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rupran

Geplantes Verbot von "Payment for Order Flow"

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Geldhaber

Wenn man effektiv keine Handelsgebühren zahlt, warum sollten denn welche steuerlich berücksichtigt werden, @Sapine

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Sapine

In Summe zweifellos richtig, aber man könnte auch den Gewinn besteuern und die Verluste vergessen. Wollte einfach nur sicher gehen. Merci fürs Nachschauen

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Geldhaber
vor 3 Stunden von Barqu:

Zusammengefasst wird indirekt zugegeben, dass es für die Kunden nun ohne PFOF besser ist

Aber warum besser für die Kunden?

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chirlu

Ich finde, dass Hecker in dem Interview viel schwafelt, aber wenig Konkretes sagt.

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Belgien
vor einer Stunde von chirlu:

Ich finde, dass Hecker in dem Interview viel schwafelt, aber wenig Konkretes sagt.

Ist das nicht immer so in Interviews mit CEOs, in denen der Fragesteller nicht intensiv nachfasst? 

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Barqu
· bearbeitet von Barqu
14 hours ago, Geldhaber said:

Aber warum besser für die Kunden?

Weil vorher wohl doch nicht ganz klar war, ob die Kunden den besten / einen fairen Kurs bekamen, aber nun sei das so und außerdem bleiben die Preise lt Meinung des CEO gleich. Also bessere Leistung fuer den gleichen Preis. 

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dimido

Aus dem Interview:
Für mich klingt das so, also ob man bei der Bestpreis-Order quasi "außerbörslich" mit TR und nicht direkt auf einer der vielen Börsen handelt. Die Frage ist, was ist mit "kurzfristig" gemeint.

Zitat

Aufgrund unserer Größe können wir aber die Orders unserer Kunden bündeln, kurzfristig auf das eigene Buch nehmen und so die Handelsplatzkosten maximal senken. Dann geht es endlich nur noch um die Kursqualität. Das machen wir übrigens schon seit fast vier Jahren mit der Technologie für den Bruchteilhandel. Aus dieser Infrastruktur ist in den vergangenen drei Jahren der Bestpreisalgorithmus entstanden. Es geht also um eigene Technologie und die Einkaufsmacht aufgrund unserer Größe. Heraus kommt ein besseres Angebot für unsere Kunden. Heraus kommt ein besseres Angebot zu gleichen Kosten für unsere Kunden.

 

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Maikel
vor 56 Minuten von dimido:

Für mich klingt das so, also ob man bei der Bestpreis-Order quasi "außerbörslich" mit TR und nicht direkt auf einer der vielen Börsen handelt. Die Frage ist, was ist mit "kurzfristig" gemeint.

Ja, aber für die Kunden zu dem vorher ermittelten Bestpreis der betrachteten Börsen.

Wenn das so funktioniert, kann es uns ziemlich egal sein, wann und mit wem TR letzlich handelt.

Es ist wohl auch möglich, daß TR Kauf- und Verkauforders auf die gleiche Aktie intern ausgleicht.

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dimido
· bearbeitet von dimido

Ah, habe da leider was vermischt...
Auf der eine Seite gibt es die Bestpreis-Order, die immer außerbörslich mit TR gemacht wird.

 

Aber darüberhinaus den neuen Order-Typ: Direktpreisorder.
Beeindruckend wie sie diese Preise anbieten können.

Zitat

Erstmals können Kunden direkt in der Trade-Republic-App eine dedizierte der 25 angeschlossenen Börsen für den Handel aussuchen – egal ob für Markt-, Limit- oder Stop-Order. Und alles das für eine fixe Gebühr von einem Euro extra pro Order. Unabhängig von der Ordergröße. Es gibt keine zusätzlichen Kosten. So können unsere Kunden nun unmittelbar aus der Trade-Republic-App eine Limit-Order in das Orderbuch der Nasdaq stellen – für zwei Euro. 

 

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Holgerli

Finanz-Szene hat sich in ihrem wöchentlichen Podcast mit TR und dem Pfof-Verbot beschäftigt. 

Das Fazit könnte sein, dass sich die etablierten Banken mit dem Verbot selber ins Bein geschossen haben bzw. ihnen ins Bein geschossen wurde. 

Wenn man jetzt an 30 Börsenplätzen für Euro handeln kann und Xetra 2 Euro kostet und damit dann die "zu hoher Spread"-Behauptung nicht mehr zieht und TR den Support dazu noch massiv ausgebaut hat, dann wird es immer schwieriger für die CoDis,  INGs und Co's dieser Welt werden.

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west263
vor 2 Minuten von Holgerli:

Das Fazit könnte sein, dass sich die etablierten Banken mit dem Verbot selber ins Bein geschossen haben bzw. ihnen ins Bein geschossen wurde. 

wenn mich nicht alles täuscht, kam der Anstoß in Richtung EU und PFOF aus Italien und Frankreich.

 

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Belgien

Das Lobbying in der EU zur Einführung des PFOF-Verbots wurde von den großen europäischen Börsenplätzen betrieben. Nicht nur die Euronext (F) und die Borsa Italiana, auch die Deutsche Börse war an vorderster Front aktiv. Dass Holgerli hier stets die Mär von den bösen Banken, die sich dadurch  ihrer Neobroker-Konkurrenz entledigen wollten, verbreitet, das wissen wir doch mittlerweile alle. Beharrlich ignoriert er die Realität und verbreitet seine Thesen zum PFOF-Verbot bei jeder sich bietenden Gelegenheit im WPF. Heute im Zeitalter alternativer Fakten ist ein solches Vorgehen doch allgemeine Praxis: Man muss Behauptungen unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt nur oft genug wiederholen, dann glauben es manche.

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Crazyalex

Mal unabhängig davon wer jetzt Auslöser davon war: Viel interessanter und wichtiger ist es in meinen Augen, dass es Unternehmen gibt, welche daraus was machen und im Kundeninteresse (und selbstverständlich auch im eigenen Interesse) daraus konstruktiv was machen während andere Unternehmen weiterhin glauben einfach vom guten Ruf in der Vergangenheit leben zu können...

 

Als Kunde sollte man jedenfalls die notwendige Flexibilität an den Tag legen und stets die Augen offen halten wo es gute Angebote gibt: Das beflügelt den Markt und führt zu innovativen Ideen.

 

Gruß Crazyalex

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Holgerli

Egal wer es jetzt war: durch die Ausweitung auf Xetra für 2 Euro bei TR kommen die etablierten Banken unter Druck. Durch die Einrichtung von eigenen Börsenplätzen bei TR und SC kommen die etablierten Börsenplätze unter Druck.

Im Endeffekt ist das Verbot komplett nach hinten losgegangen.

Finanz-Szene meinte zwar noch, dass man die Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn bei TR frühestens in einem oder zwei Jahren sieht. Bis dahin hat das Verbot aber überwiegend/komplett nur positive Aspekte für den Kunden. 

Die beiden Platzhirsche in Deutschland haben gezeigt, dass wenn man will auch ein Verbot verbraucherfreundlich umsetzen kann.

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dw_
Am 3.7.2026 um 07:57 von dimido:

Aus dem Interview:
Für mich klingt das so, also ob man bei der Bestpreis-Order quasi "außerbörslich" mit TR und nicht direkt auf einer der vielen Börsen handelt. Die Frage ist, was ist mit "kurzfristig" gemeint.

Ich spinne mir das so zusammen: TR weiß was die Kunden handeln, und beschafft sich die Wertpapiere entsprechend selbst an der Börse. Dann können die Wertpapiere ohne Börsenkosten an die Kunden weiterverkauft werden. Das sollte unterm Strich tatsächlich Geld sparen.

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hattifnatt
vor 19 Minuten von Holgerli:

Dazu heute bei Finanz-Szene (leider wirklich zu 99,9% hinter der Paywall, sodass nur die Überschrift bleibt: Nach Trade-Republic-Rückzug – der Handel an der LS Exchange kollabiert

Was die KI daraus schließen kann:

https://gemini.google.com/share/5ed21b2f2f35?skid=afe6bbc2-2f6e-4833-ba65-9d767c0fb462

Zitat

Da der Originalartikel hinter einer Bezahlschranke liegt, lässt sich der Inhalt anhand der aktuellen Branchenmeldungen und der Marktreaktion wie folgt zusammenfassen:

 

Der Hintergrund: Der Neobroker Trade Republic hat Anfang Juli 2026 sein Ordersystem grundlegend umgestellt. Statt Kundenaufträge wie bisher fast exklusiv an die LS Exchange (den Handelsplatz von Lang & Schwarz) zu leiten, setzt das Unternehmen nun auf ein automatisiertes System („Best Execution“), das Aufträge an den jeweils besten verfügbaren Handelsplatz weiterleitet.

