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Wildblueocean

Selbstständige, ziemlich verloren bezüglich freiwilliger Rentenversicherung

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cfbdsir

Selbständigkeit im Bereich der "Alternativmedizin"?

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slowandsteady

  

vor 18 Stunden von Wildblueocean:

Ich arbeite aktuell selbstständig in einem Gesundheits-Dienstleistungsberuf und verdiene dort ca. Brutto 2000€/Monat.

 

vor 16 Stunden von Wildblueocean:

Arbeite aktuell ca. 30h.

Ganz grob sollte man in der Selbstständigkeit das Doppelte verdienen, was man als Angestellter hat um das Risiko und die selbst zu tragenden Sozialabgaben zu kompensieren. Wenn du bei 30h/Woche selbstständig 2000 brutto hast, arbeitest du für ein vergleichbares (hypothetisches) Angestellten-Brutto von 2000/2/30/4.5 = 7€ und damit deutlich unter Mindestlohn. Deine Selbstständigkeit rentiert sich nicht, hart gesagt: Regale einräumen im Aldi ist doppelt so gut bezahlt und selbst wenn du das ab sofort bis 67 machst, wird am Ende keine große Rente rumkommen.

vor 18 Stunden von Wildblueocean:

Meine Horrorvorstellung ist halt aktuell, dass ich entweder Arbeite, bis ich tot umfalle oder quasi zum Flaschensammler 2050 werde.

Darauf wird es aber - aktuelle Situation fortgeschrieben - hinauslaufen.

 

IMHO hast du zwei Möglichkeiten: Einfach Geld "verleben" und am Ende auf den Staat hoffen - oder jetzt das Ruder rumreißen und schauen, dass du eine neue besser bezahlte Arbeit findest. Wenn dich dein Partner unterstützt könntest du auch nochmal Weiter-/Ausbildung machen? Lieber 2 Jahre in dich investieren und danach mehr verdienen als weiter eine unrentable Selbstständigkeit.

vor 18 Stunden von Wildblueocean:

Somit würde es meinem Partner obliegen, mich zu unterstützen, wenn ich mal Alt bin und nicht mehr arbeiten kann.

WIr leben in 2023, Emanzipation sollte selbstverständlich sein. Was machst du, wenn du plötzlich alleine dastehst? Und selbst wenn die Beziehung hält: Ein Durchschnittsverdiener wird im Alter mit einer Einverdiener-Rente nicht zwei unterstützen können und zudem leben Männer i.d.R. kürzer als Frauen. Witwenrente etc. gibt es nicht, solange ihr nicht verheiratet seid und ein eventuelles Erbe muss als unverheiratetes Paar auch ab 20.000 versteuert werden.

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Rubberduck
vor 22 Stunden von Wildblueocean:

Meine Horrorvorstellung ist halt aktuell, dass ich entweder Arbeite, bis ich tot umfalle oder quasi zum Flaschensammler 2050 werde.

Vom Amt hab ich ja meines bescheidenen Wissens nach Nichts zu erwarten, da ich in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebe.

Somit würde es meinem Partner obliegen, mich zu unterstützen, wenn ich mal Alt bin und nicht mehr arbeiten kann.

 

Grundsicherung dürfte es schon noch geben...

 

Wenn Du nix einzahlst, kriegste nix. Lösung: Mehr verdienen und einzahlen. Ganz einfach.

vor 3 Stunden von slowandsteady:

  .... und ein eventuelles Erbe muss als unverheiratetes Paar auch ab 20.000 versteuert werden.

 

Ein Erbe gibst ohne Testament gar nicht. Sollte mich wundern dass das vorliegt,

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stagflation

Die Frage ist, wer mit dem Gesetz geschützt werden soll? Die Selbständigen? Oder die Sozialkassen vor den Selbständigen?

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McScrooge
vor 10 Stunden von slowandsteady:

Ganz grob sollte man in der Selbstständigkeit das Doppelte verdienen, was man als Angestellter hat um das Risiko und die selbst zu tragenden Sozialabgaben zu kompensieren.

Das ist ein Trugschluss, dem viele aber nachhängen. Sehr vielen selbstständigen geht es eben nicht so gut, wie viele meinen. Da haben die letzten drei Jahre einen großen Anteil dran. Während viele Angestellten automatische Gehalzssteigerungen voraussetzen kenne ich persönlich sehr viele Selbstständige die eher weniger verdienen als 2019…

vor 10 Stunden von slowandsteady:

. Was machst du, wenn du plötzlich alleine dastehst?

Diese Frage sollte zwingend beantwortet werden, denn die Lebensituation kann für dich wirklich zu einem finanziellen Desaster werden.

vor 3 Minuten von stagflation:

Oder die Sozialkassen vor den Selbständigen?

Eher letzteres, da zu viele Selbstständige nicht genug vorgesorgt haben. 
 

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odensee
vor 44 Minuten von McScrooge:

Das ist ein Trugschluss, dem viele aber nachhängen. Sehr vielen selbstständigen geht es eben nicht so gut, wie viele meinen.

Nicht umsonst formulierte @slowandsteady „sollte“.

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ToTheTop
vor einer Stunde von stagflation:

Die Frage ist, wer mit dem Gesetz geschützt werden soll? Die Selbständigen? Oder die Sozialkassen vor den Selbständigen?

Mein erster Gedanke: Wieder ne nette Gängelung der Selbstständigen von Staatsseite..

Mein zweiter Gedanke:  Wenn man die TE als Beispiel nimmt, hätte sie das vor sich selbst retten können.

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McScrooge
vor 42 Minuten von odensee:

Nicht umsonst formulierte @slowandsteady „sollte“.

Nur das der Verdienst der selbstständigen eben vom Gewinn abhängt, und wenn dieser eben durch verschiedene Prozesse stagniert oder zurückgeht, dann hilft es wenig, was verdient werden „sollte“.

 

Man ist ja nicht in der Lokführergewerkschaft :-*

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odensee
vor 1 Minute von McScrooge:

das der Verdienst der selbstständigen eben vom Gewinn abhängt, und wenn dieser eben durch verschiedene Prozesse stagniert oder zurückgeht, dann hilft es wenig, was verdient werden „sollte“.

Dann sollte man über eine Tätigkeit als Angestellter nachdenken. Wie der TO hier schon mehrfach vorgeschlagen. Es ist dann eben sehr knapp gerechnet. 

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McScrooge
Gerade eben von odensee:

Dann sollte man über eine Tätigkeit als Angestellter nachdenken

Wie gesagt, Dinge entwickeln sich eben. Es kann ja sein, dass die Ziele durchaus andere waren.

Gut organisierte Selbstständige legen in guten Zeiten für schlechte zurück. Aber das ist nicht jedem gegeben.

 

vor 1 Minute von odensee:

Es ist dann eben sehr knapp gerechnet. 

Stimmt. Es gibt eben aber auch genug Fälle, die sind jahrelang gut klar gekommen und bekommen momentan massive Probleme (Energiekosten etc.)

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odensee

Es hat keinen Zweck. Du verstehst weder, dass „sollte“ lediglich eine Empfehlung ist, noch dass sich die natürlich nicht auf Monats- oder gar Tagesbasis bezieht, sondern einen Mittelwert über einen deutlich längeren Zeitraum.

Ist doch klar, dass es auf und ab gibt. Wenn aber über Jahre hinweg nix vernünftig reinkommt, sollte frau mal überlegen, ob das mit der Selbständigkeit wirklich eine gute Idee ist.

 

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fgk
Am 3.12.2023 um 21:33 von oktavian:

ich würde erst einmal die ersten angesparten 10.000€ in Aktien-ETF stecken

Wo kommen die denn her, habe ich etwas übersehen?


Hier ist offensichtlich das Einkommen zu niedrig, um relevant anzusparen. Deshalb wurde offenbar bisher auch kaum in die Altersvorsorge investiert. Damit sich das ändern kann, müßte das Einkommen deutlich steigen.

 

Welche Rentenhöhe ist das Ziel? Wenn ich brutto €2.000 Zielrente annehme, dann wären das bei heutigen Rahmenbedingungen etwa 53 Rentenpunkte.

Minus 8 bestehende Rentenpunkte ergibt 45 anzusparende Rentenpunkte. Bei rund €8.000 Punktwert müßten dann rund €360.000 in 27 Jahren angespart werden, das sind etwa €13.000 pro Jahr oder €1.100 pro Monat. Bei €1.000 Zielrente sind es €470/Monat (€5600/Jahr).
 

Überschlägig gerechnet, soll die notwendigen Dimensionen zeigen.

 

Die Frage der passenden Anlageform ist zweitrangig, die Größenordnung ändert sich nicht.

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oktavian
vor einer Stunde von fgk:

Wo kommen die denn her, habe ich etwas übersehen?

Das ist natürlich alles theoretisch.

vor einer Stunde von fgk:

Die Frage der passenden Anlageform ist zweitrangig

Wie gesagt würde ich schon schon schauen, ob es im Notfall mit Bürgergeld/Sozialhilfe kompatibel wäre bei gleichzeitig möglichst guter Flexibilität und Rendite.

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chirlu
· bearbeitet von chirlu
vor 9 Stunden von stagflation:

Die Frage ist, wer mit dem Gesetz geschützt werden soll? Die Selbständigen? Oder die Sozialkassen vor den Selbständigen?

 

Beides? Das schließt sich ja nicht gegenseitig aus.

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smarttrader

Für mich ist das ultimative Argument für die Selbstständigkeit endlich aus der Versicherungspflicht zu kommen.

 

Jetzt im Ernst die gesetzliche ist nicht wirklich toll, warum nicht den AN und AG Anteil selbstständig anlegen. Bzw. als Selbstständiger entscheiden wie man seine Rente später finanzieren will?

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odensee
vor 29 Minuten von smarttrader:

warum nicht den AN und AG Anteil selbstständig anlegen.

Offensichtlich ist dir die Ausgangsfrage gar nicht klar.

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McScrooge
vor 35 Minuten von smarttrader:

Jetzt im Ernst die gesetzliche ist nicht wirklich toll, warum nicht den AN und AG Anteil selbstständig anlegen

Ja. Das ist mehr als sinnvoll es so zu tun. Nur beherzigen das nur sehr viele Selbstständige nicht und geben am Ende des Monats das Geld aus, was so auf dem Konto ist.

vor 36 Minuten von smarttrader:

Für mich ist das ultimative Argument für die Selbstständigkeit endlich aus der Versicherungspflicht zu kommen.

 

Da kann man in der Tat sehr viel sparen, nur sollte das nicht verkonsumiert werden. Denn dann wird es richtig teuer irgendwann.

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odensee
vor 4 Minuten von McScrooge:

Da kann man in der Tat sehr viel sparen, nur sollte das nicht verkonsumiert werden. 

Was wird die TO denn so verkonsumieren von den 2000 „brutto“? 

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McScrooge
Am 3.12.2023 um 16:56 von Sapine:

Wir kennen Deine private Situation nicht und auch nicht deine beruflichen Möglichkeiten.

Die TO hat ja nun bereits seit einiger Zeit nicht geantwortet, so wird es dann - wie immer hier ;) - zunehmend allgemeiner.

vor 6 Minuten von odensee:

Was wird die TO denn so verkonsumieren von den 2000 „brutto“? 

Die eben nicht, ich bezog mich allgemein auf @smarttraders Aussage.

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odensee
vor 10 Minuten von McScrooge:

TO hat ja nun bereits seit einiger Zeit nicht geantwortet, so wird es dann - wie immer hier ;) - zunehmend allgemeiner.

Eben drum der mehr oder weniger dezente Hinweis an smarttrader und dich. Von Oktavians hypothetischen 10.000 Euro mal garnicht zu reden.

Sie hatte gestern einen Beratungstermin und heute wird sie vermutlich arbeiten.

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oktavian
vor 1 Stunde von odensee:

Von Oktavians hypothetischen 10.000 Euro mal garnicht zu reden.

die wird es auch nicht instant geben, sondern man muss ansparen per Sparplan. Generell wurde zu vorhandenen Ersparnissen/Liquiditätsreserven auch nichts gesagt.

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Rubberduck
· bearbeitet von Rubberduck
vor 2 Stunden von McScrooge:

Die TO hat ja nun bereits seit einiger Zeit nicht geantwortet, so wird es dann - wie immer hier ;) - zunehmend allgemeiner.

Das halt wie in zig Threads zu dem Thema oder solchen mit sinngemäßer Fragestellung: "Bin Ü50, hab wenig eingezahlt. Dachte ich hol das Axxien oder nem schlauen Tip raus."

 

Es ist halt wenig spaßig festzustellen, dass im Rentenalter nur Erbsensuppe und Fernsehen bleibt.

 

 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Ich weiß nicht, ob die Themeneröffnerin noch da ist? Oder ist sie längst weggerannt?

 

Der Fall ist schwierig. Wir wissen viel zu wenig über sie und ihre Lebensplanung, um gute Tipps geben zu können. Da sie erst 40 ist, könnte sie noch etwas ändern. Die Frage ist aber, ob sie das will - und wie weit sie bereit ist, dafür zu gehen.

 

Es gibt in Deutschland sehr unterschiedliche Meinungen zum Thema "Arbeit". Die einen sagen: der Job ist da, um Geld zu verdienen. Es ist egal, ob er Spaß macht. Hauptsache, man verdient gut. Andere denken: es ist wichtig, dass man etwas Sinnvolles im Beruf macht - die Bezahlung ist nicht so wichtig. Wiederum andere glauben: Work-/Life-Balance ist wichtig - also möglichst wenig arbeiten. Es gibt auch Leute, die sagen: arbeiten gehen macht keinen Spaß - ich versuche, mit möglichst wenig Arbeit durchkommen.

 

Von daher sind Ratschläge wie "von nix kommt nix" zwar inhaltlich richtig - aber im konkreten Fall möglicherweise trotzdem ungeeignet.

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market anomaly
vor 33 Minuten von stagflation:

Ich weiß nicht, ob die Themeneröffnerin noch da ist? Oder ist sie längst weggerannt?

 

Der Fall ist schwierig. Wir wissen viel zu wenig über sie und ihre Lebensplanung, um gute Tipps geben zu können. Da sie erst 40 ist, könnte sie noch etwas ändern. Die Frage ist aber, ob sie das will - und wie weit sie bereit ist, dafür zu gehen.

 

Es gibt in Deutschland sehr unterschiedliche Meinungen zum Thema "Arbeit". Die einen sagen: der Job ist da, um Geld zu verdienen. Es ist egal, ob er Spaß macht. Hauptsache, man verdient gut. Andere denken: es ist wichtig, dass man etwas Sinnvolles im Beruf macht - die Bezahlung ist nicht so wichtig. Wiederum andere glauben: Work-/Life-Balance ist wichtig - also möglichst wenig arbeiten. Es gibt auch Leute, die sagen: arbeiten gehen macht keinen Spaß - ich versuche, mit möglichst wenig Arbeit durchkommen.

 

Von daher sind Ratschläge wie "von nix kommt nix" zwar inhaltlich richtig - aber im konkreten Fall möglicherweise trotzdem ungeeignet.


Es geht aber nicht immer alles nur um Spass und Sinnhaftigkeit, vor allem dann nicht, wenn man dann später der Allgemeinheit auf der Tasche liegt!

Die Empfehlung sollte immer noch Richtung mehr Arbeiten, Fortbildung und mehr Verdienst gehen.

Meinen größten Respekt davor ein Kind grossgezogen zu haben, aber es ist auch nicht zu viel verlangt jetzt einfach mal noch ein paar Jahre Vollzeit im vernünftigen Angestelltenverhältnis ranzuklotzen…
So haben das die Generationen vor uns auch hinbekommen und das sogar zusätzlich Samstags.

Die Selbstständigkeit bei dem Stundenlohn und reduzierter Arbeitszeit ist nunmal ein Fehler und wieso soll den die Gesellschaft ausbügeln?

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