reko 24. September · bearbeitet 25. September von reko Nach Belgien, Schweden und Japan hat ein weiteres Land - Italien - den Atomausstieg revidiert. 2026/09/24 Italien macht den Weg für die Rückkehr zur Atomkraft frei Zitat Knapp vier Jahrzehnte nach dem Ausstieg kehrt die Atomkraft in Italien auf die politische Agenda zurück: Der Senat in Rom hat am Mittwoch, dem 23. September 2026, dem Gesetz zur nachhaltigen Kernenergie endgültig zugestimmt – mit 81 Ja-Stimmen, 51 Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen. 2026/09/23 Hier beginnt die Atomkraft-Aufholjagd des Westens (FAZ, Paywall) Zitat Neue Mini-Reaktoren sollen der Kernenergie zum Comeback verhelfen. Bislang gibt es sie nur in China und Russland. Doch auch in der westlichen Welt wird jetzt die erste Anlage gebaut. Auch kleine Atomkraftwerke sind ziemlich groß: Die Baugrube östlich von Toronto ist gut 35 Meter tief und hat in etwa den gleichen Durchmesser. In das riesige Loch in der Erde würde locker ein zehnstöckiges Hochhaus passen. 2026/09/14 Wie Belgien den Atomausstieg rückgängig macht (Handelsblatt, Paywall) Zitat Belgien gehörte zu den ersten Ländern weltweit, die einen Atomausstieg beschlossen. Nun werden Reaktoren verstaatlicht und reaktiviert. Das weckt in Deutschland Interesse. Brüssel. Fast wäre es zu spät gewesen. Im belgischen Atomkraftwerk Tihange 1, rund 70 Kilometer von Aachen entfernt, stand der Betreiber Engie vor dem nächsten Schritt des Rückbaus. Das Kernkraftwerk war im Oktober 2025 vom Netz genommen worden. Bereits wenige Wochen später wollte der Betreiber in dem stillgelegten Reaktor die sogenannten „Fingerhutrohre“ zersägen. Dann jedoch griff Mathieu Bihet ein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 25. September Die Endlagerung kann, auf den erzeugten Strom umgelegt, weniger als 0,1 ct/kWh kosten. 2026/09/25 Burying Nuclear Waste Underground is “Safe & Cost-Effective” .. Deep Isolation finished a three-year study funded by the U.S. Department of Energy. .. Every setup tested cost less than the project target of 0.1 cents per kilowatt-hour. Long-term safety estimates were also positive. Projected radiation doses stayed far below the standard 10 millirem-per-year limit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 9. Oktober · bearbeitet 9. Oktober von reko Deutschland ist zumindest außerhalb seiner Grenzen nicht mehr gegen Kerrnenergie. Innerhalb der Grenzen wäre bis zur letzten Abbruchgenehmigung von Isar 2 am 7. Oktober 2026 noch eine Reaktivierung möglich gewesen. Es gibt zwar eine Pro-Kernenergie-Mehrheit in der Bevölkerung aber keine politische Mehrheit ohne AfD. 2026/06/29 Neuer Bericht zeigt: Deutsche Kernkraftwerke können wirtschaftlich und zeitnah reaktiviert werden 2026/10/07 Rückbau des Atomkraftwerks Isar 2 komplett genehmigt In der Schweiz gibt es im Feb 2027 eine Volksabstimmung 2026/09/20 Das Volk wird in der Atomfrage entscheiden Umfragen 2026 Schweiz: 59 Prozent für den Bau neuer Kernkraftwerke Schweden: 56 Prozent für den Bau neuer Kernkraftwerke USA: 77% für Kernenergie Deutschland: Civey-Umfrage im März 2026 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 18. Oktober · bearbeitet 18. Oktober von Holgerli Das russische Atomkraft-Imperium bekommt Risse. Mehrere Neubauten von AKWs stecken im "Sanktions-Fleischwolf". Das ungarische Paks 2-AKW, ein Projekt aus der Zeit wo Demokratie in Ungarn nebensächlich war, steht auf der Kippe. Dass, wie in der Türkei, statt Technik von Siemens Technik aus China genehmigt wird, ist schwer vorstellbar. Auch den russischen AKW-Neubauten in der Türkei könnte es besser gehen. Selbst ehemalige Verbündete, wie Kasachstan, sind vorsichtig geworden. So ist das halt: AKWs und besonders deren Neubauten funktionieren am Besten mit/in Diktaturen oder zumindest grenzwertigen Demokratien. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha 18. Oktober Am 20.6.2026 um 18:50 von Rotenstein: Ob und wann dann tatsächlich gebaut werden wird, ist noch unklar. Es wäre dringend notwendig, die Energieversorgung der Schweiz zu stärken und die Abhängigkeit vom Ausland zu verringern, bevorzugt natürlich über eine saubere und nachhaltige Energieform wie die Kernkraft. Ihr wart mal so stolz darauf, im 2. Weltkrieg nicht erobert worden zu sein. Das Milizsystem, die hohen Verteidigungsausgaben, die unzähligen Bunker... Welchen Nutzen hat das, wenn die Russen ein AKW nach dem anderen mit einer bunkerbrechende Hyperschallrakete knacken. Dazu genügt ein konventioneller Sprengkopf. Spätestens nach dem 3. qualmenden Reaktor kapituliert ihr, dann ansonsten bleibt von dem kleinen Land nichts mehr übrig ala radioaktive Ödnis. Alleine schon militärstrategisch sind AKW im eigenen Land der pure Wahnsinn. Wir leben in Zeiten, wo Trump Dänemark damit droht, Grönland militärisch zu erobern und das vollkommen ernst meint. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 18. Oktober vor 10 Minuten von Holgerli: So ist das halt: AKWs und besonders deren Neubauten funktionieren am Besten mit/in Diktaturen oder zumindest grenzwertigen Demokratien. Die deutschen AKWs haben doch gut funktioniert. Sehe den Zusammenhang nicht. Im Gegenteil habe ich persönlich mehr Vertrauen in die demokratischen Ingenieure, als diejenigen die Angst haben müssen technisch zu widersprechen. Z.B. schon das Design von Chernobyl war nicht überzeugend im Vergleich zu den deutschen AKWs. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha 18. Oktober vor 15 Minuten von Holgerli: Das russische Atomkraft-Imperium bekommt Risse. Mehrere Neubauten von AKWs stecken im "Sanktions-Fleischwolf". Das ungarische Paks 2-AKW, ein Projekt aus der Zeit wo Demokratie in Ungarn nebensächlich war, steht auf der Kippe. Dass, wie in der Türkei, statt Technik von Siemens Technik aus China genehmigt wird, ist schwer vorstellbar. Auch den russischen AKW-Neubauten in der Türkei könnte es besser gehen. Selbst ehemalige Verbündete, wie Kasachstan, sind vorsichtig geworden. So ist das halt: AKWs und besonders deren Neubauten funktionieren am Besten mit/in Diktaturen oder zumindest grenzwertigen Demokratien. Sich von den Russen oder Chinesen ein AKW hinbauen zu lasse ist nochmal ganz besonders speziell. Mir gefallen schon die chinesischen Solar-Wechselrichter nicht, aber ein backdoor in einem fucking made in China Reaktor mitten im Land? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha 18. Oktober vor 1 Minute von oktavian: Die deutschen AKWs haben doch gut funktioniert. Sehe den Zusammenhang nicht. Im Gegenteil habe ich persönlich mehr Vertrauen in die demokratischen Ingenieure, als diejenigen die Angst haben müssen technisch zu widersprechen. Z.B. schon das Design von Chernobyl war nicht überzeugend im Vergleich zu den deutschen AKWs. Das Vertrauen in deutsche AKW Technik ist nicht verdient. Dass es hierzulande zu keinem sGAU gekommen ist war eher Glück und Zufall als Können. Es gab mehrere bekannte Ereignisse, wo man nur den Kopf schütteln kann. Man denke z.B. an den Kugelhaufenreaktor in Hamm-Uentrop. Denen kam der Unfall in Tschernobyl damals gerade perfekt gelegen, um vermeintlich unbemerkt den eigenen radioaktiven Dreck des nicht funktionierenden Reaktors abblasen zu können. Die Reaktoren in Biblis hatten z.B. keine echte 4-fache Redundanz bei den Notstromgeneratoren. Ein einziger Fehler konnte 2 davon gleichzeitig lahm legen und wenn ein weitere in Wartung wäre (was nun mal öfter