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Chemstudent

Anfängerthread zu Zertifikaten und Optionsscheinen

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deda
Posted · Edited by deda
Am 15.6.2020 um 09:03 von n00bpro:

Der Hebel eines Optionsscheins ist somit nur für den Kursverlauf desselben relevant

Wenn ich es richtig verstanden habe ist Omega der Hebel (Hebel * Delta). Wozu dann der Hebel? Nur zur Berechnung von Omega?

 

Was ich eigentlich fragen wollte. Habs irgendwo auf einer OS Webseite gelesen.

Wenn der Basiswert um 1% steigt, steigt der OS um das Omega (Omega z.B. 4%)?

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reckoner
Posted

Hallo,

 

Zitat

Wenn der Basiswert um 1% steigt, steigt der OS um das Omega (Omega z.B. 4%)?

Richtig. Das was sich viele als Hebel vorstellen (z.B. Hebel 5: Aktie steigt um 3%, Optionsschein um 15%) ist das Omega (unendlich stimmt das aber auch nicht).

 

Stefan

 

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passiv_Investor
Posted

Korrekt, das Omega ist der "tatsächliche" Hebel. Eben auf den Prozentwert bezogen.

Die Angabe "Hebel" bezieht sich auf den Fremdkapitaleinsatz im Instrument. Steht da Hebel 10 hast du das 10-fache des Eigenkapitals (also Zertifikatspreises) im Hintergrund investiert.

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psycap
Posted

Hi!
Ich bin selbst Anfänger, und mir ist gerade etwas passiert aus dem ich lernen möchte.
Ich hoffe, dass ihr mir etwas Licht in die Dunkelheit bringen könntet.
Wie jeder weiß, ist Wirecard heute hart abgestürzt. Gestern bin ich long gegangen auf Wirecard, Preis pro Optionsschein 1,83€ mit einem Stop-Loss bei 1,60€.

Als es dann heute richtig Rund ging, waren meine Optionsscheine bei einem Wert von 1,65€ und ich dachte mir: "Ich warte jetzt nicht auf die 1,60€, das ist mir zu wild - ich verkauf jetzt".
Um 14:10 ging also die Verkaufsorder raus - Market. Um 15:45 wurde diese dann erst ausgeführt mit einem Preis von 0,16€ pro Optionsschein.

 

Jetz würde ich gerne wissen was da los war, ich weiß, das mit der extrem erhöhten Volatilität der spread natürlich hoch schießt, jedoch bin ich nicht davon ausgegangen, das es über eine Stunde dauert, bis meine Order ausgeführt wird.
Kann mir das jemand erklären und evtl was ich besser machen kann?

Vielen Dank.
 

 

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Cai Shen
Posted
vor 3 Minuten von psycap:

Jetz würde ich gerne wissen was da los war, ich weiß, das mit der extrem erhöhten Volatilität der spread natürlich hoch schießt, jedoch bin ich nicht davon ausgegangen, das es über eine Stunde dauert, bis meine Order ausgeführt wird.

Der Spread ist bei einer Market-Order praktisch egal, du akzeptierst ja jeden Preis.

Während extremer Marktturbulenzen wird man seine Papiere oft schlicht nicht los, weil sie dir keiner abkauft.

Der Marketmaker bzw. Emittent sollte zwar Kurse stellen und Liquidität sichern, bei so extremen Kursrutschen sind die aber auch nur Menschen und haben keine Lust alle Papiere am Markt aufzusaugen.

Da wir nicht wissen, um welches Papier es konkret geht, sind weitere Hilfestellungen leider nicht seriös abzugeben.

 

(Ich habe sogar Anleihen, die sind seit den Corona - Kursrutschen Anfang März mangels Nachfrage effektiv nicht handelbar.)

vor 10 Minuten von psycap:

Als es dann heute richtig Rund ging, waren meine Optionsscheine bei einem Wert von 1,65€

Ich gaube da nicht so recht dran, WDI ist innerhalb von 15 Minuten um >50% eingebrochen.

Wahrscheinlich bist du einer alten Indikation aufgesessen, das war nicht der aktuell gehandelte Preis.

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passiv_Investor
Posted · Edited by passiv_Investor
vor 22 Minuten von psycap:

Hi!
Ich bin selbst Anfänger, und mir ist gerade etwas passiert aus dem ich lernen möchte.
Ich hoffe, dass ihr mir etwas Licht in die Dunkelheit bringen könntet.
Wie jeder weiß, ist Wirecard heute hart abgestürzt. Gestern bin ich long gegangen auf Wirecard, Preis pro Optionsschein 1,83€ mit einem Stop-Loss bei 1,60€.

Als es dann heute richtig Rund ging, waren meine Optionsscheine bei einem Wert von 1,65€ und ich dachte mir: "Ich warte jetzt nicht auf die 1,60€, das ist mir zu wild - ich verkauf jetzt".
Um 14:10 ging also die Verkaufsorder raus - Market. Um 15:45 wurde diese dann erst ausgeführt mit einem Preis von 0,16€ pro Optionsschein.

 

Jetz würde ich gerne wissen was da los war, ich weiß, das mit der extrem erhöhten Volatilität der spread natürlich hoch schießt, jedoch bin ich nicht davon ausgegangen, das es über eine Stunde dauert, bis meine Order ausgeführt wird.
Kann mir das jemand erklären und evtl was ich besser machen kann?

Vielen Dank.
 

 

image.thumb.png.2e6835a1bde2873436764ab73370418a.png

Jeder Pfeil ist eine Handelsaussetzung in der Aktie. Du kannst dir vorstellen, dass die Optionen auf Wirecard (die an der EUREX eh schon nicht gerade sehr liquide sind) und mit welchen der Emittent deine Position hedged, in solchen Situationen noch schlimmer gepreist werden bzw. gar nicht gehandelt werden. Das wird wohl der Grund für deine verzögerte Ausführung gewesen sein.

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psycap
Posted · Edited by psycap

Danke Cai Shen,

Zitat

Während extremer Marktturbulenzen wird man seine Papiere oft schlicht nicht los, weil sie dir keiner abkauft.

Trifft das auch bei meinem Stop-Loss zu? Der hat nämlich auch nicht gegriffen.

 

Danke passiv_Investor für die Grafik, mir war nicht bewusst, das diese Aussetzer so dramatisch sein können.

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passiv_Investor
Posted
vor 1 Minute von psycap:

Danke Cai Shen,

Trifft das auch bei meinem Stop-Loss zu? Der hat nämlich auch nicht gegriffen.

Der greift ja nur, wenn der Emittent auch Kurse stellt, was er hier wohl nicht gemacht hat/machen konnte. Wenn schon der Basiswert selbst ständig vom Handel ausgesetzt ist.

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Cai Shen
Posted · Edited by Cai Shen
vor 29 Minuten von psycap:

Trifft das auch bei meinem Stop-Loss zu? Der hat nämlich auch nicht gegriffen.

Stopp-Loss heißt nur, der Broker platziert eine automatische Verkaufsorder, die gleichberechtigt neben allen anderen beim gewählten Handelsplatz liegt.

Ein SL hat ja keine Sonderrechte oder garantierten Ausführungskurse.

Gegriffen hat er ja, nur nicht ganz in deinem Sinne. ;)

Genau deshalb setzte ich keine SL (mehr), schon gar nicht bei Derivaten und marktengen Werten!

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psycap
Posted
vor 3 Stunden von Cai Shen:

Genau deshalb setzte ich keine SL (mehr), schon gar nicht bei Derivaten und marktengen Werten!

Verstehe. Gibt es etwas, was du stattdessen empfiehlst?

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Drachenblut
Posted

Kann mir jemand erklären warum es bei trade republic bei call Optionen Basiswerte unter dem aktuellen Kurs gibt? Das macht doch keinen Sinn oder ?

Liebe Grüße

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passiv_Investor
Posted

Du meinst sicher Optionsscheine. Optionen kann man bei TradeRepublic nämlich gar nicht handeln. Und wieso machen Optionsscheine mit Callstrike unter dem aktuellen Basiswertkurs keinen Sinn? Man muss ja nicht zwingend aus dem Geld Optionsscheine handeln.

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Cai Shen
Posted
vor 5 Stunden von Drachenblut:

Kann mir jemand erklären warum es bei trade republic bei call Optionen Basiswerte unter dem aktuellen Kurs gibt?

Weil es die Optionen schon länger gibt und niemand einen Sinn darin sieht, diese inkl. aller noch ausstehenden Papiere sofort aus dem Verkehr zu ziehen? 

Theoretisch sinkt bei Optionen in-the-money der Zeitwertanteil und die Calls würden bei weiter steigendem Kurs des Basiswert entsprechend mehr zulegen als ein höher stehender Callschein. 

