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NoRealCrisPat

Strategie für Freistellungsauftrag - Wie nutzt ihr den Freistellungsauftrag aus?

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NoRealCrisPat
Posted

Hallo zusammen,

ich mache mir gerade Gedanken, wie ich meinen Sparerpauschbetrag (1.000€) optimal ausnutze. Aktuell bin ich Student (später normaler Angestellter) und bespare nur thesaurierende ETFs (bzw. Aktien ohne Dividende).

Mein "Problem": Da ich keine Ausschüttungen erhalte und aktuell keine Gewinne realisiere, verfällt mein Freistellungsauftrag jedes Jahr ungenutzt. Das bedeutet ja effektiv, dass ich einen steuerfreien Gewinn verschenke, den ich später bei Entnahme voll versteuern müsste.

Meine Fragen an euch:

Verkauf & Wiederkauf: Macht ihr zum Jahresende bewusst Verkäufe und kauft die Anteile direkt wieder zurück, nur um die Gewinne steuerlich "einzuloggen" und die Einstandskurse zu erhöhen?

Kosten vs. Nutzen: Ab wann lohnt sich das unter Berücksichtigung von Spread und Ordergebühren? (Ich bin bei einem Neobroker, also sind die Gebühren gering).

Danke für eure Tipps!

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OttoKleinanleger
Posted

Du beantwortest dir deine Frage selbst. Gewinne thesaurieren macht keinen Sinn, solange man noch einen Freistellungsauftrag hat. Es ist ja einfache Mathematik ob sich Transaktionen zwecks Steueroptimierung zum Jahresende hin lohnen. Wichtig ist dabei immer die Gebühren, Spread und Liquidität im Auge zu haben.

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Malwas
Posted
vor 11 Minuten von NoRealCrisPat:

Verkauf & Wiederkauf: Macht ihr zum Jahresende bewusst Verkäufe und kauft die Anteile direkt wieder zurück, nur um die Gewinne steuerlich "einzuloggen" und die Einstandskurse zu erhöhen?

In deinem Fall würde ich das machen. Du hast vermutlich auch nicht nur die 1.000€, sondern als Student wirst du wohl auch keine Einkommensteuer zahlen. Da kannst du mit einer Günstigerprüfung (oder NV-Bescheinigung) noch viel mehr ausnutzen. Das Problem dürfte eher sein, überhaupt so viel Gewinn zu machen. Studenten sind nicht gerade bekannt dafür besonders vermögend zu sein.

Irgendwann wird der Sparerpauschbetrag auch durch die Vorabpauschale schon ausgereizt.

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Belgien
Posted · Edited by Belgien

Du verschenkst bei Nicht-Nutzung des FSA 263,75€ (ggf. plus KiSt) pro Jahr. Allerdings hilft Dir in Jahren mit steigenden Kursen und "normalem" Zinsniveau die mit dem FSA verrechenbare Besteuerung der Vorabpauschale Deiner  thesaurierenden ETFs, dass der Verlust nicht ganz so hoch ist.

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Joker_19
Posted
vor 36 Minuten von NoRealCrisPat:

Mein "Problem": Da ich keine Ausschüttungen erhalte und aktuell keine Gewinne realisiere, verfällt mein Freistellungsauftrag jedes Jahr ungenutzt. Das bedeutet ja effektiv, dass ich einen steuerfreien Gewinn verschenke, den ich später bei Entnahme voll versteuern müsste.

"Gute" Nachricht für dich: Auf Thesaurierer wird Steuer auf die Vorabpauschale fällig. Dein Freistellungsauftrag verfällt also nicht vollständig. Die Vorabpauschale führt auch dazu, dass diese bei späteren Verkäufen deiner Thesaurierer als bereits versteuerter Betrag betrachtet wird und bei der Besteuerung realisierter Gewinne berücksichtigt wird.

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mique
Posted · Edited by mique
vor 1 Stunde von NoRealCrisPat:

Kosten vs. Nutzen: Ab wann lohnt sich das unter Berücksichtigung von Spread und Ordergebühren?

Am besten selbst Beispielrechnungen durchführen mit fiktiver Wertentwicklung (Basiszins für 2026 = 3,20% , Teilfreistellungen nicht vergessen). Auch der Aufwand dürfte eine Rolle spielen - sowohl für Dich, als auch für den Broker.

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chirlu
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vor einer Stunde von mique:

Am besten selbst Beispielrechnungen durchführen mit fiktiver Wertentwicklungg (Basiszins für 2026 = 3,20% , Teilfreistellungen nicht vergessen).

 

Überflüssiger Aufwand. Ein paar Tage abwarten, bis die Vorabpauschalen verbucht sind, dann nachschauen, wie viel Freistellungsvolumen noch übrig ist.

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supertobs
Posted

Bis zur Einkommensgrenze von ODER (Steuerfreibetrag, Sozialversicherungspflicht) jährlich Gewinne realisieren durch Kauf/Rückkauf.

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Bast
Posted
vor 5 Stunden von NoRealCrisPat:

Verkauf & Wiederkauf: Macht ihr zum Jahresende bewusst Verkäufe und kauft die Anteile direkt wieder zurück, nur um die Gewinne steuerlich "einzuloggen" und die Einstandskurse zu erhöhen?

Ist empfehlenswert. FIFO und Teilfreistellung beachten. 

vor 5 Stunden von NoRealCrisPat:

Kosten vs. Nutzen: Ab wann lohnt sich das unter Berücksichtigung von Spread und Ordergebühren? (Ich bin bei einem Neobroker, also sind die Gebühren gering).

Bei entsprechenden Gewinnen: Ja. 

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NoRealCrisPat
Posted

Vielen Dank in die Runde für die detaillierten Hinweise und die Geduld mit einem Neuling.

Ich habe viel gelernt, besonders was die Vorabpauschale angeht. Ich hatte nicht auf dem Schirm, dass diese den Freistellungsauftrag (FSA) ohnehin schon zu einem gewissen Teil "auffrisst".

Mein Plan basierend auf eurem Feedback:

Füße stillhalten: Ich folge dem Rat von chirlu und Achim Weiss und warte die Buchung der Vorabpauschale ab. Erst dann sehe ich das effektiv verbleibende Freistellungsvolumen.

NV-Bescheinigung prüfen: Da mein Einkommen als Student unter dem Grundfreibetrag liegt und ich (noch) familienversichert bin (Grenzen beachte ich, danke für die Warnung!), ist die NV-Bescheinigung wahrscheinlich der effizientere Weg als das reine Optimieren der 1.000 € Pauschale.

Umsetzung: Sollte ich bei der Pauschale bleiben, nutze ich die Formel (Freibetrag/0,7), um den nötigen Verkaufsbetrag zu ermitteln. Dass das "Rollen" eigentlich eine Aufgabe für den Dezember ist, habe ich mir für das nächste Jahr notiert.

Danke für die Klarstellung zur Teilfreistellung und den Kostenfaktor Spread!

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chirlu
Posted
vor 2 Stunden von NoRealCrisPat:

nutze ich die Formel (Freibetrag/0,7), um den nötigen Verkaufsbetrag zu ermitteln

 

Der Verkaufsbetrag ist (in den meisten Fällen viel) höher, denn steuerpflichtig ist nur der Gewinn. Wenn du also z.B. einen Anteil für 80 Euro gekauft hast und jetzt für 100 Euro verkaufst, dann werden nur 20 Euro Freibetrag „verbraucht“.

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Cauchykriterium
Posted
vor 2 Stunden von NoRealCrisPat:

Dass das "Rollen" eigentlich eine Aufgabe für den Dezember ist, habe ich mir für das nächste Jahr notiert.

Dieses Jahr!?

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