vorkommt) hätte der letzte nicht ausgereicht, da ein einzelner Generator in den Biblisreaktoren nur 50% des Bedarfs decken konnte. Das waren "die sichersten AKW der Welt", laut Meinung der deutschen Öffentlichkeit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 18. Oktober vor 13 Minuten von Cepha: Das waren "die sichersten AKW der Welt", laut Meinung der deutschen Öffentlichkeit. Das sagt doch keiner. Wenn du 100% Sicherheit willst, darfst auch nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Man muss immer Kosten abwägen. Zumindest kommen Probleme in Demokratien mit höherer Wahrscheinlichkeit raus z.B. durch Pressefreiheit und dann kann man Dinge verbessern. Mit dem Wissen kann man bessere AKWs bauen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha 18. Oktober · bearbeitet 18. Oktober von Cepha vor 36 Minuten von oktavian: Das sagt doch keiner. Wenn du 100% Sicherheit willst, darfst auch nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Man muss immer Kosten abwägen. Zumindest kommen Probleme in Demokratien mit höherer Wahrscheinlichkeit raus z.B. durch Pressefreiheit und dann kann man Dinge verbessern. Mit dem Wissen kann man bessere AKWs bauen. Straßenverkehr hat einen Nutzen. AKW haben keinen, außer Material für Atombomben zu produzieren. Wieso zum Teufel soll ich dafür das Risko eingehen, ein Land zu ruinieren. Ein Land, das AKW betreibt sollte folgende Voraussetzungen mitbringen: 1. Es muss Willens sein, ggf auf mehrere hundert km² Land zu verzichten und für Jahrhunderte als radioaktive Wüstung abzuschreiben. 2. Es muss Willens und dazu in der Lage sein, Einsatzkräfte auch gegen deren Willen in eine Selbstmordmission zu schicken. Japan war das nicht. 3. Es muss ökonomisch in der Lage sein, über Nacht 1 Billion USD an Zusatzschulden zu verkraften Es gibt ein paar Länder auf der Welt, die das alles können. Die meisten Länder Europas können es nicht. Die Strategie einfach so zu tun als würde in eigenen Land einfach kein Super-Gau auftreten können ist komplett hirnrissig. Wir haben meines Wissens noch nicht mal Kaliumjodidtabletten im näheren Umkreis an die Bevölkerung ausgegeben. Da stellt man sich dann im radioaktiven Regen in die 100m Schlange vor die Apotheke? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 18. Oktober vor 2 Stunden von Cepha: wenn die Russen ein AKW nach dem anderen mit einer bunkerbrechende Hyperschallrakete knacken Warum sollten sie das tun? Sie haben reichlich Atomraketen. Dass das ein Kriegsverbrechen wäre und eine internationale Ächtung einschliesslich von den eigenen Verbündeten zur Folge hätte, würde sie wohl wenig beeindrucken, aber wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Atommächte wollen sicher ihr Monopol nicht auf diese Art aufgeben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 18. Oktober · bearbeitet 19. Oktober von reko vor 3 Stunden von oktavian: Das Design von Chernobyl war nicht überzeugend Das Chernobyl-Design war durch die primäre Aufgabe der Plutoniumgewinnung bedingt und entstand aus einen Militärreaktor. Dieser Reaktortyp ist auch sehr billig herzustellen. In Russland gibt es eine viel höhere Risikotoleranz (staatlich erzwungen). Ursächlich für die Katastrophe war die Geheimhaltung der bekannten Risiken selbst vor dem eigenen Bedienpersonal. Durch ein heute übliches Simulatortraining hätte das Personal gewusst, was zu tun ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 19. Oktober vor 12 Stunden von Cepha: Die Strategie einfach so zu tun als würde in eigenen Land einfach kein Super-Gau auftreten können ist komplett hirnrissig. Es gibt sowieso Atomwaffen, auch AKWs im Ausland. Eigene AKW und Atomwaffen könnten Aggressoren abschrecken. Bei asymmetrischen Angriffen allerdings könnten AKWs ein Ziel sein. Man nimmt ohnehin bei unserer Luftverteidigung in Kauf, dass Atombomben einschlagen. Die Strategie sollte sein Kosten/Nutzen/Risiken abzuwägen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
