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Tschek

Ab welcher Haltedauer Optimierung Kapitalertragssteuer sinnvoll?

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Tschek
Posted

Hallo,

 

ich habe dieses Jahr ca. 200 EUR Kapitalertragssteuer gezahlt. Nicht viel, aber trotzdem mal ne Frage dazu.

Ab welcher Haltedauer macht denn eine Optimierung mit Realisierung von Verlusten Sinn?

 

z.B. Verkauf einer Verlustposition und Realisierung von 600 EUR Verlust und sofortiger Wiedereinstieg.

 

Gebühren inkl. Spread würden dafür ca. 25 EUR anfallen.

 

Macht die steuerliche Optimierung bei diesen Kleinbeträgen überhaupt Sinn? Wie haltet Ihr das?

 

 

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odensee
Posted

Ich schätze ab, wieviel Zeit mich eine solche Aktion kostet und was netto (nach Kosten…) dabei rumkommt. Dann rechne ich mir den Stundensatz aus und entscheide danach.

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Allesverwerter
Posted

Am Jahresende sind die 200 Euro weg.

Bei Optimierung ist der Verlust(vortrag) weg, aber wer weiss, was die Zukunft bringt und vielleicht entstehen erstmal keine Gewinne mehr.

 

Länger als 30 min wird es nicht brauchen, ich würde die 175 Euro mitnehmen.

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Sapine
Posted

Schau was dieses Jahr noch reinkommt an zu versteuernden Beträgen um den korrekten Betrag an Gewinnen abzuschätzen. Wenn Du Verluste in passender Höhe realisierst, kannst Du die Steuern auf diesen Betrag sparen.

 

Wenn die Verluste aus Aktienfonds stammen musst Du noch die Teilfreistellung berücksichtigen. 200 abzüglich 30% sind 140 Euro zu versteuernde Einkünfte. Davon kannst Du 26% an Steuern sparen. Bei Transaktionskosten von knapp 30 Euro bleibt da wenig übrig. 

 

Vermutlich hast Du aber niedrigere Transaktionskosten weil Dir 200 Euro Verlust reichen würden (Achtung Teilfreistellung berücksichtigen sofern vorhanden)

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monstermania
Posted
vor 52 Minuten von Tschek:

Macht die steuerliche Optimierung bei diesen Kleinbeträgen überhaupt Sinn? Wie haltet Ihr das?

Ich versuche meinem jährlichen Freibetrag möglichst optimal auszunutzen. Sind zwar aktuell nur rund 200€ p.a., die sich damit Gewinnen lassen. Aber wenn man versucht 0,99€ p.M. für eine Girokarte seiner Bank zu vermeiden, sollte man auch seinen Freibetrag optimal ausnutzen.

Jusmy2Cent

 

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slowandsteady
Posted · Edited by slowandsteady
vor einer Stunde von Tschek:

z.B. Verkauf einer Verlustposition und Realisierung von 600 EUR Verlust und sofortiger Wiedereinstieg.

 

Gebühren inkl. Spread würden dafür ca. 25 EUR anfallen.

Da Kauf und Verkauf mit 2 Order vllt. 15min dauern, würde ich in dem Fall die 200-25€ mitnehmen. Ich kontrolliere das immer kurz zwischen Weihnachten und Neujahr, dank der comdirect Steuersimulation ist es auch recht einfach die nötige Menge rauszufinden.

vor 13 Minuten von monstermania:

Aber wenn man versucht 0,99€ p.M. für eine Girokarte seiner Bank zu vermeiden

Das hingegen würde ich vermutlich nicht machen, weil ein Bankwechsel viel mehr Zeitaufwand wäre (überall ändern + neuen Anbieter suchen).

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Tschek
Posted

Alles klar, dann werde ich das heut mal in Angriff nehmen. Wer weiß, ob Ende Dezember noch Verluste da sind :-).

Meine Überlegung war, dass ich die Steuerlast ja nur aufschiebe. Kann jetzt die 175 EUR in der Tasche haben oder müsste dann 200 EUR bei Auflösung weniger Steuern zahlen.

 

Da der Freibetrag schon ausgeschöpft ist, habe ich keinen "Gewinn", sondern eben nur die Verschiebung. Bei einer (geplanten) langen Haltedauer zahlt es sich dann aus.

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Glory_Days
Posted · Edited by Glory_Days

Wie du richtig erkannt hast, handelt es sich bei dem geplanten Vorgehen um reine Steuerstundung. Allerdings kann die durch Stundung eingesparte Steuerzahlung in der Zwischenzeit weiter Gewinne für dich erwirtschaften - was bei einer Steuerzahlung zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr möglich wäre. Es geht also einzig und alleine um höhere Opportunitätskosten, die du hast, wenn du die Steuerzahlung bereits heute leisten würdest. Die mit der Steuerstundung einhergehenden Kosten müssen daher mit den zukünftigen Kapitalgewinnen verglichen werden, die die eingesparte Steuerzahlung erwirtschaften kann.

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