The Statistician 16. Juli Am 14.7.2026 um 23:20 von WalleWalle: Roger Ver hatte auch mal gesagt, er hätte die Unterstützung von Big Business Mining-Pools "New York Agreement" und die Plebs sind irrelevant. Ich sehe die Überschneidung nicht und um einen Hard Fork geht es hier ohnehin an keiner Stelle. Roger Ver stand damals nach meinem Eindruck nahezu genauso alleine da wie Luke mit BIP-110. Am 14.7.2026 um 23:20 von WalleWalle: Am Ende hat aber der Soft-Fork (segwit) gewonnen SegWit stellte im Gegensatz zu BIP-110 auch eine funktionale und nachhaltige Lösung dar. Zudem war SegWit ein Erfolg, weil der Support erheblich größer ausfiel. Ein nennenswerter Teil der Miner hat bereits weit vor der Aktivierung SegWit supportet. Die Community war stark für SegWit und die Bitcoin Developer haben sich ebenso übergreifend für SegWit ausgesprochen. Wie sieht es heute bei BIP-110 aus? Miner interessieren sich faktisch nicht für BIP-110. Einen großen Support für BIP-110 gibt es auch seitens der Community nicht. Der überwiegende Großteil der Bitcoin Developer spricht sich gegen BIP-110 aus. Zudem stellt BIP-110 keine nachhaltige Lösung dar (löst nicht einmal temporär das vermeintliche Problem) und wird auch von Luke nicht als solche propagiert. Letzteres ist bereits eine Red Flag aus meiner Sicht und ist ein inhaltlich zentraler Unterschied zu SegWit. Egal welchen Aspekt ich mir anschaue: Ich sehe da keine Überschneidungen mit SegWit, nicht einmal eine funktionale Lösung für die genannte Problemstellung. Bei den Minern kann man natürlich gerne behaupten, dass der Support seitens der Miner keine Relevanz hat. Der Support seitens der Miner stellt aber eine gute Indikation dar, ob das Thema relevant ausfällt oder nicht. Wenn 99%+ der Miner sich nicht für BIP-110 interessieren, spricht es nicht für einen potentiellen Druck, den sich die Miner zukünftig ausgesetzt sehen. Sollte BIP-110 sich tatsächlich durchsetzen: Hut ab, käme für mich unerwartet. Aktuell kann ich es mir aufgrund der bisherigen Entwicklungen nicht vorstellen. Ich gehe aktuell davon aus, dass BIP-110 ohne großes Aufsehen Teil der Geschichte wird. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
WalleWalle 31. Juli Michael Saylor hat sich auf die Seite von Core geschlagen und gründet jetzt ein "Bitcoin Sicherheits-Konsortium" bestehend aus Strategy, BlackRock, ARK, Coinbase, Fidelity, Galaxy um die zukünftige Bitcoin Entwicklung zu finanzieren (durch Core). Klingt sehr dezentralisiert. https://www.strategy.com/press/leading-financial-institutions-bitcoin-companies-launch-the-bitcoin-security-consortium_07-23-2026 Aktuell ist Knots bei 25% und BIP-110 bei 19% des Netzwerks. https://dashboard.clarkmoody.com/ Ungefähr am 9. August wird BIP-100 aktiviert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
The Statistician Sonntag um 07:23 Mandatory Signaling hat seit gestern Abend begonnen und der Großteil der Miner interessieren sich nach wie vor nicht. Es gab ebenso einen Chain Split mit 2 Blöcken, aber die BIP110 chain ist bedeutungslos. Scheint sich wirklich als Non Event herauszustellen. Bis auf einer sehr kleinen Bubble interessiert sich nach meinem Eindruck niemand für das Thema oder hat es überhaupt mitbekommen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
WalleWalle Sonntag um 16:23 · bearbeitet Sonntag um 16:24 von WalleWalle Sieg für Core v30 Bitcoin ist jetzt ein Daten-Netzwerk, auf dem überwiegend nicht-monetäre Daten gespeichert werden via Inscriptions und op_return. In den letzten 30 Tagen waren ca. 2/3 aller Daten in den Blöcken nicht-Bitcoin-Transaktionen (lila). https://thebitcoinportal.com/blockspace/overview Wie das sich für die Zukunft des Netzwerks auswirkt ist unklar. Eine Node selber zu betreiben wird immer schwieriger aufgrund der Datenflut und damit steigenden Hardwareanforderungen (16GB RAM, 2T SSD, starke CPU) und der Probleme mit illegalen Daten in den Blöcken. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
bmi Sonntag um 18:25 · bearbeitet Sonntag um 18:37 von bmi vor 2 Stunden von WalleWalle: Eine Node selber zu betreiben wird immer schwieriger aufgrund der Datenflut und damit steigenden Hardwareanforderungen (16GB RAM, 2T SSD, starke CPU) und der Probleme mit illegalen Daten in den Blöcken. Sehe ich kein Problem: Pruning + günstiger werdende Speicher + Layer-2-Systeme. Pruning für die, die wirklich keine entsprechende Hardware kaufen können. Jedoch halte ich das für äußerst unrealistisch, Beispielrechnung: ~4MB Block weight 144 Blöcke/Tag 52.560 Blöcke/Jahr 80% Inscriptions (einfach als Annahme) = ~210 GB/Jahr, davon 168GB/Jahr Inscriptions-bezogener Blockspace = ~2,1TB in 10 Jahren (nur eine grobe Annäherung, da 4MB Block Weight != 4MB Diskspace) Also selbst 80% Blockspace für Daten würden nicht automatisch dazu führen, dass Full Nodes für normale Menschen unbezahlbar werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
The Statistician Sonntag um 22:07 vor 5 Stunden von WalleWalle: Eine Node selber zu betreiben wird immer schwieriger aufgrund der Datenflut und damit steigenden Hardwareanforderungen (16GB RAM, 2T SSD, starke CPU) Mit 5TB SSD und den übrigen erforderlichen Requirements bist du aktuell bei 400-700€ Kosten um eine Full Node zu betreiben. Liegt auf dem Niveau eines Smartphones und hält für wesentlich mehr Jahre Wo siehst du da ein Kostenproblem? In paar Jahren werden 10 TB SSDs sicher erheblich günstiger sein als heute. Und dann kommt noch die Option einer Pruned Full Node hinzu was @bmi schon genannt hat. vor 5 Stunden von WalleWalle: und der Probleme mit illegalen Daten in den Blöcken. Den Punkt habe ich noch nicht verstanden in dem Kontext. BIP110 oder jegliche andere zukunftsgerichtete Anpassung würde nichts an dem Umstand ändern, dass sich illegale Daten auf der Blockchain befinden. Das wird man nicht mehr rückgängig machen können. Wenn das ein Problem darstellt, dann wird man das nicht aus der Welt schaffen können. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Maciej Montag um 03:19 vor 5 Stunden von The Statistician: Den Punkt habe ich noch nicht verstanden in dem Kontext. BIP110 oder jegliche andere zukunftsgerichtete Anpassung würde nichts an dem Umstand ändern, dass sich illegale Daten auf der Blockchain befinden. Das wird man nicht mehr rückgängig machen können. Wenn das ein Problem darstellt, dann wird man das nicht aus der Welt schaffen können. Meinem Verständnis nach geht es auch nicht darum, bereits vorhandene illegale Daten zu löschen, sondern das Hinzufügen von neuen zu erschweren bzw. in diesem Fall teurer zu machen. Das Prinzip hast du doch bei Gesetzesverschärfungen auch: alte Straftaten werden dadurch nicht ungeschehen gemacht, neue aber verhindert oder zumindest erschwert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
The Statistician gestern um 09:10 Uhr Am 10.8.2026 um 05:19 von Maciej: alte Straftaten werden dadurch nicht ungeschehen gemacht, neue aber verhindert oder zumindest erschwert. Es geht hierbei um die Betreiber von Full Nodes, weniger um die Personen, die diese Daten auf die Blockchain bringen. Sollte für Full Node Betreiber die Existenz illegaler Daten auf der Blockchain ein Problem darstellen (Verarbeitung, potentielle Verbreitung...), wird man aufgrund der bereits vorhandenen illegalen Daten auch zukünftig Straftaten begehen, sofern es in einem Land jemals zu solch einer Rechtssprechung kommen sollte. Daher spielt es in der Hinsicht keine Rolle, ob weitere illegale Daten hinzukommen oder nicht. In beiden Fällen besteht das genannten potentielle Problem weiterhin, welches man nicht mehr lösen kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag