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Ecofuels

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reko
· bearbeitet von reko
vor 1 Stunde von Holgerli:

Kommentar zu E-Fuels: Der Scheinriese der Energiewende

E-Fuels kommen, bleiben aber eine Randerscheinung

Der Verfasser des Kommentars hat auch nichts verstanden, eFuels werden dort hergestellt wo es extrem billigen Strom im Überfluß gibt. Das ist kaum in Deutschland mit abzuregelnden Strom. Wenn man leeres Land und den 8 fachen Stromertrag (bei Haru Oni) wie mit dem gleichen Windrad in Bayern hat, dann sind 50% Wirkungsgrad immer noch ein gutes Geschäft.

Das sagt dann auch gleich der erste Kommentar auf den Kommentar.

Das ist einer der oben genannten Irrtümer.

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ETFohneFisch
Gerade eben von reko:

eFuels werden dort hergestellt wo es extrem billigen Strom im Überfluß gibt.

Wo ist das denn aktuell der Fall und warum sollte das Land nicht erst mal seine eigene Stromerzeugung komplett auf EE-Strom umstellen, bevor es Deutschland mit billigen E-Fuels versorgt? Zumal dieses Land ja auch Wasserstoff/Ammoniak/Synthese-Methan exportieren könnte anstatt jetzt ausgerechnet E-Fuels.

(Vielleicht als Klarstellung: "E-Fuels" ist für mich Treibstoff, der direkt als 1:1 Ersatz für Benzin, Diesel oder Kerosin genutzt werden kann. Erzeugung anderer Produkte wie Ammoniak usw. ist für mich kein E-Fuel.)

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reko
· bearbeitet von reko

Weil Chile 70 mal mehr Strom erzeugen könnte als es selbst braucht und weil Methanol und Ammoniak eFuels sind.

Chile und anderen Entwicklungsländern fehlt es an Kapital selbst Anlagen für den Eigenbedarf zu bauen. Genau das bekommen sie durch den Verkauf von eFuels. Die Entfernung von Feuerland bis in die Hauptstadt ist so weit, dass auch dort keine Stromübertragung in Frage kommt. Sie werden deshalb selbst eFuels nutzen.

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Holgerli
vor 5 Minuten von reko:

Der Verfasser des Kommentars hat auch nichts verstanden,

Ja, ja. Niemand hat einie Ahnung außer Du. ;)

 

vor 2 Minuten von ETFohneFisch:

Wo ist das denn aktuell der Fall und warum sollte das Land nicht erst mal seine eigene Stromerzeugung komplett auf EE-Strom umstellen, bevor es Deutschland mit billigen E-Fuels versorgt? Zumal dieses Land ja auch Wasserstoff/Ammoniak/Synthese-Methan exportieren könnte anstatt jetzt ausgerechnet E-Fuels.

Das Interessante ist ja, dass im Wasserstoff-Thread Wasserstoff als das Nonplusultra gehypt wird, im Ammoniak-Thread der Ammonik, weil Wasserstoff Nachteile hat und hier im e-Fuels-Thread möchte man nichts von Wasserstoff und Ammoniak hören, weil eFuels gehypt werden.

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ETFohneFisch
· bearbeitet von ETFohneFisch
vor 5 Minuten von reko:

Weil Chile 70 mal mehr Strom erzeugen könnte als es selbst braucht und weil Methanol und Ammoniak eFuels sind.

Ok, dann verwendest du aber zumindest eine andere Definition als die Wikipedia:

Zitat

Als E-Fuel (von englisch electrofuel, auch E-Sprit genannt) werden synthetische Kraftstoffe bezeichnet, die mittels Strom aus Wasser und Kohlenstoffdioxid (CO2) hergestellt werden.

Ammoniak wird dagegen aus Wasserstoff und Ammoniak hergestellt und wird daher in den Medien, die ich so lese, gerade nicht als E-Fuel klassifiziert.

 

vor 2 Minuten von Holgerli:
vor 9 Minuten von ETFohneFisch:

Wo ist das denn aktuell der Fall und warum sollte das Land nicht erst mal seine eigene Stromerzeugung komplett auf EE-Strom umstellen, bevor es Deutschland mit billigen E-Fuels versorgt? Zumal dieses Land ja auch Wasserstoff/Ammoniak/Synthese-Methan exportieren könnte anstatt jetzt ausgerechnet E-Fuels.

Das Interessante ist ja, dass im Wasserstoff-Thread Wasserstoff als das Nonplusultra gehypt wird, im Ammoniak-Thread der Ammonik, weil Wasserstoff Nachteile hat und hier im e-Fuels-Thread möchte man nichts von Wasserstoff und Ammoniak hören, weil eFuels gehypt werden.

Hypes gibt es immer, aber ich fand es interessant, warum @reko so auf E-Fuels abfährt. Wenn er darunter natürlich jegliche chemische Energiespeicherung aus EE subsummiert, ist das natürlich verständlich - hat aber aufgrund der ganz verschiedenen Ansätze wenig Aussagekraft, welcher Weg denn sinnvoll ist.

 

Die gute Nachricht für mich war aber: Wir brauchen ohnehin erst mal genügend EE-Strom in Deutschland, unabhängig von Speichern usw. Das heißt, es muss PV und Wind zugebaut werden und zwar möglichst viel. Parallel gibt wird an Speichermöglichkeiten geforscht und es wird ja auch schon einiges gebaut. Ich finde es ja immer schön, wenn die richtige Richtung absolut klar ist und man sich nur noch über mittelfristige Details unterhält.

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reko
· bearbeitet von reko

Ammoniak wird synthetisch aus Strom gewonnen und als Kraftstoff genutzt - kurz e-Fuel.

Ammoniak wird kaum in Autos genutzt werden, aber in Schiffen.

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ETFohneFisch
· bearbeitet von ETFohneFisch
vor 4 Minuten von reko:

Ammoniak wird synthetisch aus Strom gewonnen und als Kraftstoff genutzt - kurz e-Fuel.

Aus Ammoniak kann man viel mehr machen als Kraftstoff. Insbesondere kann man den Wasserstoff relativ effizient wieder herausholen. Das ist z.B. wichtig, um den aktuellen grauen Wasserstoff für Industrieprozesse zu ersetzen (und da braucht man wirklich Wasserstoff und nichts anderes). Ansonsten ist es auch ein wichtiger Bestandteil für Dünger, man kann also auch die Düngemittelherstellung dadurch CO2-ärmer gestalten.

 

Ansonsten streite ich mich nicht um Definitionen. Wenn für dich Ammoniak ein E-Fuel ist, dann sei es so. Ich habe die Definition der Wikipedia und anderer Fachmedien allerdings anders gelesen.

 

PS: Der Link zum Heise-Auto-Artikel von @Holgerli war vielleicht etwas ungeschickt, weil nur die zweite Seite verlinkt war und die Argumente gegen E-Fuels eigentlich auf der ersten Seite kamen (Volltext). Im ganzen macht es vielleicht mehr Sinn...

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reko
· bearbeitet von reko
vor 5 Minuten von ETFohneFisch:

Aus Ammoniak kann man viel mehr machen als Kraftstoff.

Das gilt auch für Methanol. Ist doch prima. Man nutzt das was am geeignetsten ist für das was man braucht.

Und für alles braucht man Wasserstoff. Alles ergänzt sich perfekt.

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Holgerli
vor 3 Minuten von reko:

Ammoniak wird synthetisch aus Strom gewonnen und als Kraftstoff genutzt - kurz e-Fuel.

Super, dann fahre ich schon ein eFuels Auto. Weil mein Auto fährt mit Strom und Strom wird aus Strom hergestellt und als Kraftstoff genutzt - kurz e-Fuel.. ;)

 

vor 6 Minuten von ETFohneFisch:

Die gute Nachricht für mich war aber: Wir brauchen ohnehin erst mal genügend EE-Strom in Deutschland, unabhängig von Speichern usw. Das heißt, es muss PV und Wind zugebaut werden und zwar möglichst viel. Parallel gibt wird an Speichermöglichkeiten geforscht und es wird ja auch schon einiges gebaut. Ich finde es ja immer schön, wenn die richtige Richtung absolut klar ist und man sich nur noch über mittelfristige Details unterhält.

Ja, da stimme ich Dir zu, der benötigte massive Ausbau der EEs ist sehr begrüßenswert. Aber mit den "mittelfristige Details" machst Du Dich sowohl im Wasserstoff, als auch hier im eFuels-Thread unbeliebt: In diesen Threads wird von einer kurzfristigen und massiven  Substitution von BEVs, Gas, Kohle und noch vielem mehr durch Wasserstoff, Ammoniak und eFuels erzählt. Das wird aber definitiv nicht kommen.

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ETFohneFisch
vor 1 Minute von Holgerli:

Aber mit den "mittelfristige Details" machst Du Dich sowohl im Wasserstoff, als auch hier im eFuels-Thread unbeliebt:

Das stört mich weniger ;). Im "Mainstream" bin ich vielleicht als "Aktienbesitzer" unbeliebt oder wegen meines Schnarchens, oder was auch immer.

 

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Dandy

Es gibt aber nicht nur Autos und Flugzeuge, sondern auch Schiffe, Busse, LKW, Baumaschinen, Heizungen, Industrieöfen etc. Außer Holgerli glaubt halt keiner, dass wir die alle mit batteriegestütztem Strom betreiben werden. 

 

Autos sind nur ein Nischenproblem. Fie sollten, in einer idealen Welt, als Brennstoffzellenhybride ausgeführt sein, die Kurzstrecken über die Batterie aus dem Stromnetz geladen zurücklegen und die Langstrecke über Wasserstoff oder Ethanol aus der Brennstoffzelle. Damit wären sie relativ leicht und im Kurzstreckenbetrieb besonders effizient, bei der Langstrecke dafür aber trotzdem schnell getankt und ohne große Batterien weite Strecken zurück legend.

 

Beim Rest wird man irgendwelche Zwischenformen brauchen. Mal Wasserstoff, mal Ethanol und mal synthetisches Kerosin oder Diesel. Vorhandene Heizungen können mit synthetischem Erdgas und Wasserstoff befeuert werden. 

 

Nur so kann man die vorhandene Infrastruktur weltweit weiternutzen. Ersatzinvestitionen erfolgen dann mit effizienteren Antrieben, bspw Brennstoffzelle bei LKW, Bussen, Schiffen und Baumaschinen. Dafür wird der geringere Preis dieser Brennstoffe (da mit weniger Energie und Aufwand produzierbar) automatisch sorgen. Das ist die mit Abstand schnellste und realistischste Lösung für das Problem. 

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slowandsteady
vor 10 Stunden von Dandy:

Autos sind nur ein Nischenproblem

12% des CO2 in Deutschland nur durch Autos (nicht LKW) sind trotzdem nicht zu vernachlässigen.

vor 10 Stunden von Dandy:

Vorhandene Heizungen können mit synthetischem Erdgas und Wasserstoff befeuert werden. 

Bei Heizungen werden sich Wärmepumpen durchsetzen. Die haben aus Strom einen Wirkungsgrad von >200%, wenn ich erst Gas daraus machen muss um es wieder zu verheizen bin ich bei <20%, also Faktor 10mal so teuer. Es gibt vielleicht ein paar Restanwendungen für Inselanlagen (zB Hütte ohne Stromanschluss), aber für alle am Stromnetz angeschlossenen Häuser ist es besser das Gas im Gaskraftwerk zur Überbrückung von "Dunkelflauten" zu verheizen als in der Brennwerttherme zum Wohnung heizen.

 

Soweit sind wir übrigens gar nicht mehr von der Wirtschaftlichkeit von E-Fuels entfernt, der aktuelle Tankstellenpreis von 2 Euro pro Liter wurde 2018 noch langfristig als möglich angesehen. Aktuell entspricht das Preisniveau von E-Fuels ungefähr 5€/l, d.h. bei besonders reinem Sonderkraftstoff für Zweitakt-Motorsägen könnte man jetzt schon wirtschaftlich auf E-Fuels umsteigen (wenn es denn welche zu kaufen gäbe). Zitat Wikipedia:

Zitat

Die Kosten für E-Fuels sind derzeit noch hoch (bis zu 4,50 € pro Liter Dieseläquivalent). Ein Zielkostenniveau von ca. 1 € pro Liter Dieseläquivalent erscheint mit Importen aus Regionen mit hohem Angebot an Sonne und/oder Wind aus heutiger Perspektive erreichbar.“[40] Der Preis ist wohl ohne Energiesteuer, die derzeit 65,45 ct pro Liter Benzin beträgt, sowie ohne Umsatzsteuer von 19 %. Insgesamt betrüge der Preis also voraussichtlich ca. 2,-- Euro, so die Besteuerung nicht anders ausfällt.

E-Fuels sind aber meiner Meinung auf absehbare Zeit ein Nischenprodukt, sie werden erst rentabel werden, wenn man ständig Stromüberschuss hat. Niemand wird eine E-Fuels-Anlage bauen, die dann nur 50 Tage im Sommer läuft. Aktuell lohnt es sich höchstens mit immensen staatlichen Förderungen. Der Hochlauf wird ähnlich wie bei Photovoltaik erfolgen - anfangs nur mit staatlichen Förderungen oder als Pilotprojekt rentabel, sobald dann die Skaleneffekte immer mehr greifen fallen die Preise und es wird langsam von alleine rentabel. Aber von diesem Zeitpunkt sind wir noch 20 Jahre weg, erstmal müssen wir jetzt weltweit soviel EEG ausbauen, wie nur irgendwie möglich.

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Thunflysch
· bearbeitet von Thunflysch
7 hours ago, slowandsteady said:

Bei Heizungen werden sich Wärmepumpen durchsetzen. Die haben aus Strom einen Wirkungsgrad von >200%, ...

Mir sträuben sich die Haare zu Berge bei solchen Sätzen.

Ein Wirkungsgrad von >= 100% wäre ein Perpetuum Mobile. Dann bräuchte man diese eine Wärmepumpe nur lang genug laufen lassen und sie würde irgendwann automatisch die Energieprobleme der gesamten Menschheit lösen.

 

Ich habe eher das Gefühl dass in dieser Rechnung wichtige Details (Verluste) weggelassen wurden, dass man auf solch dämliche Zahlen kommt. Aber in der heutigen Zeit der "Einfachmacher" wundert mich garnichts mehr.

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reko
· bearbeitet von reko

 

vor 9 Stunden von slowandsteady:

Zitat Wikipedia:

Das ist dann wohl nach deren Definition der Preis für synthetisches Benzin. Akzeptiert man andere Vergaser/Steuergeräte-Einstellungen und bei manchen Modellen andere Dichtungen könnte man M85 (mit 15% e-Benzin) oder mit etwas geänderten Motoren M100 sehr viel billiger tanken (geschätzt die Hälfte). Das ist dann auch der Zielpreis von e-Methanol den ich von anderen Quellen kenne. Man könnte sofort ohne Änderung an den Autos 20 % CO2 neutral tanken (A20 = 15% Methanol+5% Ethanol statt E10), wenn man die Vorschriften ändern würde.

E-Methanol ist das Vorprodukt für e-Benzin in Haru Oni.

 

2022/06 „Großes Potential für E-Methanol als CO2-neutralen, flüssigen Kraftstoff“ .. E-Methanol-Versuchsprojekt von Circle K und Geely startet in der dänischen Hafenstadt Aalborg

2022/06 Geely delivers first methanol-battery hybrid cars in China .. also seeking to sell methanol vehicles in Europe.

 

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Inflation
1 hour ago, Thunflysch said:

Mir sträuben sich die Haare zu Berge bei solchen Sätzen.

Ein Wirkungsgrad von >= 100% wäre ein Perpetuum Mobile. Dann bräuchte man diese eine Wärmepumpe nur lang genug laufen lassen und sie würde irgendwann automatisch die Energieprobleme der gesamten Menschheit lösen.

Ganz klassische Thermodynamik. Die Wärme wird der Umgebung entzogen und ins Haus "gepumpt". Die Wärme kostet nichts, nur die elektrische Energie. Von daher ist der Wirkungsgrad Wärme/Strom durchaus auch mal 4 und kein Hexenwerk und kein Perpetuum mobile. 

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Bill
vor 3 Stunden von Inflation:

Ganz klassische Thermodynamik. Die Wärme wird der Umgebung entzogen und ins Haus "gepumpt". Die Wärme kostet nichts, nur die elektrische Energie. Von daher ist der Wirkungsgrad Wärme/Strom durchaus auch mal 4 und kein Hexenwerk und kein Perpetuum mobile. 

Puh, ich würde sagen, Du sitzt nicht nur verkehrtrum auf dem Pferd, sondern Du hängst sogar nach unten.

 

https://www.wegatech.de/ratgeber/waermepumpe/grundlagen/wirkungsgrad/

 

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reko
· bearbeitet von reko

Wenn man bei einer Wärmepumpe optimale Bedingungen hat (reichlich Grundwasser, Fußbodenheizung), dann kann man eine hohe Jahresarbeitszahl erreichen. Das unterstellt aber, dass Strom das ganze Jahr gleich teuer ist. Leider ist die Wärmepumpe dann effizient, wenn man Strom von der PV im Überfluß hat und abregeln muß und ist dann ineffizient wenn der Strom knapp und teuer ist. Das Energiesystem muß aber für den Worst Case ausgelegt werden. Man bräuchte einen hohen Overbuild an Sonnen- und Windstrom. Berücksichtigt man diese ungenutzte Energie, dann sieht die Wärmepumpe nicht mehr sehr attraktiv aus. Man kommt insbesondere an den kalten Tagen nicht an den Energieimport vorbei. Da es dann in ganz Europa kalt ist wird diese Energie weit tranportiert werden mussen und dafür scheidet Strom aus. Muß man den Strom in Wärmekraftwerken erzeugen, dann muß man deren Energieverlust auch einrechnen. Kraft-Wärme-Kopplung ist dann sehr attraktiv und liefert dann Strom und Wärme, wenn sie besonders gebraucht werden.

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Dandy

Die Wärmepumpe ist ja schön und gut, aber bis wir in Deutschland im großen Stil darauf umgestellt und unser Stromnetz ermächtigt haben, so einen massiven Mehrverbrauch überhaupt auszuhalten, vergehen hier wahrscheinlich schon Jahrzehnte.

 

Bis das dann auch in anderen Ecken der Welt passiert ist, vergehen sicherlich noch um einige mehr. Wenn wir auf solche massiven Infrastrukturänderungen auf der ganzen Welt setzen, dann ist es viel zu spät.

 

Wir brauchen eine Übergangslösung und auf Wasserstoff basierte synthetische Brennstoffe ermöglichen es, eine gigantische vorhandene globale Infrastruktur erstmal weiter zu verwenden und langsam, Schritt für Schritt, auf effizientere Lösungen zu setzen.

 

Das könnte dann auch eine Wärmepumpe als Heizung sein, idealerweise mit Brunnen und evtl ergänzt um wasserstoff- oder ethanolbetriebene Brennstoffzelle, je nach Gegebenheiten vor Ort.

 

Man muss in dem Zusammenhang auch mal verstehen, woran es in weiten Teilen der Welt mangelt. Es mangelt eben oft an freiem Kapital für große Einmalinvestitionen. Das Geld für einen stetigen Konsum (relativ) teurer Brennstoffe scheint ja offenbar vorhanden, denn das ist es ja heute schon mit Öl und Gas. 

 

Wenn wir nun die Vorarbeit leisten um solche Brennstoffe regenerativ zu einem konkurrenzfähigen Preis anbieten zu können, in dem wir (die reichen industriellen Länder) die Anschubinvestitionen leisten und zu Anfang die noch relativ teuren Brennstoffe steuerlich subventioniert abnehmen, dann wird irgendwann von selbst der Punkt erreicht werden, an dem sich fossile Brennstoffe schlicht nicht mehr lohnen. 

 

Der große Vorteil an regenerativen Energiequellen ist ja gerade, dass sie regenerativ sind. Nach den hohen Einmalinvestitionen wird es dann immer günstiger, sie zu nutzen, weil die Anlagen irgendwann abgeschrieben sind und lediglich erhalten werden müssen. Die Technologie wird dabei auch immer günstiger, je besser sie verstanden, etabliert und rationalisiert wurde.

 

Der Schlüssel zu alldem ist aber die Nutzung der besonders ergiebigen regenerativen Energiequellen dieser Welt. Wenn alleine Patagonien das eigene Land mit dem 70 fachen des eigenen Energieverbrauchs durch Windenergie versorgen könnte, dann ist jeder klägliche Versuch hierzulande zum Scheitern verurteilt. Die Solarenergie der Sahara alleine könnte vermutlich die ganze Welt schon problemlos mit Energie versorgen. Es ist utopisch und naiv zu meinen, diese Quellen nicht nutzen zu müssen, um uns von fossiler Energie unabhängig zu machen.

 

Disclaimer: Außer das mit der Kernfusion wird doch noch rechtzeitig was.

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Inflation
10 hours ago, Bill said:

Puh, ich würde sagen, Du sitzt nicht nur verkehrtrum auf dem Pferd, sondern Du hängst sogar nach unten.

 

https://www.wegatech.de/ratgeber/waermepumpe/grundlagen/wirkungsgrad/

 

Aha und wo ist jetzt dieser angeblich gravierende Fehler?