magicw 24. Oktober Geht doch - wenn man nur will. Zitat Finnland hat den Betrieb für ein Atommüll-Endlager grundsätzlich genehmigt. Nach Angaben des Entsorgungsunternehmens Posiva gibt es für die Inbetriebnahme des Lagers im Südwesten Finnlands aber noch kein Startdatum. Mit dem Bau war vor 22 Jahren begonnen worden. Das Lager wurde in festes Grundgestein gebohrt und bietet Kapazität für 6.500 Tonnen Uran. Es soll abgebrannte Brennelemente aus den fünf finnischen Atomkraftwerken aufnehmen, die noch Jahrtausende lang hochradioaktiv sein werden. https://www.deutschlandfunk.de/betriebsgenehmigung-fuer-unterirdisches-endlager-fuer-atommuell-104.html Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 24. Oktober vor 2 Minuten von magicw: Geht doch - wenn man nur will. Aha. vor 3 Minuten von magicw: Nach Angaben des Entsorgungsunternehmens Posiva gibt es für die Inbetriebnahme des Lagers im Südwesten Finnlands aber noch kein Startdatum. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
wpf-leser 24. Oktober Sehr schön zusammengefasst von Harald Lesch: Zitat Niemand, der bei Verstand ist, baut heute noch Kernkraftwerke – außer Staaten, die sie für die Plutoniumproduktion für Atombomben brauchen. (Quelle) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
magicw 24. Oktober vor 19 Minuten von wpf-leser: Sehr schön zusammengefasst von Harald Lesch: (Quelle) Kümmert offenbar den Rest der Welt nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 24. Oktober · bearbeitet 24. Oktober von reko Viele Staaten bauen heute Kernkraftwerke, ohne Plutonium für Kernwaffen zu wollen. Bei Leichtwasserreaktoren bildet sich ein Gemisch aus Plutonium-Isotopen. Man müsste die Brennelemente bereits nach Tagen oder Wochen wechseln oder das benötigte Plutonium-239 von anderen Plutonium-Isotopen abtrennen. Es ist daher wenig sinnvoll, Leichtwasserreaktoren zur Stromerzeugung für die Kernwaffenproduktion zu nutzen. Auch Gen 4 Reaktoren sind dafür ungeeignet. Es ist überheblich, so viele Staaten als irrsinnig zu bezeichnen. Herr Prof. Lesch ist hier nicht objektiv. Da er die Fakten sicher kennt, kann ich nur eine manipulative Absicht unterstellen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 25. Oktober · bearbeitet 25. Oktober von reko EDF und Westinghouse haben offizielle Aufträge von der neu gegründeten staatliche Atomgesellschaft Nuclear Energy Organisation Netherlands erhalten. 2026/08/26 Reactor technology selection process progresses in Netherlands Die niederländische Regierung plant den Bau von bis zu vier neuen Reaktoren, inklusive zweier großer Kernkraftwerke. Die Standortauswahl für letztere wurde auf die Regionen Eemshaven und Terneuzen eingegrenzt. 2026/06/18 Dutch Cabinet Narrows Choice of Building Nuclear Plant to Terneuzen and Eemshaven Die Stadt Rotterdam und die Hafenbehörde haben eine Studie beauftragt, die untersuchen soll, welche Rolle der Rotterdamer Hafen in der zukünftigen Lieferkette von SMRs spielen kann. In der umliegenden Industrieregion wurden bereits 92 Unternehmen als mögliche Zulieferer identifiziert. 2026/10/12 Assessing Rotterdam Port’s potential role in the future SMR supply chain Als SMRs sind in den Niederlanden der Rolls-Royce SMR und der GE Hitachi BWRX-300 im Gespräch. Das niederländische Start-up Thorizon (eine Ausgründung des nuklearen Forschungsinstituts der Niederlande) arbeitet an einem 100 MWe Molten Salt Reactor. Sie nennen ihn „walk-away safe“. Eine Testanlage für Komponenten wurde im Juni in Betrieb genommen. Ein erster kommerzieller Reaktor ist am Standort des Kernkraftwerks Borssele mit einer Inbetriebnahme für 2034 geplant. thorizon.com vergleich_thorizon_copenhagen_atomics.pdf "Thorizon will das Atommüllproblem lösen .. Copenhagen Atomics will die Brennstoff-Unabhängigkeit .. Thorizon gilt als der „konservativere“ und dadurch europäisch anschlussfähigere Entwickler .. Copenhagen Atomics agiert eher wie ein klassisches Silicon-Valley-Tech-Unternehmen". 2026/10/18 Dänischer AKW-Hersteller zieht in den Kanton Zug .. Die Firma will in einigen Jahren mit der seriellen Produktion von relativ kleinen Atomreaktoren beginnen. 2026/10/16 USA geben grünes Licht für Mini-AKW – was das für die Schweiz bedeutet .. Innerhalb von rekordverdächtigen 14 Monaten hat die Behörde einem solchen modularen Reaktor im Bundesstaat Tennessee zugestimmt. Den Reaktor bauen will der staatliche US-Stromversorger Tennessee Valley Authority (TVA) .. Der bewilligte Typ BWRX-300 ist ein Siedewasserreaktor .. Die Kernenergie in den USA geniesse eine sehr starke parteiübergreifende Unterstützung – auch für grosse Kernkraftwerke. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 26. Oktober Am 24.10.2026 um 21:33 von reko: Es ist daher wenig sinnvoll, Leichtwasserreaktoren zur Stromerzeugung für die Kernwaffenproduktion zu nutzen. Auch Gen 4 Reaktoren sind dafür ungeeignet. Die Aussage ist schlicht falsch. Natriumgekühlte schnelle Reaktoren gehören zu den Gen-4-Typen. Bei solchen Brütern entsteht in den Brutmänteln Plutonium mit über 93 % Pu-239, also waffentauglich. Das zeigt die Dissertation von Renate Frieß (TU Darmstadt, 2017) am Beispiel des BN-800: https://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/id/ Aussagen wie "wenig sinnvoll" im Zusammenhang mit der Erbrütung von Plutonium für Atombomben zu verwenden, ist nicht zielführend. Atombomben selber sind ökonomischer und gesellschaftlicher Irrsinn. Wer sich dennoch entscheidet Atombomben bauen zu wollen den interessiert "wenig sinnvoll" als "sufficent selling point" nicht. Am 25.10.2026 um 07:34 von reko: Als SMRs sind in den Niederlanden der Rolls-Royce SMR und der GE Hitachi BWRX-300 im Gespräch. Das niederländische Start-up Thorizon (eine Ausgründung des nuklearen Forschungsinstituts der Niederlande) arbeitet an einem 100 MWe Molten Salt Reactor. Sie nennen ihn „walk-away safe“. Eine Testanlage für Komponenten wurde im Juni in Betrieb genommen. Ein erster kommerzieller Reaktor ist am Standort des Kernkraftwerks Borssele mit einer Inbetriebnahme für 2034 geplant. thorizon.com Mal wieder so eine Behauptung wo einfach eine Quelle drunter gepackt wurde, um den Hauch von Seriosität auszustrahlen, wo keine Seriosität in der Aussage ist. In der Quelle steht nirgends etwas davon, dass das AKW 2034 in Betrieb geht, noch das es 100MW hat. Dort steht nur „Baubeginn frühe 2030er, Zeeland“. Ich habe dann mal selber auf die Suche nach der Wahrheit gemacht und folgendes gefunden: Laut World Nuclear News vom 17.04.2026: Hier kann man dann nachlesen, dass man 2028 vielleicht mit dem Bau eines Versuchsreaktor beginnen möchte. Der könnte dann irgendwann in den 2030ern fertig sein. Und wenn der dann fertig ist, könnte man 2034 mit dem Bau eines AKWs irgendwo beginnen. Dass das am Standort des AKWs Borssele passiert, ist dabei, wie der Baubeginn auch nur eine Planung. Hier liest man dann auch von den geplanten 100MW. Da aber weder der Testreaktor im Bau, geschweige denn erfolgreich fertig gestellt wurde, sind alle Aussagen von reko Wunschträume. Quelle: https://world-nuclear-news.org/articles/dutch-agreement-paves-way-for-construction-of-commercial-msr Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
