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enrico111

Finanzberater finden

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enrico111

Hallo zusammen,

 

ich suche nach einer unabhängigen Finanzberatung und habe derzeit zwei Optionen vor Augen:

 

1) Ich habe eine Anfrage an den Verband deutscher Honorarberater gestellt. Nach einiger(!) Zeit meldete sich ein Berater bei mir, welcher mir ein Konzept vorstellte, das alle Lebensbereiche einschließt. Er selbst ist kein Allrounder, analysiert vornehmlich Versicherungsverträge, arbeitet aber auch mit Wertpapier-Spezialisten zusammen. Mehrfach wurde betont, dass nur Produkte ohne Provisionszahlungen vermittelt werden. Das Versprechen: Analyse des Status Quo, Zugang zu einem Planungstool, in zusätzlichen 6 Stunden Beratung Ausarbeitung einer Entscheidungsgrundlage, um eigenständig Produkte auszuwählen. Finde ich prinzipiell gut, da ich die Dinge, die ich kaufe, auch verstehen möchte. Kostenpunkt bis dahin: Rund 3.000 Euro. Die Vorab-Analyse wirkt sehr generisch, ist aber kostenlos. Negativ: Der Erstkontakt fand Anfang März statt, leider sind wir seitdem kaum weitergekommen. Das mag aber auch mit Corona zusammenhängen. Auf Whofinance oder in anderen Quellen finde ich keine Bewertungen oder Erfahrungsberichte. Ob das ein Manko ist, kann ich nicht sagen. Der Berater wohnt nicht gerade um die Ecke, sondern etwa 2 Autostunden von mir entfernt.

 

2) Parallel habe ich mit einem anderen Finanzberater gesprochen. Dieser hat ebenfalls in Aussicht gestellt, zusammen mit seinem Geschäftspartner alle von mir gewünschten Punkte bedienen zu können. Etwas hellhörig wurde ich, als er mir erzählte, dass man neben provisionsfreien Produkten auch jene mit Provision vermittle. Man mache in diesen Fällen transparent, was man verdient, insofern gebe es unterm Strich keinen Unterschied zu einer Beratung auf Honorarbasis. Dies sei erforderlich, da es in manchen Bereichen fast ausschließlich Produkte mit Provision gebe. Wenn das stimmt, wie arbeitet dann der Berater aus Option 1? Das Versprechen: Kostenlose Erstberatung und eine grobe Übersicht, in welche Richtung es gehen kann. Der Berater stellte ebenfalls in Aussicht, dass es ihm wichtig sei, dass ich die geplanten Produkte und den eingeschlagenen Weg verstehe. Kosten: Werden nach einem (mir noch unbekannten) Stundensatz abgerechnet oder eben über die Provision. Hier ging alles sehr schnell, vom ersten Telefonat bis zur Erstberatung verging eine Woche. Auf Whofinance hochdekoriert (4,9 von 5 Sternen) und in mehreren Toplisten im Netz zu finden. Auch hier bin ich mir hinsichtlich der Aussagekraft solcher Bewertungen nicht sicher. Der Berater hat sein Büro nur wenige Minuten von meinem Arbeitsplatz entfernt.

 

Meine Anforderungen:

- Check bestehender Versicherungen (BU, private Rentenversicherung etc.),

- Anlageempfehlungen für Wertpapiere und eine generelle Strategie (ETFs, Aktien etc.)

- Unterstützung beim Immobilienkauf,

- Aufstellen einer langfristigen Strategie und für mich optimale Streuung zwischen verschiedenen Anlageformen (ich bin Anfang 30).

 

Meine bisherige Einschätzung:

1) Mir gefällt das Konzept und die Perspektive des Know How-Erwerbs. Ich habe aber die Sorge, dass ich die 3.000 Euro zahle, dafür zunächst nicht viele Erkenntnisse erhalte und danach mehr oder weniger auf mich allein gestellt bin. Der Kontakt war bisher eher schleppend und ich fürchte, dass es so weitergeht.

 

2) Da ich schrieb, eine unabhängige Finanzberatung zu suchen, wäre an dieser Stelle eigentlich schon Schluss. Aber ist das so wichtig bzw. funktionieren "hybride" Modelle mit Provision vielleicht sogar besser, da mehr Produkte betrachtet werden können? Hier habe ich die Bedenken, weniger autark handeln zu können und dadurch insgesamt mehr für die Beratung zu zahlen.

 

Habt Ihr schon einmal mit ähnlichen Ansätzen zu tun gehabt?

 

Wenn ja, warum waren die gut oder eher schlecht?

 

Ich habe das Gefühl, ich brauche eine Beratung für einen Berater ;) Mir fehlen halt noch wesentliche Informationen zu beiden Ansätzen. Aber länger zweigleisig fahren kann ich auch nicht.

 

Vielen Dank schon einmal für Eure Einschätzungen, Ideen, Tipps.

 

Viele Grüße

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vn5p7aw58aw357pw
vor 7 Stunden von enrico111:

wichtig bzw. funktionieren "hybride" Modelle mit Provision vielleicht sogar besser, da mehr Produkte betrachtet werden können?

So wie ich das verstehe kann dir der andere natürlich procisionsbehaftetes anbieten und dir diese dann erstatten. 
 

Mir wäre das lieber als einer der selbst auf die Provision schielt. 

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klippenuhu
· bearbeitet von klippenuhu

Hallo Enrico,

vor 9 Stunden von enrico111:

Habt Ihr schon einmal mit ähnlichen Ansätzen zu tun gehabt?

zu deiner Frage: Ja.

 

Grundsätzlich ist der Gedanke Honorarberatung in Anspruch zu nehmen positiv zu werten. Bei der Zusammenarbeit mit dem richtigen Berater sparst du dir viel Geld und späteren Schaden.

 

Das Problem was derzeit noch existiert ist der fehlende Begriffsschutz für "Honorarberater" und "Honorarberatung" in Deutschland, d.h. der Begriff ist bislang gesetzlich nicht geschützt. Viele Finanzberater oder -Vermittler / -Makler gehen mit dem Begriff „Honorarberater” auf Kundenfang. 

Es finden sich auch gerne Begriffe wie: 

-Vermögensberater auf Honorarbasis

-Finanzberater auf Honorarbasis

-Berater gegen Honorar

-Finanzoptimierer auf Honorarbasis oder Honorar-Vermittler.

und sonstiges blabla

 

Auf Basis deiner Anforderungen wie von dir oben eingangs genannt, schau zunächst ob der Berater / die Beraterin eine oder alle diese Zulassungen, je nach deinem Bedarf, besitzt - das gibt dir Orientierung. Es steht normalerweise im Impressum des Seitenbetreibers:

Honorar-Finanzanlagenberater mit Erlaubnis nach § 34h Abs. 1 S. 1 Gewerbeordnung

Versicherungsberater mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 2 (a.F. §34e) Gewerbeordnung

Honorar-Immobiliendarlehensberater mit Erlaubnis nach § 34i Abs. 5 Gewerbeordnung

Weiter sollte er eine CFP Ausbildung nach DIN ISO 22222 vorweisen. Dies stellt einen gewissen Ausbildungsstandard und Zulassungen im Bereich Verbraucherschutz sicher. https://www.fpsb.de

 

Selbst wenn du beispielsweise 3000,- EUR für eine Beratung und Konzepterstellung in die Hand nimmst, sind das Peanuts im Vergleich zu dem Ärger den manche hier im Forum mit ihren Produkten durch vordergründig "kostenlose" Beratung, genauer Ankauf, erlitten haben bzw. erleiden.

 

Bevor du überhaupt die Sache angehst - empfehle ich dir dieses Buch. Der Titel ist zunächst vielleicht etwas irreführend, aber es geht um das Thema Verbraucherschutz in Sachen Finanzen. Nein, ich bin nicht der Autor und verdiene auch nicht irgendwie daran - ich gebe einfach Erfahrungswerte weiter. Es ist gut verständlich, hilft sich in Sachen Finanzen und vor allem Verbraucherschutz zu orientieren und kostet auch nur 20,- EUR - nimm dir die Zeit es zu lesen. Meiner Meinung nach lohnt es sich.

 

"Einfach genial entscheiden in Geld- und Finanzfragen - inkl. Arbeitshilfen online: Schließlich ist es Ihr Geld!" ISBN:978-3-648-13564-8

 

Du hast ein hervorragendes Alter um von vorne rein Fehler um durch qualifizierte Beratung durch Fehl(an)kauf von teuren / unflexiblen / grundsätzlich falsch konzeptionierten und für dich unpassenden Produkten zu vermeiden, was sich in finanziellem Benefit für dich auszahlen wird.

 

 

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Framal
· bearbeitet von Framal

@enrico111,

 

zuerst mal ein herzliches Willkommen im Forum.

 

Der ABSCHLUSS von Verträgen ist die eine Sache, die ( hoffentlich langjährige) BERTREUUNG eine andere. Beim ABSCHLUSS von Verträgen ist es fast wurscht, ob der Berater für Provision oder gegen Honorar arbeitet, solange er offen und ehrlich zu Dir ist. Soll heißen, der Berater stellt Dir entweder eine klare nachvollziehbare Rechnung oder legt seine Bezahlungen offen.   

 

Einen gegen Honorar arbeitenden Vermittler bezahlst Du bezüglich des Vertriebes (Erstabschluss) nach Stunden/Arbeitsleistung. Mich würde stören, wenn da einer nur pauschal käme und eine Summe x für ein Konzept haben wollte. Als grobe Ersteinschätzung kann man dies aber so durchgehen lassen. Später muss er schon kommen und ausweisen was er gemacht hat und wie lange eine Konzepterstellung für Dich dauerte. Beispielsweise 16 Stunden (und was hat er in der Zeit gemacht) * 150 € je h, macht 2.400 € + 16% MwSt. = 2.784 € und dafür bekommst Du eine auf Dich zugeschnittene Altersvorsorge incl. Investmentdepot. Wenn er unter Konzept die Erledigung Deiner Forderungen sieht, sollte es mir Recht sein. Als da wären: 

   - Check bestehender Versicherungen (BU, private Rentenversicherung etc.), (Hoffentlich nicht nur der "Check" bestehender Policen, sondern auch die Beantragung neuer/zusätzlicher Verträge incl. aller dazugehörigen Arbeiten.)

   - Anlageempfehlungen für Wertpapiere und eine generelle Strategie (ETFs, Aktien etc.) 

   - Unterstützung beim Immobilienkauf, (Das ist Sache eines Immobilienmaklers. Er könnte wenn die Zulassung vorliegt, Kredite prüfen, aber keine Immobilien vermitteln. Hier erwartest Du vielleicht etwas viel.)

   - Aufstellen einer langfristigen Strategie und für mich optimale Streuung zwischen verschiedenen Anlageformen (ich bin Anfang 30). (siehe Punkt 2, das ist fast identisch) 

 

Selbst das wäre aber nur der 1. Schritt. Wie sieht dann die langfristige Betreuung der Verträge aus? Was macht er diesbezüglich und was kostet das? Meine Meinung, Vermittler, welche keine laufende Bezahlung/Betreuungsprovision nehmen, leben ausschließlich vom Vertragsabschluss. Soll das gut sein?  

 

Für einen gegen Courtage (Provision) arbeitenden Makler gehört es im Rahmen des Vermittlungsprozesses zu seinen Aufgaben, bestehenden Verträge zu analysieren und ggf. zu optimieren oder neu zu ordnen. Dafür gibt es ja die Courtage. Der ist genauso unabhängig, wie der Honorarberater. Und wenn von dieser Seite ein guter Plan kommt, warum soll man da nicht abschließen. 

 

Was nun tun? 

a) Wer alle Deine Anforderungen erfüllen will, muss eine Art Universalgelehrter sein. Dazu Spezialist im Bereich BU, Geldanlage und Immobilien, für eine Einzelperson ist das sehr schwer zu machen. Wenn Du da einen Berater hast/findest, der im Verbund mit Spezialisten arbeitet, ist das sicherlich machbar und wünschenswert. Es ist aber nicht so wichtig, ob dies gegen Honorar oder für Courtage erfolgt.     

b) Lege Dein Augenmerk eher auf die langfristige Vertragsbetreuung, die Zusammenarbeit, das Serviceangebot.  

 

In der Hoffnung, nun nicht noch mehr für Verwirrung gesorgt zu haben, freundlichst

Framal

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Theobuy

Da die Beratungsleistungen nicht gerade billig sind und jeder Berater einem das selber Denken nicht abnehmen kann, würde ich vor einer Beratung vor allem schauen, um welche Summen in welchen Zeiträumen es geht. Wenn jeden Monat 5.000 € angelegt werden wollen, dann macht es sicherlich mehr Sinn, als wenn es um 500 € geht. In letzterem Fall hast du auf jeden Fall Zeit, dich einzuarbeiten und auszuprobieren.

Da du die Produkte selber verstehen willst, würde ich auch erstmal selber Lesen - ob nun Bücher oder z.B. dieses Forum, zum oberflächlichen Einstieg auch Youtube-Videos, manche vertiefen sich dann auch in wiss. Analysen zu Anlagestrategien - ist eine Frage des Geschmacks, der Zeit und der Sprachkenntnisse. Einige Literatur gibt es nur auf Englisch.

Da du schreibst, dass du bereits Verträge hast, würde ich als erstes schauen, wie die funktionieren und was am Ende dabei rauskommt. Das wäre ein sehr konkreter Einstieg und verschafft Sicherheit für die weiteren Schritte.

 

Meine Lernkurve bestand aus

- Zusammenstellung, was habe ich eigentlich (war mehr als gedacht, gab die ein oder andere Leiche...)

- Youtube-Videos als Einstieg, um bestimmte Produkte zu verstehen (hatte einen Bausparvertrag geerbt, bespart und mich nie drum gekümmert; jetzt entschieden, dass er weiterlaufen soll)

- Foren und Artikel zu den einzelnen Produkten gefunden (z.B. zu meiner Kapitallebensversicherung von 2000 - Ergebnis: konservative Ergänzung und damit ok)

- Zum Investment in Aktien die Stickies hier gelesen sowie div. Bücher angelesen/überflogen (daraufhin ein erstes ETF Portfolio gekauft, welches munter vor sich hin schwankt und mich ruhig schlafen lässt)

- Nicht genutztes Kapital aktiviert/zurückgeholt und angelegt (mein aktuelles Spielgeld)

- Steuerliche Fragestellungen geklärt (in meinem Fall diverse Doppelbesteuerungsabkommen und Steuererstattungen)

- Aktuell entwickele ich meine eigene, ganzheitliche Strategie ...

 

Meine wichtigste Erkenntnis bisher

- es gibt nicht die eine richtige Strategie, sondern ein paar allgemeine Regeln, die man beachten sollte (z.B. investiere nicht in Aktien/ETFs, wenn du das Geld in einem Jahr benötigst; nicht das gesamte Vermögen in eine Assetklasse),

- bleibe realistisch (den Aktienmarkt outzuperformen bin ich nicht schlau genug und ich habe keine Lust auf und Zeit für Trading/Aktienanalyse/Branchenwetten)

- bedenke den psychologischen Moment beim Investieren (wieviel Risiko verkrafte ich bei meinen Anlagen)

 

In jedem Fall - viel Erfolg! Mit 30 anzufangen ist schon mal super!

 

 

 

 

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enrico111

Hallo zusammen,

 

erst einmal vielen Dank an alle für die sehr differenzierten Stellungnahmen! Da steckt eine Menge drin, was mir bei der Auswahl weiterhilft.

 

Am 6.8.2020 um 08:05 von klippenuhu:

Auf Basis deiner Anforderungen wie von dir oben eingangs genannt, schau zunächst ob der Berater / die Beraterin eine oder alle diese Zulassungen, je nach deinem Bedarf, besitzt - das gibt dir Orientierung. Es steht normalerweise im Impressum des Seitenbetreibers:

Honorar-Finanzanlagenberater mit Erlaubnis nach § 34h Abs. 1 S. 1 Gewerbeordnung

Versicherungsberater mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 2 (a.F. §34e) Gewerbeordnung

Honorar-Immobiliendarlehensberater mit Erlaubnis nach § 34i Abs. 5 Gewerbeordnung

Weiter sollte er eine CFP Ausbildung nach DIN ISO 22222 vorweisen. Dies stellt einen gewissen Ausbildungsstandard und Zulassungen im Bereich Verbraucherschutz sicher. https://www.fpsb.de

Ich habe einmal die Websites der Berater durchsucht, bei beiden finde ich den Verweis auf § 34d und § 34i.

Bei einem zusätzlich Verweise auf § 34c (Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger, Baubetreuer, Wohnimmobilienverwalter, Verordnungsermächtigung) und § 34f (Finanzanlagenvermittler).

Wobei beide die jeweiligen Leistungen allesamt im Portfolio anpreisen.

Der Hinweis auf den Honorar-Finanzanlagenberater nach § 34h fehlt bei beiden. Ebenso wird hier nicht auf eine Ausbildung als CFP hingewiesen.

 

Ich habe oben ja die Anforderung der Honorarberatung genannt. Wäre das dann in klares Ausschlusskriterium oder habe ich ggf. die falsche Anforderung? Jedenfalls bieten beide auf ihren Websites auch Honorarberatung an (was ja, wie ich nun gelernt habe, jeder darf).

 

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enrico111

  

Am 6.8.2020 um 09:28 von Framal:

Der ABSCHLUSS von Verträgen ist die eine Sache, die ( hoffentlich langjährige) BERTREUUNG eine andere. Beim ABSCHLUSS von Verträgen ist es fast wurscht, ob der Berater für Provision oder gegen Honorar arbeitet, solange er offen und ehrlich zu Dir ist. Soll heißen, der Berater stellt Dir entweder eine klare nachvollziehbare Rechnung oder legt seine Bezahlungen offen.   

 

[...]

 

Selbst das wäre aber nur der 1. Schritt. Wie sieht dann die langfristige Betreuung der Verträge aus? Was macht er diesbezüglich und was kostet das? Meine Meinung, Vermittler, welche keine laufende Bezahlung/Betreuungsprovision nehmen, leben ausschließlich vom Vertragsabschluss. Soll das gut sein?

Einen Berater habe ich noch einmal gezielt auf das Abrechnungsmodell angesprochen. Es gebe für mich zwei Möglichkeiten:

Beratung auf Provisionsbasis und dann Offenlegung der Provisionen; für den Berater höhere Schwankungen (bei schnellen Geschäften viel Provision für wenig Arbeit, aber auch das Risiko, dass es andersherum sein kann - viel Arbeit, aber dann kein Abschluss, ergo keine Provision),

Beratung auf Honorarbasis, bei Provisionsgeschäften aber Verrechnung des Honorars mit der Provision.

Seiner Beschreibung nach käme beides etwas aufs Gleiche hinaus. Spannend aber, dass er etwa auf das von Dir Geschriebene hinwies: Wenn mit einem Vertragsabschluss 4.000,- Euro Provision für ihn abfallen, er davon aber 30 Jahre arbeiten muss, wieviel verdiene er dann pro Stunde? Hat er mir hier etwa durch die Blume gesagt, dass ich gegen Honorar eine umfassendere Beratung zu erwarten habe?

 

Demnach wäre hier sicherlich zu der Variante mit dem Honorar zu tendieren, richtig? Das ist ja letztlich auch mein eigentlicher Ansatz.

 

Wie gesagt hätte ich keine Angst davor, pro "Geschäftsvorfall" entsprechendes Honorar in die Hand zu nehmen, sofern sich dies in einer besseren Beratung und dem optimalen Produkt (=höhere Rendite, bessere Preis/ Leistung) niederschlägt. Der vermeintliche Vorteil, zunächst keine Kosten zu haben, dürfte unterm Strich nicht viel ausmachen.

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enrico111
Am 6.8.2020 um 13:30 von Theobuy:

Da die Beratungsleistungen nicht gerade billig sind und jeder Berater einem das selber Denken nicht abnehmen kann, würde ich vor einer Beratung vor allem schauen, um welche Summen in welchen Zeiträumen es geht. Wenn jeden Monat 5.000 € angelegt werden wollen, dann macht es sicherlich mehr Sinn, als wenn es um 500 € geht. In letzterem Fall hast du auf jeden Fall Zeit, dich einzuarbeiten und auszuprobieren.

So ähnlich habe ich tatsächlich auch schon begonnen, wobei Du mir tatsächlich mehrere Schritte voraus zu sein scheinst.

 

Es geht hier schon um (für mich) größere Summen, sowohl laufend als auch einmalig (bzgl. Neuordnung bisheriger Ersparnisse).

 

Ich erhoffe mir von einer Beratung nicht nur, dass mir jemand den ungemütlichen Kram mit den Finanzen abnimmt, sondern dass ich lerne und am Ende des Tages meine eigenen Entscheidungen treffen bzw. diskutieren kann. Dabei habe ich die Angst, dass ich evtl. "das eine entscheidende Detail" übersehe, ggf. nicht weitsichtig genug plane oder gar nicht Zugang zu allen Quellen hinsichtlich Know-How und Angeboten erhalte. Jeder Fehler, den ich jetzt begehe, kann in 30 Jahren ungeahnte Auswirkungen haben. Ich glaube, dass ich die Chance erhöhe, einen für mich passenden Weg zu finden, wenn ich mir externe Beratung ins Boot hole. Wobei das die von Dir beschriebenen Schritte nicht ausschließt, sondern sie ggf. sogar ermöglicht/ verbessert.

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enrico111

Entschuldigt bitte, dass ich meinen letzten Beitrag derart gestückelt habe, aber ich hoffe für mich, das Thema zu etwas geordnet zu bekommen.

 

@all: Zuletzt noch drei allgemeine Fragen:

 

Auf der Website von "Berater 1" wird im Zusammenhang mit der Vermittlung von Finanzprodukten auf ein Haftungsdach hingewiesen. Es handelt sich bei dem Haftungsdach um eine Tochtergesellschaft einer Vermögensberatungsgesellschaft. Könnte dies die Unabhängigkeit des Beraters in Frage stellen? Oder ist so ein Haftungsdach obligatorisch?

 

"Berater 2" hat mir nach einem ersten Telefonat, in welchem wir rudimentär über meine persönlichen Themen gesprochen haben, im Rahmen einer Erstberatung bereits Lösungen/ bestimmte Versicherungsleistungen/ Instrumente aufgezeigt. Einige Daten, die er noch nicht hatte, hat er dabei geschätzt und im Termin noch angepasst. Ich habe aus dem ersten Termin schon eine Menge Konkretes mitgenommen, aber habe nicht das Gefühl, dass "Berater 2" schon weiß, wohin ich aus ganzheitlicher Sicht möchte. "Berater 1" hingegen hat wiederholt hervorgehoben, dass er zunächst eine Strategie mit mir aufstellen wird und in nachgelagerten Schritten erst Lösungen und Produkte aussucht. Das gefällt mir irgendwie besser, ich habe allerdings auch keine Erfahrung mit der Arbeitsweise solcher Berater - vielleicht ist ja der Weg von "Berater 2", einfach anzufangen, der pragmatischere und damit doch bessere. Welchen Ansatz würdet Ihr bevorzugen?

 

"Berater 1" bietet Zugang zu einer Online-Plattform, in welcher ich meine Daten und Verträge einsehen und einfache Simulationen durchführen kann. Dies kann ich im Zuge der Beratung kostenlos nutzen. Ist das ein echter Mehrwert oder fällt es eher in die Kategorie Marketing?

 

Nochmals vielen Dank! Ich werde dann gerne berichten, für wen ich mich entschieden habe und warum.

 

Viele Grüße, Enrico

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Columbus83
· bearbeitet von Columbus83
vor 1 Stunde von enrico111:

erst einmal vielen Dank an alle für die sehr differenzierten Stellungnahmen! Da steckt eine Menge drin, was mir bei der Auswahl weiterhilft.

 

Ich habe einmal die Websites der Berater durchsucht, bei beiden finde ich den Verweis auf § 34d und § 34i.

Bei einem zusätzlich Verweise auf § 34c (Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger, Baubetreuer, Wohnimmobilienverwalter, Verordnungsermächtigung) und § 34f (Finanzanlagenvermittler).

Wobei beide die jeweiligen Leistungen allesamt im Portfolio anpreisen.

Anpreisen kann man viel, viel wichtiger als der Immobilienmakler - der am Verkauf der Immobilie interessiert ist - ist ein Baugutachter. Der Baugutachter kann dir sagen, ob die Immobilie Schrott ist oder etwas taugt, dementsprechend lässt sich auch dann Wert ableiten und mancher Immobilienmakler war gar nicht glücklich, als ich ihm sagte, dass zum zweiten Besichtigungstermin ein Gutachter mitkommt.

 

Somit arbeitet der Makler nicht für dich, sondern für sich (Maklerprovision), während ein Baugutachter für dich arbeitet, da  er eine fixe Summe erhält.

 

Es gibt übrigens auch ein sehr gutes Buch der Stiftung Warentest zum Thema Hausbau, dort wird intensiv auf das Thema Finanzierung, Tilgung etc. eingegangen und liefert einen guten Überblick zum Thema Hausbau/Immobilienkauf. Im übrigen wird auch der Unterschied zwischen Immobilienmakler, Bauträger etc. erläutert.

 

Also ganz ehrlich, ich würde mich da vorher selbst intensiv einlesen und nicht alles einem "Finanzgott" überlassen, auch wenn es eine Weile dauert, bis man den Durchblick hat. Ich kenne jedenfalls niemanden, der sich überall super auskennt, dazu ist der ganze Bereich Finanzen viel zu umfangreich.

Zitat

Ich erhoffe mir von einer Beratung nicht nur, dass mir jemand den ungemütlichen Kram mit den Finanzen abnimmt, sondern dass ich lerne und am Ende des Tages meine eigenen Entscheidungen treffen bzw. diskutieren kann. Dabei habe ich die Angst, dass ich evtl. "das eine entscheidende Detail" übersehe, ggf. nicht weitsichtig genug plane oder gar nicht Zugang zu allen Quellen hinsichtlich Know-How und Angeboten erhalte. Jeder Fehler, den ich jetzt begehe, kann in 30 Jahren ungeahnte Auswirkungen haben.

Der ungemütliche Kram wird dich dein lebenlang begleiten, da es z.B. Änderungen gesetzlicher Natur geben kann, die dein Handeln erfordern. Es kann dir keiner die Verantwortung für deine Finanzen abnehmen und ungeahnte Auswirkungen in der Zukunft kann auch keiner vorhersehen, da immer Stand heute die Verträge abgeschlossen werden. Eine 100%tige Sicherheit gibt es nicht und wird es auch nicht geben.

Zitat

Ich glaube, dass ich die Chance erhöhe, einen für mich passenden Weg zu finden, wenn ich mir externe Beratung ins Boot hole. Wobei das die von Dir beschriebenen Schritte nicht ausschließt, sondern sie ggf. sogar ermöglicht/ verbessert.

Das mache ich auch, finde ich ehrlicherweise auch einen guten Ansatz, ich würde allerdings eher auf verschiedene Experten setzen und nicht auf einen alleine.

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Framal

@enrico111

Zitat

Beratung auf Provisionsbasis und dann Offenlegung der Provisionen; Für den Berater höhere Schwankungen (bei schnellen Geschäften viel Provision für wenig Arbeit, aber auch das Risiko, dass es andersherum sein kann - viel Arbeit, aber dann kein Abschluss, ergo keine Provision),

Ja, richtig. Für eine BU bekommt er dann relativ viel Geld, aber muss ggf. auch viel dafür arbeiten. Eine Rentenversicherung bringt auch viel, jedoch für vergleichsweise wenig Arbeit. Und Sachversicherungen bringen wenig, für viel Arbeit.  Solltest Du alle Vertragsvarianten bei einem Berater machen, gleicht sich das aus.

 

Zitat

Beratung auf Honorarbasis, bei Provisionsgeschäften aber Verrechnung des Honorars mit der Provision. Seiner Beschreibung nach käme beides etwas aufs Gleiche hinaus.

Ja, siehe oben. Aber was, wenn Du Dich bezüglich der Sachversicherungen (der Teil mit viel Aufwand, wenig Geld) an einen anderen Berater wendest oder es selbst machst?

 

Zitat

Spannend aber, dass er etwa auf das von Dir Geschriebene hinwies: Wenn mit einem Vertragsabschluss 4.000,- Euro Provision für ihn abfallen, er davon aber 30 Jahre arbeiten muss, wieviel verdiene er dann pro Stunde? Hat er mir hier etwa durch die Blume gesagt, dass ich gegen Honorar eine umfassendere Beratung zu erwarten habe?

Ja, dabei vergisst er zu berücksichtigen, dass Du nicht der einzige Kunde bist. Sollte er monatlich 5 Kunden haben und dafür 60 h die Woche arbeiten, sind das über 80 € die Stunde. Es sei ihm gegönnt!!!! Damit hier keine Missverständnisse aufkommen.

ABER kein Berater kann dies so über längere Zeit so durchziehen. Sollte er das 10 Jahren machen, müsste er 600 Kunden nahezu kostenlos betreuen. Wo bleibt da dann sein Verdienst, wenn er keine Betreuungsprovision nimmt?  

Andererseits, nimmt er pro Kunde 10 € mtl. Betreuungsprovision,  kommt er auf 6.000 € Monatsverdienst. Berücksichtigt man die Interessen von Kunde und Berater, kann man sich mit den Aufträgen, Abschlusskosten und Betreuungskosten weit entgegen kommen.

Zitat

Demnach wäre hier sicherlich zu der Variante mit dem Honorar zu tendieren, richtig? Das ist ja letztlich auch mein eigentlicher Ansatz.

Ja, offen darüber reden, er soll alles machen, er muss auch laufend bezahlt werden. Will er nur von Neuprovisionen leben, vergiss es, der ist dann, vielleicht bis auf wenige Ausnahmen, nicht lange am Markt. 

 

Zitat

Wie gesagt hätte ich keine Angst davor, pro "Geschäftsvorfall" entsprechendes Honorar in die Hand zu nehmen, sofern sich dies in einer besseren Beratung und dem optimalen Produkt (=höhere Rendite, bessere Preis/ Leistung) niederschlägt. Der vermeintliche Vorteil, zunächst keine Kosten zu haben, dürfte unterm Strich nicht viel ausmachen.

Exakt, so sehe ich es auch.

Zitat

 

Ich erhoffe mir von einer Beratung nicht nur, dass mir jemand den ungemütlichen Kram mit den Finanzen abnimmt, sondern dass ich lerne und am Ende des Tages meine eigenen Entscheidungen treffen bzw. diskutieren kann.

Sehr guter Gedanke, kann ich nur unterschreiben. Dabei habe ich die Angst, dass ich evtl. „das eine entscheidende Detail“ übersehe, ggf. nicht weitsichtig genug plane oder gar nicht Zugang zu allen Quellen hinsichtlich Know-How und Angeboten erhalte.

 

Da hätte ich eine gute und eine schlechte Nachricht für Dich. Du wirst Fehler machen. Und Fehler sind wichtig, um zu lernen! Weisheit: „Wenn Du gut werden willst, muss Du die Anzahl Deine Fehler verdoppeln!“

 

Zitat

„Haftungsdach…“

Haftungsdach, … ja, da war was, aber nur in Bezug auf die Vermittlung von Investmentfonds. In Deinem Fall für den Versicherungsbereich?

 

Zitat

"Berater 2" hat mir nach einem ersten Telefonat, in welchem wir rudimentär über meine persönlichen Themen gesprochen haben, im Rahmen einer Erstberatung bereits Lösungen/ bestimmte Versicherungsleistungen/ Instrumente aufgezeigt. 

Das muss kein Nachteil sein, kann auch auf Offenheit und einen Plan hindeuten. Wenn zu einem Punkt alle relevanten Daten vorliegen, kann ich auch zu einem Ergebnis kommen. Alle vorläufigen Antworten sind auch so zu bewerten.

 

GRUNDSATZ: Zuerst lege fest, was Du willst!

Und dann nimm den Berater, der Dir möglichst genau dies bietet.

 

Bis bald

Framal

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ETFohneFisch

Ich möchte Framal noch mal beipflichten: Zunächst selbst etwas Wissen anlesen (2-3 Bücher) und dann mit den richtigen Fragen zum Berater gehen.

 

Meine Quintessenz in Bezug auf Geldanlage aus gut 20 Jahren Beschäftigung mit privaten Finanzen:

- radikal einfach: MSCI All-World + etwas Tagesgeld, keine Anleihen/Rohstoffe/Bitcoins. Spart maximal Lebenszeit und rentiert sich. Auf keinen Fall starr irgendwelchen Formeln für die Aktienquote folgen ("100 - Alter" usw).

- Risiko separat von der Anlage versichern: kein Sparen im Fondsmanteln, keine Kapitallebensversicherung usw.

- private Rentenversicherung scheint mir ebenfalls wesentlich zu teuer. Mit 100% Aktien kann ich in 20-30 Jahren wesentlich mehr Kapital bilden, dann reicht das auch bis 110.

- Vehikelrisiko aller langlaufenden Verträge beachten (Insolvenz eines Versicherers)

- Steuervorteile konsequent bei der Produktauswahl ignorieren

- und nicht zuletzt auf regelmäßige Ausgaben achten und die eigene Risikotragfähigkeit realistisch anschauen. Hat bei mir dazu geführt, dass ich nur noch BU+Haftpflicht habe. Alles andere (Hausrat, Fahrradversicherung, Teilkasko) ist letztlich überflüssiger Luxus. Einfach ein halbwegs ausreichendes Cash-Polster aufbauen, um jederzeit 10-20 Waschmaschinen kaufen zu können, dann passt das schon.

 

Ansonsten bin ich auch etwas skeptisch, ob es den einen Berater geben wird, der in allen Bereichen tolle Beratung bieten kann. Ggf. werden es dann bei komplizierten Themen ohnehin mehrere Spezialisten.

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enrico111
Am 12.8.2020 um 10:36 von Columbus83:

Anpreisen kann man viel, viel wichtiger als der Immobilienmakler - der am Verkauf der Immobilie interessiert ist - ist ein Baugutachter. Der Baugutachter kann dir sagen, ob die Immobilie Schrott ist oder etwas taugt, dementsprechend lässt sich auch dann Wert ableiten und mancher Immobilienmakler war gar nicht glücklich, als ich ihm sagte, dass zum zweiten Besichtigungstermin ein Gutachter mitkommt.

