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niklas_1990

Ziel: Finanzielle Freiheit mit 45 – wie sinnvoll Vermögen strukturieren?

Empfohlene Beiträge

Sapine
vor 3 Stunden von Puppi:

Außerhalb des Forums vermutlich schon. Zumindest habe ich den Eindruck, dass immer mehr Menschen verstehen, wie einfach und unkompliziert es sein kann und auch effektiv ist.

Das kann sich schnell ändern, wenn die nächste große Krise kommt. Corona und Ukraine waren börsentechnisch nur kleine Zacken, nichts von Bedeutung. 

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CorMaguire
vor 4 Stunden von Puppi:

....Zugang zu guten Aktienrenditen hat und mit einem einfachen Sparplan samt Disziplin den Großteil der User hier im Forum übertrumpft. Diese Tatsache ist krass, aber sie ist halt wahr.

Wenn es eine Tatsache ist hast Du aussagekräftige und nachvollziehbare Zahlen, andernfalls ist es doch nur eine Meinung :D

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niklas_1990
· bearbeitet von niklas_1990

Ich hole das Thema noch einmal hoch, da ich gerade vor der Entscheidung stehe, eine Rürup-Rente abzuschließen – vor allem, um die Steuerlast zu senken und gleichzeitig einen weiteren Baustein für die Altersvorsorge aufzubauen. Das Thema Rürup wurde von euch auch mehrmals angesprochen.

 

Ich denke dabei an den Condor C79 H (Honorar-Tarif), der hier im Forum ja schon öfter positiv erwähnt wurde. Oder gibt es aktuell eine bessere Alternative für meinen Einsatzzweck?

Über Fiseba könnte ich ihn für 149 € abschließen.

 

Dazu habe ich ein paar Fragen und würde mich über eure Einschätzung freuen:

  • Ich würde am liebsten nur dann einzahlen, wenn sich das steuerlich lohnt. Dieses Jahr würde ich gerne den Höchstbetrag (ca. 55.000 €) einzahlen. Macht es Sinn, das als Einmalbeitrag zu zahlen – oder besser einen kleinen laufenden Beitrag mit entsprechender Zuzahlung?
  • Welches Rentenalter würdet ihr wählen? Ich plane, deutlich vor dem gesetzlichen Rentenalter in den Ruhestand zu gehen. Daher macht vermutlich das frühstmögliche Rentenalter 62 Jahre Sinn, oder?
  • Renten­garantiezeit: ja oder nein?
  • Welche Fonds/ETFs würdet ihr im C79 H wählen? Ich tendiere zu einem FTSE All World, überlege aber, ob ein kleiner Anleihenanteil sinnvoll wäre. Wie handhabt ihr das?

Gibt es sonst noch Punkte, die ich beim Abschluss oder bei der Gestaltung des Vertrags beachten sollte?

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chirlu
vor einer Stunde von niklas_1990:

Ich denke dabei an den Condor C79 H (Honorar-Tarif), der hier im Forum ja schon öfter positiv erwähnt wurde.

 

Angeblich soll er demnächst geschlossen werden:

Also besser klären, ob bzw. bis wann du ihn noch bekommen könntest. Dort im Thread geht es auch um Einmalbeitrag oder nicht.

 

vor einer Stunde von niklas_1990:

Daher macht vermutlich das frühstmögliche Rentenalter 62 Jahre Sinn, oder?

 

Wenn du das Geld dann brauchst, ja. Wenn du andere Geldmittel hast für die Zwischenzeit, dann vielleicht nicht.

 

vor einer Stunde von niklas_1990:

Renten­garantiezeit: ja oder nein?

 

Bist du verheiratet und braucht dein Ehegatte im gegebenen Fall eine zeitlich begrenzte Rente?

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 5 Stunden von niklas_1990:

Condor C79 H (Honorar-Tarif), 55.000 €

 

Du bist dabei, einen sehr lange laufenden Vertrag abzuschließen. Wenn Du jetzt 35 bist, läuft der Vertrag über 50 oder 60 Jahre. Du planst, einen großen Geld-Betrag einzuzahlen. Geld, das Du nicht wieder entnehmen kannst, und das Du auch nicht vererben kannst. Du wirst frühestens in 27 Jahren wieder etwas davon sehen. Wenn ich Finanztip richtig verstehe, ist auch kein Wechsel zu einem anderen Anbieter möglich. Außerdem wirst Du Steuern auf die Rente zahlen müssen.

 

Was machst Du, wenn sich in den nächsten 60 Jahren Deine persönlichen Verhältnisse oder Bedürfnisse ändern? Oder wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern? Vielleicht brauchst Du das Geld irgendwann? Vielleicht gibt es Probleme mit dem Versicherer? Vielleicht wandert Dein Vertrag in eine Run-Off Gesellschaft? Vielleicht gibt es einen Wirtschaftscrash oder eine hohe Inflation? Oder Aktien stürzen ab und kommen außer Mode? Hast Du dies alles bedacht? 

 

Wenn Du alles berücksichtigt hast und trotzdem einen Rürup-Vertrag möchtest, dann mache es. Wenn Du es nur machst, um Steuern zu sparen, dann lasse es lieber. Steuern sparen macht Spaß, aber es kann sehr teuer werden.

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Odeonon
vor 3 Stunden von niklas_1990:

Gibt es sonst noch Punkte, die ich beim Abschluss oder bei der Gestaltung des Vertrags beachten sollte?

https://tappeconsulting.de/lohnt-sich-die-condor-congenial-basis-c79/
 

vielleicht hier mal reinschauen?

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niklas_1990
· bearbeitet von niklas_1990
vor 9 Stunden von chirlu:

 

Angeblich soll er demnächst geschlossen werden:

Also besser klären, ob bzw. bis wann du ihn noch bekommen könntest. Dort im Thread geht es auch um Einmalbeitrag oder nicht.

 

 

Wenn du das Geld dann brauchst, ja. Wenn du andere Geldmittel hast für die Zwischenzeit, dann vielleicht nicht.

 

 

Bist du verheiratet und braucht dein Ehegatte im gegebenen Fall eine zeitlich begrenzte Rente?

Den Thread habe ich ebenfalls gelesen. Solange der Tarif noch verfügbar ist, sollte das doch kein Problem sein, oder?

Oder wäre für meinen Zweck – also gelegentliche größere Einmalzahlungen – eine Nettopolice eventuell die bessere Alternative?

 

vor 8 Stunden von stagflation:

 

Du bist dabei, einen sehr lange laufenden Vertrag abzuschließen. Wenn Du jetzt 35 bist, läuft der Vertrag über 50 oder 60 Jahre. Du planst, einen großen Geld-Betrag einzuzahlen. Geld, das Du nicht wieder entnehmen kannst, und das Du auch nicht vererben kannst. Du wirst frühestens in 27 Jahren wieder etwas davon sehen. Wenn ich Finanztip richtig verstehe, ist auch kein Wechsel zu einem anderen Anbieter möglich. Außerdem wirst Du Steuern auf die Rente zahlen müssen.

 

Was machst Du, wenn sich in den nächsten 60 Jahren Deine persönlichen Verhältnisse oder Bedürfnisse ändern? Oder wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern? Vielleicht brauchst Du das Geld irgendwann? Vielleicht gibt es Probleme mit dem Versicherer? Vielleicht wandert Dein Vertrag in eine Run-Off Gesellschaft? Vielleicht gibt es einen Wirtschaftscrash oder eine hohe Inflation? Oder Aktien stürzen ab und kommen außer Mode? Hast Du dies alles bedacht? 

 

Wenn Du alles berücksichtigt hast und trotzdem einen Rürup-Vertrag möchtest, dann mache es. Wenn Du es nur machst, um Steuern zu sparen, dann lasse es lieber. Steuern sparen macht Spaß, aber es kann sehr teuer werden.

Ich habe berechnet, dass ich bei einer Einzahlung von 55.000 € durch die steuerliche Absetzbarkeit real nur etwa 29.000 € selbst aufbringe. Dadurch spare ich rund 26.000 € an Steuern. Die erwartete Rendite auf das tatsächlich eingesetzte Kapital sollte die entstehenden Kosten mehr als ausgleichen.

Die Rürup-Rente soll für mich nur ein "kleine" Baustein der Altersvorsorge darstellen. Mir ist bewusst, dass sie aufgrund ihrer mangelnden Flexibilität ein gewisses Risiko birgt – das sehe ich genauso, und genau das ist auch meine größte Sorge. Deshalb möchte ich insgesamt nicht mehr als etwa 10 % meines Vermögens in die Rürup-Rente investieren.

Mich interessiert: Welche Nachteile hätte es, wenn der Vertrag später in eine sogenannte Run-Off-Gesellschaft übergeht?

Wenn ich es richtig verstanden habe, kann ich die Anlageaufteilung (Allokation) jedes Jahr anpassen und zum Beispiel von Aktien auf Anleihen umschichten, falls ich das möchte.

 

vor 7 Stunden von Odeonon:

Das habe ich gesehen. Da geht es aber nicht um die Nettopolice C79 H - oder?

 

- - - - - - - - 

Offtopic:

Eine kleine Frage in die Runde: Seid ihr ausgewandert? Die Antwortzeiten wirken jedenfalls… interkontinental :)

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Rotenstein
vor 1 Stunde von niklas_1990:

Ich habe berechnet, dass ich bei einer Einzahlung von 55.000 € durch die steuerliche Absetzbarkeit real nur etwa 29.000 € selbst aufbringe. Dadurch spare ich rund 26.000 € an Steuern. Die erwartete Rendite auf das tatsächlich eingesetzte Kapital sollte die entstehenden Kosten mehr als ausgleichen.

Kann sein, muss aber nicht sein. Diese Produkte können auch trotz aller Zuschüsse und Steuervorteile, mit denen man unbedarfte Anleger lockt, am Ende ein schlechtes Geschäft sein. Oft gibt es versteckte Kosten, die erst später offenbar werden, weil sie im Kleingedruckten auf Seite 77 unten stehen. Ich würde so einen Vertrag niemals abschliessen, allein schon wegen der mangelnden Flexibilität und der ganzen Bürokratie. Muss aber jeder selbst wissen. 

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satgar
vor 1 Stunde von niklas_1990:

Da geht es aber nicht um die Nettopolice C79 H

Stimmt genau. Er untersucht die baugleiche Provisionspolice. Alles was mit Kosten zu tun hat, hilft dir aus dem Video daher nicht.

vor 1 Stunde von niklas_1990:

Oder wäre für meinen Zweck – also gelegentliche größere Einmalzahlungen – eine Nettopolice eventuell die bessere Alternative?

Du redest doch, so oder so, schon von einer Nettopolice. Mir ist kein Fall bekannt, bei dem eine Bruttopolice besser gewesen wäre oder ist, als ein Nettotarif.

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niklas_1990
vor 1 Stunde von Rotenstein:

Kann sein, muss aber nicht sein. Diese Produkte können auch trotz aller Zuschüsse und Steuervorteile, mit denen man unbedarfte Anleger lockt, am Ende ein schlechtes Geschäft sein. Oft gibt es versteckte Kosten, die erst später offenbar werden, weil sie im Kleingedruckten auf Seite 77 unten stehen. Ich würde so einen Vertrag niemals abschliessen, allein schon wegen der mangelnden Flexibilität und der ganzen Bürokratie. Muss aber jeder selbst wissen. 

Danke für deinen Input. Das macht meine Entscheidung noch komplizierter.

 

vor 1 Stunde von satgar:

Stimmt genau. Er untersucht die baugleiche Provisionspolice. Alles was mit Kosten zu tun hat, hilft dir aus dem Video daher nicht.

Du redest doch, so oder so, schon von einer Nettopolice. Mir ist kein Fall bekannt, bei dem eine Bruttopolice besser gewesen wäre oder ist, als ein Nettotarif.

Das war von mir schlecht ausgedrückt: Ich meinte, ob es eine bessere Nettopolice gibt in meinem Fall - also von einem anderen Anbieter.

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satgar
vor 2 Minuten von niklas_1990:

Danke für deinen Input. Das macht meine Entscheidung noch komplizierter.

 

Das war von mir schlecht ausgedrückt: Ich meinte, ob es eine bessere Nettopolice gibt in meinem Fall - also von einem anderen Anbieter.

So lange es die Condor Police noch gibt, führt eigentlich nichts an ihr vorbei. Rein aus der Kombination aus Kosten und Rentenfaktor.

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niklas_1990
· bearbeitet von niklas_1990

Zunächst einmal vielen Dank für den Input bzgl. der Rürup-Rente. Ich habe mich dagegen entschieden und bleibe - dank euch - meinem System treu.

 

Update meiner Vermögenssituation

Ziel ist die finanzielle Freiheit möglichst zügig, aber langfristig nachhaltig zu erreichen. Mich interessiert eure Einschätzung: Was würdet ihr am Portfolio bzw. an der Struktur ändern oder optimieren, um dieses Ziel besser zu unterstützen?

 

Mein aktueller Plan ist, ab einem Wertpapiervermögen von 1 Mio. € auf den FTSE All-World als Haupt-ETF zu wechseln. Hintergrund ist eine steuerlich günstigere Entnahme über FIFO in der Zukunft. Zusätzlich möchte ich das Thema Wegzugsbesteuerung berücksichtigen (relevant ab 500.000 € Einzahlungsvolumen pro ETF).

 

Da ich in der Rente KVdR berechtigt bin, habe ich vor in der gesetzlichen Krankenkasse zu bleiben. Wenn ich mit 45 finanziell frei bin, habe ich vor 1-2 Tage die Woche angestellt beratend tätig zu sein, sodass ich dann auch gesetzlich pflichtversichert bin und mir nicht langweilig wird. Ab dem Renteneintritt zahle ich dann nur Beiträge auf meine Rente, die bei 100€ liegt. 

 

Freue mich über Meinungen, Kritik und alternative Ansätze.

 

Hier die aktuelle Vermögensaufstellung:

Liquidität (kurzfristig) 700k:
100k€ Festgeld (12 Monate, 2,25 %)
200k€ Tagesgeld (0,6%)
400k€ DBX0AN (1,9%)
40k€ Vorauszahlung in die gesetzliche KK 
--> davon sind 400k Rücklage für Steuernachzahlungen

Wertpapiere (langfristige Geldanlage) 900k:
531k MSCI World
190k MSCI EM IMI
92k MSCI World Small Cap
87k Stoxx Europe 600

Crypto 60k:
50k in Bitcoin
10k in Ethereum

Immobilie (zur Vermietung) Marktwert ca. 950k:
320k€ Restschuld (Zins: 2,25 %)
Kaltmiete: 4250 € / Monat
Objekt mit Ausbaupotenzial (2 von 5 Wohnungen noch zu sanieren, zusätzlicher Investitionsbedarf)

Aktuell bespare ich meine ETFs mit 15k / Monat und zahle 5k / Monat Raten für den Immobilienkredit.

 

 

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el_Mare
vor 8 Stunden von niklas_1990:

Wegzugsbesteuerung berücksichtigen (relevant ab 500.000 € Einzahlungsvolumen pro ETF).

 

Ich würde hier für meine persönliche langfristige Planung (so mache ich es auch) maximal die Hälfte ansetzen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich diese Regelung zeitnahe ändern könnte.

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niklas_1990
· bearbeitet von niklas_1990
vor 54 Minuten von el_Mare:

Ich würde hier für meine persönliche langfristige Planung (so mache ich es auch) maximal die Hälfte ansetzen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich diese Regelung zeitnahe ändern könnte.

Das ist bei mir leider schon zu spät - ich bin bereits > 400k Einzahlung bei dem MSCI World.

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McScrooge
vor 13 Stunden von niklas_1990:

Das ist bei mir leider schon zu spät - ich bin bereits > 400k Einzahlung bei dem MSCI World.

Was hält dich davon ab, diese dann aufzuteilen auf 4 ETFs?

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niklas_1990
vor 46 Minuten von McScrooge:

Was hält dich davon ab, diese dann aufzuteilen auf 4 ETFs?

Dafür müsste ich jetzt >100k Gewinne realisieren beim Verkauf von dem MSCI World. Oder habe ich einen Denkfehler?

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McScrooge

Ja, aber wenn Du letztendlich Sorge hast, dass Du irgendwann besteuert wirst, dann könnte man Gewinne realisieren, bevor sie noch weiter steigen. Eventuell hast Du auch irgendwo noch einen Verlust den Du mit ausgleichen kannst?

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niklas_1990
vor 12 Minuten von McScrooge:

Ja, aber wenn Du letztendlich Sorge hast, dass Du irgendwann besteuert wirst, dann könnte man Gewinne realisieren, bevor sie noch weiter steigen. Eventuell hast Du auch irgendwo noch einen Verlust den Du mit ausgleichen kannst?

Nach aktueller Rechtsprechung bin ich mit dem ETF < 500k auf der sicheren Seite. Daher würde ich ungern unnötig Gewinne realisieren. Leider – bzw. zum Glück – habe ich aktuell keine Verluste, die ich zum Ausgleich nutzen könnte. Im vergangenen Jahr habe ich alle Einzelaktien verkauft; dabei gab es 2–3 Positionen mit Verlust, die ich mit den Gewinnen der übrigen Verkäufe verrechnet habe.

 

Oder würdet ihr empfehlen, rund 400k MSCI World zu verkaufen (dabei > 100k Gewinne zu realisieren) und das Kapital anschließend auf vier weitere MSCI-World-ETFs zu verteilen?

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wpapifo
vor 1 Stunde von niklas_1990:

Oder würdet ihr empfehlen, rund 400k MSCI World zu verkaufen (dabei > 100k Gewinne zu realisieren) und das Kapital anschließend auf vier weitere MSCI-World-ETFs zu verteilen?

Das ergibt überhaupt keinen Sinn, wenn du ernsthaft planst auszuwandern. Es ist erstens ungewiß, welche gesetzlichen Regelungen gelten werden, wenn du dann tatsächlich auswanderst. Vielleicht hat sich bis dahin ja auch noch nichts geändert. Und zweitens kannst du immer noch reagieren, wenn andere gesetzliche Regelungen zur Wegzugsbesteuerung beschlossen werden. Dann aber eben gezielt angepasst an die Regelungen und nicht einfach jetzt irgendwie ins Blaue hinein.

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niklas_1990

Ich bin es noch einmal mit einem Update. Dank euch bin ich mittlerweile sehr zufrieden mit meinem Portfolio - allerdings habe ich in den letzten viel mit Gedanken gespielt, die ich gerne mit euch teilen und um eueren Rat bitten würde:

 

1: Ich habe aktuell sehr viel Cash (Festgeld, Tagesgeld, DBX0AN). 350k benötige ich für Steuernachzahlungen - dann bleiben allerdings immer noch 400k übrig. Ich streube mich etwas davor, diese zu investieren, da die Aktienkurse derzeit so hoch sind. Ich investiere mit meinem Sparplan ganz normal weiter, allerdings unabhängig von den 400k. Wie würdet ihr hier vorgehen?

 

2: Ich könnte meine Firma aktuell für ca. 4–5x EBITDA verkaufen. Das EBITDA ist gerade auf dem höchsten Stand seit Gründung. Der Verkauf würde etwa 3-4 Mio. € vor Steuern bringen; nach ca. 47 % Steuerlast blieben rund 1,5–2,0 Mio. € netto übrig. Wie würdet ihr das einschätzen: In jungem Alter Risiko rausnehmen und verkaufen — oder weitermachen, solange Einkommen und EBITDA so stark sind? Allerdings ist das Business auch sehr stressig und ewig möchte ich diesen Druck nicht haben. Und die wichtigste Frage: Wenn ihr das Portfolio seht und 1,75 Mio netto dazukommen würden. Wie wahrscheinlich seht ihr es, dass das Geld dann bis zum Lebensende (für ein gutes Leben) ausreicht?

 

Ich bin sehr gespannt auf euer Feedback!

Liquidität (kurzfristig) ca. 754k:
100k€ Festgeld (Deutsche Bank) 2,7%
200k€ Tagesgeld (Scalable Capital) 2,5%
454k€ DBX0AN (Xtrackers Overnight Rate Swap, Geldmarkt) 2%

Wertpapiere (langfristige Geldanlage) ca. 1.066k:
626k MSCI World (iShares Core + SPDR)
236k MSCI EM IMI
104k MSCI World Small Cap
100k Stoxx Europe 600

Crypto ca. 71k:
66k in Bitcoin
5k in Ethereum

Immobilie (zur Vermietung) Marktwert ca. 950k:
300k€ Restschuld (Zins: 2,25 %)
Kaltmiete: 4250 € / Monat

 

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Euronensammler
vor 1 Stunde von niklas_1990:

Wenn ihr das Portfolio seht und 1,75 Mio netto dazukommen würden. Wie wahrscheinlich seht ihr es, dass das Geld dann bis zum Lebensende (für ein gutes Leben) ausreicht?

Ohne tiefen Hinbtergrund, da nicht den ganzen Faden gelesen:

Allgemein gemeint: Für Menschen, die sich als Überflieger sehen, ihre eigene Firma groß gemacht haben, sich an den gehobenen oder hohen Lebenstil gewöhnt haben, ohne Nachzudenken mal eben die Suite, statt das Appartments im Hotel buchen, ihr Hab und Gut gerne zeigen, berechnend oder auch ehrlich uneigennützig sehr großzügig sind .... wird es eng. 

Für Menschen, die bei jedem Euro (oder 10,000) daran denken, wie lange musste oder muss ich dafür arbeiten, sollte es locker reichen.

 

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niklas_1990
vor 5 Minuten von Euronensammler:

Ohne tiefen Hinbtergrund, da nicht den ganzen Faden gelesen:

Allgemein gemeint: Für Menschen, die sich als Überflieger sehen, ihre eigene Firma groß gemacht haben, sich an den gehobenen oder hohen Lebenstil gewöhnt haben, ohne Nachzudenken mal eben die Suite, statt das Appartments im Hotel buchen, ihr Hab und Gut gerne zeigen, berechnend oder auch ehrlich uneigennützig sehr großzügig sind .... wird es eng. 

Für Menschen, die bei jedem Euro (oder 10,000) daran denken, wie lange musste oder muss ich dafür arbeiten, sollte es locker reichen.

 

Ich habe mich inzwischen an einen gewissen Lebensstandard gewöhnt, zum Beispiel gutes Essen und schöne Urlaube. Außerdem bin ich grundsätzlich eher großzügig. Gleichzeitig würde ich mich nicht als abgehoben bezeichnen: Luxusgüter oder Statussymbole brauche ich nicht. Meine Sorge ist eher, eine gute Einnahmequelle zu früh aufzugeben und mich später darüber zu ärgern. Andererseits bietet sich gerade jetzt natürlich auch eine große Chance, langfristig ein Vermögen abzusichern. Das Business ist nämlich auch Risiko und keiner garantiert mir zukünftige Erträge.

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt
vor 2 Stunden von niklas_1990:

Wie würdet ihr das einschätzen: In jungem Alter Risiko rausnehmen und verkaufen — oder weitermachen, solange Einkommen und EBITDA so stark sind?

Im Ursprungsposting hast du geschrieben, das Einkommen sei

Am 17.5.2025 um 14:53 von niklas_1990:

vermutlich nur noch wenige Jahre stabil, da zunehmend durch KI gefährdet

Ist das immer noch so? Wir erleben derzeit in einigen Branchen wie Software und Consulting eine Art "KI-Apokalypse". Wenn die bei dir noch nicht zugeschlagen hat, wäre wohl jetzt ein guter Ausstiegszeitpunkt. Sonst brauchst du evtl. einen seehr langen Atem, bis der Hype wieder vorbei ist.

vor 2 Stunden von niklas_1990:

Wie wahrscheinlich seht ihr es, dass das Geld dann bis zum Lebensende (für ein gutes Leben) ausreicht?

Als Alleinstehender sicher, für eine 4-köpfige Familie eher nicht ;) 

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Euronensammler
vor 2 Minuten von niklas_1990:

Andererseits bietet sich gerade jetzt natürlich auch eine große Chance,

Es gibt im Leben alle paar Jahre mal eine große Chance: Die ideale Frau, der lukrative Job, die zündende Geschäftsidee, die Beförderung, um die ich kämpfe, der goldene Handschlag.

Meine Erfahrung, persönlich und aus meinem Umfeld: Nimm die Chance, wenn du es als Fortschritt oder Entlastung empfindest! 

Oder altdeutsch; Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.

Und mir scheint, der Spatz ist dick genug.

Wirklich gefährlich ist die weitere Lebenszufriedenheit ohne Job/Beruf=Berufung/Aufgabe/Verantwortung/Gestaltungsmöglichkeit/Eingebundenheit/Anerkennung.

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niklas_1990
vor 6 Minuten von hattifnatt:

Im Ursprungsposting hast du geschrieben, das Einkommen sei

Ist das immer noch so? Wir erleben derzeit in einigen Branchen wie Software und Consulting eine Art "KI-Apokalypse". Wenn die bei dir noch nicht zugeschlagen hat, wäre wohl jetzt ein guter Ausstiegszeitpunkt. Sonst brauchst du evtl. einen seehr langen Atem, bis der Hype wieder vorbei ist.

Als Alleinstehender sicher, für eine 4-köpfige Familie eher nicht ;) 

Das mit der KI Problematik ist immer noch so. Ich bin da allerdings immer eher pessimistisch/vorsichtig. Es kann natürlich auch noch 10+ Jahre gut gehen. Ab welcher Netto Vermögenssumme würdest du denn sagen, dass genug Kapital für ein "gutes Leben" für eine 4-köpfige Familie vorhanden ist?

 

vor 7 Minuten von Euronensammler:

Es gibt im Leben alle paar Jahre mal eine große Chance: Die ideale Frau, der lukrative Job, die zündende Geschäftsidee, die Beförderung, um die ich kämpfe, der goldene Handschlag.

Meine Erfahrung, persönlich und aus meinem Umfeld: Nimm die Chance, wenn du es als Fortschritt oder Entlastung empfindest! 

Oder altdeutsch; Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.

Und mir scheint, der Spatz ist dick genug.

Wirklich gefährlich ist die weitere Lebenszufriedenheit ohne Job/Beruf=Berufung/Aufgabe/Verantwortung/Gestaltungsmöglichkeit/Eingebundenheit/Anerkennung.

Ich glaube schon, dass es sich zunächst komisch anfühlen wird, ohne den Job zu sein – gleichzeitig aber auch sehr befreiend. Trotz eines guten Business steckt man im Grunde doch in einer Art Hamsterrad. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch wieder arbeiten werde – nur eben in einer anderen Intensität und mit mehr Freiheit. Gleichzeitig gehe ich nicht davon aus, dass ich so schnell noch einmal in der Lage sein werde, so viel Geld zu verdienen. Genau deshalb schwanke ich beim Verkauf noch so stark.

Mein Bauchgefühl sagt mir allerdings auch: Verkaufen.

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