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niklas_1990

Ziel: Finanzielle Freiheit mit 45 – wie sinnvoll Vermögen strukturieren?

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt
vor 16 Minuten von niklas_1990:

Ab welcher Netto Vermögenssumme würdest du denn sagen, dass genug Kapital für ein "gutes Leben" für eine 4-köpfige Familie vorhanden ist?

Auf der 1. Seite waren wir bei ca. 4 Mio für eine Person - das muss man natürlich nicht mit 4 multiplizieren, aber je nach Ansprüchen können Dinge wie Immobilie, teures Studium etc. dazukommen. Da musst du selbst mal ein paar Szenarien durchrechnen ;) 

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niklas_1990
vor 4 Minuten von hattifnatt:

Auf der 1. Seite waren wir bei ca. 4 Mio für eine Person - das muss man natürlich nicht mit 4 multiplizieren, aber je nach Ansprüchen können Dinge wie Immobilie, teures Studium etc. dazukommen. Da musst du selbst mal ein paar Szenarien durchrechnen ;) 

Ich habe schon sehr viel hin- und hergerechnet und merke, dass ich weiterhin unsicher bin.

Bei einem Portfolio von 4 Mio. € entsprächen 3 % Entnahme etwa 120.000 € pro Jahr bzw. 10.000 € pro Monat. Die Steuerbelastung darauf dürfte anfangs vermutlich relativ gering sein, da der Renditeanteil prozentual noch nicht besonders hoch ist. Daher rechne ich vereinfacht erst einmal mit rund 10.000 € netto pro Monat.

Hinzu kommt, dass meine Freundin aktuell zusätzlich ca. 4.500 € netto pro Monat verdient. Außerdem würde ich selbst wahrscheinlich auch weiterhin irgendetwas machen wollen, nur eben in anderer Intensität. Dadurch könnten ebenfalls noch zusätzliche Einnahmen entstehen.

Möglicherweise müsste ich in den ersten Jahren auch gar nicht 3 % entnehmen, sondern vielleicht nur 1,5 %. In diesem Fall könnte das Portfolio weiterhin wachsen und hätte noch mehr Puffer.

Für mich ist es trotzdem schwierig, das wirklich halbwegs akkurat zu kalkulieren, weil so viele Faktoren eine Rolle spielen. Deshalb hatte ich auf eure Erfahrungswerte gehofft. Vielleicht hat hier der ein oder andere schon eine ähnliche Situation durchgemacht und kann aus eigener Erfahrung berichten.

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hattifnatt
vor 3 Minuten von niklas_1990:

Außerdem würde ich selbst wahrscheinlich auch weiterhin irgendetwas machen wollen, nur eben in anderer Intensität. Dadurch könnten ebenfalls noch zusätzliche Einnahmen entstehen.

Dann muss man ja gar keine 100% sichere FIRE-Kalkulation machen, solange 2 Menschen noch ihr Humankapital einbringen können, also bei einem Alter von 35 Jahren mit 4500€ Netto ca. 1 Mio. pro Person. (Dann ist es aber auch wichtig, dieses Humankapital zu schützen, z.B. vor möglichem Burnout!)

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Sapine

Was Du relativ akkurat versuchen musst zu berechnen ist der Bedarf, den Du haben wirst. Was wäre, wenn Deine Freundin ihren Job verliert und der Sohn im Ausland studieren will. Wie sieht es mit teuren Hobbies aus womit Du Dir möglicherweise die Zeit vertreiben willst. Musst Du noch Versicherungen bedienen? Ob das mit einem neuen Job klappt oder nicht, ist erst mal nicht sicher. Wie sieht es später aus mit Rente, Lebensversicherung oder anderen Altersvorsorgeprodukten oder ist das Unternehmen das einzige Asset auf das du gesetzt hast? Je nachdem was da später ergänzend hinzu kommt, entschärft sich die Situation oder nicht. Auch das Alter des Kindes ist relevant. Wie lange wird der Dir auf der Tasche liegen? 