magicw 26. Oktober · bearbeitet 26. Oktober von magicw vor 12 Minuten von Holgerli: In der Quelle steht nirgends etwas davon, dass das AKW 2034 in Betrieb geht, noch das es 100MW hat. Dort steht nur „Baubeginn frühe 2030er, Zeeland“. Na, ich hab's aber gefunden:https://www.thorizon.com/news/118/thorizon-epz-nrg-pallas-provincies-en-investeerders-ondertekenen-overeenkomst-om-europas-eerste-commerciele-gesmoltenzoutreactor-in-nederland-te-bouwen Zitat Gefaseerde roadmap naar de eerste commerciële reactor in 2034 De overeenkomst beschrijft drie mijlpalen voor Thorizon op weg naar Europa's eerste commerciële gesmoltenzoutreactor: • 2027: Realisatie van een niet-nucleaire gesmoltenzout testfaciliteit en de start van het Thorizon PILOT-programma in Zeeland, samen met Schelde Exotech, en in Noord-Brabant, samen met VDL Groep. • 2028: Bouw van de nucleaire Thorizon PIONEER demonstrator bij NRG PALLAS in Petten, Noord-Holland, ontworpen om de eerste nucleaire gesmoltenzoutreactor te worden die in Europa operationeel is. • 2034: Realisatie van de Thorizon One, een commerciële gesmoltenzoutreactor van 100 MWe in Zeeland, de eerste in zijn soort in Europa. Thorizon en haar partners zullen EIB-financiering voor Thorizon One en IPCEI-steun voor de PIONEER demonstrator nastreven, aangevuld met private investeringen van nieuwe strategische investeerders. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 26. Oktober · bearbeitet 26. Oktober von Holgerli vor 1 Stunde von magicw: Na, ich hab's aber gefunden:https://www.thorizon.com/news/118/thorizon-epz-nrg-pallas-provincies-en-investeerders-ondertekenen-overeenkomst-om-europas-eerste-commerciele-gesmoltenzoutreactor-in-nederland-te-bouwen In einem komplett anderen Link. Nett von Dir, dass Du rekos Arbeit der sauberen Quellenführung machst, oder es zumindest versuchst: Zitat Stufenweise Roadmap zum ersten kommerziellen Reaktor im Jahr 2034 Die Vereinbarung beschreibt drei Meilensteine für Thorizon auf dem Weg zum ersten kommerziellen Salzschmelzereaktor Europas: 2027: Realisierung einer nicht-nuklearen Salzschmelze-Testanlage und Start des Thorizon-PILOT-Programms in Zeeland, gemeinsam mit Schelde Exotech, und in Noord-Brabant, gemeinsam mit der VDL Groep. 2028: Bau des nuklearen Demonstrators Thorizon PIONEER bei NRG PALLAS in Petten (Noord-Holland). Er soll der erste nukleare Salzschmelzereaktor werden, der in Europa in Betrieb geht. 2034: Realisierung von Thorizon One, einem kommerziellen Salzschmelzereaktor mit 100 MWe in Zeeland, dem ersten seiner Art in Europa. Also: - 2027: Baubeginn einer nicht-nuklearen Testanlage. - 2028: Baubeginn eines kleinen Testreaktor. - 2034: "Realisatie van de Thorizon One,". Bin kein Niederländer aber KI meint: „Realisatie“ heißt wörtlich „Realisierung“ oder „Verwirklichung“. Im niederländischen Bau- und Projektjargon ist damit meist die Umsetzungs- oder Bauphase gemeint: Auf die Entwurfsphase folgt die „realisatiefase“, also die Phase, in der gebaut wird. Ob das Projekt dann fertig ist oder läuft, sagt das Wort nicht. „In Betrieb“ hieße eindeutig „in bedrijf“ oder „operationeel“. Und genau diese Übersetzung deckt sich dann wieder komplett mit der Aussage WNN: The MoU sets out three milestones: - construction of a non-nuclear molten salt test facility and the launch of the Thorizon PILOT programme in Zeeland, together with Schelde Exotech and in Noord-Brabant, together with VDL Groep, by 2027; - construction of the Thorizon Pioneer nuclear demonstrator at Petten, Noord-Holland, by 2028; - and construction of Thorizon One, a 100 MWe first commercial molten salt reactor in Zeeland by 2034. Von Fertigstellung steht da nicht. Bei diesem Zeitplan hofft man, dass man