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Chemstudent

Anfängerfragen zu Zertifikaten und Optionsscheinen

Empfohlene Beiträge

Cartman999

Wie viele Tage vor Fälligkeit sollte man denn Bonuszertifikate kaufen um mit 10.000 Euro noch einen Gewinn rauszuholen?

Wie kommst du auf die Restrendite? Wie errechnet man diese?

Welche Arten von Bonuszertifikaten sind hierfür am besten geeignet?

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otto03
· bearbeitet von otto03

Bevor du ein solches oder ein ähnliches Papier nicht gelesen und verstanden hast, solltest du solche Konstrukte nicht kaufen

 

Bonus-Kompass.pdf

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Antonia

Wie viele Tage vor Fälligkeit sollte man denn Bonuszertifikate kaufen um mit 10.000 Euro noch einen Gewinn rauszuholen?

Wie kommst du auf die Restrendite? Wie errechnet man diese?

Welche Arten von Bonuszertifikaten sind hierfür am besten geeignet?

Du musst wirklich erst einmal verstehen, wie ein Bonuszertifikat überhaupt funktioniert und was das Aufgeld bedeutet usw.

Die Restrendite siehst du bei finanztreff recht gut. Ich hatte dir den Link ja schon mit einer Auswahl gegeben, wenn du z.B. das erste Zerti anklickst erhälst du hier dies: Dax. Unter rechts siehst du "Basiswert vs. Zertifikat per Fälligkeit" - da kann man schön ablesen, wie viel du bekommst, wenn der Dax steigt/fällt. Der Bonuspuffer beträgt im Moment 9,27%, d.h. ab einem Minus von 10% verlierst du heftig.

Das Beispiel ist nicht sehr gut, weil es so extreme Werte hat. Schau dir z.B. BP5PUV, wobei mir persönlich da der Bonuspuffer nicht groß genug wäre. Aber immerhin hat es kein Aufgeld.

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Cartman999

Wie funktionieren WAVE-Zertifikate? Beispiel: DX4R7R

Obwohl der Hang Seng heute deutlich gestiegen ist, verliert dieses Call WAVE-Zertifikat an Wert. Warum ist das so? Normalerweise müsste ein Call doch an Wert gewinnen wenn der Hang Seng steigt.

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otto03

Wie funktionieren WAVE-Zertifikate? Beispiel: DX4R7R

Obwohl der Hang Seng heute deutlich gestiegen ist, verliert dieses Call WAVE-Zertifikat an Wert. Warum ist das so? Normalerweise müsste ein Call doch an Wert gewinnen wenn der Hang Seng steigt.

 

- der Hangseng ist nicht deutlich gestiegen z.Zt. plus 0,2%

- der HKD ist gegenüber dem heute deutlich schwächer geworden, Schein ist Non-Quanto

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Cartman999

Das mit dem Non-Quanto wusste ich nicht.Gibt es denn Unterschiede zwischen einem Knock-out-Zertifikat und einem Wave-Zertifikat?

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Chemstudent

Das mit dem Non-Quanto wusste ich nicht.Gibt es denn Unterschiede zwischen einem Knock-out-Zertifikat und einem Wave-Zertifikat?

 

Zum Verständnis:

 

Es gibt die Produktkategorie der Knock-Out Zertifikate.

 

Diese gibt es wiederum mit "eingebautem Stop Loss" und ohne.

 

Jeder Emittent hat leider seine eigenen Bezeichnung für KOs mit SL und für KOs ohne SL.

Bei der Deutschen Bank heißen Knock-Outs ohne SL bspw. "Waves unlimited", mit SL hingegen Waves unlimited XXL. (unlimited steht lediglich für endlose laufzeit).

Ein etwas allgemeinerer Begriff für Knock-Out Zertifikate mit Stop Loss ist "Mini Future".

 

Wave-Zertifikate sind also Knock-Out-Zertifikate.

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Antonia

Das mit dem Non-Quanto wusste ich nicht.

Hier kann man es sehr schön sehen bei einem normalen Indexzertifikat auf den Nikkei. Blau ist währungsgesichert, rot nicht.

 

 

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Cartman999

OK. Dann werde ich bei Zertifikaten(vor allem auf den Nikkei) aufpassen dass sie währungsgesichert sind. Mit ein wenig Glück wird der YEN ja noch schwächer.

