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krett

Altersvorsorgereformgesetz (Reform der priv. Altersvorsorge ab 2027 - vormals "Lindner-Rente")

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Wishmueller

Also ich finde den bestehenden Thread-Titel gut, da weiß zumindest jeder, was gemeint ist..... :thumbsup:

Ich hätte auch "Hartz IV" nicht umbenannt, auch da wusste jeder, was und vor allem wie es gemeint war.....

Sowas nennt man "Markenidentität".....:D

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krett
· bearbeitet von krett
vor 14 Stunden von i++:

Es gab heute ein paar Anhörungen zu dem Thema im Bundestag. Zum Nachlesen wieder auf https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw09-de-altersvorsorge-1140384. Auch von der University of California, Berkeley kam etwas: https://www.bundestag.de/resource/blob/1155790/Prof-Dr-Malmendier.pdf:

 

Krasses Statement und würde ich so unterschreiben. Als denkender Mensch muss man die deutsche Rentenpolitik natürlich auch zerreißen und das schließt das Altersvorsorgedepot, in bisheriger Planung, natürlich mit ein. Es ist eine Verschlimmbesserung. Das wir uns trotzdem darüber freuen, ist vielsagend. Mehr traut keiner hier unseren Politikern zu.

Riester, Rürup, bAV und co abschaffen und 1:1 Schweden kopieren. Das wäre der Weg. Es wäre 10x besser und unkomplizierter. Aber nein, man muss ja der Versicherungs- und Bankenlobby Geschenke machen.

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Rubberduck

Gibt es eigentlich hier im Thread oder sonst wo neue Überlegungen, wie mit bestehenden Riesterverträgen zu verfahren ist.

Man kann die ja weiterlaufen lassen. Kann dann nach meinem Verständnis aber nicht das neue Produkt abschliessen?

 

Wann macht weiterlaufen lassen Sinn? Genannt werden:

Wenn hohe Förderung da ist (beispielsweise Kinder vorhanden). Und wenn die Laufzeit nicht mehr allzu lang ist. (Was heißt das? 10 Jahre?)

Gibt es auch Überlegungen zur Summe im Riester? Macht das Unterschiede, ob 10, 20, 30 oder 40k drin sind?

 

Macht es Sinn den Riester wegen einer potentiellen Wohnriesterförderung weiterlaufen zu lassen?

Mir ist klar, dass das sehr speziell ist. Aber beispielhaft sind Finanzierungen für Renovierungen nicht unbedingt zu guten Konditionen erhältlich.

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B3n
vor 14 Stunden von satgar:

Daraus von der Professorin „Viel zu hoher Kostendeckel für Standardprodukte: ein Kostendeckel von 1.5% ist absolut

inakzeptabel und im internationalen Vergleich geradezu beschämend. Breit gestreute

Standardprodukte sind für ein Zehntel der Kosten verfügbar.“


Gut das unser @Schwachzocker das anders sieht. An welcher Uni lehrt der nochmal gleich ? ^^

 

In der Aussage ist mir zu wenig Substanz. 

Wenn man sich die AV-Produkte anderer Länder anschaut ist die Aussage doch eher gewagt. 

 

  1. Österreich , prämienbegünstigte zukunftsvorsorge , kein Kostendeckel , hohe durchschnittliche Kosten und sehr intransparent - bspw FMA Bericht 2016 https://www.fma.gv.at/publikationen/studie-praemienbeguenstigte-zukunftsvorsorge/
  2. Frankreich , Plan d'Epargne Retraite (PER) , kein Kostendeckel , von günstig bis teuer je nach Anbieter und Art - https://www.capital.fr/votre-argent/epargne-retraite-quels-sont-les-per-avec-le-moins-de-frais-1385290
  3. Schweden , Premiepensionssystem (PPM) , kein Kostendeckel aber Vorgaben , Zwangsteilnahme , AP7 als Default mit geringen Kosten , aber ca 400 Fonds wählbar , es liegt auch über 50% in anderen Fonds als AP7 - Orange Report https://www.pensionsmyndigheten.se/statistik/publikationer/orange-report-2020/orange-report-2020.pdf  und Fondsliste https://www.pensionsmyndigheten.se/mina-tjanster/fondtorg/sok
  4. Italien , Piani Pensionistici ( PIP) , kein Kostendeckel , Fonds und Versicherungen mit entsprechenden Kosten , Teilweise günstige Fnds über Gewerkschaften und Arbeitgeber
  5. Polen , Pracownicze Plany Kapitalowe , Ja Kostendeckel 0,5% + 0,1% Performance , durchschnittliche Kostenquote bei 0,35% - https://www.mojeppk.pl/pliki/repozytorium-plikow/materialy-do-pobrania/pdf/2023.06.01-PPK-in-English_PPK-for-the-employee_ENG.pdf
  6. USA , 401(k) , kein Kostendeckel , Gebühren stark von Größe abhängig - https://www.asppa-net.org/news/2022/2/heres-how-much-401k-plan-fees-have-dropped/
  7. Kanada , Registered Retirement Savings Plan , kein Kostendeckel , Fondskosten - https://www.bnnbloomberg.ca/investing/opinion/2026/02/20/rrsp-contributions-are-great-but-its-the-investments-inside-that-really-matter-dale-jackson/
  8. Australien , Superannuation , kein direkter Kostendeckel aber bestimmte Vorgaben ,   https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.aph.gov.au/DocumentStore.ashx%3Fid%3D834d5979-8df7-447a-a9ea-a32c1582fbbf&ved=2ahUKEwjiysvS0KaTAxWO9QIHHTu1G70QFnoECBcQAQ&usg=AOvVaw1GeASrIElmKVfIBZPRNvVU
  9. Neuseeland , KiwiSaver - kein Kostendeckel , Durchschnittskosten 0,7%  das sollte Prof. Malmendier auch kenne da es als Beispiel im Arbeitspapier 04/2025 aus dem Sachverständigenrat stammt. - https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/Arbeitspapiere/Arbeitspapier_04_2025.pdf

 

Ich würde das schwedische Modell auch favorisieren. Vorgeschriebene Einzahlung mit staatlichem Fonds aber Möglichkeit eigene Fondsauswahl zu treffen. 

Dafür hat sich die Regierung aber nicht entschieden und das vermutlich auch aus dem verständlichen Grund da damit wieder von Zwangseinzahlungen geredet wird und die Regierung auch Schuld ist wenn die Performance zwischenzeitlich negativ ist. 

Wenn der Staat aber keine eigenes Produkt aufsetzt und damit auch indirekt Kosten übernimmt, kommt die Herausforderung wie dafür gesorgt wird das möglichst viele Bürger das Produkt auch abschließen.  

Dafür wird dann halt ein Vertrieb benötigt und der macht das nicht aus Hezensgüte :) 

Der Vergleich Endvermögen mit hohen und niedrigen Kosten klingt zwar immer sehr schön und ist auch in sich richtig. Nur die Realität wäre doch wohl eher die Entscheidung zwischen Anlage mit höheren Kosten da ein aktiver Vertrieb erfolgt oder keine Investition in der Masse da es ein reines Produkt für Selbstkümmerer ist. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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s1lv3r
vor 21 Minuten von Rubberduck:

Macht es Sinn den Riester wegen einer potentiellen Wohnriesterförderung weiterlaufen zu lassen?

Mir ist klar, dass das sehr speziell ist. Aber beispielhaft sind Finanzierungen für Renovierungen nicht unbedingt zu guten Konditionen erhältlich.

 

Das Problem ist m.E.n. nicht, dass es zu speziell ist (im WPF werden ja gerne Dinge bis ins letzte Detail ausdiskutiert :lol:), sondern dass es einfach zu früh ist darüber zu urteilen. Wir wissen Stand jetzt weder was final im Altersvorsorgereformgesetz stehen wird noch was für konkrete Produkte es im Anschluss geben wird. Halbwegs sicher ist denke ich bisher nur, dass es weiterhin eine Förderung von Wohnimmobilien "Wohn-Riester" im neuen System geben wird.

 

Man kann natürlich trotzdem jetzt seitenweise darüber spekulieren, wie das konkret aussehen wird, was gut oder schlecht wäre, oder wie sich die einzelnen Interessenvertreter derzeit im Zuge des Gesetzgebungsverfahren inhaltlich positionieren ... abschließend beantworten kann man deine Frage aber trotzdem nicht.

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Schwachzocker
vor 9 Minuten von B3n:

 

...Wenn der Staat aber keine eigenes Produkt aufsetzt und damit auch indirekt Kosten übernimmt, kommt die Herausforderung wie dafür gesorgt wird das möglichst viele Bürger das Produkt auch abschließen.  

Dafür wird dann halt ein Vertrieb benötigt und der macht das nicht aus Hezensgüte :) 

 

 

Dooooch! Wir schreiben nämlich einfach in das Gesetz, dass sie es aus Herzensgüte machen, und dann läuft das schon.

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satgar
vor 52 Minuten von Rubberduck:

Gibt es eigentlich hier im Thread oder sonst wo neue Überlegungen, wie mit bestehenden Riesterverträgen zu verfahren ist.

Man kann die ja weiterlaufen lassen. Kann dann nach meinem Verständnis aber nicht das neue Produkt abschliessen?

 

Wann macht weiterlaufen lassen Sinn? Genannt werden:

Wenn hohe Förderung da ist (beispielsweise Kinder vorhanden). Und wenn die Laufzeit nicht mehr allzu lang ist. (Was heißt das? 10 Jahre?)

Gibt es auch Überlegungen zur Summe im Riester? Macht das Unterschiede, ob 10, 20, 30 oder 40k drin sind?

 

Macht es Sinn den Riester wegen einer potentiellen Wohnriesterförderung weiterlaufen zu lassen?

Mir ist klar, dass das sehr speziell ist. Aber beispielhaft sind Finanzierungen für Renovierungen nicht unbedingt zu guten Konditionen erhältlich.

Das sind alles Fragen, die im Forum hier schrittweise aufkommen werden. Es wird spätestens 2027 immer mehr Leute geben, die dazu Anfragen werden. Vorab sollte man aber vielleicht abwarten, bis:

 

- das Gesetz fertig verabschiedet und veröffentlicht ist

- es eine große Banbbreite an Produkten gibt, über die man sprechen kann

- auch Verbraucherschützer, Finanztest, Finanztip und Finanzfluss, und wie sie nicht alle heißen, werden sich auf das Thema stürzen und mit zig Vergleichsberechnungen und Lösungen genau dieses Thema beackern.

 

Jetzt, ist es noch viel zu früh dafür.

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Malvolio
· bearbeitet von Malvolio
vor 22 Minuten von s1lv3r:

 

Das Problem ist m.E.n. nicht, dass es zu speziell ist (im WPF werden ja gerne Dinge bis ins letzte Detail ausdiskutiert :lol:), sondern dass es einfach zu früh ist darüber zu urteilen. Wir wissen Stand jetzt weder was final im Altersvorsorgereformgesetz stehen wird noch was für konkrete Produkte es im Anschluss geben wird. Halbwegs sicher ist denke ich bisher nur, dass es weiterhin eine Förderung von Wohnimmobilien "Wohn-Riester" im neuen System geben wird.

 

Man kann natürlich trotzdem jetzt seitenweise darüber spekulieren, wie das konkret aussehen wird, was gut oder schlecht wäre, oder wie sich die einzelnen Interessenvertreter derzeit im Zuge des Gesetzgebungsverfahren inhaltlich positionieren ... abschließend beantworten kann man deine Frage aber trotzdem nicht.

In diesem Jahr lasse ich meinen Riestervertrag auf jeden Fall noch weiterlaufen. Ich habe sogar die Einzahlungen wieder auf den Höchstbetrag hochgefahren. Ich hoffe, dass es dann im nächsten Jahr einigermaßen attraktive Angebote gibt, in die man förderungsunschädlich wechseln kann. Aber wie du schon sagst. Im Moment ist es noch zu früh um hier konkrete Entscheidungen treffen zu können. Im Moment muss man erstmal abwarten, was dann tatsächlich im Gesetz stehen wird und was für Produkte es geben wird. Nächstes Jahr wissen wir dann hoffentlich mehr.

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Schwachzocker
vor einer Stunde von Rubberduck:

Gibt es eigentlich hier im Thread oder sonst wo neue Überlegungen, wie mit bestehenden Riesterverträgen zu verfahren ist....

Ja, davon gibt es jede Menge. Da diese Überlegungen aber nicht auf Fakten basieren, nützen sie niemanden etwas.

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satgar
· bearbeitet von satgar

Hoch interessantes Video zur neuen LindnerRente

 


ich kann mit dem Kanal auf YT üblicherweise eigentlich nicht viel anfangen. Aber das hier fand ich sehr spannend. Wenn das alles so richtig berechnet wurde, stellt sich das nochmal in einem ganz anderen Licht dar und klar wird auch, warum letztlich ein Kostendeckel von 0,5% fast schon zwingend ist. Werbung für den Webinar Gedöns gilt es zu ignorieren.

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west263
vor 39 Minuten von satgar:

Aber das hier fand ich sehr spannend.

sehr schön gemacht.

Ein Grund, warum ich Anfang der 2000er Jahre Riester nicht abgeschlossen habe, war die Begrenzung der einmaligen Auszahlung auf 30%. und ich hätte nicht gedacht, dass mir dieser Umstand mehr als 20 Jahre später, wieder über den Weg läuft.

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Schwachzocker

Naja, das Fazit lautet:

 

Ob es sich lohnt, hängt von zwei Faktoren ab:

- Kosten

- Reinvestition der Steuererstattung

 

Wow, jetzt haben wir etwas gelernt.:rolleyes:

 

Außerdem ein Tipp:

 

"Warte nicht auf den Staat."

 

Wer das macht, der ist ohnehin lost.

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Sapine

Wahrscheinlich ist es meiner eigenen Dummheit geschuldet, aber mit dem Clip wurde mir erstmals klar, dass es neben dem Standardprodukt noch das Altersvorsorgedepot gibt. Die Garantie Produkte sind völlig überflüssig, weil sie nur dem Verkäufer nutzen, aber das sollten hier die meisten wissen. Aber während es beim Standardprodukt den derzeit noch viel zu hohen Kostendeckel gibt, kann beim Altersvorsorgedepot der Anleger entscheiden, in was er spart und der Wettbewerb wird es hoffentlich richten!

 

Insofern fand ich das Video echt gut gemacht. Einen komplizierten Sachverhalt verständlich dargestellt und die Info, dass man jetzt anfangen soll zu sparen und nicht erst, wenn das Gesetz in Kraft tritt. 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 14 Minuten von Sapine:

Wahrscheinlich ist es meiner eigenen Dummheit geschuldet, aber mit dem Clip wurde mir erstmals klar, dass es neben dem Standardprodukt noch das Altersvorsorgedepot gibt.

Ja, ich habe wiederholt versucht das auch deutlich zu machen:

 

jeder Anbieter, der ein AV Depot anbieten will, muss gleichsam auch ein Standardprodukt im Portfolio haben. Nur DIESES Standardprodukt hat den gesetzlich noch festzulegenden Kostendeckel. Das Hauptprodukt, was der Anbieter eigentlich an die Kundschaft bringen will, kann er frei festlegen. Es hat keinen Kostendeckel.

 

Neben den im Video beschriebenen Lösungen wird es natürlich auch weiterhin mehr Produktkategorien geben, neben diesen dreien. So z.B. auch weiterhin geförderte Bausparverträge oder klassisch verzinste Rentenversicherungen, aber auch fondspolicen. Der Kreis der möglichen Anbieter steigt nur enorm:

 

Lebensversicherer

Banken

Neobroker

Fondsgesellschaften

Bausparkassen

 

Die DWS kann also durch weg auch ein Hauptprodukt mit aktiven Fonds auflegen, so wie es das derzeit als Fondssparplan schon gibt. Dann halt nur ohne endfällige Garantie. Aber es darf auch gerne 2% je Jahr kosten. Trotzdem müsste die DWS irgendwo in der Hinterhand, wenn auch nicht aktiv beworben, ein Standardprodukt im Portfolio haben, welches den geforderten Kostendeckel einhält. Derzeit noch 1,5% p.a., vielleicht aber nach Verabschiedung des Gesetzes auch nur 1 oder 0,5%. Je niedriger das ist, um so mehr setzt es natürlich die freie Angebotsvielfalt unter Preisdruck. Am Markt generell, aber insbesondere auch inhouse. Warum sollte jemand bei der Generali 2% Effektivkostenquote für den DVAG Vertriebsweg bezahlen, wenn es im Haus der Generali auch eins für 0,5% gäbe? Das geht am Ende „leider“ nur noch dann, wenn man das Standardprodukt möglichst gut versteckt und nur pro forma im Portfolio hat.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 31 Minuten von satgar:

...Warum sollte jemand bei der Generali 2% Effektivkostenquote für den DVAG Vertriebsweg bezahlen, wenn es im Haus der Generali auch eins für 0,5% gäbe? Das geht am Ende „leider“ nur noch dann, wenn man das Standardprodukt möglichst gut versteckt und nur pro forma im Portfolio hat.

Tja!

Warum bezahlen die Sparkassenkunden 2,1% TER für einen aktiven Fonds, obwohl es dort auch ein Standardprodukt für 0,3% gibt? Warum nur?

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krett
vor 35 Minuten von satgar:

Nur DIESES Standardprodukt hat den gesetzlich noch festzulegenden Kostendeckel. Das Hauptprodukt, was der Anbieter eigentlich an die Kundschaft bringen will, kann er frei festlegen. Es hat keinen Kostendeckel.

Wobei das ja auch kritisiert wird. Es ist also möglich, das sich das noch ändert im Gesetzesentwurf. Der (vollkommen berechtigte) Einwand ist, warum der Staat Produkte fördern sollte, an denen die Finanzindustrie 2% oder mehr verdient.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 10 Minuten von krett:

Wobei das ja auch kritisiert wird. Es ist also möglich, das sich das noch ändert im Gesetzesentwurf. Der (vollkommen berechtigte) Einwand ist, warum der Staat Produkte fördern sollte, an denen die Finanzindustrie 2% oder mehr verdient.

Da kenne ich die Antwort:

Aus dem gleichen Grund, warum der Staat Produkte fördert, an denen die Finanzindustrie 1,5% verdient.

 

Es soll übrigens keine Pflicht werden, diese Produkte zu kaufen. Man darf weiterhin ganz stumpft ETFs mit der TER von 0,15% kaufen. Das bleibt erlaubt. Dieser Umstand gerät bei der Gier nach zusätzlichem Geld vom Staat etwas aus dem Blick. Aber das ist wohl gerade die Absicht.

 

vor 47 Minuten von satgar:

...

jeder Anbieter, der ein AV Depot anbieten will, muss gleichsam auch ein Standardprodukt im Portfolio haben. Nur DIESES Standardprodukt hat den gesetzlich noch festzulegenden Kostendeckel. Das Hauptprodukt, was der Anbieter eigentlich an die Kundschaft bringen will, kann er frei festlegen. Es hat keinen Kostendeckel.

Darf man dieses Standardprodukt auch so schwachsinnig konstruieren, dass es keine Sinn ergibt und es niemand will?

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 34 Minuten von Schwachzocker:

Darf man dieses Standardprodukt auch so schwachsinnig konstruieren, dass es keine Sinn ergibt und es niemand will?

Gute Frage. Es soll aber wohl Vorgaben geben. Es soll eine defensive Ausrichtung darin geben und eine Offensive. Aber da müsstest du nochmal googeln. Zu dem Standardprodukt gibt es auf jeden Fall Vorgaben. Ob man diese auch soweit „manipulieren“ kann, dass das beim jeweiligen Anbieter keiner mehr kaufen wollen würde, kann ich nicht sagen.

 

Infos zum Standardprodukt/Depot findest du hier: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/reform-der-privaten-altersvorsorge.html Siehe Inhaltsverzeichnis.

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krett
vor 8 Minuten von satgar:

Ob man diese auch soweit „manipulieren“ kann, dass das beim jeweiligen Anbieter keiner mehr kaufen wollen würde, kann ich nicht sagen.

Ich wüsste nicht wie und wenn man es anderweitig übertreibt und Lücken oder Graubereiche ausnutzt, dürfte die Bafin einschreiten.

Eher werden "Berater" bei Versicherungen und Banken das Standardprodukt nicht ernsthaft verkaufen, sondern automatisch auf andere Produkte gehen. Weswegen der Deckel für alle gelten sollte.

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satgar
vor 1 Minute von krett:

Ich wüsste nicht wie und wenn man es anderweitig übertreibt und Lücken oder Graubereiche ausnutzt, dürfte die Bafin einschreiten.

Eher werden "Berater" bei Versicherungen und Banken das Standardprodukt nicht ernsthaft verkaufen, sondern automatisch auf andere Produkte gehen. Weswegen der Deckel für alle gelten sollte.

Ich denke auch, dass es so laufen wird wie bei den Muster Produktinformationsblättern bei Riester, die man auf den Homepages der Anbieter herunterladbar finden muss. So in der Art wird das auch gemacht werden. Man hat zwar ein solches Standardprodukt, aber eben nur inhouse und veröffentlicht nur so viel wie gerade nötig, so viel wie man muss.

 

Aber über den eigentlichen Vertriebskanal verkauft man das AV Depot, das man auch dazu entwickelt hat und auf den Markt bringt.

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Bolanger

Ich nehme aus dem Video mit, dass sich das Depot nur dann lohnt, wenn man auch einen hohen Grenzsteuersatz hat, um auch entsprechend von der Rückerstattung zu profitieren. Ein Student, der vielleicht über einen Nebenjob förderberetigt ist, w<rde wohl nicht davon profitieren

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chirlu
vor 15 Minuten von Bolanger:

Ich nehme aus dem Video mit, dass …

 

Dann taugt das Video wohl nichts. (Ich habe es nicht gesehen und werde es mir nicht ansehen.)

 

Es ändert sich diesbezüglich nichts gegenüber dem jetzigen Stand: Weiterhin nützt nachgelagerte Besteuerung dann etwas, wenn man im Alter (Rentenbezug) einen geringeren Steuersatz hat als bei Einzahlung; bei Riester kommt noch hinzu, dass es alternativ Zulagen gibt, so dass Geringverdiener einen höheren fiktiven Steuersatz „spart“ als den tatsächlichen.

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krett

Also der größte (teils gefühlte) Vorteil für mich persönlich ist der Schutz des Geldes bei Privatinsolvenz o.ä.

 

Aber mir gehts bei dem Thema auch einfach um allgemeines Interesse.

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Bolanger

Das Video taugt in dieser Hinsicht dahin gehend, dass klar auf die Notwendigkeit einer Investition der Steuererstattung hingewiesen wird. Diese Klarheit ist nicht immer in Berichten und Analysen zu finden. 

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