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Pirx

Rat bezüglich bestmöglichem Depotübertrag erbeten

Empfohlene Beiträge

Pirx
· bearbeitet von Pirx

Hallo zusammen,

 

ich benötige die Hilfe der Schwarmintelligenz des WPF.

 

Derzeit habe ich mehrere Depots, welche sich im Laufe meines Anlegerlebens angesammelt haben. Gerne möchte die Bestände meines Smartbroker/DAB-Depots jetzt auf ein anderes Depot übertragen. Eine - und vermutlich die einfachste - Möglichkeit wäre hierbei der Übertrag zu Cortalconsors. Bei der Suche nach Alternativen habe ich auch die Möglichkeit der Eröffnung eines weiteren Depots zwecks Einstreichen einer Neukundenprämie in Betracht gezogen, jedoch leider wenig Attraktives gefunden. Am Besten erschien mir noch das maxblue-Online-Depot-Angebot der Deutschen Bank, welches 0,5 % Prämie des übertragenen Volumens, jedoch maximal 500 € offeriert:

https://www.deutsche-bank.de/pk/sparen-und-anlegen/geldanlage-online/depot.html?kid=e.0400.01.96&s_kwcid=AL!12305!3!609953533837!p!!g!!maxblue depot&gclid=EAIaIQobChMI4dOg66y2gQMVGpRoCR1Y2gCSEAAYASAAEgIbjfD_BwE

https://www.maxblue.de/lightbox/teilnahmebedingungen-depotwechselpraemie.html?kid=e.0400.01.96

Einzige Einschränkung wäre die Notwendigkeit die Papiere für 12 Monate bei maxblue belassen zu müssen. Die Einschränkungen bezüglich der zu berücksichtigenden Wertpapiere (Russland-ADRs, Belegschaftsaktien usw.) würden mich nicht betreffen.

 

zu übertragendes Depot:

  • 6-stellig
  • keine aktiven Fonds enthalten, nur ETFs, Aktien, Anleihen

 

Geplante Depotnutzung:

  • Buy & hold
  • 12-18 Einmalkäufe bzw. 12 Sparplanausführungen und 0-6 Einzelkäufe pro Jahr, keine geplanten Verkäufe in den nächsten 20 Jahren (wobei ich weitere Käufe auch über ein anderes Depot abwickeln könnte)
  • durschnittliches Ordervolumen 4-stellig, teilweise 5-stellig
  • hauptsächlich Vanguard-ETFs und Vanguard-Index-Fonds (ca. 90 %), wenige Einzelaktien, einzelne Anleihen

 

Broker-Anforderungen:

  • angemessenes, möglichst gutes Preis-Leistungs-Gefüge
  • Postident möglich
  • vernünftiges Reporting
  • Vernünftiges Web-Interface, gerne auch klassisch / "altmodisch" im DAB-Stil
  • technisch saubere 2-Faktor-Authentifizierung
  • Reports können ohne Problem in Portfolio Performance eingelesen werden
  • Überweisungen vom Verrechnungskonto auf idealerweise 2 Referenzkonten (aber nur auf diese)
  • sauber umgesetzte FinTS/HBCI-Schnittstelle
  • Lombard wird nicht benötigt

 

Ich habe nun überlegt, dass ich den Wechsel Anfang Oktober anstoßen würde, sodass der Wechsel in einen Zeitraum mit möglichst geringen Ausschüttungen und Dividenden-Zahlungen fällt.

Gibt es sonst noch etwas beim Übertrag zu beachten? Sind bei maxblue Schiwerigkeiten mit den Taxbox-Daten zu erwarten?

Hat jemand eine bessere Idee?

 

Danke im Voraus.

 

LG, Pirx

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Belgien

Maxblue hat keinen digitalen Depoteinzug, sondern nutzt Papierformulare. Daher kann man den Depotübertrag dann auch gleich bei der DAB beauftragen. Nachteil dieser Vorgehensweise ist allerdings, dass man dann Maxblue explizit auf die Prämienberechtigung hinweisen muss (dies geht am besten per internem "Auftrag", im Maxblue-Account über "Online-Service" -> "Sonstiger Auftrag" kann man mit Maxblue als legitimierter Kunde kommunizieren, auf diesem Weg geht alles schneller, wenn man eine Mail an den Kundenservice schreibt, dauern Antworten/Reaktionen recht lang).

 

Maxblue zeigt nach einem Depotübertrag die per Taxbox übermittelten Daten nicht in der DEpotübersicht an, sie sind aber im System hinterlegt. Man kann per Anfrage an Maxblue sich die übermittelten Taxbox-Daten zum Abgleich übermitteln lassen. Bei mir gab es keine Übertragungsfehler.

 

Als Broker gibt es sicherlich bessere Kandidaten als Maxblue, doch um die 500€ mitzunehmen, ist Maxblue durchaus geeignet.

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Pirx

@Belgien:

Vielen Dank für deine Antwort. Tatsächlich würde ich den Depotübertrag zu maxblue primär zum Einstreichen der Neukundenprämie durchführen. Das Volumen des betreffenden Depots möchte ich nicht an einen Neobroker transferieren und aus Gründen der Diversifikation von meinem Hauptdepot bei meiner Hauptbank getrennt halten (z.B. Zugriff möglich, wenn durch Probleme gleich welcher Art Handel/Auszahlungen bei einem Anbieter nicht möglich sein sollten). Auch empfinde ich die Orderkosten bei maxblue als relativ hoch, allerdings für die gelegentliche Nutzung verschmerzbar - wenn der Service stimmt. Die Informationen zur Nutzung meines bisherigen Depots hatte ich in der Hoffnung beigefügt, dass jemand noch eine passende Neukundenaktion eines anderen Anbieters vorschlagen könnte.

vor 55 Minuten von Belgien:

Maxblue zeigt nach einem Depotübertrag die per Taxbox übermittelten Daten nicht in der DEpotübersicht an, sie sind aber im System hinterlegt. Man kann per Anfrage an Maxblue sich die übermittelten Taxbox-Daten zum Abgleich übermitteln lassen. Bei mir gab es keine Übertragungsfehler.

Das klingt schonmal ganz gut.

vor 52 Minuten von Belgien:

(...) Als Broker gibt es sicherlich bessere Kandidaten als Maxblue, doch um die 500€ mitzunehmen, ist Maxblue durchaus geeignet.

Alternativvorschläge sind mehr als willkommen.

 

Muss ich maxblue vor oder bei dem Depotübertrag in irgendeiner Form auf die Inanspruchnahme der Prämienaktion hinweisen oder kann ich einfach ein Depot eröffnen und dann auf dem von Dir geschilderten Weg über die Online-Kommunikation im Service-Bereich darauf hinweisen?

 

LG, Pirx

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ggman

falls du viele Aktien mit zu erwartenden Splits Spint-offs o.ä. hast, solltest du bedenken, dass jede dieser Transaktionen bei maxblue 9,99 € bzw. 19,99 € (mit Auslandsbezug) kostet (S. 24 PLV Dt. Bank ganz unten)

ist ja gerade sehr in Mode ala Novartis, Danaher, Kellogg etc., wobei diese Transaktionen dann ja alle bereits gelaufen sind

hat mich letztes Jahr jedenfalls unnötigerweise einiges gekostet, deswegen liegt mein Depot da jetzt brach und wird für kanadische und irische Aktien vorgehalten

 

Maxblue ist für die Entlastung kanadischer und koreanischer Aktien aka Samsung zu empfehlen, da du maxblue/Dt. Bank mit einer Vollmacht (Power of Attorny) beauftragen kannst, und dann weniger Q-Steuer einbehalten wird (zu finden bei Google mit Power of Attorny und maxblue) , auf Seite 6 der Vollmacht stehen die möglichen Entlastungen

 

zur Not kannst du ja auch wieder nach 1 Jahr wechseln

 

 

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Pirx
· bearbeitet von Pirx

@ggman: Vielen Dank, wegen genau solcher Tipps & Pitfalls hatte ich den Thread erstellt.

 

Die Gebühren bei Splits & Spin-Offs sind wirklich sportlich. Meine zu übertragenden Einzelaktien (im Wesentlichen Berkshire Hathaway) sollten jedoch hoffentlich keine Spin-Offs, Splits & Co in den nächsten 12 Monaten haben. Im Zweifelsfall könnte ich bei Ankündigung diese jedoch vermutlich noch zu einem anderen Broker übertragen. Das ETF-Volumem wäre für die Prämiengenerierung mehr als ausreichend.

 

Ich gehe davon aus, dass ich, falls ich mich zur Eröffnung entschließe, dass maxblue-Depot im Wesentlich als prämierten Wertpapierparkplatz nutzen und über ein anderes Depot handeln (= kaufen) werde. Bei Zufriedenheit in diesem Zeitraum würde die Wertpapiere dort ohne wesentliche Handelsaktivität gelagert bleiben.

 

LG, Pirx

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ein_johannes
· bearbeitet von ein_johannes

Neben dem Angebot bei Maxblue gibt es auch bei der Targobank eine Depotübertragsprämie.

Zitat

Geldprämie von 0,75% des Depotwerts, max. 5.000 Euro. Übertragenes Depotvolumen muss mind. 12 Monate gehalten werden

https://www.targobank.de/de/vermoegen/angebot-7.html

 

Ich habe kein Depot bei der Targobank und kann weiters dazu nichts sagen. Jedoch sind die Kondition für den Übertrag schon deutlich besser; 0,75% statt 0,5% und 5000 Euro statt 500 Euro maximale Prämie.

 

EDIT: ACHTUNG ! Die Prämie gibt es im Klassikdepot leider nur für übertragene Investmentfonds und NICHT für ETFs. Im PLUS-Depot gibts die Prämie auch für ETFs, aber dieses Depot ist sehr teuer, wenn man nur buy and hold macht.

 

Andere Banken mit Depotübertragsprämie sind mir derzeit nicht bekannt.

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Pirx

@ein_johannes:

Vielen Dank. Das Angebot der Targobank hatte ich mir bereits angesehen. Da ich keine aktiven Fonds habe, fällt das Klassikdepot in Sachen Prämie flach. Das Plus-Depot hat unverschämte, ja geradezu obszöne, 1,5 % p.a. Depotgebühren auf das Depotvolumen, sodass ich selbst bei Verzicht auf jedweden Handel gehörig draufzahlen würde.

Falls es dennoch für manche interessant sein könnte hier der Link zu den detaillierten Bedingungen:

https://www.targobank.de/de/amc-content/pdf/05-11/Teilnahmebedingung_Plus_Depotwechselpraemie.pdf

https://www.targobank.de/de/amc-content/pdf/05-11/Teilnahmebedingung_Klassik_Depotwechselpraemie.pdf

 

LG, Pirx

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Metasom
· bearbeitet von Metasom
vor 8 Minuten von Pirx:

Vielen Dank. Das Angebot der Targobank hatte ich mir bereits angesehen. Da ich keine aktiven Fonds habe, fällt das Klassikdepot in Sachen Prämie flach. Das Plus-Depot hat unverschämte, ja geradezu obszöne, 1,5 % p.a. Depotgebühren auf das Depotvolumen, sodass ich selbst bei Verzicht auf jedweden Handel gehörig draufzahlen würde.

Falls es dennoch für manche interessant sein könnte hier der Link zu den detaillierten Bedingungen:

Witzigerweise muss man die Depotprämie nach dem Einkommenssteuerrecht versteuern, aber die prozentige Depotgebühr darf nicht gegengerechnet werden. 

 

Ich lese sogar "nur 1,75% p.a." an Volumenentgelt, mindestens jedoch 62,50€ je Quartal 

 

https://www.targobank.de/de/vermoegen/depot-modelle.html

 

Man stellt sich vor, man hat ein teures Fonddepot mit aktiven Vermögensmanagmentgebühren von ca. 2% und darauf kommen nochmal mindestens 1,75% für den Broker... Da wird die Kuh fast zu Tode gemolken. 

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stagflation
vor 5 Stunden von Pirx:

Tatsächlich würde ich den Depotübertrag zu maxblue primär zum Einstreichen der Neukundenprämie durchführen.

 

Nicht wirklich, oder?

 

Suche Dir einen Broker, bei dem Du langfristig zufrieden bist und wechsle zu dem. Wenn Du ein 6-stelliges Depot hast, wirst Du jedes Jahr Gewinne in Höhe von 4%, also 4.000 € oder mehr machen. Kümmer Dich lieber darum, diesen Ertrag zu optimieren, als 500 € hinterherzulaufen...

 

Wenn Du mit einem etwas gewöhnungsbedürftigen Web-Interface und gelegentlichen Ausfällen an Tagen, an denen es an der Börse heiß hergeht, leben kannst, könntest Du Dir die Onvista Bank anschauen. Günstige Gebühren und Teil der Commerzbank. Ich bin dort jedenfalls sehr zufrieden.

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Pirx
· bearbeitet von Pirx

@Metasom:

Unter dem Link von @ein_johannes werden tatsächlich "nur" 1,50 % aufgerufen:

https://www.targobank.de/de/vermoegen/angebot-7.html

Das macht einen sehr professionellen Eindruck ...

 

@stagflation:

Doch, echt jetzt, wirklich ganz dolle viel und so :narr:

 

Ok, Spaß beiseite:

 

Mein Hauptdepot - mit welchem ich sehr zufrieden bin - liegt bei meiner Hausbank. Bei Erreichen einer persönlich gesetzten Grenze (ich bevorzuge eine Bank/Broker-Diversifikation) und als mit Smartbroker eine für mich interessante und günstige Alternative am Markt verfügbar war, habe ich dort ein weiteres Depot eröffnet und den Großteil meiner Sparraten via Smartbroker investiert.

Aus in anderen Threads hinlänglich diskutierten Gründen möchte ich künftig nicht mehr Smartbroker-Kunde sein. Bei einem Vermittlerwechsel und Verbleib der DAB wären die Orderkosten höher jedoch als bei meiner Hausbank, sodass ich verschiedene Alternativen betrachtet habe. Eine davon war bzw. ist der Depotübertrag mit Prämienakquise.

 

Bezug nehmend auf deinen gut gemeinten Ratschlag den Ertrag meines Portfolios zu optimieren, möchte ich festhalten, dass ich derzeit keinen weiteren diesbezüglichen Optimierungsbedarf verspüre, da ich mich meines Erachtens unter Berücksichtigung meiner Rahmenbedingungen optimal aufgestellt sehe.

Du hast indirekt insofern allerdings nicht Unrecht, dass ich mit Überstunden im Job anstelle der Finanzoptimierung tatsächlich mehr verdienen könnte. Betrachtet man es aber zum Teil als Hobby, geht die Prämienhöhe  mE in Ordnung. Und es gibt ein Leben außerhalb der Company. Also so what? ;)

 

Bezüglich Commerzbank: Als ich vor Jahren noch Kunde bei denen war, haben die ein paar ordentliche Böcke geschossen und bei mir verbrannte Erde hinterlassen.

 

LG, Pirx

 

 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Der Punkt ist einfach: ich habe noch nie einen Kaufmann gesehen, der etwas zu verschenken gehabt hätte.

 

Trotzdem sehe ich um mich herum lauter Menschen, die in der Zeitung die Seiten mit Sonderangeboten lesen, Gutscheine einlösen, mit Payback Punkte sammeln, den Broker wegen einer Prämie wechseln, den Telefonanbieter wechseln, weil es im ersten Jahr nur 9,99 € kostet - oder sonst irgendwelche Dinge tun, die sie nur tun, weil sie etwas "geschenkt" bekommen.

 

Das passt nicht zusammen, oder?

 

Mein Tipp: auf alle Angebote, Geschenke und Billigpreise verzichten - und einfach ausschließlich das tun, was einem gut tut und was man wirklich will. Damit spart man viel mehr! Und man wird nicht mehr durch die Gegend geschubst.

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odensee
vor 2 Minuten von stagflation:

Das passt nicht zusammen, oder?

Doch, sofern der Werbeetat es hergibt. Man muss halt aufpassen, dass man nur „kauft“ was man auch braucht. Dann lohnen sich selbst Sonderangebote beim Discounter.

Und ich schätze @Pirx so ein, dass ihm der Wechsel zu Maxblue einen deutlichen Nettogewinn beschert. Den Stundensatz kann man ja mal ausrechnen.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Na gut, dann will ich dem Einsammeln der Prämie nicht weiter im Wege stehen... Wir sind halt doch alle Jäger und Sammler - so ähnlich wie die Pacmans in ihrem Labyrinth... :D

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Pirx
vor 8 Minuten von stagflation:

Der Punkt ist einfach: ich habe noch nie einen Kaufmann gesehen, der etwas zu verschenken gehabt hätte.

Im Prinzip ja, in der Realität klares Jein. Es gibt neben klassischen Lockangeboten (siehe @ odensees Kommentar zum Werbeetat) auch Preis- und Konditionsmodelle, welche schlichtweg auf den durchschnittlichen Nutzer zugeschnitten sind und bei bestimmtem Nutzungsprofil für den Anbieter im Einzelfall sogar ein Verlustgeschäft sein können, jedoch aus verschiedensten Gründen ("vielleicht nutzt der Kunde irgendwann doch das Premium-Angebot", Beibehaltung schlankes PLV usw.) toleriert werden, solange an dem Gros der Nutzer prächtig verdient wird.

 

vor 14 Minuten von stagflation:

Trotzdem sehe ich um mich herum lauter Menschen, die in der Zeitung die Seiten mit Sonderangeboten lesen, Gutscheine einlösen, mit Payback Punkte sammeln, den Broker wegen einer Prämie wechseln, den Telefonanbieter wechseln, weil es im ersten Jahr nur 9,99 € kostet - oder sonst irgendwelche Dinge tun, die sie nur tun, weil sie etwas "geschenkt" bekommen.

 

Das passt nicht zusammen, oder?

Ich denke wir sind da auf einer Wellenlänge. In einem anderen Thread - ich glaube es war der PFOF-Faden - hatte ich bereits erläutert, warum es dauerhaft keinen kostenlosen Broker geben kann. Irgendwie zahlt man immer, wenn man eine Dienstleistung in Anspruch nimmt. Mal in offen deklariert, mal im Spread versteckt, mal in harter Währung, mal mit Daten, manchmal aber auch mit Nerven ...

... und bei maxblue gemäß PLV, wenn man handelt, Sparpläne einrichtet usw. Das gedenke ich jedoch nur dann zu tun, wenn maxblue mir einen Mehrwert gegenüber meinen Alternativdepots bietet. Die Wechselprämie von maxblue ist natürlich ein Köder, um Kunden zu akquirieren und zum Handeln zu "motivieren". Solange ich jedoch rational meinen Handelsort wähle, sehe ich nicht, inwiefern ich mich dadurch schlechter stelle, dass ich das Werbegeschenk einsacke und in ca. 2 Anteile A1JX52 nach Steuern transferiere.

vor 21 Minuten von stagflation:

Mein Tipp: auf alle Angebote, Geschenke und Billigpreise verzichten

Manche Geschenke im Leben kann und sollte man annehmen (die darunter fallenden Beispiele gehen offtopic), daher möchte ich dies nicht der von Dir formulierten Absolutheit stehen lassen. Allerdings wird man im Geschäftsleben nie wirklich etwas geschenkt bekommen und "kleine Geschenke" sind ein bewährtes Instrument in frühen Verhandlungsphasen zur Beeinfleissung des Verhandlungsgegners. Daher gebe ich Dir vollkommen Recht, dass man immer die Motivation des Geschäftspartners prüfen sollte, wenn etwas "günstig", "geschenkt" o.Ä. erscheint. Oft genug ist es ein Abzockversuch.

 

vor 36 Minuten von stagflation:

und einfach ausschließlich das tun, was einem gut tut und was man wirklich will. Damit spart man viel mehr! Und man wird nicht mehr durch die Gegend geschubst.

Definitiv +1.

 

vor 20 Minuten von stagflation:

Na gut, dann will ich dem Einsammeln der Prämie nicht weiter im Wege stehen... Wir sind halt doch alle Jäger und Sammler - so ähnlich wie die Pacmans in ihrem Labyrinth... :D

Ich schätze kritische Anmerkungen in meinen Threads sehr. Sie regen zum Nachdenken und der Reflektion der eigenen Argumentationsline an und helfen dadurch Schwachstellen in der Planung aufzudecken. Und letztlich ist es hier wie im Meeting: Wenn alle einer Meinung sind, hat sich in der Regel keiner mit dem Thema beschäftigt :D

 

LG, Pirx

 

 

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Belgien
· bearbeitet von Belgien
vor einer Stunde von stagflation:

Der Punkt ist einfach: ich habe noch nie einen Kaufmann gesehen, der etwas zu verschenken gehabt hätte.

 

Mein Tipp: auf alle Angebote, Geschenke und Billigpreise verzichten - und einfach ausschließlich das tun, was einem gut tut und was man wirklich will. Damit spart man viel mehr! Und man wird nicht mehr durch die Gegend geschubst.


Jeder sollte selbst entscheiden, ob er Geschenke, deren Erhalt mit geringem Aufwand zu erreichen ist, wahrnehmen will oder nicht. Depotübertragsaktionen in der üblichen Form (ohne Aktivitätsbedingungen) sind aus Bankensicht völlig unsinnige Geldverschwendung, aus Kundensicht der berühmte „free lunch“. Ich nutze derartige Aktionen seit rd. 15 Jahren und warte immer noch auf den Moment, an dem ich bemerke, dass die mittlerweile fünfstellige Summe, die Banken mir insgesamt bei diesen Aktionen nachgeworfen haben, mir schadet. Gleichzeitig lese ich auch schon genauso lang warnende Posts, in denen mir erklärt wird, dass Banken nichts zu verschenken haben und sich die gezahlte Prämien anderweitig zurückholen würden. Das mag alles stimmen, allerdings von mir als Rosinenpicker holen sie sich die Prämien nicht zurück.

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Gast231208
· bearbeitet von pillendreher
vor 24 Minuten von Belgien:


Jeder sollte selbst entscheiden, ob er Geschenke, deren Erhalt mit geringem Aufwand zu erreichen ist, wahrnehmen will oder nicht. Depotübertragsaktionen in der üblichen Form (ohne Aktivitätsbedingungen) sind aus Bankensicht völlig unsinnige Geldverschwendung, aus Kundensicht der berühmte „free lunch“. Ich nutze derartige Aktionen seit rd. 15 Jahren und warte immer noch auf den Moment, an dem ich bemerke, dass die mittlerweile fünfstellige Summe, die Banken mir insgesamt bei diesen Aktionen nachgeworfen haben, mir schadet. Gleichzeitig lese ich auch schon genauso lang warnende Posts, in denen mir erklärt wird, dass Banken nichts zu verschenken haben und sich die gezahlte Prämien anderweitig zurückholen würden. Das mag alles stimmen, allerdings von mir als Rosinenpicker holen sie sich die Prämien nicht zurück.

Stimmt alles, dennoch ist "die mittlerweile fünfstellige Summe, die Banken dir insgesamt bei diesen Aktionen nachgeworfen haben"  bezogen auf dein Gesamtdepot peanuts - reine Vermutung.

 

Alles im Leben hat seinen Preis; auch die Dinge, von denen man sich einbildet, man kriege sie geschenkt.

Theodor Fontane

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Belgien
vor 2 Minuten von pillendreher:

Stimmt alles, dennoch ist "die mittlerweile fünfstellige Summe, die Banken dir insgesamt bei diesen Aktionen nachgeworfen haben"  bezogen auf dein Gesamtdepot peanuts - reine Vermutung.


Ich beurteile Prämien (und auch Gebühren) stets in absoluten (Euro-)Werten und nicht in relativer Größe bezogen auf meinen Gesamtdepotwert. Wenn Maxblue unbedingt 500€ verschenken will, dann nehme ich das dankend an und frage mich gar nicht, welchen prozentualen Anteil dieses Geschenk an meinem Gesamtdepotwert ausmacht. Ein „free lunch“ bleibt ein „free lunch“, auch wenn der „free lunch“ nur einen minimalen Teil der „Gesamternährung“ darstellt.

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Debekaner
12 hours ago, Pirx said:

Am Besten erschien mir noch das maxblue-Online-Depot-Angebot der Deutschen Bank, welches 0,5 % Prämie des übertragenen Volumens, jedoch maximal 500 € offeriert:[...]

 

zu übertragendes Depot:

  • 6-stellig

Nun, sofern nicht gerade an der unteren Grenze jene Stellenanzahl aufweisend, wäre zu überlegen, ob du dort nicht zusätzlich noch ein "PrivatDepot" eröffnest (allerdings mit physischem Besuch in einer Filiale beim netten Berater, dem man gegebenenfalls in Sachen Prämienabgriff gleich reinen Wein einschenkt und gar nicht lange aufhalten will - "bitte schnell gemeinsam durchklicken, danke!").

 

Ganz konträr zu den stagflationären Ratschlägen lohnt sich das allerdings eher für Frugalisten, die Werbebudgets mit reinem Gewissen für sich abzugreifen wissen und nach einem Jahr tunlichst flott wieder weiterziehen, denn das Ding kostet. Ob ungleich höherem Deckel der Prämie (die 7500€ muss man erstmal knacken), bleiben dann aber bei allem > 100k€ an Depotwert je nach Umfang immer noch rund 0,4% zusätzlich hängen. 

 

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
vor 9 Stunden von Belgien:

Ich beurteile Prämien (und auch Gebühren) stets in absoluten (Euro-)Werten und nicht in relativer Größe bezogen auf meinen Gesamtdepotwert. Wenn Maxblue unbedingt 500€ verschenken will, dann nehme ich das dankend an und frage mich gar nicht, welchen prozentualen Anteil dieses Geschenk an meinem Gesamtdepotwert ausmacht. Ein „free lunch“ bleibt ein „free lunch“, auch wenn der „free lunch“ nur einen minimalen Teil der „Gesamternährung“ darstellt.

Habe ich ganz früher auch so gemacht das ´Mitnehmen von Prämien´ oder wie Du sagst Free Lunch.

Sogar Payback-Punkte habe ich gesammelt (damit und mit ähnlichen Aktionen schafft es ein Kumpel sogar, für Streaming Dienste wie WOW oder Disney+ fast gar nichts zu bezahlen).

Ja, wir sind alle Sammler und Jäger und manche nehmen alles mit, was es umsonst oder günstiger gibt (mydealz und schnaepchenfuchs ahoi!). Man kann auch seinen Gas- und Stromversorger oder sein Tagesgeldkonto alle paar Monate wechseln, um ein paar Euro zu sparen. Im Amazon Kreditkarten-Faden jammern auch einige herum, dass die Karte nun eingestellt wird, weil sie dann keine Bonuspunkte mehr sammeln können (0,5% vom Einkaufswert). Letztendlich zählt aber nur, ob sich diese ´Free Lunches´ insgesamt finanziell irgendwie bemerkbar machen im Laufe des Lebens.

 

5-stellige Depotwechselprämien über 15 Jahre sind ca. 700 Euro pro Jahr, was wiederum 60 Euro pro Monat sind.

Ja, für einige Bürger wäre das sogar sehr viel. Aufwand und (manchmal) Nerven (die man dann liegen lässt, denn schief geht statistisch so gut wie immer irgendwas im Laufe der Jahre) sind dann so eine Sache, die oft unterschlagen werden. Für einige zählt eben nur immer das reine Geld, was man ´nicht herschenken darf´. Ob man es braucht oder nicht, ist zweitrangig.

Beim Steuern-Optimieren ist es ja das Gleiche. Da neigen einiger hier auch völlig wahnhaft zum Ausnutzen des letzten Euro beim Sparerpauschbetrag und Optimieren ihr komplettes Vermögen auf diese Sache. Halte ich für total übertrieben und letztendlich ziemlich ohne Effekt. Wenn es dumm läuft, geht es sogar schlechter aus, als wenn man gar nichts gemacht hätte.

 

Ich stimme daher @stagflation schon ziemlich zu. 

Der Schwerpunkt wird im Forum bei einigen leider an den völlig unwichtigen Stellen gesetzt, während die wichtigen Dinge / viel größeren Hebel manchmal ziemlich übersehen oder vernachlässigt werden.

Ist nur meine Meinung zu dem Thema.

 

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Belgien
· bearbeitet von Belgien
vor 1 Stunde von Hicks&Hudson:

Ist nur meine Meinung zu dem Thema.

 

 

Jeder hat seine eigene Meinung, die sein Verhalten in dieser Frage leitet. Gleichzeitig sollte jeder auch akzeptieren, dass es kein "richtiges" Verhalten in dieser Angelegenheit gibt, sondern stets nur ein zu den persönlichen Präferenzen passendes Verhalten. Ich werfe niemandem, der freiwillig bei einer Sparkasse 15€ pro Monat für das simple Führen eines Girokontos bezahlt, sein Depot mit Depotführungsgebühren und 1% Transaktionskosten dort führt und nicht an "free lunch"-Depotübertragsaktionen verdienen mag, vor, er verschwende sein Geld und sei geistig unterbelichtet, weil er keine Prämien mitnimmt. Jeder kann mit seinem Geld machen, was er will, und jeder kann auch aus welchen Gründen auch immer desinteressiert sein, risikofreie finanzielle (Prämien-)Erträge einzufahren. Gleichzeitig erwarte ich allerdings auch, dass niemand mir vorrechnet, wie wenig das Ganze einbringt, wie hoch der Aufwand dafür sei und dass dadurch der Fokus auf die "völlig unwichtigen Stellen gesetzt" sei.

 

P.S.: Wie man bei meinen bewusst vagen Angaben auf 700€ Prämienertrag pro Jahr kommt, ist schon höhere Spekulationsmathematik (oder bedeutet "fünfstellig" immer 10.000€?).

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Gast231208
vor 20 Minuten von Belgien:

Jeder hat seine eigene Meinung, die sein Verhalten in dieser Frage leitet.

Und damit ist eigentlich alles gesagt.

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Hicks&Hudson
vor 29 Minuten von Belgien:

Jeder hat seine eigene Meinung, die sein Verhalten in dieser Frage leitet. Gleichzeitig sollte jeder auch akzeptieren, dass es kein "richtiges" Verhalten in dieser Angelegenheit gibt, sondern stets nur ein zu den persönlichen Präferenzen passendes Verhalten

Sicherlich hast Du Recht.

Wenn in diesem Faden aber darauf hingewiesen wird, sich nicht von Prämien verleiten zu lassen bei der Brokerwahl, sondern eher einen stabilen, verlässlichen und für sich passenden Broker zu finden, dann ist das kein schlechter Hinweis. Es ist auch ein Punkt der Bahavioral Finance.

 

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odensee
vor 6 Minuten von Hicks&Hudson:

Wenn in diesem Faden aber darauf hingewiesen wird, sich nicht von Prämien verleiten zu lassen bei der Brokerwahl, sondern

Dieser Faden wurde von einem dem Anschein nach erfahrenen Anleger, der aktuell mehrere Depots hat, eröffnet. 
Da kann man über das „mitnehmen“ einer Prämie ein paar hundert Euro ( die dann zu versteuern sind) gerne dazu nehmen. 
Günstigen Wertpapierhandel macht dann dann einfach weiter in einem anderen Depot, sofern die zu Prämienzwecken übertragene Wertpapiere einfach buy & hold sind.

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Hicks&Hudson
vor 12 Minuten von odensee:

Dieser Faden wurde von einem dem Anschein nach erfahrenen Anleger, der aktuell mehrere Depots hat, eröffnet. 

Stimmt.

Das hatte ich vermutlich vergessen.

 

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Rick_q
vor 19 Stunden von stagflation:

Trotzdem sehe ich um mich herum lauter Menschen, die in der Zeitung die Seiten mit Sonderangeboten lesen, Gutscheine einlösen, mit Payback Punkte sammeln, den Broker wegen einer Prämie wechseln, den Telefonanbieter wechseln, weil es im ersten Jahr nur 9,99 € kostet - oder sonst irgendwelche Dinge tun, die sie nur tun, weil sie etwas "geschenkt" bekommen.

Nehmen wir als Beispiel Telefonanbieterwechsel.

Durch Wechsel verliert man 2-3 Stunden Zeit. 

Wenn ich davor 40€ bezahlt habe und jetzt nur 10€ zahle, spare ich durch die Aktion 360€. Wenn man berücksichtigt, dass durchschnittlicher Bürger 17-18 € netto pro Stunde verdient, ist es ein Supergeschäft. 

120-180€ pro Stunde "verdient" statt lächerlichen 17 € ...

 

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