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Cartman999

Ich habe noch ein paar kleine Fragen zu folgendem Bonuszertifikat: GT4P47

http://zertifikate.finanztreff.de/dvt_einzelkurs_uebersicht.htn?seite=zertifikate&i=23764312

Im Moment wird mir dort einen Rendite von 6,86% garantiert wenn die Barriere hält. Wenn ich das Zertifikat morgen kaufen würde, dann müsste die Rendite ja ein wenig abgenommen haben weil die Zeit bis zur Fälligkeit geringer ist, oder?

Muss ich außer der Ordergebühr für den Kauf des Bonuszertifikats noch eine weitere Gebühr zahlen, oder fallen bei Bonuszertifikaten keine weiteren Gebühren mehr an?

Bei Zertifikaten auf europäische Indizes(außer GB und Schweiz) muss man ja nicht auf das Quanto achten da ja sowieso alles in Euro ist, oder? WebRepcurrentVotenoRatingnoWeight

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otto03

Ich habe noch ein paar kleine Fragen zu folgendem Bonuszertifikat: GT4P47

http://zertifikate.finanztreff.de/dvt_einzelkurs_uebersicht.htn?seite=zertifikate&i=23764312

Im Moment wird mir dort einen Rendite von 6,86% garantiert wenn die Barriere hält. Wenn ich das Zertifikat morgen kaufen würde, dann müsste die Rendite ja ein wenig abgenommen haben weil die Zeit bis zur Fälligkeit geringer ist, oder?

Muss ich außer der Ordergebühr für den Kauf des Bonuszertifikats noch eine weitere Gebühr zahlen, oder fallen bei Bonuszertifikaten keine weiteren Gebühren mehr an?

Bei Zertifikaten auf europäische Indizes(außer GB und Schweiz) muss man ja nicht auf das Quanto achten da ja sowieso alles in Euro ist, oder? WebRepcurrentVotenoRatingnoWeight

 

Einer Rendite von 0,27% bis zur Fälligkeit (ohne Transaktionskosten) ohne Schwellenbruch steht eine Minusrendite von Minimum -75% bei Schwellenbruch gegenüber.

 

Zugreifen!

 

Mögliche Renditeveränderungen bis zur Fälligkeit hängen von der Entwicklung des Basiswertes ab (Kurs/Vola).

Externe Kosten ausser Handelsgebühren und (indirekt) Spread fallen nicht an.

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Cartman999
· bearbeitet von Cartman999

Ich hatte in die falsche Zeile geschaut. Jetzt steht da:

 

Kennzahlen

absolutrelativBonusbetrag:267,00 PKT Bonusertrag:1,17 EUR0,44%Bonusrendite p.a.: 10,04%Abstand Bonuslevel:18.976,54 PKT245,70%Bonuspuffer:873,46 PKT11,31%Aufgeld:188,60 PKT244,19%Aufgeld p.a.: 5.570,47%Spread:0,03 EUR0,01%Spread homogenisiert: 3,00%

*edit*Das Kopieren der Tabelle hat nicht richtig funktioniert. Hier nochmals der Link: http://zertifikate.finanztreff.de/dvt_einzelkurs_uebersicht.htn?seite=zertifikate&i=23764312

 

Die 10,04% wären ja auch zu schön. Im Moment würde man ja 0,44% Rendite bekommen wenn die Barriere hält. Bei 10.000 Euro wären das 44 Euro, oder? Wenn man die Ordergebühren noch abzieht bleiben knapp 40 Euro, was nicht gerade viel ist.

Was sind eigentlich diese 1,17 EUR?

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MStorm

Was spricht eigentlich dagegen ein "open end Knock Out Zertifikat" mit großem Abstand zum Knock Out für ein langfristiges Investment ( > 10 Jahre) zu nehmen.

Ich nehme mal Nestle, Siemens, Berkshire usw.! Langfristig wären die Aktien ja durchaus nicht uninteressant. Deutlich interessanter wäre es aber doch, wenn man da noch einen Hebel mit einrechnet. Beispielsweise dieses Zertifikat auf Nestle:

WKN: CB4103

 

Was spricht da also nun dagegen hier einmalig z.B. 10.000 Euro anzulegen und dann einfach 20 Jahre zu warten statt direkt die 10.000 Euro in die Aktie direkt zu investieren?

