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wallstreetmarc

Schiffsaktien im Container- und dry bulk shipping Bereich

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wallstreetmarc
Posted · Edited by wallstreetmarc

Die Frachtpreise für Container steigen und steigen. Siehe Harpex.

Für die Dry Bulk Carriers sieht es auch gut aus. Siehe Baltic Dry Index.

Die Aktien in besagter Brache steigen seit Monaten. Steht der Branche ein neuer Superzyklus bevor wie z.B von 2003 bis 2009?! Vieles spricht dafür! Z.B die moderat gefüllten Aufragsbücher für Schiffsneubauten etc.

Die Schiffstransport-Branche unterliegt ausserdem traditionell dem Schweineyklus.

 

Für mich gibt es zum Teil fundamental noch sehr sehr günstige Titel, wie Navios Maritime Partners, die bald mit Navios Maritime Conatiners verschmolzen werden.

Aber schaut euch an diesem Beispiel selber die Fundamentaldaten und Zukunfsaussichten an.

z.B in diesem Artikel verpackt:

https://seekingalpha.com/article/4402328-new-navios-partners-favorite-play-for-supercycle

Aber Achtung: Schiffsaktien sind meist sehr spekulativ und volatil. Birgen aber auch große Chancen. Bin long in Navios Maritime Partners / -Conatainers und Capital Product Partners.

 

Ich beziehe mich mit dem Beispiel NNM (Navios Maritime Partners) auf den Bereich Container und Dry Bulk Carriers.

Nicht auf Kreuzfahrt- Unternehmen oder Hersteller von Schiffen.

 

Also auf z.B

Dry Bulk Bereich: Diana Shipping (NYSE:DSX), Eagle Bulk Shipping (NASDAQ:EGLE), Navios Maritime Holdings (NYSE:NM), Navios Maritime Partners (NYSE:NMM), Globus Maritime Limited (NASDAQ:GLBS), Safe Bulkers (NYSE:SB), Scorpio Bulkers (NYSE:SALT), Star Bulk Carriers (NASDAQ:SBLK), Golden Ocean Group Limited (NASDAQ:GOGL), Seanergy Maritime (NASDAQ:SHIP), EuroDry (NASDAQ:EDRY), Genco Shipping & Trading (NYSE:GNK).

Im Container Bereich:

Atlas Corp. (ATCO), Capital Product Partners (CPLP), Costamare (CMRE), Danaos Corp. (DAC), Euroseas (ESEA), Global Ship Lease (GSL), Navios Maritime Containers (NMCI), Navios Maritime Partners (NMM), and SFL Corp (SFL)

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alkali
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Am 6.2.2021 um 16:25 von wallstreetmarc:

Bin long in Navios Maritime Partners / -Conatainers und Capital Product Partners.

Hey,

danke für deinen Input. Finde den Bereich aktuell ebenfalls spannend. Habe aber bislang eher auf Hapag Lloyd geschielt.

Im Artikel fand ich die These insbesondere interessant, dass die Investitionen massiv zurückgegangen sind, da in Vorsicht auf einen drohenden Handelskrieg keine neuen Schiffe/Container gekauft wurden und man nun einen massive Nachfrage hat, die nicht (oder nur sehr teuer) bedient werden kann und wir hier aktuell einen starken Anbietermarkt haben.

 

Konkrete Frage zu Navios: Hast du eine Übersicht der Firmenverflechtungen gefunden? Habe den Wert mal bei onvista eingegeben und erhalte Holding, Partners, Container und Acquisition. Bin jetzt unschlüssig, welche davon wohl am lukrativsten ist. Tendenz zu Partners/Holdings, da noch am besten handelbar in DE (trotzdem wahrscheinlich besser am Heimatmarkt).

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wallstreetmarc
Posted

die Inhaberstrukturen (Structures) kann man schon auf den Homepages der einzelnen Navios Gesellschaften finden oder googln.

Ganz klar ist aber: Navios Maritime Partners LP ist die solideste Gesellschaft der "Navios Welt". Sehr viele Schiffe und am meisten in NY gehandelt.

Die Navios Maritime Holding und der Tankerbereich unter Navios Maritime Aquisitions stehe finaziell viel schlechter da. Sind demzufolge nochmal spekulativer.

 

Der Merger zwischen Navios Maritime Partners und Navios Maritime Containers dürfte im ersten Halbjahr 2021 abgeschlossen sein. Somit werden die Schiffe ca zur Hälfte aus Containerschiffen und zur anderen Hälfte aus dry bulk carriers bestehen.

Was den Laden nochmal solider machen sollte, da in 2 Märkten tätig (Container und dry bulk).

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wallstreetmarc
Posted

Um die Volatilität bei manchen Schiffsaktien klar zu machen, nehm ich mal den Zeitraum von 2014 bis heute bei NMM (Navios Maritime Partners).

Noch extremer sehen die Kursanstiege bei manchen Schiffsaktien von 2003 bis 2009 aus: mehrere tausend Prozent zum Teil. Aber auch viele Pleiten danach.

NMM stand von ca. 2010 bis 2015 um die 200 bis 300 Dollar. Dann ging es von 300 Dollar auf unter 5 Dollar zurück um jetzt wieder bei 17 Dollar zu stehen (Kurse Revers-Split bereinigt).

Also: höchste Chance. Hohes Risiko.

 

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Danke für die Thread-Erstellung. Vielleicht könntest Du den Eröffnungspost um eine Übersicht zu Branchenvertretern ergänzern? Des Weiteren ist zu unterscheiden zwischen Herstellern und Reedern, jeweils von Container/Transport- sowie von Tourismus/Kreuzfahrt-Schiffen.

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wallstreetmarc
Posted

erledigt; danke!

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wallstreetmarc
Posted · Edited by wallstreetmarc

Da Schiffsaktien von 2003 bis 2008 die Anlegerlieblinge waren, ist es erstaunlich, wie sehr sie aktuell (noch?) im Tiefflug unter den "Mainstreamanleger" Radar fliegen. Was andererseits natürlich auch seine Gründe hat: das ABSOLUTE GEMETZEL von 2009 bis 2015!

Die ersten ca. 400 Prozent Plus sind jedenfalls schon mal gemacht bei vielen Werten. Mal sehen, wann die Aktien wieder mehr in den Blick der besagter "Normalanleger" kommen. Börse widerholt sich eigentlich immer: Gier (bis 2007 ca) und absolute Angst danach.

Jedenfalls sollte sich früher oder später das Fundamentale wieder durchsetzten: NMM könnte wohl für 2021 oder 2022 ca. 10 Dollar pa aus dem auschüttungsfähigen cashflow an distribution ("Dividende") zahlen! Und das bei einem aktuellen Unitpreis von 18 Dollar. (bis 2015 hat NMM lange Zeit immer so um die 6 Dollar pa. ausgeschüttet- Resplitbereinigt..) Und der NAV steht dazu noch bei über 40 Dollar. - Fundamental unglaublich günstig. Hab ich seit 1999, an dem ich an der Börse bin, noch nie gesehen.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Für den Mainstream-Anleger sind Schiffsaktien eher exotisch bzw. taugen lediglich als Beimischung. Und in der Tat werden viele nicht vergessen haben, dass sie sich mit dieser Branche einst die Finger verbrannt haben. Hinzu kommt aber auch, dass diese Branche seit 2008 noch immer nicht wieder in die Puschen gekommen ist. Zuletzt kam noch Corona hinzu.

 

Tourismus-Schiffe sollten früher oder später wieder anziehen. Hier erwarte ich nach Corona einen regelrechten Nachholbedarf. Bei Reedern wie Carnival bleibt jedoch abzuwarten, ob sie überhaupt bis dahin durchhalten (gilt auch für andere Tourismus-Aktien).

 

Industrielle Reeder sollten wieder anziehen, wenn sich die Wirtschaft von Corona erholt hat (erfahrungsgemäß steigen Aktienkurse bereits vorher). Abzuwägen ist in diesem Zusammenhang allerdings, wie nachhaltig die von Trump angestoßene Renationalisierung ist. Trump hat in den USA Druck ausgeübt, dass die Produktion verstärkt ins Heimatland geholt wurde. Und auch in Europa hat Corona aufgezeigt, dass es nicht gerade von Vorteil ist, wenn Medikamente sowie Masken in Asien produziert werden.

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nanunana
Posted

wg. bulker: stelle mal diesen Artikel hier rein, den ich in einem Nachbarforum gerade zu NMM auch geschrieben habe:

Der Baltic Dry Index steigt wieder, nach kurzer Abwärtsbewegung, was aber nur die Capesize-Schiffe betraf. Pana- und Supramaxe laufen aussergewöhnlich gut für diese Jahreszeit und NMM kann von der Entwicklung direkt profitieren, da man 26 Schiffe aktuell indexiert hat

( an die jeweiligen Sub-indizes gebunden): 9 Capesize, 13 Panamaxe und 4 Supramaxe. 44 Bulker beschäftigt man aktuell. Dazu die aktuell sehr guten Containerfrachtraten. Wenn der bulker- und Containerschiffsmarkt noch bis zur Jahresmitte stabil bliebe, könnte NMCI ca. 90 % seiner Containerflotte zu hervorragenden Charterraten für 1-2 Jahre fixieren und man könnte sogar wieder hoffen, die Konzernmutter NM irgendwie ohne Insolvenz zu retten, denn diese ist ja mit 52 bulkern ( Panamaxe und Capesize vorwiegend ) auch operativ in diesem aktuell guten bulker-Markt unterwegs. NMM ist mit Abstand der "billigste" bulk-Titel ( P/NAV bei ca. 0,45; EV/GAV bei 0,75 und hat den besten operating leverage von allen; hat allerdings mit 11 Jahren Durchschnitt die älteste Flotte und halt die "unberechenbare" Angeliki Frangou am Bein. Trotzdem: wenn ich einen Managementabschlag ggü. den peers mache und zum Beispiel mit Genco ( GNK ) vergleiche, dann erscheint mir fast 100 % ( auf P/NAV-Basis ) doch zu hoch. Da ich Genco auch halte und denen ein Kursziel von 13$-15$ zutraue ( die sind m.E. auch deutlich unterbewertet ggü. peers wie Starbulk oder Diana, was an aktuelle exits von bisherigen PE-Grossaktionären liegt ), erhöhe ich mein Kursziel bei NMM auf 26 $ resp. 10 $ bei NMCI und versuche, vorher kein Stück zu verkaufen...

Allgemeine Anmerkung: Schildkröte hat mit seiner Einschätzung m.E. schon recht: Schiffsaktien können hinsichtlich Volatilität locker mit Minenaktien mithalten und die Finger haben sich schon einige daran verbrannt, mich eingeschlossen, insbesondere mit Steuerspar-KG-Modellen. Dennoch meine ich, hier aktuell einen Momentumaufbau zu beobachten, der auch fundamental begründbar ist. Wir haben seit September gerade im bulk-, vor allem aber im Containerbereich eine sehr gute Charterratenentwicklung - die ein gutes Schiffsmanagement gerade nutzt, um z.B. bei Containerschiffen mehrjährige Charterraten auf hohem Niveau zu vereinbaren. Und die liner-Kundenseite steht gerade auch nicht mit dem Rücken zur Wand, sondern verdient am Containertransport hervorragend ( Maersk, Hapag, CMA usw. ). D.h. momentan ist das Gegenparteienausfallrisiko gering. Ueberbauung gibt es zwar ( das hat verlässlich immer noch jeden Aufschwung der Schiffsaktien gekillt ), aber eben nicht in den Grössenklassen Neopanamax und kleiner, sonder nur bei den Megacarriern. Daher wird von den linern gerade eingechartert, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

wallstreetmarc hat recht, die ersten 400 % sind ( in Einzelfällen NMCI, MPC und DAC ) gemacht, weil Mitte 2020 fast jeder den Containerschiffsbereich für tot hielt und auch die bulker-Aussichten mau waren. Dennoch, hier stimmen m.E. aktuell die Fundamentaldaten, viele Aktien haben P/NAV-quotienten unter 1, einige sogar EV/GAV-Quotienten unter 1 - und die Charterraten steigen. Dazu kommt, dass die eine oder andere Adresse "nett" geshortet ist, womöglich ruft dies auch noch irgendwann die Robinhooder auf den Plan...

Auf Sicht des nächsten halben Jahres könnte hier eine sehr gute performance drin sein - aber dann Gewinne mitnehmen nicht vergessen, dies ist alles nur keine buy-and-hold-Anlageklasse.

Wer gerne antizyklisch unterwegs ist, kann sich übrigens jetzt gerade schonmal bei Rohöl- und Produktentankern umschauen.

 

Und nein, mit meinem ersten längeren Artikel hier will ich keine Aktien pushen. Meine nur, mich mit 20 Jahren Investitionshintergrund relativ gut in diesem Segment auszukennen und weise auf aktuelle Chancen, aber auch die Risiken hin.

Meine Allokation in diesem Bereich ( ist bei Aktien mit Abstand gerade das grösste Volumen vor Pharma/Biotech/Medtech): ( ca. ) 20% Container, 25 % Rohöltanker, 20 % LNG-Tanker, 20 % LPG-Tanker, 15 % bulker. Insgesamt 25 verschiedene Aktien. Diese wurde sukzessive in den letzten 5 Jahren aufgebaut, zwischenzeitliche Verkäufe eingerechnet. Insgesamt war ich etwas zu früh daran, liege allerdings seit Ende 2020 im Portfolio im Plus und aktuell macht es richtig Spass...

 

nanu

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shanmu
Posted

Für mich sind Schiffsaktien in erster Linie wegen der vielen guten Dividendenwerte interessant. Schütten ja oft sehr stark aus, sind andererseits oft auf hoch verschuldet. Durch die Entwicklung der Frachtraten bin ich wieder eingestiegen. Aktuell bei Ship Finance. Einem der Klassiker unter den Schiffsdividendenwerten.

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wallstreetmarc
Posted · Edited by wallstreetmarc
Am 16.2.2021 um 10:24 von Schildkröte:

Für den Mainstream-Anleger sind Schiffsaktien eher exotisch bzw. taugen lediglich als Beimischung. Und in der Tat werden viele nicht vergessen haben, dass sie sich mit dieser Branche einst die Finger verbrannt haben. Hinzu kommt aber auch, dass diese Branche seit 2008 noch immer nicht wieder in die Puschen gekommen ist. Zuletzt kam noch Corona hinzu.

 

Stimmt!

Dogcoin, Ehang und Gamestop sind ja so gerade angesagt. Wer will den da deep value?! ;)

Ich denke schon, dass die dry bulker, oil- und product tanker und container so langsam in den Blick kommen. Gestern stieg der Baltic dry index um sagenhafte gut 17 Prozent! Was wahrscheinlich erst der Start einer vll längeren Aufschwungphase sein dürfte.

Das sollte eigentlich keinem Investor entgangen sein.

Das Spiel mit Gier und Angst/Panik ist auch in dieser Branche vorhanden.  Mehr vll sogar noch.

 

Die Chefin von NMM, AF, könnte mit einer saftigen Dividendenerhöhung in 2021/2022 so einiges ändern: mit einem Schlag den Aktienkurs wohl massiv erhöhen, sich selber eine saftige Bescherung machen (347.000 Aktien hat sie selber lt marketscreener.com). Die Holding könnte davon profitieren; die hat ca. 2 Mio Anteile von NMM. Und Investoren für zukünftige Geschäfte könnten positiver gestimmt werden.

1 Dollar / Quartal wäre wohl fundamental gut drin in 2021/2022. Es bleibt spannend!

 

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nanunana
Posted

https://www.freightwaves.com/news/suez-canal-crisis-here-are-the-cargoes-in-the-crossfire

 

Hoffentlich kriegen sie die Ever Given über's Wochenende frei...

 

nanu

 

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hattifnatt
Posted
vor 19 Minuten von nanunana:

https://www.freightwaves.com/news/suez-canal-crisis-here-are-the-cargoes-in-the-crossfire

 

Hoffentlich kriegen sie die Ever Given über's Wochenende frei...

Gibt auch Profiteure:

Zitat

The Ever Given accident is overwhelmingly good news for shipowners that charter vessels to liners: companies such as Danaos (NYSE: DAC), Costamare (NYSE: CMRE), Global Ship Lease (GSL) Navios Partners (NYSE: NMM) and Capital Product Partners (NASDAQ: CPLP).

“Shipowners … who were already in a terrific competitive position are in an even stronger competitive position, at least for the time being,” explained Nolan.

The same goes for box-equipment lessors Textainer (NYSE: TGH), CAI International (NYSE: CAI) and Triton International (NYSE: TRTN).

 

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nanunana
Posted

Gibt auch Profiteure:

Ja natürlich. Gehöre mit NMCI ( bald NMM ) als meine weitaus grösste Portfolioposition auch dazu. CPLP halte ich auch, aber die haben langfristige Charterverträge. Dennoch, die Container- und Bulkerfrachtraten sind auch ohne diese "Hilfe" zur Zeit sehr auskömmlich. Und der zusätzliche Aufwand und Stress, gerade in Coronazeiten muss nicht sein.

Gut, den Tankern ist eine höhere Charter zu gönnen ( das sehe ich dann nicht ganz uneigennützig )...

 

nanu

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Bärenbulle
Posted · Edited by Bärenbulle

Vielleicht ist jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt, da die Harpex-Raten sich wieder dem 2007er Niveau annähern. Aber wenn ich mal so an "Frontline (FRO)" :vintage: zurückdenke - ehemals ein Forenliebling in dem Segment - dann dreht sich mir der Magen herum:

 

Bild1.thumb.jpg.78dd994c1dd9d017dd947dbe51a857c6.jpg

 

Ist auch irgendwie ruhig geworden in dem Fred.:narr:

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Cornwallis
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Hallo,

 

vor 19 Stunden von Bärenbulle:

Vielleicht ist jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt [...]

 

Einstiegszeitpunkt? Für was? Schiffsaktien/-beteiligungen?

 

Um zwei weitere zu zeigen, die hier bisher hier noch nicht erwähnt wurden:

Links: HCI Hammonia; rechts: Ernst Russ AG

 

image.png.7dfad845a6473e75507d38726f3a1045.png

 

Wenn ich mir das so anschaue, weiß ich nicht, ob das für einen Neueinstieg hier nicht auch bereits zu sehr nach Fahnenstange aussieht. Die ganz großen Freundensprünge aufgrund von Bullenmarktfantasien mache ich hier ehrlicherweise beim heutigen Preis nicht.

Die stark gestiegenen Frachtraten haben sich hier meines Erachtes bereits im Aktienkurs niedergeschlagen.

 

Ob es naheliegt, von weiter steigenden Frachtraten auszugehen, ich weiß es nicht, irgendwann müsste das doch auch an anderen Stellen dann 'Spuren' hinterlassen. Ob die Reeder ihre Kähne auch langfristig zu den gegenwärtig hohen Preisen beschäftigt bekommen, ist meines Erachtens nach wenigstens fragwürdig. Ich tendiere dazu, auch hier eher von Entwicklungen in Richtung 'Normalisierung' auszugehen; muss natürlich nicht jetzt sofort sein, sondern es kann mitunter auch noch länger steigenede Frachtpreise geben und jenes die Aktien kurzfristig auch noch weiter anschieben. Um hier strukturiert herauszufinden, wie groß die 'Hebel' sind oder welche Schiffe jeweils für welchen Zeitraum jeweils Beschäftigung haben, bedarf es sehr kleinteiliger Recherche; ich bin hier nicht im Detail informiert.

 

Gruß

 

 

PS: In einer der zwei dargestellten Aktien bin ich investiert. Ich habe sie damals für ca. ein Drittel des heutigen Preises gekauft. Die Position war kürzlich sogar kurz meine größte, mittlerweile ist sie mit ca. einem Achtel der zweitgrößte Klumpen.

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Bärenbulle
Posted · Edited by Bärenbulle
vor 12 Minuten von Cornwallis:

Hallo,

 

 

Einstiegszeitpunkt? Für was? Schiffsaktien/-beteiligungen?

 

Um zwei weitere zu zeigen, die hier bisher hier noch nicht erwähnt wurden:

Links: HCI Hammonia; rechts: Ernst Russ AG

 

image.png.7dfad845a6473e75507d38726f3a1045.png

 

Wenn ich mir das so anschaue, weiß ich nicht, ob das für einen Neueinstieg hier nicht auch bereits zu sehr nach Fahnenstange aussieht. Die ganz großen Freundensprünge aufgrund von Bullenmarktfantasien mache ich hier ehrlicherweise beim heutigen Preis nicht.

Die stark gestiegenen Frachtraten haben sich hier meines Erachtes bereits im Aktienkurs niedergeschlagen.

 

Ob es naheliegt, von weiter steigenden Frachtraten auszugehen, ich weiß es nicht, irgendwann müsste das doch auch an anderen Stellen dann 'Spuren' hinterlassen. Ob die Reeder ihre Kähne auch langfristig zu den gegenwärtig hohen Preisen beschäftigt bekommen, ist meines Erachtens nach wenigstens fragwürdig. Ich tendiere dazu, auch hier eher von Entwicklungen in Richtung 'Normalisierung' auszugehen; muss natürlich nicht jetzt sofort sein, sondern es kann mitunter auch noch länger steigenede Frachtpreise geben und jenes die Aktien kurzfristig auch noch weiter anschieben. Um hier strukturiert herauszufinden, wie groß die 'Hebel' sind oder welche Schiffe jeweils für welchen Zeitraum jeweils Beschäftigung haben, bedarf es sehr kleinteiliger Recherche; ich bin hier nicht im Detail informiert.

 

Gruß

 

 

PS: In einer der zwei dargestellten Aktien bin ich investiert. Ich habe sie damals für ca. ein Drittel des heutigen Preises gekauft. Die Position war kürzlich sogar kurz meine größte, mittlerweile ist sie mit ca. einem Achtel der zweitgrößte Klumpen.

 

Alles eine Frage der Perspektive:

 

Bild1.jpg.9c9f88ed50f41b436c24e10931c83e85.jpg

 

Aber Glückwunsch dazu. Hätte man auch drauf kommen können, aber ich hab mich nicht damit beschäftigt. Wie deep ist der Value denn noch?

 

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Cornwallis
Posted · Edited by Cornwallis
vor 23 Minuten von Bärenbulle:

Aber Glückwunsch dazu. Hätte man auch drauf kommen können, aber ich hab mich nicht damit beschäftigt.

Danke! Ja, wie so häufig, war es natürlich Zufall. Hatte beruflich vor einigen Jahren mit Schiffsmärkten zu tun.

Und ich dachte mir, ja es ist Schiffskrise, jetzt ein paar Schiffe kaufen kann im Sinne der Antizyklik nicht verkehrt sein und habe mir nach kurzer Recherche des Geschäftsberichtes für einen Kauf entschieden (und hatte teilweise auch Buchverluste in Höhe von 25 % und mehr).

Aber ja, 2008 scheinen Schiffe wohl etwas arg überhitzt gewesen zu sein; Stichwort: Steueroptimierung. Es gab dann den Abbau der Überkapazitäten. Wie weit sind wir da, wurde zuviel abgebaut?

Aber Frachtraten zu prognostizieren, ist wie jede Prognose: Trotz bester Modelle und Annahmen bleiben es Modelle und Annahmen. Die aktuellen Aktienkurse scheinen doch recht fair die Entwicklungen nachgebildet zu haben.

Allerdings erscheinen mir die 2008er Preisniveaus als zu optimistische Kursziele.

Interessant ist das Handelsvolumen (real- und weltwirtschaftlich sowieso, meinte aber hier das der Aktien); zieht das an, ziehen auch die Aktienkurse nochmal an. Interesse scheint ja seit 2015 zu steigen.

 

 

Nachtrag:

 

vor 23 Minuten von Bärenbulle:

Wie deep ist der Value denn noch?

Ehrliche Antwort? Keine Ahnung!

Im Endeffekt sind die Frachtraten das A und O. Viele der Gesellschaften kommen ja auch aus Restrukturierungen etc.

Ich bin auch nur aufgrund des starken Preisanstiegs hier in den letzten Monaten wieder etwas aufmerksamer und überlege mir derzeit eher, wie und wann ich meine Position verringern kann.

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Cornwallis
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Ahoi!

 

Ein ganz netter Artikel:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/nach-blockade-durch-ever-given-suez-war-nur-ein-weiteres-problem-17278595.html

 

 

"Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der jährlich bewegten Container um 260 Prozent auf gut 700 Millionen gestiegen. Und doch reicht ihre Zahl nicht, um in Ausnahmesituationen die Handelsströme zu ermöglichen."

 

"Da nur zwei chinesische Firmen Container herstellen, lässt sich der Engpass nicht rasch beheben. Derzeit gibt es etwa 44 Millionen Container, ein Zehntel bauen die Chinesen jährlich neu, aber 2,2 Millionen werden zugleich verschrottet. Mindestens 10 Prozent mehr Container wären wohl nötig, um die Nachfrage am Markt derzeit abzudecken."

 

"Der Spotpreis für den Transport eines Großcontainers von 40 Fuß von Asien nach Europa hat sich von rund 1000 Dollar vor Corona auf mehr als 10.000 Dollar erhöht. Auch die vorgebuchten Preise für Lieferungen über ein Jahr haben sich in Jahresfrist verdreifacht."

 

Nun bin ich aber ob des vermeintlichen Widerspruchs etwas irritiert: Gibt es nun 700 Mio. Container oder 44 Mio.?

Oder bedeutet "jährlich bewegter Container", dass ein Container jährlich ~16 Male "bewegt" wird?

 

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