (und mich vor dem Hintergrund von ETF-Merger, ETF-Umzüge in andere Jurisdiktionen und ETF-Umstellungen auf ESG auch freut, dass weder iShares noch SPDR die ETFs umgebaut haben; ich hoffe, das bleibt so). Das TD das Ergebnis vermutlich stärker beeinflusst als TER - völlig unbenommen. Aber als ich damals geschaut hatte, lagen die ETFs auf die großen Indizes nicht sonderlich weit auseinander... Aber eine gut TD nehme ich gerne mit.

 

 

Am 15.12.2023 um 00:37 von Theobuy:

Zu investierende Summe mit der angepeilten Steigerung nicht ganz erreicht - anstelle von 9% sind es nur 2,6% mehr geworden. Für 2024 wäre eine Steigerung um 6% zum Ausgleich der diesjährigen Inflation notwendig, da meine Strategie einen Anstieg um die letztjährige Inflation voraussetzt; dieses Jahr wohl ca. 6%. Gehaltssteigerung im 2. Halbjahr 2024 sollte das eigentlich ermöglichen, ohne den Lebensstandard zu verändern.

 

3-ETF-Portfolio: YTD TTWR 15,4% und IZF 16,66%, kann sich bis 31.12. noch ändern. Käufe stehen mit 0,99€ Kosten fürs Jahr zu buche, da insgesamt nur 5 Käufe bei Scalable Capital getätigt wurden. Grund waren Liquiditätsengpässe, so dass große Summen auf einmal investiert wurden - leider sehr spät im Jahr. Rebalancing war dadurch unproblematisch.

Nach erneuter Prüfung meiner Liquidität habe ich die fehlenden %% noch investiert. Da ich als impulsiver Index-Investor World ETF zugekauft habe, verdoppeln sich die Kosten, die an Scalable abzudrücken sind, auf 1,98€ für 2023 und der Plan ist zu 1,57% übererfüllt worden. Freuen wir uns auf 2024!

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Hicks&Hudson

Mach einfach weiter so !! 

Das hat alles Hand & Fuß.

:thumbsup:

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Beginner81

Ich finde das auch super, selber kann ich es leider nicht so... :rolleyes:

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
Zitat

beiden lockeren Benchmarks ... SPDR MSCI ACWI IMI (A1JJTD) und FTSE All-World (A2PKXG)

Wäre ich du, würde ich ja (und wenn auch nur zur Gaudi) als dritten Benchmark / anstatt des Vanguard All World einfach deinen Haupt-ETF im Portfolio heranziehen, nämlich den SPDR MSCI World :).

Bissl nach dem lustigen Motto: Bringt mir das "Anhängsel" EM+SC überhaupt etwas außer Mehrkosten ?

 

Warum das ? 

Weil so ein ETF für mich (und auch einige andere Anleger) immer noch das ausreichende Mindestmaß in Sachen Diversifizierung darstellt im Bereich "alles in einem Fonds".

Als Mini-Bonus für die Praxis hat er dann noch auf seiner Seite, dass es einfach so gut wie nicht günstiger geht, weil er die doch minimal teureren/weniger liquiden EM / SC einfach links liegen lässt und auch durch die geringere Anzahl an Aktien so gut wie gar keine Transaktionskosten innerhalb des Fonds hat.

Mir kommt da immer ein Post von mir in den Sinn:

 

Bevor gefragt wird:

Nein, ich selbst verzichte auch nicht auf EM + SC (nutze in der Praxis den Benchmark-ETF SPDR ACWI IMI von @Theobuy).

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Sapine
vor 31 Minuten von Hicks&Hudson:

Wäre ich du, würde ich ja (und wenn auch nur zur Gaudi) als dritten Benchmark / anstatt des Vanguard All World einfach deinen Haupt-ETF im Portfolio heranziehen, nämlich den SPDR MSCI World :).

Bissl nach dem lustigen Motto: Bringt mir das "Anhängsel" EM+SC überhaupt etwas außer Mehrkosten ?

Das hätte aber schon was von Performance Chasing. Kann klappen, kann aber auch irgendwann zurück feuern. Keiner weiß es. 

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Theobuy
vor 6 Minuten von Hicks&Hudson:

Wäre ich du, würde ich ja (und wenn auch nur zur Gaudi) als dritten Benchmark / anstatt des Vanguard All World einfach deinen Haupt-ETF im Portfolio heranziehen, nämlich den SPDR MSCI World 

Kann man in Portfolio Performance einfach machen und zeigt nur, dass mein ETF-Depot schlechter abschneidet. Und gegenüber einem iShares Core S&P 500 noch schlechter.

 

Mir geht es darum, die Welt möglichst breit abzudecken. Und unter Welt subsumiere ich Developed Markets (DM) und Emerging Markets (EM), inklusive Small Caps (SC). Auch Frontier- und Standalone-Markets gehören streng genommen dazu, nur gibt es hier keine Produkte, die für mich Kosten/mögliche Auswirkungen aufs Depot in einem vernünftigen Verhältnis abbilden. 5% oder mehr meines Depots - sonst hat es praktisch keine Auswirkungen und wird kompliziert beim Rebalancing - in so kleine Märkte zu stecken, die weder aus Marktkapitalisierungs- noch BIP-Gründen große Relevanz haben, wäre eine klare Wette. Zudem können solche ETFs auch schnell wieder eingestellt werden, weil sie halt relativ exotisch sind. Small Caps hingegen halte ich für groß und wichtig genug, so dass ich sie, trotz der vergleichsweise hohen TER, dazu nehme. Bei 10% im Depot geht die TER auch nur zu 10% in die Gesamtkostenquote ein, was ich, um meinen Ansatz umzusetzen, für vertretbar halte.

 

Meiner Meinung nach wäre eher eine Konzentration auf DM zu rechtfertigen, also warum EM und SC weggelassen werden; nicht umgekehrt. Mir scheint hier in der Darstellung ein etwas verzerrtes Bild kommuniziert zu werden.

 

Die akademische Diskussion verfolge ich gerne und intensiv (s. kürzlich im WPF erwähnter Artikel zur Frage, ob es Zeiträume gibt, in denen Anleihen Aktien schlagen; s. Artikel von Scott Cederburg zur Frage der langfristigen Performance von 100% US- vs. 50% international 50% US diversifizierten reinen Aktien-Portfolios vs. Portfolios mit Anleihen, etc.), aber aus praktischen Gesichtspunkten kann man gut vertretbar auf alles, was schwerer zugänglich ist, als SC verzichten.

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Theobuy
vor 4 Minuten von Sapine:

Das hätte aber schon was von Performance Chasing.

Das kommt noch dazu. Wenn man das konsequent zu Ende denkt, hätte ich 100% in NVIDIA gehen müssen...

 

Am 19.12.2023 um 21:56 von Beginner81:

Ich finde das auch super, selber kann ich es leider nicht so... :rolleyes:

Dankeschön! Warum es mir leicht fiel: ich hatte kaum Zeit fürs Depot, außer ab und zu mal Portfolio Performance anzuschmeißen. Vielleicht wäre das eine Strategie, sich mit anderen Projekten die Zeit zu vertreiben?

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
vor einer Stunde von Theobuy:

Und gegenüber einem iShares Core S&P 500 noch schlechter

Klar.

In dem Zusammenhang aber wichtig bei dieser "wie viel kann man weglassen"-Thematik:

Warum der Schritt von ACWI (IMI) runter auf MSCI World ein deutlich (!) weniger einschneidender/riskanter ist, wurde im Forum mal sehr gut thematisiert.

Ich finde die Stelle leider nicht mehr.

Die Kurzform war, dass man bei einem S&P500 absolut null "Gegengewicht" mehr hat.

Das Risiko steigt bei diesem Schritt (MSCI WORLD runter zu S&P500) viel deutlicher an als von ACWI (IMI) -> MSCI WORLD. 

 

Witzig in dem Zusammenhang ist dieser Post hier samt Folgeposts (Super-Spar-Portfolio, das sozusagen zwischen MSCI WORLD u. S&P500 liegt).

 

vor einer Stunde von Theobuy:

Mir geht es darum, die Welt möglichst breit abzudecken

Und mit dieser Gedankenbasis tust du alles richtig:thumbsup:

 

vor einer Stunde von Theobuy:

Und unter Welt subsumiere ich Developed Markets (DM) und Emerging Markets (EM), inklusive Small Caps (SC). Auch Frontier- und Standalone-Markets gehören streng genommen dazu, nur gibt es hier keine Produkte, die für mich Kosten/mögliche Auswirkungen aufs Depot in einem vernünftigen Verhältnis abbilden.

:thumbsup:

 

vor einer Stunde von Theobuy:

Meiner Meinung nach wäre eher eine Konzentration auf DM zu rechtfertigen, also warum EM und SC weggelassen werden; nicht umgekehrt

Das stimmt. Es ist schon eine Art "Picking", wenn man nur die großen Developed auswählt.

Außerdem hatte ich einem User (der gezielt nur MSCI World will) die Frage gestellt, ob er mal darüber nachgedacht hat, wie es sich mental für ihn anfühlen würde, wenn ex ante die EM (oder auch SC) eine massive Outperformance hinlegen und er sie eben nicht (wie man sollte, wenn man die Welt abbilden will) mit dabei hat.

Es gibt aber Argumente, die ich nachvollziehen kann.

Diese gehen dann in die Richtung meines Links samt Curvo-Historie mit dem wichtigen Hinweis, dass dies nur für eine Gewichtung nach MCAP zieht. Es ist allein die Frage, wie viel Diversifizierung nötig ist/noch Nutzen hat. @Glory_Dayshatte das auch mal in seinem Faden erörtert.

 

vor einer Stunde von Theobuy:

aber aus praktischen Gesichtspunkten kann man gut vertretbar auf alles, was schwerer zugänglich ist, als SC verzichten.

Sehe ich auch so.

SC sind auch bei mir die Grenze, ab der es noch Sinn hat. Darunter ist ein Abgreifen der (möglichen) Prämie in der Praxis nicht mehr effektiv möglich (Kosten etc zu hoch).

 

 

vor einer Stunde von Theobuy:

Das kommt noch dazu. Wenn man das konsequent zu Ende denkt, hätte ich 100% in NVIDIA gehen müssen...

Diese Meinung teile ich wie gesagt nicht (siehe oben zum Thema "Diversifikations-Minimum").

Das Argument "pro MSCI WORLD" sollte natürlich nicht die Outperformance der letzten Jahre sein (wer sinnvoll und weit zurück geht, findet auch keine Outperformance).

Es sollte (wenn überhaupt!) sein: "Mehr Diversifikation braucht es nicht und diese bekomme ich extrem günstig" (TD der reinen Large-Developed World-ETFs im Schnitt ca. 0,2% p.a. besser als All World/DM+EM(+SC) ).

Und seien wir alle ehrlich:

In der Praxis benötigt es auch keine 8000 Unternehmen im Depot, um ausreichend (und effizient) diversifiziert zu sein. 

 

Wie gesagt - war nur so eine Neben-Idee zur Gaudi nach dem Motto:

"Wie schneidet mein Depot ab im Vergleich zur günstigsten Ausreichend-diversifiziert-All-in-One-Lösung.

:)

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Beginner81
· bearbeitet von Beginner81
Am 22.12.2023 um 15:04 von Theobuy:

Dankeschön! Warum es mir leicht fiel: ich hatte kaum Zeit fürs Depot, außer ab und zu mal Portfolio Performance anzuschmeißen. Vielleicht wäre das eine Strategie, sich mit anderen Projekten die Zeit zu vertreiben?

 

Ja, gut möglich. Ich habe allerdings meine Strategie schon festgelegt und ziehe sie auch durch - nur halt mit 11 ETFs und einer Aktie... ;)

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Theobuy
vor 2 Stunden von Beginner81:

Ja, gut möglich. Ich habe allerdings meine Strategue schon festgelegt und ziehe sie auch durch - nur halt mut 11 ETFs und einer Aktie...

Viel Erfolg! Die Kunst beim Investieren ist nicht die Auswahl, sondern das Dabeibleiben. Hier braucht man Ausdauer!

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Theobuy
Am 15.12.2023 um 00:37 von Theobuy:

Zu investierende Summe mit der angepeilten Steigerung nicht ganz erreicht - anstelle von 9% sind es nur 2,6% mehr geworden.

Manchmal soll man sich nicht lumpen lassen und versuchen, seine Ziele doch noch auf den letzten Metern zu erreichen. Von daher habe ich nach Kassensturz noch einen weiteren Kauf getätigt und die 9% Steigerung leicht übertroffen - es sind 1,6% mehr als geplant geworden. Die Kostenquote stieg auf 1,98€, mit 0,01% für mich als Kostenoptimierer aber sehr erfreulich.

 

Somit kann ich auch meine Investitionsquote basierend auf monatlichen Einnahmen und Ausgaben für 2023 berechnen. Für die Zukunft zurückgelegt wurden erstaunliche 45%, die sich in 44% private Rentenversicherung, Kapitallebensversicherung und Bausparvertrag (die beiden letzten laufen seit über 20 Jahren) sowie 56% ins ETF-Portfolio aufteilen (Spiegeld außen vor, da hier kein neues Geld investiert, sondern minimal abgezogen wurde).

 

Am 15.12.2023 um 00:37 von Theobuy:

3-ETF-Portfolio: YTD TTWR 15,4% und IZF 16,66%, kann sich bis 31.12. noch ändern.

Die Jahresendrallye hat sich bemerkbar gemacht, daher fixiere ich das hier: TTWR 16,81%, IZF 17,35%. Bedeutet leider teurere Einkaufspreise in 2024...

 

Zeitaufwand für das ETF-Portfolio in 2023: 3-4 Stunden, die Zeit im WPF etc. nicht eingerechnet.

 

Interessant ist, dass das Depot nicht nur die absoluten Verluste aus 2022 mehr als wett gemacht hat, sondern die Wertsteigerung auch größer war als die neuen Einzahlungen, die, da erst am Ende des Jahres erfolgt, wenig Einfluss darauf hatten. Interessante Überlegungen zu diesem Aspekt - worauf sollte man sich mehr fokussieren in Abhängigkeit davon, ob neu investiertes Geld oder der Zuwachs im Depot den größeren Effekt hattet - bei Nick Maggiulli - It's Time to Work. Sein Buch - Just Keep Buying - ist ok, für den versierten WPF-Leser wenig Neues. Sein Newsletter durchaus lesenswert.

Allerdings sehe ich in meinem Portfolio keine Optimierungsmöglichkeit, so dass ich es unverändert belasse, mich aber in 2024 um eine Steigerung der Einnahmen kümmern will...

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Sapine

Irgendwann beginnt der Punkt, wo weitere Einzahlungen einen kleineren Einfluss haben als die Börsenentwicklung. Sich einfach nicht beirren lassen und stur weitermachen! Die Entwicklung zeigt Dir, dass Du auf dem richtigen Weg bist. 

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Theobuy
vor 8 Stunden von Sapine:

Die Entwicklung zeigt Dir, dass Du auf dem richtigen Weg bist. 

Genau.

Dies hier dient auch nur der Dokumentation für mich und als inhaltliches Gegengewicht zu aktiven Investoren, die viel mehr Lärm aufgrund der Vielzahl ihrer Umsätze machen.

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Theobuy

Kurzes Update in eigener Sache als Index-Investor.

 

Am 24.04. die ersten 23,3% des Plans für das Jahr 2024 investiert und die kleine Delle im April ganz gut erwischt. Was nach Market-Timing riecht ist leider Liquiditätsgründen geschuldet - es war vorher schlicht nicht möglich zu investieren, so dass die niedrigeren Kurse am Jahresanfang nicht genutzt werden konnten... Aber als psychologische Motivation dient es durchaus, billiger eingekauft zu haben als in den Wochen zuvor.

 

Mal sehen, ob es klappt, die Jahresziele zu erreichen. Bisher hinke ich etwas hinterher, bin aber über Plan, wenn man die Zahlen für 2023 zugrunde legt: ich steigere meine Investitionziele um die letztjährige Inflationsrate. Eine einfache Regel ohne jede wissenschaftliche Begründung und unabhängig von den eigenen Einkommensverhältnissen.

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Geduldsanleger
· bearbeitet von Geduldsanleger

Ich  investiere seit ca. 14 Monaten in genau die gleichen drei ETF, bei mir jedoch 50% MSCI World und je 25% MSCI EM IMI und MSCI World SC. Dazu läuft seit 2020   ein dem gegenüber zu vernachlässigender  40€  VL Sparplan in den Invesco MSCI USA, den ich mit meinem jetzigen Wissen vermutlich nicht begonnen hätte, auch wenn er gut gelaufen ist. Zu Beginn  auf Momentum und  Miminum Volatility ETF gesetzt, aber  derzeit bin ich  der Ansicht, dass marktkapitalisierungsgewichtete ETF für mich mehr Sinn machen. Ich will wie du den gesammten Aktienmarkt abdecken, bisher fühlt sich dies mit den drei ETF gut an. Ich muss zugeben, die Variante mit drei ETF betreibe ich letztlich auch aus einem gewissen Spieltrieb statt der 1 ETF Variante MSCI ACWI IMI.

Den Mut 100.000 € als Einmalanlage zu investieren hätte ich nicht, ich wäre schon froh mich dazu zu überwinden die Sparrate zu erhöhen, wenn es an den Märkten mit den Kursen runter und der Volatilität hoch geht.

Je mehr im Depot ist, desto höher sind die Schwankungen, da dies Geld ist, was ich absolut nicht in den nächsten 20 Jahren brauche, bleibe ich bisher gelassen, lerne aber meine Risikotoleranz noch weiter kennen.              

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Theobuy
vor 5 Stunden von Geduldsanleger:

Ich  investiere seit ca. 14 Monaten

Wenn es zu deinen finanziellen Zielen passt - sehr gut!

 

vor 5 Stunden von Geduldsanleger:

die Variante mit drei ETF betreibe ich letztlich auch aus einem gewissen Spieltrieb statt der 1 ETF Variante MSCI ACWI IMI

Spieltrieb - immer vorsichtig bleiben und man könnte den Nickname @Geduldsanleger als Wunsch verstehen. Als Anleger sollte man schon überzeugt von seinem Portfolio sein, um möglichst nur dann Änderungen vorzunehmen, wenn sich die Lebensumstände stark und unvorhergesehen geändert haben. Ohne dies spricht größeres Umschichten fast immer dafür, dass die anfänglich Aufteilung nicht gut genug durchdacht war und nicht zum Anleger passt. Ich hoffe, du kannst deine Aufteilung durchziehen!

 

Die 100k zu investieren war damals keine emotionale Herausforderung, weil ich vom Ansatz und Instrumenten überzeugt war und immer noch bin. Die einzige Änderung seitdem war eine prozentuale Anpassung, weil mir der 5%-Anteil Small Cap letztlich doch zu gering erschien, um auf lange Sicht einen Unterschied zu machen. Man könnte auch argumentieren, dass der größere Small Cap-Anteil wie auch der größere EM-Anteil eine antizyklische Spekulation sind. Wichtig ist aber, dass die Aufteilung nicht vom Spieltrieb motiviert getrieben war, sondern vor allem aus Kostengründen (und ich finde es besser, weniger Sampling und mehr direkte Holdings zu haben).

 

SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF mit 0,17% TER und Vanguard FTSE All-World UCITS ETF mit 0,22% waren und sind teurer, erst der Invesco FTSE All-World UCITS ETF (seit 06.2023 erhältlich) mit 0,15% ist um 0,005% billiger als meine Zusammenstellung mit 0,155%; den gab es damals aber noch nicht und ein Wechsel aufgrund der geringeren TER macht aktuell noch keinen Sinn (in Summe über 20 Jahre wären das überschlägig weniger als 1.000€ an Mehrkosten, wenn die Mio. erreicht werden sollte; das ist weniger als meine monatliche Investitionsrate). Ich würde hier spekulieren, dass in Zukunft weitere ETFs mit geringeren TER auf den Markt kommen und auch meine bestehenden mit sinkenden TER nachziehen.

 

Seitdem ist Ruhe in der Depotstruktur, aber nicht in der Bücherliste zum Thema - je mehr ich übers Investieren lerne, desto überzeugter bin ich vom eigenen Ansatz.

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Theobuy

Erst im November stand fest, dass ich meine Investitionsziele für 2024 erreichen würde. Wo viele von „Sparrate“ sprechen, finde ich „Investitionsrate“ aussagekräftiger: Geld, was nicht ausgegeben – „gespart“ – wird ist noch lange nicht investiert. Obwohl ich generell keine hohe Cash-Quote fahre, sondern eher nur mit 3-5 Monatsausgaben liquide bin, bin ich auf investiertes Geld fokussiert. Insbesondere funktioniert der Ansatz „pay yourself first“ in meinen Umständen – unregelmäßige Einnahmen und Ausgaben – nur bedingt, gleichzeitig hat die (aggressive) Schließung der Rentenlücke Priorität und ist elementar für meinen Risikowillen.

 

Mein am Jahresanfang auf den Cent genau festgelegtes Investitionsziel wurde minimal übertroffen. Im Ergebnis gingen rund 45% der Investitionen in private Rentenversicherung (mein RK1 Anteil), Kapitallebensversicherung und Bausparvertrag (die letzteren beiden Verträge sind Altlasten mit sehr geringen Zahlungen, wo ich bisher keinen Anlass gesehen habe, die aufzulösen). Aufteilung sind 41%, 2% und 2%. Entsprechend gingen 55% ins ETF-Portfolio. Das ETF-Portfolio blieb in seiner Struktur unverändert: 70% World, 20% EM IMI, 10% World Small.

 

TER oder Produktkosten meines 3-ETF-Portfolios sind immer noch ca. 0,155% im gewichteten Durchschnitt. Die Trackingdifferenz, ebenfalls gewichtet, betrug gewichtet für 2023 -0,14% und über die (unterschiedliche) Lebenszeit des jeweiligen ETFs gemittelt -0,07%. Die ETFs bleiben damit die besten in ihrer Klasse. Auch an diesem Ende Stabilität und alles kann weiter laufen wie bisher.

 

Rebalancing war kein Thema, die Schwankungen übers Jahr waren nicht so groß, als dass ich dringend etwas hätte unternehmen müssen und Abweichungen konnten durch Zukäufe gut ausgeglichen werden. Die aktuellen Abweichungen waren/sind typisch fürs Portfolio gewesen. Portfolioaufteilung per 31.12.2024:

 

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Die Steigerung der Investitionsrate zum letzten Jahr betrug planmäßig +6% - angelehnt an die Inflationsrate im Euroraum in 2023. Für 2025 wird es wohl auf eine Steigerung der Investitionsrate von +2,2 bis +2,4% hinauslaufen. So investiere ich inflationsbereinigt dieselbe Kaufkraft, unabhängig von Gehaltsveränderungen; der Ansatz, einen Prozentsatz meines Gehalts zu investieren wäre eine Alternative, ggf. noch erhöht durch Gehaltssteigerungen. Daneben sind noch Rückflüsse aus meinem p2p (hier bin ich am De-Investieren) und einem kleinen Anleihenexperiment (mangels vernünftiger Alternative) in mein ETF-Portfolio geflossen, immerhin weitere 5% der Investitionsrate. Das vereinfacht die Struktur meiner Anlagen weiter und setzt Aufmerksamkeit für anderes frei.

 

Vom Nettoeinkommen wurden etwas über 40% insgesamt investiert. Auch wenn das investierte Vermögen in knapp 20 Jahren eine definierte Größe erreichen soll, bin ich mir noch nicht sicher, ob das Ziel ein „moving target“ ist, es sich also über die Zeit erhöhen könnte. So könnte sich unterwegs die Investitionsquote verändern, wenn der Zuwachs vor allem im Depot weiter so unerwartet groß ist oder doch ein Teil in eine Immobilie umgeschichtet würde. Überschlägig wäre das auch realisierbar. Andererseits würde die Zielgröße auch bei durchschnittlich 6% in den nächsten 20 Jahren erreicht werden - ohne neue Zuflüsse. Eine sehr beruhigende Erkenntnis und vielleicht das, was man unter "das Spiel ist gewonnen" versteht?

 

Das Jahr geht mit einem Plus von rund 22,21% TTWR/21,94% IZF zu Ende – viel mehr als ich erwartet hätte und der Wertzuwachs ist ein Vielfaches größer als das neu investierte Kapital. Seit dem ersten Investment im Juni 2020 sind es laut Portfolio Performance Berechnung 79,09% TTWR/12,81% IZF:

 

results2024.png.42b2f6524b56573fa49afc316d679ade.png

 

Auf der Ausgabenseite stehen im ETF-Portfolio 1,98€ Transaktionskosten zu Buche, exakt so viel wie im letzten Jahr. Seit Auflage des Depots beträgt die Transaktionskostenquote 0,09% und ohne das erste Jahr mit teuren Einmalkäufen wäre die Quote ein Vielfaches niedriger. Das ist vor allem der geringen Zahl an Transaktionen (keine Sparpläne) und dem Umstand geschuldet, dass zwei meiner drei ETFs bei Scalable Capital sog. Prime ETFs sind, also keine Transaktionskosten beim Erwerb anfallen (Spread natürlich trotzdem). Bei der DKB sind keine Transaktionen vorgenommen worden.

 

Meine schriftlich fixierte Investmentstrategie habe ich überprüft und finde sie weiterhin passend für meine Ziele. Im Vergleich zu den Vorjahresversionen musste wenig angepasst werden, so dass ich für 2025 meine Investitionsziele und Strategie in der Überzeugung, das Richtige zu tun und meine Ziele erreichen zu können, weiter verfolgen kann. Die geringen Anpassungen sprechen vor allem dafür, dass trotz Beschäftigung mit der Materie keine grundlegend neuen Erkenntnisse gewonnen, sondern die bestehenden im Wesentlichen bestätigt und teilweise besser begründet wurden.

 

Index-basiertes Investieren ist einfach eine feine Sache!

 

Allen ein erfolgreiches Jahr 2025!

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Theobuy

Das Jahr 2025 ist zu Ende und hiermit halte ich für mich die Entwicklungen in diesem Jahr fest und lasse euch gerne teilhaben. Zudem soll dieser Beitrag eine Stimme aus dem Lager der langweiligen, indexbasierten Investoren sein, die auf die Steigerung des Arbeitseinkommens fokussiert sind und die sich weniger um die (meinem Verständnis nach – vergebliche) Optimierung ihrer Portfolios kümmern.

 

Auch wenn ich immer gerne ins Portfolio schaue und mich an den Grafiken in Portfolio Performance erfreue, erfolgt dies sehr unregelmäßig – entweder mehrmals am Tag oder seltener als einmal pro Woche. Die Gewissheit, dass im Portfolio alles seinen ordentlichen Gang geht, lässt mich gut schlafen – unabhängig von den jeweiligen Kursentwicklungen und den Gründen, die sie auslösen. Dieses Jahr enthielt allerdings auch nur wenig Dramatisches an den Börsen – der Rückgang von Februar bis April ist nicht nur verdrängt und vergessen, sondern auch wieder ausgeglichen.

 

Meine Erfahrung im Jahr 2022 zeigt zudem, dass ich wenig Zeit hatte, mich ums Depot zu kümmern, wenn es dramatisch wurde. Anderes stand damals im Vordergrund. Mein Vertrauen in die Weltwirtschaft ist positiv wie eh und je – auch aufgrund meines Mitunternehmertums (s. unten).

 

Am Ende sind es +9,8 % geworden – das zweitschlechteste Jahr nach 2022 für mich. Hier ein paar Zahlen für das Jahr 2025:

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Und für den Zeitraum seit 2020:

 

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Versorgungswerk und sonstige Kleinstinvestments (insgesamt < 1 %, zumeist in Entsparung und auch im Vergleich zum Depot immer weniger relevant) sind unberücksichtigt. Einen hohen Cash-Bestand habe ich nicht. Hier bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht doch etwas mehr Cash haben sollte, um für Eventualitäten besser gewappnet zu sein. Hier habe ich meinen Sweet Spot noch nicht gefunden.

 

Das Jahr brachte ein paar positive Entwicklungen mit sich – ich konnte meine Arbeitszeit teurer verkaufen und weitere Steigerungen in 2026 sind verabredet. Ob diese Steigerungen die steigenden Ausgaben für Versicherungen auffangen – hoffentlich. Ich gehe aber unterm Strich nur von höheren durchlaufenden Summen aus, so dass die Ausgaben für sonstige Fixkosten und Konsum gleich bleiben können.

 

Einige zusätzliche Projekte haben für ein kleines fünfstelliges Sondereinkommen gesorgt und auch eine Erbschaft wurde ausgezahlt – Sondereffekte in 2025.

 

Zudem konnte ich mich weiter im Bereich finanzieller Beratung Dritter (vorbeugend erwähnt: außerhalb der EU) und dem Unterrichten von Finanzgrundlagen engagieren. Hier wird es im nächsten Jahr auch weitere Aktivitäten geben, die mir persönlich Spaß machen. Dies ist ein gänzlich neues Feld und ein dickes Brett zu bohren. Die spannende Frage wird sein – welcher Dreh macht das Ganze auch finanziell interessant?

 

1. Umsetzung meines Investmentplans

 

Geplant hatte ich, meine ETF-Investments um die Inflationsrate des Jahres 2024, d. h. um 2,2 %, zu erhöhen. Dies ist zum Jahresende wieder gelungen. Es ist sogar wieder minimal etwas mehr geworden. Die Zukäufe habe ich genutzt, um gleichzeitig ein Rebalancing durchzuführen. In diesem Jahr sind am Jahresende Gelder vor allem in den World-ETF geflossen, da sich EM und SC deutlich besser entwickelt hatten. Zwar sind die Anlagen nicht gänzlich unkorreliert, so dass sich der Rebalancing-Effekt möglicherweise nur gering auswirkt und der sogenannte Shannon’s-Demon-Effekt vermutlich nur wenig zum Tragen kommen wird. Aber sich die 5–10 Minuten mit der Frage zu befassen, wie viel muss wohin, ist kein größerer Aufwand – Excel hilft. Die Frage, ob es eine gute Idee ist, dies oder das aufgrund der aktuellen politischen Situation zu kaufen, habe ich mir noch nicht gestellt. Ich sehe das als gutes Zeichen in dem Sinne, dass das Depot so für mich passt. Wie üblich mit einer knappen Limit-Order gekauft.

 

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Mein 3-ETF-Portfolio lief übers Jahr gesehen sogar etwas besser als meine (ungefähren, da ich von der Marktkapitalisierung abweiche und einen leichten EM-Tilt habe) Benchmarks SPDR MSCI ACWI IMI ETF (A1JJTD) und Vanguard FTSE All-World ETF (A2PKXG). Das ETF-Portfolio blieb dabei in seiner Struktur unverändert: 70 % World (DM), 20 % EM IMI (EM), 10 % World Small Caps (SC). Im Vergleich zum Vorjahr gab es zudem für weniger Volatilität mehr Rendite, was ganz schön den ausgleichenden Effekt einer Diversifizierung zeigt. Und auch mal vorne zu sein ist fein:

 

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Über die Laufzeit des Depots stellt sich das Bild üblicherweise wie folgt dar: Mein Depot liegt relativ nah an den „Benchmarks“, und alle Positionen ordnen sich entlang einer Diagonalen an. Vom weniger volatilen und renditeärmeren GPO über mein Depot inklusive Benchmarks bis hin zu den stärker konzentrierten MSCI World und S&P 500 ergibt sich folgende Verteilung:

 

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Die gewählten ETFs erfüllen ihre Rollen. Die Trackingdifferenz für 2024 war beim DM -0,2 %, beim EM -0,1 % und bei SC +0,3 %, was gewichtet ca. -0,13 % ausmacht. SC ist nach -0,2 % in 2023 allerdings nicht ganz überzeugend. Da der SPDR MSCI World Small Cap mit +0,4 % aber nicht besser war, ergibt sich kein Grund, an den gewählten ETFs etwas zu ändern. Offensichtlich war es kein einfaches Jahr für die SC-ETF-Anbieter.

 

Anbieten könnte sich perspektivisch ein Umstieg auf den Xtrackers MSCI World Small Cap UCITS ETF 1C Capitalisation, der mit 0,25 % TER nochmal 0,1 % günstiger als mein aktueller SC ist. Er hält mit rund 3.145 Positionen für seine kurze Existenz am Markt sehr viele Aktien physisch, ist mir aber mit 66 Mio. € zu klein und aufgrund bisher fehlender Trackingdifferenz noch nicht vergleichbar genug. In Zukunft könnte er aber bei Nachkäufen in Betracht kommen. Bei einem kompletten Austausch der SC-Position würde die durchschnittliche Kostenquote des Portfolios auf 0,145 % senken, was für mich ein Grund wäre, zu wechseln: Kosten kann ich kontrollieren und die sind mir sicher, den Rest nicht.

 

Die Kaufs- und Verkaufskosten in diesem Jahr waren leider mit €12,97 höher als im letzten Jahr. Prozentual bezogen auf das Gesamtportfolio und die frisch investierten Gelder zu vernachlässigen, aber für einen Kostenoptimierer wie mich – suboptimal. Das wäre besser gegangen!

 

Wenn ich mir die Kursentwicklungen meiner Aktieninvestments im Jahr 2025 ansehe, sind die häufig zu lesenden Aussagen anderer Investoren wie „ich bin mit der Performance sehr zufrieden“ für mich irrelevant, und „ich habe die Dividendenzahlungen um X % gesteigert“ empfinde ich in der Ansparphase als irreführend, da ich darauf keinen Einfluss habe. Es sind die Unternehmen, die Ergebnisse liefern und ich habe dazu so minimal durch Konsum beigetragen, dass ich das nicht ernsthaft auf mich zurückbeziehen kann. Je mehr ich mich daher mit diesen Zahlen befasse, desto stärker komme ich zu der Überzeugung, dass ich viel zu kleinteilig auf diese Investments schaue. Ein Jahr mehr oder weniger gut – letztlich egal. Mein Horizont liegt weiterhin planmäßig bei 17 Jahren. Sollte ich bestimmte finanzielle Schwellen erreichen und sich parallel neue Möglichkeiten ergeben, kann es auch sein, dass sich arbeitsmäßig etwas verschiebt. Das Ziel, die Rente aufzubessern, werde ich erreichen. Ob ich beretis früher finanzielle Freiheit genießen darf, werden wir sehen. Konservative Hochrechnungen mit 5–6 % Wachstum bei gleichbleibender (nicht wachsender Sparrate, s. u.) nominal weisen in diese Richtung.

 

Ich bin weiterhin von der Anlageklasse Aktien überzeugt und werde weiter rund 20 % meines regelmäßigen Einkommens so investieren. Ich fokussiere mich weiterhin darauf, was ich beeinflussen kann – Einkommen steigern und Investitionsquote (über)erfüllen. Wir sehen bereits jetzt in den entsprechenden Diskussionsfäden, dass es für die meisten ein positives Börsenjahr war. Das war es definitiv und freut mich. Allerdings wären günstigere Einkaufspreise auch schön gewesen. Aber abgerechnet wird zum Schluss und nur darauf kommt es an.

 

2. Infrastrukturherausforderungen eines Expats

 

Mit dem Umbau bei Scalable Capital – von mir als kostengünstiger Zweitbroker genutzt – sind Investoren mit Wohnsitz im Ausland dort nicht mehr willkommen. So habe ich in einem ersten Schritt das bei der Baader Bank geführte Depot gekündigt und zur DKB abgezogen (hat vier Wochen gedauert) und bis zum Jahresende nur noch Käufe im neuen, eigenständig von Scalable Capital verwalteten Depot vorgenommen. Die ganze Diskussion über langsame Zahlungen im Rahmen des Umzugs hat mich mit meinen ausschließlich thesaurierenden ETFs daher nicht betroffen. Für meine wenigen Käufe pro Jahr war das ein feiner Broker, der genau das getan hat, was er tun sollte. Damit ist aber, so wie es aussieht, zum Jahresende Schluss.

 

Im nächsten Jahr werde ich mir also einen weiteren Broker suchen – zwei Broker sind besser als einer. Aus technischen Gründen liebäugle ich auch weiter damit, bei Interactive Brokers ein Depot zu eröffnen – manchmal ist es gut, eigene Erfahrungen mit Infrastrukturen zu sammeln. Da ich nicht in Deutschland steuerpflichtig bin, entfallen die Herausforderungen der steuerlichen Abrechnung in meinem Fall. Zudem muss ich keine Kapitalertragssteuer und auch keine Steuern auf fiktive Erträge wie bei der Vorabpauschale in Deutschland zahlen.

 

Expat zu sein hat also Vor- und Nachteile.

 

3. Sonderprojekte

 

Gemeinsam mit meiner Frau habe ich aufgrund der Sondereinnahmen ein kleines Startup mit lokal eingeführtem Produktsortiment gekauft, welches Camping-, Hiking- und Outdoor Food und noch ein paar andere Produkte herstellt (und weitere gerade entwickelt) und das sich gut in die bisherigen Business-Aktivitäten meiner Frau einfügt. Unternehmertum ist anstrengend, macht Spaß und mal schauen, wie es sich entwickelt. Die Investition hier beträgt < 8 % des Gesamtvermögens, so dass es schön wäre, wenn es sich gut entwickeln würde (an konkreten Plänen, Ideen und Energie mangelt es nicht), aber auch kein Genickbruch, wenn es sich nicht so (schnell) entwickelt, wie erwartet.

 

In 2026 könnte es, neben anstehenden Ausbildungskosten, allerdings zu einer geringeren Investitionsquote führen, wenn weitere Investitionen notwendig würden. Das Ziel wird also sein, die 20 % Investitionsquote, gemessen am Bruttoeinkommen, wieder zu erreichen.

 

4. Gesamtinvestitionen

 

Die Rücklagen für das Ziel finanzielle Freiheit haben von den ursprünglich erwarteten Einnahmen wieder knapp 40 % erreicht – ungefähr hälftig RK1 (Versorgungswerk) und RK3 (das hier vorgestellte Depot). Wenn man Sondereffekte berücksichtigt, so komme ich unter Einschluss des Familienbusiness (RK0?) auf rund 53 % Investitionsquote, bezogen auf die Gesamteinnahmen inklusive der Sondereffekte. Anders betrachtet heißt es, dass Sondereffekte nicht verkonsumiert, sondern ganz wesentlich und ziemlich risikoreich investiert wurden. Ohne die Sondereffekte wären wir dieses Risiko vermutlich nicht eingegangen.

 

Alles in allem ein sehr ungewöhnliches Jahr, in dem das Aktien-ETF-Depot die wenigste Aufmerksamkeit erforderte. Exakt so stelle ich mir das vor!

 

5. Ausblick auf 2026

 

Für 2026 strebe ich wieder an, meine Investitionsquote um die Inflation 2025 zu erhöhen, vermutlich um rund 2,2 %. Sonstige signifikante Nebeneinkünfte erwarte ich nicht, aber unverhofft kommt oft. Und das Business möge sich idealerweise größtenteils selbst tragen.

 

Meine schriftlich fixierte Investmentstrategie habe ich turnusgemäß überprüft, etwas aktualisiert und finde sie weiterhin passend für meine Ziele. Dieses zweiseitige Dokument aufzustellen kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen. Ich sehe mein gewachsenes Verständnis in finanziellen Dingen in diesem Dokument. Und da es weiterhin passt – was will ich mehr?

 

Allen ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2026!

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geldvermehrer
Am 31.12.2025 um 16:28 von Theobuy:

Am Ende sind es +9,8 % geworden – das zweitschlechteste Jahr nach 2022 für mich. Hier ein paar Zahlen für das Jahr 2025

Saubere und interessante Darstellung:thumbsup:

Die outperformance 2025 durch EM und SC müsste dann 2024 und eventuell davor zu einer underperformance geführt haben, richtig?

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