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Lever-H

Lever-H’n‘Turn

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Lever-H
vor 20 Stunden von Lever-H:

Hatte seitdem stets den Gedanken, zu einem passenden Zeitpunkt wieder einzusteigen, nach Börsenschluss heute kommen die Q1-Zahlen, wollte vorher noch zugreifen.

Das hatte ich zu NU geschrieben. Minimaler Miss beim Gewinn und Umsatz.. Nachbörslich -9 %. Wenn selbst 42% Umsatzwachstum und 41% Gewinnwachstum nicht ausreichen, die Markterwartungen zu befriedigen und die Aktie dann so droppt, ist das schon sehr krass. Es dominiert offenbar die Sorge um die Kundensättigung in Brasilien und die Profitabilität unter dem Wachstumsdruck. Ich sehe es so, dass sie in weiterer Zukunft mehr Geld pro Kunde verdienen. Zur Einordnung: Nu Bank mehr als 115 Millionen Kunden in Brasilien. Das entspricht 62% der erwachsenen Bevölkerung des Landes.

 

In Q1 2026 machten sie 15,90 USD Umsatz pro Kunde, insb. durch durch Cross-Selling von Krediten, Investitionsprodukten und Zahlungsdienstleistungen. Die Sättigung in Brasilien wird also durch höheres Revenue-per-User kompensiert., vor 2 Jahren waren es erst 11. Hier ist ein wichtiger Hebel. 

 

Überdies geht die internationale Expansion (Mexiko, USA..) weiter, das machen sie jedoch nicht mit der Brechstange, was ich für vernünftig halte.

 

Nachkauf (nachbörslich):

NU. 1.500 Stücke zu 11.79 $.

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Ecke908090
Am 14.5.2026 um 17:53 von Lever-H:

Ich wette, Du schmunzelst @Ecke908090 ;)

Moinsen,

 

wenn ich was von dir lesen darf, schmunzle ich doch immer - das weißt du doch, wobei natürlich vor Freude. :) 

 

Ungeachtet vom Preis empfinde ich es mit NU als das stärkste Unternehmen, was du in deinen Reihen hast und von daher kann ich dich zu dem Kauf nur beglückwünschen. Vor allem zu dem Preis, ich hätte nicht erwartet, dass ein solcher nochmal erreicht wird, wobei der Krieg schon seinen Teil dazu beigetragen hat und ehrlich gesagt auch immer etwas verwunderlich war, dass GRAB verhältnismäßig teuer angesetzt wurde.

 

Ich sehe derzeit noch ein Unternehmen bei mir, was potenziell ebenfalls bei dir unterkommen könnte. Gerne darfst du raten welches. :D

 

Ob es dazu kommt, wird die Zeit, genauso wie bei NU und GRAB, zeigen. Der Kurs wird sicherlich mitentscheiden.

 

Leider habe ich auch die Krücke GAMBLING.COM an dich herangetragen. Um es mal etwas überspitzt auszudrücken: Wie weit willst du den Esel noch Richtung Horizont reiten?

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Lever-H
Am 18.5.2026 um 18:07 von Ecke908090:

Ich sehe derzeit noch ein Unternehmen bei mir, was potenziell ebenfalls bei dir unterkommen könnte. Gerne darfst du raten welches. :D

Meinst Du rubrik? Falls ja, dann wäre ich zu spät zur Party und es sieht zumindest auf den ersten Blick für mich nach spekulativem, noch verlustreichem high growth und nicht wie ein "Turnaround"-Kandidat aus.

 

Am 18.5.2026 um 18:07 von Ecke908090:

Leider habe ich auch die Krücke GAMBLING.COM an dich herangetragen. Um es mal etwas überspitzt auszudrücken: Wie weit willst du den Esel noch Richtung Horizont reiten?

Gute Frage. Der Markt bewertet das Unternehmen als stünde es kurz vor der Pleite. Ja, das alte, extrem margenstarke SEO-Affiliate-Modell hat offensichtlich ausgedient. Die Firma versucht gerade, aus einem Google-/Regulierungsabhängigen Performance-Marketing-Geschäft ein gemischtes Modell aus Affiliate-Marketing, bezahlten/partnerschaftlichen Traffic-Kanälen, CRM und wiederkehrenden Sports-Data-Subscriptions (dieses Segment brachte zuletzt 28 % des Gesamtumsatzes ein!) zu machen.

 

Der Markt preist aktuell viel Misstrauen ein (dreifache Guidance-Senkung in 12 Monaten!) und Bilanzspielereien mit ihrem adjusted EBITDA machen das nicht unbedingt besser. Dennoch: Die Aktie ist nach klassischen EV/EBITDA-Metriken niedrig bewertet. 

 

Ich schaue mir mal zumindest noch ein Quartal an, ob versprochene Restrukturierungen auch bessere Marge erzeugen. 

 

 

Kauf:

Nintendo, 1.800 Stück zu 7074 Yen (Tokioter Börse).

Kaum ein Wert ist länger auf der Watchlist als dieser Titel. 80er Jahre-Kindheitserinnerungen (NES) trafen in meiner Rolle als Investor immer wieder auf Bedenken, ob ein Aktienkauf eine gute Idee wäre. Habe das lange für mich verneint bzw oftmals war der Wert auch zu teuer für mich. Ist für mich inzwischen ein defensiver Plattform-Compounder mit dem Hebel ihres geistigen Eigentums geworden, auch wenn sie bilanztechnisch stark von Hardwareverkäufen (Switch2) abhängen.

Die Konsole ist super angelaufen, die teureren Chips erhöhten aber Kosten, was die Margen drückt. Die Marktreaktion von -50% in den letzten Monaten halte ich für übertrieben.

 

Die Geschäftslogik:

Hardware verkauft → installierte Basis wächst → Software/Digital/Online-Umsätze steigen → Rolle des geistiges Eigentums wird stärker (langlebige Marken) → Filme/Merchandise/Themenparks ziehen neue Nutzer an → nächste Hardware-Generation startet mit mehr Markenmacht

funktioniert sehr gut.

 

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Ecke908090
· bearbeitet von Ecke908090

Hi @Lever-H,

 

vor 1 Stunde von Lever-H:

Meinst Du rubrik? Falls ja, dann wäre ich zu spät zur Party und es sieht zumindest auf den ersten Blick für mich nach spekulativem, noch verlustreichem high growth und nicht wie ein "Turnaround"-Kandidat aus.

ich dachte tatsächlich an REDDIT. Beurteilen kann ich nicht, ab wann etwas für dich als Turnaround zu werten ist, jedoch ist das Geschäftsmodell absolut intakt und trotzdem wurde das Unternehmen bewertungstechnisch stark abgestraft. Evtl. ist die Bewertung für dich schwer zu erfassen?

 

Ist aber auch kein Muss, derzeit gibt es wirklich sehr viele attraktive Optionen abseits von REDDIT und Nintendo ist ja schon mal sehr spannend! :)

 

vor 1 Stunde von Lever-H:

Gute Frage. Der Markt bewertet das Unternehmen als stünde es kurz vor der Pleite. Ja, das alte, extrem margenstarke SEO-Affiliate-Modell hat offensichtlich ausgedient. Die Firma versucht gerade, aus einem Google-/Regulierungsabhängigen Performance-Marketing-Geschäft ein gemischtes Modell aus Affiliate-Marketing, bezahlten/partnerschaftlichen Traffic-Kanälen, CRM und wiederkehrenden Sports-Data-Subscriptions (dieses Segment brachte zuletzt 28 % des Gesamtumsatzes ein!) zu machen.

 

Der Markt preist aktuell viel Misstrauen ein (dreifache Guidance-Senkung in 12 Monaten!) und Bilanzspielereien mit ihrem adjusted EBITDA machen das nicht unbedingt besser. Dennoch: Die Aktie ist nach klassischen EV/EBITDA-Metriken niedrig bewertet. 

 

Ich schaue mir mal zumindest noch ein Quartal an, ob versprochene Restrukturierungen auch bessere Marge erzeugen. 

Von der Bewertung her ist es wie bei Alfen, weshalb sich die Geschichte in der Theorie schnell zum Positiven wenden kann. Die Realität ist aber derzeit eine andere, ich hatte mich dazu ja bereits umfänglich geäußert.

 

Ich vermute, dass du unter den aktuellen Umständen niemals investieren würdest, wärst du nicht bereits mit von der Partie. Das Unternehmen ist abhängig vom Kerngeschäft und hier findet tatsächlich, trotz mehrfachem Kommunizieren von Besserung/Hoffnungen, meines Empfindens nach keine grundlose Fehlbewertung des Marktes statt, sondern eine fundierte Abstrafung unter Berücksichtigung der Vergangenheit, Gegenwart und auch Zukunft. Von daher empfinde ich es weniger als Investment und mehr als Glücksspiel. Um deinen einleitenden Satz aufzugreifen: Kannst du ausschließen, dass das Unternehmen nicht wirklich kurz vor der Pleite steht?

 

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(- ich weiß nicht ob die Daten korrekt sind, aber als ich noch selbst investiert war, agierte Gambling.com bereits enorm überschuldet, was ich in den Streams als deutliches Risiko kommuniziert hatte

- ich gehe ehrlich gesagt nicht davon aus, dass das Unternehmen zeitnah zahlungsunfähig ist, aber letztlich kommt es auch nicht auf mich an sondern den Markt und Bedenken nehmen hier schnell Gewicht ein

-abseits davon möchte ich dich auch nicht drängen und ich weiß, dass du sowieso eigenständig entscheidest, aber von außen betrachtet wäre es für mich konsequent, wenn du entweder verkaufst oder nachkaufst; die Position zu reduzieren und zu halten wird meiner Ansicht nach der Situation, deiner Strategie und der ursprünglichen Investmentthese nicht gerecht = entweder es sind die gleichen Umstände, wie vor einigen Monaten, nur das Unternehmensanteile nun günstiger zu erhalten sind, bedeutet Nachkauf ODER die Umstände haben sich verschlechtert und die These ist nicht mehr intakt, bedeutet Verkauf (die Probleme im Kerngeschäft waren vermutlich initial nicht Teil deiner Investmentthese und nun sind sie elementar)

- in jedem Fall verfolge ich das Unternehmen und deine Investition hier weiter mit Spannung :))

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Lever-H

 

Am 27.5.2026 um 13:12 von Ecke908090:

Ich vermute, dass du unter den aktuellen Umständen niemals investieren würdest, wärst du nicht bereits mit von der Partie. Das Unternehmen ist abhängig vom Kerngeschäft und hier findet tatsächlich, trotz mehrfachem Kommunizieren von Besserung/Hoffnungen, meines Empfindens nach keine grundlose Fehlbewertung des Marktes statt, sondern eine fundierte Abstrafung unter Berücksichtigung der Vergangenheit, Gegenwart und auch Zukunft. Von daher empfinde ich es weniger als Investment und mehr als Glücksspiel. Um deinen einleitenden Satz aufzugreifen: Kannst du ausschließen, dass das Unternehmen nicht wirklich kurz vor der Pleite steht?

Deine Fragen zu gambling.com sind berechtigt und ja, vermutlich würde ich nicht einsteigen in dieser Situation, weil die Turnaroundchance auf einem deutlich veränderten Geschäftsmodell basieren müsste, welches ich kaum einschätzen kann. Insofern habe ich für mich willkürlich hier mal definiert, dass ich q2 2026 abwarte und dann entscheide, ob ich verkaufe oder nachlege. 
 

Auf Anregung eines Foristi experimentiere ich seit ein paar Wochen mit einem Modell für mich herum. Es geht um einen LHT-Score = Renditekomponente + Upsidekomponente + Turnaround-Qualität + Vertrauen + Mispricing − Risiko.

 

LHT-Score steht für Lever-H’n’Turn-Score.  Quasi der verdichtete Attraktivitätswert meiner Strategie: nicht nur „billig“, sondern „billig + plausibler Turnaround + genug Renditeversprechen + akzeptables Risiko + Vertrauen in die These“ soll dabei besser quantifiziert werden.

 

Die erste Version war jedoch so komplex, dass ich für mich merkte, dass „weniger mehr ist“. Werde die Menge an Finanzkennzahlen, Annahmeparametern und den Umfang meines Tools insgesamt reduzieren, bevor ich das für mich als fixes Regelwerk nutze. 

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Ecke908090

@Lever-H

 

Klingt sehr interessant und ich bin gespannt auf das Resultat!

 

Ich habe ja auch meinen Fair Price Comparator und berücksichtige diesen konsequent unterstützend. Vielleicht ist es mit KI ein anderes Thema, aber Komplexität bei solchen Tools ist meiner Ansicht nach schnell nur Marketing und täuscht falsche Sicherheit vor; je komplexer, desto subjektiver ist das Ergebnis von vorne weg aufgrund der Auswahl und Gewichtung der Parameter. Ein Scoring-System kann unterstützend eine Vorauswahl treffen, jedoch muss die Entscheidung stets höchst individuell stattfinden. Für mich kam auch schnell die Erkenntnis, und deshalb "Comparator", dass es kein gut/schlecht bzw. günstig/teuer gibt, sondern lediglich besser/schlechter bzw. günstiger/teurer, sprich erst die Relation gibt der Bewertung einen Sinn.

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