Ziemlich exakt der Text nur etwas kürzer.

"Der Großteil der Energie stammt hierbei aus der Umwelt. Luftwärmepumpen etwa entziehen der Umgebungsluft Wärme. Die restliche Leistung ist Strom, den die Wärmepumpe benötigt, um der Umwelt überhaupt Wärme entziehen zu können. Moderne Wärmepumpe können aus einer Einheit Strom 4 Einheiten Wärme erzeugen."

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reko
· bearbeitet von reko
vor 12 Minuten von Inflation:

Aha und wo ist jetzt dieser angeblich gravierende Fehler?

Beim Wirkungsgrad (im physikalischen Sinn) müssen alle Energieströme berücksichtigt werden auch die, die vermeintlich umsonst aus der Umgebung kommen.

Also: zum Heizen genutze Wärme zu (elektrischer Energie + der Umgebung entzogene Energie).

Was du meinst ist die Arbeitszahl. Auch Effizienz ist je nach Kontext anders definiert.

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vanity

Das ist halt ein bisschen Besserwissertum, weil das, was du als Wirkungsgrad bezeichnest, anders definiert wird. Das was du meinst, wird als Jahresarbeitszahl bezeichnet.

 

So oft, wie hier physikalische Größen und deren Einheiten (kW/h :vintage:) verwechselt werden, ist das aber eine eher lässliche Sünde.

 

Der Auslöser der Fragestellung hängt aber nicht mal unter dem Pferd, sonst wird hinter diesem hergeschleift. Da können wir nur hoffen, dass es bereits tot ist.

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Bill

Naja, Besserwissertum hin oder her, aber man schafft auch mit der heiligen Wärmepumpe keine Energievermehrung, nicht mal, wenn man einer verblendeten Ideologie aufgesessen ist.

Der Fachkräftemangel ist halt überall angekommen.

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Inflation

Ich schrieb ja Wirkungsgrad Strom/Wärme. Natürlich war das in der kurzen Abfassung eher falsch. Unter Verwendung des Wortes Effizienz sollte es aber passen, die kann man so definieren, wie man sie benötigt. 

Beim Thema Wirkungsgrad kann man unendlich diskutieren, der Strom kommt ja schließlich auch nicht direkt aus der Steckdose. 

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YingYang
Am 27.8.2022 um 23:31 von Bill:

Naja, Besserwissertum hin oder her, aber man schafft auch mit der heiligen Wärmepumpe keine Energievermehrung, nicht mal, wenn man einer verblendeten Ideologie aufgesessen ist.

Der Fachkräftemangel ist halt überall angekommen.

Aber man schafft es die vorhandene Energie besser zu nutzen. Aber manche haben daran kein Interesse weil ihre verblendete Ideologie sagt, Gas kommt aus der Öeitung und Strom vom AKW. Und besser gehts nicht.

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reko
· bearbeitet von reko

Als Dieselersatz alternativ zu Fischer Tropsch Kraftstoffen: OME (Oxymethylenether)

Lt. Wikipedia: Die Produktionskosten für die Herstellung von OME sind vergleichbar mit der von Dieselkraftstoff (vermutlich grau vs grau, grün vs grün). OME kann auch herkömmlichen Diesel beigemischt werden. Es werden Oligomere OME3–5 genutzt.

Hauptvorteil ist eine rußfreie Verbrennung.

@3:00 Besser als E-Autos? Klimafreundlicher Kraftstoff für Verbrenner | Gut zu wissen | BR

 

Potential of the Synthetic Fuel Oxymethylene Ether (OME) for the Usage in a Single-Cylinder Non-Road Diesel Engine: Thermodynamics and Emissions, energies 2022/10

Zitat

In addition to CO2 neutrality, OME also offers improved combustion characteristics compared to diesel fuel, eliminating the soot–NOx trade-off and thus enabling new opportunities in engine design and calibration. In this paper, the combustion of pure OME on a close-to-production, single-cylinder non-road diesel engine with a pump–line–nozzle injection system is analyzed.

 

Video 2022/10/12: MiE 2022 Live: Grüne Mobilität zwischen Anspruch und Realität, Podiumsdiskussion mit Joe Kaeser, Aufsichtsratsvorsitzender Siemens Energy AG, Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender Lufthansa AG, Markus Duesmann, Vorstandsvorsitzender AUDI AG.

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