Holgerli 7. August vor 6 Stunden von reko: Nach wenigen 100 Jahren ist aus den hochaktiven abgebrannten Brennelementen mittelaktiver Atommüll geworden der dann aus sehr leicht abschirmbaren Alphastrahlern besteht. Komisch, die ganzen Atomexperten sagen, dass ein Atommüllendlager über Millionen Jahre sicher sein muss. Du sagst, dass sich das Problem in 100 Jahren erledigt hat... Komisch, komisch... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 7. August vor 5 Stunden von reko: Der Strompreis für das System muß und wird hoch gehen. Für den teueren Teil der Solar/Wind-Energiewende, die Speicher und die Netze, wurde noch sehr wenig getan. Im Gegensatz zu den Wasserstoffprojekten von denen Du immer redest und die sich dann als Ankündigungen herausstellen, bauen die Chinesen und eine gewisse US-Firma ihre Kapazitäten für die Herstellung von Großspeichern massivst aus. Deutschland will ja auch quasi nichts tun, denn Akkutehnik wurde ja schon früh als Low-Tech "Zukaufkomponente" klassifiziert. Und das Investoren nichts tun wollen, stimmt ja nun auch nicht: https://www.enbw.com/unternehmen/themen/speicher/batteriespeicher.html Diese Leute von EnBW (Du wirst uns sicher gleich erklären, warum die vom Thema keine Ahnung haben) zeigen auf, dass es "In Deutschland gab es im Juni 2026 bereits 552 Großbatteriespeicher mit rund 5,9 GWh (Gigawattstunden) Kapazität. Allein im Juni 2026 wurden in Deutschland neue Speicher mit etwa 500 MWh Kapazität installiert." Und hier https://www.solarwirtschaft.de/2026/06/22/batteriespeicher-wachsen-rasant-ausbau-bis-2029-dennoch-unsicher-2/ wird davon berichtet, dass selbst im schlechtesten Fall (bürokratische Ausbremsung) in 3 Jahren sich die Kapazität verdreifacht haben wird. In der Pipeline hingegen sind 59 GWh Speicher. Unds wir werden sehen: Der Strompreis wird nicht hochgehen und sogar sinken, weil EEs die Preissenker schlechthin sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 7. August · bearbeitet 7. August von reko vor 11 Minuten von Holgerli: In Deutschland gab es im Juni 2026 bereits 552 Großbatteriespeicher mit rund 5,9 GWh (Gigawattstunden) Kapazität. Wir können weiter reden wenn Deutschland 80 GW mal 14 Tage (26.880 GWh) Batteriespeicher hat, die auch von den Netzbetreibern kontrolliert werden können. Batteriespeicher lösen ein ganz anderes Problem. Man braucht beides Backup und Kurzzeitspeicher und muß auch beides bezahlen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 7. August vor 2 Minuten von reko: Wir können weiter reden wenn Deutschland 80 GW mal 14 Tage Batteriespeicher hat, die auch von den Netzbetreibern kontrolliert werden können. Und da würden wir wieder beim Punkt: 80 Jahre Atomkraft und selbst das Atomkraftwunderland Frankreich schafft es nicht annähernd seinen Stromverbrauch mit Atomkraft zu decken. Kein Problem, ist ja Atomkraft. EEs, die hingegen erst 20 Jahre ausgebaut werden und die globale Stromproduktion schon heute global und unwiderruflich transformieren, müssen Wunderdinge leisten. Ich habe mir übrigens Deinen Kommentar hier gebookmarkt, für den Wasserstoff-Thread. Da müssen ja auch noch Wunderdinge passieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 7. August Was haben Slowakei, Österreich, die Ukraine (!!!!) und PV-Strom gemeinsam? Richtig! Sie halten Dein Land am Leben, wenn Du Dich bei der Stromproduktion mit Atomkraft verzettelt hast und Du das AKW, was angeblich verlässlichen Strom liefert (fast) komplett abschalten musst, und Dir nun 1/3 Deines Stroms fehlt: Ersatz für Atomkraftwerk Paks - Solar- und Ukraine-Strom halten Ungarn am Laufen Aber - und das ist die wichtige Nachricht - Die BMW-Produktion in Ungarn ist nicht gefährdet. Denn: "Auf dem Werksgelände steht eine mehr als 50 Hektar große Solaranlage, die tagsüber genug Strom liefert" Und um es nochmal deutlich zu sagen: Zitat Die Lage könnte jedoch noch viel dramatischer sein, würde Ungarn nicht überraschend zu den weltweiten Solarvorreitern gehören. Im Schnitt deckt Photovoltaik bereits ein Viertel des ungarischen Strombedarfs. An einzelnen Tagen versorgt sie fast die gesamte Wirtschaft. In der Mittagszeit, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, erzeugt sie 80 oder sogar 90 Prozent des ungarischen Stroms. Es ist ein rasantes Wachstum: Noch vor fünf Jahren lag der PV-Anteil der ungarischen Stromerzeugung bei weniger als zehn Prozent. Hoffentlich zieht die neue, ungarische Regierung die richtigen Schlüsse. Denn dass so ein Sommer eine einmalige Ausnahmeerscheinung bleibt, glaubt ja wohl niemand mehr. Und dass Klimawandel und Atomkraft nicht funktionieren, hat dieser Sommer wohl mehr als aureichend gezeigt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein 7. August · bearbeitet 7. August von Ramstein vor einer Stunde von Holgerli: Und dass Klimawandel und Atomkraft nicht funktionieren, hat dieser Sommer wohl mehr als aureichend gezeigt. Wer sich nur etwas auskennt, weiß natürlich, dass die Sommerhitze primär die Kernkraftwerke mit Durchlaufkühlung trifft. Kühltürme (die man in D so schön sprengen konnte) sind bei weitem nicht so wärmeempfindlich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
No.Skill 7. August · bearbeitet 7. August von No.Skill vor 1 Stunde von Holgerli: In der Mittagszeit, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, erzeugt sie 80 oder sogar 90 Prozent des ungarischen Stroms. In der Mittagszeit, wenn alle Pause machen und Gulaschsuppe essen, haben sie reichlich Strom. Genieal. Okay, okay, Spaß: Schon sehr beeindruckend, was die Ukraine trotz Krieg auf die Beine stellt und die Ungarn bei Solar nachziehen. Danke für die Information. Grüße No.Skill Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 7. August vor 24 Minuten von Ramstein: Wer sich nur etwas auskennt, weiß natürlich, dass die Sommerhitze primär die Kernkraftwerke mit Durchlaufkühlung trifft. Kühltürme (die man in D so schön sprengen konnte) sind bei weitem nicht so wärmeempfindlich. Aha, und was kommt da aus den Kühltürmen für weisses Zeug raus? Heisse Luft ist es nicht. Wer sich nur etwas auskennt, weiß natürlich, dass Wasserdampf ist und entsteht, richtig, aus Wasser. Und warum wurde das AKW weitestgehend runter gefahren? Richtig: Wassermangel. Ist aber halt auch wieder eine Scheindiskussion: Das ist die x-te Dürre in den letzten Jahren. Trotzdem baut niemand Kühltürme. Kannst ja mal jemanden fragen "der sich nur etwas auskennt" was der sagt warum die Dinger lieber runterfährt. vor 1 Minute von No.Skill: In der Mittagszeit, wenn alle Pause machen und Gulaschsuppe essen, haben sie reichlich Strom. Zumindest war vor der Mittagspause auch aber genug Strom da um arbeiten zu können, um dann eine Pause zu machen und heisse Gulaschsuppe zu essen. Aber eben nicht wegen dem angeblich verlässlichen Atomstrom. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Megatron 7. August vor einer Stunde von Holgerli: Aha, und was kommt da aus den Kühltürmen für weisses Zeug raus? Heisse Luft ist es nicht. Wer sich nur etwas auskennt, weiß natürlich, dass Wasserdampf ist und entsteht, richtig, aus Wasser. Und warum wurde das AKW weitestgehend runter gefahren? Richtig: Wassermangel. Das Problem ist in der Regel nicht nur der Wassermangel für den Kühlturm, sondern die stark erwärmten Abwässer die bei niedrigen Wasserpegel im Fluß ebendiesen so stark erwärmen, dass die gesetzlich erlaubten Grenzwerte für Erwärmung überschritten werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 7. August vor 27 Minuten von Megatron: Das Problem ist in der Regel nicht nur der Wassermangel für den Kühlturm, sondern die stark erwärmten Abwässer die bei niedrigen Wasserpegel im Fluß ebendiesen so stark erwärmen, dass die gesetzlich erlaubten Grenzwerte für Erwärmung überschritten werden. Stimmt. Ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass weder in Frankreich noch in Ungarn Kühltürme nachgerüstet wurden, obwohl das Problem seit fast 10 Jahren sehr, sehr deutlich wurde. Und jetzt in Ungarn ist schlicht das Problem, dass das Wasser generell fehlt. Deswegen haben sie ja schon vor Tagen durch Steine versenken versucht den Pegel der Donau anzuheben. Und das ist dann ja auch so ein Punkt: Die Donau ist ja nicht so ein kleiner Nebenfluss, sondern eine der Hauptströme in Europa. Das wird nicht besser werden, das wir schlimmer werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Megatron 8. August vor 15 Stunden von Holgerli: Stimmt. Ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass weder in Frankreich noch in Ungarn Kühltürme nachgerüstet wurden, obwohl das Problem seit fast 10 Jahren sehr, sehr deutlich wurde. Und jetzt in Ungarn ist schlicht das Problem, dass das Wasser generell fehlt. Deswegen haben sie ja schon vor Tagen durch Steine versenken versucht den Pegel der Donau anzuheben. Und das ist dann ja auch so ein Punkt: Die Donau ist ja nicht so ein kleiner Nebenfluss, sondern eine der Hauptströme in Europa. Das wird nicht besser werden, das wir schlimmer werden. Solche Standorte sind halt nach heutiger Lesart für Atomkraftwerke nicht geeignet, man hat die Klimaerwärmung bei der Planung nicht als Risikofaktor berücksichtigt. Bei den franz. Atomkraftwerken an der Küste mit Zugriff auf das Meer gibt es, wie auch am ehemaligen AKW Unterweser, auch keine Problem mit der Kühlung, egal ob mit oder ohne Turm. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 8. August vor 13 Minuten von Megatron: Solche Standorte sind halt nach heutiger Lesart für Atomkraftwerke nicht geeignet, man hat die Klimaerwärmung bei der Planung nicht als Risikofaktor berücksichtigt. Und genau da kommen wir zum entscheidenden Punkt: Neue AKWs wird es in Europa nicht mehr geben. Das finnische AKW Olkiluoto3 hat fast die französische Atomindustrie zum kollabieren gebracht und auch das franz. AKW Flamanville 3 ist auch ein Milliardengrab. Noch dazu mit so vielen Baumängeln, dass es 2026 nochmal für ein knappes Jahr vom Netz gehen wird, um die dringlichsten Schäden zu beseitigen. Und in Ungarn könnte es zudem mit dem Meereszugang schwer werden. In Deutschland würde ich hingegen die Frage stellen: Wenn ein AKW in an Nord- und Ostsee okay wäre, wie kommt denn dann der Strom Richtung Süden? Denn wenn ich das richtig verstanden ist ja das Pseudoargument gegen Windkraft, dass wir gar nicht die ganzen Leitungen vom Norden in den Süden ziehen können. Und soweit ich weiss liegt die Südsee ganz woanders und sehr weit von Bayern weg. Heisst also: Mit zunehmenden Klimawandel werden immer mehr AKWs vom Netz gehen müssen und es werden keine neuen gebaut. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LaRoth 8. August vor 3 Stunden von Holgerli: Noch dazu mit so vielen Baumängeln, dass es 2026 nochmal für ein knappes Jahr vom Netz gehen wird, um die dringlichsten Schäden zu beseitigen. 350 Tage - und den Reaktordeckel dürfen sie auch tauschen. 2700 Personen wollen sie dafür beschäftigen - wenn ich mir überlege, was das alleine an Personalkosten verursacht ... Hinkley Point C ist auch so ein Milliardengrab. Die Verschiebung von 2029 auf 2030 im Februar diesen Jahres: Zitat Die einjährige Verzögerung belastet die Bilanz von EDF nach Unternehmensangaben mit rund 2,5 Milliarden Euro. Sollte sich der Betriebsstart weiter bis 2031 verschieben, könnten zusätzliche finanzielle Belastungen in Milliardenhöhe entstehen. Fertig ist es erst, wenn es fertig ist. Oder wie in Flamanville Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Megatron 8. August Britannien sollte doch aufgrund der Insellage netztechnisch vom Rest Europas getrennt sein. Ansonsten, ich gehe auch davon aus dass in Deutschland keine neuen AKW gebaut werden. Europa ist schon differenzierter. Betrachtet man "die Welt", schaut es ganz anders aus, da ist der Atomausstieg eher eine europäische / deutsche Sonderlocke. China hat, wenn ich mich richtig erinnere, ca. 30 neue AKW in Bau / Planung. Indien und Pakistan fahren ihr ziviles Atomprogramm hoch. Selbst Japan will wieder neue AKW bauen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
No.Skill 8. August · bearbeitet 9. August von No.Skill Warum wurde denn mein Beitrag meine Frage gelöscht? Was hätte es (ernst gemeinte Frage) für Auswirkungen, wenn Frankreich plötzlich (nach einem „Zwischenfall“ oder so, ohne Super-GAU) Kurzfristig, wie Deutschland aus der AKW-/Atomzeit austritt? In Bezug auf den Energiemix in Europa/Deutschland: Welche Maßnahmen würden dann am naheliegendsten greifen? Grüße No.Skill Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 9. August · bearbeitet 9. August von reko vor 6 Stunden von No.Skill: Was hätte es (ernst gemeinte Frage) für Auswirkungen, wenn Frankreich plötzlich (nach einem „Zwischenfall“ oder so, ohne Super-GAU) Kurzfristig, wie Deutschland aus der AKW-/Atomzeit austritt? Vermutlich das Gleiche wie wenn es ein neues Jahr ohne Sommer (1816, der Sommer war verregnet, unterkühlt und dauerhaft bewölkt) geben würde. Ich schätze die Wahrscheinlichkeiten ähnlich hoch ein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 9. August · bearbeitet 9. August von reko 2026/08/05 Entergy to consider deployment of Holtec's SMR-300 2026/08/04 GBE-N publishes commercial pipeline with estimated value of up to £4.6bn 2026/07/21 Rolls-Royce SMR partnership expands to additional sites in the Czech Republic .. Rolls-Royce SMR, ČEZ and the Czech Ministry of Industry and Trade have entered a Memorandum of Understanding (MoU) to enable site preparation activities at two additional sites, supporting plans to deploy up to 3GW of Small Modular Reactor (SMR) capacity in Czechia. Neben den SMR mit 470 MWe arbeitet Rolls Royce an einen AMR (Advanced Modular Reactor) mit 25 MWe (TRISO gasgekühlt) 2026/08/07 Rolls-Royce CEO says smaller AMRs could be suited to space defense and industrial applications within the group’s nuclear strategy 2026/07/21 USA bauen riesige Fabrik für neuen TRISO-Brennstoff – er soll 55 Reaktoren versorgen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hotzenplotz2 9. August vor 8 Stunden von Megatron: China hat, wenn ich mich richtig erinnere, ca. 30 neue AKW in Bau / Planung Verfolgst du die letzten Seiten dieses Threads? Holgerli hat schon gefühlt ein Dutzend mal die aktuellen Zahlen genannt. Der Bau von Kernkraftwerken in China ist lächerlich klein im Vergleich mit dem Zubau an EE. Meine spekulative Vermutung wäre, die bauen Kernkraftwerke nur, um die Kompetenz im Bereich spaltbaren Materials zu erhalten. Denn einen ernsthaften Unterschied im Strommix machen die nach Fertigstellung nicht. Und was stellen sich eigentlich die SMR Befürworter so in ihrer Phantasie vor? Dass ich die BASF oder andere Großanlagen sich so ein Ding ins Gelände stellen? Meine Wette: alleine die notwendige Gesetzgebung, die damit verbundene Bürokratie und die rechtlichen Regelungen, damit irgendein Privatunternehmen hier einen Container mit spaltbarem Material aufstellen darf werden nochmal Minimum 10 Jahre dauern. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 9. August · bearbeitet 9. August von reko vor 27 Minuten von Hotzenplotz2: was stellen sich eigentlich die SMR Befürworter so in ihrer Phantasie vor? Dass ich die BASF oder andere Großanlagen sich so ein Ding ins Gelände stellen? BASF wird in Deutschland keinen eigenen Kernreaktor betreiben - aber Dow Chemical in USA (Xe-100) und Synthos in Polen (BWRX-300). Diese Firmen geben bereits jetzt für diese Phantasie Geld aus. 2026/05 Licensing milestone for Texas SMR plant 2026/06 Polish developer applies for CfD for three SMR plants Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 9. August Am 7.8.2026 um 21:40 von Holgerli: Hoffentlich zieht die neue, ungarische Regierung die richtigen Schlüsse. Denn dass so ein Sommer eine einmalige Ausnahmeerscheinung bleibt, glaubt ja wohl niemand mehr. Und dass Klimawandel und Atomkraft nicht funktionieren, hat dieser Sommer wohl mehr als aureichend gezeigt. In Ungarn ist die Globalstrahlung höher als in DE + Flächen in der Puszta sind unbewohnt (wie der Name sagt) und mit viel Sonne. Wie du solche Aussagen bezüglich Atomkraft aus so einer kleinen Stichprobe ziehen kannst ist mir schleierhaft. Es gibt sicher andere Kühltechnik und andere Reaktortechnik. vor 11 Minuten von Nachdenklich: Vielleicht ändert sich die Meinung breiter Schichten zur Kernenergie auch genauso rapide, wenn breite Bevölkerungsschichten erkennen, welche Risiken mit der gegenwärtigen Ausrichtung unserer Energiepolitik verbunden sind. gefühlt sehen viele dieses AKW Thema binär. Der Reaktor könnte technisch noch so sicher sein - das Restrisiko wird überbewertet. Ich habe z.B. mehr Angst vor einem Atomkrieg und bin froh wenn u.a. Iran keine Atombomben hat und sehe das Atommüll-Problem durch den Ausstieg eher verschlimmert wegen weniger Geld/Forschung/Expertise. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 9. August vor 4 Stunden von reko: BASF wird in Deutschland keinen eigenen Kernreaktor betreiben - aber Dow Chemical in USA (Xe-100) und Synthos in Polen (BWRX-300). Diese Firmen geben bereits jetzt für diese Phantasie Geld aus. Dow Chemical wird auch das letzte, jemals in Deutschland gebaute, Kohlekraftwerk betreiben. Ach warte: Nee, doch nicht. Laut gepoltert wurde und dann wurde die Planung eingestellt. Also warten wir erstmal ab, was die AKW-Ankündigungsweltmeister a. wirklich beginnen zu bauen und dann b. auch in Betrieb bringen. Bis dahin ist es nur heisse Luft. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hotzenplotz2 10. August vor 19 Stunden von Nachdenklich: Vielleicht ändert sich die Meinung breiter Schichten zur Kernenergie auch genauso rapide, wenn breite Bevölkerungsschichten erkennen, welche Risiken mit der gegenwärtigen Ausrichtung unserer Energiepolitik verbunden sind. Na das hoffe ich doch, dass die breite Schicht an CDU Wählern endlich begreift, dass Kerkraft und fossile Energieträger weder kurzfristig noch langfristig eine Lösung sind und wir endlich klimaneutrale und unabhängige Energieerzeugung brauchen und so für schnellen EE Ausbau sorgen, die Gefahren der derzeitigen Ausrichtung unserer Energiepolitik sieht man jeden Tag auf dem Thermometer oder bei den europaweiten Waldbränden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 10. August · bearbeitet 10. August von reko vor 13 Minuten von Hotzenplotz2: wir endlich klimaneutrale und unabhängige Energieerzeugung brauchen und so für schnellen EE Ausbau sorgen Das Problem von volatiler Solar- und Windenergie ist die teuere und langwierig zu bauende Backup-, Speicher- und Stromnetzinfrastruktur. Es wird immer auf einen Mischung verschiedener Energiebereitstellungsarten hinauslaufen mit je nach Standort unterschiedlichen Anteilen. Es gibt keine weltweite Universallösung. Jeder Standort muss seine natürlichen Gegebenheiten nutzen, um die Systemkosten für Speicher und Netze so gering wie möglich zu halten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hotzenplotz2 10. August vor 28 Minuten von reko: um die Systemkosten für Speicher und Netze so gering wie möglich zu halten. Relevant sind die Gesamtkosten, die am Ende hinten rauskommen. Baukosten, CO2 Ausstoß, Opportunitätskosten aufgrund hoher Bauzeit, Auslastung etc. Für Atomstrom sind ebenso hohe Netzkosten vorhanden, denn ich habe eine zentrale Quelle und muss den Strom verteilen. Natürlich brauche ich für EE mehr Speicher, da aber alle anderen Kosten so absurd niedrig sind im Verhältnis, gewinnen die EEs und das quasi flächendeckend weltweit. Im Norden kommt noch relevant Wasserkraft dazu. Es gibt nirgendwo auch nur eine Technologie, die in gleichem Maße ausgebaut würde, weil sie so günstig ist wie EE. DIe einzigen Länder, die noch andere Technik massiv ausbauen sind diejenigen, die fossile Energieträger in großen Mengen im eigenen Land haben und die Klimafolgekosten nicht zahlen müssen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 10. August · bearbeitet 10. August von reko vor 28 Minuten von Hotzenplotz2: Für Atomstrom sind ebenso hohe Netzkosten vorhanden, denn ich habe eine zentrale Quelle und muss den Strom verteilen. Nein. Die mittlere Stromtransportentfernung der großen 1,4 GWe Kernkraftwerke zu den Verbrauchern betrug in Deutschland geschätzt 100 km. Die mittlere Stromtransportentfernung der offshore Windkraftwerke zu den Verbrauchern beträgt etwas 75 bis 90 Kilometern bis zur Küste und zusätzlich 500 bis 800 Kilometer bis zu den Verbrauchsschwerpunkten im Süden und Westen. Entsprechend braucht man im Mittel auch ca 7 mal mehr Stromtransportkapazität. Bei kleinen SMRs kommt man mit noch sehr viel weniger Stromnetzen aus. Im Extremfall offgrid ganz ohne Netze. Man spricht bei Solar und Wind zwar von dezentraler Stromerzeugung. Man muß die Netze aber für den worst Case bauen. Das bedeutet der sonnenreiche Süden muß durch den windreichen Norden versorgt werden. Die Stromversorgung hat dann extrem lange Transportwege. Dieses Missverständnis kommt aus der üblichen Betrachtung des Stromnetzes als eine Kupferplatte, die falsch ist. Wir haben keine Kupferplatte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag