Zum Inhalt springen
Chemstudent

Anfängerfragen zu Zertifikaten und Optionsscheinen

Empfohlene Beiträge

OceanCloud
· bearbeitet von OceanCloud
falsch gelesen

@n00bpro 

ich habe mich gerade mal über Bonus Zertifikate schlau gemacht:

Ich verstehe das so: ist bis zum Ende der Laufzeit der Kurs 2* <= 54€ , ist dein Einsatz weg. Würdest du dagegen Aktien kaufen, hättest du die eben immer noch.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
wpf-leser
· bearbeitet von wpf-leser
vor 13 Minuten von n00bpro:

aber was haltet ihr denn generell davon? Außer dem Risiko bzgl. Totalverlust ist das doch eigentlich ein gutes Ding, oder? [...] Verstehe nur nicht, wie die Bank bzw. der Hausgeber da groß verdient?!

Kann sowas bitte einfach -> dort <- diskutiert werden? :rolleyes:

Kleiner Hinweis noch an n00bpro:

  • Was passiert, wenn der Aktienkurs >120 steht?
  • Wie viel kostet das Zertifikat jetzt?
  • Wie teuer ist die Aktie jetzt?

Vielleicht wird dann klar, wie der Emittent verdient...

 

Grüße,

 wpf-leser

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
n00bpro
· bearbeitet von n00bpro
vor 3 Minuten von OceanCloud:

@n00bpro 

ich habe mich gerade mal über Bonus Zertifikate schlau gemacht:

Ich verstehe das so, dass wenn am Ende der Laufzeit der Kurs < 54€ ist, dein Einsatz weg ist. Würdest du dagegen Aktien kaufen, hättest du die eben immer noch (zum Kurs von < 54€)

nein, du bekommst bei den beiden Zertifikaten dann den Kurswert am Ende ausgezahlt, sobald die Linie EINMAL gerissen ist. Somit hast du folgende Nachteile (wenn ich es nicht komplett falsch verstanden habe, ich hab wie gesagt das BIB nicht gefunden):

1. Wenn du einmal die 54 gerissen hast, bekommst du den Bonus auf 104 (bzw. 120) nicht mehr. Danach läuft das Papier weiter wie die Aktie, kann also wieder nach oben oder nach unten gehen.

2. Es wird zu einem bestimmten Zeitpunkt eingelöst, wenn du da gerade bei 40 bist, bekommst du halt auch nur 40 raus und kannst nicht weiter "halten", bis du aus den miesen raus bist (falls es überhaupt passiert)

 

Ansonsten ist das nahezu in jedem Fall besser als die Aktie direkt zu kaufen, zumindest wenn man nicht länger als September investiert sein möchte.

 

€ ok, ich schreibe das nochmal in dem andren Thread. Die Hinweise von @wpf-leser kann ich nicht nachvollziehen.

zu 1: Dann bekommt man den Wert des Kurses am Stichtag

2 und 3: Preis nahezu identisch

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
n00bpro

kann mich hier mal bitte jemand aufschlauen, wo bei SR853Z der Haken ist? Wenn ich nicht von einem Totalverlust bzw. einem extremen Crash ausgehe, ist das doch ein merkwürdiges gutes Zertifikat, oder?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
passiv_Investor
vor 7 Minuten von n00bpro:

kann mich hier mal bitte jemand aufschlauen, wo bei SR853Z der Haken ist? Wenn ich nicht von einem Totalverlust bzw. einem extremen Crash ausgehe, ist das doch ein merkwürdiges gutes Zertifikat, oder?

Kommt eben ganz darauf an, welche Erwartungen du an Wirecard hast. Die Volas sind eben gerade extrem in den Optionen, daher lassen sich solch vermeintlich attraktiven Bonusprodukte gut bauen.

Zahlenvorlage steht diese Woche an. Und nochmal werden sie kaum verschieben können.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
finisher
vor 13 Minuten von n00bpro:

zu 1: Dann bekommt man den Wert des Kurses am Stichtag

Was ist wenn die Aktie auf 130€ steigt? Dann will keiner mehr das Zertifikat haben, dann bildet das Zertifikat vermutlich nicht mehr 1:1 die Aktie ab und man bekommt weniger? Z.B. 120€ statt, 130€ ?

Umgekehrt wird das Zertifikat weniger stark fallen, wenn der Kurs der Aktie z.B. auf 60€ fällt, weil dann viele in das Zertifikat tauschen? (steht auch so in dem Artikel)

 

Falls ja, dann ist halt die Frage wie groß diese Abweichungen bei Zertifikaten sind, wenn diese für die Teilnehmer nicht mehr attraktiv werden. Ich habe da keine Erfahrungen.

Angenommen die Aktie steigt nächste Woche auf 200€. Bekomme ich dann auch 200€ wenn ich das Zertifikat verkaufen und wieder in die Aktie tauschen will oder muss ich da einen Abschlag bezahlen und bekomme z.B. nur 180€ statt 200€ ?

Das wäre ja schon ziemlich ärgerlich.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
OceanCloud
· bearbeitet von OceanCloud

@n00bpro

habe die Anregung von wpf-leser aufgegriffen.

Die Aktie kostet zur Zeit 92€, das Zertifikat 98€. Auf der Arriva-Seite steht ja auch "Aufgeld 7.3%"

Wenn man davon ausgeht, dass der Kurs am Ende >120 sein wird, verlierst du 6€ (oder 7.3%) im Gegensatz zu einer Direktanlage.

 

Daraus folgere ich, dass der Emittent davon ausgeht, dass der Kurs am Ende >120€ ist, damit er mit größt möglicher Wahrscheinlichkeit daran verdient.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
wpf-leser
· bearbeitet von wpf-leser
vor 35 Minuten von n00bpro:

merkwürdiges gutes Zertifikat

Wenn du davon ausgehst, dass der Basiswert z.B. Ende kommender Woche nachhaltig über die 102€ steigt (oder während der Laufzeit einmalig unter die 54€ fällt), sind die Wirecard-Aktien vermutlich der bessere Kauf. Denn das Zertifikat ist teurer als der Firmenanteil, würde dir aber am Ende nur den Gegenwert des Firmenanteils liefern. Es lohnt sich meiner momentanen Ansicht nach sozusagen nur, wenn man wirklich den Bonus vereinnahmen könnte (bzw. sofern man vorher verkaufen möchte "der Markt" zum Verkaufszeitpunkt stärker davon ausgeht, dass dies der Fall sein wird).

 

Edit:

Bin vorhin etwas durcheinandergekommen, aber es gilt auch für dieses Zertifikat. Schwellen siehe "Bemerkungen".

Zertifikat teurer als Basiswert, einmalig unter 54€ oder voraussichtlich Aktienkurs >102€ zum Verfall: Es gibt den Aktiengegenwert zurück. Gibt es keinen Bonus, streicht der Emittent das (ursprüngliche) Aufgeld ein, wenn er mit der Ausgabe des Zertifikats sich Aktien hinterlegt. Ein Kauf jetzt würde bedeuten, dass im "nicht-Bonus"-Fall das Aufgeld zum Aktienkurs ein anderer hätte. ;)

 

Edit2:

Siehe hier. Schön geschrieben, wie üblich. :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
sw23456
· bearbeitet von sw23456
vor 28 Minuten von n00bpro:

kann mich hier mal bitte jemand aufschlauen, wo bei SR853Z der Haken ist? Wenn ich nicht von einem Totalverlust bzw. einem extremen Crash ausgehe, ist das doch ein merkwürdiges gutes Zertifikat, oder?

Die Emittenten arbeiten folgendermaßen: Wenn Du das Zertifikat kaufst, verkaufen bzw. kaufen sie die entsprechenden Bestandtteile (z.B. short / long - call / put) an der Eurex oder auf einer ähnlichen Plattform, z.B. Baader-Bank. Der Emittent "spekuliert" insofern nicht selbst. Er hat in dem Moment sein Geschäft bereits gemacht. Wenn Du das Zertifkat wieder verkaufst, läuft das ganze rückwärts und er hat wieder ein paar Punkte verdient.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
n00bpro
vor 16 Minuten von finisher:

Was ist wenn die Aktie auf 130€ steigt? Dann will keiner mehr das Zertifikat haben, dann bildet das Zertifikat vermutlich nicht mehr 1:1 die Aktie ab und man bekommt weniger? Z.B. 120€ statt, 130€ ?

Umgekehrt wird das Zertifikat weniger stark fallen, wenn der Kurs der Aktie z.B. auf 60€ fällt, weil dann viele in das Zertifikat tauschen? (steht auch so in dem Artikel)

 

Falls ja, dann ist halt die Frage wie groß diese Abweichungen bei Zertifikaten sind, wenn diese für die Teilnehmer nicht mehr attraktiv werden. Ich habe da keine Erfahrungen.

Angenommen die Aktie steigt nächste Woche auf 200€. Bekomme ich dann auch 200€ wenn ich das Zertifikat verkaufen und wieder in die Aktie tauschen will oder muss ich da einen Abschlag bezahlen und bekomme z.B. nur 180€ statt 200€ ?

Das wäre ja schon ziemlich ärgerlich.

 

Naja ärgerlich ist relativ - dafür hast du deutlich mehr Sicherheit. Ich weiß es ja selbst nicht, daher habe ich hier gefragt. Ich suche noch das BIB.

 

Das steht auf den ganzen Seiten dazu:

Zitat

Wenn diese Barriere nicht erreicht wird, erhält der Anleger mindestens eine Rückzahlung entsprechend eines Kurses des Basiswertes von 120,00 EUR. Wenn die Performance des Basiswertes darüber hinausgehen sollte, partizipiert der Anleger stattdessen vollständig daran.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
passiv_Investor
· bearbeitet von passiv_Investor
vor einer Stunde von OceanCloud:

Daraus folgere ich, dass der Emittent davon ausgeht, dass der Kurs am Ende >120€ ist, damit er mit größt möglicher Wahrscheinlichkeit daran verdient.

Der Emittent geht von gar nichts aus. Wenn er sich gehedged hat, wovon ich mal ausgehe, dann ist ihm die Kursentwicklung relativ egal.

Emittenten verdienen am Spread, den intern verrechneten Gebühren und Finanzierungskosten.

vor einer Stunde von finisher:

Was ist wenn die Aktie auf 130€ steigt? Dann will keiner mehr das Zertifikat haben, dann bildet das Zertifikat vermutlich nicht mehr 1:1 die Aktie ab und man bekommt weniger? Z.B. 120€ statt, 130€ ?

Umgekehrt wird das Zertifikat weniger stark fallen, wenn der Kurs der Aktie z.B. auf 60€ fällt, weil dann viele in das Zertifikat tauschen? (steht auch so in dem Artikel)

 

Falls ja, dann ist halt die Frage wie groß diese Abweichungen bei Zertifikaten sind, wenn diese für die Teilnehmer nicht mehr attraktiv werden. Ich habe da keine Erfahrungen.

Angenommen die Aktie steigt nächste Woche auf 200€. Bekomme ich dann auch 200€ wenn ich das Zertifikat verkaufen und wieder in die Aktie tauschen will oder muss ich da einen Abschlag bezahlen und bekomme z.B. nur 180€ statt 200€ ?

Das wäre ja schon ziemlich ärgerlich.

 

Je mehr die Aktie steigt, desto eher wird sich das Bonuszertifikat wie die Aktie selbst verhalten. Schließlich rückt die Barriere in immer weitere Ferne.

Da es kein Capped Bonus ist, hat man nach oben auch keine Begrenzung und partizipiert vollständig an der Kursentwicklung über dem Bonuslevel von 102 Euro.

Sofern die Barriere nicht gerissen wird während der Laufzeit, ist die Bonusrendite zum Laufzeitende die Mindestrendite.

Während der Laufzeit wird das Bonuszertifikat aber immer etwas unter dem Aktienkurs notieren sofern wir oberhalb des Bonuslevels notieren, denn schließlich hat man das Risiko den Bonusanspruch zu verlieren, wenn die Barriere gerissen wird und das Zertifikat hat, anders als die Aktie, eine endliche Laufzeit.

Unterhalb des Bonuslevels hat das Zertifikat einen Aufschlag, da man sich den Bonus verdienen kann, selbst wenn der Aktienkurs konstant bleibt oder nur wenig steigt/fällt.

 

Bedenke: Es gibt immer Chancen UND Risiken. Man kann nicht nur die Chancen erhöhen und die Risiken bleiben gleich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
passiv_Investor
· bearbeitet von passiv_Investor
vor einer Stunde von OceanCloud:

Wenn man davon ausgeht, dass der Kurs am Ende >120 sein wird, verlierst du 6€ (oder 7.3%) im Gegensatz zu einer Direktanlage.

Nein "verlieren" tut man nichts. Wenn dann meinst du, dass man schlechter abschneidet im Vergleich zu einer Direktanlage aber auch das gilt nur bei Capped Zertifikaten, was hier nicht der Fall ist.

Der einzige "Verlust", den man gegenüber der Direktanlage erleidet, entsteht beim Reißen der Barriere. Hier geht dann das bezahlte Aufgeld verloren.

 

Aber ich gebe Dir insofern Recht, dass das einmal bezahlte Aufgeld im Grunde in jedem Fall verloren ist, sofern man das Zertifikat bis Fälligkeit hält. Ob man nun den Bonus erhält oder lediglich den Gegenwert der Aktie.

 

Das Aufgeld beträgt aktuell 1,56 Euro bzw. 1,7%. Der Breakeven zwischen Direktanlage und Bonuszertifikat auf der Oberseite liegt also bei 102 Euro - Aufgeld = 100,44 Euro. Wenn man davon ausgeht, dass die Wirecard Aktie bis Verfall darüber steigt, dann kauft man lieber die Aktie direkt und spart sich damit das Aufgeld.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
wpf-leser
· bearbeitet von wpf-leser
vor 18 Minuten von passiv_Investor:

Wenn dann meinst du, dass man schlechter abschneidet im Vergleich zu einer Direktanlage aber auch das gilt nur bei Capped Zertifikaten, was hier nicht der Fall ist.

Aber auch ohne Cap bekommt man doch nach der Bonus-Schwelle (nach oben) "nur noch" den (Wert des) Basiswert(s). Insofern schneidet man so gegenüber einer Direktanlage dann schlechter ab, wenn das Zertifikat Stand jetzt mehr als der Basiswert kostet (genau daher kommen die Prozentangaben ja) und später der Basiswert höher steht. (?)

(Alle vorzeitigen Verkaufszenarien mal ausgeblendet natürlich...)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
OceanCloud

Hm irgendwie ziemlich kompliziert.

Das hört sich zu verdächtig nach todsicherer Sache an.

Wenn sich der Kurs bis zum Ablauf nicht mehr ändern würde, würde man den Bonus bekommen.

Wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Wem wird mein Geld für den Bonus aus der Tasche genommen? Woher kommt das Geld?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
passiv_Investor
· bearbeitet von passiv_Investor
vor 5 Minuten von OceanCloud:

Wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Wem wird mein Geld für den Bonus aus der Tasche genommen? Woher kommt das Geld?

Demjenigen, der das Gegenschäft zum Hedgegeschäft der Bank eingegangen ist. Die Börse ist ein Nullsummenspiel. Was der eine gewinnt, das verliert ein anderer.

 

Genau darum wäre die Bank auch dumm, wenn sie ihre Geschäfte nicht absichern würde, da sie sonst ständig Geld verliert, wenn ihre Kunden gewinnen. Und die Bank braucht auch gewinnende Kunden, denn sonst hat sie irgendwann kein Geschäft mehr.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
n00bpro
· bearbeitet von n00bpro

@wpf-leser @passiv_Investor Danke für die Erklärungen. Aber das Aufgeld ist ja jetzt auch nicht üppig, oder? Auf Tradegate ist WDI mit 92,6 aus dem Handelsschluss raus, bei L&S steht sie etwas tiefer. Das Zertifikat kostet 93,7 - sind also etwa 1€ pro Aktie/Papier. Ich sehe bei WDI durchaus Potential, dass sich da bis September weder ein extremer Hub noch ein extremer Crash entwickelt. Nehmen wir an es gibt keinen testierten Abschluss am Donnerstag, dann gehts vermutlich wieder auf 70 zurück und steigt wieder etwas. Der nächste Pfahl ist das KPMG-Update für den Dezember 2019. Dann könnte es wieder nach oben gehen, oder nochmals nach unten. So schwarz/weiß sehe ich das also nicht, und mit 1€ Aufgeld hätte ich das Risiko nach unten deutlich abgesichert. Oder sehe ich das falsch, unter meinen Annahmen? Was passiert denn mit dem Papier, wenn ich es im August verkaufen will und der Aktienpreis ist unter 54?

 

Korrigiert mich, aber das Papier ist doch folgendermaßen:

1. Kurs < 54: Ich bekomme am Laufzeitende den Kurswert (und habe den 1€ für die höheren Zertifikatskosten "verloren" im Vergleich zur Direktanlage)

2. Kurs > 54 und < 102: Es gibt 102€ am Laufzeitende zurück

3. Kurs > 102: Es gibt den Kurswert zurück (auch hier wieder den 1€ pro Stück "verloren"

 

Ich habe jetzt nur noch nicht verstanden, auf was ich mich einstellen kann wenn nicht bis Laufzeitende gewartet wird. Aber gerade für den Mittelbereich abzudecken (der ja durchaus sehr breit ist), finde ich das Papier durchaus spannend..

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
passiv_Investor
vor 4 Minuten von n00bpro:

Korrigiert mich, aber das Papier ist doch folgendermaßen:

1. Kurs < 54: Ich bekomme am Laufzeitende den Kurswert (und habe den 1€ für die höheren Zertifikatskosten "verloren" im Vergleich zur Direktanlage)

2. Kurs > 54 und < 102: Es gibt 102€ am Laufzeitende zurück

3. Kurs > 102: Es gibt den Kurswert zurück (auch hier wieder den 1€ pro Stück "verloren"

 

Ich habe jetzt nur noch nicht verstanden, auf was ich mich einstellen kann wenn nicht bis Laufzeitende gewartet wird. Aber gerade für den Mittelbereich abzudecken (der ja durchaus sehr breit ist), finde ich das Papier durchaus spannend..

Das hängt davon ab, wie die Volatilität in der Optionskomponente dann ist. Ich gehe mal davon aus, dass diese nach der Zahlenvorlage stärker fällt, da dann die News raus sind und jeder halbwegs weiß, womit er es zu tun hat.

 

Und ja, genau für den Mittelbereich zwischen 54 und 102 ist das Zertifikat ja gedacht

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
wpf-leser
· bearbeitet von wpf-leser
vor 15 Minuten von n00bpro:

Korrigiert mich, aber das Papier ist doch folgendermaßen:

Gute Leistung! :)

So in etwa (Kurs = 54€ bzw. Kurs = 102€ fehlen, aber das sind Peanuts an der Stelle) stellt sich für mich die Lage dar.

Berücksichtige bitte auch: Du verzichtest wahrscheinlich auch noch auf einmal Dividende (gegenüber einem Aktien-Investment) und eine HV-Einladung / Stimmrechte.

 

vor 15 Minuten von n00bpro:

Ich habe jetzt nur noch nicht verstanden, auf was ich mich einstellen kann wenn nicht bis Laufzeitende gewartet wird.

Du wirst dich dann darauf einstellen können, dass der Aufpreis des Zertifikats abhängig von der Markterwartung ist, in den "Bonus-Bereich" zurückzufallen, um diesen dann am Ende zu vereinnahmen.

 

vor 15 Minuten von n00bpro:

Aber gerade für den Mittelbereich abzudecken (der ja durchaus sehr breit ist), finde ich das Papier durchaus spannend..

Genau dafür sind diese Produkte ja da - die Frage ist nur: wie wahrscheinlich ist das? Es erwartet doch (etwas überspitzt formuliert) annähernd jeder, dass das Ding entweder in Richtung "harter Widerstand" 0 oder durch die Decke geht - vor allem bis September. Die Folge ist also, dass es (durchschnittlich) als extrem unwahrscheinlich angesehen wird, dass dieser Bereich getroffen wird (und das natürlich ohne mindestens einmal die 54 nach unten zu durchbrechen sowie mit möglichst gebührendem Abstand zu 102€, damit sich das auch lohnt). Demenentsprechend gering ist natürlich das Aufgeld im Moment.

 

Ganz am Rande gibt es auch noch etwas wie ein Emittentenrisiko. ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
n00bpro
vor 18 Minuten von wpf-leser:

Genau dafür sind diese Produkte ja da - die Frage ist nur: wie wahrscheinlich ist das? Es erwartet doch (etwas überspitzt formuliert) annähernd jeder, dass das Ding entweder in Richtung "harter Widerstand" 0 oder durch die Decke geht - vor allem bis September. Die Folge ist also, dass es (durchschnittlich) als extrem unwahrscheinlich angesehen wird, dass dieser Bereich getroffen wird (und das natürlich ohne mindestens einmal die 54 nach unten zu durchbrechen sowie mit möglichst gebührendem Abstand zu 102€, damit sich das auch lohnt). Demenentsprechend gering ist natürlich das Aufgeld im Moment.

Die Sache ist halt, dass das "überspitzte" halt gerade das Haar in der Suppe ist. Wer sagt denn, dass der Donnerstag der Wendepunkt ist? Bei einem uneingeschränkten Testat gehts sicherlich nach oben, wenn sich die Short-Positionen aber dann nicht auflösen (25% aktuell), dann wirds auch immer weiter noch "schmutzige" Nachrichten geben. Und wer weiß was die nächsten Wochen/Monaten noch bringen. Genauso andersrum, wenns nach unten geht am Donnerstag, dann wäre 54 schon hart. Ich denke nicht, dass das bei einem uneingeschränkten Testat möglich ist - aber klar, wer weiß das schon. Mir ginge es jetzt nicht unbedingt um Performancemaximierung, sondern um eine mögliche Absicherung bzw. einen Puffer, wenn es weiter seitlich oder leicht nach unten geht. Ich überdenke so oder so gerade nochmal, meine Positionen mit nem Put abzusichern, das kostet mich auch Rendite wenn es nach oben geht. Hier wären die Einbußen überschaubar, ich bin mir nur über den Benefit noch unsicher. Aber danke für die Erklärungen, bei den jetzt bestehnden Problemen kann mir eh keiner helfen, der keine Glaskugel hat ;) Das Produkt ist jedenfalls für mich interessant, muss nur noch überlegen ob ich da reingehe oder erstmal die Füße still halte bis Ende nächster Woche.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
passiv_Investor

Down-and-Out Puts, mit welchen diese Bonuszertifikate konstruiert werden, sind in der Regel etwas preiswerter als gewöhnliche Plain Vanilla Puts, was daran liegt, dass du unterhalb der Barriere ja auch wieder ein Risiko hast und die Option beim Berühren wertlos verfällt. Insofern ist das Zertifikat also die preiswertere Variante der Absicherung nach unten aber eben auch die riskantere, wenn es doch knüppeldick kommen sollte.

Aber es ist wie du sagst, niemand kennt die Zukunft und nur genau deshalb ist hier ja eine Rendite zu machen. Je größer die Unsicherheit (und damit das Risiko), desto größer die potentielle Rendite.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
wpf-leser
· bearbeitet von wpf-leser
vor 10 Minuten von n00bpro:

[...]ich bin mir nur über den Benefit noch unsicher.

Als Orientierungshilfe: Wie das "der Markt" aktuell in etwa einschätzt, siehst du ja am Kurs des Zertifikats...

 

vor 10 Minuten von n00bpro:

Das Produkt ist jedenfalls für mich interessant, muss nur noch überlegen ob ich da reingehe oder erstmal die Füße still halte bis Ende nächster Woche.

Damit verlassen wir dann langsam wieder die allgemeinen Sphären des Anfängerfadens. ;)

Aber die wesentlichen Fragen dürften ja nun auch geklärt sein. :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
n00bpro
vor 3 Stunden von wpf-leser:

Du wirst dich dann darauf einstellen können, dass der Aufpreis des Zertifikats abhängig von der Markterwartung ist, in den "Bonus-Bereich" zurückzufallen, um diesen dann am Ende zu vereinnahmen.

Nur dass ich es richtig verstehe: Bei Bonus-Zertifikaten liegt der Reiz eigentlich in dem Abgreifen des Bonus (Überraschung!)? D.h. wenn die Aktie jetzt auf 150 hochgehen würde am Donnerstag, dann nähert sich der Zertifikatspreis dem Aktienkurs tendentiell stärker? Wenn die Aktie einbricht, liegt der Zertifikatspreis tendentiell höher als der Kurs?

 

Und gleich noch eine Frage: wenn ich einen Put-Optionsschein kaufe, nehmen wir an mit Basiswert 80. Dann kann ich den Schein grundsätzlich sowohl "verkaufen" als auch "einlösen", sollte der Kurs unter 80 kommen, oder? Was ist der Unterschied? Einlösen bedeutet, ich bekomme die Differenz zwischen 80 und dem Kurswert, korrekt? Aber wie entwickelt sich im Normalfall der Kurs des Scheins, wenn die Aktie unter das Cap rutscht? Mir geht es bei der Frage hauptsächlich um die Laufzeit und ob ich da vorher "rauskomme". Also sprich am Donnerstag geht der Kurs auf 50 runter und geht dann wieder auf 70 hoch am Freitag. Wenn der Schein bis Monatsende läuft, könnte ich die 50 am Donnerstag "mitnehmen" (im Sinne von 80€-50€=30€), oder bin ich an das Laufzeitende gebunden bzw. müsste den Schein zu einem unklaren Kurs verkaufen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
passiv_Investor
vor 33 Minuten von n00bpro:

Nur dass ich es richtig verstehe: Bei Bonus-Zertifikaten liegt der Reiz eigentlich in dem Abgreifen des Bonus (Überraschung!)? D.h. wenn die Aktie jetzt auf 150 hochgehen würde am Donnerstag, dann nähert sich der Zertifikatspreis dem Aktienkurs tendentiell stärker? Wenn die Aktie einbricht, liegt der Zertifikatspreis tendentiell höher als der Kurs?

Korrekt, wobei eben auch noch viel von der Restlaufzeit des Zertifikats und der impliziten Vola abhängig ist. Die Optionskomponente wird umso teurer sein, wenn noch mehr Restlaufzeit bzw. mehr implizite Vola vorhanden ist. Je mehr die Option im Geld notiert, desto wertloser wird die Option sein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
wpf-leser
vor 17 Minuten von n00bpro:

Nur dass ich es richtig verstehe: Bei Bonus-Zertifikaten liegt der Reiz eigentlich in dem Abgreifen des Bonus (Überraschung!)?

Klar. Denn das ist ja (ganz) am Ende die einzige Situation, in der man aus dem gezahlten Obolus Profit schlägt. In allen anderen Fällen bist du diesen einfach los (= "Verlust").

 

vor 17 Minuten von n00bpro:

D.h. wenn die Aktie jetzt auf 150 hochgehen würde am Donnerstag, dann nähert sich der Zertifikatspreis dem Aktienkurs tendentiell stärker? Wenn die Aktie einbricht, liegt der Zertifikatspreis tendentiell höher als der Kurs?

Du musst dir eigentlich nur klarmachen, was gehandelt wird. Wird das Absicherungsniveau gerissen, sollte es theoretisch keinen Kursunterschied nach oben zum Basiswert mehr geben. Im Gegenteil - entgeht dir dadurch z.B. eine (zukünftige) Dividende während der Laufzeit, dürfte das Zertifikat sogar (bis dorthin) weniger wert sein. Das sollte übrigens auch jetzt bereits in Form einer abgezinsten angenommenen Dividende im Kurs enthalten sein. Sonst könnte man ja auf die Idee kommen, vom Zertifikat 1:1 in Aktien umzuschichten und eben jene Dividende zu vereinnahmen.

 

Reißt der Kurs nicht das Absicherungsniveau, übersteigt aber das Bonusniveau, bleibt ein "Mehrwert" des Produkts (Zertifikat) erhalten. Hier besteht schließlich die Chance, dass das Zertifikat in den Bonus-Bereich zurückkehrt bis zum Laufzeitende. Dennoch muss der Kurs des Zertifikats (siehe Dividendenabzug) dann nicht notwendigerweise höher sein, als der des Basiswerts.

 

Ganz grob also:

Preis des Zertifikats = Basiswert + Aufgeld "Bonuswahrscheinlichkeit" - "Dividendenabbildung"

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
passiv_Investor
· bearbeitet von passiv_Investor
vor 41 Minuten von n00bpro:

Und gleich noch eine Frage: wenn ich einen Put-Optionsschein kaufe, nehmen wir an mit Basiswert 80. Dann kann ich den Schein grundsätzlich sowohl "verkaufen" als auch "einlösen", sollte der Kurs unter 80 kommen, oder? Was ist der Unterschied? Einlösen bedeutet, ich bekomme die Differenz zwischen 80 und dem Kurswert, korrekt? Aber wie entwickelt sich im Normalfall der Kurs des Scheins, wenn die Aktie unter das Cap rutscht? Mir geht es bei der Frage hauptsächlich um die Laufzeit und ob ich da vorher "rauskomme". Also sprich am Donnerstag geht der Kurs auf 50 runter und geht dann wieder auf 70 hoch am Freitag. Wenn der Schein bis Monatsende läuft, könnte ich die 50 am Donnerstag "mitnehmen" (im Sinne von 80€-50€=30€), oder bin ich an das Laufzeitende gebunden bzw. müsste den Schein zu einem unklaren Kurs verkaufen?

Nein, "Optionsscheine" können in der Regel nicht physisch eingelöst werden und werden bar abgegolten. Du könntest deine Aktien dann aber einfach so verkaufen und hättest die Kompensation durch den Gewinn in den Put-Optionsscheinen. Wenn du eine tatsächlich physische Verrechnung der Stücke möchtest, brauchst du echte börsliche "Optionen" und die werden in Kontrakten gehandelt, die sich jeweils auf 100 Aktien beziehen.

Man spricht hier übrigens nicht vom "Cap" sondern vom "Strike" bzw. "Basispreis". Rauskommen tust du jederzeit, da der Emittent für den Optionsschein Rückkaufskurse stellen muss. Die Frage ist eben nur zu welchen Bedingungen (Spreads, quotierte Stückzahl, etc.).

Wenn die Aktie unter den Strikepreis von 80 rutscht, wird ihr Wert tendenziell zunehmen, da sich der Optionsschein im Geld befindet. Aber bedenke, dass du dennoch mit jedem weiteren Tag an Zeitwert verlierst zum Laufzeitende hin und ebenso wenn die Volatilitätserwartung zusammenschrumpft, wie nach der Zahlenvorlage zu erwarten ist.

"Unklar" ist der Kurs also insofern, dass du nie weißt wie der Emittent die implizite Vola einpreist, was maßgeblich den übrigen Zeitwert des Optionsscheins beeinflusst.. Bei den echten Optionen geschieht das durch Angebot und Nachfrage am Markt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...