Ich meine als Laie schaut das doch ganz vielversprechend aus. Immerhin noch ein 2er Hebel und 46% Abstand zum Knock Out ist ja für ein solches Unternehmen recht viel. Dazu kann man ja auch regelmässig einen dynamischen stop loss setzen, so dass man zumindest die Verluste bzw. den Totalverlust begrenzen kann.

 

Klar entgehen einem die Dividenden, aber was habe ich sonst noch übersehen, bzw. nicht verstanden. Liegt es da nur am Risiko, dass es eben doch mal zum Knock Out kommen kann oder fressen Gebühren einen Teil des Gewinns auf oder liegt es an der Anpassung, die ein solches Zertifikat dauerhaft uninteressant werden lassen?

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otto03

Was spricht eigentlich dagegen ein "open end Knock Out Zertifikat" mit großem Abstand zum Knock Out für ein langfristiges Investment ( > 10 Jahre) zu nehmen.

Ich nehme mal Nestle, Siemens, Berkshire usw.! Langfristig wären die Aktien ja durchaus nicht uninteressant. Deutlich interessanter wäre es aber doch, wenn man da noch einen Hebel mit einrechnet. Beispielsweise dieses Zertifikat auf Nestle:

WKN: CB4103

 

Was spricht da also nun dagegen hier einmalig z.B. 10.000 Euro anzulegen und dann einfach 20 Jahre zu warten statt direkt die 10.000 Euro in die Aktie direkt zu investieren?

Ich meine als Laie schaut das doch ganz vielversprechend aus. Immerhin noch ein 2er Hebel und 46% Abstand zum Knock Out ist ja für ein solches Unternehmen recht viel. Dazu kann man ja auch regelmässig einen dynamischen stop loss setzen, so dass man zumindest die Verluste bzw. den Totalverlust begrenzen kann.

 

Klar entgehen einem die Dividenden, aber was habe ich sonst noch übersehen, bzw. nicht verstanden. Liegt es da nur am Risiko, dass es eben doch mal zum Knock Out kommen kann oder fressen Gebühren einen Teil des Gewinns auf oder liegt es an der Anpassung, die ein solches Zertifikat dauerhaft uninteressant werden lassen?

 

Anpassungszinsatz z.Zt. 4,44% p.a. nach 16 Jahren hätte der Basiswert des Scheins bei unverändertem Zinssatz den heutigen Nestlé Kurs erreicht - der Schein wäre natürlich vorher fast wertlos verstorben.

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reckoner

Hallo MStorm,

 

... und 46% Abstand zum Knock Out ist ja für ein solches Unternehmen recht viel.
Da haben wir doch schon den großen Fehler, 46% sind - insbesondere auf 10 oder 20 Jahre - absolut nicht viel. Schau' dir mal die Charts der Unternehmen an, die vor 10 oder 20 Jahren groß waren. Da gibt es einige, die mehr verloren haben.

 

Außerdem reicht es nicht, wenn der Kurs am Ende wieder da steht wo er heute ist, vielmehr darf er auch zwischendurch nicht abstürzen. Da muss nur mal wieder ein Crash kommen, von mir aus nur ein paar Wochen lang (siehe beispielsweise den Fukushima-Crash), und dein Papier ist ausgeknockt.

 

Ich bin grundsätzlich kein Freund von pfadabhängigen Derivaten für eine Langzeitanlage, das sind kurzfristige Zockerpapiere. Wenn, dann nimm' etwa Discountzertifikate oder Aktienanleihen, da reicht es dann wenigstens, wenn es am Ende wie erwartet ausgeht.

 

Stefan

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MStorm

Was spricht eigentlich dagegen ein "open end Knock Out Zertifikat" mit großem Abstand zum Knock Out für ein langfristiges Investment ( > 10 Jahre) zu nehmen.

Ich nehme mal Nestle, Siemens, Berkshire usw.! Langfristig wären die Aktien ja durchaus nicht uninteressant. Deutlich interessanter wäre es aber doch, wenn man da noch einen Hebel mit einrechnet. Beispielsweise dieses Zertifikat auf Nestle:

WKN: CB4103

 

Was spricht da also nun dagegen hier einmalig z.B. 10.000 Euro anzulegen und dann einfach 20 Jahre zu warten statt direkt die 10.000 Euro in die Aktie direkt zu investieren?

Ich meine als Laie schaut das doch ganz vielversprechend aus. Immerhin noch ein 2er Hebel und 46% Abstand zum Knock Out ist ja für ein solches Unternehmen recht viel. Dazu kann man ja auch regelmässig einen dynamischen stop loss setzen, so dass man zumindest die Verluste bzw. den Totalverlust begrenzen kann.

 

Klar entgehen einem die Dividenden, aber was habe ich sonst noch übersehen, bzw. nicht verstanden. Liegt es da nur am Risiko, dass es eben doch mal zum Knock Out kommen kann oder fressen Gebühren einen Teil des Gewinns auf oder liegt es an der Anpassung, die ein solches Zertifikat dauerhaft uninteressant werden lassen?

 

Anpassungszinsatz z.Zt. 4,44% p.a. nach 16 Jahren hätte der Basiswert des Scheins bei unverändertem Zinssatz den heutigen Nestlé Kurs erreicht - der Schein wäre natürlich vorher fast wertlos verstorben.

 

 

Sorry, keine Ahnung was der Anpassungszins ist..... Könntest du mir das kurz erklären oder evtl. einen guten Link zum nachlesen geben? Danke!

 

Hallo MStorm,

 

... und 46% Abstand zum Knock Out ist ja für ein solches Unternehmen recht viel.
Da haben wir doch schon den großen Fehler, 46% sind - insbesondere auf 10 oder 20 Jahre - absolut nicht viel. Schau' dir mal die Charts der Unternehmen an, die vor 10 oder 20 Jahren groß waren. Da gibt es einige, die mehr verloren haben.

 

Außerdem reicht es nicht, wenn der Kurs am Ende wieder da steht wo er heute ist, vielmehr darf er auch zwischendurch nicht abstürzen. Da muss nur mal wieder ein Crash kommen, von mir aus nur ein paar Wochen lang (siehe beispielsweise den Fukushima-Crash), und dein Papier ist ausgeknockt.

 

Ich bin grundsätzlich kein Freund von pfadabhängigen Derivaten für eine Langzeitanlage, das sind kurzfristige Zockerpapiere. Wenn, dann nimm' etwa Discountzertifikate oder Aktienanleihen, da reicht es dann wenigstens, wenn es am Ende wie erwartet ausgeht.

 

Stefan

 

 

Naja wie gesagt, man kann ja auch einen gewissen stop loss setzen. Ich muss ja nicht tatenlos zusehen, wie das Zertifikat ausgeknockt wird. Und je nach Gewinn oder Velust kann man den ja eng oder weit setzen. Gut, hier wäre der Nachteil, dass man dann doch regelmässiger nachsehen muss und nicht alles einfach liegen lassen kann.

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Chemstudent

 

 

Anpassungszinsatz z.Zt. 4,44% p.a. nach 16 Jahren hätte der Basiswert des Scheins bei unverändertem Zinssatz den heutigen Nestlé Kurs erreicht - der Schein wäre natürlich vorher fast wertlos verstorben.

 

 

Sorry, keine Ahnung was der Anpassungszins ist..... Könntest du mir das kurz erklären oder evtl. einen guten Link zum nachlesen geben? Danke!

Dann solltest du die Produkte nciht kaufen.

 

Bei KO Produkten fallen Finanzierungskosten an. Bei open end Produkten werden diese mit einem Anpassen der KO-Schwelle (i.d.R. nach oben) abgegolten.

Bei konstantem Kurs des Basiswertes verringert sich somit der Wert des Zertifikats mit der Zeit.

Du musst also minimum einplanen, dass der Basiswert soweit steigt, dass die Fin.-Kosten gedeckt werden können.

Ebenso kann es logischerweise sein, dass nach einigen Anpassungen des KO-Levels nicht mehr 46% Abstand zum Basiskurs bestehen, sondern deutlich weniger.

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MStorm
· bearbeitet von MStorm

Sorry, keine Ahnung was der Anpassungszins ist..... Könntest du mir das kurz erklären oder evtl. einen guten Link zum nachlesen geben? Danke!

Dann solltest du die Produkte nciht kaufen.

 

Bei KO Produkten fallen Finanzierungskosten an. Bei open end Produkten werden diese mit einem Anpassen der KO-Schwelle (i.d.R. nach oben) abgegolten.

Bei konstantem Kurs des Basiswertes verringert sich somit der Wert des Zertifikats mit der Zeit.

Du musst also minimum einplanen, dass der Basiswert soweit steigt, dass die Fin.-Kosten gedeckt werden können.

Ebenso kann es logischerweise sein, dass nach einigen Anpassungen des KO-Levels nicht mehr 46% Abstand zum Basiskurs bestehen, sondern deutlich weniger.

 

Ich habe sie ja auch noch nicht gekauft und beschäftige mich eben erst damit. Deshalb ja zum Beispiel diese Frage.

 

Finanzierungskosten habe ich ja schon in Form des Spreads und des Aufgelds. Soweit so gut.

Das mit dem Anpassen der KO-Schwelle verstehe ich trotzdem noch nicht ganz. Die Schwelle wird doch angepasst weil (i.d.R) die Aktie gestiegen ist und somit der Abstand zum Knock Out größer würde und dieser ursprungliche Abstand wieder hergestellt wird, richtig? Aber dann bleibt doch auch der Hebel immer ähnlich und das Zertifikat ist doch auch gestiegen weil die Aktie gestiegen ist und deshalb die KO-Schwelle angepasst werden muss. Wieso verringert sich da dann der Wert des Zertifikats mit der Zeit?

 

Mal ein theoretische Beispiel: Angenommen eine Aktie ist in den letzen 10 Jahren um 30 Prozent gestiegen und dabei nie um mehr als 40% gefallen. Hätte ich nun damals ein Knock Out Zertifikat mit einem Hebel von 3 gekauft und einen Abstand zum Knock Out > 40% gekauft, wäre dann der Gewinn nicht 3 x 30 Prozent = 90% (kleine Abweichungen mal ignoriert).

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Chemstudent

Finanzierungskosten habe ich ja schon in Form des Spreads und des Aufgelds. Soweit so gut.

Das mit dem Anpassen der KO-Schwelle verstehe ich trotzdem noch nicht ganz. Die Schwelle wird doch angepasst weil (i.d.R) die Aktie gestiegen ist und somit der Abstand zum Knock Out größer würde und dieser ursprungliche Abstand wieder hergestellt wird, richtig? Aber dann bleibt doch auch der Hebel immer ähnlich und das Zertifikat ist doch auch gestiegen weil die Aktie gestiegen ist und deshalb die KO-Schwelle angepasst werden muss. Wieso verringert sich da dann der Wert des Zertifikats mit der Zeit?

 

Da hast du offenbar was grundlegend falsch verstanden.

Die Schwelle wird angepasst, weil damit die Finanzierungskosten abgegolten werden. Der Hebel, also letztlich der eingebaute Kredit, kostet nämlich Geld. Bei open end Produkten kann dies aber logischerweise nicht über ein Aufgeld eingetrieben werden, sondern es wird durch eine Anhebung der KO-Schwelle (genauer: Basispreis) getan.

Der Hebel bleibt keinesfalls "immer" ähnlich, sondern ändert sich rapide. Nahe des KOs bspw. ist er - logischerweise - sehr hoch.

Vielleicht irritiert dich auch "Ko-Schwelle". Da das Zertifikat ein KO-Pordukt mit SL ist, muss man hier besser von Basispreis sprechen, welcher angepasst wird.

 

Das von dir genannte zertifikat CB4103 hatte bei Emission ein Basispreis von 30 CHF, der Hebel lag bei reichlich 19, heute liegt der Basispreis 32,22 CHF, der Hebel bei knapp 2.

 

Je höher der Basispreis,desto weniger ist der Zertifikat bei gleichem Basiswertkurs wert.

Beispiel:

Nestle stand im Frühjahr 2009 ungefähr dort, wo sie bereits im Sommer 2006 stand. Zu diesem zeitpunkt notierte das Zertifikat aber erheblich niedriger, als im Sommer 2006.

 

Mal ein theoretische Beispiel: Angenommen eine Aktie ist in den letzen 10 Jahren um 30 Prozent gestiegen und dabei nie um mehr als 40% gefallen. Hätte ich nun damals ein Knock Out Zertifikat mit einem Hebel von 3 gekauft und einen Abstand zum Knock Out > 40% gekauft, wäre dann der Gewinn nicht 3 x 30 Prozent = 90% (kleine Abweichungen mal ignoriert).

 

Nein, abzgl. der Fin.-Kosten.

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MStorm
· bearbeitet von MStorm

Finanzierungskosten habe ich ja schon in Form des Spreads und des Aufgelds. Soweit so gut.

Das mit dem Anpassen der KO-Schwelle verstehe ich trotzdem noch nicht ganz. Die Schwelle wird doch angepasst weil (i.d.R) die Aktie gestiegen ist und somit der Abstand zum Knock Out größer würde und dieser ursprungliche Abstand wieder hergestellt wird, richtig? Aber dann bleibt doch auch der Hebel immer ähnlich und das Zertifikat ist doch auch gestiegen weil die Aktie gestiegen ist und deshalb die KO-Schwelle angepasst werden muss. Wieso verringert sich da dann der Wert des Zertifikats mit der Zeit?

 

Da hast du offenbar was grundlegend falsch verstanden.

Die Schwelle wird angepasst, weil damit die Finanzierungskosten abgegolten werden. Der Hebel, also letztlich der eingebaute Kredit, kostet nämlich Geld. Bei open end Produkten kann dies aber logischerweise nicht über ein Aufgeld eingetrieben werden, sondern es wird durch eine Anhebung der KO-Schwelle (genauer: Basispreis) getan.

Der Hebel bleibt keinesfalls "immer" ähnlich, sondern ändert sich rapide. Nahe des KOs bspw. ist er - logischerweise - sehr hoch.

Vielleicht irritiert dich auch "Ko-Schwelle". Da das Zertifikat ein KO-Pordukt mit SL ist, muss man hier besser von Basispreis sprechen, welcher angepasst wird.

 

Das von dir genannte zertifikat CB4103 hatte bei Emission ein Basispreis von 30 CHF, der Hebel lag bei reichlich 19, heute liegt der Basispreis 32,22 CHF, der Hebel bei knapp 2.

 

Je höher der Basispreis,desto weniger ist der Zertifikat bei gleichem Basiswertkurs wert.

Beispiel:

Nestle stand im Frühjahr 2009 ungefähr dort, wo sie bereits im Sommer 2006 stand. Zu diesem zeitpunkt notierte das Zertifikat aber erheblich niedriger, als im Sommer 2006.

 

Mal ein theoretische Beispiel: Angenommen eine Aktie ist in den letzen 10 Jahren um 30 Prozent gestiegen und dabei nie um mehr als 40% gefallen. Hätte ich nun damals ein Knock Out Zertifikat mit einem Hebel von 3 gekauft und einen Abstand zum Knock Out > 40% gekauft, wäre dann der Gewinn nicht 3 x 30 Prozent = 90% (kleine Abweichungen mal ignoriert).

 

Nein, abzgl. der Fin.-Kosten.

 

Ah ok. Das würde bedeuten um langfristig anzulegen, müsste man ein Zertifikat mir sehr großen Hebel nehmen, weil er im Laufe der Zeit immer weiter abnimmt. Problem ist dann natürlich nur, dass gerade am Anfang das Knock Out Risko sehr groß ist, da der Abstand natürlich sehr gering ist. Daher würde das natürlich wegfallen. Bliebe nur regelmässiges austauschen des Zertifikats.....

 

Das heißt aber auch, wenn der Basiswert und somit das Zertifikat wieder fällt, dann steigt auch der Hebel wieder. Richtig?

 

Die Fin.-Kosten sind der Spread und das Aufgeld. Richtig?

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Chemstudent

Die Fin.-Kosten sind der Spread und das Aufgeld. Richtig?

Zum dritten (!) mal:

 

Die Finanzierungskosten werden über eine Erhöhung des Basispreises umgelegt. Sie sind NICHT Spread und Aufgeld.

Wie bereits oben beschrieben:

Das von dir genannte zertifikat CB4103 hatte bei Emission ein Basispreis von 30 CHF, der Hebel lag bei reichlich 19, heute liegt der Basispreis 32,22 CHF, der Hebel bei knapp 2.

 

Das Zertifikat verliert durch die Finanzierungskosten, also durch das Anheben des Basispreises, mit fortlaufender Zeit an Wert, sofern sich der Basiswertkurs nicht ändert.

 

Ein Aufgeld sollten derartige Zertifikate nicht aufweisen. Dies ist vielmehr bei laufzeitlimitierten Produkten der Fall, bei denen dafür der Basispreis konstant bleibt.

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MStorm

Die Fin.-Kosten sind der Spread und das Aufgeld. Richtig?

Zum dritten (!) mal:

 

Die Finanzierungskosten werden über eine Erhöhung des Basispreises umgelegt. Sie sind NICHT Spread und Aufgeld.

Wie bereits oben beschrieben:

Das von dir genannte zertifikat CB4103 hatte bei Emission ein Basispreis von 30 CHF, der Hebel lag bei reichlich 19, heute liegt der Basispreis 32,22 CHF, der Hebel bei knapp 2.

 

Das Zertifikat verliert durch die Finanzierungskosten, also durch das Anheben des Basispreises, mit fortlaufender Zeit an Wert, sofern sich der Basiswertkurs nicht ändert.

 

Ein Aufgeld sollten derartige Zertifikate nicht aufweisen. Dies ist vielmehr bei laufzeitlimitierten Produkten der Fall, bei denen dafür der Basispreis konstant bleibt.

 

Ok, dann mal vielen Dank.

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FerdiSchmitti

Ich brauche bitte einmal kurz Eure Korrektur, falls meine Berechnung falsch ist:

 

 

 

Beispiel:

 

Ein Short-Hebelzertifikat soll mit Stop-buy-Order gekauft werden, wenn Gold unter 1.600 USD fällt, konkrete Kaufauslösung z.B. bei 1.595 USD

 

 

Turbo-Optionsschein Put auf Gold (WKN GT4RZL) Basispreis 1.705 USD; Bezugsverh. 0,10

 

Berechnung des Optionsscheinkurses bei Goldkurs 1.595 USD:

 

(1.705-1.595) x 0,10 = 11 Euro

 

 

 

Geht das wirklich so einfach, oder gibt es andere Einflußfaktoren auf die Vorberechnung eines Turbo-Optionsscheinkurs, die das Ergebnis der Berechnung stark verändern?

 

 

Vielen Dank für Eure Hilfe,

 

Ferdi

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otto03

Ich brauche bitte einmal kurz Eure Korrektur, falls meine Berechnung falsch ist:

 

 

 

Beispiel:

 

Ein Short-Hebelzertifikat soll mit Stop-buy-Order gekauft werden, wenn Gold unter 1.600 USD fällt, konkrete Kaufauslösung z.B. bei 1.595 USD

 

 

Turbo-Optionsschein Put auf Gold (WKN GT4RZL) Basispreis 1.705 USD; Bezugsverh. 0,10

 

Berechnung des Optionsscheinkurses bei Goldkurs 1.595 USD:

 

(1.705-1.595) x 0,10 = 11 Euro

 

 

 

Geht das wirklich so einfach, oder gibt es andere Einflußfaktoren auf die Vorberechnung eines Turbo-Optionsscheinkurs, die das Ergebnis der Berechnung stark verändern?

 

 

Vielen Dank für Eure Hilfe,

 

Ferdi

 

- das Zertifikat gibt es nicht mehr (Bewertung 27.12.2012)

- da kein Quanto müßten noch die entsprechenden Währungsumrechnungen berücksichtigt werden

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Sanguinius

Hi,

 

ich beschäftige mich seit kurzem mit Zertifikaten da ich neben dem "normalen" handel mit Aktien was anderes ausprobieren möchte.

Im Moment beschäftigen mich Knock-Out-Zertifikate.

Hier habe ich ein Verständnisproblem mit einem möglichen setzen des Stop Loss.

 

Annahme: Ich habe ein Knock-Out-Zertifikat erworben was 20 cent Wert ist. Der Abstand des Basiswerts zum Ko sind 40 (aktl. Kurs 8.20) cent.

Jetzt möchte ich einen Stop-Loss setzten, falls das Abstand des Basiswertes nur noch 10 cent zum Ko ist.

Also setze ich eine Verkaufsorder mit einem Stop Loss. Aber welchen wert gebe ich dort ein (Mein Beispiel 7.90)? Bezieht sich dieser immer auf den Basiswert oder auf den Wert des Zertifikats?

 

Schon mal Vielen Dank für die Antworten. Auch wenn es wirklich eine Anfängerfrage ist....

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