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passiv_Investor
Posted · Edited by passiv_Investor
Am 15.6.2020 um 09:03 von n00bpro:

@passiv_Investor Danke für deine Erklärungen! :)

 

Der Hebel eines Optionsscheins ist somit nur für den Kursverlauf desselben relevant, nicht aber nach Ablauf des Scheins bzw. wenn dieser "eingelöst" wird, korrekt?

Nach Ablauf existiert das Produkt ja nicht mehr und man erhält den Restwert ausbezahlt. Der Hebeleffekt wird somit aufgelöst, da der Emittent das Hedgegeschäft schließt.

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deda
Posted · Edited by deda

1)

Wenn ich OS kaufe auf USA Unternehmen wie Paypal, Apple usw. dann gilt doch der Basispreis (Aktienkurs) der NASDAQ? Weil in der Suche z.B. bei onvista immer USD als Währung für den Basispreis angezeigt wird.

Das würde bedeuten, handeln am besten zu NYSE Zeiten zw. 1530 und 17:30 Uhr?

 

2)

Wegen der Volatilität, ist eine höhere Volatilität nicht besser als eine geringere?

Weil der Zeitwert mit der Zeit abnimmt und wenn sich der Kurs im Zeitverlauf nicht bzw. nur minimal bewegt, sollte das für den OS Inhaber negativ sein?

 

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passiv_Investor
Posted

1)

Korrekt, immer die Heimatbörse. NASDAQ handelt aber von 15.30-22.00 Uhr MEZ

 

2)

Kommt darauf an wofür. Bei Optionsscheinen bezahlst du halt mehr Prämie aber klar, zumindest bedeutet es auch mehr erwartete Schwankung.

Beim Verkauf von Optionen (nicht Optionsscheinen) ist bei hoher impliziter Vola auch die Prämie höher, die man vereinnahmt für das übernommene Risiko.

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uang
Posted
vor 5 Minuten von deda:

1)

Wenn ich USA OS kaufe auf Paypal, Apple usw. dann gilt doch der Basispreis (Aktienkurs) der NASDAQ? Davon gehe ich zzt. aus weil in der Suche z.B. bei onvista immer USD als Währung für den Basispreis angezeigt wird.

Das würde bedeuten, handeln am besten zu NYSE Zeiten zw. 1530 und 17:30 Uhr?

 

2)

Wegen der Volatilität, ist eine höhere Volatilität nicht besser als eine geringere?

Weil der Zeitwert mit der Zeit abnimmt und wenn sich der Kurs im Zeitverlauf nicht bzw. nur minimal bewegt, sollte das für den OS Inhaber negativ sein?

 

Zu 1) Die referenzbörse steht im Prospekt zum Wertpapier. Bei US werten wird das höchstwahrscheinlich die NYSE sein. Außerhalb der Handelszeiten durften die spreads deutlich höher sein, also ja, besser erst ab 15:30 handeln.

 

Zu 2) Der preis einer (long) Option steigt mit steigender implizierter Vola also sollte dann auch der (zeit) wert deines OS steigen. Bei OS läuft die Zeit also immer gegen dich, im Gegensatz zu short optionen

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reckoner
Posted · Edited by reckoner

Hallo,

 

zu 1: Die Aktienkurse sind doch weltweit nahezu gleich, ich verstehe das Problem nicht. Wenn du beispielsweise einen Kurs in Euro betrachtest musst du natürlich in US$ umrechnen, mehr aber nicht.

Und die niedrigsten Spreads gibt es natürlich in den Zeiten mit dem größten Umsatz, typischerweise ist das wenn die Heimatbörse geöffnet hat (aber das ist nicht zwischen 15:30 und 17:30, wie kommst du auf diese Zeiten?).

 

zu 2: Besser für was?

Richtig ist, dass der Zeitwert die Volatilität repräsentiert. Aber darum geht es gar nicht. Die Vola zeigt nämlich vor allem, ob und wie viel sich der Basiswert überhaupt bewegt, und das ist doch eine Grundvoraussetzung für eine Spekulation.

 

Nachtrag: Niedrige Vola = geringeres Risiko aber auch geringere Chancen (und umgekehrt)

 

Stefan

 

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deda
Posted
vor 5 Minuten von reckoner:

(aber das ist nicht zwischen 15:30 und 17:30, wie kommst du auf diese Zeiten?).

Ich war mit meinen Gedanken gerade bei der XETRA (Ende 17:30 Uhr).

 

 

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Bit
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Am 18.6.2020 um 17:45 von Cai Shen:

Der Spread ist bei einer Market-Order praktisch egal, du akzeptierst ja jeden Preis.

Während extremer Marktturbulenzen wird man seine Papiere oft schlicht nicht los, weil sie dir keiner abkauft.

Der Marketmaker bzw. Emittent sollte zwar Kurse stellen und Liquidität sichern, bei so extremen Kursrutschen sind die aber auch nur Menschen und haben keine Lust alle Papiere am Markt aufzusaugen.

Da wir nicht wissen, um welches Papier es konkret geht, sind weitere Hilfestellungen leider nicht seriös abzugeben.

 

 

nochmal zu dem spread bei hebelzertifikaten @Cai Shen. wenn ich in der eingrenzung bei zb comdirect nach zertifkaten suche sind das die werte die am grössten sich unterscheidne von produkt zu produkt. warum gibt es solch grossen differenzen und was zeigen diese genau auf bzw welche rolle spielen sie wirklich ?

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passiv_Investor
Posted
vor 10 Minuten von Bit:

nochmal zu dem spread bei hebelzertifikaten @Cai Shen. wenn ich in der eingrenzung bei zb comdirect nach zertifkaten suche sind das die werte die am grössten sich unterscheidne von produkt zu produkt. warum gibt es solch grossen differenzen und was zeigen diese genau auf bzw welche rolle spielen sie wirklich ?

Der Spread kann je nach Basiswert und auch nach Produktpreis sowie Emittent unterschiedlich sein.

Zudem ist er meist dann erhöht, wenn das Produkt kurz vor dem Knockout steht oder aber außerhalb der Handelszeit der Heimatbörse bzw. kurz vor Marktschluss.

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Funkadelic
Posted

Moin. Weiß nicht ob das Thema eher zu den Zertifikaten gehört oder hier hin. Tesla und Apple zb machen ja nächste Woche einen Aktiensplit. Jetzt gibt es ja noch etliche Optionsscheine die zb bei Apple einen Basiswert von zb 400 haben. 
 

bin ich richtig in der Annahme das diese zertifikate einfach umgeschrieben werden? Also der Basiswert Anfang an den Wert nach dem Split angepasst wird?

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Pascal_84
Posted
Am 21.8.2020 um 19:23 von Funkadelic:

Moin. Weiß nicht ob das Thema eher zu den Zertifikaten gehört oder hier hin. Tesla und Apple zb machen ja nächste Woche einen Aktiensplit. Jetzt gibt es ja noch etliche Optionsscheine die zb bei Apple einen Basiswert von zb 400 haben. 
 

bin ich richtig in der Annahme das diese zertifikate einfach umgeschrieben werden? Also der Basiswert Anfang an den Wert nach dem Split angepasst wird?

die optionsscheine werden durch den split geteilt - ich hab zb. optionsscheine auf tesla short 1500, die nun auf 300$ lauten - dafür ist aber ein alter optionsschein (0,01 tesla aktien) nun in 0,05 neue scheine getauscht worden (aktiensplit 1 zu 5)

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Quailman
Posted

Hallo zusammen!

 

Ich stelle mir die Frage, wie wird der Verkauf eines Zertifikats (z.B. WKN: MC8QJ4) vor Fälligkeit steuerlich behandelt? Klar, Kapitaleinkünfte. Aber nach welchem §§?

 

Läuft das Zertifikat bei Fälligkeit aus, dann sind die Erträge Zinserträge nach § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG. Demnach müsste der Verkauf eines Zertifikats unter § 20 Abs. 2 Nr. 7 EStG fallen. Demnach darf keine Verrechnung mit vortragsfähigen Verlusten aus Aktienveräußerungen nach § 20 Abs. 4 EStG, oder?

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domkapitular
Posted · Edited by domkapitular

Über die Paragrafen habe ich noch nie nachgedacht. Aber solange bei Fälligkeit keine Aktienlieferung erfolgt, entstehen keine Aktiengewinne oder -verluste und damit keine Verrechnungsmöglichkeiten mit Aktienverlusten. Beides (Fälligkeit und vorzeitiger Verkauf) hatte ich schon bei sehr vielen Zertifikaten.

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