 

Der Grund: Hintergrund dieses Strategiewechsels ist das bevorstehende, EU-weite Verbot von Rückvergütungen für Kundenorders (Payment for Order Flow, kurz PFOF).

 

Die Folgen für Lang & Schwarz: Durch den Rückzug bzw. die Systemumstellung von Trade Republic ist das Handelsvolumen an der LS Exchange drastisch eingebrochen („kollabiert“). Da Trade Republic der mit Abstand wichtigste Partner war, musste Lang & Schwarz umgehend seine Gewinnprognose für das Jahr 2026 nach unten korrigieren.

 

Die Marktreaktion: Die Nachricht löste einen massiven Schock an der Börse aus. Die Aktie von Lang & Schwarz stürzte innerhalb weniger Tage um über 26 Prozent ab, da Anleger einen dauerhaften und drastischen Einbruch der Erträge aus der Handelstätigkeit befürchten.

 

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krett

Das Ordervolumen ist um 93% eingebrochen steht in dem Artikel. Das ist... mehr als ordentlich. 

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W.Heisenberg
vor 5 Minuten von krett:

Das Ordervolumen ist um 93% eingebrochen steht in dem Artikel. Das ist... mehr als ordentlich. 

Dann stellt wohl bei Best Execution TR die Orders selbst, denn so viele deutsche Handelsplätze gibt es dort nicht, und ausländische Handelspätze sind wahrscheinlch ein wenig teuerer.

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krett
vor 2 Minuten von W.Heisenberg:

Dann stellt wohl bei Best Execution TR die Orders selbst, denn so viele deutsche Handelsplätze gibt es dort nicht, und ausländische Handelspätze sind wahrscheinlch ein wenig teuerer.

Gut möglich. Würde heißen TR streicht sich den kompletten Spread selbst ein, bietet aber gleichzeitig immer einen minimal besseren Kurs, als es ihn an einer beliebigen Börse geben würde (und belegt das ganze noch mit einem Screenshot). Nur für das liefern der Echtzeitkurse muss man vermutlich etwas Geld an die verschiedenen Börsen abdrücken.

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Norica
· bearbeitet von Norica
Am 3.7.2026 um 11:21 von Holgerli:

Das Fazit könnte sein, dass sich die etablierten Banken mit dem Verbot selber ins Bein geschossen haben bzw. ihnen ins Bein geschossen wurde.

Du weißt aber schon, dass der Schuss deshalb ins Bein gegangen ist, weil sie den Schuss vor vielen, vielen Jahren nicht gehört haben?

Das hat mit PFOF überhaupt nichts zu tun. Im Gegenteil, habe die "Altbanken" doch schon vor PFOF alles daran gesetzt, den Wettbewerb zu stören. 

 

Die derzeitigen Angebote der innovativeren Broker gehen in die richtige Richtung und vielleicht kommen wir durch die derzeitige Konkurrenzsituation ja doch noch dort an, wo wir hinkommen könnten.

 

 

SG

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W.Heisenberg
vor 33 Minuten von krett:

bietet aber gleichzeitig immer einen minimal besseren Kurs,

gleichen Kurs, verglichen mit dem Kurs wo gerade der beste ist.

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Holgerli
vor 17 Minuten von Norica:

Das hat mit PFOF überhaupt nichts zu tun. Im Gegenteil, habe die "Altbanken" doch schon vor PFOF alles daran gesetzt, den Wettbewerb zu stören. 

Ich weiß nicht ob es dir einfach ist. Grundsätzlich gebe ich dir da tatsächlich Recht aber ich glaube, dass was bei SC und vor allem bei TR im Vorfeld des Verbots abging so nicht passiert wäre, wenn das Verbot nicht so existenzbedrohend für die Neos umgesetzt worden wäre, dass diese zwangsläufig kreative Lösungen finden mussten. Und dass die auf solche Lösungen als eigener Market Maker usw. kommen  hatte wohl niemand der Lobbyisten auf dem Schirm.

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