die nicht-atomaren Testanlage so schnell bauen kann, dass man irgendwann in 2028 mit dem Bau des kleinen Testreaktors beginnen kann. Der muss dann fertiggestellt werden, in den atomaren Betrieb gebracht werden und dann - nennt mich nativ - weil es ein Test-Reaktor ist auch getestet werden. Das hofft man, bis 2034 bewerkstelligt zu haben, keine/kaum Fehler gefunden zu haben, dass man irgendwann in 2034 mit dem Bau des "richtigen" AKW beginnen kann. Wann man damit fertig ist, weiss keiner so richtig. Ob man ihn überhaupt starten kann, bleibt eine Hoffnung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 26. Oktober · bearbeitet 26. Oktober von reko @Holgerli Träum weiter, dass niemand Kernkraftwerke bauen will. Am 15. Oktober Reaktorblock Mochovce-4 (Slowakei) erfolgreich an das Stromnetz angeschlossen. Als nächstes kommt im Dezember erste Kritikalität im Kernkraftwerk Akkuyu – Block 1 (Türkei). Wollen die Kernwaffen besitzen? Beide Länder haben den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet. Warum benutzen Staaten, die waffenfähiges Plutonium wollen, keine ausschließlich dafür genutzten militärischen Reaktoren ohne zivile Stromerzeugung? Das wäre viel einfacher. Fast das gesamte weltweit existierende waffenfähige Plutonium (ca. 250 Tonnen) wurde so hergestellt. Vielleicht sollte man sich mehr Gedanken darüber machen, wie man das Zeug wieder loswird – z. B. mit dem Thorizon-One-Reaktor. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hotzenplotz2 27. Oktober Zumindest der Türkei kann man das sicherlich problemlos unterstellen. vor 16 Stunden von reko: Beide Länder haben den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet. Warum benutzen Staaten, die waffenfähiges Plutonium wollen, keine ausschließlich dafür genutzten militärischen Reaktoren ohne zivile Stromerzeugung? Merkste selbst oder? Wie der Iran baut man natürlich "zivile" Reaktoren, da militärische Reaktoren zu entsprechenden Problemen mit dem Sperrvertrag führen würden Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 27. Oktober · bearbeitet 27. Oktober von reko vor 56 Minuten von Hotzenplotz2: Wie der Iran baut man natürlich "zivile" Reaktoren, da militärische Reaktoren zu entsprechenden Problemen mit dem Sperrvertrag führen würden Dem Iran wird eine zu hohe Anreicherung von Uran vorgeworfen. Wer unterirdische Anreicherungsanlagen baut, der kann auch unterirdische militärische Reaktoren betreiben. Die Gewinnung von kernwaffenfähigem Plutonium wird im militärischen Reaktor (offiziell Forschungsreaktor) IR-40 bei Arak vermutet. Eine Stromerzeugung findet dort nicht statt. Mit internationalen Kontrollen würde man eine Zweckentfremdung ziviler Reaktoren leicht erkennen. Ohne Kontrollen braucht man keine zivilen Reaktoren für militärische Zwecke. Man kann militärische Reaktoren bauen, wie es in Nordkorea und Pakistan geschah. Die Pu-239-Produktion erfordert spezielle Reaktoren und eine spezielle Betriebsweise. Pu-Isotope aus hochradioaktiven, abgebrannten Brennelementen abzutrennen, ist viel zu aufwendig und schon bei kaum radioaktiven Uran schwer genug (U235/U238 zu trennen ist wegen des Massenunterschieds sehr viel leichter als Pu239/Pu240). Selbst die chemische Abtrennung von Spaltprodukten, Uran und Transuranen ist sehr aufwendig. Letztlich, wenn die Diplomatie versagt, kann man ein Land nur noch durch völkerrechtswidrige Gewalt bei der Entwicklung von Kernwaffen behindern. Wer Kernwaffen will, der bekommt sie auch – siehe Nordkorea und Pakistan. Ein Mittel der Diplomatie ist die Unterstützung bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie. Das ist im Atomwaffensperrvertrag explizit vorgesehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag