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MonacoFranzl

L&G Gerd Kommer Multifactor Equity UCITS ETF USD

Empfohlene Beiträge

DonLuigi
· bearbeitet von DonLuigi
vor 12 Stunden von chirlu:

Richtig sind nach deiner Grafik −4,1%, −3,4%, −1,9%. Aussagen zum langfristigen Ergebnis kann man auf der Grundlage nicht treffen.

Wie du bei 47,21%-41,11% auf 4,1% kommst musst du mir aber erklären. Welche Grafik hast du dir angeschaut?

Übrigens, hier ein Vergleich auf Solactive Index Ebene (weil am einfachsten) vom 31.7.2017 - 17.12.2025:

Solactive Gerd Kommer Multifactor Equity Index NTR: Von 1.000 auf 2.066,74 (+1.066,74 Punkte)
Solactive GBS Global Markets Large & Mid Cap USD Index NTR: Von 1.043,94 auf 2.513,45 (+1.469,51 Punkte)

Bedeutet seit Ende Juli 2017:

+106,7% beim Solactive Gerd Kommer Multifactor Equity (9,1% CAGR)

vs. 

+140,8% beim Solactive GBS Global Markets Large & Mid Cap (11,1% CAGR)

Hier fehlen natürlich auch noch die höhere TER und die höheren Transaktionskosten beim Kommer. Man sieht aber, dass die 2% Rendite Differenz pro Jahr schon 8,5 Jahre besteht, sollte also auch in Zukunft keine Überraschung sein. Gibt es irgendwo 5-10 Jahres Zeiträume zum Nachsehen, wann der Kommer Index in Backtests besser performed hätte?

Man wird doch wohl noch Kommer kritisieren dürfen, oder? Würde er mit seinen Marketing-Auftritten nicht dauernd eine Überrendite versprechen und jeden ETF schlecht reden, der im Vergleich zu seinem etwas mehr USA enthält, dann wäre mir das komplett egal. Es brauchen sich nicht gleich alle Kommer Jünger persönlich attackiert fühlen, ihr dürft alle machen was ihr wollt.

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Bigwigster

Zum Glück hat der durchschnittliche Gerd-Kommer-Jünger verstanden, dass man nicht einfach in das investieren sollte, was in den letzten zehn Jahren am besten lief :-*

Ab auch für diese Zielgruppe gibt es das passende Thread und den passenden Index:  Bester ETF für NASDAQ-100

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Schwachzocker
vor 13 Minuten von DonLuigi:

Man wird doch wohl noch Kommer kritisieren dürfen, oder?...

Nein!

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moonraker
vor einer Stunde von DonLuigi:

Wie du bei 47,21%-41,11% auf 4,1% kommst musst du mir aber erklären. Welche Grafik hast du dir angeschaut?

Man sollte richtigerweise halt nicht 47%-41% rechnen...

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chirlu
vor 4 Stunden von moonraker:
vor 5 Stunden von DonLuigi:

Wie du bei 47,21%-41,11% auf 4,1% kommst musst du mir aber erklären.

Man sollte richtigerweise halt nicht 47%-41% rechnen...

 

Genau, sondern 1,4111/1,4721 (macht 0,959, also die erwähnten minus 4,1%).

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Vogelhaus

Ich steig ein, wenn es 5 BP kostet

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Flapsch
Am 16.12.2025 um 17:42 von Pensionär:

Guten Abend, auf der Gerd Kommer Webseite stehen 0,45 TER !?

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Im KID vom 4. Dezember nun auch: https://api.fundinfo.com/document/85d6986b7e2dd93369925496df6d3f33_315521/PRP_DE_de_IE0001UQQ933_YES_2025-12-04.pdf

 

Auf der Seite von Kommer fand ich die Dokumente leider nicht. Aber demnach gibt's noch 0,08% an Transaktionskosten zu den 0,45% dazu. IIRC waren es vorher noch 0,10%. Also faktisch von 0,60% auf 0,53%. (Ob man das nun für "versteckt" hält, muss man selbst wissen. Ist ja bei vielen Anbietern bzw. ETFs nicht ungewöhnlich.)

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Diamantenhände

Transaktionskosten fallen bei jedem ETF an und sind bei keinem ETF in der TER enthalten.

 

Der ETF betreibt übrigens nun auch Wertpapierleihe, gute 80% des Ertrages gehen dem Fondsvolumen zu.

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Hermann
vor 5 Stunden von Diamantenhände:

Der ETF betreibt übrigens nun auch Wertpapierleihe, gute 80% des Ertrages gehen dem Fondsvolumen zu.

Und die restlichen 20%?

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Diamantenhände
vor 3 Stunden von Hermann:

Und die restlichen 20%?

Die finanzieren die alljährliche Weihnachtsfeier von Gerd Kommer Invest :rolleyes:

 

Wertpapierleihe verursacht auch Kosten. 80% sind überdurchschnittlich. Aus dem Kopf heraus, gibt Blackrock 62.5% und Vanguard 95% (also alles nach Kosten) weiter.

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Waeller
vor 11 Stunden von Diamantenhände:

Transaktionskosten fallen bei jedem ETF an und sind bei keinem ETF in der TER enthalten.

 

Der ETF betreibt übrigens nun auch Wertpapierleihe, gute 80% des Ertrages gehen dem Fondsvolumen zu.

Wo findet man die Info über die Wertpapierleihe ?

Danke vorab. 

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Rotenstein

Da der Kommer-ETF nicht passiv der Marktkapitalisierung folgt, muss ständig gekauft und verkauft werden, um den ETF wieder an den zugrundeliegenden, komplexen Index anzupassen. Wenn Nvidia beispielsweise zulegt, muss der ETF Aktien verkaufen, weil die Position sonst an die selbst auferlegte 1%-Grenze stösst. Ein passiver ETF muss dies nicht, und das ist ein grosser Vorteil. 

 

Von daher muss es nicht verwundern, dass der Kapitalumschlag im Vergleich zu passiven ETFs relativ hoch ist. Das kostet natürlich, auch wenn diese Kosten grösstenteils versteckt und entgegen allen Beteuerungen eben nicht in der Gesamtkostenquote enthalten sind. 

 

Auf der Seite von Gerd Kommer liest man: 

Zitat

Bei der Entwicklung der Anlagestrategie haben wir den Kapitalumschlag immer im Hinterkopf behalten. Einer der Gründe, warum der Momentum- und der Investment-Faktor als Screen in der Anlagestrategie konzipiert wurden, besteht darin, den Portfolioumschlag zu verringern. Der einseitige Portfolioumschlag („One-way Turnover“) des zugrunde liegenden Index lag seit Auflage des Index bis zum Launch des ETFs bei durchschnittlich rund 30% pro Jahr. Die Werte können schwanken und in die Zukunft gerichtet höher oder niedriger ausfallen.

https://gerd-kommer.de/etf/faq/

 

Typische passive ETFs haben meines Wissens einen Kapitalumschlag, der um einen Faktor von 10 geringer ist, wie etwa aktuell 2,8% beim Vanguard Total World Stock ETF (VT). 

https://investor.vanguard.com/investment-products/etfs/profile/vt

 

Muss halt jeder selbst wissen, was er macht. Für mich wäre der Kommer-ETF nichts. Teuer, komplex und langfristig mit grossen Unsicherheiten behaftet, weil das Produkt persönlich auf Gerd Kommer ausgerichtet ist.

 

Natürlich werden die selbst auferlegten Regeln zeitweise zu einem besseren Abschneiden führen (etwa wenn es mal in den USA oder bei den Mega caps schlechter läuft), langfristig ist es allerdings unwahrscheinlich, dass gerade die von Gerd Kommer erfundenen Regeln zu einer Überrendite führen sollten. Obwohl der Zeitraum seit Auflage sehr kurz ist, hat der ETF ja auch tatsächlich keine Überrendite, sondern stattdessen eine massive Unterrendite eingefahren.

 

So müssen die Anleger eben durch kluges Marketing bei der Stange gehalten werden, was aufgrund der Bekanntheit Gerd Kommers auch gelingen dürfte. 

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Flapsch
vor 13 Stunden von Diamantenhände:

Transaktionskosten fallen bei jedem ETF an und sind bei keinem ETF in der TER enthalten.

Dass es auf Fondsebene Kosten verursacht, ist ja klar, aber andere Produkte geben 0% an, zum Beispiel die MSCI ACWI von SPDR und iShares. Da werden laut KIID keine TAK erhoben, sondern nur die TER für die Verwaltung. 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 30 Minuten von Flapsch:

Dass es auf Fondsebene Kosten verursacht, ist ja klar, aber andere Produkte geben 0% an, zum Beispiel die MSCI ACWI von SPDR und iShares. Da werden laut KIID keine TAK erhoben, sondern nur die TER für die Verwaltung. 

Doch...auch da gibt es Transaktionskosten. Sie sind aber manchmal je nach Jahr im Verhältnis zum Fondsvermögen so gering, dass sie in Richtung 0% tendieren. Man kann das nachrechnen in den Jahresberichten.

Und wie @Rotenstein gerade korrekt erklärt hat:

vor einer Stunde von Rotenstein:

Typische passive ETFs haben meines Wissens einen Kapitalumschlag, der um einen Faktor von 10 geringer ist, wie etwa aktuell 2,8% beim Vanguard Total World Stock ETF (VT). 

https://investor.vanguard.com/investment-products/etfs/profile/vt

MCAP ist eben brutal effizient auf Praxisebene, siehe das im folgenden Post verlinkte Video von A. Beck:

 

https://www.wertpapier-forum.de/topic/63643-klumpenrisiko-msci-world/?do=findComment&comment=1755763

 

Man sieht das ganze Thema auch gut beim Invesco MSCI World Equal Weight ETF, dessen reine Transaktionskosten letztes Jahr 0,1% betrugen:

https://www.fondsweb.com/de/IE000OEF25S1

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Quasan

Zugegebenermaßen ausgelöst durch die Senkung der TER habe ich mich nochmal mit dem Kommer-ETF als mögliche Alternative zum Vanguard FTSE All-World beschäftigt.

 

Grundsätzlich finde ich das Kommer-Produkt durchaus interessant. Vor allem den Ansatz, zu 50% auf Marktkapitalisierung und zu 50% auf BIP zu setzen, finde ich attraktiv. Ich finde, dass der ETF insgesamt durchaus durchdacht ist. Letztlich frage ich mich aber, ob die Konstruktion letztlich den Vanguard FTSE All-World langfristig schlagen kann, da die Kosten - insbesondere wenn man die Transaktionsosten berücksichtigt - doch deutlich höher liegen: 0,53% (0,45% + 0,08%) vs. 0,21% (0,19% + 0,02%). Der Kommer-ETF liegt also 0,32% über dem Vanguard FTSE All-World.

 

Die Gründe für den Kostenunterschied sind nachvollziehbar: Durch 1% Maximalgewichtung entstehen erhöhte Kosten fürs Rebalancing. Auch die Berücksichtigung der Faktoren, des BIP oder des ESG-Filter werden sich negativ auf die Kosten auswirken.

 

Ich würde mir noch immer einen ETF wünschen, der auf 50% Marktkapitalisierung und 50% BIP setzt, aber nicht noch die anderen kostentreibenden Features umfasst. Wenn der ETF dann inkl. Transaktionskosten max. 0,1% über dem Vanguard FTSE All-World liegen würde, würde ich ihn ernsthaft in Betracht ziehen.

 

Letztlich erscheint mir das Kommer-Produkt gut durchdacht, aber es will zu viel und ist dadurch zu teuer... zumindest im Vergleich zu den teilweise sehr günstigen Konkurrenzprodukten.

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cutter111th
· bearbeitet von cutter111th
vor 14 Stunden von Quasan:

Zugegebenermaßen ausgelöst durch die Senkung der TER habe ich mich nochmal mit dem Kommer-ETF als mögliche Alternative zum Vanguard FTSE All-World beschäftigt.

 

Grundsätzlich finde ich das Kommer-Produkt durchaus interessant. Vor allem den Ansatz, zu 50% auf Marktkapitalisierung und zu 50% auf BIP zu setzen, finde ich attraktiv. Ich finde, dass der ETF insgesamt durchaus durchdacht ist. Letztlich frage ich mich aber, ob die Konstruktion letztlich den Vanguard FTSE All-World langfristig schlagen kann, da die Kosten - insbesondere wenn man die Transaktionsosten berücksichtigt - doch deutlich höher liegen: 0,53% (0,45% + 0,08%) vs. 0,21% (0,19% + 0,02%). Der Kommer-ETF liegt also 0,32% über dem Vanguard FTSE All-World.

 

Die Gründe für den Kostenunterschied sind nachvollziehbar: Durch 1% Maximalgewichtung entstehen erhöhte Kosten fürs Rebalancing. Auch die Berücksichtigung der Faktoren, des BIP oder des ESG-Filter werden sich negativ auf die Kosten auswirken.

 

Ich würde mir noch immer einen ETF wünschen, der auf 50% Marktkapitalisierung und 50% BIP setzt, aber nicht noch die anderen kostentreibenden Features umfasst. Wenn der ETF dann inkl. Transaktionskosten max. 0,1% über dem Vanguard FTSE All-World liegen würde, würde ich ihn ernsthaft in Betracht ziehen.

 

Letztlich erscheint mir das Kommer-Produkt gut durchdacht, aber es will zu viel und ist dadurch zu teuer... zumindest im Vergleich zu den teilweise sehr günstigen Konkurrenzprodukten.

Was mich an diesem ETF im Besonderen stört ist., dass er seine theretischen Stärken in diesem Jahr nicht wirklich ausgespielt hat. Ja, man sieht einen Vorteil zum breiten Markt, aber der ist nicht so groß, dass er die geringere Performance vorher ausgleichen könnte und es gibt andere ETF, die da sehr viel besser waren. Vor allem interessant finde ich hier den Vergleich mit dem RAFI 3000, da dieser dem Kommer von der Konstruktion her noch am nächsten kommt. 

 

Schauen wir uns zunächst mal den Zeitraum 02.01. bis zum 08.04. an. Gerade bei diesem Szenario, bei welchen die USA als Markt weitgehend alleine abstürzen, hätte ich erwartet, dass der Kommer seine Stärken voll ausspielt. 

 

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Dann die Performance auf YTD. Auch hier fällt der Kommer deutlich ab und das obwohl die USA vor allem wegen Währungsschwankungen in diesem Jahr einerseits schwächer waren, vor allem aber Europa und auch die EM sehr gut verformt haben. Sieht man in der Performance des Kommer aber nicht wirklich finde ich. 

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Schauen wir nun über die gesamte Strecke seit Auflage, ergibt sich schon ein gemischteres Bild. Den All-world geschlagen haben nur der MSCI World Value und sehr deutlich der Dividend Leaders, welcher sich allgemein in den letzten Krisen seit 2022 als ganz gute Absicherung im Crash erwiesen hat. Auffällig aber auch hier wieder, dass der Kommer hinter dem RAFI liegt.  Wozu also diesen ETF?  Meine Einschätzung ist und gerne dürft ihr mich korrigieren, dass dieser ETF vorrangig von Leuten gewählt wird, welche gewisse Klumpen wie USA und Teich im Portfolio reduzieren wollen bzw. sich damit nicht wohl fühlen. Es scheint aber so, als können man diesen Klumpen mit anderen ETF besser und auch günstiger auffangen. Sicher werden wir den ETF seriös erst nach einigen Jahren bewerten können, meine persönliche Meinung aber ist, dass gerade die Ereignisse in diesem Jahr schon ein guter Indikator sind. Mich überzeugt diese ETF nicht, wahrscheinlich ist er auch einfach viel zu kompliziert konstruiert

 

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vor 14 Stunden von Quasan:

 

 

Letztlich erscheint mir das Kommer-Produkt gut durchdacht, aber es will zu viel und ist dadurch zu teuer... zumindest im Vergleich zu den teilweise sehr günstigen Konkurrenzprodukten.

Ich glaube, dieses "will zuviel" ist auch ein Grund dafür, dass er keine Performance liefert. Viel zu kompliziert.  

 

 

 

 

 

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Megatron
Am 21.12.2025 um 15:06 von Rotenstein:

Da der Kommer-ETF nicht passiv der Marktkapitalisierung folgt, muss ständig gekauft und verkauft werden, um den ETF wieder an den zugrundeliegenden, komplexen Index anzupassen. Wenn Nvidia beispielsweise zulegt, muss der ETF Aktien verkaufen, weil die Position sonst an die selbst auferlegte 1%-Grenze stösst. Ein passiver ETF muss dies nicht, und das ist ein grosser Vorteil. 

 

Von daher muss es nicht verwundern, dass der Kapitalumschlag im Vergleich zu passiven ETFs relativ hoch ist. Das kostet natürlich, auch wenn diese Kosten grösstenteils versteckt und entgegen allen Beteuerungen eben nicht in der Gesamtkostenquote enthalten sind. 

 

Auf der Seite von Gerd Kommer liest man: 

https://gerd-kommer.de/etf/faq/

 

Typische passive ETFs haben meines Wissens einen Kapitalumschlag, der um einen Faktor von 10 geringer ist, wie etwa aktuell 2,8% beim Vanguard Total World Stock ETF (VT). 

https://investor.vanguard.com/investment-products/etfs/profile/vt

 


Das Problem hätte man lösen können, wenn man einen Swapper aufgesetzt hätte. Wäre vermutlich schon wegen des hohen EM und SC Anteils sinnvoll gewesen.

 

Tendiere auch dazu, dass man beim Versuch die eierlegende Wollmilchsau (im Süden auch als Wolpertinger bekannt) zu kreieren (ESG, EM, SC, Cap auf 1%, bisschen Wichtung auf BIP aber dann doch nicht richtig, halbes dutzend Faktoren, Replikation mit optimierten Sampling) sich ein bisschen verzettelt hat. Andererseits muss man sagen, mit 1 Mrd Einlage (in USD) halt doch relativ erfolgreich aus Sicht der Fondsgesellschaft. Der RAFI der hier erwähnt wurde und seit gut 20 Jahren auf dem Markt ist eiert irgendwo 100 Millionen plus minus rum

 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 20 Stunden von cutter111th:

Den All-world geschlagen haben nur der MSCI World Value und sehr deutlich der Dividend Leaders, welcher sich allgemein in den letzten Krisen seit 2022 als ganz gute Absicherung im Crash erwiesen hat. Auffällig aber auch hier wieder, dass der Kommer hinter dem RAFI liegt.  Wozu also diesen ETF?  Meine Einschätzung ist und gerne dürft ihr mich korrigieren, dass dieser ETF vorrangig von Leuten gewählt wird, welche gewisse Klumpen wie USA und Teich im Portfolio reduzieren wollen bzw. sich damit nicht wohl fühlen. Es scheint aber so, als können man diesen Klumpen mit anderen ETF besser und auch günstiger auffangen. Sicher werden wir den ETF seriös erst nach einigen Jahren bewerten können, meine persönliche Meinung aber ist, dass gerade die Ereignisse in diesem Jahr schon ein guter Indikator sind. Mich überzeugt diese ETF nicht, wahrscheinlich ist er auch einfach viel zu kompliziert konstruiert

Ich glaube, dass es einfach daran liegt:

Man kann sich dem USA-Klumpen-Risiko nicht besonders entziehen, solange man immer noch möglichst breit streut ohne gezielte Sektor-Wetten (Value z.B. oder eben verstärkt auf Dividenden).

Der Großteil des Markes korreliert eben sehr stark mit den US-Werten.

Das zeigt wieder, dass es keinen Free Lunch gibt. Wer z.B. verstärkt auf Value oder Dividenden setzt, hat zwar gute Karten im Sinne des US-Klumpen-Risikos, geht aber gleichzeitig das Risiko ein, weniger Rendite einzufahren oder bei Erholungen das Nachsehen zu haben usw. (sieht man doch seit mittlerweile mindestens einem Jahrzehnt, denn die ständige Angst vor dem US-Klumpen ist doch nicht erst seit Kurzem).

 

Warum der RAFI3000 etwas besser lief als der Kommer-ETF könnte z.B. u.a. damit zu tun haben, dass der RAFI (soweit mir bekannt) keine Small Caps intus hat. Small Caps haben ziemlich gelitten, als es im Februar abwärts ging, siehe hier:

 

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https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE0001UQQ933,IE00B23LNQ02,IE00BF4RFH31

 

Ich bin daher weiterhin der Meinung:

Wer wirklich mords Schiss hat vor zu viel USA, der wird auch mit einem Kommer-ETF oder RAFI3000 keine echten Wunder vollbringen können im Falle des Falles. Solche Anleger müssen gezielt mehr manuell umsteuern in Richtung anderer Regionen, aber auch sektor-technisch (letzteres macht mMn mindestens ebenso so viel aus wie pure Regionen-Änderungen - siehe dazu den OD-Thread von @Glory_Days).

 

vor 13 Stunden von Megatron:

Der RAFI der hier erwähnt wurde und seit gut 20 Jahren auf dem Markt ist eiert irgendwo 100 Millionen plus minus rum

Da sieht man mal, was gutes Marketing und ein bekannter Name ausmachen können.

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cutter111th
vor 21 Minuten von Puppi:

Ich glaube, dass es einfach daran liegt:

Man kann sich dem USA-Klumpen-Risiko nicht besonders entziehen, solange man immer noch möglichst breit streut ohne gezielte Sektor-Wetten (Value z.B. oder eben verstärkt auf Dividenden).

Der Großteil des Markes korreliert eben sehr stark mit den US-Werten.

Das zeigt wieder, dass es keinen Free Lunch gibt. Wer z.B. verstärkt auf Value oder Dividenden setzt, hat zwar gute Karten im Sinne des US-Klumpen-Risikos, geht aber gleichzeitig das Risiko ein, weniger Rendite einzufahren oder bei Erholungen das Nachsehen zu haben usw. (sieht man doch seit mittlerweile mindestens einem Jahrzehnt, denn die ständige Angst vor dem US-Klumpen ist doch nicht erst seit Kurzem).

 

 

In diesem Jahr  war es ja tatsächlich so, dass die Märte außerhalb der USA weitgehend besser gelaufen sind, auch wem man das Thema Währungen nicht berücksichtigt. Auch konnte man in diesem Jahr sehen, dass die globalen Aktienmärkte auf Grund des Zollthemas eben nicht mit den USA korrelierten.  Aber auch das die EM in diesem Jahr so gut gelaufen sind, hat sicher viel mit der Abwertung des Dollars zu tun. 

 

vor 21 Minuten von Puppi:

(sieht man doch seit mittlerweile mindestens einem Jahrzehnt, denn die ständige Angst vor dem US-Klumpen ist doch nicht erst seit Kurzem).

 

 

 

Da ist schon richtig, aber die Welt hat sich gerade in den letzten 3-5 Jahren auch in vielerlei Hinsicht gravierend verändert im Vergleich zu der Zeit seit der Finanzkrise bis zur Pandemie. 

 

Wir sehen die Zinswende einerseits, aber eben auch große geopolitische Veränderungen mit gravierenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. 

 

Nicht falsch verstehen, ich bin selbst ein großer Freund der 1-ETF Lösung für den Aktienanteil. Mir persönlich ist das aber auch einfach zu langweilig und weil ich die Zinsen am langen Ende in der auch längeren Perspektive eher steigen sehe, haben ich mir den Dividend Leaders nun auch mal ins Portfolio geholt. Einerseits weil ich persönlich hier Chancen sehe, andererseits aber auch, weil er auf Grund seiner Konstruktion bisher weniger mit einem MCAp ETF korreliert. Aber ja, muss man nicht machen. 

 

 

 

 

 

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Sapine

Der Kommer dürfte mehr gegen den "USA Klumpen" wirken als der Rafi. Der Rafi ist sicher nicht die eierlegende Wollmilchsau, ich persönlich nutze ihn mehr als Instrument gegen den "Techklumpen" und auch das nur als kleine Beimischung von etwa 2 %. Das Fondsvolumen ist unangenehm klein aber seit 2021 wächst er wenn auch nur langsam auf mittlerweile knapp 140 Mio. Der Schwerpunkt liegt bei Großunternehmen mit Value Tilt, es sind aber auch ein paar kleinere dabei und auch ein wenig EM. Habe mal einen reinrassigen Value ETF beigemischt in Deinem Vergleich. Vom Verlauf ähnelt der Rafi dennoch mehr dem Kommer. Muss man echt beobachten, wie das in anderen Börsenphasen aussehen wird. Die Kostenbelastung ist beim Kommer halt doppelt so hoch und die Gewichtung der USA kann man auch billiger begrenzen.

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/IE0001UQQ933,IE00B23LNQ02,IE00BF4RFH31,IE00BL25JM42

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cutter111th
· bearbeitet von cutter111th
vor 11 Minuten von Sapine:

Der Kommer dürfte mehr gegen den "USA Klumpen" wirken als der Rafi.

Das ist ja mein Punkt. Wenn dem so wäre, dann hätte er doch gerade in diesem Jahr sehr deutlich outperformen müssen, was ich versucht hatte, explizit mit der Phase bis zum 08.04. darzustellen. Hier sind ja tatsächlich nur die USA gefallen. Hat er aber nicht. Woran liegt das? Wahrscheinlich, weil der ETF einfach zu viel will und man sich andere Risiken und Probleme mit dem ETF reinholt. Wer weniger USA will, kann das sicher einfacher, ich persönlich frage mich ja, warum es noch immer keinen ACWI ex USA bei uns gibt. Nach meinen Wissensstand hat übrigens auch der RAFI Small Cape dabei, so dasss das Argument, die schlechte Performance des Kommer ist auf den Anteil der Small Cape zurück zu führen, wohl auch nicht zieht. 

 

Ist aber auch egal. gerade in diesem Jahr hätte der Kommer seine Stärken ausspielen können und müssen, denn das was passiert ist. war eigentlich ein Vorzeigeszenario für den Kommer. 

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Puppi
vor 27 Minuten von cutter111th:

Hat er aber nicht. Woran liegt das?

Wie schon geschrieben - ich glaube, dass es daran liegt, dass der Kommer deutlich mehr kleinere Unternehmen intus hat.

 

vor 35 Minuten von cutter111th:

In diesem Jahr  war es ja tatsächlich so, dass die Märte außerhalb der USA weitgehend besser gelaufen sind, auch wem man das Thema Währungen nicht berücksichtigt. Auch konnte man in diesem Jahr sehen, dass die globalen Aktienmärkte auf Grund des Zollthemas eben nicht mit den USA korrelierten.

Hab es mir nochmal angesehen:

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/IE00B52SFT06,IE00B4K48X80,IE00BTJRMP35,IE00B02KXH56,IE00BYTRR756

 

Du hast absolut Recht, was du Entwicklung/Performance in diesem Jahr angeht :thumbsup:.

Vermutlich habe ich mich mehr auf den reinen, kürzeren Zeitraum des Drawdowns der USA konzentriert von Februar bis April.

Sicherlich gehen die anderen Märkte nicht so in die Knie wie die USA, aber die Korrelation ist eben einfach immer noch da.

Ich habe zu den Regionen noch den World-Consumer-Staples hinzugefügt (der hat immerhin auch 2/3 USA Aktien intus).

 

 

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vor 33 Minuten von cutter111th:

gerade in diesem Jahr hätte der Kommer seine Stärken ausspielen können und müssen, denn das was passiert ist. war eigentlich ein Vorzeigeszenario für den Kommer. 

Sehe ich ähnlich :thumbsup:

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Rotax
· bearbeitet von Rotax

Echt ein Brett der ETF - und die Senkung der TER + 80% Weitergabe der WPL eine gute Nachricht für die Investoren !

 

Leider merkt man, dass einigen hier das Grundwissen in Sachen langfristiger bzw. historischer Wertanlage fehlt.

 

Das sind keine „von Gerd erfundenen Regeln“ wo „niemand weiss was bei raus kommt“. Ein-Jahres-Performance-Vergleiche genause Unsinn.

 

Es ist aus der historischen, langfristigen (!!) Wissenschaft abgeleitet - Punkt.

 

Wer selber etwas tiefer Research betreibt, weiss das ja auch. Oder in den vielen Videos erklärt GK das ja auch.


Bleibt dabei Jungs, und lasst euch nicht verunsichern !

 

Für das was der Fonds leistet, sind die Kosten ok, Hintergründe werden auf der GK-Seite erklärt.

 

Man ist ja nicht gezwungen, 100% GK-only fahren… sondern kann noch FTSE AW, ACWI IMI etc. für niedrigere Gesamt-TER  beimischen.

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cutter111th

Werde mal erwachsen. Dein Post ist in vielerlei Hinsicht peinlich. 

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HJP16
vor 4 Stunden von Rotax:

Es ist aus der historischen, langfristigen (!!) Wissenschaft abgeleitet - Punkt.

Ich hätte es anders formuliert - sehe es inhaltlich aber auch so wie Du. Hier im Forum wird versucht eine scheinbare Sicherheit oder Gewissheit (welcher ETF ist der beste..... ?) abzuleiten, die es nicht gibt. Klar, das ist menschlich. Und Erkenntnis ist mir auch lieber als hoffen. Und, auch ich habe in der Vergangenheit lange an dem Gedanken angehaftet, dass es sowas wie den perfekten ETF oder das perfekte ETF Portfolio geben müsse. Heute bin ich da entspannter und bleibe einfach investiert und versuche Fehler zu vermeiden (ständiges Umschichten, Markettiming, etc).

Ich lese hier manchmal still mit und nach wie vor fehlt mir die Phantasie, warum man mit dem GK-ETF im Depot einen Fehler macht - aber who knows? Genauso wie keiner sagen kann, ob die Erkenntnisse der Wissenschaft zu ca. 200 Jahren Aktienmarktgeschichte in Zukunft weiter gelten bzw sich die Muster wiederholen. Ich habe ohnehin mehrere ETF - habe ja schon mehr als 10 Jahre vor dem GK-ETF angefangen in ETF zu investieren. Jetzt habe ich den GK-ETF angefangen beizumischen und er macht ca. 10% meines Portfolios aus. D.h. ich habe in diese 1-ETF Lösung investiert ohne mir einen Kopf (z.B. über rebalancing oder wie Gewichte ich welche Länder, etc) machen zu müssen, was ich sehr schätze. Klar, jetzt könnte ich auch ewig orakeln, ob die aus der Wissenschaft abgeleiteten und im ETF eingebauten Erkenntnisse nach Abzug etwas höherer TER gegenüber reiner Kapitalmarktgewichtung ein Nachteil oder einen Vorteil darstellen. Oder ich lasse lasse den Wunsch nach Gewissheit los und widme mich den schönen Dingen des Lebens.... 

Frohe Weihnachten euch allen! 

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