 

Somit arbeitet der Makler nicht für dich, sondern für sich (Maklerprovision), während ein Baugutachter für dich arbeitet, da  er eine fixe Summe erhält.

 

Es gibt übrigens auch ein sehr gutes Buch der Stiftung Warentest zum Thema Hausbau, dort wird intensiv auf das Thema Finanzierung, Tilgung etc. eingegangen und liefert einen guten Überblick zum Thema Hausbau/Immobilienkauf. Im übrigen wird auch der Unterschied zwischen Immobilienmakler, Bauträger etc. erläutert.

 

Also ganz ehrlich, ich würde mich da vorher selbst intensiv einlesen und nicht alles einem "Finanzgott" überlassen, auch wenn es eine Weile dauert, bis man den Durchblick hat. Ich kenne jedenfalls niemanden, der sich überall super auskennt, dazu ist der ganze Bereich Finanzen viel zu umfangreich.

Der ungemütliche Kram wird dich dein lebenlang begleiten, da es z.B. Änderungen gesetzlicher Natur geben kann, die dein Handeln erfordern. Es kann dir keiner die Verantwortung für deine Finanzen abnehmen und ungeahnte Auswirkungen in der Zukunft kann auch keiner vorhersehen, da immer Stand heute die Verträge abgeschlossen werden. Eine 100%tige Sicherheit gibt es nicht und wird es auch nicht geben.

Das mache ich auch, finde ich ehrlicherweise auch einen guten Ansatz, ich würde allerdings eher auf verschiedene Experten setzen und nicht auf einen alleine.

Den Baugutachter würde ich hier aber eher separat betrachten. Mglw. habe ich oben mein Anliegen falsch formuliert: Mit Unterstützung beim Immobilienerwerb meine ich in erster Linie die Finanzierung. Das Konsultieren eines Baugutachters kenne ich aus dem Bekanntenkreis, die Kosten hierfür sind mit Blick auf die Höhe einer solchen Anschaffung mit Sicherheit gut investiertes Geld.

 

Die Formulierung "ungemütlicher Kram" war hier eine bewusste Übertreibung. Das sehe ich nicht so, sondern finde die Themen durchaus spannend. Den eigenständigen Aufbau von Know-How halte ich für essentiell - allein, um mehr Sicherheit zu erhalten, wenn ich mit Beratern spreche und mehr Wert aus dem Austausch schöpfen zu können. Allerdings sehe ich hier mehrere Schwierigkeiten:

- Das umfassende Einlesen in die Materie kostet Zeit, ergo Geld. Ich befinde mich gerade in einer Lebensphase, wo Erstgenanntes leider spärlich vorhanden ist und Zweitgenanntes daher z. Zt. mglw. nicht in die richtigen Kanäle läuft. Ich erhoffe mir, diesen Zustand mit Unterstützung schneller beenden zu können.

- Mit externer Unterstützung vom Beginn an erhoffe ich mir auch, einen guten Sparringspartner für meine Erkenntnisse/ Gedanken zu haben. Die habe ich mit Sicherheit auch hier im Forum, aber allein aus Datenschutzgründen kann ich natürlich mit einem Berater noch offener/ präziser sprechen.

- Bei der Vielzahl an Quellen/ Informationen fällt mir, ebenfalls aus Zeitgründen, auch die Vorselektion von Lektüre schwer. Umso wertvoller sind für mich entsprechende Tipps, besten Dank! :)

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enrico111

Das finde ich auf mehreren Ebenen auch interessant:

Am 12.8.2020 um 23:53 von ETFohneFisch:

Ich möchte Framal noch mal beipflichten: Zunächst selbst etwas Wissen anlesen (2-3 Bücher) und dann mit den richtigen Fragen zum Berater gehen.

 

Meine Quintessenz in Bezug auf Geldanlage aus gut 20 Jahren Beschäftigung mit privaten Finanzen:

- radikal einfach: MSCI All-World + etwas Tagesgeld, keine Anleihen/Rohstoffe/Bitcoins. Spart maximal Lebenszeit und rentiert sich. Auf keinen Fall starr irgendwelchen Formeln für die Aktienquote folgen ("100 - Alter" usw).

Mir wurde nun ein konkretes Produkt angeboten. Eine Mischung aus ETFs/ Indexfonds und gemanagten Fonds, welche von der Fondsgesellschaft so angeboten wird.

Vorteile (laut Anbieter!):

  • Durch die Kombination geringere Kosten (aber rund 0,8% mehr als mich der MSCI World kosten würde)
  • Durch den gemanagten Anteil höhere Performance; zwischen 2006 und 2018 2,2% mehr als der MSCI World

Ich bin aus mehreren Gründen sehr kritisch:

  • Der Makler spricht hier von Anfang an über eine prozentuale Entlohnung. Wir haben das noch nicht zuende diskutiert, ob auch eine Variante mit Honorar in Frage kommt, ich habe aber das Gefühl, dass das in eine für mich nicht gewollte Richtung läuft. Zumindest aber den Ansatz "versuchen kann ich es ja mal" widerspiegelt, was mich stören würde. Übersehe ich hier etwas?
  • Ich habe nun in mehreren Publikationen/ Internet-Quellen/ Foren gelesen, dass der MSCI World auf lange Sicht (Anlagehorizont kann hier ja durchaus 30 Jahre betragen) nicht schlechter als ein gemanagter Fond laufen muss. Kann so eine Kombi dennoch Sinn machen oder hilft sie in erster Linie der Fondsgesellschaft und dem Makler?
  • Nur, damit man mich nicht missversteht: Natürlich hat hier keiner eine Glaskugel ;) Es geht mir eher darum, wie Ihr solche Angebote subjektiv seht, neben der eher einfachen Variante, auf den MSCI World (ggf. noch EM) zu setzen.

 

Zitat

- Vehikelrisiko aller langlaufenden Verträge beachten (Insolvenz eines Versicherers)

Wie umgehe ich dieses, mit kleineren Verträgen bei mehreren Versicherern?

 

Zitat

- Risiko separat von der Anlage versichern: kein Sparen im Fondsmanteln, keine Kapitallebensversicherung usw.

- private Rentenversicherung scheint mir ebenfalls wesentlich zu teuer. Mit 100% Aktien kann ich in 20-30 Jahren wesentlich mehr Kapital bilden, dann reicht das auch bis 110.

Das sehe ich grundsätzlich nämlich genauso, aber (s.u.)

 

Zitat

- Steuervorteile konsequent bei der Produktauswahl ignorieren

Mir wurde ebenfalls etwas angeboten, was ich sehr spannend finde. Dies mit Offenlegung des hieraus resultierenden Honorars:

  • Kombination aus fondsgebundener Basisrente (Rürup) und BU-Versicherung
  • Als Vorteil wird angegeben, dass Basisrente und BU-Versicherung beide steuerlich ansetzbar sind.
  • Die Basisrente wird im BU-Fall weiterhin bespart.

Im Paket ist dies in der Tat günstiger/ steuerlich vorteilhafter, als meine Bestandsverträge, sodass ich hier durchaus Interesse habe.