 

Die steuerliche Belastung bei der Entnahme wird sich am Anfang im wesentlichen auf die Besteuerung der Vorabpauschale beschränken. Letztes Jahr waren das Steuern auf rund 1 % des Depotwertes, das wären rund 0,26 % p.a. Anfang 2027 wird es etwas teurer. Aber Du darfst natürlich nicht nur für die ersten Jahre rechnen. Sobald sich Gewinne im Kurs ansammeln, wird sich die steuerliche Belastung schrittweise erhöhen. 

 

Bei einer sehr langfristigen Entnahme würde ich nicht über brutto 3 % p.a. hinausgehen und das auch nur bei einem ertragsstarken Depot und mit der Bereitschaft, die Entnahme dynamisch anzupassen, wenn die Börse schlecht läuft. Das bedeutet Du brauchst grob 400k für jeden Tausender pro Monat (brutto). Das wäre so eine Art Daumenregel. 

 

Zum Unternehmensverkauf selbst kann ich nichts beitragen. 

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niklas_1990
· bearbeitet von niklas_1990
vor 20 Stunden von Sapine:

Was Du relativ akkurat versuchen musst zu berechnen ist der Bedarf, den Du haben wirst. Was wäre, wenn Deine Freundin ihren Job verliert und der Sohn im Ausland studieren will. Wie sieht es mit teuren Hobbies aus womit Du Dir möglicherweise die Zeit vertreiben willst. Musst Du noch Versicherungen bedienen? Ob das mit einem neuen Job klappt oder nicht, ist erst mal nicht sicher. Wie sieht es später aus mit Rente, Lebensversicherung oder anderen Altersvorsorgeprodukten oder ist das Unternehmen das einzige Asset auf das du gesetzt hast? Je nachdem was da später ergänzend hinzu kommt, entschärft sich die Situation oder nicht. Auch das Alter des Kindes ist relevant. Wie lange wird der Dir auf der Tasche liegen? 

 

Die steuerliche Belastung bei der Entnahme wird sich am Anfang im wesentlichen auf die Besteuerung der Vorabpauschale beschränken. Letztes Jahr waren das Steuern auf rund 1 % des Depotwertes, das wären rund 0,26 % p.a. Anfang 2027 wird es etwas teurer. Aber Du darfst natürlich nicht nur für die ersten Jahre rechnen. Sobald sich Gewinne im Kurs ansammeln, wird sich die steuerliche Belastung schrittweise erhöhen. 

 

Bei einer sehr langfristigen Entnahme würde ich nicht über brutto 3 % p.a. hinausgehen und das auch nur bei einem ertragsstarken Depot und mit der Bereitschaft, die Entnahme dynamisch anzupassen, wenn die Börse schlecht läuft. Das bedeutet Du brauchst grob 400k für jeden Tausender pro Monat (brutto). Das wäre so eine Art Daumenregel. 

 

Zum Unternehmensverkauf selbst kann ich nichts beitragen. 

Ich habe keine außergewöhnlich hohen Fixkosten – im Wesentlichen nur Miete und die üblichen Standardversicherungen.

In die gesetzliche Rente zahle ich nicht ein. Eine private Rentenversicherung oder Lebensversicherung habe ich ebenfalls nicht. Lediglich eine Berufsunfähigkeitsversicherung besteht noch. Diese kostet aktuell ca. 150 € pro Monat und würde im Leistungsfall 2.750 € monatlich auszahlen. Ich frage mich allerdings, ob diese in meiner Situation überhaupt noch sinnvoll ist oder ob ich sie vermutlich kündigen sollte. Was meint ihr?

 

Als Altersvorsorge bzw. Vermögensbasis habe ich im Wesentlichen eine Immobilie, die zu etwa 70 % abbezahlt ist, sowie ETFs, Crypto und mein Unternehmen als Asset.

Da ich grundsätzlich sehr vorsichtig plane, würde ich bei der späteren Entnahme nur mit einer Entnahmerate von 3 % rechnen.

 

Im Fall eines Unternehmensverkaufs und unter Berücksichtigung von meinem Einkommen 2026 sähe meine Vermögensstruktur voraussichtlich ungefähr so aus:

ca. 3,2 Mio. € im ETF-Portfolio & Crypto

ca. 500.000 € Tagesgeld / DBX0AN

ca. 950.000 € Immobilienwert bei etwa 300.000 € Restschuld (4250€ Kaltmiete)

Bei der Immobilie gehe ich davon aus, dass Abschreibung und Zinsaufwand die steuerliche Belastung aus der Vermietung weitgehend oder vollständig kompensieren sollten.

 

Wenn ich mit 3% Entnahmerate auf 3,2 Mio rechne, sind das 8000€ im Monat. Mit der Kaltmiete wären es dann ca. 12.250€, wenn man mit dem Cash den Kredit tilgen würde. Natürlich muss man dann wieder Rücklagen, etwas Steuer etc. einkalkulieren, aber das ist nur eine grobe Rechnung. Aktuell verbrauche ich vermutlich für mein Privatleben ca. 5k netto / Monat - in Urlaubsmonaten vielleicht mal 10k netto / Monat. Meint ihr, dass sich die Ansprüche - sobald man finanziell frei ist - so weit nach oben korrigieren? 

 

vor 21 Stunden von hattifnatt:

Dann muss man ja gar keine 100% sichere FIRE-Kalkulation machen, solange 2 Menschen noch ihr Humankapital einbringen können, also bei einem Alter von 35 Jahren mit 4500€ Netto ca. 1 Mio. pro Person. (Dann ist es aber auch wichtig, dieses Humankapital zu schützen, z.B. vor möglichem Burnout!)

Ich möchte diesen Schritt erst dann gehen, wenn ich theoretisch auch ohne weitere Arbeit finanziell frei wäre und mir keine ernsthaften Sorgen mehr machen müsste. Gleichzeitig kann ich mir gut vorstellen, nach einer gewissen Übergangszeit wieder ein neues Projekt anzugehen – idealerweise in einem Bereich, der mir Spaß macht und weniger Stress verursacht.

Meine Freundin möchte zunächst weiterarbeiten. Wie sich das langfristig entwickelt, wird die Zukunft zeigen.

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JamesBond

Wäre es auch möglich dein Unternehmen zu verkaufen zu vereinbaren bzw. zu verhandeln. dass du noch einige Zeit angestellt bist oder berätst, z.B. 3 Jahre? Das würde dir den Spatz sichern und eine zusätzliche Einnahmequelle für eine gewisse Zeit. 

Natürlich ist es nicht einfach vom Chef zum Angestellten oder Berater zu wechseln. Das musst natürlich du beurteilen. 

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Bolanger

Ich hätte noch einen anderen Denkanstoß für den TE. Wenn das Ziel der FU auch durch die Unsicherheit, durch KI den Job zu verlieren, getrieben wird, dann würde ich überlegen, das Thema KI im Portfolio höher zu gewichten.

 

Wenn KI kommt, dann ist der Job weg, aber der KI-Anteil im Portfolio stark gewachsen

Wenn KI nicht kommt, dann bleibt das Humankapital erhalten, aber das Depot nicht bzw. nur weniger.

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niklas_1990
vor 29 Minuten von JamesBond:

Wäre es auch möglich dein Unternehmen zu verkaufen zu vereinbaren bzw. zu verhandeln. dass du noch einige Zeit angestellt bist oder berätst, z.B. 3 Jahre? Das würde dir den Spatz sichern und eine zusätzliche Einnahmequelle für eine gewisse Zeit. 

Natürlich ist es nicht einfach vom Chef zum Angestellten oder Berater zu wechseln. Das musst natürlich du beurteilen. 

Das wird ziemlich sicher eine Bedingung sein. Ich habe nur mit dem Cash Anteil des Deals gerechnet, ca. 20% werden eine Earn-Out Komponente sein, die an Ziele gekoppelt ist. Hier kann ich in 24 Monaten ca. 240k Gehalt und wenn es gut läuft noch zusätzlich bis zu 500k Earn-Out erwarten (vor Steuern). Momentan bin ich mit Beratern im Gespräch, die Angebote einholen. 

 

vor 1 Minute von Bolanger:

Ich hätte noch einen anderen Denkanstoß für den TE. Wenn das Ziel der FU auch durch die Unsicherheit, durch KI den Job zu verlieren, getrieben wird, dann würde ich überlegen, das Thema KI im Portfolio höher zu gewichten.

 

Wenn KI kommt, dann ist der Job weg, aber der KI-Anteil im Portfolio stark gewachsen

Wenn KI nicht kommt, dann bleibt das Humankapital erhalten, aber das Depot nicht bzw. nur weniger.

Es geht dabei nicht nur um Sorgen im Zusammenhang mit KI. Es geht auch darum, dass die Selbstständigkeit auf Dauer extrem kräftezehrend ist und ich jetzt möglicherweise die Chance habe, mein Leben deutlich freier und bewusster zu gestalten. Ich kenne viele Unternehmer, die bis 60 oder 70 durchgearbeitet haben und es später bereuen, vom Leben selbst zu wenig gehabt zu haben. Genau diesen Fehler möchte ich nach Möglichkeit vermeiden.

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mem

Wie wahrscheinlich ist es, dass du in ein paar Jahren noch mal die Gelegenheit hast, zu verkaufen? 

 

Wenn die Firma so viel abwirft könntest du auch noch ein paar Jahre weiter machen und weitere Ebits sammeln. Ohne das Unternehmen zu kennen scheint 4-5 EBIT auch eher am unteren Ende der Bewertung eines IT-Unternehmens zu sein. 

Was passiert, wenn du das Unternehmen, was dich kaufen will vor 2 Jahren Anstellung dort verlässt?

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s1lv3r
vor 11 Stunden von niklas_1990:

Wenn ich mit 3% Entnahmerate auf 3,2 Mio rechne, sind das 8000€ im Monat. Mit der Kaltmiete wären es dann ca. 12.250€, wenn man mit dem Cash den Kredit tilgen würde. Natürlich muss man dann wieder Rücklagen, etwas Steuer etc. einkalkulieren, aber das ist nur eine grobe Rechnung. Aktuell verbrauche ich vermutlich für mein Privatleben ca. 5k netto / Monat - in Urlaubsmonaten vielleicht mal 10k netto / Monat. Meint ihr, dass sich die Ansprüche - sobald man finanziell frei ist - so weit nach oben korrigieren? 

 

Deine abschließende Frage ist denke ich leider für ein anonymes Internet-Forum so gut wie nicht zu beantworten. Dafür müsste man dich einfach persönlich kennen.

 

Wird dir langweilig werden und du suchst dir dann allerhand Luxushobbies und achtest gar nicht mehr auf die Kosten, so dass du nach 10 Jahren pleite bist und musst dann an der Tanke arbeiten, weil dein Humankapital nach 10 Jahren rumpimmeln absolut nichts mehr wert ist? Oder bist du eher der Typ, der sich sozial engagiert und damit dann voll ausgelastet ist?

 

Das kann man einfach kein bisschen beantworten, wenn man nicht dich (und dein Umfeld) kennt.

 

Man kann denke ich nur antworten, wie man sich selber in so einer Situation verhalten würde (denn man projiziert eh seine eigenen Ansprüche, Wertvorstellungen, etc. in eine solche Antwort hinein). Ich würde an deiner Stelle den Schritt wagen die Firma zu verkaufen. Man müsste in meiner Vorstellung halt schon echt abgehoben sein, dass man mit soviel Geld nicht irgendwie hinkommt. Rein rechnerisch müsste man in jedem Fall hinkommen, wenn man nicht echt dumme Sachen macht.

 

Im Endeffekt würde ich mir was das angeht glaube ich folgende Frage stellen. Mit welcher Situation wäre ich in 10 Jahren unzufriedener (und halte es für realistischer):

  1. Du hast die Firma verkauft und der neue Eigentümer macht ein Business daraus, das 100 Millionen wert ist, während du ziellos im Privatleben deine Zeit totschlägst.
  2. Du hast die Firma nicht verkauft, das Zeitfenster für einen Verkauf ist verpasst und du merkst wie der Stress mit jedem Jahr immer mehr wird und am trotzdem immer weniger hängenbleibt.

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geeman

Solche Fragen sind schwer zu beantworten, wie schon @s1lv3r richtig schreibt.

Aus Deinen Erzählungen würde ich die Firma verkaufen und nach neuen Möglichkeiten suchen.

Das Haus würde ich gleich mit verkaufen, da ich(!) kein Vermieter sein sein möchte. 

Es ist mir ein Graus daran zu denken, ein solches Ding zu verwalten und zu warten.

Die Renditeerwartungen sind auch zu schlecht und der Klumpen zu groß.

Das Vermögen würde ich über eine Annuitäten-Entnahme entsparen (40-60 Jahre Laufzeit) mit einer Zinsannahme bereinigt um die Inflationsrate.

Das stellt sicher, dass das Geld auch alle ist, wenn Du mit 90 oder 100 Jahren abtrittst.

Zu vererbendes Vermögen kann man aus der Annuität herausnehmen und separat wachsen lassen.

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niklas_1990
vor 23 Stunden von geeman:

Solche Fragen sind schwer zu beantworten, wie schon @s1lv3r richtig schreibt.

Aus Deinen Erzählungen würde ich die Firma verkaufen und nach neuen Möglichkeiten suchen.

Das Haus würde ich gleich mit verkaufen, da ich(!) kein Vermieter sein sein möchte. 

Es ist mir ein Graus daran zu denken, ein solches Ding zu verwalten und zu warten.

Die Renditeerwartungen sind auch zu schlecht und der Klumpen zu groß.

Das Vermögen würde ich über eine Annuitäten-Entnahme entsparen (40-60 Jahre Laufzeit) mit einer Zinsannahme bereinigt um die Inflationsrate.

Das stellt sicher, dass das Geld auch alle ist, wenn Du mit 90 oder 100 Jahren abtrittst.

Zu vererbendes Vermögen kann man aus der Annuität herausnehmen und separat wachsen lassen.

- Firma verkaufen ist WiP (Angebotsphase)

- Ist das Haus nicht Teil der Diversifizierung? Ich denke, dass in turbulenten Börsenzeiten, zumindest die Miete stabil weiterläuft oder habe ich hier einen Denkfehler? Zudem kann die Miete noch +15% ausgebaut werden in den nächsten 2-3 Jahren

- Was meinst du genau mit Entsparen durch "Annuitäten-Entnahme"?

Am 28.5.2026 um 07:57 von s1lv3r:

 

Deine abschließende Frage ist denke ich leider für ein anonymes Internet-Forum so gut wie nicht zu beantworten. Dafür müsste man dich einfach persönlich kennen.

 

Wird dir langweilig werden und du suchst dir dann allerhand Luxushobbies und achtest gar nicht mehr auf die Kosten, so dass du nach 10 Jahren pleite bist und musst dann an der Tanke arbeiten, weil dein Humankapital nach 10 Jahren rumpimmeln absolut nichts mehr wert ist? Oder bist du eher der Typ, der sich sozial engagiert und damit dann voll ausgelastet ist?

 

Das kann man einfach kein bisschen beantworten, wenn man nicht dich (und dein Umfeld) kennt.

 

Man kann denke ich nur antworten, wie man sich selber in so einer Situation verhalten würde (denn man projiziert eh seine eigenen Ansprüche, Wertvorstellungen, etc. in eine solche Antwort hinein). Ich würde an deiner Stelle den Schritt wagen die Firma zu verkaufen. Man müsste in meiner Vorstellung halt schon echt abgehoben sein, dass man mit soviel Geld nicht irgendwie hinkommt. Rein rechnerisch müsste man in jedem Fall hinkommen, wenn man nicht echt dumme Sachen macht.

 

Im Endeffekt würde ich mir was das angeht glaube ich folgende Frage stellen. Mit welcher Situation wäre ich in 10 Jahren unzufriedener (und halte es für realistischer):

  1. Du hast die Firma verkauft und der neue Eigentümer macht ein Business daraus, das 100 Millionen wert ist, während du ziellos im Privatleben deine Zeit totschlägst.
  2. Du hast die Firma nicht verkauft, das Zeitfenster für einen Verkauf ist verpasst und du merkst wie der Stress mit jedem Jahr immer mehr wird und am trotzdem immer weniger hängenbleibt.

- Ich denke, dass ich wieder irgendwas "starten" werde und mich mehr meinen Hobbys / sozialen Engagement widmen werde

- Das war für mich wichtiges Feedback: Ich möchte einfach die Sicherheit, dass ich bei normalen Lebensstil, keine Probleme bekommen sollte. Reine Rechnungen bringen mir keine Sicherheit - sondern viel mehr die Erfahrung von Menschen aus dem Forum, die diesen Schritt bereits gegangen sind (also Erfahrungswerte)

- Die Firma bringt mir viel Geld, aber stresst mich sehr. Daher denke ich, dass ich mit dem Geld und Freiheit glücklicher wäre

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Sapine

Gerade wenn es keine anderen "sicheren" Bausteine für den Ruhestand gibt, würde ich die Immobilie eher als Diversifikation sehen. Jedenfalls solange Dir die Verwaltung keine Last ist. 

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geeman
vor 19 Minuten von niklas_1990:

- Was meinst du genau mit Entsparen durch "Annuitäten-Entnahme"?

Du nimmst den aktuellen Wert Deines Depots von sagen wir 3 Mio. Euro.

Du nimmst eine langfristige, eher konservative, inflationsbereinigte Verzinsung an, die Deinem Portfolio entspricht, angenommen 3%.

Dann überlegst Du, wie lange Du noch leben willst. 40 Jahre?

Das schmeißt Du in Excel oder einen Kreditrechner, wie zu finden unter https://www.zinsen-berechnen.de/kreditrechner.php

Der Rechner spuckt knapp 130.000 Euro jährliche Entnahme aus. (vor Steuern)

Ein Jahr später nimmst Du den dann aktuellen Wert des Depots und rechnest mit einem Jahr weniger.

Sind die Märkte gefallen, sinkt die Entnahme.

Sind sie gestiegen steigt Deine Entnahme.

Trivial.

Dadurch, dass man eine inflationsbereinigte Depot-Rendite verwendet, ist die Inflation berücksichtigt und Deine Entnahmen sollten "im Mittel" steigen.

Referenzen:
https://www.behavioral-finance.de/wp-content/uploads/go-x/u/cf830ad9-b702-4725-ad30-ff52aacfa8f7/BF_BAND_01.pdf

https://www.pwc.de/de/finanzdienstleistungen/asset-management/sparen-und-entsparen-prof-martin-weber.pdf

 

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hattifnatt
vor 4 Stunden von niklas_1990:

Ich denke, dass in turbulenten Börsenzeiten, zumindest die Miete stabil weiterläuft

FWIW, das war während der Covid-Krise für 3 Monate nicht so;) 

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