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Fero

Handelsstreit: Noch Luft für Short-Positionen?

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Fero
Posted

Hallo, 

 

ich habe bisher nur wenig Erfahrungen mit Short-Derivaten, würde es allerdings gerne mal in der aktuellen "Handelskrise" damit versuchen. Als "Einsatz" würde ich erst mal ein wenig "Spielgeld" nehmen, also nur das, was ich verlieren kann, ohne, dass es wehtut.

Meine vornehmlichste Frage ist: Ist das derart "verspätet" (also ab morgen, am Montag) noch sinnvoll? Oder vermutet ihr, dass die großen Kursstürze bereits geschehen sind und man jetzt da auch nicht mehr aufspringen braucht? 

Und wenn es noch Sinn ergibt: Gibt es eine gute Quelle, wo man sich informieren kann, welche Aktien/ETFs man shorten könnte/sollte? Habt ihr vielleicht selbst Tipps? Bzw. wie geht ihr mit der aktuellen Situation hinsichtlich von Shorts um? Klar, Prognosen sind immer unsicher. Aber sich zu informieren und dann auf Basis von der Vermutung von Profis seine Entscheidungen in der Sache zu treffen ist sicher besser, als einfach ohne Recherche irgendetwas zu shorten. 

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Theobuy
Posted
vor 36 Minuten von Fero:

"Spielgeld" nehmen, also nur das, was ich verlieren kann, ohne, dass es wehtut.

Schon mal ein guter Ansatz. Wer zocken will, sollte das nur mit dem Geld tun, was er verlieren kann.

 

vor 36 Minuten von Fero:

Oder vermutet ihr, dass die großen Kursstürze bereits geschehen sind und man jetzt da auch nicht mehr aufspringen braucht? 

Ich vermute hier nichts. Aber kannst du ausschließen, diejenigen, die dir solche Produkte verkaufen, sehr viel schlauer sind als du? Schlauer, weil sie professionell Geld verdienen wollen und dafür Zugang zu allen erdenklichen Daten und Information haben (und dafür ggf. teuer bezahlen), die besseren Computermodelle haben, um mögliche Risiken und Ergebnisse zu berechnen, viel mehr Erfahrung und Top-Analysten teuer bezahlen können usw. usf.

 

Ein aus meiner Sicht vernünftiger Ansatz wäre:

- Ziel definieren

- Asset-Allokation machen

- gemäß dem Plan investieren

 

Langweilig, ich weiß.

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Malvolio
Posted · Edited by Malvolio

Niemand, auch der größte Experte nicht, kann Dir sagen ob es weiter runter geht oder zwischendurch oder sogar nachhaltig wieder nach oben. In beide Richtungen ist noch viel Potential. Wenn Trump die Zölle überraschend wieder zurücknimmt wird es vermutlich wieder stark nach oben gehen, wenn nicht kann es auch noch weiter fallen. Zwischendurch sind sowieso auch ohne weitere Nachrichten starke Ausschläge in beide Richtungen möglich. Darauf zu spekulieren ist letztendlich ein reines Glücksspiel Kann klappen oder auch nicht. Du musst auf jeden Fall damit rechnen, dass du deinen Einsatz verliefen kannst, wenn solche Zocks machst. Die Chancen sind 50:50. Einige Spekulanten werden gewinnen, die anderen werden verlieren. Oder anders ausgedrückt .... der Erwartungswert für alle Spekulanten ist 0 minus Kosten. ;) 

 

Erschwerend kommt hinzu, dass viele derivative Produkte in Zeiten hoher Volatilität teurer werden .... das macht die Sache für Privatanleger nicht einfacher.

 

 

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Euronensammler
Posted · Edited by Euronensammler
vor 3 Stunden von Malvolio:

Einige Spekulanten werden gewinnen, die anderen werden verlieren. Oder anders ausgedrückt .... der Erwartungswert für alle Spekulanten ist 0 minus Kosten. ;) 

Da würde ich vermuten, dass die Spekulanten nicht gleichverteilt sind. Ich vermute, dass die Verlierer in der Überzahl sind und ein Großteil aufgibt oder pleite ist, bevor der Lerneffekt nachhaltige Früchte bringt. Ein gewisser Prozentsatz wird genug kognitive Plastizität mitbringen, um nach einer mehr oder weniger langen Lernphase auch ein halbwegs stabiles positives Dauerergebnis zu erreichen.

 

Anekdotisch: Ein Bekannter erzählte mir von einem Freund, dass dieser mit Daytrading richtig Geld verdient. Dieser sitze Täglich 8-10 Stunden am PC und hätte den Bogen raus. Auf meine Frage, wieviel denn der Freund verdiene war die Antwort: Der schafft es tatsächlich, sich einen Urlaub im Jahr zu "ertraden". Auf meine Frage, wie denn der Stundenlohn sei, bei 9 Std * 220 Handelstagen = 1980 Std um eine Urlaub für 2-3000€ zu buchen, wurde er nachdenklich.

 

@Fero , am Hobby mit Spielgeld kann man lernen. Warnsignale und Money Management beachten!

 

Anekdotisch meine eigene Erkenntis mit einer kurzen Phase Daytrading: Große Beträge kosten zu viel Nerven, kleine Beträge bringen zu wenig für den Zeiteinsatz.

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Malvolio
Posted · Edited by Malvolio
vor 34 Minuten von Euronensammler:

Da würde ich vermuten, dass die Spekulanten nit gleichverteilt sind. Ich vermute, dass die Verlierer in der Überzahl sind und ein Großteil aufgibt oder pleite ist, bevor der Lerneffekt nachhaltige Früchte bringt. Ein gewisser Prozentsatz wird genug kognitive Plastizität mitbringen, um nach einer mehr oder weniger langen Lernphase auch ein halbwegs stabiles positives Dauerergebnis zu erreichen.

 

Nunja. Wenn du einen Spekulanten hast, der einen bestimmten Betrag auf steigende Kurse setzt, brauchst du auch immer einen Gegenpart, der die entgegengesetzte Position einnimmt. Es ist letztendlich ein Nullsummenspiel. Einer wird gewinnen, einer wird verlieren. Im Schnitt bist du dann bei einem Erwartungswert von 0. Davon gehen dann immer noch deine Kosten ab.  .... Klar, wenn du klüger, schneller, besser bist als alle anderen oder sonst irgendwelche Vorteile hast, dann kannst du theoretisch natürlich zu Lasten der anderen Marktteilnehmer profitieren, aber leider trifft das auf die meisten Leute nicht zu .... besonders nicht auf die meisten Privatleute, die zu Hause vor ihrem PC sitzen.

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