Kritisch bin ich jedoch aus folgenden Gründen:

  • Mir wurde dies bereits angeboten, als man mich noch gar nicht richtig kannte. Ich vermute, dieser Berater steigt immer mit diesem Thema in die Beratung ein. Obwohl ich das Produkt sinnvoll finde, kann ich mir nicht helfen, es macht mich skeptisch, weil das Konzept quasi schon vor dem Erstgespräch stand.
  • Möglicherweise gibt es hier bei den meisten Kunden Optimierungsbedarf und er hatte einen Glückstreffer?
  • Oder er startet mit dem BU-Thema, weil dies eine hohe Provision abwirft? Das habe ich ja in diesem Beitrag gelernt.

Meine Fragen:

  • Wie steht Ihr zu dem angebotenen Produkt?
  • Wie schätzt Ihr das Gebaren des Beraters ein? Es ist der gleiche, der (nach einem Gespräch) die Kombination mit den Fonds anbietet.

Danke vorab und beste Grüße

Enrico

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ETFohneFisch
· bearbeitet von ETFohneFisch
vor 9 Stunden von enrico111:

Ich habe nun in mehreren Publikationen/ Internet-Quellen/ Foren gelesen, dass der MSCI World auf lange Sicht (Anlagehorizont kann hier ja durchaus 30 Jahre betragen) nicht schlechter als ein gemanagter Fond laufen muss. Kann so eine Kombi dennoch Sinn machen oder hilft sie in erster Linie der Fondsgesellschaft und dem Makler?

Ich oute mich mal als ETF-Radikalinski: Ein ETF wie der MSCI World (oder ACWI) wird nicht nur vielleicht sondern sogar sehr wahrscheinlich nach Kosten wesentlich besser performen als ein zufällig gewählter aktiver Fonds (siehe auch Kommer "Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs", Kapitel 1 "Wie die Wertpapiermärkte tatsächlich funktionieren"). Falls der aktive Fonds ein spezielles Profil hat (z.B. Biotech, Growth, ...), ist ggf. einer der anderen MSCI Indexe als Benchmark passender.

 

Zitat

Mir wurde nun ein konkretes Produkt angeboten. Eine Mischung aus ETFs/ Indexfonds und gemanagten Fonds, welche von der Fondsgesellschaft so angeboten wird.

Vorteile (laut Anbieter!):

  • Durch die Kombination geringere Kosten (aber rund 0,8% mehr als mich der MSCI World kosten würde)
  • Durch den gemanagten Anteil höhere Performance; zwischen 2006 und 2018 2,2% mehr als der MSCI World

Wenn der aktive Teil sicher nach Kosten die höhere Performance bringt, dann sollte man doch alles in den aktiven Fond stecken und den ETF links liegen lassen. So eine Mischung vorzuschlagen, macht mich schon sehr skeptisch. Mein Bauchgefühl sagt: »Der Kunde hat schon mal von ETF gehört, also muss im Angebot auch irgendwie ETF drin sein. Weil ETF aber keine Provision bringt, soll da über die "Performance-Story" noch das teure aktive Produkt mit rein.«

 

Als erstes würde ich den aktiven Fonds sehr genau unter die Lupe nehmen (falls man nicht ohnehin zeitoptimiert arbeitet und jeden aktiven Fonds aufgrund begründeter Vorurteile ausschließt).

1. Test: Bitte den Berater, dir die Performance der einzelnen Jahre zum Selber-Rechnen zu geben. Der Test ist jetzt, was passiert, wenn man den Betrachtungszeitraum mal um einige Jahre verschiebt (z.B. nur ab 2010 oder ab 2001). Mit einem geschickt ausgewählten Startzeitraum kann man erstaunliche "Überperformance" suggerieren. Eigentlich willst du ja einen Fond, der Jahr für Jahr 2,2% besser als der MSCI World abschneidet. Oft sieht man aber, dass der Fond eher schlecht läuft und in 1-2 Jahren extrem gut abschneidet. Das ist dann ein Hinweis darauf, dass riskante Wetten eingegangen wurden, die halt mal funktioniert haben.

 

2. Test: Die Fondsgesellschaft wird sicherlich einen genauen Prospekt veröffentlichen, in dem die Fondsbestände und die Anlagephilosophie beschrieben werden. Wer nicht so viel Zeit hat, kann sich zumindest die Liste der enthaltenen Aktien, die Sektor- und Ländergewichtung (möglichst auch über die vergangenen Jahre) holen. Wer 2006 ordentlich auf US Tech gesetzt hat, hat natürlich besser abgeschnitten als der MSCI World. Dann wäre aber die korrekte Benchmark ein anderer - wer jetzt von US Tech überzeugt ist, kann ja einen entsprechend ausgerichteten Index-ETF nehmen und braucht nicht den aktiven Fonds.

 

Zum Thema Rürup usw. inkl. der Steuervorteile verweise ich auf zwei kürzliche Posts der Seite "finanzwesir.com" (inkl. Kommentare!):

Insbesondere sollte man sich klar machen, dass viele der angepriesenen "Steuervorteile" annehmen, dass die heutigen Regeln auch in 30(?) Jahren noch gelten. Angesichts der Veränderungen seit 1990 (Wiedervereinigung, Euro, Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge, ...) scheint das doch etwas verwegen. Zusätzlich müssen auch der oder die Versicherer (Vehikel) die Zeit überleben. Wenn ich mir anschaue, wie die Lebensversicherungen "abgewickelt" werden bzw. wie sich allgemein der deutsche Finanzmarkt entwickelt, möchte ich da ungern meine Altersvorsorge auf das Überleben meines Versicherers verwetten.

 

Auf den ersten Blick interessant scheint das Weitersparen der Rürup-Rente im BU-Fall zu sein. Andererseits ist die Frage, ob das wirklich relevant ist: Reicht denn die Rürup-Rente aus, um ggf. ohne weitere Sparbeiträge eine auskömmliche Altersrente zu haben? Oder liegt die ohnehin so niedrig, dass man im Falle des Falles sowieso mehr oder weniger in die Grundsicherung rutscht? Ggf. wäre eine höhere BU-Summe hilfreich, um das ETF-Depot ggf. aufzustocken und daraus die "Rente" selbst zu finanzieren? Ich bin immer sehr skeptisch, was Kombi-Verträge angeht - selbst wenn die vorhandenen noch schlechter sein mögen.

 

Allgemein ist Altersvorsorge aber nicht 08/15 abzuhandeln, weil je nach persönlicher Situation sehr unterschiedliche Aspekte im Vordergrund stehen. Insofern will ich auch zu keiner konkreten Sache raten. Dennoch: Zuerst lesen (z.B. Kommer + Finanzwesir), dann erst zum Berater.

 

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kallext
Am 5.8.2020 um 23:35 von enrico111:

Meine bisherige Einschätzung:

1) Mir gefällt das Konzept und die Perspektive des Know How-Erwerbs. Ich habe aber die Sorge, dass ich die 3.000 Euro zahle, dafür zunächst nicht viele Erkenntnisse erhalte und danach mehr oder weniger auf mich allein gestellt bin. Der Kontakt war bisher eher schleppend und ich fürchte, dass es so weitergeht.

 

2) Da ich schrieb, eine unabhängige Finanzberatung zu suchen, wäre an dieser Stelle eigentlich schon Schluss. Aber ist das so wichtig bzw. funktionieren "hybride" Modelle mit Provision vielleicht sogar besser, da mehr Produkte betrachtet werden können? Hier habe ich die Bedenken, weniger autark handeln zu können und dadurch insgesamt mehr für die Beratung zu zahlen.

 

 

Ich sehe ein weiteres Risiko: du gibst 3000€ aus, erhälst wenig Wissenszuwachs und fragwürdige Investempfehlungen, die du dann ausführst, weil du ja 3000€ bezahlt hast und irgendeinen Nutzen muss das ja haben. 

So wie du den Berater beschreibst, wäre er für mich schon gestorben. Du hast kein Vertrauen in ihn und damit macht alles weitere keinen Sinn mehr. 

 

 

Jemand anderes hat schon mal gefragt: über welche Summen reden wir denn? 

Wenn du jeden Monat 500-5000€ sparst braucht es in meinen Augen keinen Berater. Lies dir ein, zwei Bücher durch, schau dir die Stickies hier an und bald wirst du merken, dass Geldanlage viel einfacher ist als du denkst.

 

Etwas komplizierter sind dann die Versicherungen, aber auch die hat man in ein/zwei Wochenenden verstanden.

 

Daher meine klare Empfehlung: selber einlesen und auf Berater verzichten, solange es nicht um Beträge geht, die zu den 0,01% der Einkommen gehören.

 

 

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ETFohneFisch

über diese Frage habe ich noch etwas nachgedacht:

Am 15.8.2020 um 13:24 von enrico111:
Zitat

- Vehikelrisiko aller langlaufenden Verträge beachten (Insolvenz eines Versicherers)

Wie umgehe ich dieses, mit kleineren Verträgen bei mehreren Versicherern?

Ich glaube, das Problem kann man letztlich nur mit zwei Extremoptionen absichern:

  • hohe Übersparung: mehrere ausreichend große Verträge: z.B. 3 Verträge, die Summe aus zweien reicht aus. Dies ist aber u.U. mit hohen Kosten verbunden (Provisionen)
  • keine Versicherung

Diversifikation funktioniert bei Aktien ja dadurch, dass manche Unternehmen in unterschiedlichen Phasen Gewinne machen und dadurch der Depotwert im Mittel wenig schwankt. Das beinhaltet auch, dass manchmal mehrere Aktien praktisch stagnieren, aber sich der Wert eines Unternehmens vervielfacht und dadurch das ganze Depot hebt. Bei einer Versicherung gibt es aber quasi kein "upside"-Potenzial, die Leistungen sind ja im vorhinein festgeschrieben.

 

Es gibt für mich nur eine Sache, die wirklich für "klassische" Lösungen wie Riester, Rürup und (eingeschränkter) andere private Versicherungen spricht und das ist die Anzahl der Menschen, die diese Verträge abgeschlossen haben. Sollte es irgendwann zu gravierenden wirtschaftlichen Verwerfungen kommen, wird es politisch kaum durchsetzbar sein, z.B. alle Riesterverträge wertlos verfallen zu lassen. In diesem Fall erwarte ich, dass diese Verträge staatlich gestützt werden während die fiesen ETF-Kapitalisten ggf. rasiert werden (scheinbar hohes Vermögen während der Barwert einer GKV-Rente/Pension unberücksichtigt bleibt).

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s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 4 Stunden von ETFohneFisch:

Es gibt für mich nur eine Sache, die wirklich für "klassische" Lösungen wie Riester, Rürup und (eingeschränkter) andere private Versicherungen spricht und das ist die Anzahl der Menschen, die diese Verträge abgeschlossen haben. Sollte es irgendwann zu gravierenden wirtschaftlichen Verwerfungen kommen, [...]

 

Da wird man aber unterscheiden müssen zwischen Verträgen mit gesetzlich vorgegebener Kapitalgarantie (in jedem Fall Riester) und denen mit mehr oder weniger freier Anlage (je nach Tarif/Vertrag die anderen genannten Optionen).

 

Wer einen RÜRUP-Vertrag abschließt und 100% in den NASDAQ investiert, dürfte im Auge der Allgemeinheit dann im Fall der Fälle eher nackig als fieser ETF-Kapitalist dastehen. Da hilft der Versicherungsmantel dann auch nicht.

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ETFohneFisch
Am 15.8.2020 um 13:24 von enrico111:

Mir wurde ebenfalls etwas angeboten, was ich sehr spannend finde. Dies mit Offenlegung des hieraus resultierenden Honorars:

  • Kombination aus fondsgebundener Basisrente (Rürup) und BU-Versicherung
  • Als Vorteil wird angegeben, dass Basisrente und BU-Versicherung beide steuerlich ansetzbar sind.
  • Die Basisrente wird im BU-Fall weiterhin bespart.

Im Paket ist dies in der Tat günstiger/ steuerlich vorteilhafter, als meine Bestandsverträge, sodass ich hier durchaus Interesse habe.

Konkret dazu ist mir noch ein Blog-Beitrag eines Honorarberaters/Versicherungsmaklers wieder eingefallen, der bei dieser Kombination einige prinzipielle Probleme sieht: Rürup-Rente: Steuern sind halt nicht alles!

 

Quintessenz für mich:

  • Kombiprodukt, daher Einzelteile u.U. nicht separat kündbar, selbst wenn sich die Basisrente als teurer Flop herausstellt.
  • Steuerbelastung im BU-Leistungsfall ggf. wesentlich höher

 

vor 13 Minuten von s1lv3r:

Wer einen RÜRUP-Vertrag abschließt und 100% in den NASDAQ investiert, dürfte im Auge der Allgemeinheit dann im Fall der Fälle eher nackig als fieser ETF-Kapitalist dastehen. Da hilft der Versicherungsmantel dann auch nicht.

Vermutlich war mein Satz missverständlich formuliert:

  • Es ging mir um eine staatliche Krise (Währungsreform, Staatsschulden, ...), in der z.B. Vermögensabgaben erhoben werden, nicht um den Zusammenbruch der allgemeinen Wirtschaft (d.h. die eigentlichen Assets sind durchaus werthaltig). In letzterem Fall geht das "Rohprodukt" baden - damit ist eh alles verloren (und da die Versicherer dann im Zweifelsfall auch betroffen sind, sind auch die "Garantien" hinfällig).
  • Das reine "Image" in der Allgemeinheit interessiert mich dabei nur insoweit als es politische Handlungen beeinflusst.
  • An dieser Stelle würde ich erwarten, dass staatlich privilegierte Verträge wahrscheinlich ungeschoren davonkommen, während ein Depotbesitzer mit 500k als "reicher Sack" gilt (selbst wenn dies grob der erwarteten Rentenzahlung von 2000 €/Monat über 20 Jahre entspricht). Beispiel: DDR-Renten wurden 1:1 in D-Mark umgewandelt.

 

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