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mike4001

Immobilienfinanzierung bei +100% Eigenkapital?

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Pfennigfuchser

Das ist eine eher grundsätzliche Entscheidung, nach Risikoneigung. Dass im Erwartungswert mehr rauskommt, wenn man das Geld im Depot lässt, ist klar. Bloß dass man mit dieser Argumentation auch nach 25 Jahren nicht abzahlen sollte. Es gibt gar keinen Grund abzuzahlen. Sondern immer nur brav Zinsen zahlen (so lange die niedrig sind) und das Geld immer im Depot lassen. 

 

Willst Du das?

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odensee
Am 15.8.2020 um 16:06 von Peter23:

P.S.: Bisher nur Antworten, die gegen den Forumsstandard sprechen. :-*

Mag auch daran liegen, dass die Fragestellung kein "Forumsstandard" ist.

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Peter23
vor 1 Stunde von odensee:

Mag auch daran liegen, dass die Fragestellung kein "Forumsstandard" ist.

Ich verstehe schon, wie Du das meinst, aber in einem der Stickies steht folgendes:

"c) Wenn man einerseits einen Kredit bedient, und andererseits in Aktien investiert, kann man sagen, dass man "auf Pump" spekuliert. Diese beiden Dinge

sollte man unbedingt auseinanderhalten. Im Zweifelsfall sind die Aktienmärkte gerade abgestürzt, man verliert die Arbeit und hat einen großen laufenden Kredit,

den man nicht mehr bedienen kann. Etwas überspitzt formuliert: Das ist der Weg in die Privatinsolvenz, am Ende steht man ohne Aktien und ohne Immobilie da."

Und wenn man dieser Vorgabe folgt (das meinte ich mit Forumsstandard), dann müsste man hier von einer Kreditaufnahme abraten.

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mike4001

Ja, ich muss mir das ganze ohnehin nochmal genau durchdenken. Werde hier noch einige Modellrechnungen rechnen.

 

Auch abseits vom Punkt: "Jobverlust + Aktienmarkt gerade unten = Problem"

 

Ein Teil meines Kapitals ist in sicheren Anlageformen. Nur kann es auch nicht richtig sein, wenn ich bzw. 100.000 € festverzinslich bei 0,4% veranlagt habe und gleichzeitig diese 100.000 € als Kredit mit 1% Verzinsung aufnehme.

 

Wobei der sichere Teil des Portfolios natürlich als Teil des ganzen zu sehen wäre.

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odensee
vor 11 Minuten von mike4001:

Ein Teil meines Kapitals ist in sicheren Anlageformen. Nur kann es auch nicht richtig sein, wenn ich bzw. 100.000 € festverzinslich bei 0,4% veranlagt habe und gleichzeitig diese 100.000 € als Kredit mit 1% Verzinsung aufnehme.

Wohl wahr. :thumbsup:

 

Es stellt sich da eben die Frage, ob du einen "sicheren" Anteil benötigst. Den haben viele, die sich eine Immobilie kaum leisten können, auch nicht. Welches Szenario willst du mit dem "sicheren" Anteil absichern? Willst du dich auf einen weiteren "Crash" einstellen, um dann ggf. tiefer nochmal in Aktien einzusteigen?

 

Einen "Notgroschen" (nein, nicht für eine neue Waschmaschine... :w00t: ) wirst du bei der komfortablen Ausgangssituation auch kaum benötigen. 

 

vor 16 Minuten von mike4001:

Wobei der sichere Teil des Portfolios natürlich als Teil des ganzen zu sehen wäre.

Da sehe ich die Tilgung des (vermutlich kleinen) Darlehns.

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Peter23
vor 5 Stunden von mike4001:

Ein Teil meines Kapitals ist in sicheren Anlageformen. Nur kann es auch nicht richtig sein, wenn ich bzw. 100.000 € festverzinslich bei 0,4% veranlagt habe und gleichzeitig diese 100.000 € als Kredit mit 1% Verzinsung aufnehme.

Das stimmt zwar. Allerdings solltest Du aktuell bei weniger als 60% Beleihung auch eher 0,5% Zinsen (oder noch weniger) angeboten bekommen (10 Jahre Sollzinsbindung).

 

vor 5 Stunden von mike4001:

Wobei der sichere Teil des Portfolios natürlich als Teil des ganzen zu sehen wäre.

Wenn Du Kredite aufnimmst, dann sollte der sichere Anteil Deines Portfolios (bis auf Liquiditätsreserve) eben negativ sein. Sprich: Eine Kreditaufnahme macht eigentlich nur dann Sinn, wenn Du wirklich mehr als 100% Deines Portfolios in RK3 investieren möchtest bzw. weniger als 0% in RK1 (auch hier: bis auf Liquiditätsreserve).

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Moneycruncher
Am 17.8.2020 um 22:32 von Peter23:

Das stimmt zwar. Allerdings solltest Du aktuell bei weniger als 60% Beleihung auch eher 0,5% Zinsen (oder noch weniger) angeboten bekommen (10 Jahre Sollzinsbindung).

 

Wenn Du Kredite aufnimmst, dann sollte der sichere Anteil Deines Portfolios (bis auf Liquiditätsreserve) eben negativ sein. Sprich: Eine Kreditaufnahme macht eigentlich nur dann Sinn, wenn Du wirklich mehr als 100% Deines Portfolios in RK3 investieren möchtest bzw. weniger als 0% in RK1 (auch hier: bis auf Liquiditätsreserve).

Vielleicht noch zu ergänzen, dass eine Kreditaufnahme auch ein Inflationsschutz ist, FALLS es zur Inflation kommt. Bin mir allerdings nicht sicher, ob nicht sogar eine Deflation wahrscheinlicher ist.

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bondholder
Am 17.8.2020 um 16:32 von mike4001:

Ein Teil meines Kapitals ist in sicheren Anlageformen. Nur kann es auch nicht richtig sein, wenn ich bzw. 100.000 € festverzinslich bei 0,4% veranlagt habe und gleichzeitig diese 100.000 € als Kredit mit 1% Verzinsung aufnehme.

 

Wobei der sichere Teil des Portfolios natürlich als Teil des ganzen zu sehen wäre.

Entscheide dich bitte, ob du entweder einen sicheren Portfolioanteil halten willst oder über Kreditfinanzierung hebeln möchtest. Beides gleichzeitig ist in aller Regel wirtschaftlicher Unsinn.

Negative Zins­differenz­geschäfte

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mike4001
vor 1 Stunde von bondholder:

Entscheide dich bitte, ob du entweder einen sicheren Portfolioanteil halten willst oder über Kreditfinanzierung hebeln möchtest. Beides gleichzeitig ist in aller Regel wirtschaftlicher Unsinn.

Negative Zins­differenz­geschäfte

Danke, ja ist sicherlich richtig.

 

Ich bin derzeit am überlegen mir einen Kredit von ~300.000 € aufzunehmen. Den restlichen Kaufpreis nehme ich aus meinem sicheren Portfolio-Anteil - eben um genau das Szenario aus deinem Link zu vermeiden.

 

Damit wäre für die Laufzeit des Kredits mein sicherer Anteil von derzeit ~25% massiv verringert (hab es noch nicht exakt gerechnet). Wenn sich der Kredit dann dem Ende zuneigt würde ich meinen sicheren Anteil wieder aufbauen. Wobei hier auch der persönliche Faktor dazu kommt: Wenn das Eigenheim "erledigt" ist brauche ich abseits einer Liquiditätsreserve im Bereich von vlt. 30.000 € (neues Auto, Reparatur, ...) nicht mehr viel, und kann in meinen jungen Jahren auch einen Aktienanteil von 85-90% fahren um die Rendite zu maximieren.

 

Und nebenbei: Das Objekt ist einmal gesichert, Kaufvertrag (+ Zahlung) aber erst Mitte nächstes Jahr fällig - daher habe ich noch genug Zeit mir alles durchzudenken, was hier (für mich) optimal ist.

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Bassinus

Ganz genau sollte er beim Hebeln aber 0,- betragen. Etwaige "Absicherung" würde sich kurzfristig durch aussetzen der Spar oder Rückzahlungsrate ergeben oder das Depot wird mit nem Lombard für maximale Flexibilität verliehen. Cash muss man nicht hebeln. Das kostet unnötig.

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Zaster-Hiwi
· bearbeitet von Zaster-Hiwi
falscher Ort

gehört in alternative Kapitalanlagen...

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